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am 16. Juni 2009
Die Kamera liegt gut in der Hand, hat eine ansprechende Ergonomie (natürlich subjektives Empfinden, man muss sie anfassen und ausprobieren). Alle Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. Das Display ist mit seinen 7,6cm völlig ausreichend und zeigt alle wichtigen Informationen. Das Menü ist übersichtlich gestaltet und keineswegs kompliziert. Den vielen Aussagen, das das Gehäuse wie billiges Plastik wirkt, kann ich nicht zustimmen. Es fühlt sich sehr solide und stabil an. Der Kunststoff hat den großen Vorteil, dass die EOS450D auf ein Nettogewicht von nur ca. 520 Gramm kommt. Weiterhin sind an den zentralen Stellen Gummierungen vorhanden.

Das Sucherbild ist absolut überzeugend. Es ist klar, hell und übersichtlich. Auch für Brillenträger, wie mir jemand bestätigte, der schon sehr lange mit Spiegelreflexkameras fotografiert. Der Live View Modus arbeitet tadellos, ich benutze ihn aber nicht wirklich. Diese Thematik ist denke ich, woanders schon genügend diskutiert worden.
In Sachen Funktionen denke ich, braucht man bei der EOS450D auf nichts zu verzichten. Ob nun Abblendtaste, ISO, Weißabgleich, Spiegelvorauslösungsfunktion, eine Auswahl der Messungen (z.B. die neue Spotmessung), alles ist einfach zu erreichen. Bei der EOS 450D kann man nun punktuell messen. Bei der Mehrfeldmessung sind bei mir keine Überbelichtungen aufgetreten. Ich weiß nicht welche Einstellungen manche vorgenommen haben, ich kann das Phänomen der Überbelichtung jedoch nicht bestätigen. Ich kann die schlechten Rezensionen dazu überhaupt nicht nachvollziehen.
Der Blitz hat mich auch sehr überrascht, er liefert durchweg sehr gute Ergebnisse. Im Automatikmodus wird er natürlich automatisch ausgeklappt und lässt sich jederzeit problemlos per Hand einklappen. Der Blitz-Zündpunkt kann übrigens ausgewählt werden. Die autom. Sensorreinigung wird von selbst vor dem Ausschalten der Kamera durchgeführt.
Das Kit-Objektiv EF-S 18-55 mm 1:3.5-5.6 IS ist leicht (Bajonett aus Kunststoff). Ob dies nun in irgendeiner Weise ausleiert kann ich nicht bestätigen, es macht auf jedenfall einen sehr soliden Eindruck. Der Zoomring ist sehr griffig und leicht zu Händeln. Der man. Fokusring ist etwas kleiner, lässt sich aber nach meinem subjektiven Empfinden einfach erreichen. Das Kit-Objektiv hat keinen USM, aber das Arbeitsgeräusch des Autofokus ist keineswegs penetrant oder laut. Da hatte ich bei manch anderen Kamera/Objektiv-Kombinationen einen störenden Eindruck. Der AF ist echte Sahne und arbeitet richtig gut. Der Bildstabilisator arbeitet klasse, natürlich sollte man hier keine Wunderdinge erwarten, aber bis jetzt hat er immer seine Dienste erfüllt.
Die Einschaltzeit ist super flott, mehr braucht man nicht als Hobby-Fotograf. Die Auslöseverzögerung ist spitze und selbst die schnelle Serienbildgeschwindigkeit lässt keine Wünsche offen. Da meistert man auch schwierige Situationen, wo schnelles Reagieren gefragt ist.
Mich hat die Canon EOS450D absolut überzeugt und die Bilder sind wirklich ein Hochgenuss. Ich denke da kann kein Hobby-Fotograf meckern, ganz im Gegenteil, die Bildqualität ist beeindruckend. Ob dies für den "Profi" ausreicht, kann ich nicht sagen.
Die SD bzw. SDHC -Karten lassen sich einfach und schnell wechseln, der Schacht ist gut integriert und hat einen soliden Verschluss. Genauso der Akku-Schacht. Der Akku an sich ist gut und hält enorm lange. Die Laufzeit liegt natürlich auch stark an den genutzten Funktionen, das sollte jedem klar sein. Aber selbst mit Live-Modus und Blitz kann man problemlos rund 500-600 Bilder machen. Abschließend möchte ich noch den Augensensor benennen, der ein wirklich wichtiges Detail ist.

Die für mich wichtigsten Argumente:

+ Exzellente Bildqualität!
+ Riesiger Funktionsumfang in dem Preissegment
+ Sehr schnell (Auslösen, Einschalten etc.)
+ Gute Verarbeitung und Ergonomie, wirklich einfach zu bedienen (subjektives Empfinden)
+ Tolles Kit (inkl. Bildstabilisator, der mir persönlich im Objektiv lieber ist, als im Gehäuse)
+ 9-Punkt Spotmessung ist eine wirklich tolle Funktion
+ Es gibt genügend Zubehör und vor allem relativ günstig, auch wenn man dies am Anfang vielleicht noch nicht braucht
+ Preis / Leistungs-Verhältnis stimmt

Da gibt es nichts zu meckern, uneingeschränkte Kaufempfehlung!!!
55 Kommentare| 206 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 12. April 2008
Am 20. August 2003 überraschte Canon die Welt mit der EOS 300D, der ersten, auch für Amateure erschwinglichen, digitalen Spiegelreflexkamera. Damals wahrlich eine Revolution, nicht umsonst trug diese 6 Megapixel Kamera außerhalb von Europa die Bezeichnung "Digital Rebel". Das Nachfolgemodell aus dem Jahr 2005, die EOS 350D, erhielt im Wesentlichen einen 8 Megapixel Sensor, einen neuen, schnelleren Bildprozessor, den DIGIC II und einen Designwandel in Richtung klein und schwarz. Mit der EOS 400D kam nicht nur das Update auf 10 Megapixel, sondern auch endlich ein größerer, brauchbarer TFT und eine automatische Sensorreinigung. Die wahre "Revolution" der EOS 400D war für mich jedoch der erheblich verbesserte Autofokus, der nun auf die Technik der semiprofessionellen EOS 30D aufsetzte.

Ich fotografiere seit 1997 digital (u.a. Canon PowerShot G2) und hatte von der oben genannten Serie die EOS 350D und die EOS 400D im Einsatz und habe mit diesen Kameras tausende von Fotos gemacht, bevor ich auf die EOS 40D umgestiegen bin. Die EOS 450D werde ich vorwiegend als Backup-Kamera nutzen.

Die Canon EOS 450D erhielt das erwartete 2 Megapixel-Upgrade, wie all ihre Vorgänger und bringt es nun insgesamt auf 12 Megapixel, wobei die Größe und das Format des CMOS-Sensors (22,2*14,8 mm) wie erwartet beibehalten wurde. Die EOS 450D erhielt darüber hinaus Canons neuesten Bildprozessor, den DIGIC III mit mehr Performance, ein drei Zoll Display mit Livebild-Funktion, ein verbessertes 9-Punkt Autofokussystem, eine Spotmessung und zahlreiche Detailverbesserungen.

Etwas geärgert habe ich mich über Canons Schwenk weg vom CompactFlash (CF), hin zu SD und SDHC, denn nun sind meine Speicherkarten zwischen der EOS 40D und der EOS 450D nicht mehr austauschbar. Wozu soll das gut sein? Auch der LP-E5 Akku ist eine Neuentwicklung, der nun mit mehr Kapazität aufwarten kann. Zusammendfassend kann man sagen "solide Technik und mehr von allem", der große Aha-Effekt blieb für mich jedoch aus. Neueinsteiger können hier mal wieder bedenkenlos zugreifen, denn die aktuellen Modelle vom Marktführer Canon sind stets State-of-the-Art. Doch nun zu meinen ersten Eindrücken ...

