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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
6
Getrennt von Tisch und Bett
Format: DVD|Ändern
Preis:25,88 €+ 3,00 € Versandkosten

TOP 1000 REZENSENTam 11. Februar 2016
Regiesseur Delbert Mann konnte gleich mit seinem ersten Film "Marty" einen großen Triumph erringen, denn er wurde für diese Arbeit 1956 mit einem Oscar für die beste Regiearbeit ausgezeichnet. Es folgten mit "Die Junggesellenparty", "Begierde unter Ulmen" und "Getrennt von Tisch und Bett" weitere Erfolge. Nach den beiden Doris Day Komödien "Ein Pyama für zwei" und "Ein Hauch von Nerz" wurde es allerdings etwas still um ihn.

"Separate Tables" - so der Originaltitel des starbesetzten Filmdramas basiert auf dem Theaterstück des Briten Terence Rattigan. Hauptdarsteller Burt Lancaster war neben Harold Hecht und James Hill einer der Produzenten. Zuerst war Laurence Olivier für die Regie und für eine der Hauptrollen vorgesehen, doch Olivier und Lancaster bekamen Streit. Als Folge stieg Olivier aus dem Projekt aus. Die Kritiker waren von dem theaterhaften Film sehr begeistert und auch die Kinokassen klingelten. Mit einem Einspielergebnis von 3,1 Millionen Dollar war "Getrennt von Tisch und Bett" einer der 20 erfolgreichsten Blockbuster des Kinojahres und zum Lohn gabs dann auch 7 Oscarnominierungen, von denen zwei zum Sieg führten: David Niven bekam die Trophäe als bester Hauptdarsteller und Wendy Hiller siegte in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin".
Aus heutiger Sicht wirkt die Geschichte aus den prüden 50er Jahren ein bisschen antiquiert, aber dennoch hat sie Stil und kann auch durch die gelungene Ensembleleistung voll überzeugen. Auch wenn gerade die damals für ihre Darstellung hochgelobte Deborah Kerr, die ich sonst ausserordentlich schätze, als alte Jungfer mit ihrem Overacting übertreibt.

Sie ist auch gleich in der ersten Szene des Films zu sehen, die noch im Freien spielt - vor dem kleinen Hotel "Beauregard" im englischen Badeort Bournemouth. Dieses Hotel mit Pensionscharakter beherbergt in der Wintersaison eine ganze Reihe von seltsamen Eigenbrötlern oder Individualisten. Darunter der alternde Major Pollock (David Niven), der mit seiner hervorragenden Schuldbildung, mit seiner vornehmen Herkunft und vor allem mit seinem militärisch hohen Rang immer wieder etwas prahlt. Die unscheinbare und von ihrer Mutter Mrs. Railton-Bell (Gladys Cooper) stark unterdrückte sensible und extrem introvertierte Tochter Sibyl (Deborah Kerr) fühlt sich allerdings zu diesem alten Soldaten hingezogen und sie beginnen draussen in der Dunkelheit ein Gespräch, bevor sie ins Hotel hineingehen. Drinnen wartet auch schon die strenge Mutter, die den Kontakt des älteren Mannes mit ihrer "kränklichen" Tochter streng missbilligt und Sibyl daran erinnert, dass die Leute im Hotel schnell klatschen könnten. Immerhin ist die Begleiterin der beiden, Lady Gladys Matheson (Cathrin Nesbitt) nicht ganz so streng, veraltet und einengend . fügt sich aber dennoch in die Verhaltensregeln von Mrs. Railton-Bell. Das Hotel wird von der ruhigen und fleissigen Pat Cooper (Wendy Hiller) geleitet, Hausmädchen Doreen (Priscilla Morgan) ist eher unfreundlich. Doch die Stammgäste sind an alles hier gewöhnt. Der Lehrer Mr. Fowler (Felix Aylmer) fühlt sich wohl, ebenso die etwas skurrile Einzelgängerin Miss Meacham (May Hallat). Ein Student der Medizin (Rod Taylor) ist mit seiner Freundin (Audrey Dalton) unter den Gästen, vor allem Mrs. Railton-Bell ist neugierig und findet es skandalös, dass die beiden jungen unverheirateten Menschen wahrscheinlich auch zusammen ins Bett gehen. Auch der Schriftsteller John Malcolm (Burt Lancaster) ist schon lange Gast im Haus, er trinkt manchmal zuviel und bald wird der Zuschauer auch wissen warum. Er hat zwar ein Verhältnis mit Miss Cooper begonnen, doch der neue Gast Ann Shankland (Rita Hayworth) entpuppt sich als Johns Exfrau. Konflikte liegen in der Luft. Und Major Pollock ist ausserordentlich nervös und versucht die Ausgabe der Abendzeitung vor den anderen Gästen zu verstecken...

