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am 25. Oktober 2015
Mit Death Proof liefert Quentin Tarantino nicht gerade sein bestes Werk ab.
Ein bisschen weniger Dialoge wären echt besser gewesen.
Die Action, wenns dann mal endlich losgeht, kann wieder einiges an Punkten einfahren.
Wie üblich für Tarantino ist die sorgfältig ausgewählte Musik.

Die Extras schaffen es auch knappe 105 Minuten.
Leider kein Wendecover.

Story: 4/5
Bild: 4/5
Ton: 5/5
Extras: 4/5
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am 19. Dezember 2007
Die Kult-Regisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez hatten sich zusammen getan, um das Grindhouse-Schmuddelkino wieder auferstehen zu lassen. Heraus kamen Tarantinos "Death Proof" und Rodriguez' "Planet Terror".

"Death Proof" ist eine wüste Mischung aus Road Movie, Serienkiller-Reißer und B-Movie-Trash. Der Film ist aber keineswegs blei-, sondern vielmehr extrem dialoghaltig und komplett aus weiblicher Sicht erzählt. Tarantino lässt die Mädels reden, reden und reden. Dabei gibt es natürlich zum Teil aberwitzige Dialogzeilen aber auch viel Gerede um Nichts. Der Höhepunkt sind dann die zwei spektakulären Actionsequenzen mit der sehr gelungenen Verfolgungsjagd.

Was den Film einfach auszeichnet ist die coole Inszenierung Tarantinos und nicht zu vergessen wieder einmal ein toller Soundtrack. Zu erwähnen ist ebenfalls Kurt Russel, der den Stuntman Mike erstaunlich cool spielt und auch die Frauen die Tarantino auffährt sind heiß.

"Death Proof" ist sicherlich nichts für die Allgemeinheit und wer hier einen straighten Actionfilm erwartet, wird sich vermutlich zu Tode langweilen.

7 von 10
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am 22. Juni 2016
Quentin Tarantino steuerte mit „Death Proof“ einen Teil des „Double Features“ bei, bei dem sein Kumpel Robert Rodriguez den anderen Teil drehte („Planet Terror“). Nicht nur das Double Feature selber, bei dem man für den Preis von einem Kinoticket zwei Filme bekommen hat, sondern auch „Death Proof“ selbst ist eine Hommage an die B-Movies der 70er Jahre. Ich bin leider erst in den 90ern geboren worden, hab also recht wenig Erfahrung mit diesem Genre, doch Tarantino, der womöglich größte Filmexperte aller Zeiten, ist wahrscheinlich mein Lieblingsregisseur und ich feiere jeden seiner Filme… bis auf „Death Proof“. Und da bin ich auf der Seite der Mehrheit, denn der fünfte Film von ihm kam weder bei Kritikern, noch beim Publikum überragend an, jedenfalls im Vergleich zu seinen anderen Werken. Jedoch ist „Death Proof“ auch kein Film, den man einfach bewerten kann. Oder doch? Nun ja, je nachdem. Sieht man sich den Film an, ohne zu wissen, wer Tarantino ist und was er mit dem Film zeigen möchte, der wird sicherlich viel lahme Dialoge und gute, handgemachte Action sehen mit Gewalt und einigen skurrilen Momenten. Die anderen, die Quentin und seine Absichten kennen, werden "Death Proof“ sicherlich mehr zu schätzen wissen, aber auch nicht über die Probleme des Streifens hinwegsehen können. Ich schließe mich der zweiten Kategorie an (wobei es sicherlich auch noch andere Fraktionen gibt…). „Death Proof“ ist gut, at aber einige Schwächen.

