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VINE-PRODUKTTESTERam 16. November 2015
Supergroup - das ist, wenn man wunderweißwas erwartet und dann oft eher nur so mittel bedient wird. Coverdale-Page, Chickenfoot, Black Country Communion und viele mehr weckten ob der beteiligten Protagonisten höchste Erwartungen und enttäuschten dann doch eher mehr oder weniger. So ist es auch hier. Die Namen Steve Morse, Don Airey, Bob Daisley, Lee Kerslake und Jimmy Barnes sind wohlklingend im Universum des harten Rock (und nicht nur dort) und so versprach die Gruppierung ein Album der Sonderklasse abzuliefern. Na ja. Wir bekommen Altmetall von Ozzy - Songs, die Daisley und Kerslake damals im Original maßgeblich mitgestaltet hatten, wofür ihnen der Credit bzw. die Kohle verweigert blieb - und neues Material, dass unsere fünf Musiktiere hier zusammen ins Werk gesetzt haben. Die ollen Kamellen schneiden deutlich besser ab, werden Ozzy-Fans aber als nicht authentisch missfallen, die neuen Songs sind Mittelmaß, bisweilen an der Grenze zum Peinlichen, textlich zumindest. Die Leistungen, insbesondere von Morse, sind natürlich tadellos! Barnes' Gesang muss man schon mögen...besser als Ozzy ist er allemal.
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am 11. Juni 2012
Wie g... ist das denn? Da kommen 4 Könner ihres Faches zusammen, um ein Coveralbum aufzunehmen und so ganz nebenbei purzeln da noch 5 eigene Songs raus.
Dann macht das Ganze auch noch so viel Spaß, das gleich mal ein Livegig gespielt wird (verstärkt durch Don Airey und drei coole Backgrounderinnen) und der wird auch noch aufgezeichnet. Wie cool Steve Morse mal in Metal-Laune zu erleben.
Ich dachte immer 'I don't know' konnte nur Randy Roads vernünftig spielen. Von wegen!! Am allergeilsten ist aber Lee Kerslake! 145kg geballte Power. Mann, ist der noch gut drauf.
Bob Daisley ist einfach souverän. Schade, das seine Leistungen nie richtig gewürdigt wurden, weder bei Rainbow noch bei Ozzy - auch wenn Ozzy die dämliche Re-release Aktion von BoO und DoaM inzwischen eher bedauert und ja die remasterten Originalalben nachgeschoben hat. Der Sound der CD ist speziell vom Schlagzueg her etwas zu trocken. A bissl Bombast hätt's schon gebraucht. Nun gut, spielerisch erste Sahne!
Und die DVD ist einfach nur Fun pur. Jimmy Barnes röhrt was das Zeug hält. Klingt so garnicht nach Ozzy :-). Gut so!
Im übrigen gibt es angeblich schon Material für ein Nachfolgealbum - wenn denn Zeit dafür bleibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. März 2010
LIVING LOUD war ein Projekt, das im Jahre 2003 statt gefunden hat. Jimmy Barnes, australisches Rockurgestein, zusammen mit Lee Kerslake, Don Airey, Steve Morse und dem eigentlichen Initiator Bob Daisley haben seinerzeit diese temporäre Supergroup ins Leben gerufen. Die Referenzen dieser Herren umfassen nun wirklich das Who-is-who des Hardrock und Metal der letzten 30-40 Jahre. Ob Uriah Heep, Rainbow, Ozzy Osbourne, Whitesnake, Gary Moore, MSG, Deep Purple, fast überall waren diese Musiker schon aktiv, teilweise sogar gemeinsam. Und das ist auch schon das nächste Stichwort: gemeinsam haben Lee Kerslake und Bob Daisley in den Jahren 1980 und 1981 mit Ozzy Osbourne und seinem damaligen Spezie, dem als Wundergitarristen gehandelten Randy Rhoads als Band Blizzard Of Ozz gearbeitet und dabei die Alben Blizzard Of Ozz und Diary Of A Madman produziert. 6 dieser Songs hat die Band Living Loud im Rahmen dieses Projektes neu eingespielt, weil es ein seit Jahren gehegtes Anliegen von Bob Daisley war, als Mitautor dieser Songs, diese nach seinen Vorstellungen neu zu interpretieren. Und dieses Vorhaben finde ich sehr gelungen. Jimmy Barnes singt nicht wie Ozzy Osbourne und Steve Morse spielt nicht wie Randy Rhoads Gitarre und das gibt diesen Songs ein ganz anderes Flair. Wer die alten Aufnahmen von Osbourne kennt, mag das vielleicht bestreiten wollen, aber unter dem Strich kommen dabei fetzige Rock ,n' Roll Versionen heraus, die sich von dem alten Heavy-Metal-Sound der Osbourne Aufnahmen abgrenzen. Man wollte auch nicht einfach nur etwas nachspielen, sondern der Chemie der Band Living Loud Rechnung tragen. Sehr gelungen.

