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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
29
3,9 von 5 Sternen
Berüchtigt - Notorious (Deutsch)
Format: DVD|Ändern
Preis:7,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. Mai 2009
Auf der DVD befindet sich ausschliesslich die Synchronisation von 1969, die ZDF anfertigen liess. Es befindet sich weder der Originalton noch die deutsche Kinoversion auf der DVD. Insofern ist die Ausstattung der DVD mager - wer aber die Kinoversion nicht mag, in der die Bezüge zu den Nazis entfernt wurden, kann sich diese DVD zulegen. Nachteil: Für die Synchronisation hatte das ZDF den Originalsoundtrack nicht zur Verfügüng und hat diesen durch einen anderen ersetzt. Auch die Synchronstimmen sind gewöhnungsbedürftig: Die Stimme von Ingrid Bergmann spricht eine Sprecherin, die ich sonst nur von der "blauen Elise" Der rosarote Panther - Die blaue Elise kenne, einer Zeichentrickkömödien-Serie. Das weckt komische Assoziationen. Wer die original Kinoversion bevorzugt, sollte die Edition der Süddeutschen Zeitung Berüchtigt - Notorious - SZ-Cinemathek Politthriller 1 nehmen. Dort befindet sich auch der Originalton plus deutsche Untertitel darauf.
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am 14. Mai 2009
Gerade weil die deutsche Synchronfassung aus dem Jahr 1951 auf dieser DVD vorhanden ist, ist diese DVD ein absolutes MUSS!!! Die vorhandenen Untertitel beziehen sich auf die englische Fassung. So kann der Zuschauer im direkten Vergleich sehen (besser lesen), was Alfred Hitchcock mit dem Film aussagen wollte und was im Nachkriegs-Deutschland daraus gemacht wurde (aus Nazis wurden Rauchgifthändler). Ein Zeitdokument zum Thema Aufarbeitung der Nazizeit im Nachkriegs-Deutschland: Es gab nämlich keine!!!
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am 16. November 2013
Die Rezensionen zu den verschiedenen Ausgaben von 'Berüchtigt' gehen hier doch sehr durcheinander, ich beziehe mich auf die Ausgabe mit bläulichem Cover,
die sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur enthält. Das Bild der DVD ist gut, die deutsche Tonspur auch, die englische klingt ein wenig ge-
quetscht. Als Extras gibt es 2 Trailer, sowie Filmografien und Biografien von Stab und Besetzung.
Alexander Sebastian (Claude Rains) arbeitet mit den Nazis zusammen. Um ihn und seine Kumpane zu überführen überredet der amerikanische Geheimagent Devlin
(Cary Grant) die ihn liebende Alicia Huberman (Ingrid Bergman) dazu, Sebastian zu heiraten. Nach und nach fliegt der Plan aber auf, sebastian und seine
Mutter (Leopoldine Konstantin) beschließen, Alicia zu vergiften. Nur mit Mühe kann Devlin die Geliebte retten. Sebastian und seine Mutter sind ihren Auf-
traggebern ausgeliefert.
Der Film hat einige sehr langsame Passagen, aber auch solche, die typisch für Hitchcock außerordentlich spannend sind. Da ist einmal die Suche im Keller
und dann der Moment, in dem Devlin Alicia aus dem Haus bringt, währen die Nazis auf eine Erklärung Sebastians warten.
Die Schauspieler geben ihr Bestes - Claude Rains, Cary Grant und Ingrid Bergman sind wirklich erstklassig. Mit seiner Vorliebe für verschrobene oder be-
drohliche Mutterfiguren hat Hitchcock mit Leopoldine Konstantinn einen Haupttreffer gelandet. Furchtbar ist die Szene, in der die vergiftete Alicia im
Hintergrund zu sehen ist, während im Vordergrund Mrs Sebastian wie eine Spinne ihre Netze strickt (Handarbeiten). 'Berüchtigt' ist ein wirklicher Klassi-
ker, der oft wegen seiner vordergründigen Ruhe unterschätzt wird.
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am 27. Juli 2009
Inhalt
Alicias Vater wird vom Gericht wegen umfangreichen Drogenhandels zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. CIA-Agent Deblin bietet Alicia an, die Verbrechen ihres Vaters wieder gut zu machen, indem sie mit ihm zusammen arbeitet. Sie soll eine große Rauschgiftzentrale in Brasilien aufdecken und Deblin glaubt, daß der große Drogenbaron Mr.Sebastini der Tochter eines der größten Drogenbarone Amerikas Vertrauen schenken wüde. Gemeinsam fliegen sie nach Rio und bevor ihr Einsatz beginnt, verlieben sich die beiden. Dann beginnt ihr Einsatz: Sie trifft sich mit dem Boss, der praktischerweise schon damals in sie verliebt war. Bald schon bittet Sebastini sie, daß sie ihn heiratet. Alicia willigt ein. Doch schon bald bemerkt SebastiniŽs Mutter, daß Alicia im Auftrag der Polizei da ist. Heimlich versuchen sie sie aus den Weg zu räumen, indem sie ihr jeden Tag eine kleine Prise Arsen einflößen, so daß es aussieht, als sei sie krank. Der inzwischen liebeshungrige Devlin dringt also in das Haus ein und versucht seine geliebte Alica wiederzubekommen...

