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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
103
3,5 von 5 Sternen
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Sicherlich ist der Film historisch nicht ganz korrekt, aber welcher Film ist das schon. Da gibt es nicht sehr viele....! Tolle Schauspieler, vor allem Scarlett glänzt wieder mal in ihrer Rolle. Die Schwestern bringen ihre Rollen glaubwürdig und gekonnt rüber. Auch die Nebenrollen sind sehr überzeugend. Tolle Bilder, spannende Handlung und zauberhafte Musikuntermalung. Ich fand den Film spitze und kann ihn wärmstens empfehlen.
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am 25. Juni 2017
Top Film!!!! schaue ihn mir immer wieder gern an.Zumal dieser Film mit Top Schauspieler besetzt ist. Und da der Versand auch reibungslos gelaufen ist, bin ich sehr zufrieden.
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am 28. Juli 2016
Mit Sicherheit keine authentische Interpretation des Boleyn-Tudor-Intermezzos, ist Justin Chadwick dennoch durch ein spannendes Spielgeschehen und einer prächtigen Ausstattung ein sehr gelungenes Sittengemälde des engl.Hofes zu Zeiten der Regentschaft des legendären Henry VIII. gelungen.
Die Handlung konzentriert sich in erster Linie auf die Familienangelegenheiten der Boleyns, nimmt sich sehr viel Zeit, Annes Weg auf den Thron zu beschreiben, wohingegen ihr Fall doch in relativer Kürze abgehandelt wird. Natürlich richtet sich das Augenmerk primär auf den Konkurrenzkampf der ungleichen Schwestern, dennoch wurden die politischen Hintergründe, die doch sehr eklatanten Veränderungen, etwas "stiefmütterlich" behandelt, bilden eigentlich nur sehr untergeordnete Nebenschauplätze. Selbst sehr wichtige, zeitrelevante Figuren, wie z.B. Cromwell treten hier gar nicht in Erscheinung. Die Intrigen und Machtspiele stehen im Vordergrund - aber das auf sehr unterhaltsame Weise.
Natalie Portmann überzeugt in der Rolle der besonders intriganten Ann Boleyn, die über Leichen geht, den König fast in den Wahnsinn und zu selbstzweiflerischen Entschlüssen treibt - aber dafür letztendlich einen wahrhaft bitteren Lohn erhält.
Scarlett Johansson wirkt dagegen etwas blass, spielt aber hervorragend das Gegenstück ihrer Schwester, sehr der Rolle entsprechend, lieb, brav, unschuldig und mitunter etwas träge, als wolle oder könne sie den Intrigen am Hofe nur mit Mühe folgen.
Eric Bana gibt zwar einen stattlichen Herrscher, kann aber nicht wirklich begeistern. Hier fehlt es an mehr Leidenschaftlichkeit und Ausdrucksstärke um den Charakter eines "Henry VIII" darzustellen, wie man ihn sich doch vorstellen würde.
Ein schön gestaltetes, sehr gelungenes Historiendrama, das zwar keine zeitgeschichlichen Ansprüche erhebt aber doch wirklich sehr faszinierend und unterhaltsam ist. Sehr sehenswert.
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am 2. Juni 2017
Erstaunlich gut. Wollte dasgleichnamige Buch von Philippa Gregory dann doch nicht lesen, aber da mich die Tudors interessieren, habe ich mir voller Vorurteile und Erwartung von Kitsch diesen Film angesehen.
Viele gute Schauspieler die Darstellerin von Königin Katharina sehr intensiv.
Wenig Kitsch und eher eine Zeitreise.
Anne Boleyn wurde als Hure beschimpft und als Hexe in diesem Film. Die Frau ist schuldig und hat Henry VIII. verhext und nicht der grausame seinen Begierden unterworfene Herrscher?
Zum Ende des Films war ich ergriffen, obwohl ihr Schicksal ja bekannt ist.
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" Ich habe gehört, dass der Henker sehr geschickt ist, und mein Hals ist auch sehr klein ". ( Anna Boleyn), 23. November 2008
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Rezension bezieht sich auf: Die Schwester der Königin (DVD)
Einen Film wie " Die Schwester der Königin" zu beurteilen fällt wahrlich nicht leicht, denn er hält sich geschichtlich nur bedingt an Fakten und versucht ein historisches Ereignis dadurch zu erklären, dass er einem realen Handlungsgeschehen fiktive Handlungen beimengt.
Historiker schreien bei einer solchen Vorgehensweise laut auf, nicht grundlos.