Die Haptik der EOS 450D macht insgesamt einen sehr guten Eindruck. Ich habe das Gefühl, dass sie sich etwas besser halten lässt, als ihre Vorgänger. Die Anordung und Anzahl der Knöpfe ist sehr gut gewählt, wobei ich in der Praxis stets das komfortable Wahlrad meiner EOS 40D vermisse. Na ja, vielleicht wird das bei der EOS 500D eingeführt. Der Live-View eignet sich gut für das Fotografieren von statischen Objekten. Wobei ich bei Spiegelreflexkameras persönlich den Blick durch den Sucher bevorzuge, der bei der EOS 450D zum Glück ebenfalls merklich verbessert wurde und sich nun fast auf dem Niveau der semiprofessionellen Canons befindet. Die Autofokus-Genauigkeit ist tadellos, wobei ich jetzt auf Anhieb keine Verbesserungen zur EOS 400D feststellen kann, da müsste man wahrscheinlich mal intensiver testen. Die Serienbildgeschwindigkeit wurde bei der EOS 450D offenbar auch erhöht, aber das ist für mich persönlich nicht relevant.

Als ein großes Plus empfinde ich, dass die aktuelle ISO-Einstellung bei der EOS 450D im Sucher sichtbar ist. Denn mir ist es hin und wieder passiert, dass ich von den hohen ISOs versehentlich nicht wieder zurückgestellt habe und dadurch zahlreiche Bilder unnötig verrauscht waren. Von der Bildqualität her kann ich auf Anhieb keine erheblichen Verbesserungen im Vergleich zur EOS 400D ausmachen, die ja auch bereits exzellente Ergebnisse lieferte. Für den anspruchsvollen Normalfotografierer dürften die Unterschiede zwischen 10 und 12 Megapixeln in der Praxis nicht sonderlich bedeutsam sein. Es sei denn man ist ein sogenannter "Pixelpeeper". ;-)

Meine Meinung: Wieder mal 5 Sterne --> Die Canon EOS 450D ist eine gelungene Evolution der EOS 400D, die sich an die von den Mitbewerbern angebotenen Features angepasst hat. Neueinsteiger können diese Kamera bedenkenlos kaufen, sowohl dSLR-Neulinge als auch ambitionierte Amateure werden sich mit der Bedienung sehr schnell zurecht finden. Wer die Leistung einer Kamera dieser Klasse wirklich ausschöpfen will, der landet freilich schnell bei der Herstellung von Raw-Bildern, die anschließend auf dem PC per Software (Bibble, LightRoom, etc.) digital entwickelt werden müssen.

Für den Kauf einer Canon dSLR spricht übrigens auch das gute, umfangreiche und preislich attraktive Objektivprogramm des digitalen Marktführers. Ich möchte sie hierbei insbesondere auf die mit dem Kürzel "USM" bezeichneten Canon-Objektive aufmerksam machen. Diese Linsen fokussieren blitzschnell und annähernd geräuschlos. Ein (rotes) "L" für Luxus kennzeichnet Canons High-End-Objektive.

Und noch eine Anmerkung zum guten Schluss: Das Objektiv des EOS 450D Kits wird nun mit einem IS (Image Stabilizer = optischer Verwacklungsschutz im Objektiv) angeboten, was ich für eine sehr gute Idee halte. Denn insbesondere viele Anfänger kämpfen, ohne es zu wissen, mit unscharfen Bildern, die durch Verwackelungen in Folge von zu langen Belichtungszeiten ausgelöst werden. Da ich bereits eine Objektivpalette von Canon besitze, habe ich das IS-Kit-Objektiv jedoch nicht testen können. In Fachkreisen wird üblicherweise über (Canon) Kit-Linsen geschimpft, in der fotografischen Praxis liefern diese Objektive jedoch sehr gute Ergebnisse. Insbesondere, wenn man das Preisleistungsverhältnis betrachtet. Insofern sind die Canon Kit-Objektive ideal zum soliden Einstieg und zur Orientierung - bevor es richtig teuer wird.
1515 Kommentare| 642 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eines vorweg: diese Rezension ist in 1. Linie an SLR-Einsteiger und noch nicht so erfahrene Fotografen gerichtet, die bisher mit den üblichen Kameras zufrieden waren, aber neue Herausforderungen suchen.

Meine Erfahrung beschränkt sich auf drei Kleinbildkameras (aktuell Fujifilm Finepix F11), außerdem habe ich für knapp zwei Wochen eine Nikon D80 im Besitz gehabt, diese aber zurück gegeben, weil die Staubempfindlichkeit hier besonders war (wohl eher eine Ausnahme), außerdem tauchten Pixelprobleme auf (ein Totalausfall, mehrere Farbfehler).

Eigentlich wollte ich Nikon die Treue halten, es musste aber eine Kamera mit Staubentfernung her; aktuelle Tests mit der Nikon D60 belegen aber nicht, dass diese ein günstigeres Niveau der D80 darstellt. Daher tendierte ich erst zum exzellenten Auslaufmodell Canon EOS 400D, aber warum am falschen Ende sparen ? Sicherlich wird auch dieses Modell bald im Preis fallen, aber ich beabsichtige, die Kamera mehrere Jahre zu nutzen, daher habe ich zugeschlagen, weil auch im Vorfeld viel Lob zu vernehmen war. Aktuelle Tests (keine Schleichwerbung welche Fachzeitschriften) ermutigten mich zu diesem Schritt. Gekauft habe ich im Übrigen beim Fachhändler vor Ort; nichts gegen Amazon etc., aber der Preis war vergleichbar, insbesondere mit Zubehör, und ich kann ggf. vor Ort umtauschen - das muss aber jeder selbst entscheiden.

Der erste Test (immer im Vergleich zur D80, die ich als einzige Vergleichsmöglichkeit bisher habe): tolle, knackige Aufnahmen in Innenräumen, der Blitz hellt m. E. nicht ganz so gut auf, ist aber voll ausreichend. ISO-Werte bis 400 habe ich bislang ausprobiert, Bildrauschen kann ich (fast) gar nicht feststellen- tolle Leistung. Outdoor-Aufnahmen wirken auch fein aufgelöst, vor allem die natürliche Farbwiedergabe ist auffallend.

Das große 3-Zoll-Display ist mit der hohen Auflösung sehr gut gelungen, Live-View ist aus meiner Sicht für einen "echten" SLR-Fotografen (der ich noch werden will) eher entbehrlich, wird aber derzeit wohl langsam bei den neuen Modellen zum Standard. Die EOS 450D verbraucht aber bei Live-View merklich mehr Strom, kann mit einem Akku also weniger Bilder machen (mit 50% Blitzeinsatz ca. 190 Fotos lt. Bedienungsanleitung). Außerdem funktioniert das Ganze nicht (!) in den Motivbereich-Modi, also für den Einsteiger kann man Live-View z. B. nicht im Vollautomatik-Bereich nutzen.
Gerade das wäre aber wünschenswert gewesen, um das Foto vor dem Auslösen sehen zu können, aber es gibt ja den Sucher. Und der ist im Übrigen sehr gut. Diverse Informationen werden im Sucher geliefert, das kann man im Handbuch nachlesen. Anzumerken ist der 9-Punkte Autofokus. Was heißt das ? Max. neun Punkte leuchten im Sucher auf, in der Regel nur einige. Diese sind es, die das Bild im jeweiligen Bereich auf "scharf" stellen. Schnell erkennt man, dass das nicht immer klappt und man manchmal besser dran ist, manuell scharfzustellen. Das ist aber gerade die Herausforderung, dass man irgendwann den Vollautomatikbereich verlässt und sich den weiteren Herausforderungen stellt. Um aber halbwegs SLR-Profi zu werden, braucht man aber sicherlich einige Jahre - jeder hat mal klein angefangen.

