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Kundenrezensionen

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am 5. November 2016
Zwei Jahre nach Erscheinen des Buches von Daphne du Maurier produzierte David O.Selznik diesen Film, in dem Alfred Hutchcock zum ersten Mal Rgeie in einem US-amerikanischen Film führte.
In Schwarz-Weiß gedreht erzählt er die Liebesgeschichte von Maxim de Winter (Laewrence Olivier), der nach dem tragischen Unfalltod seiner Frau Rebecca in Monte Carlo weilt und dort Joan Fontain, Gesellschafterin von Edithe Von Hopper (Florence Bates) kennenlernt und sich in die hübsche, aber etwas naive junge Frau verliebt. Als diese schon fast mit ihrer Arbeitgeberin in Richtung USA unterwegs ist, macht er ihr einen Heiratsantrag, und als frisch angetraute zweite Mrs.De Winter kehrt sie mit ihrem Mann auf das imposante Anwesen Manderley an der Küste von Cornwall zurück, das man erst erreicht, nachdem man mit dem Auto minutenlang eine geschlängelte Zufahrt befahren hat.

Über dem Haus und bald auch der Ehe liegt der Schatten von Rebecca, die eine traumhaft schöne , intelligente und allseits verehrte Frau gewesen sein muss. Die Hausdame Mrs.Danvers (Judith Anderson) macht der neuen Ehefra von Mxim schon bald klar, dass sie niemals aus dem Schatten der Verstorbenen treten könne, ihre mit eisiger Miene ausgedrückte überhebliche Verachtung schlägt bald in offenen Hass um, und als Joan bei einem großen Fest mit etlichen Gästen, das Maxim auf seiner Frau Wunsch hin ausgerichtet hat, auf der boshaften Haushälterin Rat hin in einem prachtvollen Kleid auftaucht, das sie als Wiedergeburt von Rebecca erscheinen lässt, kommt es zum Eklat, Maxim rastet fast aus.
Fast zur gleichen Zeit wird bei Bergungsarbeiten nach einem Bootsunfall auch das gesunkene Segelboot vion Rebecca gefunden, mit geöffneten Flutventilen und von innen in den Rumpf geschlagenen Löchern, und in diesem gesunkenen Wrack eine tote Frau.
Wir erfahren jetzt durch Maxims Erzählung, dass die Ehe mit der Ikone Rebecca die Hölle war, sie war eine eiskate, liebesunfähige Frau, die ihr Leben lebte und in einer Art Arrangement den Schein einer Musterehe aufrecht erhielt.
Es kommt zum Prozess, denn natürlich musste neu ermittelt werden, und die Schlinge scheint sich um Maxims Hals zuzuziehen, zumal auch noch der erpresserische Cousin auftaucht, der viel über Rebecca und Maxim erzählen kann - oder für viel Schweigegeld auch nicht. Doch zum zweiten Mal innerhalb ungefähr des letzten Viertels des zweistündigen Films kommt es zu einer völlig überraschenden Wende.

Das hervorragend gespielte Psychogramm von Maxim. der mit seiner zweiten Frau aus dem Tal der Melancholie herauskam und wieder Lebensfreude verspürt, entwickelt sich durch die Allgegenwart der Verstorbenen, durch die bösartige hervorragend gespielte Haushälterin zu einem Drama, in dem wir fast um das Leben der liebreizenden, mit ihrer Rolle aber deutlich überforderten neuen Herrin von Manderley fürchten müssen. Nach fast langatmigem Beginn überschlagen sich die Ereignisse förmlich, und Maxim, der schon zu Beginn öfter von Erinnerungen an Rebecca heimgesucht wurde, offenbart ein Geheimnis über Rebecca und seine Rolle bei ihrem Tod, und als weitere Überraschung erfahren wir, welch tragisches Schicksal auch in Rebecca schlummerte, was ihren Tod scheinbar (!) erklärte.

So genial die Geschichte auch ist, es fiel mir schwer, mit dem Film recht warm zu werden, weil für mich besonders bei Rebeccas Nachfolgerin aufgrund der leicht übertriebenen Charakterzeichnung und Mimik immer das Gefühl aufkam, das die Darsteller noch zu sehr der Stummfilmzeit verhaftet waren, wo vieles, was nicht gesagt werden konnte, durch eine überexpressive Spielweise kompensiert werden musste, es mag aber auch sein, dass ich etwas Schwierigkeiten mit den Frauenrollen der damaligen Zeit hatte, etwas, was mich auch schon bei Thomas Hardys "Tess" gestört hat.
Trotzdem ist "Rebecca" ein großartiger Film, aber eben auch einer, dessen Protagonisten mich nicht so recht fesseln konnten. Gesehen haben sollte man "Rebecca" aber unbedingt.