Bildbewertung:
Mit dem großen Hitchcock-Klassiker "Notorious" bzw. unter den in Deutschland bekannten Filmtiteln "Berüchtigt" oder auch "Weißes Gift", der seine Premiere in den US-Amerikanischen Kinos im Jahre 1946 hatte, startet die Süddeutsche Zeitung, in ihrer Reihe "Cinemathek", eine neue Edition mit verschwörerisch guten Politthrillern.

Die wahrhaft als Schmuckstücke großen Kinos zu bezeichnenden, höchst unterhaltsamen und anspruchsvollen Filme aus dem Genre Politthriller wurden eigens von einer Kinoredaktion der Süddeutschen Zeitung ausgewählt und tragen dadurch die sehr persönliche Handschrift von Filmkennern, die zusammen mit bekannten Autoren jeden einzelnen Film in einem Booklet vorstellen und interessante Hintergrundinformationen liefern. Mit Start dieser Politthriller-Reihe, sind zunächst zwölf der absoluten Klassiker diesen Genres, mit ihren Geschichten über politisch manipulierte Intrigen mit ihren Machtspielen und geheimen Verbindungen, zur Veröffentlichung angedacht. Diese Filmreihe spricht eine Einladung an Cineasten aus und lädt ein, zu grandiosen Verfilmungen mit Stars und Legenden wie Ingrid Bergman und Cary Grant, Alain Delon oder George Clooney u.v.a.m.. Nehmen wir also diese Einladung an und lassen uns in den Bann der Geschichten dieser neuen Filmreihe, mit einigen der besten Politthriller der Filmgeschichte, mit allen ihren Intrigen und Verschwörungen hinein ziehen und begeistern.

Als zugleich ausführender Produzent und auch Regisseur fertigte Altmeister Alfred Hitchcock (1899-1980), diese Verfilmung mit und für die "RKO Pictures", nach dem Buch des Journalisten, Schriftstellers, Drehbuchautors und Filmregisseurs Ben Hecht (1894-1964) und der Erzählung "The Song Of The Dragon" von John Taintor Foote (1881-1950). Die Drehbuchvorlage von Ben Hecht, wurde 1945 sogar für den Oscar nominiert.

Geht es in der Ursprungsfilmfassung von Hitchcock inhaltlich um Nazispione und Uran für den Bau einer Atombombe, wurde für den deutschen Kinostart im Jahre 1951 aus Rücksicht auf unverbesserliche Altnazis und in Anbetracht des kurz zuvor zu Ende gegangenen zweiten Weltkrieges, in der deutschen Synchronisation, aus der Geschichte um das Uran und die Nazis eine Rauschgiftgeschichte. Diese Fassung von 1951 lief unter dem Filmtitel "Weißes Gift" in den deutschen Kinos und kommt auch von dieser DVD-Veröffentlichung bei Anwahl der deutschen Tonfassung zur Ansicht und zu Gehör. Die sich an Hitchcocks Originalfassung haltende deutsche Synchronisation wurde erst 1969 unter dem Filmtitel "Berüchtigt" durch das ZDF erstellt. Diese deutsche Tonfassung befindet sich nicht auf dieser Veröffentlichung.

