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am 2. März 2009
"Hotel zur Unsterblichkeit" ist nicht nur ein wunderbar poetischer Filmtitel, auch der Film selbst besitzt Poesie.

Er vereint eine faszinierende Idee und einen großartigen internationalen Cast vor einem beeindruckenden Schauplatz und ist, auch wenn die Umsetzung letztendlich unter ihrem Optimum bleibt,
ein interessantes und sehenswertes Filmerlebnis.

Ein berühmter Schauspieler (Peter O'Toole) wird erschossen; sein Mörder(Colin Firth, smart!) kurz daraufhin ebenfalls zur Strecke gebracht.
Aufgrund ihres Bekanntheitsgrades gelangen beide über den Hades auf eine mediteran anmutende Insel um dort in das "Hotel zur Unsterblichkeit", einem 60er-Jahre-Edelklotz, einzuchecken.
Hier begegnen sie allerhand illustren Gästen, echten, wie Phantasie-Prominenten. Es macht Spaß zu raten, welcher Verstorbene jeweils Vorbild gestanden haben mag.
Das "Leben" dort hat natürlich seine Schattenseiten symbolisiert durch den unbeweglichen Schatten einer Sonnenuhr.
Und es droht die große Gefahr: Das Nachlassen des Bekanntheitsgrades bedeutet im schlimmsten Fall die Verbannung aus dem Luxus-Fegefeuer.

Mit von der Partie ist auch Marie Trintignant.
Die Tatsache, daß Marie Trintignant mittlerweile tatsächlich einem viel zu frühen und unnatürlichen Tod zum Opfer viel, verleiht dem Film etwas zusätzlich unheimliches.
Aber auch ohne dieses Wissen führt der Film natürlich zu Fragen über Vergänglichkeit ansich, auch die eigene, nicht nur die Bedeutung und Vergänglichkeit von Ruhm.

Man kann den Film auf deutsch und englisch sehen.
Weil ich Colin Firth' Stimme besonders mag, hab ich mich für die englische Version entschieden.
Untertitel sind leider nicht einstellbar.
Ich bin aber trotzdem recht gut mitgekommen, ohne perfekte Englischkenntnisse zu besitzen.
In die deutsche Synchronisation hab ich kurz reingehört und fand sie ganz passabel.
Im Bonus befinden sich lediglich Informationen zu den Hauptdarstellern und dem Regisseur, ferner einige Trailer.
Gerade über die vielen beeindruckenden Nebendarsteller, die man vom Sehen her kennt, hat man das Bedürfnis sich zu informieren.
Was aber noch bedauerlicher ist, ist das völlige Fehlen von Making Of oder Audiokommentar. Dieser Film entstand während der Wendezeit, mit einem wirklich sehr internationalen Team. Bedenkt man das alles und die Filmidee ansich, müßte es doch allerhand interessantes zu erzählen geben.

Angesichts des günstigen Preises hab ich den Kauf dennoch nicht bereut.

*zitiert aus Sheakespeares Hamlet
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am 4. Mai 2017
Ein Film, der lange nachklingt mit seinen witzigen, aber auch philosophisch anklingenden Passagen. Regt sehr zum Nachdenken an über das
Thema "Unsterblichkeit", verblassender Ruhm und den Platz, der einem auf der Welt und im Jenseits zugedacht ist. Sehr besonders inszeniert.
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am 21. Dezember 2016
Wer am Thema interessiert ist, findet hier seltsame, aber durchaus amüsante Unterhaltung, die durchaus als Charakterstudie dient. Einige bekannte Gesichter und insgesamt gute Leistungen sorgen für einen anstänsigen, sehenswerten Genre-Film.
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am 20. März 2013
Ich habe während des Guckens stark gegen die Müdigkeit angekämpft. Musik war grottig, story klang in den Beschreibungen viel spannender. Ich empfehle allen interessierten: erst leihen und nur kaufen, wenn er gefällt!
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am 14. Januar 2009
Cesar Valentine (Peter O' Toole) ist ein umjubelter Schauspielstar der 1960er Jahre. Brian Smith (Colin Firth) ist der Mann dessen Manuskript er für seine Autobiographie gestohlen hat. Als er nicht auf Brians Versuche ihn zur Rede zu stellen reagiert erschießt dieser ihn auf dem roten Teppich eines Filmfestivals. Sie treffen sich wieder in einer mediterranen Ferienanlage, die durchgehend von bekannten, bereits verstorbenen Personen bewohnt wird. Die, die noch immer hohes Ansehen unter den Lebenden genießen leben in Luxus, doch je mehr sie in Vergessenheit geraten, umso ärmlicher werden auch die Behausungen, am Ende steht die große Leere. Valentine muss sich nicht nur an seinen Attentäter gewöhnen, dessen Schicksal unweigerlich mit seinem verbunden ist, sondern sich auch mit der Tatsache abfinden, dass sein Ruhm auf Erden nicht so unvergänglich war, wie er gedacht hatte. Brians Interesse gilt der geheimnisvolle Sängerin Bianca und der Frage, ob es möglich ist sich im Leben nach dem Tod zu verlieben.