Doc Halliday
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. April 2017
der film auch heute noch durchaus gut (daher überhaupt sterne), wenn phasenweise auch zu textlastig.
auf dieser dvd allerdings überhaupt keine extras, nicht mal die englische originalfassung, das ist eigentlich eine zumutung, selbst für ein sonderangebot!!!
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am 24. April 2012
Auch wenn es ein alter Film ist, ist es ein Klassiker und ein tolles Meisterwerk von Alfred Hitchcock!

Ein junges unerfahrenes Mädchen, dass einen reichen Mann kennen lernt und heiratet.
Nach und nach kommt die Wahrheit über >>Rebecca<< raus und es ist sehr spannend.

Dieser Film ist für alle etwas die Fans von Liebes und Krimi Geschichten sind, genauso wie von Alfred Hitchcock.
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am 3. Oktober 2010
"Rebecca" ist eines der früheren Meisterwerke des legendären Alfred Hitchcock. In malerischen Schwarz/Weiß bekommt man hier einen Film geboten dessen Geschichte zugleich rührt und Spannung erzeugt. Ein Filmklassiker, der Drama und Thriller geschickt miteinander verbindet, und durch wunderbare Schauspieler und meisterhafte Regie überzeugt.
"Rebecca" ist ein Film der wesentlich von den vielen unerwarteten Wendungen in der Geschichte lebt und somit schwer zu rezensieren, da man niemanden vorab zu viel verraten will. Es folgt daher eine kurze Zusammenfassung des Inhalts, soweit das ohne Spoiler möglich ist und anschließend einige Anmerkungen zum Film.

Nach der kunstvollen Eröffnungssequenz, die einen auf spielerische Weise einen ersten Eindruck des Schlosses Manderley gibt, fokussiert der Film zunächst auf die ungewöhnliche Romanze einer armen jungen Frau mit dem reichen und geiheimnisvollen Maxim De Winter. Von Anfang an ist klar, dass der Herr von Manderley hinter seiner Eleganz etwas verbirgt, was sich immer wieder in Anfällen von plötzlicher Schwermut Luft macht. Während er die junge Dame noch in der einen Sekunde umschwärmt, ist er in der nächsten kalt wie ein Eisblock. Klar ist nur, dass sein seltsames Verhalten etwas mit seiner verstorbenen Frau Rebecca zu tun haben muss, deren tragischer Unfalltod immer noch Gesprächsthema in der High Society ist. Trot dieses widersprüchlichen Verhaltens willigt die junge Frau in seinen Heiratsantrag ein und wird somit die neue Herrin von Manderley. Doch muss sie feststellen, dass dort noch immer alles im Zeichen der verstorbenen Rebecca steht. Ganze Teile des Hauses werden so belassen wie die einstige Herrin sie benutzt hatte und die Haushälterin Mrs. Danvers macht von Anfang an kein Geheimnis aus ihrer Verachtung für die neue Mrs. De Winter, die der ersten, ihrer Meinung nach, niemals das Wasser wird reichen können. Maxim selbst reagiert indessen auf alle Fragen nach seiner ersten Frau äußerst ungehalten.
Schließlich wird überraschend das Boot geborgen, mit dem Rebecca verunglückt ist und Maxim de Winter und seine neue Frau müssen sich mit der verdrängten Vergangenheit auseinandersetzen...

"Rebecca" ist ein Film der viele Facetten hat. Zunächst geht es um die Liebe einer Frau aus armen Verhältnissen zu einem Mann der höchsten Upper Class, der wie ein Märchenprinz in ihr Leben tritt. Joan Fontaine liefert eine sehr überzeugende Leistung bei der Darstellung der Second Mrs. De Winter, die bald merken muss, dass die Dinge nicht so einfach sind, wie sie es sich erträumt hat. Maxim verliebt sich gerade deshalb in sie, weil sie noch jung und naiv ist - das genaue Gegenteil von ihm selber, der durch den Tod seiner ersten Frau ein verbitterter, sorgenvoller Mensch geworden ist. Doch sein Plan, durch seine neue Ehe seine alten Probleme zu vergessen, scheitert zunächst kläglich und droht im Diseaster zu enden.