Der ominöse und geheimnisvolle Stuntman Mike lernt in Bars Frauen kennen. Allerdings hat er mit ihnen nicht die gleichen Pläne, wie die meisten anderen Männer in diesen Bars…

Mehr braucht man auch gar nicht zu wissen. „Death Proof“ ist simpel in seiner Anlage, aber auch genial: Ein verrückter Stuntman, der einige ernsthafte Probleme hat, hübsche, starke Girls und heulende Motoren. Und so entstehen dann wirklich tolle Szenen, wie die in der Bar oder die großartige Verfolgungsszene zum Schluss.
In „Death Proof“ beschäftigt sich Filmfan Quentin mit Stuntmännern und ihren Autos und lässt natürlich wieder überall seine Faszination für das bewegte Bild aufblitzen, wie etwa die unzähligen Filmplakate in der Bar oder die Shirts der Mädels. Aber auch die Kameraarbeit oder die langen Dialoggefechte kennt man von ihm. Und das ist sein Stil und den feiere ich immer wieder.
Das Problem dieses Films offenbart sich aber in meinen Augen in den zu zähen Dialogen der Frauen, vor allem in der zweiten Hälfte. Die Hauptfiguren können sogar manchmal etwas nerven, was sicher nicht das Ziel von Tarantino war. Letztendlich aber waren einige Szenen dann tatsächlich zäh und uninteressant und das sage ich als Tarantinofanatiker! Dieser Regisseur schafft es eigentlich immer eine Szene nur durch Dialoge zu führen und seien diese Dialoge noch so absurd (perfektes Beispiel ist sicherlich die Diskussion über Burger oder Frauenfüße in „Pulp Fiction“), hier aber scheint es so, als ob er sich in seinem Schreiben etwas verloren hat.
„Death Proof“ teilt sich im Prinzip in zwei klare Hälften auf, mit einer witzigen „Brücke“, in der auch so manche Figur aus Rodriguez's „Planet Terror“ einen kleinen Auftritt hat. Diese Aufteilung ist sicherlich ebenfalls ein Grund, warum viele mit dem Film nicht so viel anfangen können und auch ich empfinde diese Teilung als nicht ganz optimal, auch wenn besonders die optischen Unterschiede überzeugen (die erste Hälfte etwa besticht durch die „altwirkende“ Aufnahme mit Filmflecken und plötzlichen Cuts). Das große Problem ist einfach das Tempo. Tarantino hat sich noch nie durch perfektes Filmtempo ausgezeichnet und das hat mich auch nie wirklich in seinen Filmen gestört, doch hier ist es durch einige zähen Szenen sehr schwierig nach einiger Zeit den Diskussionen der Girls zu folgen.

Schauspielerisch ist der Film aber wieder mal auf Topniveau: Heraus sticht natürlich Kurt Russell, der hier einen wundervollen und unterhaltsamen Bösewicht spielt. Die Mädels sind auch gut, am besten gefällt mir vor allem Zoë Bell, die vor allem als Uma Thurman's Stuntdouble in „Kill Bill“ glänzte. Hier darf sie deutlich mehr, als nur körperlich aktiv sein, obwohl hier ihre klare Stärke liegt, immerhin liegt sie am Ende tatsächlich auf dem Wagen!

Apropos: Die Action im Film ist natürlich Oberklasse. Tarantino zitiert im Film sogar die inflationäre Benutzung von CGI-Effekten in Filmen, hier aber werden echte Autos und echte Stunts benutzt. Die Verfolgungsjagd am Ende ist das Highlight und ein Genuss. Tarantino sollte viel öfter Actionszenen drehen, das liegt ihm wirklich!

Zum Schluss natürlich ein paar Worte zum Soundtrack: Wieder top, was kann ich da auch anderes sagen? Eine erneut gelungene Musikauswahl, die vor allem aus Tarantinos privater Musikbibliothek stammt. Trotzdem passen die Titel perfekt, da gerade viele Stücke aus den 60ern und besonders den 70ern benutzt wurden.

