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Kundenrezensionen

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am 5. Februar 2009
50mm Festbrennweiten waren schon seit der Zeit analoger SLR gefragte Objektive. Seit Anbruch des digitalen Spiegelreflexzeitalters mit APS-C Sensoren bieten die 50mm Objektive aufgrund des Verlängerungsfaktors fast eine klassische Portraitbrennweite - und genau das war für mich auch der Grund, nach einem 50mm Objektiv mit einer Anfangsblende von 1:1,4 zu suchen.

Schnell wird man bei Canon fündig - stehen dort doch drei Objektive zur Auswahl. Die preiswerteste Alternative war für mich aufgrund der Verarbeitungsqualität zu keiner Zeit ein Thema (EF 50mm 1:1,8). Das 50mm 1:1,2L wäre mein Traumobjektiv - wenn da nicht eine astronomisch hohe Summe von mehr als 1100 Euro für aufgerufen würde.

Ok - bleibt noch das EF 50mm 1:1,4 ... und das hätte ich beinahe gekauft, wenn mir dieses völlig neu entwickelte Sigma Objektiv nicht in die Hände geraten wäre.

Also hab ich beide Objektive kurzerhand selbst getestet und mich dann guten Gewissens für das Sigma entschieden. Auch wenn das Sigma ca. 60-80 Euro teurer ist als das Canon EF 50mm 1:1,4 so ist es deutlich besser vearbeitet (RING USM - HSM bei Sigma genannt), asphärische Elemente (das Canon hat keins) und ein neues Linsendesign (das Canon-Design des EF 50 1:1,4 stammt aus dem Jahr 1972).

Die wirklich Entscheidung zugunsten des Sigmas aber war der Vergleich der Randschärfe bei Offenblende bis F4. Das Canon fällt gnadenlos hinter dem neuen Sigma zurück und das ist unter absolut identischen Vergleichsbedingungen fast erschreckend. Mehrere 100%-Crops aus den Bildecken zeigen bei dem Canon harsche Randunschärfen - die sind für das Sigma einfach in dieser ausgeprägten Form kein Thema.

Alles gut - aber ...

Auch das Sigma ist nicht frei von Problemen: zuerst ist da ein Durchmesser für den Frontfilter von sage und schreibe 77mm angegeben. Das ist gigantös und für entsprechende Filter ist entsprechend viel Geld hinzulegen.

Des weiteren ist das Sigma aufgrund der Bauform schwer - deutlich schwerer als das federleicht wirkende Canon.

Doch selbst wenn man das Gewicht und den satten Frontdurchmesser negativ bewertet - das Sigma liefert eine unglaubliche Qualität und Auflösung schon bei Offenblende. Abgeblendet auf F4 bis 5.6 bis 8 ziehen die Ränder in der Auflösung wie bei dem Canon deutlich an und bieten rasierklingen Schärfe.

Die knapp 80 mehr für das Sigma ist diese Neuentwicklung sowohl aufgrund der optischen Qualität als auch aufgrund der wirklich erstklassigen Verarbeitung allemal wert.