Der Film thematisiert auf eindringliche Weise die Notwendigkeit sich seiner Vergangenheit zu stellen und mit ihr leben zu lernen. Erst als Maxim seiner neuen Frau die schockierende Wahrheit über sich und Rebecca erzählt, hat seine neue Ehe eine wirkliche Chance. Symbolisch betrachtet sind Rebecca und das uralte Schloss Manderley die Repräsentanten der Vergangenheit überhaupt, die durch ihre langen Schatten die Gegenwart zu vergiften drohen. Sowohl der melancholische Maxim de Winter als auch seine junge Frau müssen Opfer bringen und sich darauf besinnen, was für sie wirklich wichtig ist, um mit ihr fertig zu werden.

Bei all diesem sehr ernsten Hintergrund vermag der Film trotzdem in der zweiten Hälfte auch eine unglaubliche Spannung zu entwickeln. Hitchcock gilt als Meister des Suspense: Spannung wird beim Zuschauer geweckt und ihre Auflösung gezielt hinausgeschoben. Gerade dieses Stilmittel geht im Film "Rebecca" gegen Ende hin immer besser auf und man fiebert durch mehrere überraschende Wendungen hindurch.

Zu der DVD-Ausgabe muss angemerkt werden: Zwar ist die Bildqualität sehr in Ordnung, aber der Film liegt nur auf Deutsch vor. Das dürfte für viele Cineasten, die Wert auf Filme in Originalsprache legen, ein schwerer Mangel sein.
Extras gibt es ebenso keine und man würde sich daher wirklich wünschen, dass ein so bedeutender Film in einer schöneren Ausgabe veröffentlicht würde.

Wen diese technischen Mängel allerdings nicht stören, sollte sich diese frühe Hitchcockfilmperle jedoch keinesfalls entgehen lassen.
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am 13. August 2013
Hitchcocks erster, in Hollywood entstandener Film ist noch heute einer meiner Lieblingsfilme des „Masters of Suspense“ und ich kann ihn mir immer wieder ansehen. Die Geschichte um die kürzlich verstorbene Rebecca und ihre „Nachfolgerin“ fasziniert mich immer wieder auf’s neue und da verzeihe ich dem Film sehr gerne, dass er noch nicht ganz so routiniert in Szene gesetzt wurde, wie spätere Produktionen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Februar 2006
"Letzte Nacht träumte ich, ich sei wieder in Manderley ... Manderley ...die lange Auffahrt wand sich wie seit alters her... ", so das Intro dieses monolithisch herausragenden Romantic Thrillers. Erinnerungen - das zentrale Thema in "Rebecca". Den Schlossherrn Maxim de Winter scheinen düstere Schatten zu quälen; irgendein Geheimnis umflort ihn und sein Schloss Manderley. Schon bald ahnen wir, dass es mit seiner verstorbenen Frau, der Lebedame Rebecca, zusammenhängen muss. Jeder schien zu lieben, zu verehren, zu achten. Wirklich jeder? Im dichten Nebel Manderleys singen die Geister der Vergangenheit sirenensüß von der Verblichenen - und wenn ein Film so plastisch fabuliert, dass man vermutet, die tote Rebecca könne jeden Moment auf der großen Treppe erscheinen, so ist das Erzählkunst allerersten Ranges. Gern geben wir uns der Gediegenheit der alten Filmsets, dem wunderbar feinsinnigen Schauspiel Laurence Oliviers und der eleganten Mystique einer längst vergangenen Film-Ära hin.
Mit "Rebecca" erreichte der romantische Krimi einen ersten Höhepunkt, der Film setzte Qualitätsmaßstäbe. Die Figuren und Situationen sind archetypisch, gar nicht so weit weg von uns, wie es zunächst scheint. Irgendwo in uns haben wir doch alle ein geheimnisvolles Manderley - Fluchtpunkt finsterer Sehnsüchte. Gekonnt apelliert Hitchcock an unsere romantischen Instinkte, und allzu gerne geben wir ihm nach. Ein genussreicher Filmevergreen, an Eleganz nicht zu übertreffen.
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am 22. Oktober 2013
... im wahrsten Sinne des Wortes! Der Film war für 11 Oscars nominiert und konnte die Preise in den Kategorien "Bester Film des Jahres" und für "Die beste Kamera in einem Schwarzweißfilm" erringen. Für das, dass der Film bereits im Jahre 1940 (!) gedreht wurde, ist er wirklich super. Was man den Drehbuchautoren wirklich hoch anrechnen muss ist, dass Sie sich sehr nah an die Buchvorlage von Daphne du Maurier gehalten haben. Ganz GROSSES Kino! *****
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am 14. März 2002
Alfred Hitchcocks erste Regiearbeit für Hollywood ist ein Hochgenuß für alle, die gern mit den Protagonisten leiden, fingernägelkauend auf ein Happyend hoffen und doch nie so recht daran glauben können... Ein fescher Laurence Olivier (wie schön der Mann doch mal war!) verleitet zu schmachtenden Seufzern, und eine wunderbar naiv-süsse Joan Fontaine erregt gnadenlos jederfraus Sympathien. Als neue Frau des verwitwten Maxim de Winter glaubt sie bald, dass sie dessen erster Frau Rebecca niemals das Wasser reichen kann, und was sie alles tut, um ihrem Mann gerecht zu werden, ist schlichtweg rührend. Doch was sie auch anstellt, sie tritt in ein Fettnäpfchen - denn sie ahnt nichts von Maxims wahrer Beziehung zu seiner ersten Frau, und die Haushälterin Mrs. Danvers, eine klassische Hitchcock-Schreckschraube, verhält sich ebenfalls recht mysteriös.
Ansonsten kein Fan von Hitchcocks Filmen, war ich von Rebecca angenehm überrascht, was möglicherweise an den phantastischen Leistungen sämtlicher Darsteller liegt, sowie an der etwas mysthisch verbrämten Geschichte von Daphne du Maurier. Psychologisch hochinteressant und bestimmt zu Recht ein Klassiker!
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am 12. August 2009
Dieser Film aus dem Jahre 1940 ist meiner Meinung nach einer der besten Hitchcock-Filme überhaupt.

