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Kundenrezensionen

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am 2. Oktober 2005
Diese Platte von 1983 erregte bei Kritikern und Fans von OMD allgemein Verwunderung; wer weitere eingängige und tanzbare Hits erwartet hatte, wurde von der Experimentierfreude dieser Platte überrascht.
Zwar gibt es auch auf "Dazzle Ships" die Markenzeichen von OMD, nämlich einerseits tanztauglicher Synthie-Pop à la "Enola Gay", etwa "Genetic Engineering", "Telegraph" oder das druckvoll mitreißende "Radio Waves", für mich der Hit dieser Platte; andererseits melancholische-ruhige Songs, wie zum Beispiel "International", das düster angehauchte "The Romance of the Telescope", das schaurig-schöne "Silent Running" oder der Closer "Of All the Things We've Made".
Ihren ganz eigenen Charakter erhält diese Platte jedoch durch die avantgardistischen Experimente mit Rhythmen und Samples. "ABC Auto-Industry" ist zum Beispiel eine seltsame Kombination aus 3/4-Rhythmen in verschiedenen Geschwindigkeiten, die durch Samples unterlegt wurde; "This is Helena" verbindet einen geradezu primitiven, eintönigen Rhythmus mit gesprochenen Samples und einigen Synthie-Sounds; "Dazzle Ships", das wohl extremste Stück der Platte, ist einfach nur eine Collage aus verschiedenen ziemlich gestörten Sounds, die teilweise wahren Terror erzeugen; und das geniale "Time Zones" besteht aus Zeitansagen aus aller Welt, die einfach übereinandergespielt wurden -- auf diese Idee muss man erst einmal kommen! Den Ton, der sich ergibt, wenn alle die "PIEP!" der einzelnen Zeitansagen zusammengespielt werden, sollte man gehört haben, beschreiben kann man ihn nicht.
Was also soll man von dieser Platte halten? Nun, sehr viel! -- zumindest wenn man abwechslungsreiche, experimentierfreudige und gute Musik mag. Diese Platte vereinigt Lebensfreude in Form der typischen OMD-Hits, Melancholie in Form der langsamen Stücke und Verstörung/Verwirrung in Form der experimentellen Songs. Wer hier klassische OMD-Kost erwartet, wird vielleicht zunächst enttäuscht sein. Wer aber Freude an unangepasster, eigenständiger und abwechslungsreicher Musik hat und nichts gegen 1980er-Sound einzuwenden hat, der liegt hier goldrichtig.
Für mich ist diese Platte ein immer wieder gern gehörter Klassiker der 1980er, in den ich mich beim ersten Hören schon richtig verliebt habe. Folgerichtig vergebe ich 5 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 7. November 2014
1981/82 befand sich OMD mit dem Album Architecture & Morality und den 3 Hitsingles Souvenir, Joan Of Arc und Maid Of Orleans so ziemlich auf dem kreativen und kommerziellen Höhepunkt der Karriere. Dort gelang der Spagat zwischen Kunst und Kommerz perfekt. Mit dem 1983er Albumnachfolger Dazzle Ships und den Singles Genetic Engineering sowie Telegraph verstörte die Band dann ihr Publikum. Die Veröffentlichungen waren für Bandverhältnisse Flops in den Charts. Bis dahin waren der Band zumeist minimalistisch eingängige Elektropopsongs gelungen, die weniger auf große Refrains, sondern vielmehr auf simple Synthiemelodien bauten.

Wie das Booklet der CD verrät, war die Band nach Architecture & Morality ziemlich ausgebrannt was das Songwriting angeht. Diesbezüglich ist der Band auf Dazzle Ships auch nicht viel eingefallen. Hier hat man alles zusammengekratzt was noch irgendwie rumlag. So gibt es mit The Romance Of The Telescope und Of All The Things We've Made zwei Songs zu hören, die schon zuvor als B-Seiten erschienen waren. Die Single Telegraph entstand bereits zu Zeiten von Architecture & Morality. Die Urversion von 1981 findet sich auf der CD auch als Bonustrack. Das flotte eingängige Radio Waves entstand sogar noch früher zu Beginn der Bandkarriere. Wie schon ein anderer Rezensent schrieb, ist es ziemlich unverständlich, wiese Radio Waves nicht als Single erschien. Das ist ein ähnlicher Kracher wie Electricity oder Enola Gay.