Zu den Objektiven: seit einer guten Woche habe ich die Kamera nur mit dem ES-S 18-55 mm Objektiv: die meisten Fotos sind gut gelungen, aber auch mit Stabilisator bedeutet das nicht, dass Fotos nicht verwackeln ! Ein Stativ habe ich bereits bestellt, denn eine ruhige Hand und Stabilisator sind gut, es gibt aber insbesondere mit dem 55-250 mm-Objektiv neue Herausforderungen, die ein perfektes Bild (z. B. Nachtaufnahmen mit längeren Belichtungszeiten) garantieren sollen. Anzumerken ist auch, dass das "kleine" Objektiv prima Weitwinkelaufnahmen ermöglicht. Verzeichnungen die mich stören, habe ich derzeit nicht festgestellt.

Nun habe ich auch das EF 55-250 mm-Objektiv nachgeliefert bekommen. Passend zur sowieso schon leichten Kamera ist auch dieses eher ein Leichtgewicht, aufgeschraubt wird sich keiner den Arm verrenken müssen. Das ganze Set bleibt also weiterhin männer-und frauentauglich ! Und die Fotos (bislang nur Tagaufnahmen). Wow, für meine Zwecke reicht es erstmal eine ganze Weile aus. Tolle Zoomfahrten sind möglich, da auch hier ein Stabilisator zum Einsatz kommt, habe ich bislang bei beidhändiger Führung der Kamera keine Verwacklungen erlebt. Der Brennweitenbereich ist beachtlich. Profis mögen das Objektiv milde belächeln, aber wenn man kein HDTV kennt, ist auch PAL im Fernsehen teilweise sehr gut, d .h. man kann sich sicherlich steigern. Wollte ich etwas Besseres haben, hätte ich mit einer Nikon D300 bestimmt auch mehr erreichen können. Mit einem teureren Objektiv zu Beginn wäre mein veranschlagtes Budget aber deutlich überstiegen worden. Darum wird die Canon 450D ja auch für Einsteiger so interessant sein. Ein tolles Gerät, das einen relativ schnell seine bisherigen Digicams vergessen lässt.

Allein schon der physikalische Vergleich des 22,2 x 14,8 mm großen Bildsensors mit den mickrigen Größen der üblichen Sensoren verdeutlicht, warum hier ein 12,2 Mio-Pixel (effektiv)-Modell vorliegt, für das Bildrauschen erst in höheren ISO-Bereichen relevant wird.

Ein weiterer Grund, der mich zufrieden stellt ist, dass ich bislang keine Staubprobleme hatte, die Entfernung eventueller Staubreste beim Ausschalten der Kamera klappt also, ansonsten sei ein handelsüblicher Blasebalg für hartnäckigere Fälle empfohlen bzw. VORSICHT in staubigen Umgebungen. Pixelausfälle habe ich bei div. Testfotos auch nicht feststellen können.

Mehr kann man sicherlich berichten, aber andere und auch kompetentere Rezensenten werden sich sicherlich noch äußern.

Für mich ein Kauftipp. Ein Hinweis noch zum Gehäuse: diese wirkt nicht mehr ganz so kunststoffbillig, da es etwas edler verbaut wurde, dennoch kann es einer D80 oder Vergleichbaren und vor allem teueren Kameras nicht ganz das Wasser reichen. Aber durch die tolle Griffigkeit und das materialbedingt geringere Gewicht wird dieses Manko sehr gut ausgeglichen.
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am 20. Juni 2008
Nachdem ich alle erreichbaren Tests in Fachzeitschriften verschlungen hatte, kaufte ich mir die Canon EOS 450D und war sofort angetan von der Handlichkeit und dem hand-sympatischen Gefühl trotz allen "Plastik"-Geredes - wohl wissend, dass solche Beurteilungen immer subjektiv zu sehen sind. Da ich gerade von "Plastik" sprach, will ich gleich zum Bajonett des sogen. Kit-Objektives kommen. Gut - es ist ebenfalls aus Kunststoff (Plastik klingt ungerechtfertigt billig). Aber braucht auch der ernsthafte Fotoamateur im Allgemeinen mehr? Wer wechselt denn (Verschleiß fördernd) laufend die Objektive seitdem Zoom-Lenses zur Normalsausstattung gehören?
Mich stellt die Abbildungsleistung nach Beurteilung am PC-Monitor(19 Zoll) und mittels DINA4-Vergrößerungen vollkommen zufrieden. Dass die Leistungen bei verschiedenen Brennweiten leicht differieren können, ist altbekannte Tatsache, seit es Zoom-Objektive gibt.
Solche Objektive - auch das hier besprochene - sind eben ein Kompromiss, der uns aber durch seine Flexibilität vor allem Vorteile bringt. Wenn man bedenkt, in welcher Liga dieses Objektiv preislich spielt, dann ist man sehr gut damit bedient.
Der Bildstabilisator im Objektiv ist abschaltbar, und ich nutze ihn nur bei wirklichem Bedarf, da er ja auch Strom verbraucht.
Die Bildqualität allgemein, die ja nicht nur vom Objektiv abhängt, ist für mich überzeugend.
Am Gehäuse fällt mir zunächst der große Monitor auf, der deutlich und übersichtlich alle wichtigen Angaben für Betrieb und Belichtung zeigt. Die für die Belichtung relevanten Daten erscheinen bequemerweise auch noch im großen und klaren Sucher. Weniger sympathisch erscheinen mir die winzigen Leuchtdioden der AF-Felder, deren Aufblitzen irritierend kurz ist.
Der Autofokus selbst arbeitet im Übrigen - auch ohne Ultraschall - erfreulich schnell und leise.
Schnell ist die Kamera auch bezüglich der Auslöseverzögerung. Diese ist für mich kaum fühlbar.
Sportaufnahmen sind endlich etwas weiter entfernt vom Glücksspiel. Auch hier genieße ich endlich wieder das alte SLR-Gefühl.
Da der Platz für Knöpfe auf dem Gehäuse naturgemäß beschränkt ist, sind viele der reichlich vorhandenen Funktionen in einer ganzen Reihe von Menues untergebracht. Gewünschte Individualfunktionen kann man ja bequem gesammelt unter "my Menue" ablegen. Ansonsten muss man sich eben, wie bei jedem techn. Gerät (Video etc.) mit der Zeit einarbeiten. Die deutsche Bedienungsanleitung hat übrigens nur Postkartengröße und lässt sich leicht mitführen.
Die Bildbeurteilung über den Monitor per "Live View" ist nicht gerade komfortabel, und ich werde sie gewiss nur bei über-Kopf- bzw Makroaufnahmen nutzen (wozu brauche ich sonst eine Spiegelreflexkamera?).
Der eingebaut Blitz ist natürlich ein Notbehelf, der aber bei Aufnahmen im Heim, Partykeller usw. (auch was die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung angeht) vollkommen ausreichen sollte.
Einige Kritikpunkte will ich nicht vergessen:
1. das Fehlen einer mitgelieferten Speicherkarte, mit der man sofort loslegen könnte,
2. das Fehlen eines Blitz-Kabelkontaktes,
3. den für mich oft interessanten Spot-Belichtungsmodus würde ich gern auf Knopfdruck schnell zuschalten können,
4. eine Gegenlichtblende sollte auch bei diesem Preis zum Objektiv gehören und nicht erst für teures Geld hinzu gekauft werden müssen.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich (ohnedieHaltbarkeit/Zuverlässigkeit auf längere Sicht schon beurteilen zu können), die EOS 450D sehr positiv sehe. Ich fühle mich mit ihr in der Hand einfach wohl und würde sie wieder kaufen.
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am 19. April 2008
Ich habe eine lange analoge Vergangenheit hinter mir, erst eine Minolta XD7, dann eine weitere Minolta Dynax und dann schließlich digital eine Minolta Dimage 7hi. Nachdem Minolta die digitale Entwicklung verschlafen hat und demzufolge aus dem Markt ausgestiegen ist, war es Zeit, in ein neues System zu investieren. Da Canon herrvorragende Objektive anbietet und Weltmarktführer bei dSLRs ist, war es kein großes Problem, sich für Canon zu entscheiden.

