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  • Sagas
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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
33
4,7 von 5 Sternen
Sagas
Format: Audio CD|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 27. Juni 2008
Lang hats gedauert, oft wurd verschoben doch schließlich war es da. Und wie es da war, das erste Album der Bayer.
Ähnlich ist es mit dem zweiten Longplayer von Equilibrium. Für Anfang 2008 angekündigt wurde man mehrfach vertröstet und trotz Labelwechsel nach TF warten gelassen.
Anders als bei Turis Fratyr - Sagas knallt wesentlich komplexer durch die Boxen, wesentlich bombastischer, detailreicher und somit auch nicht so eingängig.
Trotzdem wäre es falsch, Sagas als experimentell oder außerordentlich progressiv zu bezeichnen. Denn Equilibrium gehen ihren Weg weiter, haben verbesserungen vorgenommen, neue Elemente eingebracht und doch klingen sie nicht viel anders als bisher.
Und das ist auch gut so!
Einige Songs fruchten zwar erst nach mehrmaligem Hören richtig, dafür gibt es aber auch wieder Songs die beim ersten Mal schon super klingen.

Dabei möchte ich keine einzelnen Stücke herausheben, denn jedes hat seine eigenen Höhepunkte und bis auf das gestreckt wirkende Intrumental Mana das mit 16 Minuten und 22 Sekunden den längsten Song ausmacht, den Equilibrium jemals geschrieben haben, ist keines dabei welches entbehrlich oder austauschbar wäre.
So überzeugt Wurzlbert mit einem coolen Text, Blut im Auge mit einem phänomenalem Soundwechsel am Ende oder Des Sängers Fluch durch seine perfekt mit vielen Ideen gespickte Spielzeit von über 8 Minuten.

Ein wenig schade ist, das einige Instrumente (vor allem Drums und Bass) oft in dem Bombast an Orchester, Flöten und Keyboard untergehen.

Trotz allem liefern Equilibrium hier ein super Album ab, dass sich nicht ausschließlich am Erfolgskonzept von Turis Fratyr bedient sondern frische Ideen mitbringt und trotzdem noch nach Equilibrium klingt.
Auch wenn ich eine Art Ballade wie Nordheim vermisse denke ich, dass Sagas Turis Fratyr übertrifft. Nicht zuletzt wegen den Kleinigkeiten und der Spielzeit von 79 Minuten.
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am 27. Juni 2008
Da haben die Jungs (und Mädel) ein ordentliches Brett hingelegt!
Mit dem zweiten Album ziehen Equilibrium ihren Stil konsequent fort und das Album ist, wie das Debut, vollgepackt mit eingängigen Melodien, klasse Text und ordentlich Abwechslung.

Das neue Album wirkt deutlich reifer und produktiv hochwertiger, als der Vorgänger, was aber nicht wundert.
Was mir besonders gut gefällt sind die unglaublichen Ohrwürmer, die dazu beitragen, dass man die CD immer und immer wieder durchlaufen lässt - klasse!
Wichtigstes Instrument ist mitunter die Panflöte, die zum nordisch angehauchten Stil sehr gut passt.

Möchten einige Bands miteinander vergleichen, so würde ich Equilibrium am ehsten mit Fintroll vergleichen, was mir persönlich auch gut gefällt.

Meine persönlichen Lieblinge der Scheibe sind ganz klar:
"Blut im Auge", das Lied mit dem geilsten Riff "Snüffel", "Heimwärts" schnell knackig, "Die Weide und der Fluß" was sehr episch und majestätisch wirkt, und dem absoluten Ohrwurm-Banger "Unbesiegt" !

Für Fans von Fintroll und/oder dem alten Album, auf jedenfall ein Blick wert!

"Alles, was ich mir erstritten ...
meine Banner, himmelhoch ...
Auch wenn alle Mauern zittern ...
Bleib ich Herr auf meinem Thron,
Ja, für immer!"