Genetic Engineering wurde damals sehr mutig als erste Single ausgewählt. Mit seinen verfremdeten Stimmen die Berufe aufzählen, den Gitarren und einer gewissen Härte bzgl. der Sounds, war das sehr ungewohnt. Trotzdem ist die Melodie sehr eingängig.
Dazzle Ships besteht ungefähr zur einen Hälfte aus Songs und zur anderen Hälfte aus Soundcollagen. Hier hat die Band aus der Not (wenige Songs) eine Tugend gemacht. Da gibt es u.a. Schiffsgeräusche, Zeitansagen oder osteruropäische Radioansagen zu hören. Das hat teilweise eine gewisse Ähnlichkeit mit Kraftwerks Album Radioaktivität, bei dem es auch kaum Songs und mehr Soundexperimente gab.
Die restlichen Songs des Albums wie International (mit Walzer-Beat) und Silent Running kann man auch nicht als Popsongs im eigentlichen Sinne bezeichnen, da sie nicht einen solchen Aufbau mit wiederkehrenden Elementen wie Refrains haben. Das sind eher ruhige Stimmungssongs mit einer Keyboardmelodie und etwas Text.

Dazzle Ships sollte für lange Zeit das letzte Album bleiben, das diesen typischen unverkennbaren frühen Sound der Band hat. Ab 1984 waren sie dann eher eine normale Popband wie so viele andere zu dieser Zeit mit sehr eingängigen Singles. Da konnte man höchstens an McCluskeys Stimme erkennen, dass es sich um OMD handelt. Auf ihren letzten beiden Alben History Of Modern und speziell English Electric ist OMD wieder vermehrt zum alten Sound, Soundcollagen und Kraftwerkeinflüssen zurückgekehrt.

Das Booklet bietet einen sehr informativen Text über die Albumproduktion und die damalige Zeit. Die Bonustracks bieten auch alles was es aus der damaligen Zeit sonst noch gab, also B-Seiten, Maxis, etc.
Insgesamt werden etwas über 60 Minuten Musik geboten. Das eigentliche Album war damals nur knapp 35 Minuten lang.
Das Remastering hört sich auch gut an.
Das Camouflage-Cover (das dem Album seinen Titel gab) ist wie beim Vinyl-Album in Grün gehalten (die CD war lange Zeit Blau). Auf die eingestantzen Löcher hat man aber verzichtet.

Fazit:
Ein interessantes Album jenseits ausgetretener Popkonventionen. Die Soundcollagen kann ich aber nicht immer hören. Das Bonusmaterial und das Booklet stimmen auch. Architecture und das Debüt gefallen mir aber besser. Gute 4 Sterne sind in der Bewertung drin. Jetzt müssen endlich die restlichen Alben der 80er bis in die 90er als Remasters angegangen werden.
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am 3. April 2008
Wie viele Jahre musste die OMD-Fangemeinde auf diese Ausgabe von "Dazzle Ships" warten? Endlich, endlich ist dieses phantastische Album als Remastered Edition in lupenreiner Soundqualität erschienen! Auf Knien will man der Band und der Plattenfirma dafür danken! Sämtliche Tracks, die 1983 zu dem Album gehörig erschienen sind (12" Versionen, B-Seiten), sind als Bonus-Tracks enthalten, einige erstmals überhaupt auf CD (so vor allem die 12" Version von "Telegraph" oder auch "66 And Fading" in voller 12" Single-Länge). Der absolute Hammer ist die 1981er Ur-Version von "Telegraph" ("The Manor Version"), die die originale Singleversion fast noch toppt. Erwähnenswert auch das vordem unveröffentlichte "Swiss Radio International" (das allerdings nicht mehr als ein Sample-Track ähnlich "Radio Prague" ist). Das Cover ist mit viel Liebe nach dem originalen Artwork von 1983 gemacht ("Dazzle Ships" war immer GRÜN, nie BLAU!), zudem enthält das Booklet enthält eine ausführliche Geschichte über die Entstehung des Albums. So soll es sein!
Endlich hat dieses Meisterwerk seine angemessene Form als CD erhalten. Wunderbar!