Aber zur Kamera:
Die Bildqualtität ist hervorragend, vielleicht einen Tick schlechter als bei der 400d, was vermutlich durch die höhere Pixelzahl (12 statt 10 MP) auf gleichem Raum bedingt ist.

Das Gehäuse macht ebenfalls einen guten Eindruck, auch wenn ich es etwas klein für meine verhältnismäßig großen Hände finde. Hier könnte wahrscheinlich der Batteriegriff Abhilfe schaffen.

Ich benutze zwar fast nur die Halbautomatiken (Blende oder Zeit) sowie den manuellen Modus, allerdings sind die Aufnahmeprogramme für einen Einsteiger sicherlich ganz nützlich. Das Nachportraitprogramm benutze ich auch hin und wieder ganz gern, wenn ich keine Lust habe, die ganzen nötigen Einstellungen mit der Hand zu machen.

Die Ausstattung der Kamera ist, wie bei Canon üblich, ziemlich üppig. Endlich gibt es auch eine automatische Sensorreinigung; wie effektiv diese arbeitet, wird sich aber erst nach einiger Zeit sagen lassen. Im Gegensatz zur 400d hat die 450d auch eine Spotmessung (von mir sehr häufig genutzt). Schade, aber bei Canon systembedingt nicht zu verändern, ist, dass sich der Bildstabilisator in den Objektiven und nicht im Gehäuse befindet, denn lichtstarke UND stabilisierte Objektive erreichen extrem hohe Preislagen. Aber gut, bisher gings auch ohne Stabi. :-).

Das Kitobjektiv ist in der für Kitobjektive üblichen Leichtbauweise und Qualität gehalten, d.h. es besteht zumindest außen komplett aus Plastik, auch der Bajonettverschluss ist aus Plastik. Wie erwähnt ist das aber Standard; immerhin ist das Objektiv stabilisiert. Hier bleibt mir nur zu kritisieren, das Canon die Gegenlichtblenden separat verkauft; das ist eine Unsitte.

Jetzt zu den generellen Kritikpunkten, weswegen es nur 4 Sterne gibt: Die Kamera ist zwar toll ausgestattet, hat aber, im Vergleich beispielsweise zur Olympus e510, die ich auch ausprobiert habe, ein Manko: Viele Einstellungen sind nur über das Menü zu erreichen und damit auch nicht vornehmbar, wenn die Kamera am Auge ist.

- Was mich persönlich am meisten stört: der Spotmodus muss vorher über das Display eingestellt werden, es ist nicht möglich ihn wie üblich mit einer Taste zu aktivieren und bei Loslassen der Taste wieder zu deaktivieren.

- Die Blitzsteuerung ist ebenfalls erst auf der dritten Menüebene zu finden. Das ist, wenn man die Einstellungen schnell vornehmen möchte, einfach "zu weit weg".Etwas besser wird es, wenn die Einstellung in das frei konfigurierbare "MyMenu" übernimmt.

- Der Weißabgleich lässt sich in der Kamera nicht auf eine bestimmte Kelvinzahl festlegen. Das geht nur, wenn man im Rawmodus arbeitet und den Weißablich dann am Computer einstellt.

Generell ist mir bewusst, dass ich hier Sachen kritsiere, die nach Canons Marktpolitk professionelleren Kameras vorbehalten sind. Allerdings bietet die oben erwähnte Olympus e510 genau diese Merkmale in derselben Preisklasse. Deswegen "nur" vier Sterne.
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am 23. September 2009
Ich habe mir die EOS 450D mit 2 Kit-Objektiven zugelegt (18-55mm und 55-250mm) und damit eigentlich eine gute Grundausstattung.

Zunächst mal zur Kamera:

Es würde den Rahmen sprengen, hier alles aufzuführen, denn insgesamt ist die 450D schon ein echtes Wunderwerk. Deshalb beschränke ich mich auf Punkte, die mir besonders aufgefallen sind.

Da ist zunächst der Bildsensor. Dieser ist im APS-C-Format, also etwas kleiner als Kleinbild. Das hat im Wesentlichen folgende Effekte:
Ein kleinerer Sensor nimmt nicht so viel Licht auf wie ein größerer, weshalb es bei gleicher Auflösung theoretisch zu etwas stärkerem Rauschen kommt als bei einem Vollformatsensor. Allerdings hat ein APS-C-Sensor immer noch eine Größe von 22,2x14,8mm (zum Vergleich Kleinbild bzw. Vollformatsensoren: 36x24mm). Das ist also kleiner (sogar noch etwas kleiner als die Sensoren in Nikon-Kameras) aber, wenn man ehrlich ist, gerade im Vergleich zu Bildsensoren üblicher Kompaktkameras und sogar zu denen von Olympus-SLRs immer noch ganz schön groß. Der Vorteil der im Vergleich zum Vollformat geringeren Größe ist zunächst mal ganz klar der Preis. Man schaue hier nur beispielhaft auf Canons EOS 1D oder 5D Modelle.
Der Grund, warum ich so lange auf dem Sensor herumreite, ist, dass dieser letztlich für mich kaufentscheidend war. Der Four-Thirds-Sensor von Olympus (17,3x13,0mm) sorgt meinen Recherchen zufolge für ein doch sichtbar stärkeres Rauschen. Da ich mir eine Vollformatkamera nicht leisten kann (und bezweifle, dass sie für meine Zwecke wirklich notwendig ist), empfinde ich die Sensoren von Canon und Nikon als besten Kompromiss aus Bezahlbarkeit und wirklich herausragender Abbildungsqualität.
Und damit wären wir auch schon beim Fazit zum Bildsensor: Wie bereits erwähnt ist APS-C ein schon recht großes Format und damit in der Lage wirklich hervorragende Bilder einzufangen. Außerdem macht der technische Fortschritt auch vor Bildsensoren nicht Halt, sodass die Lichtempfindlichkeit heutiger APS-C-Sensoren (so alt ist die 450D noch gar nicht) doch deutlich höher ist als die bedeutend älterer Modelle.
Dass der Sensor etwas kleiner ist, hat neben der etwas kompakteren Bauweise der Kamera noch einen weiteren deutlichen Effekt: die Brennweite des aufgesetzten Objektivs verlängert sich um den Faktor 1,6. Voll ausgefahren werden aus den 250mm des zweiten Kit-Objektivs also 400mm. Dazu kann man stehen wie man will, ich mag Tele (sonst hätte ich dieses Kit kaum bestellt), also find ich's gut.