Dies liegt einerseits an der hervorragenden Romanvorlage von Daphne De Maurier, die von Alfred Hitchcock perfekt umgesetzt wurde. Andererseits an den begnadeten Protagonisten, die dem Film zu einem unvergesslichen Filmvergnügen machen. Sir Laurence Olivier in der Rolle des geheimnisvollen und stets melancholisch wirkenden Herren von Manderley, Maxim De Winter, und der schüchternen und unbeholfenen Frau an seiner Seite, die von Joan Fontaine verkörpert wird.

Bereits die Anfangssequenz, in der die traurigen Überreste des Herrenhauses "Manderley" gezeigt werden, lassen erahnen, dass einen ein Filmerlebnis der Superlative erwarten wird. (Eine Szene, an der sich wahrscheinlich auch Orson Welles in seinem Meisterwerk "Citizen Cane" (mit seinem Märchenschloss "Xanadu") hätte bedienen können). Der Film beginnt eigentlich mit dem Ende und erzählt rückblickend eine außergewöhnliche Geschichte, die dem Zuschauer von Anfang an in ihren Bann ziehen wird. Mit sich nach Sehnsucht verzehrenden ersten Worten wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die eigentlich von Anfang an auf "verlorenem Posten" steht und deren Figur von Minute zu Minute immer dramatischer wird.

Sie hat eigentlich auch gar keinen (Vor-)Namen (jedenfalls wird ihr im gesamten Film keiner gegeben). Sie arbeitet als Gesellschafterin bei einer mehr als arroganten reichen Dame und trifft in Monte Carlo (in einer Ausnahmesituation) auf Maxim De Winter, der seines Lebens überdrüssig zu sein scheint.

Erfrischt von ihrer einfachen (jedoch auch untergebenen) Art macht er sie zur neuen Herrin von Manderley. Eine Aufgabe, die sie erstens aufgrund ihres gesellschaftlichen Standes und zweitens aufgrund ihres Wesens kaum bewältigen kann.

Drittens gibt es da noch Rebecca, die ehemalige Herrin von Manderley, die auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen ist, jedoch immer noch allgegenwärtig ist und deren großer Schatten stets über allem steht.

Viertens gibt es da noch die Haushälterin "Denny", welche die Ex-Herrin wie eine Göttin verehrte und der neuen "Herrin" kaum eine Chance lässt. George Sanders als Rebeccas Lieblingsvetter ist ein weiteres Highlight.

Genug verraten. Ich will denjenigen, die diesen Klassiker noch nicht kennen, den Spaß nicht verderben.

Ein düsterer und mysteriöser Film. Ein Meilenstein. Kult.

Auch wenn Bild und Ton hätten etwas besser sein können, so kann ich für "Rebecca" nicht weniger als 5 Punkte vergeben.

