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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Juni 2008
Eine italienische Verfilmung des Bronte Stoffes (Sturmhöhe) der italienischen RAI von 2003, im (möchtegerne)Stile einer BBC Verfilmung, mit satten 200 Min. Laufzeit.

Eine weitere Verfilmung der tragischen und unheilvollen Liebesgeschichte zwischen Heathcliff und Cathy. Heathcliff der als Findling von Cathys gütigem Vater Mr. Earnshaw aus den Elendsquartieren Liverpools mitgebracht wird, lebt fortan an Sohnes statt mit Cathy und deren sechs Jahre älteren Bruder "Ivory" (im Buch heißt er Hindley)auf den Gutshof Wuthering Heights, der auf einer (eigentlich) windgepeitschten Anhöhe im Hochmoor von Yorkshire liegt. Bald werden sich Cathy und Heathclif ihrer Liebe bewusst und dass Ihre Seelen eins sind. Der eifersüchtige und mir Vorurteilen behaftete Bruder macht den beiden das Leben schwer. Nach dem Tod des Vaters eskaliert die Situation und Heathcliff wird von Ivory zum Pferdeknecht degradiert. Dann tritt der reiche und kultivierte Edgar Linton, der im feudalen Herrenhaus Thrushcross Grange residiert, in das Leben Cathys. Heathcliff fühlt sich zurückgestoßen und verlässt Wuthering Heights. Cathy, in der Gewissheit Heathcliff wäre tot, heiratet Linton, der ihr das gesellschaftliche Leben bieten kann, wovon sie geträumt hat. Als reicher Mann kehrt Heathcliff nach Jahren zurück...

Dies ist eine ziemlich verkitschte Variante des Sturmhöhestoffes, welche der literarischen Vorlage von1847, meiner Meinung nach, nicht gerecht wird. Wer sich auf eine werkgetreue Umsetzung der Dialoge und der Handlung gefreut hat, wird maßlos enttäuscht sein. Die, auch für heutige Verhältnisse, modern anmutende und unglaubliche variationsreiche, poetische Sprache, von der Emily Brontes Werk lebt, wird hier nicht umgesetzt. Alles wirkt leicht seicht. Auch im Film wird die Geschichte aus der Perspektive der Haushälterin Nelly Dean und dem fremden Gentleman Lockwood erzählt, der Zuschauer hat aber keine Beziehung zu Ihnen aufbauen können, so kann man nicht wirklich von der perspektivischen Erzählmethode profitieren, aus der sich die Handlung nach und nach entspinnt. Die Gedanken der Erzähler spielen nämlich gar keine Rolle. Stattdessen wird die Metapher der Schicksalhaftigkeit dieser Liebe sehr stark überstrapaziert.
Die enorme Komplexität der Buchvorlage hätte erfordert, dass die Handlungszusammenhänge sorgfältig ausgearbeitet und dargestellt würden. Das wird gerade am Anfang des Filmes versäumt, so dass der gesamte Kontext leider nicht verständlich wird.
So hat man aufgrund der platten Machart in diesem Film weder die Tiefen und schon gar nicht die Abgründe des Buches ausgelotet, noch kann man seine poetische Sprache wiederfinden.

In eisigen Winterbildern, wird die düstere Stimmung der schroffen Moorlandschaft im Hochmoor von Yorkshire, dargestellt. Leider sind die Bilder eher nebelverhangen und etwas graustichig. Epische Landschaftsaufnahmen sind nicht zusehen, es verschwimmt alles etwas im ewigen Winter, Nebel und Schneetreiben, auch wenn der Film extra in Cornwall und Tschechien gedreht wurde, wähnt man sich eher in Sibirien, denn in einer englischen Moorlandschaft. Eigentlich besteht die Landschaft aus Heide (Heath) und felsigem Gebiet (Cliff). Emily Bronte verwendete zahlreiche Metaphern der Natur und der Elemente, somit gehört eine entsprechende Naturdarstellung auch unbedingt in eine Sturmhöheverfilmung. Man mag mich vielleicht für kleinlich halten, aber so sehe ich das nun mal. :-) Wer weiß vielleicht findet eine der nächsten Adaptionen ja in der afrikanischen Steppe statt.
Die Musik dümpelt so vor sich hin und kann keine wirklichen Akzente setzen.
Die Synchronisation macht aber erfreulicherweise einen ganz guten Eindruck und das gibt Grund zur Hoffnung. Dank neuem Synchronstudio sollen die kommenden KSM Literaturverfilmungen endlich ordentlich synchronisiert und untertitelt sein.