Genug zum Bildsensor. Des Weiteren war es mir wichtig, wirklich alles manuell einstellen zu können, bevor ich auf den Auslöser drücke. Den Spaß am Fotografieren habe ich mit einer 30 Jahre alten Praktica entdeckt. Das Stück kam komplett ohne Batterien aus. Also auch kein Autofokus, keine Blenden- und Belichtungszeitautomatik. Nicht mal ein integrierter Belichtungsmesser oder ein Blitz. Man mag es umständlich nennen, auf gewisse Automatiken zu verzichten, aber ganz genau so macht mir das Fotografieren Spaß. Und genau deshalb brauchte ich nach dem plötzlichen Tod der Praktica eine neue SLR. Um es kurz zu machen: Mit der 450D kann ich zunächst mal genau so fotografieren. Und es macht wieder Spaß (kein Vergleich zu Kompakten). 'Zunächst mal' deshalb, weil es doch einige Unterschiede gibt:
- Ein Weißabgleich war mit der Praktica nicht möglich. Der automatische der EOS ist bei natürlichem Licht meist sehr zuverlässig, der manuelle ist kinderleicht zu händeln und hilft wann immer sich der automatische vergreift oder die Presets nicht passen (z.B. bei Kunstlicht).
- Der integrierte Belichtungsmesser macht das Fotografieren schon komfortabler als der seperate von damals. Man kann ja auch viel genauer damit zielen (durch's Okular und nicht frei Hand)
- Man sieht Bilder sofort und nicht erst Tage / Wochen später und kann es gleich nochmal versuchen, wenn das Bild nichts geworden ist.

Für mit Digicams groß gewordene mag das alles banal klingen, aber ich möchte eben weitgehend so fotografieren wie mit der rein mechanischen Praktica auf Film, weiß gewisse Vorzüge der Digicams aber durchaus zu schätzen. Genau das geht mit der EOS 450D. Für mich wird damit ein Traum endlich war.

Auf die ganzen tollen Spielereien wie LiveView auf dem LCD, Bildstile und sonstige Automatikprogramme will ich nicht weiter eingehen. Wer sich eine Kamera nach solchen Punkten aussucht, sollte sich ernsthaft fragen, ob er das viele Geld für eine Spiegelreflex wirklich ausgeben will oder ob es nicht doch eine gute Kompakte zum halben Preis tut. Auch in diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren erstaunliches getan.

Viel wichtiger ist bei einer Kamera ja auch, was am Ende bei rauskommt: die Bildqualität. Da ich fast alles manuell einstelle, bleibt es nicht aus, dass gerade unter den ersten Aufnahmen manchmal Ausschuss dabei ist. Immerhin bin ich dann selbst schuld daran und kann entsprechende Einstellungen ändern. Letztlich kommen dann immer auch sehr gelungene Bilder bei raus und die hab ich dann eben selbst gemacht und nicht die Automatik der Kamera. Durch die gelungene Menüführung und die überwiegend sehr ergonomische Anordnung der Tasten und Rädchen sind die entsprechenden Einstellungen auch blitzschnell getätigt, sodass man (wenn man ein bisschen mit der Kamera vertraut ist) auch Schnappschüsse machen kann. Details wie einen falschen Weißabgleich kann man mit der ordentlichen Software, die Canon beilegt, auch noch nachträglich korrigieren. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man im RAW-Format fotografiert. Aber wer kauft sich schon eine Spiegelreflex, um seine Bilder schon auf der Kamera nur als JPEG zu haben?

Als ich eingangs über den Bildsensor schrieb, erwähnte ich den Zusammenhang zwischen Sensorgröße und Rauschverhalten. Hier kann ganz klar Entwarnung gegeben werden: Bis ISO 400 sollte bei Außenaufnahmen am Tag nichts rauschen. Ab ISO 800 wird es je nach Lichtverhältnissen mehr oder weniger stark sichtbar. Bei ISO 1600 ist insbesondere bei Kunstlich deutliches Rauschen sichtbar, für Abzüge bis ca. A5 sind die Bilder aber mindestens zu gebrauchen. Vielleicht sogar noch für größere. Bei Naturlicht ist das Rauschen aber selbst bei ISO 1600 noch vertretbar, wenn es auch etwas von den Farben und der Helligkeit der Flächen auf dem Foto abhängt.

Gut gefällt mir auch der Akku: der ist einfach nicht totzukriegen. Wenn man mit der Kamera in die Wüste fährt, wird einem eher das Wasser ausgehen als der Kamera der Saft. Ich glaube, die wenigsten 450D-Besitzer werden einen Zweitakku zwingend brauchen.

Vielleicht noch ein paar Sätze zur Verarbeitung: Das Gehäuse ist zwar "nur" aus Kunststoff, aber es wirkt alles sehr stabil, sehr fest, griffig, passig. Kunststoff muss nichts Schlechtes sein. Man kauft eine Kamera nicht, um damit Fußball zu spielen. Wenn man sie dem Zweck angemessen behandelt, sollte eine Kamera mit Kunststoffgehäuse genauso gut halten wie eine mit Metallgehäuse. Es gibt heutzutage ohnehin so gute Kunststoffe, dass die Frage nach Metall oder Kunststoff eher eine ästhetische ist. Ich denke, die EOS 450D ist ein Beweis von vielen dafür.

Mein Fazit zur Kamera lautet also: in dieser Preisklasse wird man bei anderen Herstellern vielleicht vergleichbares aber kaum etwas besseres finden.

Da ich ein Kit mit 2 Objektiven gekauft habe, möchte ich auch noch auf diese zu sprechen kommen.
Da Bildkreis, Lichtstärke, Autofokus und Bildstabilisator der Objektive vergleichbar sind, sich also nur die Brennweiten unterscheiden, werde ich beide zusammengefasst beurteilen.

Meiner bisherigen Erfahrung nach sind sie für Außenaufnahmen bei Tag und Langzeitbelichtungen bei Nacht gleichermaßen sehr gut geeignet. Die Darstellungsqualität entspricht ziemlich genau dem, was ich für meine Zwecke gern hätte. Warum schränke ich das auf Außenaufnahmen ein? Mit maximalen Blendenöffnungen von F3,5 (Normalobjektiv) bzw. F4,0 (Tele) ist die Lichtstärke in Ordnung aber eben auch nix Dickes. Bei gutem Licht kann man daher bei ISO 200 bis 400 auch bewegte Objekte gut fotografieren.
Für sehr schnelle Bewegungen muss man höhere ISO-Werte nehmen, damit man bei dafür notwendigen kürzeren Belichtungszeiten auch noch ausreichend belichtete Fotos bekommt.

In Innenräumen bekommt man daher schnell Probleme: Selbst in (von draußen) gut ausgeleuchteten Räumen muss man bei ISO 1600 auf Belichtungszeiten zwischen 1/100 und 1/25 (!!!) Sekunde hochgehen, um brauchbare Bilder zu bekommen. Das reicht bestenfalls für Stillleben.
Immerhin trumpft hier der Bildstabilisator auf: mit einer ruhigen Hand kann man selbst bei 1/20 Sekunde Belichtungszeit noch völlig unverwackelte Fotos machen. Das hat mich umgehauen. Vor Begeisterung, versteht sich.
Für Fotos von schnellen Indoorsportarten sollte man sich dennoch ein lichtstärkeres Objektiv zulegen. Mit denen aus dem Kit wird man in solchen Situationen definitiv nicht glücklich.