Fazit: „Death Proof“ ist für mich leider Tarantinos schwächster Film, auch wenn ich ihn wirklich lieben wollte, so wie seine anderen Arbeiten. Aber ich kann die klaren Schwächen nicht einfach übersehen, aber natürlich auch nicht die klaren Stärken, wie Kurt Russell, Zoë Bell, die Musik und die tolle Action. Und selbst als schwächster Film von Tarantino, ist „Death Proof“ immer noch ein absolut sehenswertes und interessantes Werk!
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am 24. Juni 2015
Die Idee des Stuntfahrer Mike ist genial die Todes und Kampfszenen sind der Hammer genial die erste Hälfte des filmes ist mit coolen Dialogen gefüllt die 2 Hälfte baut drastisch ab und deshalb 2 sterne Abzug das Finale ist grandios :-) der film ist ein Geheimtipp für mädels
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am 16. Mai 2014
Der Film ist vom Bild und der Tonspur , als ob man ihn 10 mal gewaschen und geschleudert hat .
Das finde ich genial . Mal wird das Bild unterbrochen , mal verschwindet der Ton und die Musik eiert wie auf einem alten Plattenteller .
Story : Stuntman Mike hat irgendein Problem mit Frauen . was auch immer , ich habe es nicht verstanden !
Die Darsteller sind gut gewählt .
Spannung: nicht gut
Humor : ausreichend
Erotik : sehr gut
Stunts : gut
Action : gut
Bild : sehr gut
Ton : sehr gut
Handlung : ausreichend
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am 16. Juli 2016
Ganz ehrlich. Ich finde diesen Film genial.
Wir erleben über 45 Minuten hinweg eine Vorgeschichte, die zwar etwas langatmig ist, aber doch auf den zweiten Teil des Films einstimmt.
Wer diesen ersten Teil überlebt hat, wird belohnt mit herrlichen Dialogen, grundguter Action und einem Humor der seines Gleichen sucht.
Ich bin zwar eine Frau, aber ich liebe vermeintlich 'blöde' Unterhaltungen, gut gemachte Auto-Verfolgungsjagden und ein wenig Splatter.
Dieser Film hat mich so dermaßen gut unterhalten, dass ich ihn mir mit zeitlichem Abstand immer wieder anschaue.
Ich kann nichts Schlechtes an diesem Film finden. Im Gegenteil. Die letzten 3 Minuten des Films spule ich immer nochmal zurück, weil ich mich dabei totlachen kann.
Danke, Quentin! Einer meiner Lieblingsfilme!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. November 2007
Da ist er nun, der neue Film von Quentin Tarantino. Und auch mit diesem Streifen verhält es sich wie mit seinen anderen Filmen: 'Love it or hate it!'

Von dem Konzept des "Grindhouse-Features" mit seinem Freund und Kollegen Robert Rodriguez ist hierzulande nicht mehr wirklich viel übrig geblieben. In den Staaten lief "Death Proof" zusammen mit Rodriguez' "Planet Terror" unterbrochen von einigen Fake-Trailern in den Kinos an. Die gedachte Hommage an die "Grindhouses" der 70er Jahre, in denen billige B-Movies mit expliziter Darstellung von Gewalt und Sex liefen, fiel jedoch an den Kinokassen durch.

Da "Grindhouses" ein amerikanisches Phänomen waren, ist es durchaus sinnvoll die beiden Filme hierzulande getrennt und jeweils rund 20 Minuten länger in die Kinos zu bringen. (Ich plädiere an dieser Stelle gleich einmal für das Erscheinen einer vernünftigen DVD-Box, welche die einzelnen Teile, aber auch die amerikanische Grindhouse-Version enthält. Hoffentlich bleibt dies kein Wunschdenken!)

Aber nun zum Film an sich, die Handlung ist schnell erzählt: In einer Bar treffen die vier feierwilligen Mädels Jungle Julia, Butterfly, Shanna und Pam auf Stuntman Mike. Dieser ist ein Serienkiller der mit seinem Auto, einem Dodge Charger welcher 'Death proofed' ist (Natürlich nur für den Fahrer), Jagd auf junge Frauen macht. Der Abend geht für die 4 Mädels somit anders aus als vorgesehen'.
Einige Monate später legt sich Stuntman Mike mit der taffen Stuntwoman Zoe und deren Freundinnen Kim, Abernathy und Lee an, doch diesmal wird relativ schnell deutlich das sich Mike die vier falschen Mädels ausgesucht haben könnte'.