Greets Jack
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am 27. Juni 2008
Morgens halb 10 in Deutschland,...
es klingelt und reißt mich aus meinem Tiefschlaf, doch das soll mich nicht weiter stören, ich ziehe mir schnell was über, öffne dem Postboten die Tür und nehme das heißersehnte Päckchen entgegen, schnell in mein Zimmer hoch, die Packung aufgerissen und da halte ich es in den Händen:
"SAGAS" das neue Album der deutschen Folk-Metal Band Equilibrium.
Rein in den CD-Player und einfach nur der Musik lauschen.
Ein stimmungsvolles Intro namens "Prolog auf Erden" bringt einen zwar langsam aber überzeugend direkt ins Geschehen hinein.
Der zweite Titel "Wurzelbert" startet mit einem weiterem epischen Intro, das uns anschließend donnernd in die Ohren steigt als Helge mit seinem High-Speed Gegrunze, unterlegt von Equilibrium typischer musikalischer Untermalung, loslegt.
Als absoluten Anspieltipp bezeichne ich den folgenden Titel: "Blut im Auge" der nur so von Perfektion glänzt. So typisch, so episch, doch so einzigartig und einfach Equilibrium, mit einem Ohrwurmtauglichem Refrain! mehr gibt es zu diesem Titel nicht zu sagen.
Im nächstem Titel dem "unbesiegt" zeichnen Equilibrium deutlich ihren Fortschritt ab: die Musik ist abwechslungsreicher, einzigartiger und vollkommen neu, trotzdem sie einfach nur typisch ist.
Als im "altem" Album dem "Turis Fratyr" noch deutliche Stilprägungen von Ensiferum, Turisas, Moonsorrow und anderen Viking-Metal Bands hervorstachen, haben Equilibrium mit Sagas ihren eigenen Stil gefunden, der mindestens genauso folkig und Equilibrium ist, wie der Vorgänger aber doch irgendwie neu und unnachahmbar.
"Verrat" ist bis zur Mitte des Titels weitaus dunkler und weniger tempolastig als die sonstigen Titel und sticht dadurch hervor, aber auch durchaus positiv.
"Snüffel" ist ein typisches High-Speed-Werk mit einigen Zwischenpassagen.
Mit Heimwärts ist ein weiterer Anspieltipp geschaffen wurden, einfach unglaublich episch und folkig!!
Als instrumentales, ruhiges, folkiges und einprägsames Zwischenspiel haben Equilibrium als achten Titel "Heiderauche" auf ihre Platte gebracht
Danach erwartet und "Die Weide Und Der Fluss", dieser Titel führt mit einem langatmigem Intro das zuvorige Zwischenspiel fort und legt dann wild und selbstbewusst los! Schön anzuhören!
Der zehnte Titel, mit über 8Minuten ein sehr langer Titel, namens "Des Sängers Fluch" beginnt sehr ruhig und vereint im folgendem alle zuvor kennen gelernten Stilmerkmale dieses Albums!
Der Titel "Ruf In Den Wind" ist noch mal ein Meilenstein dieses Albums! es lässt sich schwer beschreiben, was diesen Titel ausmacht, es diese Melodie, dieses eigensinnige und einzigartige, man MUSS ihn einfach gehört haben!
Der vorletzte Titel "Dämmerung" ist ein Titel der noch mal in das Standartrepertoi gehört und einfach Equilibrium ist.
Das Finale des Albums hat diesen Namen wirklich verdient!
Der 16,5 minütige Titel "Mana" der instrumental gehalten ist beginnt zunächst ruhig, bietet eine unglaubliche Stil und Instrumenten Vielfalt die abwechslungsreicher kaum sein könnte.
Alles in allem ist das Album wahrlich ein Meisterwerk!
Alles in allem führt Saga das fort, was Equilibrium mit Turis Fratyr begonnen haben, nur bringt es die Recken mehr zu ihrem eigenem Stil und lässt äußere Einflüsse außen vor.
Ein gelungenes Album das von Energie nur so strotzt! Ich kann es jedem Liebhaber des Folk-Metal Genres nur wärmstens empfehlen!
Das lange warten und die Vorfreude haben sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann's kaum abwarten die Band mal wieder Life zu sehen!

So nun noch ein par Worte zur DVD, die der Special Edition beiliegt:
Hier sind unter anderem Life-Aufnahmen der Titel "Die Prophezeiung" "Widars Hallen" "Met" und "Unter der Eiche" aber auch andere drauf zu finden.
Die Aufnahmen sind teilweise schon älter und in Life-Aufnahmen typischer Qualität, was keineswegs negativ zu beurteilen ist. Das Bildmaterial ist ebenfalls in Ordnung und alles in Allem ist die DVD eine sehr nette Beigabe für grade mal 1 mehr. Sehr lohnenswert!
Auch verschiedene Bilder der Band von diversen Schauorten und eine lustige mit Legofiguren untermalte Version des Titels "Met"
Des Weiteren findet sich hieraus ein Studioreport über die Aufnahmen des neuen Albums Sagas.
Dies sollen nicht alle Extras gewesen sein, doch es wäre zu viel hier alles aufzuzählen.
Falls ihr euch entscheidet das Album Sagas zu kaufen, entscheidet euch auf jeden Fall für die Special Edition, ihr werdet es nicht bereuen!!!