Den Autofokus benutze ich kaum. Ich habe ihn ein paar mal ausprobiert, aber genauer als ich per Hand ist er eigentlich nicht. Schneller vielleicht. Ich habe keine Erfahrung mit USM-AF-Objektiven, sondern höchstens mit Zwangs-AF von Kompakten. Im Vergleich zu diesen ist der AF deutlich schneller. Egal, ich bleibe beim manuellen Fokus. Der schont den Akku und Spiegelungen im Glas oder Zäune irritieren mich weniger als den Autofokus.

Bleibt nur noch die Verarbeitung der Objektive. Diese ist mit der der Kamera vergleichbar: überwiegend Kunststoff aber sehr stabil, sehr wertig. Ich denke auch hier wird man bei zweckmäßigem Gebrauch sehr lange Freude mit den Objektiven haben.
Da die Bajonette der Objektive nur aus Kunsstoff sind, das der Kamera aber aus Metall, mache ich mir zwar schon meine Gedanken zur Haltbarkeit, da aber alles gut passt und die Objektive ohne jegliche Kraft zu (de)montieren sind, will ich mal nicht den Teufel an die Wand malen. Ich hoffe einfach, dass alles hält.

Fazit zu den Objektiven: Die Zusammenstellung ist mit Blick auf die Brennweiten sehr gelungen und deckt die häufigsten Einsatzgebiete ab. Einsteigern sei dieses Kit also dringend empfohlen. Für speziellere Einsätze kommt man aber nicht umhin auch speziellere Objektive zu kaufen. Um herauszufinden, welche das sind, sind die Kitobjektive gut zu gebrauchen. Aber auch sonst setzt man die 2 Allrounder immer wieder auf.
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am 8. Juli 2008
Also wer die Sony a350 und die EOS 450D mal im direkten Vergleich in der Hand hatte, wird auf keinen Fall die Behauptung aufstellen, die EOS wirke "billiger". Die Haptik der Sony ist wesentlich schlechter, die Sony mit ihrem dünn wirkenden Kunststoffgehäuse empfand ich fast als Zumutung, dazu kommen noch der miese Sucher der Sony, die doppelt so langen Akkuladezeiten und und und...

Ich will nichts wiederholen, sondern nur ergänzen, einige Punkte zur Canon wurden hier aber vergessen oder in der ersten Rezession etwas falsch dargestellt:

- mit einer Canon kann man auf eine nahezu unerschöpfliche Auswahl an Objektiven zurück greifen, das ist bei anderen Herstellern zum Teil schwieriger
- wer mit einer DSLR nur im Automatikprogramm fotografiert, sollte sich lieber eine Kompaktkamera zulegen, genauso diejenigen, die es nicht schaffen Liveview über das Menü zu aktivieren
- Liveview ist nur eine Ergänzung über Studioaufnahmen über Laptop Remote oder sehr ungünstig gelegene Motive, sowie zum exakten manuellen Fokussieren, ich habe schon so viele mit einer Sony gesehen, die nichtmal mehr den Sucher benutzen, das ist einfach nur lächerlich...
- Akku und SD Karte, der Akku hat mehr Kapazität, da ist die Kompatibilität Nebensache und die SD Karte ist einfach nur ein logischer Schritt, CF hatte mit Dreck, verbogenen Pins und nicht zuletzt der Grösse zu kämpfen
- dass ab ISO 200 ein "Weichzeichnungseffekt" eintritt ist absolut unwahr, die Kamera bring in etwas die selbe Auflösung wie wesentlich teurere Profi Canons bis in hohe ISO Werte, entweder du hast keine Ahnung wie man die Kamera effektiv benutzt oder das ist Hörensagen
- zuletzt, auch der Bildstabi ist nicht als "träge" zu bezeichnen

Für eine Einsteiger DSLR hat die Kamera eine sehr gute Ausstattung, der helle Sucher, das gute Kitobjektiv machen sie für mich zur attraktivsten DSLR in der Einsteigerklasse.
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am 10. Juni 2010
Ich bin Foto Anfänger. Ich sage das vorweg weil es im Grunde kaum einen Grund gibt zu den vielen Halb und Voll-Profis und ihren Exzelenten Kommentaren noch einen solchen hinzuzufügen. Wer die ganzen Technischen Details wissen will ist wirklich gut aufgehoben bei diesen Rezensionen. Ganz bewusst will ich die Situation Schildern für jeden der wenig bis keine Erfahrung mitbringt was Digitale Spiegelreflexkameras angeht.

Als ich vor nun 3 Jahren wieder angefangen habe zu studieren war mir schnell klar dass ich als Klassischer Archäologe in die Situation kommen werde vor Tempeln, Palästen oder sonstwelcher Griechischer oder Römischer Architektur und/oder vor Kunstwerken im Museum viel Zeit verbringe. Erste Museumsbesuche machten mir da zügig deutlich dass die Bildqualität die mir Kompaktkameras da bieten im Nachhinein keine große Freude bereiten würden und der Entschluß reifte es dann gleich "richtig" zu machen.
Nach ausführlicher Studie von Tests und meines Geldbeutels kam ich dann zu dem Entschluß dass die EOS 450D die Kamera sein würde die einerseits noch im Rahmen meiner Finanziellen Möglichkeiten liegt und andererseits meinen Ansprüchen am ehesten entgegen kommt.

Mit Spannung packe ich dann zuhause mein neues Baby aus und vom Start weg war ich glücklich mit meinem Kauf. Es ist (und da habe ich bei anderen Technik Einkäufen auch schon anderes erlebt) alles vorhanden was man braucht zum loßlegen AUßER der Speicherkarte. Ich muss gestehen es hätte mich nicht gestört wenn bei dem Preis (da war die 450D noch neu und ein Ende teurer als heute) auch gleich eine dabei gewesen wäre, aber darauf war ich vorbereitet und hatte vorgesorgt. Der Tragegurt war ok (kein Meisterwerk aber er erfüllt seinen Zweck treu und verlässlich) der Akku schnell aufgeladen und loß ging es.

Ich ging über den Ohlsdorfer Friedhof hier in HH. Fotografiert Grabsteine, Bäume den alten Wasserturn und Seen und Vögel. Alle Bilder waren vom Start weg gelungen. Klar fehlte die Rafinesse die ein geübter Fotograph seiner Kamera entlocken kann aber es war ein Kinderspiel mit den vorgegebenen Einstellungen und Programmen gleich ansehliche Bilder zu machen. Die Bedienung der Kamera wirklich ein Kinderspiel und alles ist prima zu drücken und erreichen ohne dass ich an der Kamera groß umständlich rumwerkeln müsste.
Den Blitz benötigte ich anfangs kaum. Später bei Aufnahmen im Dämmerlicht aber auch hier eine positive Überraschung. Klar hat der eingebaute Blitz seine Grenzen. Aber um ganz ehrlich zu sein war ich bislang noch nicht in der Situation einen größeren vermisst zu haben.
Nach diesen ersten äußerst positiven Erfahrungen ging es in die ersten Museen. Kommilitonen hatten ihrerseits nur Kompaktkameras dabei und glaubt mir wenn ich sage dass die EOS 450 auch die teuersten modelle (waren durchaus gute dabei) um längen überbietet. Wer sich mal Archäologische Museen angeguckt hat weiß wie bescheiden da zum Teil die Ausleuchtung ist (und Blitz ist dann gerne verboten). Für die EOS 450D nur bei echten Härtefällen ein Problem. Foto-Vergleiche mit den Kommilitonen am Laptop haben da hintenraus immer für viel Zufriedenheit bei mir gesorgt.