"Death Proof" ist, wie bereits erwähnt, vordergründig eine Hommage an die Exploitation Filme der 70er Jahre. Tarantino setzt diesen Streifen ein filmisches Denkmal, indem er diese Filme kopiert und zitiert. Das Stilmittel des Zitierens wird schon am Beginn des Filmes, als sich Jungle Julia in exakt derselben Pose auf dem Sofa räkelt, wie die über ihr auf einem Poster dargestellte Bridget Bardot deutlich. Auch visuell macht Tarantino die Anlehnung an das "Grindhouse" deutlich, indem der erste Teil des Films durchzogen ist, von gewollten Anschlussfehlern und Fehlern im Bild, eine weitere Remineszens an die "Grindhoueses", die sich vor allem durch schlechte Filmkopien auszeichneten. Die vielen Zitate und Anspielungen, zum Einen aus die Slasher-Streifen der 70er, als auch aus seinen eigenen Filmen machen einen großen Teil des Charmes des Filmes aus.

Neben dieser Hommage an die "Grindhouses" steht vor allem aber auch die Hommage an die Frau, das wahre "starke Geschlecht", im Vordergrund, auch wenn dies zu Beginn des Films nicht gerade offensichtlich erscheint. Tarantino gefällt sich darin dem Zuschauer die Girlies mit all ihren Vorzügen genussvoll in Szene zu setzen. Aber auch wenn der Plot somit visuell sexuell aufgeladen wird, und vor allem auch über Sex geredet wird, kommt es an keiner Stelle zum sexuellen Akt an sich. Death Proof ist somit das längste 'filmische Vorspiel' aller Zeiten, erst das Ende Film lässt dieses Vorspiel in seinen finalen Höhepunkt münden.

Typisch für Tarantinos Filme sind die Dialoge, die, obwohl sie scheinbar nichts aussagen, sogar überflüssig erscheinen (Was natürlich nicht der Fall ist), zu unterhalten und zu faszinieren wissen. Man denke an dieser Stelle an die Unterhaltung von Travolta und Jackson über den BigMac in "Pulp Fiction", oder auch an die Unterhaltung über Madonna zu Beginn von "Reservoir Dogs". Auch "Death Proof" enthält derartige Sequenzen, so etwa zu Beginn des Films, als sich Jungle Julia, Butterfly und Shanna scheinbar nichts sagend über die amourösen Abenteuer der letzen Nacht unterhalten ('Stehn die Kerle auf Das?' ' 'Deutlich mehr als auf: Lass Das!') Auch in der Mitte des Films findet sich eine solche Sequenz als sich die zweite Gruppe von Frauen über Alltägliches unterhält und der Zuschauer diesen gebannt an den Lippen hängt, visuell von Tarantino hervorragend verdeutlicht indem er die Kamera minutenlang um die Mädels herumkreisen lässt. Tarantino versucht in diesen Sequenzen einzufangen über was und wie Frauen reden, wenn sie unter sich sind. Er inszeniert dies in einer Weise, dass man(n) geneigt ist gerne zuzuhören.

Ein weiteres Stilmittel, welches sich bei fast jedem Tarantino-Film findet ist die explizite Gewaltdarstellung, die in ihrer Form drastisch ist und gleichzeitig den Voyeurismus des Zuschauers entlarvt: Der Zuschauer will den Crash, und wenn es dann soweit ist und der Zuschauer zurück möchte, ist es zu spät.

Der Film an sich besteht in Wahrheit aus zwei Teilen. Zu Beginn schlägt er den Pfad eines reinrassigen Slasher-Films ein. Die Protagonisten werden langsam und ausführlich vorgestellt, schnell scheint klar, dass keiner der Mädels die Nacht überleben wird. Die Rolle des Stuntman Mike wird hervorragend verkörpert von Kurt Russel, der es versteht diesen Psychopathen auf endcoole Art und Weise darzustellen. Einer der stärksten Momente von Death Proof besteht in der Szene in der sich die Figur Kurt Russels dem Kinopublikum zuwendet und sich in einem Moment der sprachlosen Kommunikation an den Zuschauer wendet, eine ähnliche Szene hatte dieser schon in Carpenter's "Klapperschlange" auf den Leib geschrieben bekommen.