Die Aufnahmen fanden in Florida statt und zu den 6 Ozzy-Osbourne-Coverversionen gesellen sich 5 weitere eigene Songs, die innerhalb weniger Wochen in Gemeinschaftsarbeit entstanden sind. Da sind Rocknummern zu hören, wie Last Chance, die wundervolle Ballade Every Moment A Lifetime und das als Single konzipierte In The Name Of God. Letzteres stellt insofern eine Besonderheit dar, als das dieser Song auf die 2003 aktuellen Kriegshandlungen im Nahen Osten Bezug nimmt und sich mit der Frage beschäftigt, warum Religionen und deren Vertreter, die sonst den Frieden predigen, ihren Glauben als Vorwand für Krieg und sinnloses Töten herhalten. Da dies immer auf dem Rücken der Kleinen und Schwachen ausgetragen wird, wurden die Verkaufserlöse dieser Single an UNICEF gespendet. Als Bonus-Track ist auf der CD noch eine Liveversion von I Don't Know zu hören.

Der Clou an dieser Ausgabe aber ist die DVD. Wem die CD schon Lust auf mehr gemacht hat, der kann hier die Band live und Farbe auf der Bühne in seinem Wohnzimmer erleben. Das macht Spaß anzusehen, weil man sehen kann, dass den Musiker das Musizieren vor Publikum auch großen Spaß gemacht hat. In ca. 90 Minuten wird das Album durchgespielt. Dass die Setliste der CD in unveränderter Reihenfolge gespielt ist mir erst beim Blick aufs Cover aufgefallen. Vorher hatte ich gar nicht richtig darauf geachtet. Beendet wird das Konzert noch mit zwei tollen Coverversionen, nämlich Gimme Some Lovin' (The Spencer Davis Group) sowie Good Times (Easybeats) und während der Abspann läuft, wird als kleines Gimmick im Hintergrund im Zeitraffer die Bühne abgebaut. Besondere Aufmerksamkeit sollte man aber den Bonus Features widmen, insbesondere der rund 18-minütigen Dokumentation. Hier gibt's es noch ein paar interessante Details zu erfahren, z.B. wie Bob Daisley im Interview erklärt, dass er für die Texte der ersten beiden Ozzy Osbourne Alben verantwortlich gewesen sei und Mr. Osbourne keine Zeile dazu beigetragen haben soll, dass die Manager von Uriah Heep und Deep Purple die Tourpläne von UH/DP an die Termine von Living Loud angepasst haben, um Kerslake und Morse die Reise nach Australien und damit die Beteiligung an diesen Projekt zu ermöglichen und man sieht Jimmy Barnes in einem Interview bei einem australischen Fernsehsender, um 9 Uhr morgens. Recht ungewöhnlich für einen Rockmusiker. Man kann ja mal versuchen Udo Lindenberg um so eine frühe Zeit ins deutsche Frühstücksfernsehen zu bekommen...

Auch wenn dies offenbar eine Eintagsfliege war -eben nur ein Projekt und keine echte neue Band-, so ist es auch im Abstand von ein paar Jahren höchst unterhaltsam diese 5 Legenden auf CD und DVD zu erleben. Von mir jedenfalls beide Daumen aber so was von hoch !!!
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am 19. Oktober 2014
Hatte die CD schon, wollte nun aber mal schauen wie diese Combo das Live macht. Sie macht es sehr gut. Ich halte sowohl die CD auch die DVD für sehr gelungen.
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am 11. Dezember 2012
Hatte schon seit einiger Zeit die Live CD und hab mit jetzt noch das Package geholt. Die Song sind - genauo wie Live erste Sahne. Die DVD versprüht viel Spaß der Protagonisten. So sollten Live DVDs sein ;-))
Beste Grüße
JH
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am 23. November 2006
Alleine schon die Namen der beteiligten Musiker perlen einem geradezu von der Zunge: STEVE MORSE (Gitarre, DEEP PURPLE, Ex-DIXIE DREGS), BOB DAISLEY (Bass, Ex-OZZY OSBOURNE, Ex-BLACK SABBATH, Ex-RAINBOW, Ex-DIO etc.), LEE KERSLAKE (Schlagzeug, URIAH HEEP, Ex-OZZY OSBOURNE), DON AIREY (Ex-WHITESNAKE, Ex-GARY MOORE, DEEP PURPLE) und JIMMY BARNES (Gesang). Der einzige Name, der einem alten Rockfreund dabei keine Tränen der Rührung in die Augen treibt ist der des Sängers. Aber das liegt daran, dass dieser bislang fast ausschließlich in seiner Heimat Australien Erfolge feiern konnte. Auf diesem Album beweist er, dass er mit den anderen Herren mithalten kann.