Wer sind die eigentlichen Protagonisten in diesem Streifen?

Anna Boleyn und Heinrich VIII, die Eltern Elizabeths I von England.

Fakten: Anna Boleyn (um 1507- 1536) war die berühmteste der sechs Frauen von Heinrich VIII. Der Vater führt Anna an den französischen Hof, wo sie bei Königin Claude Hofdame wird. Als sie nach England zurückkehrt, wo ihre Familie die Gunst der Königs genießt, wird sie von Heinrich VIII bemerkt. Er ist seiner Frau Katharina von Aragonien gerade überdrüssig. Katharina ist die Tochter der Katholischen Könige, die Witwe von Arthur, dem ältesten Bruder Heinrichs und Mutter von fünf Kindern des Königs, von denen nur eins, Maria Tudor, überleben wird. Anna wird die Geliebte des Königs, doch Heinrich will sie zur Frau haben und verlangt von Klemens VII, dass er seine Ehe für ungültig erklärt. Der Papst weigert sich. Katharina wird verstoßen und Cranmer, der Erzbischof von Canterbury, spricht die Scheidung aus. Der Geliebte heiratet nun seine Anna, die schwanger ist. Die Heirat bleibt zuerst geheim, wird dann zu Ostern bekannt gegeben. Lady Boleyn wird in Westminster gekrönt und bringt bald die künftige Königin Elisabeth zur Welt. Als der Bruch von Rom endgültig wird, verschlechtert sich das Verhältnis des Herrschers zu Anna, obschon sie viel politischen Sinn zeigt und sowohl beim Parlament als auch bei der Kirche Englands gut angesehen ist. Am Tag, da Katharina von Aragonien beerdigt wird, bringt Anna ein totes Kind zur Welt und fällt bei Heinrich VIII in Ungnade. Thomas Cromwell ruft ein Tribunal zusammen und ernennt den eigenen Onkel der Königin, Thomas Howard, den Herzog von Norfolk, zum Vorsitzenden. Sie wird des Ehebruchs und eines blutschänderischen Verhältnisses zu ihrem Bruder, Lord Rochford, beschuldigt. Sie wurde zum Tod auf dem Schafott verurteilt, bestieg es mit souveräner Würde und erklärte: " Ich habe gehört, dass der Henker sehr geschickt ist, und mein Hals ist auch sehr klein ".

Dargestellt wird im Film die fiktive Rivalität der beiden Boleyn- Schwestern, die beide um die Gunst des Königs buhlen. Zwar hatte Anne tatsächlich eine Schwester namens Mary (im Film: Scarlett Johansson) aber es ist nicht bewiesen, dass Mary je die Geliebte Heinrichs VIII ( Eric Bana) war oder gar einen Sohn mit ihm hatte.
Heinrich VIII wird an der Seite Anna Boleyns( Natalie Portmann) in Zeiten seiner Verliebtheit als Wachs in ihren Händen dargestellt. Diese Vorstellung mag zwar vergnüglich sein und manche Frauenfantasie befriedigen, entspricht aber nicht dem faktischen Handeln dieses Herrschers, der nie die Fäden aus der Hand gab, schon gar nicht wegen einer seiner häufig wechselnden, heftigen Verliebtheiten.
Anna Boleyn besaß real nicht die Macht, die man ihr im Film zuordnet.
Als Heinrich ihr überdrüssig war, suchte nach einem Grund sie los zu werden. Dass ihr Bruder in diesem Zusammenhang sterben musste, entspricht der Realität. Dieser König ging nicht zimperlich mit seinen Untertanen um, wenn sie für ihn zu Problem wurden. Thomas Morus ist das beste Beispiel.
Für meinen Geschmack hat man Heinrich VIII viel zu weich gezeichnet, besonders in seiner anfänglichen Beziehung zu Mary. Betrachtet man all seine Ehen, wird klar, dass dieser englische König solch zarte Facetten in seinem Wesen nicht besaß. Heinrich war kein Romantiker.