Der Perfektionist Hitchcock schrieb mit seinem einzigartigen und ihm höchst eigenen und unverwechselbaren Stil Filmgeschichte. Geradezu legendär und als ein Meisterwerk zeigt der Film eine der für damalige Zeiten längsten durchgehenden Kamerafahrten, die aus einer hoch liegenden Perspektive heraus bis hin zu einer extremen Nahaufnahme geht.

Für Cary Grant (1904-1986) als "T. R. Devlin" und Ingrid Bergman (1915-1982) war dieser Film die erste gemeinsame Zusammenarbeit überhaupt. Heute kaum noch vorstellbar, aber damals tatsächlich von der Zensur vorgegeben, durfte ein Filmkuss nicht länger als drei Sekunden andauern. Hier umging Hitchcock die strengen Vorschriften, indem er Grant und Bergman während einer Kussszene, immer wieder einige kurze Dialoge sprechen ließ, so dauerte diese Filmsequenz voller leidenschaftlicher Küsse dann auch knapp drei Minuten im Film.

Hitchcock schafft es, in seiner Inszenierung und Regiearbeit. gekonnt ein Höchstmass an Spannung und Emotionen aufzubauen. Großes Kino der Extraklasse, mit minimalistischen, aber stets perfekt und in überwältigend gelungen eingesetzten filmischen Mitteln im Stil der erzählten Geschichte. Neben Cary Grant und Ingrid Bergman wirkt das Spiel auch aller anderen Darsteller wie zb. Claude Rains, Leopoldine Konstantin, Robert Walker oder auch Joseph Cotten überzeugend authentisch und beeindruckend, voller Glaubhaftigkeit in sich.

In Anbetracht des Produktionsalters kann das zur Ansicht kommende Bild dieser Veröffentlichung als durchaus sehr gelungen gewertet werden. Gut abgestufte Grau- und Schwarz-Weiß-Werte kommen im Bildformat 4:3 Vollbild (1.33:1) während der Gesamtlaufzeit von dem ca. 97 Minuten dieser Veröffentlichung zur Ansicht. Zumeist überzeugen gute Werte in den Einstellungen der Schärfe und im Kontrast. Leichte, eher selten zu bemerkende Schwächen bei diesen Einstellungen, dürften bei mehr als sechzig Jahre alten Filmaufnahmen wohl von jedem als zu akzeptieren und verständlich gewertet werden, zumal selbige nicht wirklich störend auffallen. Sehr zurückhaltend, beinahe unauffällig, zeigen sich nur sehr wenige mechanische Beschädigungen oder ein Rauschen im Bild bei der Wiedergabe der DVD. Vom Gesamteindruck überzeugt das Bild dieser Veröffentlichung, besonders in Anbetracht seines Produktionsalters, mit sehr gelungenen Einstellungen und zur Ansicht kommenden Bildern.

Das DVD-Menü bietet neben der Möglichkeit die Wiedergabe des Films zu starten, noch die Möglichkeit einer Kapitel- und Sprachauswahl, sowie einige Trailer zu weiteren DVDs innerhalb der Reihe "SZ-Cinemathek Politthriller", als Extra an. Sonstige Extras finden sich keine auf dieser Veröffentlichung.

Tonbewertung:
Der deutsche Ton im Dolby Digital 2.0 ist gut verständlich und wie schon angeführt in der Synchronisation aus dem Jahre 1951 (Weißes Gift) von der DVD zu hören. Er ist gut verständlich und ohne erwähnenswerte größere Mängel in sich. Sehr interessant ist, dass die optional zuschaltbaren deutschen Untertitel bei der deutschen Sprachfassung, sich inhaltlich an das Original Hitchcocks halten.