Letzten Sommer dann der Härtetest. Hochsommer im Westen der Türkei. Ephesos, Milet etcetcetc. 45°C im Schatten, Sonne ohne Ende und ich als Fotolaie merke dass ich schlecht auf die Situation vorbereitet bin. Ich kannte nur das Hamburger Shiedwetter. Sonnenblenden, Filter etc waren da einfach nie nötig. Die eine große Kritik die man an Canon evt richten könnte wäre hier dass mit der Kamera kein Rundumwohlfühlpaket bei mir angekommen ist. Wenigstens die Blenden hätten dabei sein dürfen meine ich auch wenn kein Zweifel daran aufkommen darf dass ich mich da besser hätte vorbereiten sollen.
Unterm Strich, und dass ist einzig und allein Verdienst der Kamera, trotzdem verdammt gute Bilder. Vor Allem weil ich dank des RAW Formats hinternraus die Möglichkeit hatte einiges zu retten. Ich frage mich natürlich nur was für großartige Bilder das geworden wären wenn ich besser vorbereitet gewesen wäre. Trotzdem sehen die Bilder der Kommilitonen im Vergleich wirklich alt aus. Also auch bei solchen schwierigen Lichtverhältnissen trumpft die EOS 450D groß auf.

Ein Wort nur zum Akku. Der wurde mir irgendwann unheimlich. Klar ich benutze die Live Bild funktion nicht(wozu auch?), aber dass ich fast 2000 Bilder machen konnte ohne dass der erste Balken meines Akkus mal verschwunden wäre fand ich fast beängstigend. (Dann ging er aber weg...;) der Zweite Balken verschwand dann seltsamerweise etas zügiger aber auch der hielt sich recht lang) Ich hab 10 Tage Exkursion überlebt und musste insgesammt nur einmal aufladen und das nicht weil ich wenig Fotographiert hätte. Im Gegenteil. Großes extra-Lob dafür.

Fazit.
Ich habe mir als Laie diese Kamera zugelegt und die Bedienung funktionierte instinktiv. Alles was man braucht ist dabei (tolles Software Paket war auch dabei)und die Bilder die vom Start weg gelingen sind wunderbar. Auch in schwierigen Situationen hat mich meine EOS 450D nie im Stich gelassen und stets geliefert. Sie verzeiht kleine Fehler größzügig und bleibt dabei handlich (auch leicht) und es macht einfach Spaß. Langsam wächst meine Ausrüstung und ich merke dass ich mich auch ganz grundsätzlich für das richtige System entschieden habe. Ich kenne die anderesn Kamera-systeme nicht aber bei Canon habe ich ehrlichgesagt alles was mein Herz begehrt um mich nach und nach auch weiter in die Welt der Fotographie einzuarbeiten. Auch wenn ich sehe dass sogar die kleinen Canon Kameras inzwischen was die Megapixel angeht rasante Fortschritte macht aber um ganz ehrlich sein bin ich absolut zufrieden mit der 450. Die Video Funktion brauche ich so dringend wie ein Toastbrot daher bleibe ich bei dem was ich habe.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung.
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am 28. Dezember 2008
Ich möchte in dieser 5-Sterne Rezension nicht so weit ausschweifen wie alle anderen.
Pros und Mankos wurden ausgiebig ausgewertet.

Die EOS 450D hat Unmengen an Reserven um qualitativ hochwertige Bilder zu produzieren. Sie ist klein, leicht und mit allerlei neuer Technik ausgestattet, die einem bei motivgerechter Bedienung das Leben sehr erleichtern kann.

In vielen Bewertungen der unteren Sternekategorie, einigen Foren(usw. im Internet), begegnet man aber leider allzu oft Usern, die ihrem Unmut (fast immer zu Unrecht) Luft machen, ohne sich vorher mit den Funktionen auseinandergesetzt zu haben.

Wie bereits beschrieben, ist der Funktionsumfang in dieser Preisklasse nicht von schlechten Eltern und lässt sich im Menü unter Funktionseinstellung mit wenigen Handgriffen schnell Motivgerecht einstellen - Wer allerdings Parameter wie "High ISO Rauschreduzierung" und "Spiegelverriegelung" auf "1" stellt und womöglich noch eine Belichtungszeit von einer Sekunde im ONE SHOT Modus eingestellt hat, brauch sich nicht wundern, wenn wer nich auf die vom Hersteller angegebenen 3,5b/s kommt. Das kann keine DSLR der Welt, auch keine 1Ds Mark iii.

Wer also unmittelbar vor dem Kauf einer EOS 450d bzw. einer DSLR steht und für den sich Begriffe wie Blende und Belichtungszeit nach Fremdwörtern anhören, sollte lieber noch etwas warten und sich mit der Materie auseinandersetzen. Wer sich ohne Führerschein und keiner Fahrpraxis in ein Auto setzt wird schließlich auch nicht glücklich werden!

Immer wieder begegnet man im Internet einer Menge von unscharfen und verwackelten Bilder, wie z.B. von Tieren bei 300mm Brennweite und mehr als schlechten Lichtverhältnissen.
Darunter steht dann meist ein Kommentar wie: "Ich habe keine Ahnung, was ich falsch mache, die Bilder sind einfach alle so. Ich nutze das Txxxxx Objektiv AF 70-300mm 4-5.6 Di LD Makro 1:2 mit 2x Telekonverter und ohne Stativ, da ich flexibel sein will...bin total unzufrieden" usw...usw... Und zack! Da ist es passiert: Die 450D hat wieder eine schlechte Bewertung bekommen obwohl der Fehler zwei Finger breit vor und unmittelbar hinter dem Sucher der Cam lauerte.

Ganz ehrlich, die Canon EOS 450d bietet zu diesem Spitzenpreis eine ausgezeichnete Bildqualität.
Das Rauschverhalten ist exzellent, die Zeit-, Blendenautomatik usw. sind auch für Anfänger leicht und intuitiv zu bedienen und erbringen nach kurzer Eingewöhnungsphase einwandfreie Bilder.

Das Menü und die Bedienung ist eindeutig und sauber aufgeräumt und sitzt nach 1-2 Stunden mit verbundenen Augen.

Sollten Sie momentan eine Kompaktdigitalkamera besitzen und überlegen sich eine DSLR (z.b. für Urlaub) zuzulegen, dann greifen Sie zur Canon EOS450d, sie werden begeistert sein. (Zumindest wenn Sie den obigen Text genau gelesen haben!)

Das dazugehörige KIT ist übrigens nicht so schlecht wie in professionellen Foren (die Betonung liegt auf professionell ;)) erwähnt.
Low Budget bedeutet hier NICHT Low Quality!

Beim Kauf sollte weiterhin auf eine schnelle und vernünftige Speicherkarte geachtet werden,ich nutze und empfehle die Sandisk Extreme III (4GB oder 8GB)für konfliktlose Fotografieerlebnisse ;).

Als passende Kameratasche rate ich zur "Tamrac 3350 Aero 50", diese ist klein, bietet aber neben der exzellenten Verarbeitung genug Platz für mehrere Objektive, Blitzgeräte, Ladegeräte usw.(oder einfach als Tasche für Geldbörse etc. verwenden, wenn man nur 1 Wechselobjektiv besitzt)

Suchen Sie noch ein passendes Teleobjektiv, dann empfehle ich das "Canon EF-S 55-250mm", dieses schließt an das KIT an und bietet für den günstigen Preis eine exzellente Bildqualität.