Die Schauspieler sind wunderschön anzusehen, vor allem Alessio Boni, der den Heathcliff spielt, ist ein recht Hübscher! Der Hüne mit der dunklen Mähne, eisblauen Augen wird so manches Frauenherz schneller schlagen lassen, ein Heathcliff ist er aber leider nicht. Catherine, gespielt von Anita Caprioli, sieht auch sehr edel aus, so hätte ich mir Schneewittchen vorgestellt. Wobei Catherines Haare und Kleider immer mehr als eine Spur zu elegant wirken, für ein Leben auf dem Gutshof von Wuthering Hights. Die Kostüme sind aber gut gemacht!
Aber die schauspielerischen Leistungen lassen bisweilen wahrlich zu wünschen übrig. Das Protagonistenpaar meistert die Sache einigermaßen ordentlich aber gegen das schlechte Drehbuch können sie leider nicht anspielen. Das Leidvolle und das Pathos wird, von den Schauspielern, für meinen Geschmack zu dick aufgetragen und leider auch bissl hölzern dargeboten. Immer wieder stapft Heathcliff, minutenlang "Catherine!!!" schreiend, durch den Schnee. Spritzige Dialoge wie wir sie aus den BBC Filmen kennen, sind gar nicht zu finden.
Eine schlimme Fehlbesetzung ist meines Erachtens Franco Castellano, der Cathys Bruder Hindley (im Film heißt er komischerweise Ivory), der in seiner erwachsenen Rolle viel zu alt ist. Sein Charakter wird maßlos übertrieben dargestellt. Er ist der ganz und gar böse, dumme und grausame, despotische, spielsüchtige, schwache und eifersüchtige Mann! Da reiht sich einfach ein Klischee an das andere. Während Heathcliff in der ersten Hälfte fast schon zum Heiligen verklärt wird! Geduldig, liebevoll und vom Vater verehrt. Donna Klara! Wer Heathcliff aus dem Roman kennt weiß, dass er jähzornig und gefährlich ist, ja dass er regelrecht satanische Züge trägt. Heathcliffs teuflische Seite kommt erst am Ende des Films ein klein wenig zum Tragen. Letztendlich aber ein sehr zahmer Heathcliff. Man hat eigentlich Mitleid mit dem armen Bub! ;-)
Die Geschichte wird eigentlich über drei Generationen hinweg erzählt, auch darüber geht der Film großzügig hinweg und kürzt die Story pi mal Daumen um die Hälfte.

Fazit: Wer auf pathetische Schmonzetten ala Amy Foster steht, wird hier mit einem netten Film bedient. (Amy Foster ist aber mit echten und atemberaubenden Cornwallbildern und hochkarätigen Nebenrollen viel schöner!)
Puristen oder einfach Bronte-Fans, welche die literarische Vorlage lieben können nur enttäuscht sein und werden, womöglich sogar schreiend, flüchten!
Verglichen mit den Literaturverfilmungen der BBC kommt dieser Film für mich schlechter weg, da er mir einfach zu pathetisch und zu seicht ist. Als Buchverfilmung gebe ich nur 1 Stern.
Ich gebe trotzdem 2,5 Sterne da der Film für sich allein stehend schon unterhaltsam ist und Romantiker mit Sinn für Drama auf Ihre Kosten kommen lässt.

Übrigens: Bald soll es eine weitere (britische!) Sturmhöhe Verfilmung geben, welche 2010 ins KINO! kommen soll. Sowie eine deutlich längere ITV Mini-Serie, welche noch 2008 in England ins TV kommt. Da bin ich aber sehr gespannt.
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am 6. Februar 2009
Ich habe mich richtig gefreut, als ich entdeckt habe, dass Sturmhöhe verfilmt wurde. Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, mein erstes Buch, welches in die Kategorie "Weltliteratur" einzuordnen ist.

Der Film führt den Zuschauer durch wunderschöne Winterlandschaften, tolle Kostüme, kurzum der Film ist wirklich was fürs Auge. Eignet sich auch super zum 2-Tage ansehen, da er auf 2 DvdŽs aufgeteilt ist.