Im Grunde geht es in "Getrennt von Tisch und Bett" wie schon der Filmsong erzählt um "einsame Herzen" und um die Sehnsucht nach Liebe. Also ein kleiner Schmachtfetzen, der in einem begrenzten Raum - in eben diesem Hotel - spielt und vor allem auf gute Dialoge und eine stimmungsvolle Atmosphäre setzt. Da ist der Mann, der eigentlich Angst vor Frauen hat und Probleme bei der normalen Kontaktaufnahme hat. So sehr, dass er verzweifelt im Kino eine wildfremde Frau in plumper Art und Weise anbaggert. oder die erwachsene Frau, die aufgrund ihrer dominanten Mutter sich nicht im Leben durchsetzen kann und womöglich als alte Jungfer endet. Aber auch das Paar, dass nicht miteinander kann, aber getrennt voneinander leidet. Alle sind hier versammelt und weil jeder irgendwie neurotisch angehaucht ist, gestaltet sich das Zusammenleben im Großen und Ganzen in diesem kleinen Hotel auch relativ familiär. Da wird dann sogar am Abend noch eine Sitzung einberufen, weil einer der Gäste diesen Frieden vielleicht stören könnte. "Getrennt von Tisch und Bett" wirkt aus heutiger Sicht tatsächlich etwas altmodisch, aber im positiven Sinne. Eine Alternative zu Edmund Gouldings Oscarklassiker aus den 30er Jahren "Menschen im Hotel" nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Vicki Baum - nur eben, dass hier das Grand Hotel in ein kleineres Haus eingetauscht wurde und die Handlung von der Metropole Berlin ins Seebad Bournemouth verlagert wurde.
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am 10. Januar 2015
Auch damals schon wurden ungewöhnlich gute Filme gedreht, sogar oder erst recht in schwarz-weiß. Dieses Urteil begründen sowohl der Regisseur Delbert Mann als auch die exquisite Besetzung mit den Spitzenstars ihrer Zeit. Man merkt, dass er kein Hollywoodfilm ist, denn anders als in England hätte das dortige soziale Klima nicht derart treffsicher und stimmig gezeichnet werden können. Die Botschaft ist klar: die britische Gesellschaft war nach dem Krieg krank. Die bedrückend engen Fesseln von Sitte, Moral und Brauchtum zeitigten noch ihre Früchte, doch hatte das Trauma des Krieges Risse in das früher wasserdichte Gefüge entstehen lassen. Das Leben suchte sich seine Lücken, um zwar noch zaghaft, aber nachdrücklich zum Zuge zu kommen. Dieses Kammerspiel, das sich auf den Raum einer Pension für ein gehobenes Publikum in der englischen Provinz beschränkt, wirkt wie ein gedeckelter Wasserkessel, dessen zunehmender Druck schließlich diverse Kragen zum platzen bringt, Wahrheit ans Licht hebt und Perspektiven für eine Heilung der Wunden und Defizite andeutet. Hier allerdings unterliegt auch dieser Film den Illusionen ähnlicher Drehbücher, die den Anschein und die Hoffnung erwecken, allein dadurch, dass die beteiligten Charaktere Einsicht in ihre jeweilige Misere erlangen und es wagen dazu zu stehen, sei Alles zum Guten gewendet. Damals war die Psychologie noch nicht so weit, wie sie heute ist, damit die Protagonisten hätten erkennen können, dass ihre eigentliche Arbeit an sich selbst erst nach dem Finale beginne und dass ohne eine vertiefte solche möglichst mit professioneller Hilfe die Aussichten verzweifelt schlecht stünden, diese in extreme Irrtümer verstrickten Leben könnten auf ein glückliches und erfüllendes Gleis gelenkt werden. Man möchte es den authentisch dargestellten Menschen sehr wünschen, aber der Kontrast des jungen Pärchens, das noch vollkommen in seinen Illusionen verstrickt ist und bleibt, lässt wenig Gutes ahnen.