Wings of Fame, so der Originaltitel, ist ein ungewöhnlicher Film. Filme, die über den Tod, Jenseits und die Vergänglichkeit der Dinge erzählen wollen machen das heute meisten in der Form einer schwarzen Komödie oder eines von Andeutungen schwangeren Arthausfilms. Oder, das ist die schlimme Variante, mit einem sentimental aufgeladenen Biopic mit moralisch rügendem Zeigefinger.
Wings of Fame bedient sich Elementen, der beiden erstgenannten und ist doch keines davon. So fügt sich die Figur der Bianca (wie schön Trintignant doch war') in ihrer verwirrten, verführerischen Undurchschaubarkeit ebenso in das kunstfilmgerechte Bild wie die Ausstattung des Hotels, das immer zwischen Bahnhofshalle und dekadentem Sommerdomizil schwankt. Otakar Votocek versteht es allein durch die Inszenierung eines vollen oder eines leeren Pools komplett unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen.
Gleichzeitig hält er den Spannungsbogen während er seine Hauptfiguren den Sinn ihres Daseins überdenken lässt. Es werden natürlich unvermeidlich religiöse Themen angeschnitten, aber auch hier weicht man von konventionellen Bahnen ab. Votocek erklärt nicht; wie der, anfangs als etwas klischeebehafteter eingeführte Charakter der Erika Frisch bemerkt: Es könnte genauso gut die Hölle sein. Das Hotel ist weder gut noch böse, es richtet sich viel mehr nach den Bedürfnissen der Bewohner, die in ihrer totalen Angst vor dem großen Vergessen noch immer großes Amüsement in der Demütigung ihrer Nachbarn finden, was in der schrillen Spiele Show am Ende gipfelt.
Es ist kein schönes, aber gut beobachtetes Portrait einer Gesellschaft, der Anerkennung und Berühmtheit wichtiger ist als Leben.

Aufgelockert wird das ganze jedoch einerseits durch die auch sehr drolligen Gestalten, wie die deutsche Terroristengruppe und Lassie, die auch ihren Platz auf der Insel gefunden haben. Oder durch subtileren Humor, wie zum Beispiel niemand auch nur scheint daran gedacht zu haben, Einsteins Anwesenheit anzuzweifeln und die tragikkomische Figur des kommunistischen Dichters der posthum zu Weltruhm gelangte sich aber beharrlich weigert in ein luxuriöseres Zimmer zu ziehen.
Andererseits trägt auch O'Toole als alternder Filmstar, der nicht nur das britische Kino mit sichtlicher Freude hinterfragt, sondern auch das eigene Image, viel zum Charme des Films bei. Firth, den man anfangs unter der Föhnfrisur und in schlecht gekleideter Jugend nicht leicht als den späteren Frauenschwarm erkennt, bietet mit seiner überzeugenden Darstellung des ehrlichen, realistischen und im Herzen trotzdem freundlichen Brian eine ideale Identifikationsfigur für den Zuseher.