Wer nun erwartet, dass uns diese Meister ihres Fachs ein Album voller neuer Rock-Perlen vorlegen liegt nur halb daneben. Denn immerhin sechs der elf Stücke kennt man bereits. Dabei handelt es sich um Neu-Aufnahmen von alten OZZY OSBOURNE Klassikern (I DON'T KNOW, CRAZY TRAIN, FLYING HIGH AGAIN, MR.CROWLEY, TONIGHT und OVER THE MOUNTAIN). Dabei handelt es sich um Songs der ersten beiden OZZY Solo CDs, denn diese sind zu nicht unerheblichem Teil auch von BOB DAISLEY mitgeschrieben worden.

Man könnte nun mutmaßen, dass es etwas damit zu tun hat, dass OZZY bei den remasterten Versionen seiner frühen Alben einfach hinging und die Spuren von DAISLEY und KERSLAKE einfach löschen und von aktuellen Mitstreitern neu aufnehmen ließ, aber sicher sein kann man da nicht.

Ob es nötig war, diese Songs noch einmal neu einzuspielen, lässt sich schwer entscheiden, denn nur zu gerne hätte man mehr Songs aus der Feder des aktuellen Teams gehört. Auf der anderen Seite sind die Coverversionen so gut, dass man sie auch sehr gerne anhört. Aber auf jeden Fall befinden sich dadurch elf sehr gelungene Songs auf dem Album und das sollte dann doch den Kauf wert sein.

Schon gleich der Opener LAST CHANCE knallt so wunderbar rockend aus den Boxen, dass man sich wundert, dass diese Band nicht schon seit Jahren zusammenspielt. So wunderbar tight groovend und beschwingt rollend und dazu die wunderbar kreischende Stimme von JIMMY BARNES - superb.

Der Mann kann röhren - das stellt er auch sofort bei der ersten OZZY-Coverversion klar. I DON'T KNOW klang selten so druckvoll (klar, das Original ist mehr als 20 Jahre alt) und der Gesang passt wie die Faust aufs Auge - auch hier die Höchstnote.

Und damit hat man auch schon das erste Problem, denn anschließend kommt eine Ballade, die das Wort Gänsehaut komplett neu definiert und in jedem Lexikon als Paradebeispiel angeführt werden sollte: EVERY MOMENT A LIFETIME ist einfach zum niederknien und heulen schön. Eins Plus mit Sternchen.

Danach tritt der Zuhörer die Reise auf OZZYs altem CRAZY TRAIN an. Ein weiteres Werk, dass durch die Neuaufnahme noch einmal hinzugewinnt (auch wenn das schwer vorstellbar scheint). Und auch hier nimmt man BARNES ab, dass er gerade den Verstand verliert.

IN THE NAME OF GOD wird wunderbar getragen von einer Akustikgitarre und leichten arabischen Anleihen. In dem Song geht es darum, dass sich die Menschheit noch im Namen Gottes gegenseitig ausrotten wird (und jeder wird dabei glauben, er stehe auf der richtigen Seite, welche Ironie). Ein absolut fantastischer Song.

Nun zurück zu dem guten alten OZZY: FLYING HIGH AGAIN knüpft da an, wo CRAZY TRAIN aufgehört hat. Astrein vorgetragen und mit besserem Sound als das Original. Und wahrscheinlich fände es RANDY RHOADS auch nicht so schlimm, dass STEVE MORSE sein Solo ein wenig abgewandelt hat und kleine Varianten in der Rhythmus-Arbeit hinlegt.

Wenn man nun ein wenig pingelig sein möchte, könnte man sagen, dass PUSHED ME TOO HARD ein durchschnittlich guter Song ist. Aber das ist Jammern auf besonders hohem Niveau. Denn das entscheidende Attribut ist in diesem Fall nicht durchschnittlich sondern eben gut.