Ich hoffe mein Bericht erleichtert euch die Entscheidung beim Kauf des Albums.
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am 30. April 2017
Der Titel sagt: Im Endeffekt haben wir immer noch ein urklassisches EQUILIBRIUM Album, mischen aber den Kern ein wenig auf und bekommen einen Nachfolger des vielgefeierten Debüts, das knallevoll mit Musik beladen ist.

Somit haben wir wieder alte stärken und Schwächen, nur etwas anders, bzw "besser" dargeboten:
Die Musik klingt weiterhin recht plastisch, die Keys sowieso. Letztere sind noch sehr viel präsenter als auf dem Debüt.
Insgesamt sind die Songs besser ausgetüftelt, die Band hatte tatsächlich auf dieser Ebene Fortschritte gemacht.
Stetig monoton klingt auch weioterhin Helge, der ein paar jahre später die Band verlassen hat oder gehen musste, whatever.

Im Prinzip ein großer Brocken recht anspruchsvoller Musik, die nur den Leuten gefällt, die eben dieses Fahrwasser genießen können. Ich lasse das Album sehr selten Laufen, dazu meist nicht am Stück, da es, wie der Vorgänger auch, schon garnicht richtig zupacken kann.

3/5
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am 13. März 2010
Gleich vorweg, dieses Album macht einen hervorragenden Gesammteindruck.
Im Vergleich zum ebenfalls sehr guten Vorgänger "Turis Fratyr", sind auch wieder einige Stücke mit hohem Wiedererkennungswert dabei. Nicht zuletzt durch den Gesang ist Equilibrium für mich eine der herausragenden Melodic Dark Metal/Pagan Bands die es z.Zt. gibt.
Aber warum bitteschön werden Keyboards im Dark/Pagan-Bereich so verpönt..??
Ist mir absolut schleierhaft zumal das vorliegende Ergebnis wohl äußerst positiv für sich selber spricht..!!
Das eine, muß nicht automatisch, dass andere ausschließen.

Zu den hervorstechenden Stücken zählen ganz klar folgende für mich:
"Unbesiegt":
Ein wahrer Brecher von einem Stück...Power ohne Ende...also wer da nicht mitgeht ist schon Scheintot...

"Snüffel" und "Heimwärts":
Wiedermal herrausragende Vocals, kraftvoll aber dennoch sehr melodisch.

"Die Weide und der Fluß" und "Des Sängers Fluch":
Selten im Dark-Metal gehörte Melodiebögen...so gefällt es mir.

"Ruf in den Wind":
Geht ab wie Schmidts Katze...Wahnsinn..!! Da stimmt einfach alles..!!
Dieses Album fängt stark an und wird zum Ende hin immer besser.
Ich habe doch einige Dark/Pagan-Bands bei mir stehen, aber Equilibrium mit "Sagas", gehört zu meinen All-Time-Favs...zweifellos.
Ein Silberling den ich getrost empfehlen kann und es auch hiermit tue.
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am 16. Juli 2008
Na endlich! Wurde ja auch Zeit. Hamma ja alle lange genug aufs neue Album gewartet ;) Soundmäßig wurde nicht so viel verändert, dafür wirkt das ganze etwas profesioneller als der Erstling, das ganze ist stimmungsvoll und recht schunkelkompatibel. Es ist natürlich nicht die Revolution im Pagansektor, wie Nuklear Blast es anpreist, aber Pagan Fans machen nix falsch, alle anderen sollten lieber reinhören. Einen Punkt Abzug gibtŽs für die kaum lesbaren Texte im Booklet.
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am 11. Juli 2008
Drei Jahre nach ihrem Debütalbum "Turis Fratyr" beglücken uns die Senkrechtstarter Equilibrium aus Bayern mit einem neuen Machwerk, welches auf den vie versprechenden Titel "Sagas" hört. Der vorab auf diversen Samplern und Konzerten veröffentlichte Titel "Blut im Auge" gab uns allen bereits einen kleinen Einblick in den neuen Output und verlangte auch danach, sich das neue Album in Ruhe durchs Gehör gehen zu lassen.