Viel Spass mit diesem Topprodukt, ich kann es nur empfehlen!
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Eines vorweg: diese Rezension ist in 1. Linie an DSLR-Einsteiger und noch nicht so erfahrene Fotografen gerichtet, die bisher mit den üblichen Kameras zufrieden waren, aber neue Herausforderungen suchen.

Meine Erfahrung beschränkt sich auf drei Kleinbildkameras (aktuell Fujifilm Finepix F11), außerdem habe ich für knapp zwei Wochen eine Nikon D80 im Besitz gehabt, diese aber zurück gegeben, weil die Staubempfindlichkeit hier besonders war (wohl eher eine Ausnahme), außerdem tauchten Pixelprobleme auf (ein Totalausfall, mehrere Farbfehler).

Eigentlich wollte ich Nikon die Treue halten, es musste aber eine Kamera mit Staubentfernung her; aktuelle Tests mit der Nikon D60 belegen aber nicht, dass diese ein günstigeres Niveau der D80 darstellt. Daher tendierte ich erst zum exzellenten Auslaufmodell Canon EOS 400D, aber warum am falschen Ende sparen ? Sicherlich wird auch dieses Modell bald weiter im Preis fallen, aber ich beabsichtige, die Kamera mehrere Jahre zu nutzen, daher habe ich zugeschlagen, weil auch im Vorfeld viel Lob zu vernehmen war. Aktuelle Tests (keine Schleichwerbung welche Fachzeitschriften) ermutigten mich zu diesem Schritt. Gekauft habe ich im Übrigen beim Fachhändler vor Ort; nichts gegen Amazon etc., aber der Preis war vergleichbar, insbesondere mit Zubehör, und ich kann ggf. vor Ort umtauschen - das muss aber jeder selbst entscheiden.

Der erste Test (immer im Vergleich zur D80, die ich als einzige Vergleichsmöglichkeit bisher habe): tolle, knackige Aufnahmen in Innenräumen, der Blitz hellt m. E. nicht ganz so gut auf, ist aber voll ausreichend. ISO-Werte bis 400 habe ich bislang ausprobiert, Bildrauschen kann ich (fast) gar nicht feststellen- tolle Leistung. Outdoor-Aufnahmen wirken auch fein aufgelöst, vor allem die natürliche Farbwiedergabe ist auffallend.

Das große 3-Zoll-Display ist mit der hohen Auflösung sehr gut gelungen, Live-View ist aus meiner Sicht für einen "echten" SLR-Fotografen (der ich noch werden will) eher entbehrlich, wird aber derzeit wohl langsam bei den neuen Modellen zum Standard. Die EOS 450D verbraucht aber bei Live-View merklich mehr Strom, kann mit einem Akku also weniger Bilder machen (mit 50% Blitzeinsatz ca. 190 Fotos lt. Bedienungsanleitung). Außerdem funktioniert das Ganze nicht (!) in den Motivbereich-Modus (Anm.: nicht Plural Modi !), also für den Einsteiger kann man Live-View z. B. nicht im Vollautomatik-Bereich nutzen.
Gerade das wäre aber wünschenswert gewesen, um das Foto vor dem Auslösen sehen zu können, aber es gibt ja den Sucher. Und der ist im Übrigen sehr gut. Diverse Informationen werden im Sucher geliefert, das kann man im Handbuch nachlesen. Anzumerken ist der 9-Punkte Autofokus. Was heißt das ? Max. neun Punkte leuchten im Sucher auf, in der Regel nur einige. Diese sind es, die das Bild im jeweiligen Bereich auf "scharf" stellen. Schnell erkennt man, dass das nicht immer klappt und man manchmal besser dran ist, manuell scharfzustellen. Das ist aber gerade die Herausforderung, dass man irgendwann den Vollautomatikbereich verlässt und sich den weiteren Herausforderungen stellt. Um aber halbwegs SLR-Profi zu werden, braucht man aber sicherlich einige Jahre - jeder hat mal klein angefangen.

Zu den Objektiven: seit ca. 2 Monaten habe ich die Kamera mit dem ES-S 18-55 mm Objektiv: die meisten Fotos sind gut gelungen, aber auch mit Stabilisator bedeutet das nicht, dass Fotos nicht verwackeln ! Ein Stativ habe ich bereits bestellt, denn eine ruhige Hand und Stabilisator sind gut, es gibt aber insbesondere mit dem 55-250 mm-Objektiv neue Herausforderungen, die ein perfektes Bild (z. B. Nachtaufnahmen mit längeren Belichtungszeiten) garantieren sollen. Anzumerken ist auch, dass das "kleine" Objektiv prima Weitwinkelaufnahmen ermöglicht. Verzeichnungen die mich stören, habe ich derzeit nicht festgestellt.

Ein paar Wochen später habe ich auch das EF 55-250 mm-Objektiv nachgeliefert bekommen. Passend zur sowieso schon leichten Kamera ist auch dieses eher ein Leichtgewicht, aufgeschraubt wird sich keiner den Arm verrenken müssen. Das ganze Set bleibt also weiterhin männer-und frauentauglich ! Und die Fotos (bislang nur Tagaufnahmen). Wow, für meine Zwecke reicht es erstmal eine ganze Weile aus. Tolle Zoomfahrten sind möglich, da auch hier ein Stabilisator zum Einsatz kommt, habe ich bislang bei beidhändiger Führung der Kamera keine Verwacklungen erlebt. Der Brennweitenbereich ist beachtlich. Profis mögen das Objektiv milde belächeln, aber wenn man kein HDTV kennt, ist auch PAL im Fernsehen teilweise sehr gut, d .h. man kann sich sicherlich steigern. Wollte ich etwas Besseres haben, hätte ich mit einer Nikon D300 bestimmt auch mehr erreichen können. Mit einem teureren Objektiv zu Beginn wäre mein veranschlagtes Budget aber deutlich überstiegen worden. Darum wird die Canon 450D ja auch für Einsteiger so interessant sein. Ein tolles Gerät, das einen relativ schnell seine bisherigen Digicams vergessen lässt.

Allein schon der physikalische Vergleich des 22,2 x 14,8 mm großen Bildsensors mit den mickrigen Größen der üblichen Sensoren verdeutlicht, warum hier ein 12,2 Mio-Pixel (effektiv)-Modell vorliegt, für das Bildrauschen erst in höheren ISO-Bereichen relevant wird.

Ein weiterer Grund, der mich zufrieden stellt ist, dass ich bislang keine Staubprobleme hatte, die Entfernung eventueller Staubreste beim Ausschalten der Kamera klappt also, ansonsten sei ein handelsüblicher Blasebalg für hartnäckigere Fälle empfohlen bzw. VORSICHT in staubigen Umgebungen. Pixelausfälle habe ich bei div. Testfotos auch nicht feststellen können.

Mehr kann man sicherlich berichten, aber andere und auch kompetentere Rezensenten haben dieses schon getan und werden sich sicherlich auch noch äußern.

Für mich ein Kauftipp. Ein Hinweis noch zum Gehäuse: diese wirkt nicht mehr ganz so kunststoffbillig, da es etwas edler verbaut wurde, dennoch kann es einer D80 oder Vergleichbaren und vor allem teueren Kameras nicht ganz das Wasser reichen. Aber durch die tolle Griffigkeit und das materialbedingt geringere Gewicht wird dieses Manko sehr gut ausgeglichen.
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