Bevor Sie sich entscheiden - testen Sie wenn möglich beide Objektive und es sollten dann wirklich keine Fragen mehr offenbleiben.
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am 11. April 2010
Ich habe mir das Objektiv als Ersatz für mein leider kaputt gegangenes Canon 50 1,4 gekauft. Das Objektiv wurde schnell geliefert, wie immer perfekt. Nach dem Auspacken ist mir gleich die wertige Verarbeitung des, für ein 50 mm recht großen und schweren, Objektivs aufgefallen. Eine Sonnenblende wird bei dem Objektiv auch gleich mitgeliefert. Das Äußere machte jedenfalls einen sehr guten Eindruck. Auch der Autofokus-Mechanismus sieht langlebig gebaut aus, da die Fokussierung im Inneren erfolgt und nicht wie beim Canon 50 1,4 ein Tubus vorne ausfährt. Beim Sigma wurde also die mechanisch robustere Varante gewählt.
Ich habe das Objektiv also gleich auf meine EOS 7D geschraubt und Bilder geschossen. Die Bildqualität des Objektivs ist exrem gut, soviel vorneweg. Das Objektiv hat so gut wie keine Chromatischen Abberationen, die Schärfe war bis in die Ecken gut, in der Mitte sehr gut - und das schon bei Blende 1,4 auf einer 18 Megapixel-Kamera. Die Farbwiedergabe ist neutral, die Kontraste ziemlich gut, schon bei offener Blende. Das Canon ist bei F1,4 deutlich weicher und hat mit chromatischen Abberationen zu kämpfen. Das Bokeh des Sigmas hat schöne, kreisrunde Zerstreukreise und wirkt sehr homogen. Besonders hinsichtlich des Bokehs ist es dem Canon-Pendant überlegen. Das Objektiv könnte also ein perfektes Portrait-Objektiv an einer Crop-Kamera sein.
Damit kommen wir zur negativen Seite. Der Autofokus des Objektivs war bei mir vollkommen unbrauchbar. Im Nahbereich, ab der Naheinstellgrenze bis zu etwa fünf Meter Motivabstand, hatte das Objektiv einen extremen Frontfokus; d.h. die Schärfeebene lag erheblich vor dem anvisierten Objekt. Bei einem Objekt in 2 Meter Entfernung lag die Schärfeebene beispielsweise rund 30 cm vor dem eigentlichen Objekt. Damit war das Hauptmotiv natürlich bereits vollständig im Unschärfebereich. Der Autofokusfehler verringerte sich mit steigendem Motivabstand, was eine AF-Korrektur in der Kamera unmöglich machte, da der Fehler sich mit dem Motivabstand veränderte. Zudem reichte die Korrekturskala der Kamera nicht aus, um den Fehler herauszukorrigieren.
Natürlich kann so ein Fehler auch an der Kamera liegen, daher probierte ich das Objektiv an einer weiteren Kamera. Das Ergebnis war allerdings dasselbe.
Zum Glück ist bei Amazon die Rückgabe kein Problem, also habe ich das Objektiv zurückgeschickt. Eine Ersatzlieferung kam sehr schnell. Klasse Service von Amazon.
Leider war beim zweiten Objektiv dasselbe Problem. Also habe ich auch dieses zurückgeschickt.
Da ich die Suche nach einem funktionierenden Objektiv aber nicht aufgeben wollte, da mich die Bildqualität so begeistert hatte, versuchte ich es noch bei einem ortsansässigen Händler. Der hatte zwei von den Sigma-Objektiven da, die ich ebenfalls auf meiner EOS 7D ausprobierte. Und wieder derselbe Fehler. Daraufhin haben wir die Sigma-Objektive des Händlers noch auf einer EOS 7D und einer EOS 50D des Händlers ausprobiert und auch auf diesen beiden Kameras trat der Fehler auf. Zwei gegentestete Canon 50 1,4 funktionierten dagegen perfekt. Was soll man dazu sagen?
Letztlich habe ich mir dann ein defektes Sigma 50 1,4 gekauft und dieses sofort zu Sigma eingeschickt. Es bleibt abzuwarten, was dabei herauskommt.
Wer sich dieses Objektiv kauft, muss zumindest damit rechnen, es auf jeden Fall sofort zum Service von Sigma schicken zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit, ein brauchbares ab Werk zu bekommen, scheint nach meinen Erfahrungen eher gering zu sein. Eine anschließende Recherche in den einschlägigen Internetforen bestätigte meine Befürchtungen, denn meine Erfahrungen hatten offenbar schon zahlreiche andere Käufer des Sigmas vor mir gemacht.
Nichts destotrotz hoffe ich jetzt auf eine erfolgreiche Justage seites Sigma.

Update: Das Sigma kam nach knapp zwei Wochen von der Justage zurück. Da es auf sämtlichen Kameras dasselbe Fehlverhalten gezeigt hatte, habe ich es zunächst ohne Kamera eingeschickt.
Nach der Justage hat es im Nahbereich immernoch einen deutlichen Frontfokus (wieder mehrere Kameras getetet). Ab ca. 3 bis 4 Metern Entfernung beginnt er sich zu relativieren und wird bei großer Entfernung langsam zu einem Backfokus. Insgesamt hat das Objektiv also nur einen kleinen Entfernungsbereich, in dem es ohne manuelles Überdrehen des Autofokus oder ohne Feinjustage korrekt scharfstellt. Immerhin reicht jetzt die Korrekturskala in der Kamera aus, um einen Korrekturwert einzugeben, der für normalen Portraitabstand funktioniert. Alles was drunter oder drüber ist, muss beim Fotografieren manuell nachgestellt werden.
Auf Nachfrage behauptet Sigma nun, dass dies an der Kamera liegt und ich die Kamera mit zur Justage einschicken soll. In diesem Fall kann man, so Sigma, das Objektiv in Abhängigkeit vom Motivabstand an die Kamera anpassen. Nun muss ich das Objektiv also nochmals mit der Kamera zusammen einschicken.

Update: Das Objektiv war jetzt mit Kamera zusammen bei Sigma. Statt das Objektiv nun endlich an die Kamera zu justieren, haben sie es gegen ein anderes ausgetauscht, welches denselben Fehler aufweist.

Update: Ich habe das Objektiv beim Händler zurückgeben können. Er räumte ein, dass er speziell bei Canon häufiger Probleme mit dem Objektiv hat und er versteht nicht, warum Sigma das nicht in den Griff bekommt.
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am 7. Januar 2009
Auf dem Amazon.com - Blog von Ryan Brenizer las ich die erste Rezension dieses Objekives. Nach diesem Test bestellte ich das Glas hier und setzte es seit ca. einem Monat an meiner D700 ein.

Im Vergleich zu dem (alten) Nikkor 50 mm f/1.4 ist dieses Glas zwar größer, aber leiser und es bewegt sich außen nichts, so daß ich das Objektiv endlich mit der linken Hand halten / abstützen kann.

Ich schieße praktisch nur ganz offen (also bei f/1.4) und mag den Schärfeverlauf und das Bokeh sehr.

Für mich ist dieses Objektiv sein Geld wert und es inspiriert zu außergewöhnlichen Bildgestatungen. Ob es besser oder schlechter als das neue Nikkor 50 mm f/1.4 AF-S ist, kann ich nicht beurteilen.