Mit einer Spieldauer von guten 78 Minuten hat man das Potential des Tonträgers zwar voll ausgeschöpft, allerdings erreicht mit einem 15 Minuten andauernden Instrumental am Schluss. Von daher stellen die circa 60 Minuten immer noch eine relativ gute Länge dar. Ansonsten wird jedoch zum Großteil von reinem Instrumental Abstand genommen und der Sänger ist die meiste Zeit irgendwie beschäftigt. Was im Vergleich zu "Turis Fratyr" enorm auffällt, sind erstens die nochmals verstärkten Folk-Einflüsse und zweitens ein schwer zu beschreibender neuer Sound, der aber immer noch klar heraushören lässt, dass es sich hier um Equilibrium handelt. Im Großen und Ganzen ist alles Andere aber relativ gleich geblieben und man bekommt das, was man sich von der Band erhofft und erwartet.

"Sagas" ist eine gelungene Mischung aus Viking, Pagan, Melodic Black und Power Metal mit einer einwandfreien gesanglichen Leistung von Helge Stang. Man muss sich vielleicht ein paar Mal in das Album reinhören, aber nach spätestens drei bis vier Durchläufen gefällt es wirklich. "Blut im Auge" ist trotz der Vorabveröffentlichung bei weitem nicht der Höhepunkt des Outputs. Einzig das ewig lange Instrumental am Schluss stört etwas, das zwar ziemlich abgeht, aber den Platz für zwei oder drei richtige Songs wegnimmt.

Wertung: 7,5/10

Mit freundlicher Empfehlung von DEMONIC-NIGHTS.at !
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Juni 2008
...so schreit der Wurzelbert zurück! Das bayrisch-germanische Aushängeschild in Sachen Epic-Viking-Metal ist zurück, nach der spektakulären Demo 2003 und dem Album Turis Fratyr 2005 sind die Mannen Anno 2008 mit dem Album Sagas am Start. Und was für ein Album.

Wie es sich gehört gibt es ein Intro. Allerdings nicht irgendein 30-Sekunden Soundschnipsel sondern ein episches 3 Minuten Intro welches bereits Hunger auf mehr macht. Epische Keyboardteppiche, ein Chor, Fanfaren und Epik in Reinkultur werden serviert bis Helges charismatischer Schrei die Ruhe zerfetzt und das reinste Geprügel beginnt, unterlegt mit wunderschönen Melodien, die Träumen lassen. Dann ebnet der Song ab, schwillt wieder an und ein Sprecher verkündet worum es gehen wird…. Soviel Abwechslung kriegen viele Bands auf einem Album nicht hin und dennoch wirkt alles, nicht nur dieser Song sondern das ganze Album wie aus einem Guss.

Statt jeden Song einzeln durchzukauen, muss man einfach das Album über sich ergehen lassen. Doch besser nicht an einem Stück. Versteht mich nicht falsch, aber 80 Minuten an einem Stück sind heftig, allein weil soviel geboten wird, scheint man manchmal überfordert. Also teilt man das Liedgut ein, denn es ist wie mit einer Party: Am Anfang geht es gemächlich los (Prolog auf Erden), danach wird gefeiert und die Gläser gehoben (Wurzelbert bis Heimwärts), dann chillt man langsam aus und lässt alles etwas ruhiger angehen (Heidenrauche) – Bevor die Kampftrinker erneut zum Bierkasten greifen (Die Weide und der Fluss bis Dämmerung) und man schließlich doch erschöpft die Party ausklingen lässt (Mana).

Und immer ist dieser erhabene Sound da, der zwar weder besonders organisch und echt, dafür aber umso equi-typischer und einfach geil klingt. Klar, man hört dass alles vom Keyboard kommt, aber das ist okay, denn man sollte – trotz deutlicher Produktionssteigerung – kein Niveau von Dimmu Borgir erwarten, die ein ganzes Orchester auffahren können ;-)

Alles klingt in sich stimmig, nimmt gefangen und lässt einen ungern wieder los. Der Sound eines epischen Filmsoundtracks gepaart mit Humpaa-Einlagen, Schlachtenliedern und etwas Exotik (besonders: Unbesiegt) sind doch eine wundervolle Mischung. Wer den Erstling mochte, wird Equi hier auch lieben. Klar, ein bisschen hat man sich vom ewigen Nordmanns-Gefasel abgewendet und experimentiert mehr, aber wen störts? So lang die Natur noch die wichtigste Inspirationsquelle ist, kann es auch als Viking-Metal durchgehen, und Helges Stimme tut sein Übriges, damit auch Ensiferum-, Turisas-, und Finntrollanhänger auf ihre Kosten kommen.