Der zweite Teil des Film, der auch zeitlich einige Monate und an anderer Stelle spielt, drehen sich die Vorzeichen komplett. Aus dem Jäger wird nun der Gejagte, aus dem endcoolen Psychopathen, wird ein weinerlicher Jammerlappen, dies resultiert darin das das selbsternannte Starke Geschlecht gehörig 'eins auf die Schnauze bekommt'. Die zweite Gruppe wird somit zum Rächer für die Erste, die Stuntman Mike auf äußerst memorable Art ins Jenseits befördert hat.

Die Darsteller bieten allesamt eine hervorragend Leistung, indem Maße wie es die jeweilige Rolle hergibt. Auf Kurt Russel bin ich im Vorigen schon eingegangen. Die erste Gruppe von Frauen darf vor allem verdammt gut aussehen. Eine Anforderung welche Sydney Poitier, Varnessa Ferlito, Jordan Ladd, und Rose McGowan problemlos erfüllen. In der zweiten Gruppe stechen vor allem Zoe Bell, das Stuntdouble Uma Thurmanns in "Kill Bill", welche hier ihre erste Hauptrolle und sich selber spielt, und Rosario Dawson heraus.

Aber was wäre ein Film Tarantinos ohne den dazugehörigen Soundtrack. Dazu viele Worte zu verlieren ist nicht nötig. Er ist einfach perfekt, macht Spaß und passt sich in das Konzept des Filmes hervorragend ein.

'Death Proof' ist somit genau das, was man von einem Tarantino-Film erwarten darf. Tarantino steht dafür sich in seinen Werken von den Konventionen Hollywoods abzugrenzen. Filme von Quentin Tarantino sind immer mehr als die reine Handlung an sich, wer hinter die Fassade blickt, die vielen Zitate und Anspielungen registriert, hat eindeutig mehr von dem Film. Eines jedoch will 'Death Proof' auf keinen Fall sein: Ein Actionfeuerwerk moderner Machart. Handwerkliche Action und ausgefeilte Dialoge gehen bei Tarantino Hand in Hand. in diesem Film dominiert Letzteres, bis es im letzten Teil des Films zum großen Showdown kommt. Darüber muss man sich im klaren Sein, oder man wird enttäuscht. Auch für diesen Film gilt somit: 'Love it, or hate it!' ------ "I Love it!"
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am 18. Dezember 2015
Einer meiner Lieblings-Tarantinos mit Kurt Russel als alternder, durchgeknallter Stuntman Mike, der unschuldige (?), junge Frauen in seinem Muscle Car in wahrsten Sinne des Wortes zu Tode fährt. Doch wehe ihm, wenn die Damenwelt zurückschlägt. Zwar hat Death Proof einige sehr langatmige!Dummesgelaber-Passagen, doch irgendwie darf sowas in einem Tarantinostreifen nicht fehlen, und am Ende geht Stuntman Mike mit den Teufelsweibern auf eine gnadenlose Spritztour, die es in sich hat. Erinnert etwas an die Statansweiber von Tiitfield aus den 60'ern.
Schade dass Death Proof kein alternatives Ende hat, denn das fehlte mir hier einfach. Ca. 114 Minuten, schöne Frauen, wilde Verfolgungsjagden und ein paar Splatterszenen machen diesen besonderen Roadmovie von 2007 zu einem Kultfilm.
5 Sterne!
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am 7. Juni 2013
Autofahren ist gefährlich, zeigt uns Tarantino.
Und steig nicht zu Fremden Männern in den Wagen, vorallem nicht, wenn Sie aussehen wie Snake in Flucht aus L.A. oder lass dich nicht auf gefährliche Autorennen ein.