Bei allem ist der Streifen ein wirklich toller Kostümfilm, in dem man sehr detailreich die Renaissance - Zeit visualisiert hat. Die Darstellung der Feste ist hervorragend gelungen. Die Kostümpracht stellt eine Freude für das Auge dar.
Gut " rübergebracht " werden die Hofintrigen. Auf erfreulichem Niveau bewegen sich die Dialoge. Die Ton- und Bildqualität sind bestens.
Anna Boleyn wird viel zu negativ gezeigt, dies wird besonders deutlich als sie für das abgründige Gegenbild ihrer angeblich altruistischen, wohlmeinenden, jüngeren Schwester Mary herhalten muss, die übrigens in Wahrheit die ältere von beiden war.
Wollte man im Nachhinein den Mord Heinrich VIII an seiner Frau exkulpieren? Fast scheint es so. Hexen gehören auf den Scheiterhaufen bzw. aufs Schafott. Ganz klar.

Mehr als 3 Sterne kann ich hier leider nicht geben.

Urteilen Sie bitte selbst.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. August 2010
Seit Jahren bin ich ein großer Fan von Elisabeth I. und der Geschichte dahinter mit ihren Eltern und alles was damit zu tun hat. Es war eine sehr leidenschaftliche, aufregende und auch grausame Zeit. Von daher eine Epoche, die es lohnt verfilmt zu werden. Es war klar, das ich irgendwann auch bei "Die Schwester der Königin" landen musste.

Nach 62 bestehenden Rezensionen möchte ich nicht die 63. Wiederholung der Storyline wiedergeben ;-) aber in der Kürze: In dieser Version geht es um die beiden Schwestern Anne und Mary Boleyn und ihre Beziehung zu Heinrich VIII. Sehr schön erzählt wird vom höfischen Leben und die kleinen Kämpfe innerhalb dieser Welt. Ungewöhnlich, aber als positive Ergänzung sieht man auch mal das der Mutter der beiden, Elizabeth Boleyn, etwas Platz eingeräumt wird.

Nachdem ich den Film gesehen habe bleiben mir schauspielerisch und von der Ausstrahlung her nur die Darstellerinnen von Elizabeth Boleyn (Kristin Scott Thomas) und Katharina von Aragon (Ana Torrent) in Erinnerung. Mich wundern die vielen extrem guten Rezensionen, sahen wir alle denselben Film? Toll waren schon die schönen Gewänder, schönen Szenarien, atmosphärisch herrlich. Aber das reicht mir einfach nicht um von einer guten Unterhaltung durch den Film zu sprechen. Man versuchte die Frauen sehr stark darzustellen, die Männer eher durchtrieben und Heinrich zweifelnd und schwach. Die Figuren sind trotzdem recht eindimensional und blass gezeichnet. Geschichtlich wurde viel weggelassen oder aufgrund der Dramatik (Mary hat Anne z. B weder im Kerker besucht, noch war sie bei der Hinrichtung zugegen) etwas für den Film zurechtgebogen. Womit ich denn Leben könnte, wenn die Darsteller ihren Rollen mehr Leben hätten einhauchen können.