Leider kann ich nicht sagen, dass er getreu dem Roman gedreht wurde. So fehlt beispielsweise eine wichtige Hauptfigur, Hareton, den ich wirklich gerne gesehen hätte. Einige Passagen aus dem Buch tauchen erst gar nicht auf und der letzte Part, in dem über die Junge Catherine geschrieben wurde, fehlen ganz. Der Filmbeschreibung ist zu entnehmen, dass der Regisseur bewusst darauf verzichtet hat, da im Zentrum die Liebesgeschichte von Heathcliff und Catherine stehen sollte. Fand ich persönlich etwas schade, daher nur drei Sterne.
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am 8. Januar 2012
Habe mir gestern den Film angesehen und er hat mich trotz der Längen total
gefesselt.Allein die schauspielerische Leistung verdient die volle Punktzahl.
Auch wenn es vom Buch abweicht tat das diesem Film keinen Abbruch...Geschmäcker
sind ja nun mal verschieden,ich habe ihn mir nicht das letzte Mal angeschaut!
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am 14. November 2013
Ich kenne das Buch nicht und auch - bis jetzt - nur diese eine Verfilmung. Die ist aber super schön, man wird von der Stimmung mitgerissen und die Schauspieler sind alle sehr sehr gut!! Die Geschichte an sich ist sowieso zum mitheulen, aufregen und freuen - super Film für einen Mädelsabend!
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am 8. April 2013
Intrigen, Macht, gute Familie, Standesdünkel- Alles. Sie bekommen sich erst im Tod- heftig. Landschaft trist und immer Schnee und Sturm- halt viel Kalt. Trotzdem Lebensfreude und Gleichtakt der Herzen aber leider nicht von gleichem Stand und die Sicherheit findet man nur wo anders und man wird hin und hergerissen, also die Heldin. Nachvollziehbar irgendwie und gut umgesetzt aber halt leider inkonsequent und für den Haupthelden tragisch sehr, der dann doch nach ihrer Wahl weichen muss und aus Verzweiflung und um sich zu rächen, leider auch noch eine weitere, die in Liebe zu ihn entflammt ist, aber keine Chance hat ihn zu erobern, ins Unglück reist. Eigentlich Unglück überall, weil der gütige Vater zu früh verstirbt ohne gültiges Testament und der angenommene Junge von ihm vom Sohn enterbt wird und als Diener zukünftig gehalten und nun für die Tochter des Hauses nicht mehr tragbar als Ehegatten in Frage kommt. So böse der Bruder, so ausweglos die Liebe der Beiden, aber es könnte gelebt werden, wenn sie nur auch würde wollen so heftig wie er. Wenn da nur nicht die wohlbehüteten Verhältnisse wären, an denen man aber letztendlich auch zerbricht. Großer Roman, großer Stoff und das Zusammenkommen in der anderen Welt wohl denen vorbehalten, die daran glauben wollen, können...
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am 28. Dezember 2008
Ich muss vorwegschicken, dass ich lediglich Jane Eyre, nicht aber Wuthering Heights von Emily Bronte gelesen habe bevor ich den Film ansah. Wer also vermutlich das Buch zuvor nicht gelesen hat, dürfte auch nicht allzu sehr enttäuscht werden. Die Landschaftsdarstellungen im tristen Schnee, und zwar Massen von Schnee wie wir sie in Deutschland (NRW) fast gar nicht mehr kennen, waren eine prima Hintergrundkulisse zur zum Teil recht trüben Filmstimmung. Natürlich kein Vergleich zum Beispiel mit North and South, wo man gleich die typischen englischen Land-/Ortschaften erkennen konnte.
Die Verfilmung derartig tiefgehender Gefühle dürfte immer problematisch sein, aber die für die Hauptrolle gewählten Darsteller, insbesondere Alessio Boni mit "wildem Haar" und seinen wunderschönen blauen Augen fesseln einen Zuschauer sehr wohl.
Die innere Zerrissenheit von Catherine entweder auf ihr leidenschaftliches Herz oder aber die Sicherheit und Geborgenheit im Schoße eines Mannes "von Stand" zu hören, wird - wie ich finde - bravourös umgesetzt.
Natürlich ist es immer subjektiv, ob der Film gefällt oder nicht. Bei mir lebt und stirbt ein Film mit den richtig gewählten Schauspielern, den richtig gewählten Synchronstimmen, einer hervorragenden Filmmusik und nicht nur mit der Umsetzung einer Buchvorlage.
Manchmal ist es vermutlich ratsam, nicht die Buchvorlagen zu lesen ehe man sich an eine neue dvd begibt...
Die Qualität der dvd selbst ist recht gut, obwohl es keine große Sprachauswahl gibt.
Für mich ist die dvd ein Weihnachtskauf-Volltreffer gewesen; insbesondere, da ich von einigen anderen Jane Austen Verfilmungen z. B. enttäuscht wurde.
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am 28. April 2008
Nachdem ich diese DVD der 2004 entstandenen italienischen Verfilmung von "Die Sturmhöhe" (Italienischer Originaltitel: Cime Tempestose) gleich vorbestellt hatte, als ich hörte, dass sie erscheinen würde, bin ich nun auch endlich zum gucken gekommen und bin restlos begeistert. Lasst euch nicht durch die hier vorliegenden Negativkritiken abschrecken, denn diese 200 Minuten Version mit Alessio Boni (Einigen wohl bekannt als Prinz Bolkonski aus "Krieg und Frieden") und Anita Caprioli ist wirklich toll. Zugegeben, sie ist nur zu 50% Prozent authentisch, also gemäß der literarischen Vorlage von Emily Bronte, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch.
Doch hier erstmal eine Auflistung der Dinge, die anders sind, für die, die es genau wissen wollen:
1. Hindley heißt hier Ivory. Seine Mutter ist schon längst tot (zusammen mit dem jüngeren Bruder an Tuberkulose gestorben) und Mr. Earnshaw zieht die Kinder zusammen mit der Haushälterin, die hier Helen heißt, alleine groß.
2. Als Mr. Earnshaw aufbricht, kommt die Rede nicht auf die Geige und die Reitgerte für die Kinder und als Mr. Earnshaw Heathcliff mitbringt, gibt es deswegen auch kein Gezeter (Vielmehr weil Hindley gleich ekelig zu Heathcliff ist). Es wird außerdem detailliert gezeigt wie Heathcliff und Mr. Earnshaw sich kennenlernen (Mr. E. kauft Heathcliff einer alten Frau ab, gibt ihm Geld und lässt ihn ziehen. Doch Heathcliff folgt ihm und rettet ihn vor einem Dieb, der Mr. E. bedroht und so wird er mitgenommen), was ich sehr gut fand, auch wenn es im Buch wohl nicht beschrieben wird.