Der sehr hohe Konstruktionsaufwand bei diesem Sigma deutet darauf hin, das dieses Sigma Objektiv dem neuen Nikon ebenbürtig oder überlegen sein kann. Ein Vergleichstest im Internet steht nch aus und wird für Unentschiedene hoffentlich hilfreich sein.

Ich würde dieses Objektiv jederzeit wieder kaufen.
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am 12. Januar 2010
Nach langem hin und her zwischen dem älteren Canon 50 1,4 und dem Sigma 50 1.4 habe ich mich damals letztendlich für das Sigma entschieden. Gründe dafür ist die nachgewiesene bessere Abbildungsleistung sowie die bessere Verarbeitung. Nach längerer Zeit kann ich nun gut sagen das ich mit dem Objektiv voll und ganz zufrieden bin. Wie auch viele andere musste auch ich das Objektiv auch zur Justierung schicken, damit ich von der Bildqualität vollkommen überzeugt wurde.

Und nun eine kleine Geschichte: Ich habe das Objektiv erst nach knapp einem Jahr justieren lassen - Weshalb? Weil ich auch erst dann richtig bemerkt habe, dass das Objektiv einen Fehlfokus hatte. An dieser stelle möchte ich bemerken das ich nicht zu den Leuten gehören die sich ständig mit Testcharts verrückt machen, im Gegengenteil - ich habe bisher noch nie einen Testchart abfotografiert. Ich war mit der Qualität bei 1.4 vollkommen zufrieden, für mich war es in Ordnung und irgendwie auch normal dass das Objektiv bei einer so starken Offenblende ein ganz klein wenig kontrastarmer abbildet - dazu kommt das es mein erstes Objektiv mit so einer hohen Lichtstärke war und ich keinen Vergleich hatte. Jedenfalls war ich bis dahin schon von dem Objektiv überzeugt. Irgendwann habe ich mir die 5D MKII zugelegt und irgendwann habe ich mal aus Langeweile mit der Feinjustierung gespielt, und plötzlich habe ich gemerkt das sich die Bildqualität besonders bei 1.4. ein Stück verbessert hat. Liveview und 10-Fache Vergrößerung machen so einiges Sichtbar was man durch manuelles Scharfstellen raus finden konnte. Von da ab war mir klar dass das Objektiv eingeschickt werden muss, was ich auch sofort getan habe. Und siehe da, das Objektiv bildet nun noch besser ab, obwohl ich vorher schon recht zufrieden war. Natürlich war wohl diese Fehljustierung minimal, aber es war es auf jeden Fall wert das Objektiv ein zuschicken, besonders wenn es beim ersten mal sowieso kostenlos ist. Also wer sich das Objektiv kauft, und möglicherweise mehr Erwartet und das nicht bekommt... es könnte sich da wohl um eine Fehljustierung handeln. Falls das vorkommt, sollte dies aber auch kein Grund für eine schlechte Rezension hier sein! Wenn das Objektiv korrekt justiert ist, bildet es wirklich hervorragend ab.

Das Objektiv ist hervorragend verarbeitet, was ein weiterer Grund war, weshalb ich es dem Canon vorgezogen habe. Der Fokusring lässt sich angenehm und gleichmäßig aber nicht zu leicht drehen. Die Streulichtblende schnappt perfekt ein und lässt sich schnell und einfach auf- und abmontieren. Was ich ebenfalls sehr zu schätzen weiß ist, das sich bei diesem Objektiv die Baulänge nicht ändert. Es fokussiert dank HSM schnell und leise und besitzt FTM (Full Time Manual) womit man bei eingeschaltetem AF jederzeit manuell in die Fokussierung eingreifen kann. Zudem besitzt das Sigma 9 Blendenlamellen (Canon 8) was vermutlich ein Grund für das cremigere Bokeh ist.

Ich war schon oftmals Dankbar wenn ich das Objektiv auf schlecht beleuchteten Konzerten dabei hatte, da bin ich teilweise schon mit F1.4 und ISO3200 an die zeitlichen Grenzen gekommen. In solche Situationen habe ich schon sehr oft fast nur mit 1.4 fotografiert und bin mit der Leistung des Objektives wirklich zufrieden. Besonders am Vollformat finde ich das eine sehr interessante Brennweite was mich hin und wieder auch dazu bewegt, nur mit diesem einem Objektiv auf meiner 5D MKII aus dem Haus zu gehen. Und dabei erwische ich mich öfters wie ich mit 1.4 die wunderbare Freistellung entfache :-)

Kurzgesagt: Mir war es der Aufpreis zum Canon allemal Wert, auch das höhere Gewicht akzeptiere ich da gerne.
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am 8. Dezember 2014
Ich habe mich anfangs ein bisschen am Gebrauchtmarkt umgesehen, da mich diese Linse mit den Daten sehr interessiert hat. Ich habe es hier auf Amazon gekauft, da ich immer wieder über AF Probleme gelesen habe. Das Risiko eines gebrauchten Sigmas war mir einfach zu groß und da es in Wien und Umgebung sowieso kein attraktives Angebot gegeben hat viel mir das dann schließlich noch leichter. Ich habe bis jetzt ein altes 50mm 1.8d benutzt, da ich nie die Notwendigkeit gesehen habe auf die neue G Version oder gar auf Nikons 1.4G umzusteigen.