Besonders muss man auch mal die lyrische Seite positiv erwähnen, da gibt es absolute durchgeknallte Lieder (Wurzelbert: ein Wesen welches durch die Wälder tänzelt und fiedelt und dadurch Menschen killt), eiskaltes Geballer Marke Symphonic Black Metal (Verrat) oder Partykracher (Snüffel, Drogenkonsum ist wohl angebracht), sollte für jeden Anspruch etwas dabei sein. Vor allem das rund 16minütige gesangslose Stück Mana hat es mir angetan. Also wer dabei nicht an lange Spaziergänge zu Dämmerungszeiten im Wald denkt, dem kann nicht mehr geholfen werden. Manchmal braucht es halt keine Sprache um Gefühle auszudrücken.

Musikalisch wird, wie erwähnt, vom Humpaa über Black Metal bis Folk und groovigen Parts (vor allem Heimwärts und Ruf in den Wind) alles geboten was das Germanenherz verlangt, ohne dabei stereotypisch zu wirken oder auf ausgelutschten Faden zu wandern. Im Gegenteil: Durch den Einbau einer Panflöte (nein, kommt nicht ausm Keyboard), wird zwar etwas Exotik hinzugefügt, aber dennoch fügt sich alles perfekt ins Gesamtbild. Ebenso die epischen Chöre die viele Lieder unterstreichen und als guter Kontrast zu Helges Screams und Growls darstellen.

Doch wo viel Licht ist, muss auch Schatten sein. Und die sind natürlich reinsubjektiver Natur: Ich finde das Cover zwar hübsch aber ein bisschen zuviel braun in brauen, ebenso kann man nur schlecht die Lyrics lesen, was ich schade finde. Naja, wozu gibt es das Internet. Auch fehlt mir zum Beispiel in den Liedern eine weibliche Stimme, wie bei Widars Hallen auf dem alten Album. Das hätte die Sache noch etwas abgerundet. Nun, dafür haben wir insgesamt mehr schöne Chöre. Das dumme nur: Die wirken nicht so… klasse wie bei Turisas sondern man merkt: Ah gutes altes Keyboard. Da hätte ich mir von der Band eingesungene Chöre gewünscht, die man mitgröhlen hätte können.

Abgerundet wird die CD noch von einer Bonus DVD. Was also draufpacken? Einfach von allem etwas. So findet man einige Liveauftritte (u.A. die legendären Gigs im Essener Turok und auf dem Summer Breeze), allerhand „Wir filmen drauf los“-Sachen, die einfach zu herrlich sind (Achtung: Drogenkonsum und Fäkalhumor eingeschlossen), frühere Aufnahmen aus dem Proberaum, Ein Studioreport und allerhand mehr. Klar, die Livemitschnitte sind kein Ersatz für eine vollwertige Live-DVD aber es macht Spass die Jungs auf der Bühne zusehen. Und wer schon immer mal hören wollte wie gut Helge rülpsen kann (grandios) dann hat man auch viel Spass mit der DVD-Beilage.

Anspieltipps: Unbesiegt (Achtung, der Song ist anders), Snüffel (Party ohne Ende) sowie Prolog auf Erden (als Instrumentalvertreter)

Von mir gibt’s für das sehr ordentliche Package 5 Sterne.
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am 9. Juli 2008
Wer hätte das gedacht...da muss man nun geschlagene 3Jahre warten, eh uns die Münchner wieder mit einem Killeralbum beehren. Und nicht das sie es bei ihrem eh schon hohen Niveau belassen; nein, sie übertreffen alle Erwartungen um Längen!
Ich muss zugeben, das ich mir beim ersten Hörlauf total überrollt vorkam. Equilibrium bombardieren einen mit einem Bombast an Riffs, Epic, Melodien, Tempo und Komplexität das man am Ende gar nicht mehr anders kann als sich die Ohren reiben und erneut PLAY drücken....
Denn hier liegt das geniale an der Scheibe: seine volle Kraft erschliesst sich erst nach mehrmaligem durchhören! Schnelle Hits gibts nicht, sondern vielmehr Song-Monster, die sich langsam durch die Ohrmuscheln ins Kleinhirn sägen und sich da verwurzeln, das man nicht mehr genug bekommen möchte! Zwar gibt es einzelne Songpassagen, die sofort ins Ohr gehen, aber denoch zünden die meisten Songs erst spät.
Technisch gesehen ist SAGAS eine enorme Steigerung gegenüber dem Vorgänger TF...auch wenn die Songs diesmal nicht gleich im Gehörgang platzen.
Das einzige was mir (zu Beginn) negativ aufgestossen ist: die Balance zwischen ruhigen instrumentalen Stücken und den Vollgas-Brechern ist zu unausgewogen. War bei TF alles schon ausgeglichen, und man konnte den Ohrmuscheln ein paar ruhige Erholmomente gönnen, so ballerts bei der neuen Scheibe fast ausschliesslich durch.
Das mag dem Einen gefallen, dem Anderen nicht. Mich störts nichtmehr wirklich, es hätte dem ganzen Album halt nur mehr Kontur gegeben.
An akustischen Ideen hat's der Band ja wohl nicht gemangelt, wie das letzte Stück MANA beweist. Wer genau hinhört, wird feststellen, das die 16min (!!!) Laufzeit wie eine grosse musikalische Collage wirken. Phenomenal gut, und ein Beweis für die enorme musikalische Kreativität Equilibriums! Was allerdings die Beweggründe der Band waren, so ein monumentales Teil draus zu stricken, statt jedes für sich einzeln auf die CD zu verteilen, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Nichts desto trotz, ich liebe das erste Album, und bin Fan der "ersten Stunde". Sagas ist trotz (gewolltem) Spätzündfaktor ein Wahnsinnsalbum, das in jedes CD-Regal eines Pagan-Folk-Metal Fans gehört!!