Das unerwartete Ende bekräftigt mich nur mehr darin, diesen Film wärmstens weiter zu empfehlen.
Allerdings muss ich darauf aufmerksam machen, dass die DVD Mängel aufzuweisen hat: In den ersten zehn Minuten des Films und auch in manchen späteren Szenen, passen Ton und Bildspur (in der Originalsprache logischerweise) nicht völlig zusammen, was etwas irritierend sein kann.
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am 19. März 2009
Obwohl ich mir von dem Film vorab kein richtiges Bild machen konnte und meine Erwartungen sicherlich nicht zu hoch waren, war ich sehr enttäuscht. Das Thema ist gut, aber an einer guten Umsetzung vor allem im Bezug auf Tiefgang mangelt es kräftig. Der Film war langweilig, trotz ausgezeichneter Besetzung schienen die Schauspieler steif und schlecht zu spielen und ich fragte mich am Ende, ob mir selbst eventuell etwas entgangen ist, was dem Film zu mehr Sinn verhilft. Geld- und Zeitverschwendung!
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am 26. April 2008
Ich kenne nur die englischsprachige VHS-Version, kann daher zur Qualität der Synchronisation nichts sagen.
(Aber bald, denn ich habe die DVD schon vorbestellt!)

Vorsicht, hier wird gespoilt!

Wer mal eine ganz neue Sichtweise zum Leben und dem Status von Menschen erleben will, für den ist DAS der richtige Film!
Die Story ist auf gar keinen Fall eine Idee von der Stange!

Der Inhalt in Kürze:

Peter O'Toole spielt Cesar Valentine, einen Schauspieler kurz hinter dem Höhepunkt seines Ruhms. Er lebt in der ständigen Angst, dass seine Bekanntheit in Kürze Geschichte sein wird, aber er schafft ein Comeback zum Promi-Status, als er einen Bestseller schreibt.

Colin Firth ist Brian Smith, ein Niemand, der offenbar den berühmten Schauspieler verfolgt. Er ist ständig auf Valentine's Fersen und versucht, seine Aufmerksamkeit zu erregen. Auf einem Filmfestival, auf dem Valentine ihn auch weiterhin ignoriert, packt Brian spontan die Pistole eines Security-Beamten und erschießt Valentine. Direkt nach stirbt er auch durch einen Unfall. Und damit beginnt die eigentliche Geschichte ......

Beide landen auf dieser Insel für verstorbene Prominente. Brians Ruhm resultiert aus seiner Ermordung des berühmten Schauspielers. Damit sind beide Jenseits-Schicksale miteinander verwoben und die Qualität ihrer Unterkunft und des Services des Hotels steigt und fällt mit ihrem posthumen Ruhm.

Es ist erstaunlich, wie der berühmte Schauspieler und der Niemand mit dieser Situation umgehen.

Valentine versucht, herauszufinden, warum er erschossen wurde. Die Dialoge zwischen ihm und Brian sind höchst amüsant! Brian spielt mit Valentin, genießt sichtlich jeden Augenblick davon. Es könnte ihn nicht weniger interessieren, wie berühmt er ist, war oder wurde oder ob er irgendwann in Vergessenheit geraten könnte, schliesslich war er nie berühmt durch eigene Leistungen.

Was für eine brillante Idee für ein Drehbuch! Eine Clubanlage speziell für VIPs? Ganz egal, wie die Berühmtheit erlangt wurde? Faszinierender Gedanke!
Was wäre in dieser Situation mit den ganzen Teilnehmern dieser unerträglichen Casting-Shows, die wie Pilze aus dem Boden schießen?
Beim dem Gedanken könnte ich mich wegschmeissen vor Lachen!!

Vieles in der Geschichte erinnert mich in mancherlei Hinsicht an Jean Paul Sartres "Huis clos". (Liegt vielleicht daran, dass ich das Buch nicht lange zuvor gelesen hatte...) Man kann sich nicht recht entscheiden, ob es Himmel oder Hölle ist. Alles ist abhängig von den Prominenten und was sie sich gegenseitig antun oder antun lassen. Das Schlimmste für die berühmten Seelen ist nicht der Tod, sondern in Vergessenheit zu geraten.