Erfahrungsgemäß gibt es ja wirklich wenige Linsen, welche schon richtig scharf bei der größten Blendenöffnung abbilden, meist muss man 1-2 Blenden runter gehen damit alles gut arbeitet. Schwammige Bilder mag ja schließlich niemand haben.. Ich habe mir allerdings bis jetzt recht viele Prime's angeschafft für meine D800, eigentlich fast nur - ich arbeite im Fashion, Beauty und Produkt Bereich und eine Zoomlinse ist da für meinen Geschmack wirklich nicht notwendig auch wenn gleich die Fototasche etwas schwerer ist. Abbildungsleistung ist mir einfach wirklich wirklich wichtig und die ist bei den Prime's eigentlich immer einen Ticken besser als bei Zooms. Schließlich ist mein Objektivpark jetzt recht ordentlich gestaltet und nachdem ich meist mit 50mm und 85mm fotografiere habe ich mich eben ungeschaut, ob man da noch mehr rausholen kann mit den diversen Modellen... Und auch wenn ich etwas skeptisch war bei dem Kauf des Sigmas - für mich gibt es derzeit kein besseres in diesem Preissegment! Ich habe es ausgepackt und war einfach begeistert.

Kein AF Problem und das habe ich sehr ausgiebig getestet wenngleich ich auch kein Pixelzähler bin. Die Linse liegt gut in der Hand, hat ein solides Gewicht und in meinem Fall einen recht treffsicheren AF. Das Design und die Verarbeitung des Gehäuses kann vielleicht nicht mit dem ART Modell mithalten aber das braucht es meiner Meinung auch garnicht, da wir da in einer komplett anderen Preisklasse unterwegs sind. Ich rede jedoch nur von der Verarbeitung, denn ob der AF schneller oder langsamer, lauter oder leiser ist spielt für mich und meinen Anwedungsbereich überhaupt keine Rolle! Für mich zählt das Ergebnis und das ist bei der Linse ab 1.4 schon super scharf und bei spätestens 1.8 perfekt.

Ich kann mich auch ehrlich gesagt nicht über das Geräusch des AF beschweren.. Ich empfinde ihn eigentlich als sehr dezent bis kaum wahrnehmbar.

Und die AF Probleme, welche die Linse an manch einer Kamera hat besonders bei den Canon Modellen würde ich nicht nur dem Sigma in die Schuhe schieben. Habe mittlerweile schon sehr oft auch von Fachkräften gehört, dass Canon nicht so gerne Einblick in die Messtechniken und Protokolle ihrer AF-Systeme gibt und auch gerne mal Kleinigkeiten umstellt mit Firmware Erneuerungen. Wie auch immer da begebe ich mich jetzt auf ein Spekulationen. Aussagekräftig ist für mich ausschließliche was die Linse abliefert an meiner Nikon D800 und das überzeugt mich schwer.

Wer gerne mit einer 50mm Brennweite Arbeit und wertlegt auf tolle und scharfe Abbildungsleistung sollte dieses Teil auf jeden Fall mal testen. Wenn man sich ansieht was es derzeit von Nikon selbst gibt in diesem Bereich, dann kann man auch ruhigen Gewissens die ca. 400,- auf den Tisch legen.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Juni 2012
Lange habe ich über den Wechsel vom Canon 50mm 1.8 zur lichtstärkeren Version von 1.4 nachgedacht. Die ausschlaggebenden Gründe waren hier der etwas langsame und laute AF und das oft unruhige Bokeh des kleinen Canons.
So stand letztlich die Wahl zwischen dem Canon 50mm 1.4 und dem Sigma 50mm 1.4 an. (Das Canon 50L könnte zwar auch als Alternative genannt werden, war für mich jedoch einfach nicht im Budget inbegriffen).
Hier nun meine Erfahrungen mit dem Sigma (getestet wurde die Linse an einer Canon 60D):

ERSTER EINDRUCK:

Wer Sigma kennt, der kennt i.d.R. auch die ausgezeichnete Verarbeitungsqualität. So auch beim 50mm f/1.4 (das meine dritte Sigma Linse ist) - hier klappert nichts, die Materialien fühlen sich wertig an und auch die Schalter für den AF/MF fühlt sich wertig an und machen nicht den Eindruck, als ob er sich gleich verabschieden wolle. Beim Auspacken viel mir sofort das Gewicht des Objektivs auf. Wenn man das Canon 50mm 1.8 gewöhnt ist, dann ist der Gewichtsunterschied deutlich spürbar. Empfunden habe ich das größere Gewicht beim fotografieren jedoch weder als hinderlich oder zu schwer. Nach kurzer Gewöhnungsphase liegt die Kamera samt Objektiv ruhig und ausgeglichen in der Hand.
Erfreulich ist auch, dass beim Sigma eine gut gepolsterte Tasche, in der die Linse sicher verstaut werden kann und eine Gegenlichtblende mitgeliefert werden. Bei Canon sucht man das leider vergeblich, kauft man kein Objektiv der L Klasse.