Wer das erste Album mochte, wird mit dem zweiten auf keinen Fall enttäuscht sein!!!!
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am 29. Oktober 2008
Nachdem ich damals über das erste Album "Turis Fratyr" mehr oder weniger zufällig gestolpert bin, habe ich mir das zweite Album von Equilibrium ebenfalls zugelegt, wenn auch erst einige Zeit nach Erscheinung.

Und was soll man dazu sagen? - Es ist der Hammer!
Nach dem grandiosen Debüt mit ihrem ersten Album, dachte ich bereits, es sei schwer, diese Leistung noch zu toppen. "Sagas" belehrt mich jedoch eines besseren.

Vorab: Trotz Wechsel zu Nuclear Blast ist die Band ihrem Stil treu geblieben. Weiterhin begleiten uns bombastische instrumentale Einlagen udn Untermalungen durch jedes einzelne Stück. Diese klingen im zweiten Album sogar noch deutlich schöner und jagen einem mehrmals einen Schauer über den Rücken. Nahezu weggelassen wurden dabei die Balladen: "Sagas" ist laut, schnell und episch, und das durchgängig.

Ebenfalls lobenswert: Die Lyrics. Diese sind teilweise ausgesprochen tiefgründig, mystisch und abwechslungsreich, genauso wie der Aufbau vieler Songs, die immer wieder überraschen. Wie schon in einigen anderen Rezensionen geschrieben kann ich mich dabei aber einem anschließen: Die volle Faszination packt einen erst beim mehrmaligen Durchhören.

Nach so viel Lob möchte ich aber dennoch einige Dinge ansprechen, die nicht ganz perfekt sind:

Zum einen ist es das Booklet: Die Lyrics sind dort leider nahezu unbrauchbar, da sie teilweise Auszüge oder Ausdrücke der Songs darstellen und somit kein Text komplett abgedruckt ist. Stattdessen ist er Tintenflecken, Bildern und Grüßen der Bandmitglieder überdeckt - das ist zwar schön, aber völlig unpraktisch. Die Lyrics gibt es stattdessen auf der Website von Equilibrium.

Der zweite Punkt, der mich leider ein wenig enttäuscht hat, ist der Instrumentalsong "Mana", der den letzten Song des Albums darstellt. Hier wollte man wohl ein episches Ende für das Album schaffen, stattdessen zieht sich das Stück aber ewig hin, jede einzelne der 16 Minuten scheint sich irgendwie gleich anzuhören. Vielleicht Geschmackssache, ich konnte mich dafür aber überhaupt nicht begeistern.

Das macht Equilibrium dennoch schnell wieder wett: Songs wie "Wurzelbert", "Heimwärts" und "Ruf in den Wind" packen den Hörer und lassen ihn nicht mehr los. Die Melodien brennen sich geradezu ein und man kann sie immer und immer wieder hören.
Absoluter Höhepunkt des Albums bildet für mich das bombastische "Unbesiegt".

Alles in allem sind die Mängel schnell vergessen - "Sagas" ist ein großartiges Album, das sogar seinen schon tollen Vorgänger noch in den Schatten stellt. Was Equilibrium hier abliefert, ist einen Muss für jeden Pagan-Metal-Fan.
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