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Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
29
3,4 von 5 Sternen
Ein fliehendes Pferd
Format: DVD|Ändern
Preis:8,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 9. Juli 2016
Dieses Produkt wäre ja schon als (ZDF)-Filmchen eine Zumutung; als Literaturverfilmung ist es eine Katastrophe – selbst im Vergleich mit dem, was man in Deutschland diesbezüglich so alles gewohnt ist (z.B. die jüngsten Verhunzungen wie „(angeblich) Effi Briest“ oder „(angeblich) Buddenbrooks“). Die Hersteller des Films gehen mit Walsers doch immerhin respektabler Novelle so um wie jemand, der ein beachtliches Gemälde als Tablett benutzt, um darauf Fanta mit Fritten zu transportieren. Um es nicht beim bloßen Schimpfen zu belassen: Die Charaktere sind (vielleicht bis auf Hel) komplett fehlbesetzt; der Haupt-Schauplatz ist grotesk (den Oberstudienrat will ich sehen, der sich eine Ferienvilla mit exklusivem Zugang zum Bodensee auch nur einen Tag leisten kann); die Dialoge zdf-mäßig platt; das eigentliche Thema – der Zusammenstoß zwischen zwei konträren, doch gleichwertigen Lebensanschauungen – wird durch die verachtungsvolle Demontage des einen Kontrahenten komplett verfehlt; die Handlung – vor allem mit Blick auf die überraschenden Wendungen am Schluss der Novelle – völlig ruiniert…doch diese Andeutungen sollten genügen. Welchen Schluss zieht man daraus? 1. Es geht immer noch schlimmer (s.o.). 2. Wenn überhaupt Literaturverfilmungen, dann nur noch die unserer englischen Nachbarn.
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am 17. Januar 2016
Wie seit 12 Jahren verbringen Helmut (Ulrich Noethen), Gymnasiallehrer, und seine Frau Sabine (Katja Riemann) auch dieses Jahr ihren Urlaub wieder am Bodensee. Er geht ins Ried und beobachtet mit anderen Hobbyornithologen Vögel, während seine Frau sich im Bett selbst befriedigt.
In diese in Routine erstarrte Ehe platzen nicht wie ein frischer Wind, sondern von Helmut wie eine Sturmböe empfunden, Klaus Halm (Ulrich Tukur) mit seiner jungen Freundin Hel(ene) (Petra Schmidt-Schaller), ein Freund aus Studienzeiten. Er wirbelt Helmuts Beschaulichkeit gehörig durcheinander, erzählt Dinge aus der Studienzeit, die Helmut begraben wissen möchte, nimmt beide mit auf einen Segeltörn, ist laut, unternehmungslustig. manchmal an der Grenze zur Unverschämtheit, er will, das der unter psychosomatisch bedingten Rückenschmerzen leidende Lehrer endlich einen Neuanfang macht, zu leben beginnt. Er flirtet mit Sabine, der das nicht unangenehm ist, läßt sich aber auch von Helmut dazu bringen, zu viert ins Ried zu gehen, um der Rohrdommel zu lauschen, was in eine erheiternde Szene mündet.
Eine Bootsfahrt mit Flaute und dann aufkommendem heftigen Sturm endet übel, Klaus und Helene verschwinden von einem Moment auf den nächsten wieder aus Helmuts und Sabines Leben, an einen im Bodensee schwimmenden entwurzelten Baum geklammert scheint es für Helmut und Sabine einen Neuanfang zu geben.