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am 28. Juni 2001
"Dazzle Ships" beschloss 1983 die Reihe der ersten vier OMD-Longplayer, die noch den unverkennbaren und eigenständigen Elektropop repräsentierten, der OMD bis dahin ausgemacht hatte und der unter den Fans mehrheitlich so heiß geliebt wird. Das Erscheinen des 1984er Albums "Junk Culture" nahm sich für viele Fans dagegen als ein Kulturschock aus, dominierte dort doch bereits unüberhörbar der chartfähige Mainstream-Pop. Was von da an von OMD folgte, war als ebensolcher Pop zumeist hervorragend gemacht, gut hörbar und im Gegensatz zu weiten Teilen der heutigen Popszene immer abwechslungsreich - doch um die alte, bizarre Elektro-Herrlichkeit war es für immer geschehen. Von dieser bietet "Dazzle Ships" reichlich, und man kann das Album neben OMDs Debut-LP von 1980 sicherlich als das experimentellste bezeichnen. Minimalistische Arrangements wie in "Of All The Things We've Made" wechseln sich ab mit rhytmischen Klangcollagen synthi-generierter Fabrikgeräusche wie in "ABC Auto Industry" oder schlichtweg genialen Stücken wie "Genetic Engineering" oder "Telegraph", die den technologischen OMD-Sound, der anno 1983 bereits wie ein Import der späten Siebziger klingen musste, in perfekter Weise zu dynamischen Popkrachern umgoss. "Dazzle Ships" ist ein Feuerwerk geistreicher Einfälle, das viel von der kreativen Intuition der damaligen Musik-Tüftler Andy McCluskey und Paul Humphreys spüren lässt. Schon deshalb ist es unsinnig, OMD der Nachahmerei des am Anfang ihres Schaffens stehenden Vorbilds "Kraftwerk" zu zeihen, wie dies fast stets geschieht, wenn über OMD geschrieben oder berichtet wird. Dennoch sei der Verweis auf dieses Vorbild hier hilfreich: wer "Kraftwerk" mag, wird an diesem Album vielleicht auch Gefallen finden; wer mit OMD mehr den Pop seit Mitte der 80er verbindet, muss seinerseits mit einem Kulturschock im umgekehrten Sinne rechnen.
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am 13. März 2008
Ja ja, die guten alten Zeiten. Nach dem Megaerfolg des Albums "Architecture & Morality" und der Hitsingle "Maid of Orleans" folgte mit Dazzle Ships ein Nachfolger, der Fans und Kritiker gleichermaßen überraschte und verwirrte. Von tanzbaren Popsongs (Genetic Engineering, Telegraph) über tiefmelancholische Balladen (International, Romance of the telescope, Of all things we've made) bis zu experimentellen Spielereien (Radio Prague, This is Helena, Dazzle Ships, Time Zones) war hier alles vertreten. Auch wenn das Album kommerziell der größte Flop der Band war, Andy und Paul stehen auch heute noch dazu und sind stolz auf ihr Werk. Für mich war Dazzle Ships seiner Zeit weit voraus, die Klangqualität der remasterten Version ist sehr gut und zusammen mit den Extratracks ein klarer Kaufgrund auch für Besitzer des Originals.
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am 17. Februar 2013
Ich war 15 als ich mir damals die LP - Dazzle Ships von OMD gekauft habe. Voller Erwartung nach einem vergangenen Maid Of Orleans etc. machte sich damals recht große Enttäuschung breit, blieben doch nur die Songs wie Telegraph und Genetic Engineering im Ohr und das ganze Album klang recht Experimentell. Das Album verschwand also im Regal und staubte vor sich hin.