Es folgt dann MR. CROWLEY, das mit einem wunderbaren Hammond-Orgel-Intro beginnt und auch sonst ein paar kleinere Tempo-Variationen erfährt. Zudem wird die Stimme von BARNES verzerrt, was dem Song eine bedrohlichere Stimmung verleiht. Aber vielleicht ist das auch damit ein wenig näher an der eigentlichen Intention (immerhin wurde OZZY OSBOURNE nach Erscheinen des Songs ja vorgeworfen, er glorifiziere den Satanisten Crowley).

Daran schließt mit TONIGHT einer der weniger bekannten OZZY-Songs an. Eine schöne Halb-Ballade, aber sicherlich die Coverversion auf die ich am besten hätte verzichten können. Nicht schlecht sicher, aber da wäre ein eigener Song besser gekommen.

Denn im Anschluss verwöhnen LIVING LOUD wieder mit etwas Eigenem. WALK AWAY ist im Mid-Tempo gehalten und erinnert im Riffing leicht (sehr leicht) an LED ZEPPELINs KASHMIR. Ein schöner kleiner Rock-Song.

Zum Abschluss wird dann noch einmal der gute alte OZZY zitiert. OVER THE MOUNTAIN ist (wieder einmal) eine sehr gelungen Version geworden. Aber das darf ja bei diesen Musikern auch niemanden verwundern.

Als Bonus gibt es sogar noch das Video zu IN THE NAME OF GOD, das die Thematik des Songs in emotionale Bilder umzusetzen weiß. Leider wird so etwas bei der heutigen Generation von MTV und VIVA-Anhängern auf kaum Gegenliebe stoßen, denn das sind ja nur ein paar alternde Herren, die vom Weltfrieden singen und kein SIDO, FLER oder BUSHIDO, die in ihren Videos halbnackte Frauen rumhüpfen lassen und diese dann als Schlampen, Huren oder Bitches bezeichnen. So viel zum Stand des Musik-Fernsehens.

Insgesamt gesehen ist LIVING LOUD ein perfektes Rock-Album, das bei keinem Fan des Hardrock in der Sammlung fehlen sollte, denn was die Herren im fortgeschrittenen Alter hier zusammenspielen dürfte bei vielen Nachwuchsmusikern zu einem resignierten Weglegen der Instrumente führen. Solche Alben kommen leider viel zu selten raus.
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am 9. Juli 2008
....aber der eigentliche Hammer ist das Live-Video. Jedem, der sich überlegt Living Loud zuzulegen soll unbedingt auf die neuere 08er-Edition mit der Live-DVD dabei zurückgreifen (kostet eh so gut wie nix)!!!

Denn auf dem Video sieht man echt saugute Musiker die enormen Spaß auf einer etwas kleineren Bühne haben und eine Supershow abliefern. Da fahren auch die Coverversionen mit sattem Dampf dahin und man möchte mehr, mehr, mehr.

Was mich auch zum fehlenden 5. Sternchen der Audio-CD bringt: die Eigenkompositionen dieser Truppe sind wirklich sehr gute Rockmusik. Alleine der Opener 'last chance' bringt einen Supereinstieg, 'every moment a lifetime' ist z.B. eine der besten Balladen, die ich die vergangenen Jahre gehört habe.

Jetzt die Coverversionen....man kann dies aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und Kritik - wie ich hier jetzt - anbringen, z.B. müssen diese Musiker wirklich über 20 Jahre alte Ozzy-Hadern (egal wer da jetzt wie und wo mitkomponiert hat) covern? Ich (Gitarrist) vergöttere Steve Morse, aber kein Gitarrero vergreift sich doch ernsthaft an Gottheit Randy Rhoads?! Steve tut das zum Glück eh nicht wirklich, er spielt einfach andere Soli, im Großen und Ganzen. Aber wenn schon covern, warum dann bitte z.B. 'crazy train' im Halftempo bitte??? Die Nummer muß krachen, das Original tut es. Bei der Version hier klingt das Ganze eher schaumgebremst. Überhaupt wurde bei den Songs allzuviel neuarangiert und verändert. Ganz im Gegensatz zu einem der Vorkritiker bin ich der Meinung, daß die alten Ozzy-Nummern nicht einen Kick durch die neuen (Studio-) Interpretationen bekommen. Nett anzuhören, mehr nicht - für ein Album viel zu wenig. Dennoch mag ich 'living loud', eben durch die extragute Handvoll Eigenkompositionen.