Resümee: Kann man sich von Freunden mal für einen Abend ausleihen. Kaufen würde ich den Film jedoch nicht noch einmal. Sry :-((
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am 9. September 2008
...und zwar dann, wenn etwas, das ich eigentlich vorab als schlecht eingestuft hatte, sich plötzlich doch als gut entpuppt, oder wie in diesem Falle sogar als ausgezeichnet.

Ich hatte nichts Gutes über diesen Film gehört und gesehen. Es spielt Eric Bana mit, den ich zwar aus "Black Hawk Down", "Hulk" und "Troja" sehr mag, aber den ich als Heinrich VIII. für glatt fehlbesetzt hielt. Es spielt Scarlett Johansson mit, deren - Pardon - kuhäugiges Gesicht mir schon seit jeher auf die Nerven ging. Und es spielt Natalie Portman mit, die ich als Königin Amidala in "Star Wars" zwar sehr gut finde, die ansonsten aber auch alles irgendwie gleich spielt und für mich halt immer Königin Amidala sein wird.

Ich mag Kostümfilme, aber erste Bilder der Kostüme haben mir fast Augenkrebs verursacht - dieses giftgrüne Etwas von Anne, oder das senfgelbe Kleid von Mary, dazu noch historisch mehr als zweifelhaft (bei Kostümen bin ich da, eher als bei Tatsachen, sehr genau)...

..und trotzdem war ich irgendwie neugierig auf den Film und habe mir also die DVD zugelegt.

Die historischen Tatsachen um Mary, Anne und Henry kenne ich. Dass hier aber nichts historisch Akkurates zu erwarten ist, wußte ich bereits vorab und fand ich nicht weiter schlimm. Jeder Zuschauer, der sich nur ein Quentchen für Geschichte interessiert, wird in der Lage sein, sich ein Sachbuch zu besorgen und die Fakten nachzulesen, oder die historisch genaue BBC-Verfilmung anzuschauen. Hier geht es immerhin nicht um eine Geschichtsstunde, obwohl ich es auch wünschenswert finde, wenn Geschichte nicht *zu* sehr verdreht wird, da es ja leider immer Leute gibt, die Filme eben für bare Fakten nehmen.

Die Buchvorlage von Philippa Gregory kenne ich dagegen nicht, so daß ich mich also komplett auf die Eindrücke verlassen musste, die der Film wachruft. Und die haben mich nun total überrascht!

Zum Ersten ist die Regie und Kameraführung wirklich wunderschön, so daß man sich, wenn man alles andere auch schrecklich findet, den Film wenigstens der tollen Bilder wegen ansehen kann.

Auch die Musik ist toll und ein weiterer Pluspunkt, der dem Film nur dienlich ist.

Scarlett Johansson spielt die Mary mit einer Glaubwürdigkeit und Einfühlsamkeit, die ich ihr gar nicht zugetraut hätte. Sie stellt in meinen Augen die unterbewerte zweite Schwester, die lieber auf dem Land statt am Hofe lebt und lieber einen ruhigen, sanften Ehemann hat - auch wenn sie diesen anfänglich auch nicht wirklich liebt - anstatt ins Bett des Königs zu steigen, sehr gut dar - im Gegensatz zur ehrgeizigen und extrovertierten Anne, die nichts unversucht lässt um zu bekommen, was sie will.

Auch Natalie Portman spielt das sehr überzeugend, wenn auch stellenweise für meinen Geschmack etwas zu aufgesetzt.

Schließlich ist da Heinrich - und tatsächlich sieht Eric Bana dem berühmtesten Monarchen Englands in manchen Augenblicken und aus bestimmten Kamerapositionen sogar ein wenig ähnlich, trotz dunkler statt roter Haare und ca. 50-70 kg weniger. Seine Kleidung unterstreicht das, auch wenn die extrem aufgepolsterten Schultern manchmal etwas...seltsam wirken. Man sehe sich jedoch Tudor-Kleidung einmal auf Bildern an und wird feststellen, dass es so ab von der Wahrheit nun auch wieder nicht ist.