Heute, 30 Jahre später bin ich 45 und wollte es nochmal wissen wie Dazzle Ships heute auf mich wirkt. Und ich kann sagen es hat gewirkt. Dazzle Ships ist für mich aus heutiger Sicht das beste was OMD in ihrer Karriere hervorgebracht haben und mit Recht (auch nach Meinung vieler anderer) die Perle in ihrem Back - Katalog. Das Album sollte in einem Guss genossen werden, den nur so erschließt es sich einem und erzeugt die dafür notwendigen Bilder im Kopf. Menschen die jetzt erst auf OMD aufmerksam werden oder geworden sind, darf ich das Album wärmstens empfehlen ggf. ganz einfach 30 jahre für sich selbst im Regal reifen lassen. ;)
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am 11. Oktober 2011
Das diese Platte beim Bubblegum-Pop gewöhnten Massenpublikum der 80er Jahre durchgefallen ist, lässt sich angesichts der Verwirrung die sich nach dem ersten Hörgenuss breitmacht, durchaus nachvollziehen. Doch wer bereit ist, sich in dieses Album hineinzuhören, der wird es mögen. Herzzerreissende Balladen wie "The Romance Of The Telescope" knüpfen an das Vorängeralbum "Architecture & Morality" an, werden aber durch eher untypische Songs, sowie durch einige reine Klangcollagen, die das Album immer wieder unterbrechen, begleitet. Die großartige Single "Genetic Engineering" kommt simpel und vertrackt zugleich daher und hebt sich schon alleine inhaltlich vom Pop-Einerlei ab. mit "Telegraph" und "Radio Waves" haben OMD zwei astreine, nach vorne gehende Electropop-Perlen am Start. Zusammen mit Andy McCluskeys über jeden Zweifel erhabenen Vocals, ist "Dazzle Ships" ein sowohl für die Band als auch für den Synth-Pop im allgemeinen ungewöhnliches, aber auch gehaltvolles Album, welches vom Hörer entdeckt werden will.
Die gemasterete Neuauflage von 2008 bietet neben gutem Klang eine Reihe von lohnenswerten B-Seiten und alternativen Versionen, die musikalisch in dieselbe Kerbe schlagen, wie das eigentliche Album und für Komplettisten eh Pflicht sind. Im Booklet kann man überdies einige Zeilen zur Entstehung und Rezeption der Platte lesen. Alles in allem ist diese Ausgabe von "Dazzle Ships" also für Neuentdecker für mich lohnenswert, aber bestimmt auch für Besitzer einer der alten Auflagen ein lohnenswerter Kauf.
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am 14. April 2014
Auch wenn das hier das unbeliebteste Album ist, ich finde es ist das Beste. Die Urversion von Telegraph
ist ein Highlight. Eine Qualität, die natürlich meine alte Platte nie erreicht hat.

"Music for your Taperecorder"
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am 15. Juni 2011
Diese CD hatte ich schon im 1983er "Original" und ich bin nur zufällig stöbernd auf die Remaster-Version gestoßen, welche ich dann als alter Fan aus Interesse bestellt habe. Gott sei Dank! Diese Abmischung ist viel klarer, feiner, kurz audiophiler. Und die Zusantztracks begeistern einfach - ich höre das Teil rauf und runter und kann gar nicht genug davon bekommen...
Kurzum - diese Disk kann ich guten Gewissens empfehlen!
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am 17. Dezember 2002
"Orchestral Manoeuvres In The Dark" - erinnert sich noch jemand? Nachdem die Pioniere in Sachen elektronischer Musik 1981 und 1982 mit der Single "Maid Of Orleans" schon einen veritablen Hit hatten, legte man 1983 ein ziemliches ungewöhnliches Werk vor, das mit den netten Melodien des Vorgängers "Architecture & Morality" brach. "Dazzle Ships" ist auch heute noch eine etwas verstörende, wunderliche und merkwürdige Platte, die weit entfernt war von dem kommerziellen Schrott, den O.M.D später abliefern sollte. Oft sind es nur Soundcollagen ("Radio Prague" oder "Time Zones"), die zu hören sind. Oft aber auch seltsam schöne Lieder, die wie "Kraftwerk" (die O.M.D. damals übrigens als Vorbild nannten) klingen - nur mit einem Sinn für Gefühl und Romantik: "Romance Of The Telescope", "Silent Running" oder mein absoluter Favorit "Of All The Things We've Made". Diese Platte war 1983 wirklich neuartig, der Ansatz, die Wahl der Instrumente und die Konzeption von "Dazzle Ships" sollten die mutigste Sache werden, die Andy McCluskey (Stimme, Synthesizer, E-Bass, Ansätze von Gitarre), Paul Humphreys (Stimme, Synthesizer) und Malcolm Holmes (Schlagwerk) jemals zustandebrachten. Die Liverpooler werden in meinem "musikalischen Herzen" immer eine kleine Nische haben. Schade, daß man den experimentellen Ansatz von "Dazzle Ships" nicht weiterverfolgt und ausgebaut hat - was wäre da noch möglich gewesen?
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