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am 24. August 2010
Eine großartige, brilliante Ensembleleistung. Verdiente Oscars für David Niven und Wendy Hiller. Rita Haywort gibt sicher die beste Vorstellung ihrer Karriere. Unbedingte Kaufempfehlung.
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am 8. September 2010
Ein sehr schön gespieltes Drama das entsprechend der Einheiten von Zeit, Ort und Handlung ('drei Aristotelische Einheiten') inszeniert wurde. Burt Lancaster zeigt eine schauspielerische Glanzleistung, die leider etwas vom Overacting Deborah Kerrs gestört wird. Dies wird aber durch die Szenen mit einer wundervoll agierenden Rita Hayworth und einem schrulligem Spiel David Nivens mehr als ausgeglichen. Klar, heute würde so ein Film wohl keinen mehr in die Kinos locken, aber für einen ruhigen und nostalgischen Kinoabend zuhause, ist dieser Film eine Perle.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. März 2011
"Separate Tables" ist ein großartiges Drama von Delbert Mann über menschliche Schwächen und Abhängigkeiten, erkennbar auf einer Theatervorlage fußend. Der Zuschauer lernt in einem abgelegenen englischen Hotel die Wirtin sowie verschiedenste Gäste kennen. Es ist - darauf weist ein Schriftzug fast schon zu deutlich hin - Winter, keine Touristenzeit, sondern die Zeit der Einsamen, Gefangenen (eine Person sehen wir sogleich wie hinter Gittern), Gestrandeten. Dieses Hotel mit dem ironischen Namen "Beauregard", schöne Aussicht, ist ein huis clos, ein Ort, an dem sich Menschen verkriechen, weil sie alle auf die eine oder andere Art Schwierigkeiten mit ihrer Umwelt und dem mitmenschlichen Umgang haben. In der ersten Phase scheint das Personal ein bißchen zu sehr auszuufern, uns werden verschiedenste Charaktere scheinbar zusammenhanglos vorgestellt, es vergeht eine liebe lange Zeit bis zur Erkennbarkeit des roten Fadens, der die Fransen bündeln kann. Außerdem scheint der Film zunächst bis zum Exzess dem gnadenlosen Typecasting verhaftet: Burt Lancaster als der Ungehobelte; Rita Hayworth elegant und verführerisch, aber kalt; Gladys Cooper mal wieder die perfide sittenstrenge Mutter, die ihre erwachsene Tochter unmündig hält; Deborah Kerr als diese Tochter, das verschüchterte Mauerblümchen; David Niven als der joviale Offiziersveteran, der dabei etwas zu affektiert wirkt. Doch da wird was draus! Mann und Vorlagen- wie Drehbuchcoautor Terence Rattigan nehmen dem "Beziehungsdrama" alles Schnulzige und Platte und schaffen ein vielschichtiges psychologisches Gemälde, das die diversen Einzelschicksale in einen stimmigen Rahmen fügt, ohne sie in eine Schablone einzuzwängen. Auffällig ist, dass alle Menschen Angst haben und auf die eine oder andere Weise nicht fähig sind zu... ja, wozu eigentlich? Man ist versucht zu sagen: zu Beziehungen (mit anderen Menschen allgemein, mit potenziellen Lebenspartnern), aber wenn man genauer darüber nachdenkt, meine ich: zur Liebe. Für mich ist "Separate Tables" ein Liebesfilm! Nicht im herkömmlichen Sinne des Wortes, aber Liebe heißt, dass Menschen die Welt, ihre Mitmenschen, das Leben und nicht zuletzt sich selbst lieben sollten. Was passiert, wenn Menschen diese Fähigkeit (ob nun schuldlos oder nicht) verloren haben, zeigt der Film hochinteressant und auch berührend. Da ist der Major, der immer Angst vorm Leben hatte, Erwartungsdruck durch den Vater, Angst vor der eigenen Schwäche, vor stärkeren Jungs, vor dem nur