Vielleicht habe ich Walsers Novelle vor Jahrzehnten mal gelesen, wenn nicht, darf ich trotzdem mal wieder behaupten, das der Film gelungen ist. Die Kritik am Film mit der Begründung, er halte sich nicht an die Vorlage, ist so wenig sinnvoll wie die Kritik eines Kunden an einem Maler, der den Auftrag, eine schöne Frau im Nerz zu malen, nicht erfüllt habe. Literatur und Film sind zwei nicht vergleichbare Medien. Martin Walser war vom Film und den Darstellern sehr angetan. Der Film hat die Novelle vielleicht nicht entstaubt, sie aber in die jetzige Zeit (2007) verlegt, und mit hervorragenden Darstellern ist das wunderbar geglückt.
Über Ulrich Noethen und Ulrich Tukur muss man nicht mehr viel Neues sagen, genausowenig über die mit einem Bambi bedachte Katja Riemann, die inzwischen über 20 Filmpreise erhalten hat und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes ist. Zu loben ist Petra Schmidt-Schaller, die damals 27jährige schöne Darstellerin fügt sich nahtlos in das Starensemble ein und schaffte damit einen Durchbruch, wurde ebenfalls mit dem Bayrischen Filmpreis und Nachwuchsdarstellerpreisen geehrt.
Der lebensfrohe unternehmungslustige Sunny-Boy Klaus scheint Tukur wie auf den Leib geschrieben, und treffend wurde Noethen von Walser gelobt, da er sehr viele Empfindungen nicht verbal, sondern hervorragend mimisch äußert. Die beiden Ulrichs spielen mal wieder nicht, sie gehen in ihren Rollen authentisch auf.
Über Petra Schmidt-Schaller (Quelle: Wikipedia) sagte Walser,sie sei "eine große Entdeckung. Sie muss nichts machen, sie hat alles." Von seinem im Folgejahr geschriebenen Roman "Ein liebender Mann" schickte er ihr ein Exemplar mit der Widmung:"Hier ist ein Text, den Sie sofort spielen könnten.Diese Ulrike spricht ihren Text." Die Lorbeeren für diese Leistung in "Ein fliehendes Pferd" hat sie inzwischen mehrmals gerechtfertigt, sei es "Ein Sommer in Orange". der gelungene Fernsehkrimi "Die kalte Wahrheit" oder "Das geteilte Glück", wofür sie ebenfalls einen Darstellerpreis erhielt.
"Ein fliehendes Pferd" ist sommerlich-leichte, wunderbar gespielte Unterhaltung, eine Beziehungskomödie, die neben zum Lachen auch zu Gedanken über Beziehungsprobleme Anlass gibt und zeigt, dass auch eine solch festgefahrene Ehe wie die von Ulrich und Sabine die Chance bekommen kann, einen besseren Neuanfang hinzulegen.

Ein gelungener Film nach Martin Walsers Novelle, mit 3 Größen des deutschen Films, die durch Petra Schmidt-Schaller zu einem beeindruckenden Quartett erweitert wurden. Gratulation!