3. Es bleibt dabei, dass Heathcliff und Cathy sich beginnen zu lieben und Hindley Heathcliff hasst, aber Hindley geht nie fort und heiratet auch nicht. Vielmehr bestielt er seinen Vater, säuft noch während der lebt aus Frust und als er mit ihm unterwegs ist, der Vater stürzt und am Abhang hängt, da hilft er ihm nicht wirklich. Vielmehr holt er Hilfe, doch da ist es zu spät.
4. Mr. Earnshaw stirbt also nicht wie im Buch. Kurz vor seinem Tod ruft er außerdem Hindley und Heathcliff zu sich und eröffnet beiden, dass Heathcliff die Hälfte des Vermögens erben und adoptiert werden soll (Offiziell mit Übernahme des Namens Earnshaw). Heathcliff lehnt jedoch ab und gesteht seinem Ziehvater, dass er Cathy liebt und Mr. Earnshaw freut sich und gestattet dem Liebespaar (das da nämlich schon eins ist) zu heiraten. Als er stirbt wirft Hindley jedoch das Testament ins Feuer.
5. Hindley will Heathcliff nämlich nun loswerden und verbietet ihm die Heirat mit Cathy. Fortlaufen wäre zwecklos, da Heathcliff sonst wegen Entführung ins Zuchthaus käme. Heathcliff erklärt sich nun bereit alle niederen Arbeiten zu leisten um bei Cathy bleiben zu dürfen und Hindley gesteht ihm das zu, jedoch nicht dem Umgang mit seiner Schwester.
6. Jetzt geht es eigentlich nach dem Buch weiter, denn Cathy und Heathcliff gehen zu den Lintons und Cathy wird wie im Buch gebissen, wenn beide auch keine dummen Grimassen vorm Fenster schneiden. Cathy bleibt länger fort und danach verändert sich alles. Auch das berühmte Gespräch zwischen ihr und Nelly findet statt, wegen dem Heathcliff fortläuft. Man sieht dann auch wohin er geht und Edgar erzählt Cathy und den Anderen Heathcliff sei tot, was alle glauben. Da nimmt dann auch Cathy Edgars Heiratsantrag an, den er schon länger gestellt hat.
7. Wie im Buch kommt Heathcliff wieder und beginnt die Lintons und Hindley zu zerstören. Jedoch nicht mit der selben Art wie im Buch. Heathcliff ist nicht so bösartig wie dort, sondern seine übergroße Liebe zu Cathy wird deutlich. Ja, er will sich schon rächen, aber eigentlich will er Cathy nur zurück und erst als er von ihrer Schwangerschaft erfährt, da holt er sich Isabella. Beide fliehen und heiraten auch, aber sie bekommen nie ein Kind und er ist auch nicht so grausam zu Isabella. Er lässt sie bloß spüren, dass er sie nicht liebt und sie hält es aus, bis Cathy im Kindbett stirbt, dann geht sie.
Und das war es en gros. Drum herum ist die Rahmenhandlung mit Mr. Lockwood, der jedoch nicht als Pächter sondern als Opfer eines Schneesturms zu Heathcliff kommt und sich von Helen (Nelly) Heathcliffs und Cathys Geschichte erzählen lässt, nachdem ihm ihr Geist erschienen ist. Die ursprüngliche Ausgangssituation bleibt also erhalten und wie so oft wird auch die Geschichte mit der jungen Cathy nicht weitergesponnen. Die Rückblenden enden mit Cathys Tod und die Rahmenhandlung mit Heathcliffs.
Diese Änderungen sind aber wirklich nicht schlimm. Ich finde sie sogar besser. Es ist einfach nicht diese schreckliche Hass-Liebe und Heathcliff ist nicht so grausam. Gut, das mag manchen stören, aber Cathys und Heathcliffs Liebe ist so wirklich erträglich, weil sie sich zwischendrin ihre Liebe wirklich zeigen mit Küssen und Heiratsplänen, jedoch trotzdem alles durch Cathys und Helens (Nellys) Gespräch, das Heathcliff hört zerstört wird. Glaubt mir, der Grundtenor bleibt erhalten, es ist in meinen Augen bloß besser so wie es hier gemacht worden ist. So zum Beispiel das man das Kennenlernen von Mr. Earnshaw und Heathcliff sieht oder das was Heathcliff in seiner Abwesenheit wohl macht. Das fehlt sonst einfach. Gut die Zeit ist auch verschoben, dass Buch spielt in einem etwas späteren England (wohl so 1830), aber das ist wirklich nicht schlimm.
Außerdem ist Alessio Boni als Heathcliff einfach furios. Er ist einfach Leidenschaft pur und so wie ich Heathcliff sehen will: traurig, liebend, verletzt, rachsüchtig und wütend. Anita Caprioli als Cathy ist aber auch meine Traumcathy, so wie ich sie gerne hätte und auch die Isabella gefiel mir sehr gut, denn sie ist nicht so eine dumme Gans wie im Buch.
Ich kann also nur wirklich jedem diese Version von "Die Sturmhöhe" ans Herz legen, denn auch die Synchro ist toll. Und außerdem hat eine riesige Fangemeine auf you tube schon ewig auf die Veröffentlichung dieser DVD gewartet und glaubt ich finde, sie ist ihr Geld wert.
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am 13. Juni 2008
und was bin ich enttäuscht worden!
Dieser Film ist sehr weit weg von der Buchvorlage. Künstlerische Freiheit kann man das schon nicht mehr nennen. Fängt schon damit an, dass Cathy's Bruder hier Ivory heißt - wer weiß warum...aber wenn das denn schon alles wäre!
Zudem ist nur der 1. Teil des Buches verfilmt, ja - obwohl die DVD ca. 3 Stunden dauert. Aber mit den Änderungen hätte es eh nie einen 2. Teil wie im Roman geben können.
Und dieser Schnee! Dieser ganze furchtbare Schnee! Wo waren die "windy moors"?! In mir kam kein England-Feeling auf...ich fühlte mich wie im falschen Film - Sturmhöhe goes Winter Wonderland. Und das den ganzen Film über...
Desweiteren ist das Bild ziemlich schlecht, sowie die Musik - das erinnert an Verfilmungen der 90er Jahre. Hätte ich nicht gewusst, dass es sich bei der Verfilmung um eine aus dem Jahre 2004 handelt - ich hätte es nicht gewusst. Die Synchro dagegen ist endlich mal ganz gut.
Die Charaktere bleiben recht oberflächig, spielen aber dafür alle recht gut (bis auf die junge Cathy & den jungen Heathcliff). Isabella hat mir gut gefallen.
Seit 8 Jahren ist das Buch eines meiner liebsten. Diese Verfilmung hat mich wirklich sehr enttäuscht, hätte ich nicht gedacht. Ich bin ansonsten wirklich nicht kleinlich bei Literaturverfilmungen. Z.b. hat mir auch "Mansfield Park 2007" gefallen, aber diese Sturmhöhe-Verfilmung...
Man sollte unbedingt darauf eingestellt sein, das viel verändert wurde und alles sehr über-melodramatisch und dadurch oft übertrieben wirkt.
Schade, schade, schade...!
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am 4. August 2013
Film für das Jahr der Produktion gut.