In dieser Geschichte geht es um Eitelkeit, Selbsteinschätzung und -bewußtsein, die Möglichkeit, sich über sich selbst hinaus zu erheben oder sich zu verkaufen für etwas so Vergängliches wie Bekanntheit.

Das Ende ist unerwartet und fasziniert ebenso wie die ganze Geschichte! O'Toole und Firth sind beide einzigartig in ihrer brillanten darstellerischen Leistung. Insbesondere Colin Firth kann zeigen, was für Facetten er seinen Figuren geben kann. Brian ist unendlich wütend, verzweifelt, neugierig, berechnend, listig, mitfühlend, liebend und vergebend.

Ein Must-Have für Colin Firth und Peter O'Toole-Fans!!
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am 13. Februar 2009
Cesar Valentin (Peter O`Toole) ist ein Filmstar, der ständig von Brian Smith (Colin Firth) verfolgt wird, dessen Motive erstmal unklar bleiben. Obwohl er nur mit ihm reden will, erschießt er Valentin auf einer Premierenfeier und stirbt selbst bei einem Unfall auf der Flucht.
Nach ihrem Tod finden sie sich in einer merkwürdigen Zwischenwelt wieder. Ein Luxushotel ist ihr neues Domizil. Die Zimmer sind, je nach Berühmtheitsgrad zu Lebzeiten, äußerst üppig ausgestattet. Die Sache hat nur einen Haken, denn je mehr die "Gäste" im Laufe der Zeit auf Erden in Vergessenheit geraten, desto schäbiger wird das Zimmer und die Behandlung. Solange bis man das Hotel komplett verlassen muß.

Was sich hier seltsam anhört ist es auch. In diesem äußerst merkwürdigem Etablissement, trifft man auf allerhand Persönlichkeiten. Hemingway ist zu Gast, genauso wie Albert Einstein und sogar der Filmhund Lassie ist zugegen. Auch die dubiose Sängerin Bianca (Marie Trintignant) ist mit von der Partie, die nicht glauben mag das sie tot ist und sich absolut nicht mehr an ihr vorhergehendes Leben erinnern kann. Valentin versucht fortan rauszubekommen warum er von Brian umgebracht wurde, während dieser sich lieber mit der Frage beschäftigt ob es die Liebe nach dem Tod gibt.

Die Dialoge, nebst der Schauspielriege sind die großen Trümpfe im "Hotel zur Unsterblichkeit". Peter O`Toole spielt den verblassenden Filmstar fantastisch. Immer einen Hang zur Großkotzigkeit und die typisch britische Dekadenz bilden die Essenz seines Charakters, während Colin Firth etwas vielschichtiger angelegt ist. Anfänglich tappt man völlig im Dunkeln wo die Motive in seinem Handeln liegen, aber je näher sich die beiden kommen, desto klarer sieht man. Marie Trintignant ist ebenfalls als Idealbesetzung zu sehen. Sie spielt die zerbrechlich wirkende Bianca, die ein wenig verrückt wirkt, äußerst sehenswert. Tragisch das ausgerechnet sie, 13 Jahre nach Entstehung des Films, von ihrem Freund ermordet wurde.

Kuriose Szenen gibt es zu Hauf. Das Bemühen der einzelnen Nebenfiguren nicht in Vergessenheit zu geraten, ist einfach himmlisch. Eine richtige Panik befällt manch einen wenn der Ruhm zu Ende geht. Selbstverständlich sind viele Dinge metaphorisch zu betrachten, was einem immer wieder mal ein leises Schmunzeln abverlangt. Komponisten die unbedingt noch ihre neuesten Kompositionen durch ein Medium in die "lebende" Welt bringen möchten, Terroristen die immer noch Anschläge gegen den Imperialismus ausüben und vieles mehr. Die Taten sind hier nicht das Kriterium für ein gutes Zimmer, einzig und allein die Berühmtheit ist hier die Währung.

In ein Genre kann man den Film nicht einordnen. Das liegt auch am Dehbuch, dessen grandiose Idee bislang noch nie den Weg auf Zelluloid gefunden hat. "Hotel zur Unsterblichkeit" ist in jedem Fall eher Filmliebhabern zu empfehlen, die die leiseren Töne bevorzugen und sich gerne mal einen Abend lang mit etwas seltsameren Dingen befassen möchten.