Ebenfalls mit auf der DVD kann der englischsprachige Dolby Digital 2.0 Ton zur Wiedergabe der DVD gewählt werden. Auch er ist stets verständlich und kann mit optional zuschaltbaren deutschen Untertiteln wiedergegeben werden. In der englischen Sprachfassung fällt ab und an, ein leicht verstärktes Grundrauschen gegenüber dem deutschen Ton auf.

Gesamturteil:
Spannung und Cineastische Filmkunst höchster Güte und Qualität bietet diese DVD-Veröffentlichung durch die "Süddeutsche Zeitung GmbH". Der Meister Alfred Hitchcock, bekannt für seine Präzision und dem ihm eigenen Perfektionismus, liefert hier ein überzeugendes Beispiel seiner Genialität. Hier kommt einer der schönsten und spannendsten Hitchcock-Filme, in einer gekonnt inszenierten Mischung aus emotionaler Lovestory und intelligenter psychologisch angelegter Krimistory, zur Veröffentlichung auf DVD. Mit einen überwältigenden grandios aufspielenden und legendären Ensemble an Darstellern, wird dieser Film zu ganz großem Kino. Top Empfehlung.

Autor: Torsten
Fernseh Serien Auf DVD
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am 13. Mai 2009
Zunächst das Negative: Hier wurde offensichtlich geschlampt und die verfälschende Synchronfassung von 1951 ausgewählt, die seinerzeit im Kino unter dem Titel "Weißes Gift" zu sehen war. Die Widersprüche zwischen der Inhaltsangabe auf der DVD-Hülle und der deutschen Fassung wurden nicht bemerkt - peinlich muss dies für die SZ sein, die am Verkauf der DVD mitverdient, da die DVD ja Teil einer Sonderedition (SZ-Cinemathek Politthriller) ist. Ärgerlich ist auch das Fehlen von Beigaben.

Aber: Die Synchronfassung hat ihren eigenen Reiz. Wer studieren will, wie sehr man Filme durch Synchronisation verfälschen kann, findet hier ein eindrucksvolles Beispiel vor. Zum historischen Hintergrund: Als RKO den Film 1951 in Deutschland herausbrachte, war Vergangenheitsbewältigung hierzulande noch überhaupt nicht angesagt. Man akzeptierte keine Filme, in denen Nazis auftauchten bzw. Deutsche die Bösewichter waren. Aus diesem Grund wurden aus den Nazis in Hitchcocks "Notorious" Rauschgifthändler. Auch die Namen wurden geändert, so heißt der Hauptbösewicht Alexander Sebastian hier Aldro Sebastini. Das führt manchmal zu absurden Verrenkungen, wenn sich etwa der Vater der Heldin am Anfang des Films (in der Originalfassung) zum Nationalsozialismus bekennt und das dann durch den Drogenhandel ersetzt wird. Diese Absurditäten ziehen sich durch den ganzen Film. Handwerklich ist die Synchronfassung für damalige Verhältnisse nicht schlecht geraten, die Sprecher für Grant und Bergman (Wolfgang Lukschy, Tilly Lauenstein) sind stimmlich besser als die der getreuen ZDF-Synchronfassung aus den späten 60ern (Marianne Wischmann, Nils Clausnitzer). Sehr amüsant ist es übrigens, die deutsche Fassung dieser DVD zusammen mit den - dem Original entsprechenden - deutschen Untertiteln zu sehen und die Abweichungen zu verfolgen. Am empfehlenswertesten ist natürlich die englischsprachige Originalfassung, die ja auf der DVD auch enthalten ist.