Was besonders positiv auffällt sind auch die erstklassigen Nebendarsteller, allen voran Annes und Marys Onkel, dessen Kühle und Ehrgeiz und auch Macht über seinen Schwager und seine Schwester der Schauspieler, dessen Namen ich leider grade nicht weiß, besonders gut zum Ausdruck bringt. Auch Thomas Boleyn, Lady Elizabeth, Katharina von Aragon, Sir William...sie alle sind hervorragend besetzt und geben dem Film zusätzliche Tiefe.

Als letztes die Kostüme, die mich auf dem Bildschirm dann doch noch überzeugt haben. Zwar ist das giftgrüne Kleid nicht weniger giftig und die Häubchen nicht weniger historisch inkorrekt, aber ich denke, es geht hier auch nicht so sehr um historische Authentizität bis ins letzte Detail, sondern mehr um die Stimmung, die der Film vermitteln soll. Ein kleiner Seitenhieb auf die Amazon-Redaktion sei mir erlaubt: Das "an Carrie Bradshaw erinnernde B", das Anne trägt, ist historisch auf einem Gemälde belegt. Entschuldigung, aber der Verweis auf Sex and the City ist hier ja wohl mehr als nur pubertär und zeugt von schlechter Minimalstrecherche ;-)

Der Aussage einer Vorrezensentin, dass der Film zu wenige Szenen mit Mary biete und sich zu sehr auf Anne konzentriere kann ich ebensowenig zustimmen wie der Aussage, der Film handle zu sehr aus Frauenperspektive. Sicherlich, bei einem Film, der "Die SCHWESTER der KÖNIGIN" bzw. "The other Boleyn GIRL" heißt, wird es wohl hauptsächlich um Frauen gehen. Trotzdem haben auch die Männer ihre Glanzauftritte: Heinrich, der über die Einsamkeit spricht; Marys Ehemann William, der nur mit seiner Mimik deutlich macht, was er von der Mätressengeschichte hält; Onkel und Vater Boleyn in wenigen, aber eindrücklichen Szenen. Und auch zwischen Mary und Anne teilt die Erzählperspektive sich recht harmonisch auf.

Schließlich und endlich ist der Film dann sooooo historisch ungenau nun auch wieder nicht. Immerhin habe ich da schon Schlimmeres gesehen, aktuell sei nur das Beispiel "The Tudors" genannt ;-)

Einen kleinen Kritikpunkt und daher einen halben Stern Abzug gibt es für den an manchen Stellen etwas sprunghaften Schnitt und dafür, dass ich Annes angebliche "Wandlung" nach ihrer Rückkehr aus Frankreich nicht wirklich sehe: Sie ist genauso frech und hochfahrend wie vorher.

Technisch gibt es nichts zu bemängeln, Bild und Ton sind hervorragend, ein kleines Booklet ist dabei - lediglich Extras hätten gerne sein dürfen. Für das Fehlen derselben gibt es nochmals einen halben Stern Abzug und somit eine 4 mit einer glatten Kaufempfehlung.
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am 7. August 2009
Macht, Liebe, Rivalität, Intrigen - das sind die Ingredienzien von Die Schwester der Königin. Natalie Portman und Scarlett Johansson lassen sich als Geschwisterpaar Anne und Mary Boleyn auf ein emotionales Duell um die Zuneigung des Königs von England ein, jede aus ihrem persönlichen Beweggrund: Anne treibt ihr Ehrgeiz an, Mary die aufrichtige Liebe zu Henry VIII Justin Chadwick gelingt ein unterhaltsames, psychologisches Drama vor historischem Hintergrund, das nur zum Ende hin etwas hektisch wird.
Zum Portfolio von Autor Peter Morgan, der das Drehbuch zu Die Schwester der Königin basierend auf der Romanvorlage von Philippa Gregory schrieb, zählen auch die Screenplays von Der Letzte König von Schottland und Die Queen, die beide Anfang 2007 in den Kinos liefen. Morgans Lieblingsthema scheint das psychologisch zerrissene Innenleben einflussreicher politischer Machthaber zu sein. Auch der neueste Entwurf zwiegespaltener Seelenleben gelingt ohne größere Fehltritte. In der heutigen Zeit werden Inhaber politischer Schlüsselpositionen durch Medienvermittlung hauptsächlich als Ereignis-Produzenten ohne relevante private Dimension wahrgenommen, was eine Vereinfachung komplexer Zusammenhänge darstellt.
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am 12. April 2009
Zu allererst muss ich sagen, dass ich das Buch nicht gelesen habe und somit völlig unvoreingenommen an den Fim herangegangen bin.