Ansonsten ergeht es dir wie den Frauen im Film. Aber niemand hält dich davon ab den Spieß umzudrehen.
Frauenpower! Gebt es Snake und seiner Karre. Und den Zuschauern, viel Spaß!
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. November 2007
Heiß herbei gesehnt von Zuschauern und Feuilleton, nach dem schwer zu toppenden Doppelschlag und Geniestreich KILL BILL - scheitert Quentin Tarantino an den hohen Erwartungen? Keineswegs - und das schreibe ich nicht nur als treuer Fan der ersten Stunde. Sicherlich ist DEATH PROOF schwer zu kategorisieren. Vor allem für das heutige, von Hollywood verwöhnte und mit Hochglanzprodukten voller computergenerierter Bilder übersättigte Publikum. Über den Hintergrund des ursprünglich als Double Feature mit Robert Rodriguez' PLANET TERROR konzipierten Streifens, der mit Absicht auf alt und abgenudelt getrimmt wurde, ist schon alles geschrieben worden. Betrachten wir daher das Werk für sich allein:

Egal, wie quälend für ungeduldige und weniger aufgeschlossene Konsumenten fast zwei Stunden an Girltalk und zweideutigem Gefasel, eingebettet in regelrechte Sauforgien in der ersten Hälfte, sein mögen: die sichtbar handgemachte, atemberaubende Autojagd in der letzten Viertelstunde sowie die Schlusseinstellung, gefolgt vom unverschämt eingängigen Gute-Laune-Song "Chick Habit" von April March entlassen einen so beschwingt und amüsiert wie selten vorher aus einem Tarantino-Oeuvre. Das Verblüffende ist außerdem, dass der vor Girl-Power strotzende Film sowohl Frauen anspricht - die ihren Geschlechtsgenossinnen, insbesondere während ihres gewalttätigen Tuns im Schlussakt, beifällig Respekt zollen - als auch die normalerweise tarantinosche männliche Zielgruppe. Nebenbei erblicken - abgesehen von etablierten Aktricen wie Rosario Dawson (SIN CITY) und Rose McGowan (CHARMED) - eine gute Handvoll neu zu entdeckender, talentierter Augenweiden das Licht der Leinwand. Allen voran Newcomerin Zoe Bell, in KILL BILL Uma Thurmans Stuntdouble und unter eigenem Namen sich selbst spielend sowie alle Stunts selbstverständlich persönlich absolvierend. Gefolgt von Vanessa Ferlito, schmollmündig und üppig gebaut, die einen sehenswerten Lapdance abliefern darf.

Klar, dass neben soviel Weiblichkeit nur ein Prachtexemplar testosterongeladener Virilität bestehen kann: Willkommen Kurt Russell in Quentins Universum und Heimstatt für reaktivierte Alt-Stars (zärtlich gemeint). Nach vielen Nebenrollen und seichtem Familienentertainment endlich wieder ein kerniger, cooler Charakter für das respektabel gereifte Knautschgesicht. Obwohl sich Snake Plisskens Bruder im Geiste, Stuntman-Mike, als im Grunde brutaler, frauenverachtender Psychopath entpuppt, präsentiert Russell ihn derart augenzwinkernd und in der zweiten Hälfte selbstironisch der Lächerlichkeit preisgebend, dass sich nur selten Verachtung einstellt. Sowieso kann man das Geschehen kaum ernst nehmen, wie auch von Tarantino erkannt und beabsichtigt. Die Hommage an die Exploitation-Ära der 70er, aus denen die im Film oft zitierten Trash-Perlen wie FLUCHTPUNKT SAN FRANCISCO oder KESSE MARY - IRRER LARRY stammen, werden die Wenigsten komplett nachvollziehen können. Doch das tut dem - oberflächlich betrachtet sinnfreien - Vergnügen nicht den geringsten Abbruch. Wenn man mag, hat man nach dem unbedingt vollständig zu beachtenden Abspann genug Diskussionsstoff - oder hat Lust, sich DEATH PROOF, vielleicht im nächsten Autokino, noch einmal anzuschauen. Und sei es nur, um sicher zu gehen, dass die offensichtlichen Sprünge und Anschlussfehler beabsichtigt und nicht auf mangelhafte Vorführerkünste zurückzuführen waren...
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