ABBILDUNGSLEISTUNG:

Kommen wir nun zu den wichtigen Punkten, die mich zum Wechsel bewegt haben. Zunächst ist hier einmal positiv über die Abbildungsleistung des Sigmas zu berichten. Die Bilder werden sehr detailreich dargestellt ' auch wenn man hinein zoomt (Hier konnte mich das von mir getestete Canon 1.4, auch im Vergleich zum 1.8, nicht überzeugen ' die Bilder wiesen im direkten Vergleich weniger Klarheit und Details auf).

Die Farbwiedergabe empfinde ich bei Sigma sehr angenehm, so werden die Farben zwar lebendig wiedergegeben, allerdings nicht völlig übersättigt. Die Farben erscheinen in einem warmen Ton. Wem das zu viel ist, der kann nachträglich auch per Software entsättigen bzw. per Picture Style der Kamera. Mir kommt das für meine Art der Fotografie jedoch sehr gelegen. Bei Canon dagegen erscheinen sie etwas neutraler zum Teil auch flauer.

Der Kontrast war ebenfalls sehr gut, auch bei Gegenlichtaufnahmen konnte das Sigma 50mm 1.4 eine gute Figur machen und Gegenstände waren deutlich erkennbar.

Chromatische Aberrationen (Farbsäume) waren in Gegenlichtsituationen dennoch zu vernehmen (gerade bei Offenblende). Aber auch diese lassen sich mit geeigneter Software entfernen und stellen für mich kein größeres Problem dar.

SCHÄRFE:

Die Schärfe bei Offenblende ist bei meinem Exemplar in Ordnung. Zwar ist es im Nahbereich etwas weich, aber das hatte ich bei einer Linse mit dieser Lichtstärke fast erwartet. Auch das Canon zeigt hier leichte Schwächen. Blendet man dagegen ab (etwa Blende 1.8) ist die Schärfe des Sigmas absolut überzeugend und ich kann mir ein nachträgliches Nachschärfen per Software in den meisten Fällen sparen.

BOKEH:

Für mich der entscheidende Kaufpunkt, der mich zum Wechsel bewogen hat und bei dem das Canon 50mm 1.4 schlichtweg den Kürzeren zog (wobei diese Einschätzung natürlich sehr subjektiv ist und von Käufer zu Käufer variieren kann).

Für Käufer, die mit diesem Begriff nicht viel anfangen können, hier eine kurze Definition: Bokeh (von jap. '' boke 'unscharf, verschwommen')[1] ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff, um die subjektive, ästhetische Qualität von unscharfen Gebieten in einer fotografischen Abbildung zu kennzeichnen, die von einem Objektiv projiziert werden. Es geht dabei nicht um die Stärke der Unschärfe, sondern darum, wie die Unschärfebereiche aussehen. (vgl. Wikipedia "Bokeh").

Das Bokeh des Sigmas kann als sehr ruhig und cremig bezeichnet werden. Störende Bildelemente lässt es zuverlässig verschwimmen und lenkt den Blick auf das Wesentliche im Bild. Auch bei eher schwierigem Hintergrund mit vielen Störelementen, weiß das Sigma zu überzeugen. Bei meinen Tests hat es durchweg besser abgeschnitten als die beiden Canons.
Zugute kommen dem Sigma dabei auch die 9 Blendenlamellen, wo hingegen Canon nur 6 Lamellen nutzt. D.h. für das Fotografieren, dass auch beim Abblenden der Linse Lichtpunkte noch kreisrund dargestellt werden, wo das Canon zur Darstellung von eckigen Lichtpunkten neigt.

DER AF

Bei Sigma und seinen Käufern wohl das größte Sorgenkind. Immer wieder hört man in Verbindung mit Canon von Frontfokus oder Backfokus Problemen beim Sigma.
Von Backfokusproblemen kann ich bei meinem Exemplar nicht berichten, jedoch von einem Fronfokus bei Offenblende von ca. 0,5 cm -1cm im Nahbereich. Hier lag der Fokus schon manchmal daneben und ich musste nachjustieren. Auf die Entfernung (ab 1,5m) passt dieser jedoch auch bei Offenblende hervorragend.
Generell habe ich den Eindruck, dass der AF meines Sigmas hin und wieder eine Diva ist. So schafft es die Linse hin und wieder nicht beim ersten Versuch oder aus einem bestimmten seitlichen Winkel das Motiv scharf abzubilden, fokussiert man dagegen erneut, ist das Bild scharf (eigene Verwackler hierbei ausgenommen).
Hier muss klar gesagt werden, dass das Canon beim Thema AF der wesentlich zuverlässigere Begleiter ist.
So habe ich einige Zeit gebraucht, mich mit dem Verhalten des Sigmas anzufreunden. Mittlerweile gelingt mir das jedoch gut und der Ausschuss der Bilder wurde deutlich minimiert. Damit will ich sagen: dass man sich Zeit für diese lichtstarke Festbrennweite nehmen sollte, um einen möglichen Fehlfokus von dem eigenen Verschulden ausschließen zu können (wobei ich hier keinesfalls bestreiten möchte, dass es nicht auch an der Linse liegt, die schlicht falsch fokussiert und davon hatte ich schon ein paar).
Erfreulich ist auch, dass während des AF Betriebs manuell eingegriffen und nachfokussiert werden kann. Für mich eine gute Lösung zum zickigen AF (wobei ich häufig auch direkt manuell fokussiere).
Die Geschwindigkeit und die Lautstärke des Sigmas sind für meine Zwecke absolut in Ordnung. Im Gegenzug zum Canon 50mm 1.8 ist das Sigma sehr zügig was das fokussieren angeht. Ein Pumpen des AFs, wie ich ihn vom kleinen Canon kenne, ist mir seitdem nicht mehr aufgefallen.
Abschließend bleibt zum Thema AF zu sagen, dass die Freude an der sonst schönen Linsen dadurch etwas getrübt wurde. Die EX Qualität, wie ich sie von meinem alten 28-70 2.8 EX kenne, konnte daher nicht in vollem Umfang überzeugen.
Hierfür gibt es letztendlich auch einen Punkt Abzug bei der Bewertung.
Gerade weil das Objektiv zur Profilinie EX zählt, sollte man hier schon erwarten dürfen, ein funktionierendes Objektiv nach dem Kauf zu bekommen - ohne es erst zur Justage schicken zu müssen.