nach einigen minuten nervt aber allerdings das geschreie nach dem heathcliff und der cath. finde das der film zuwenig musikalische unterstüzung hat. charaktere gut dargestellt, kostüme und der rest gut gestaltet. eine bewertungsgeberin schrieb allerdings, dass der schnee wenig england-gefühle aufkommen lässt. wer noch nie in england war und weiß wie stark es dort schneien kann, sollte seine bemerkung ueber den schnee überdenken. mir gefiel, dass der film 2 geteilt auf den cd ist. die extras haben mich wenig überzeugt, aber echt lange laufzeit. für den einen ok für den anderen zulang. für mich war es aber den preis absolut wert, einen film in überlänge ansehen zu können. die qualität ist allerdings nicht der hit, man kann es sich wohl gut ansehen aber es gibt schon besseres. ansonsten top film
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Diese Adaption ist bemüht, verfügt über schöne Bilder und wird schauspielerisch souverän umgesetzt. Eigentlich alle Vorgaben - inklusive der langen Spielzeit - um der großen Romanvorlage von Emily Bronte gerecht zu werden.
Für mich leider eine Enttäuschung, denn mit "Wuthering Heights" hat diese Umsetzung bestenfalls einige Namen gemein. Insgesamt werden da wichtige Protagonisten einfach unterschlagen, andere wieder völlig neu benannt, Handlungsstränge "vergessen", andere völlig neu erfunden...heraus kam im Resultat dann ein - mit Verlaub - recht ansehnlicher Kostümfilm mit Tendenz zum Kitsch in XXL-Länge, der bestenfalls zur seichten Unterhaltung an regnerischen Tagen dienen kann. Mit einer ernsthaften Literaturverfilmung hat dies nichts zu tun.