vermeintlich schwachen Geschlecht, vor SEX auch (was der Film mit der 1958 gebotenen Zurückhaltung bemerkenswerterweise am Ende so ausspricht). So ist er zum Grapscher geworden und kann irgendwann nicht mehr verheimlichen, wegen sexueller Belästigung verurteilt worden zu sein. Lancaster ist Opfer seiner Triebe, seiner Trunksucht und dem Minderwertigkeitskomplex, der eleganten Ex-Frau gesellschaftlich und sexuell nicht genügt zu haben. Diese Frau, natürlich Rita Hayworth, leidet unter ihrer eigenen Unfähigkeit zu lieben, der Angst vor dem Altern (als Vamp und Model der Verlust ihres einzigen Kapitals), der Angst vor der Einsamkeit. Deborah Kerr leidet unter ihrer Mutter; diese sebst unter den so verinnerlichten bigotten Moralvorstellungen, dass sie sie nicht mehr ablegen kann, aber ungeheure Kontrollanstrengungen unternehmen muss, um sie durchzusetzen. Interessanterweise sind dadurch beide völlig unfrei (auch wenn das ein etwas platter Vergleich sein mag, eigentlich ist das die - viel anspruchsvollere - Variante des Vaters, der seinen Sohn verhaut mit den Worten: "Das tut mir viel mehr weh als Dir."). Etwas weniger wichtige Personen wie eine Freundin von Film-Übermutter Cooper und ein pensionierter Lehrer sind ebenfalls unfrei, weil sie feige sind, aber nicht so skrupellos, dass sie nicht kräftig unter der Erkenntnis ihres eigenen fehlenden Rückgrats litten. Der Lehrer sinniert, er habe ein Mal, nur ein Mal, einen Schüler von der Schule verweisen müssen - und ist dennoch bereit, sich in einer von Cooper als Farce inszenierten "Abstimmung" über den Rauswurf Nivens über den Tisch ziehen zu lassen. Bei Coopers Freundin ist das nicht viel anders.

Der Film bestätigt in meiner vielleicht sehr persönlichen Lesart mein liebstes und m.E. fast immer missverstandenes Bibelzitat: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst": Nur wer "ja" zu sich selbst sagen kann, ist auch fähig zu selbstbestimmter Freiheit, und nur freie Menschen können in einer Beziehung (zum Lebenspartner, zu Freunden und Bekannten, zu Eltern und/oder Kindern) aus freien Stücken etwas von dieser Freiheit abgeben. Und dabei gerade gewinnen. Hier haben wir das konsequente Gegenbild. Menschen sind schwach, feige, unfrei, beziehungsunfähig, unglücklich - und sicherlich nicht ohne Grund haben einige eine Sucht im klinischen Sinne (im übertragenen Sinne sowieso). Sie können daher nur in einem selbstgezimmerten Gefängnis existieren (aber ist das eine Existenz?), in diesem huis clos des Hotels, mit Alkohol, mit Tabletten, auf jeden Fall aber separiert vom Rest der Welt. Man sitzt an "Separate Tables". In der grandios arrangierten Schlussszene übrigens lässt sich dies wörtlich nehmen. Wie sich im Frühstückssaal anhand der Einzelpersonen an den Einzeltischen entscheiden muss, wer einen Aufbruch wagen kann, wie sich dies Schritt für Schritt, Person für Person entscheiden wird und wie die jeweils anderen Personen darauf reagieren: Das ist eine ganz großartige Kombination von Film und Theater. Zunächst einmal sind diese Tische und Personen so arrangiert, dass sie wie im Theater alle zusammen in den Rahmen passen, aber die räumlichen Trennungen durch Distanzen, Säulen etc. deutlich werden. Dann aber widmet sich die Kamera moderat lenkend den verschiedenen Personen, die mit Niven nacheinander in kurze, immer länger und freundlicher werdende Gespräche eintreten, obwohl bereits die Begrüßung Nivens ein Affront gegen Cooper ist, die