FAZIT:

Abbildungsleistung, Farbwiedergabe und Bokeh haben mich letztlich dazu bewogen das Sigma dem Canon vorzuziehen. Hier überwiegen für mich die Vorteile für meine Art der Fotografie zu sehr, als das ich die Linse aufgrund der AF Probleme zurückgegeben hätte. Hier muss also jeder Käufer letztlich selbst entscheiden, welchen Faktoren er den Vorzug gibt. Bedenkt man den Schwachpunkt AF und weiß ihn auszugleichen bzw. zu korrigieren, liefert Sigma einen leistungsstarken und lichtstarken Begleiter für die Fototasche.
Von mir gibt es, nach einer längeren Eingewöhnphase, 4 von 5 Sternen für das Sigma.
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am 14. März 2011
Aktualisierter Text (März 2012):
Das Sigma 50 mm 1.4 zum 2. Mal gekauft, angeschraubt an die Nikon D3s und ... ich bin jetzt noch begeistert. Mag die Kamera mit diesem Objektiv nicht mehr vom Auge nehmen. Was ist geschehen? Vor ca. 1 Jahr hatte ich bereits einmal so ein Objektiv getestet (siehe den Teil "ursprünglicher Text" weiter unten). Hatte - wie ich aus heutiger Sicht weiß - wohl ein Exemplar mit eigenen Eigenschaften bzgl. der Schärfe ab Blende 2.0. Aber viel Unschärfe bei 1.4 bis 1.8. Irgendwie hat es mich jetzt im beginnenden Frühling 2012 gereizt abermals einen Versuch mit diesem Objektiv zu starten. Denn ich bin begeistert von dem Sigma 85mm 1.4 am Vollformat und gehe in meiner persönlichen Fotoentwicklung immer mehr dazu über mich auf wenige wesentliche Aspekte der Motivgestaltung zu konzentrieren: Licht, Hintergrund, Bildwirkung, Nähe = Dabeisein. Und das Bokeh hat sich als eines der mir persönlich hoch wichtigen Stilmittel herauskristallisiert. Gegenüber dem Sigma 85mm 1.4 bietet das 50er 1.4 einen breiteren Bildwinkel, einen deutlich engeren Nahbereich, eine geringfügig höhere Vergrößerung, die - mit dem 500er Achromat von Canon - herrliche Makros ermöglicht. Der Einsatz des 50ers mit Offenblende kann also ein weiteres Spektrum an fotografischen Möglichkeiten eröffnen. Der Wunsch wurde stärker es abermals mit diesem Objektiv zu versuchen, denn liest man all die vielen Foren in Ruhe durch, fällt schnell auf, dass das Sigma 50 mm 1.4 am Vollformat als ausgesprochen cremig gilt. Ansonsten sind die Aussagen vieler Nutzer widersprüchlich, was ich in meinem ursprünglichen Text persönlich bestätigen konnte. Der jetzige 2. Versuch mit diesem Objektiv, einem anderen Exemplar als vor einem Jahr, lässt mich schier sagen, dass ich meine persönliche Traumlinse gefunden habe. Ich gebe es nicht mehr her. Dieses Exemplar des Sigma 50mm ist bereits bei Blende 1.4 knackscharf und das Bokeh ist sowas von Weich, dass man prompt den weichen Schaum eines wohlschmeckenden und ebenso riechenden Espressos vor sich sieht, spürt, schmeckt, riecht. Eine Traumlinse, wenn man genau sowas sucht: die Bildwirkung, die von wenigen Elementen lebt, ein cremiges Bokeh, welches vom Hauptmotiv weggeblendet wurde und damit fast selbst zum Hauptmotiv geworden ist. Ein Eindruck wie ich ihn nicht mehr missen möchte. Ein Objektiv welches mir neue Möglichkeiten eröffnet. Und ein Objektiv, welches zeigt, nicht beim ersten Mal aufzugeben, sondern einen neuen Versuch mit einem neuen Exemplar zu wagen und sich positiv überraschen lassen. Übrigens, ich habe Null-Komma-Null irgendeine Bindung, Koperation oder sowas zu oder mit Sigma oder sonstwem. Bin da ganz frei von irgendwelchen Zwängen, Bindungen, Partnerschaften. Stehe an sich eher auf Originalobjektive und das wären bei der D3s auch Nikonobjektive. Wer jedoch seine fotografischen Möglichkeiten durch spezielle Bildgestaltung mittels Hintergrund und Bokeh entwickeln möchte, sollte sich ruhig mal die Zeit nehmen ein oder zwei Sigma 50 mm 1.4 oder 85 mm 1.4 in die Wahl der Betrachtung zu nehmen. Es ist ein Gewinn. Vergaß ich was? AF Fokussierung, das auf den Punkt bringen... alles Stärken dieses Objektivs. Was? Es soll zu schwer sein und klobig? Niemals, wenn man sieht was man damit an freien Gestaltungsmöglichkeiten hat. Und ehrlich: wer wie ich eine D3s immer dabei hat, quasi damit verheiratet ist und sie selbst nur schweren Herzens abends neben (und nicht in) das Bett legt, knabert doch nicht an ein paar Gramm Objektivgewicht herum. Hammerlinse (!!!), die jeden, wirklich jeden Eurocents mehr als doppelt wert ist.