Kennt man den Roman, wird man aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Kennt man ihn nicht, sollte man nicht unbedingt der Annahme sein, hiermit die "Sturmhöhe" im eigentlichen Sinne kennengelernt zu haben. Dem ist definitiv nicht so. Die Handlung ist wirklich stellenweise unerträglich "frei" umgesetzt.

DAnn die Tatsache, dass es - wie bereits mehrfach erwähnt - tatsächlich in all den Jahren nur eine einzige Jahreszeit zu geben scheint. Vielleicht sollte damit ja die Tragik und Tristesse der Handlung unterstrichen werden? Man weiß es nicht. Jedenfalls erleben wir diesen Film in seiner gesamten Länge weiß, weißer, am weißesten. Schnee, wohin das Auge blicken will oder auch muss. Zugegeben, zwar wunderschön bebildert, aber dennoch einfach nur weiß. Die Schauspieler leisten ordentliche Arbeit, nur reicht das eben nicht aus. Für mich hat dieser Film gute Ansätze, eine unfreiwillig komische Umsetzung zur Romanvorlage von Wuthering Heights zu sein. Um an der Version Gefallen zu finden, darf man weder die Romanvorlage kennen noch besondere Erwartungen haben. Man merkt es schon - mein Fall ist er leider nicht.

Fazit: Bitte lieber nicht ansehen, wenn man wert auf originalgetreue Umsetzung legt.
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