ihn des Hotels verweisen lassen wollte. Diese dramatische Konstruktion der Szene zeigt eindrucksvoll, dass nun doch nicht mehr alle völlig isoliert sind, sondern aufeinander hören: Das Beispiel des jeweils Vorherigen, mit Niven ein paar Worte zu wechseln, macht Schule, sozusagen in positiver Umkehrung des mitunter lemminghaften vormaligen Verhaltens. Dennoch warnt das Bild vor zu großer Euphorie. Niven und der jeweilige Gesprächspartner sind trotz größerer Distanz zusammen im Bild zu sehen, so dass einer stets nur recht klein erscheint und klar wird, dass hier die Brücken erst noch gebaut werden müssen. Bei Kerr bekommen wir aber eine habnahe Solo-Aufnahme, wenn sie in einem für sie revolutionären Akt erstmals sie selbst sein wird (im Dialog sehr behutsam unterstützt durch die Tatsache, dass sie ihre Mutter erstmals mit "Mama" und nicht wie zuvor "Mami" oder sogar "Mamilein" anredet). Sie ist ganz bei sich, die Kamera ist es auch. Und wie gesagt, nur wer bei sich ist, kann auch zum anderen kommen. Als der Grundstein dafür gelegt ist, verlässt die Kamera in einer längeren Fahrt dezent den Saal und suggeriert dadurch, dass in dem kleiner gewordenen Raum die Menschen nicht mehr lauter einander entfernte Einsame sind, sondern näher zusammenrücken können. Schön - und bevor es kitschig werden kann, ist der Film auch schon zu Ende. Was ihn umso länger nachwirken lässt.

Nachtrag: Aus dem großartigen Ensemble sticht meines Erachtens David Niven heraus, weil man dem Berufsplayboy eine solche Tiefe irgendwie nicht zugetraut hätte. Sicherlich sind alle anderen ebenfalls zu loben, aber auf vertrauterem Terrain. Wie Niven jedoch - gerade in der Schlussphase - die tief sitzenden Ängste eines gebrochenen Mannes ohne jegliches Chargieren oder Overacting (und dadurch umso eindringlicher) an die Oberfläche gelangen lässt, hat eine gleichsam überraschende wie tief berührende Klasse, die ihresgleichen sucht. Bereits zuvor deuten sich in seinem Gesicht, wenn er es nur dem Zuschauer zeigt, die Risse der Fassade an. Großartiges Kino, großartiger Niven.
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am 15. Juli 2005
Dieser Film ist mittlerweile ein Klassiker. Hervorragende Schauspieler bis in die letzte Nebenrolle besetzt, David Niven und Wendy Hiller bekamen den Oscar. Aber auch Deborah Kerr ist ausgezeichnet als frustrierte Tochter einer herschsüchtigen
Mutter. Der Film basiert auf einem Theaterstück und spielt deshalb nur in einem Haus in dem die meisten Menschen getrennt von Tisch und Bett zusammenleben und zusammen streiten.
Der Regissuer wollte eigentlich zu den drei englischen Darstellern Niven, Hiller und Kerr die theatererprobt waren,
die englischen Schauspieler Vivien Leigh und Laurence Olivier als Hauptdarsteller haben, welche aber nicht mitmachten.
Dass der Film dann mit dem Paar Burt Lancaster und Rita Hayworth
gedreht wurde war dann trotzdem eine gute Entscheidung, gab es
doch Burt Lancaster, der sonst hauptsächlich den Helden spielte,
die Gelegenheit einen gebrochenen Charakter zu spielen und Rita
Hayworth, deren Tage als Pin-Up Girl schon gezählt waren, die
Rolle ihres Lebens zu spielen und der Welt zu beweisen, dass sie
zwischen all den Theaterschauspielern sehr gut bestehen konnte.
Der Regisseur war mehr als zufrieden mit ihrer Leistung und Hayworth sagte später, das dies die schönste Rolle ihrer gesamten Filmkarriere war.
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