Und ich muss sagen, dass ich aufgrund einiger schlechter Bewertungen hier äußerst positiv überrascht wurde! Es handelt sich hier um einen wirklich spannenden Historienfilm, der (im Gegensatz zu anderen Geschichtsdramen, welche meist im 2. Drittel arg langatmig geraten) von Anfang bis Ende zu fesseln vermag.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zu jener Sorte Menschen gehöre, die (auch im Kino) gerne eine Toilettenpause währende des Films einlegen (mein Rekord liegt bei HdR-Die Zwei Türme: 3x ;-)), aber bei "Die Schwester der Königin" war daran nicht zu denken! Man will keine Sekunde des Films verpassen und unbedingt wissen, wie es denn nun weitergeht. Das nicht zuletzt aufgrund der super Schauspieler, allen voran Natalie Portman, deren vielschichtiges Spiel einfach unter die Haut geht: sie ist in zum einen unglaublich gemein, rachsüchtig und intrigant -zum anderen sehr traurig, zerbrechlich und schwach (deshalb ist man ihr nie wirklich böse und von ihrem tragischen Ende ziemlich angerührt). Aber auch die engelsgleiche Scarlett Johansson weiß zu überzeugen und hat mir in der finalen Szene eine wohlige Gänshaut beschert.
Der Film überzeugt also auf ganzer schauspielerischer Linie und auch Kostüme, Musik und Kamera/Schnitt gefallen. Schade finde ich nur, dass man es an manchen Stellen mit dem Farbfilter recht übertrieben hat, und das Ganze dann an eine TV-Produktion erinnert und billig wirkt (besonders sei hier das intensive Gelb erwähnt, welches in sonnigen Szenen verwendet wurde, alle Darsteller sehen dann aus wie frisch nach der Gelbsucht aus dem Krankenhaus entlassen. Im Gegensatz dazu wird im letzten Drittel des Films auf ein stechendes Blau gesetzt - das Leichenschauhaus lässt grüßen)! Ein weiteres Problem der Beeinflussung der Farben ist, dass die wunderbaren Köstüme mit der fast identisch gefärbten Umgebung keinen Kontrast bilden und sie somit nicht ihre ganze Schönheit entfalten können-schade.
Die DVD an sich ist - nunja - Peinlich. Extras kann man vergessen und Bild- und Tonqualität sind allenfalls mittelmäßig (besonders beim Bild muss ich Punktabzug geben - besonders an dunklen Stellen im Film scheint das Geschehen wie durch eine Gardine betrachtet - so weich ist es).

Aber trotzdem: wenn man von der gewöhnungbedürftigen Farbgebung einmal absieht, ist dieses höfische Ränkespiel für einen gepflegten DVD-Abend mehr als geeignet: Spannende Handlung, tolle Schauspieler in wunderbaren Kostümen und ein klasse Soundtrack - was will man mehr? 4 Sterne!
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am 28. November 2008
"The other Boleyn girl" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Philippa Gregory. Historische Romane beziehen ja ihren Reiz daraus, Leerstellen der Geschichtsschreibung geschickt sinnvoll zu füllen. Da man über Mary Boleyn herzlich wenig weiß, bietet sie sich ja quasi als (Roman)heldin an. Gegen dieses Vorhaben ist ja nichts einzuwenden, wenn es sich um anscheinend spannendere Stoffe als die "dröge" historische Wahrheit handelt. Dem ist in diesem Fall allerdings nicht so.