Ich verneige mich vor der Regielegende Alfred Hitchcock.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. November 2014
Genau wie "Riff-Piraten", seinem letzten Englandfilm, bevor er nach Hollywood ging, ist auch "Rebecca" nach einer Romanvorlage von Daphne du Maurier entstanden und interessanterweise spielen beide Filme in der englischen Grafschaft Cornwall - allerdings in verschiedenen Epochen. "Riff-Piraten" ist Anfang des 19. Jahrhunderts angesiedelt und "Rebecca" spielt in den 30er Jahren. Doch durch das imposante Anwesen "Manderley" und der düsteren Haushälterin Mrs. Danvers strahlt die Geschichte ein seltsames Flair aus - man hat das Gefühl als wäre die Zeit irgendwann in einer entfernten Vergangenheit stecken geblieben und so eignen sich beide Filme vortrefflich im "Gothic Novel" Stil. "Riff Piraten" wurde stark kritisiert und gilt als misslungen. "Rebecca", die ein Jahr später entstandene Produktion von David O. Selznick wurde für 11 Oscars nominiert, gewann dann auch zwei Trophäen (bester Film, beste Kamera) und wurde ein großer Welterfolg und darüberhinaus einer der unsterblichen Filmklassiker. Das Erstaunliche dabei ist, dass nur im Mittelteil die Suspence des Meisters zum Tragen kommt - am Anfang regiert eine ungleiche Liebesgeschichte.
Unvergessen bleibt der Film vor allem durch die bewegende Darstellung der jungen Joan Fontaine (Schwester der berühmten Olivia de Havilland), die die neue Mrs. de Winter spielt. Ihren Namen erfährt man aber nie - es ist immer nur der Name ihrer überlebensgroßen Vorgängerin "Rebecca", die erste Mrs. de Winter präsent. Unvergessen auch durch die brilliante Performance der Judith Anderson als geheimnisvolle und strenge Haushälterin Mrs. Danvers, die für erlesene und echte Gruselmomente sorgt.
Erzählt wird die Geschichte des britischen Adligen Maxim de Winter (Laurence Olivier), der unter den allgegenwärtigen Erinnerungen an seine verstorbene Frau Rebecca leidet. Um zu vergessen hält sich der wohlhabende Witwer an der Cote D'Azur auf. Dort in Monte Carlo lernt er die noch sehr junge und naive Gesellschafterin (Joan Fontaine) von Edythe van Hopper (Florence Bates) kennen. Er beginnt sich immer mehr für die junge Frau zu interessieren und bald bahnt sich eine Romanze an, die überraschend auch zur Vermählung führt. Nach den Flitterwochen entscheidet sich das junge Paar auf dem riesigen Schloß Manderley zu leben, dem Besitz von Maxim. Doch das Einleben will der jungen Frau gar nicht so gut gelingen- einerseits führt hier die eigenartige Haushälterin Mrs. Danvers Regie, die sie bei jeder Gelegenheit mit der verstorbenen früheren Herrin Rebecca vergleicht. Und auch Maxim leidet an der Umgebung. Vom Maxims Verwalter Frank Crawley (Reginald Denny) erfährt die junge Frau mehr über den Tod ihrer Vorgängerin, die an einem stürmischen Abend mit ihrem Segelboot aufs Meer hinausfuhrt und nicht wieder kam. Eine Wasserleiche die einige Zeit später an Land gespült wurde, konnte aber von Maxim als seine Frau identifiziert werden. Höhepunkt soll ein Maskenball werden, doch aufgrund der perfiden Bosheit von Mrs. Danvers wird das von ihr empfohlene Kostüm und die passende Perücke für unsere junge Heldin zum Desaster. Es war das Kleid, dass auch ihre Vorgängerin trug. Währenddessen wird in der Bucht von Manderley ein Wrack geborgen und Mrs. Danvers Wahnsinn schreitet fort....
Am Ende des Films brennt dann das prachtvolle Manderley durch eine dämonische Brandstifterin völlig aus und der Zuschauer erfährt, ob die ungleiche Liebe zwischen dem etwas älteren Aristokraten und seiner jungen Frau ein Happyend findet. Sehr kitschig, aber auch sehr schön und großartig vom Meister des Suspence in Szene gesetzt. Die sehr guten Darsteller verstärken natürlich noch die dichte Atmosphäre des romantischen und märchenhaften Thrillers. Joan Fontaine bekam dann auch ein Jahr später den Oscar - sozusagen als Wiedergutmachung, weil sie mit "Rebecca" gegen Ginger Rogers in "Kitty Foyle" verloren hatte - für eine etwas schwächere Darstellung in "Verdacht" (ebenfalls von Hitchock) zugesprochen.
"Rebecca" gehört für mich zwar nicht zu den 10 besten Arbeiten von Hitchcock, ist aber dennoch ein großer Klassiker und ist neben "Das Haus der Lady Alquist" sicherlich der beste Gothic-Thriller der 40er Jahre.
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