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am 22. Mai 2013
Aus irgendeinem unerfindlichen Grund schafft es Weinberg einfach nicht ganz an die Oberfläche. Obwohl in Bregenz und Deutschland seit geraumer Zeit mit grossem Erfolg seine Werke aufgeführt werden, bleibt er - der polnisch-sowjetische Grenzgänger - eine Randerscheinung. Diese CD zeigt exemplarisch, wie schade dies ist. Die Konzerte für Flöte und für Klarinette sind wunderschön, aber der ganz grosse Wurf ist hier die Fantasia, das Cellokonzert (nicht sein einziges). Dieses Cellokonzert gehört für mich zu den Allerschönsten, voller Sehnsucht, Klangsinnlichkeit und Stimmigkeit. Für Liebhaber von Cellokonzerten daher dringend empfohlen.
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am 20. November 2008
Mieczyslaw (Moishei) Weinberg / Vainberg (1919-1996) wurde in Warschau geboren. Bereits als Kind musizierte er dort, später studierte er Klavier am Warschauer Konservatorium, aber 1939 floh er vor der deutschen Okkupation, und lebte fortan in Sowjetunion. In Minsk besuchte Weinberg die Kompositionsklasse von Vasilij Zolotarjow (1872-1964), einem der Schüler von Rimskij-Korssakoff ; Mahler und Prokofjew wichtige Vorbilder für sein Schaffen waren. Schostakowitsch hatte inzwischen die Partitur seiner ersten Symphonie gesehen und war von dem Werk beeindruckt. Er lud Weinberg nach Moskau ein, wo dieser als freischaffender Komponist von 1943 bis zu seinem Tode lebte.

Seine Musiksprache war sehr vielseitig, und im bunten Spectrum seiner Palette finden wir sowohl Volkmusikelemente (von polnischer oder russischer, sondern auch von jüdischer und moldauischer Folklore) als auch Zwölftontechnik und "Minimalism."
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