Die DVD ist also für Filminteressierte kein Fehlkauf; es spricht auch nichts dagegen, verfälschende Synchronfassungen (wie es sie z. B. auch für "Casablanca" gibt) zu veröffentlichen. Nur sollte man dies dann auch auf der Hülle vermerken.
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am 31. Juli 2013
Bei "Berüchtigt" handelt es sich um einen durchaus spannenden, für Hitchcock-Film jedoch eher einfach gehalten Agententhriller welcher nach dem Zweiten Weltkrieg spielt und in dem die Protagonisten vor der Wahl zwischen Liebe und patriotischer Pflichterfüllung gestellt werden. Ingrid Bergman und Cary Grant liefern damit ein Höchstmaß an Spannung und Emotionen. Ein historischer, super spannender Thriller!
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am 8. Januar 2014
Habe leider nicht erkannt, dass keine Originalfassung dabei ist. Und absolut nichts Extra!. Und das bei Hitchcock! Nun ja, wird wohl der Grund für den Preis erklären. Doch viel billiger als andere Fassungen war es nicht. Die Hülle ist bildlich ansprechend, aber nur fürs Auge.
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am 21. Dezember 2002
auf 2 verschiedenen DVDs. Die Erstauflage enthält die Version "Weißes Gift". Also andere Sprecher und der Inhalt ist auch anderes (Namen, Orte, etc.) Was man mit einer Synchro alles anstellen kann....... Die aktuelle DVD enthält die Berüchtigt- Synchro- Version. Ich habe mir beide DVDs besorgt. Ist halt eine kleine Kuriosität. Zur Zeit gibt es nur noch die Berüchtigt-Version. Woran erkennt man diese: Von außen nicht zu erkennen, leider.
Ansonsten ein toller Film, Bild und Ton sind dem Alter angemessen. Ein klarer Kauftipp !!!
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am 23. Juli 2006
Fragt man nach dem besten Hitchcock-Film, fallen gewöhnlich, wie aus der Pistole geschossen, Titel wie "Der Unsichtbare Dritte", "Vertigo" und "Psycho"; tatsächlich ist "Notorious" (von 1946) kein besonders zugängliches Werk. Zu sehr ist man es gewohnt, strahlende Helden zu sehen, die holde Prinzessinnen aus den Klauen häßlicher Bösewichter mit Augenklappe erretten.

Der "Held" in diesem Film (gespielt von Cary Grant) ist eher mürrisch als strahlend, zumal er an die Reinheit der Prinzessin (Ingrid Bergman) ebenso wenig glauben kann wie der Zuschauer selbst, während der Bösewicht (Claude Rains) einen zutiefst gequälten - gleichwohl gefährlichen - Charakter entblößt, seiner herrschsüchtigen Mutter verfallen, die ihn vermutlich erst zum Verbrecher hat werden lassen. All dies wird von einer zusätzlich surrealistischen Atmosphäre untermalt: Die düstere, europäisch anmutende Villa mitten in Rio de Janeiro, die freundlichen, aber gleichgültigen Polizeichefs, die beängstigenden Bildverzerrungen, als die enttarnte Alicia langsam vergiftet wird.

In seiner langen Karriere hat Hitchcock (fast) nur zwei Arten von Filmen gedreht: romantische Thriller und Spionagefilme. Hier vermischen sich beide Strömungen auf eine eigentümliche, fast schmerzliche Weise - schmerzlich, weil die Verquickung von Spionage und romantischer Liebe einem selbst so unrealistisch erscheint; trotzdem kommt einem keine zweite Liebesgeschichte in Hitchcocks Werk so real und durchlebt vor wie diese.

Ich mag Hitchcock-Filme, habe sie fast alle gesehen, und meine Vorlieben für bestimmte Phasen und Facetten seines Schaffens schwanken fast monatlich: Aber dieser Film steigt in meiner persönlichen Rangliste immer weiter nach oben, und vielleicht hat er eines Tages die Spitze erreicht...
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am 14. Januar 2003
Der Film an sich ist gut, ich kannte ihn ja auch schon aus dem Fernsehen. Was einem nur das gucken der deutschen Version vermiesen kann ist die Synchronisation. Es ist eine andere als die der Fernsehversion. Teilweise sind die Stimmen anders. Das ist ja noch tolerabel. Aber teilweise wurden die Namen der Figuren total abgeändert. Da heißt z. B. die Protagonistin nicht mehr Alicia Huberman sondern Elisa P.... Den Nachnamen habe ich schon wieder vergessen, habe mich geweigert, ihn zu behalten. Bei der englisch-sprachigen Version ist alles in Ordnung. Aber die deutsche... Da gucke ich mir doch lieber die aus dem TV aufgenommene an! Sonst schmerzen mir die Ohren bei so etwas!
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