Die DVD selbst ist natürlich nicht gerade der große Brüller aber was will man bei so einem unbekannten Film auch erwarten. Ton und Bild sind absolut solide und natürlich mit aktuellen Produktionen nicht zu vergleichen. Als Bonus gibt es lediglich einige Textafeln über die Crew, ein paar Trailer die nichts mit dem Film zu tun haben, aber immerhin auch die englische Tonspur. Bei dem Preis ist das auch glaube ich okay!
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am 25. Mai 2009
Nachdem der bekannte Schauspieler Cesar Valentine eine ihm zugesandte Biographie als seine Autobiographie verwendet, wird er von dem jungen Autor des Werkes Brian Smith erschossen. Kurz danach stirbt auch Brian Smith.

Cesar und Brian begegnen sich in einem einsamen Inselhotel wieder. Dieses surreale Hotel beherbergt verstorbenen Persönlichkeiten, deren Ruhm auf der Erde noch nicht vergangen ist. Die Wertschätzung des Personals hängt von dem Erinnerungswert der Verstorbenen in der realen Welt ab. Vergessene Berühmtheiten müssen das Hotel verlassen. Jene deren Ruhm nach ihrem Tode steigt erhalten bessere Quartiere.

Nachdem diese Möglichkeiten eines jenseitigen Leben gänzlich ausdiskutiert sind, beginnt das Leben auf der Insel langweilig zu werden. Aber eine jährliche Lotterie ermöglicht die Rückkehr zur Erde.

Die recht originelle Geschichte bietet den Hintergrund für eine breit gefächerte philosophische Diskussion über Erfolg und Ruhm. Die Protagonisten hadern letztendlich auch mit ihrem jenseitigen Leben. Für die einen zollt ihnen die Welt nicht genug Anerkennung und es gibt auch jenen, die den Ruhm verabscheuen. Regie und Schauspieler liefern eine feine kleine Filmperle ab.
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am 6. Oktober 2010
Mörder (ein verkannter verunfallter Autor) und Ermordeter (ein extrem narzistischer überheblicher Schauspieler) treffen sich nach ihrem Tod in einem jenseitigen riesigen "Hall of Fame", wo intrigante verstorbene Berühmtheiten jeder Art hofiert werden, bis ihr Ruhm verblasst, sie auf Erden vergessen werden und sie analog dazu auch im riesigen Hotel immer weniger wert und geschätzt werden, verbannt werden in hinterste heruntergekommene dreckige Räume, bis sie irgendwann auch von da entfernt werden, abgeholt zu einer unbekannten weiteren Reise. Im Grunde sind die Leute nicht Gäste, sondern von schwarzen Gestalten beaufsichtigte Insassen. Keiner kann von der Insel mit dem Hotel entkommen. Im Hotel selbst gibt es keine Zeit, alles schwebt zeitlos-gelangweilt vor sich hin, wird Stück für Stück unwirklicher, unbelebter, vergessen, erstarrt, und der Zuschauer erkennt an den Betroffenen, wie wertlos irdischer Ruhm eigentlich ist, und wie vergänglich. Am Ende trifft es jeden. Nur der Mörder, ein Schriftsteller, der noch zur Liebe fähig war, gewinnt in einer Art Lotterie den Hauptpreis: er darf wieder zurück zur Erde und weiterleben, und darf jemanden mitnehmen. Umständebedingt, weil seine Geliebte Bianca zu verwirrt ist und sich weigert, nimmt er sein ehemaliges Opfer mit. Auf der Erde ist inzwischen Zeit vergangen, und keiner der Lebenden erinnert sich mehr wirklich an die beiden.

Ein prominent verfilmter Stoff, der eher inhaltlich und von den Dialogen her an ein modernes Bühnenschauspiel erinnert und auf eine Bühne gehört. Auch wenn natürlich das gigantische, seltsame Hotel filmisch natürlich besser umgesetzt werden konnte. Ordentliche und überzeugende Leistung von den drei Hauptdarstellern. Der ruhige Film bleibt im Gedächtnis, er macht nachdenklich.
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