Ursprünglicher Text:
Fünf Tage konnte ich das Sigma 50mm, 1.4 an Nikon D3s, D700 und D7000 testen. Hätte es gerne behalten, habe mich dann doch entschieden es zurückzugeben.
Es war geplant dieses lichtstarke Objektiv an einer ebenso ISO-starken Kamera gerade im av. L-Bereich einzusetzen. Die Erwartung, dass die Offenblende wirklich auch zu guten Bildresultaten führt, wurde nicht bestätigt. An allen 3 Kameras waren die Bildeindrücke mit Blende 1.4 und 1.6 sehr weich, eher unscharf. Blende 1.8 ist recht scharf, ab 2.0 knackscharf. Gerade aber die Offenblenden 1.4 und 1.6 sind für meine Art der av.-L.-Fotographie (fotographiere viel Tiere, Natur im Dämmerungsbereich) wesentlich. Leider ist das mir vorliegende Exemplar des Sigma 1.4 50mm - wegen der Schwächen im Bereich 1.4 und 1.6 - nicht brauchbar (im Gegensatz zum 85er 1.4 von Sigma, welches bereits bei 1.4 knackscharfe Resultate produziert). Natürlich hat es seinen Einsatz ab 1.8, nur ist es dann mit dem 1.8 50mm D von Nikon vergleichbar; denn dieses Nikon-Objektiv ist (anders als man in verschiedenen Foren liest) bei meinem Ex. mindestens genauso scharf wie das vorliegende Sigma bei gleicher Blende. Das Nikon hat nur ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem Marktpreis von knapp über 100 Euro.
Die Handhabung (Gefühl des Objektivs in der Hand plus Umgang damit) des 50er von Sigma ist ausgezeichnet, das Bokeh überragend (bei 1.8 und 2.0 jedoch nicht sehbar besser als bei dem Nikon 1.8 D), nur bei 1.4 und 1.6 scheint das ganze Bild vom Motiv softig in das Bokeh überzugehen. AF ist treffsicher (zumindest an den von mir berücksichtigten Kameras) auch in Lichtgrenzsituationen, Front-, Backfokus wurden nicht festgestellt.

Sollte ich irgendwann noch mal die Gelegenheit haben ein Sigma 50mm, 1.4 zu testen und es würde bereits scharf zeichnen bei 1.4, wäre es eines meiner Wunschobjektive. Dann würde auch die Bewertung zu einer maximalen Punktzahl führen, zwangsläufig.

Übrigens kurze Anmerkung zu einem Vergleich zum Nikon 50mm, 1.4 AF-S G. Dieses Objektiv hatte ich bereits 2010 getestet. Es zeigte keine Vorteile (in Bezug auf die Bildqualität) gegenüber dem Nikon 50mm 1.8 D, sodass es ebenfalls relativ schnell wieder verkauft wurde.

Letztendlich habe ich noch in dieser Brennweite kein besseres Objektiv gefunden und eingesetzt als das 50mm 1.8 D, welches schlichtweg das beste Preis-Leistungs- und Handhabungs-Gewichts-Verhältnis aufweist.

Das war der ursprüngliche Text, den ich als solchen auch belasse, da man so am besten die Entwicklung sehen kann. Und warum soll man an etwas geschriebenem herumschrauben.

Die Schlussfolgerung ist: ruhig mehrere Male probieren. Es lohnt sich. Die Bildresultate sind über alle Zweifel erhaben. Es macht riesen Spaß mit dem Sigma 50 mm 1.4.
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am 20. Februar 2013
Genau das was ich gesucht habe, habe ich hier gefunden, wirklich ein Traum von Linse .
Der Focus sitzt selbst bei f 1.4 auf den Punkt genau, die Schärfe ist gut und ab f 2 spitze,
sprich der schlechte Ruf in Sachen Autofocus den Sigma im Forum schon mal hat,
kann ich hier definitiv nicht bestätigen , Focus ist schnell und sitzt.
Bildeindruck, Farbe und Bokeh..................sind ein Traum.