Doc Halliday
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am 10. April 2017
Einführung:
Martin Walsers millionenfach verkaufte Novelle in einer ZDF-Verfilmung von 2007, die viel zu wünschen übrig lässt.
Handlung:
Oberstudienrat Helmut Halm (Ulrich Noethen) und seine Frau Sabine (Katja Riemann) fahren seit 12 Jahren auf Urlaub an den Bodensee. Ihre Ehe existiert eigentlich nur noch auf dem Papier. So ist Helmut begeisterter Ornithologe, während seine Frau das am Boden liegende Sexualleben durch Eigeninitiative selbst in Gang zu bringen versucht, während ihr Gatte sich im Schilf befindet. In dieses "Idyll" platzen Studienfreund Klaus Buch (Ulrich Tukur) mit seiner attraktiven Freundin Helene (Petra Schmidt-Schaller). Man hat sich 20 Jahre nicht gesehen. Klaus ist ein völlig anderer Charakter als Helmut: Lebenskünstler, witzig und darüber hinaus auch noch ein guter Segler. Aber wo sind sie hin, die Ideale der Jugend- und Studienzeit? Klaus versucht seinem eher missmutigen Ex-Kommilitonen seinen Lebensstil aufzudrängen, hat damit jedoch nicht wirklich Erfolg - weder an Land, noch auf dem Wasser. Nach etlichen Versuchen, eine Freundschaft zu kreieren, die alle 4 unter einen Hut bringt, verschwinden Klaus und Helene so schnell, wie sie gekommen sind.
Bewertung:
Verglichen mit gleichgelagerten amerikanischen Komödien, fällt dieser Streifen trotz der vielen Preise, die er gewonnen hat (Bambi 2007 für Katja Riemann und Bayerischer Filmpreis 2007 für Petra Schmidt-Schaller), doch brutal ab. Allein die Szenerie mit dem gemieteten Haus riecht so penetrant nach DDR und Kleinbürgerlichkeit, dass auch die ohne Zweifel vorhandene Schauspielkunst der Protagonisten (vor allem bei Ulrich Noethen zu sehen) keine Abhilfe schaffen kann.
Sonstiges:
Das Bild ist 16:9 (Farbe), der Ton (deutsch) Dolby Digital 5.1. Es gibt eine Reihe von Extras und zwar: Deutscher Kinotrailer, Deleted Scenes, Outtakes, Ein Blick hinter die Kulissen, Interviews mit Darstellern, Regisseur Rainer Kaufmann, Drehbuchautoren Kathrin Richter und Ralf Hertwig, Fotogalerie und Programmtipps.
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am 14. August 2014
Dieser Film ist nicht nur eine brillante Literaturverfilmung, er beleuchtet auch auf bestehende Weise die Dynamik eines gemeinsam verbrachten Sommerurlaubs. Erstklassig besetzt und ua aufgrund der Dialoge der Vorlage mindestens ebenbürtig.
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am 1. Dezember 2014
Die DVD Ein fliehendes Pferd ist ein guter Film, sehr tiefgründig. Die Charaktere der im Film mitwirkenden Personen werden sehr gut dargestellt.
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am 22. März 2011
Den Film mußten wir auf DVD haben. Wir fahren selbst schon seit vielen Jahren an den Bodensee, witzigerweise an den Drehort des Films und wir waren "zufällig" in Urlaub während der Dreharbeiten. Ulrich Tukur haben wir beim einkaufen gesehen, Ulrich Noethen und Katja Riemann im "vorbeigehen". Aber unabhängig davon, der Film ist einfach genial, wie ein Mensch (Ulrich Tukur) das ganze Leben von einem Paar, das offensichtlich mit beiden Beinen fest am Boden steht (Ulrich Noethen, Katja Riemann) auf den Kopf stellt. Einfach sehenswert.
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am 12. Dezember 2013
Super Schauspieler und ein tolles Drehbuch ergeben einen Film über den ich immer wieder nachdenken will und der mich berührt. Über persönliche Freiheit.
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am 5. September 2016
Der Film lebt m.E. von der schauspielerischen Leistungen. Aber weder Story noch Botschaft sind stringent. Die beiden männlichen Hauptrollen sind völlig überzeichnet. Hinterher fragt man sich: Was wollte man uns mit diesem Film sagen???
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am 10. Januar 2014
Wer gute Unterhaltung liebt, sollte sich sich diesen Film gönnen.
Mein Rat: unbedingt in das persöhnliche Archiv aufnehmen. Sehenswert !
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 26. März 2008
Martin Walsers Novelle " Ein fliehendes Pferd " habe ich nicht gelesen, insofern kann ich in meiner Rezension keinen Vergleich zum Buch anstellen.
Vielleicht ist das auch besser so. Der Film hat mich jedenfalls begeistert.
Warum?
Der spießige Gymnasiallehrer Helmut Halm ( Ulrich Noethen ) verbringt mit seiner schönen Frau Sabine ( Katja Riemann ) seine Ferien am Bodensee. Dort hält er sich schon seit 12 Jahren jeden Sommer auf. Er ist Hobby- Ornithologe, beobachtet in der Frühe am liebsten die Vögel im Schilf oder liest. Seine Frau befriedigt sich derweil selbst im Ehebett.
Helmut spricht kaum noch mit Sabine, die Erotik zwischen den beiden ist schon seit Jahren auf dem Nullpunkt angelangt. Sein grüblerischer Ernst wirkt auf seine Frau zersetzend. Doch sie rebelliert zunächst nicht, sondern erträgt den alten Sauertopf.
Die Ursachen für Helmuts Eigenbröteleien sind weniger im Verhalten seiner attraktiven Frau als in ihm selbst zu suchen. Er scheint allerdings nicht bereit zu sein ernsthaft über sein Fehlverhalten nachzudenken, verkrampft stattdessen immer mehr und klagt über Rückenschmerzen.
Helmut ist ein freudloser, verbitterter, frühzeitig gealterter Mann, furchtbar unfreundlich und pessimistisch, ein Mensch, dessen Gesellschaft man sich nicht wünscht.
Am Ferienort kommt es nach über 20 Jahren zu einer unverhofften Begegnung mit seinem Klassenkameraden Klaus Buch ( hinreissend gespielt von Ulrich Tukur), der mit seiner hübschen Freundin Hel ( Petra Schmid-Schaller) ebenfalls seine Ferien am Bodensee verbringt. Dieser verführerische Optimist ist ein leidenschaftlicher Segler und Reiter , eine mutiger, drahtiger humorvoller Kerl, dessen Lebenslust und Lebensfreude ihn mehr als bloß anziehend erscheinen lässt. Helmuts Frau ist begeistert von diesem Mann, joggt, schwimmt, lacht und flirtet mit ihm, während der schmallippige, dröge Helmut sich von Hel den Rücken und ein anderes Körperteil massieren lässt, ohne dass dadurch auch nur ein Hauch von erotischem Knistern aufkommen mag.
Klaus versucht Helmut aus seiner Lethargie zu reißen, nimmt auch ihn mit zum Baden, Tanzen und Segeln, doch Helmut wird dadurch immer unleidlicher.
Er neidet Klaus dessen Aufgeschlossenheit und hasst ihn dafür, weil er das verkörpert, was er nicht sein kann. Das hat fatale Folgen...

Die Dialoge sind spitzfindig und hochintellektuell. Die schauspielerischen Leistungen beeindrucken. Auch die Ton- Und Bildqualität ist o.k.

Ein hintergründig witziger, lebenskluger Film !

Empfehlenswert!
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