Am Tage von Marys Hochzeit schmeichelt Anne ihrer Schwester, indem sie deren Schönheit lobt und kokett sagt, sie selbst sei ja nur das andere Boleyn-Mädchen. Schon in dieser Szene wird klar, dass Anne Mary jederzeit ausbooten könnte, wenn sie nur wollte. Eine (für den Zuschauer spannungsarme) Rivalität nimmt ihren Lauf. Statt sich auf die Konflikte mit Königin Katharina (eine fabelhafte Ana Torrent) zu konzentrieren (die Scheidung Henrys von Katharina ist theologisch und geschichtlich ein besonders spannendes Kapitel) schildert der Film langatmig, wie die beiden um die Zuneigung des Königs buhlen.
Peter Morgan zeichnet für das Drehbuch verantwortlich und lässt kaum ein Klischee unbedient: Während die arme Mary in Wehen liegt, turtelt Henry mit ihrer Schwester (böse, böse, böse!). Als Henry Zweifel an Annes Jungfräulichkeit hegt, fragt er ausgerechnet deren Schwester, seine abservierte Geliebte (sehr glaubwürdig!). Auf Henrys wütenden Vorwurf, der Papst werde ihn im Falle einer Scheidung von Katharina exkommunizieren, schlägt ihm Anne vor, doch Oberhaupt einer neuen Kirche zu werden (zur Religionsstifterin hat es bei Anne nicht gereicht, aber immerhin zur Kirchengründerin).
Ärgerlich ist die Szene, in der Anne ihren eigenen Bruder bittet, sie zu schwängern (um die Fehlgeburt ihres Kindes zu vertuschen). Es klingt so, als habe die Anklage gegen Anne Boleyn einen wahren Kern. Anne war sicherlich eine komplizierte Frau, ihre Hinrichtung diente allerdings der Staatsraison, damit der König erneut heiraten konnte. Freier Umgang mit Fakten sollte nicht gleich zur Geschichtsklitterung führen.
Scarlett Johansson bleibt blass, die rehäugige Unschuld mit leicht geöffneten Lippen lässt sie eher deppert als erotisch erscheinen.

Trotz all dieser Mängel muss man Natalie Portman ausdrücklich hervorheben. Ihre Darstellung einer berechnenden jungen Frau, der letztlich ihr eigener Stolz zum Verhängnis wird, ist beeindruckend und hebt den dramaturgisch mäßigen Film aus dem Mittelmaß. Eric Bana lässt erahnen, dass er gern mehr aus dem eher holzschnittartig angelegten König herausgeholt hätte, wenn der Fokus nicht so an den Schwestern geklebt hätte. Anyway, ob Hektor, Hulk oder Henry, Eric Bana bleibt einer der heißesten Darsteller überhaupt und hebt jeden Film um einen Stern. Kostümdesign, Ausstattung, Kamera und Musik scheinen zudem eine konzertierte Aktion gestartet zu haben, die Mängel des Drehbuchs zu kaschieren. Respekt. Manchmal fühlt man sich wie in alten Gemälden.

Glücklicherweise belästigt uns die DVD mit keinem Making of. Auch sonst keine Extras.
Fazit: Ein ansehnlicher, aber dramaturgisch weniger überzeugender Kostümfilm, meilenweit von Genreklassikern wie "Ein Mann zu jeder Jahreszeit" oder "Königin für 1000 Tage" entfernt. Manchmal musste ich sogar herzhaft lachen, allerdings an den falschen Stellen.
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