Verarbeitung, Optik und Anfass-Gefühl sind auf höchstem Niveau,
kann ich nur noch sagen danke Sigma, danke an Amazon für den schnellen Service
und eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Nachtrag

Nach 2 Wochen Dauereinsatz, immernoch top !
Autofocus ist treffsicher und sehr flott !
F 1.4 beeindrucken mich immer wieder.

Würde ich jederzeit wieder kaufen.
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am 27. Dezember 2010
Sigma bietet mit der 50mm 1,4 DG EX ein Objektiv, das seine exzellenten Testresultate oft nicht bestätigen kann.

Ich habe ein Exemplar mit Canon Anschluß erworben. Leider war mit Autofokus praktisch kein Bild scharf, egal ob im Nahbereich oder auf unendlich. Das Objektiv hatte einen massiven Frontfocus von ca. 3 cm bei einem 70 cm entfernten Objekt, was bei der geringer Tiefenschärfe bei Blende 1,4 deutliche Unschärfe verursacht. Manuell fokussierte Bilder waren besser, aber dafür habe ich das Objektiv nicht gekauft. Ich habe im Fotoladen (es war nicht über Amazon bestellt) noch drei weitere Exemplare getestet: Eines hatte ebenfalls einen deutlichen Fehlfokus, das nächste war brauchbar, aber nicht auf dem erwarteten Niveau (ein weniger kritischer Kunde würde sich möglicherweise zufrieden geben, hat aber dann deutlich zu viel für durchschnittliche Leistung bezahlt), erst das vierte Objektiv war einwandfrei.

Fehlfokussierede Objektive sind bei Sigma leider keine seltenen Ausrutscher. Bei diesem Preis könnte man eine sorgfältige Endkontrolle erwarten. Sigma nimmt nach Aussage meines Händlers aber keine Endkontrollen vor. Ich fotografiere seit über 15 Jahre mit mehreren Canon SLRs und Objektiven. Ich kann die Canon-Objektive problemlos zwischen den Gehäusen tauschen. Ich nutze auch heute sowohl Digital als auch Diafilm. Die Aussage Sigmas, dass man eben solche lichtstarken Objektive individuell auf ein Gehäuse justieren muss, möchte ich in das Reich der Mythen verweisen. Bei einem Original-Canon ist mir so etwas noch nie passiert.

Zugegeben, ein exakt justiertes Exemplar ist ein Top-Objektiv. Es ist bei Offenblende schärfer als das Canon 50mm 1,4. Die Kombination aus der knackigen, kontrastreichen Wiedergabe und einem herrlich weichen und ruhigen Unschärfe-Bereich bei Offenblende ist die große Stärke des Sigmas. Wer kreativ mit selektiver Schärfe gestalten will findet hier ein interessantes Objektiv. Wer "nur" ein lichtstarkes Standard-Objektiv sucht, ist mit dem Canon 1,4er wohl besser beraten. Leicht abgeblendet schwinden die Schärfe-Vorteile des Sigmas schnell dahin.

Das Sigma ist im Vergleich zum Canon 1,4er deutlich teurer, schwerer (mit ca. 500 g kein "immer-dabei" Objektiv mehr) und hat ein 77 mm Frontgewinde, was teure Filter bedeutet. Einen schlechteren Wiederverkaufswert muss man beim Sigma auch fürchten. Die Anschaffung sollte wohlüberlegt sein.
Für den Kauf im Versandhandel ist so eine Qualitäts-Streuung einfach nicht tragbar. Ich habe mein Exemplar bei einem Laden in der Zweibrückenstr. in München gekauft und getestet. Auch bei dem vorbildlichen Retourenservice von Amazon kann man keinem zumuten, vier Exemplare (plus ggf. das Original-Canon als Referenz) sich zuschicken zu lassen. Mein erstes hat der der Händler mit der Aufschrift "Extremer Frontfokus" versehen und den Worten "wir bereiten eh gerade eine große Rücksendung an Sigma vor" beiseite gestellt.

Fazit: Sigma ist ein exzellentes optisches Design gelungen, umso mehr ist es schade, dass der Kauf ein Lotterie-Spiel ist.
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am 13. August 2008
... nach einigem hin und her hab ich mir für eine Festbrennweite entschieden und muss sagen es war die beste die ich je gemacht habe. Ich hatte zwar ein wenig bedenken wegen Back oder Front-Fokus bei der Linse jedoch habe ich mein Objektiv einem Test unterzogen und muss sagen das es super fokussiert.

Pro:
-die Baulänge ändert sich nicht wie beim Canon-Objektiv mit 50mm und Blende f1.4
-das Objektiv fokussiert leise und schnell
-schöne Schärfe auch bei offen Blende f1.4

Kontras:
-eigentlich gibt es keine Kontras :-)
-nur durch geringe Tiefenschärfe bei Blende f1.4 schnell unscharfe Bilder bei unsicherem Stand (bedarf also ein wenig Übung)

Fazit:
...für mich neben meinem 18-50 und 50-150 ein echt super Objektiv, könnte fast mein Lieblingsobjektiv werden... weil bei geringem Licht noch schöne Bilder ohne Blitz möglich sind. Ich würde es mir immer wieder kaufen. Es steht sogar die Überlegung an das 30mm f1.4 noch in meine Sammlung aufzunehmen, jedoch nicht in all zu naher Zukunft.
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