Anscheinend waren die Herren nach diesem tollen Debüt durch andere Sachen wie Purple, Michael Schenker etc. gebunden, denn anders lässt sich nicht erklären daß es seit 4 Jahren keine Fortsetzung dieses "Kaffeekränzchens" gibt :-( Nun gut, warten wir weiter...vielleicht sogar auf eine 'richtige' volle eigene CD (ev. dauerts ja deswegen so lange)!

P.S. Übrigens ein optisches Highlight der DVD ist die 'Landkarte von Italien', die Jimmy Barnes im Laufe des Gigs auf sein Hemd vorne draufschwitzt - ein echter Klassiker :-)
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am 23. November 2006
Alleine schon die Namen der beteiligten Musiker perlen einem geradezu von der Zunge: STEVE MORSE (Gitarre, DEEP PURPLE, Ex-DIXIE DREGS), BOB DAISLEY (Bass, Ex-OZZY OSBOURNE, Ex-BLACK SABBATH, Ex-RAINBOW, Ex-DIO etc.), LEE KERSLAKE (Schlagzeug, URIAH HEEP, Ex-OZZY OSBOURNE), DON AIREY (Ex-WHITESNAKE, Ex-GARY MOORE, DEEP PURPLE) und JIMMY BARNES (Gesang). Der einzige Name, der einem alten Rockfreund dabei keine Tränen der Rührung in die Augen treibt ist der des Sängers. Aber das liegt daran, dass dieser bislang fast ausschließlich in seiner Heimat Australien Erfolge feiern konnte. Auf diesem Album beweist er, dass er mit den anderen Herren mithalten kann.

Wer nun erwartet, dass uns diese Meister ihres Fachs ein Album voller neuer Rock-Perlen vorlegen liegt nur halb daneben. Denn immerhin sechs der elf Stücke kennt man bereits. Dabei handelt es sich um Neu-Aufnahmen von alten OZZY OSBOURNE Klassikern (I DON'T KNOW, CRAZY TRAIN, FLYING HIGH AGAIN, MR.CROWLEY, TONIGHT und OVER THE MOUNTAIN). Dabei handelt es sich um Songs der ersten beiden OZZY Solo CDs, denn diese sind zu nicht unerheblichem Teil auch von BOB DAISLEY mitgeschrieben worden.

Man könnte nun mutmaßen, dass es etwas damit zu tun hat, dass OZZY bei den remasterten Versionen seiner frühen Alben einfach hinging und die Spuren von DAISLEY und KERSLAKE einfach löschen und von aktuellen Mitstreitern neu aufnehmen ließ, aber sicher sein kann man da nicht.

Ob es nötig war, diese Songs noch einmal neu einzuspielen, lässt sich schwer entscheiden, denn nur zu gerne hätte man mehr Songs aus der Feder des aktuellen Teams gehört. Auf der anderen Seite sind die Coverversionen so gut, dass man sie auch sehr gerne anhört. Aber auf jeden Fall befinden sich dadurch elf sehr gelungene Songs auf dem Album und das sollte dann doch den Kauf wert sein.

Schon gleich der Opener LAST CHANCE knallt so wunderbar rockend aus den Boxen, dass man sich wundert, dass diese Band nicht schon seit Jahren zusammenspielt. So wunderbar tight groovend und beschwingt rollend und dazu die wunderbar kreischende Stimme von JIMMY BARNES ' superb.

Der Mann kann röhren - das stellt er auch sofort bei der ersten OZZY-Coverversion klar. I DON'T KNOW klang selten so druckvoll (klar, das Original ist mehr als 20 Jahre alt) und der Gesang passt wie die Faust aufs Auge - auch hier die Höchstnote.

Und damit hat man auch schon das erste Problem, denn anschließend kommt eine Ballade, die das Wort Gänsehaut komplett neu definiert und in jedem Lexikon als Paradebeispiel angeführt werden sollte: EVERY MOMENT A LIFETIME ist einfach zum niederknien und heulen schön. Eins Plus mit Sternchen.

Danach tritt der Zuhörer die Reise auf OZZYs altem CRAZY TRAIN an. Ein weiteres Werk, dass durch die Neuaufnahme noch einmal hinzugewinnt (auch wenn das schwer vorstellbar scheint). Und auch hier nimmt man BARNES ab, dass er gerade den Verstand verliert.

IN THE NAME OF GOD wird wunderbar getragen von einer Akustikgitarre und leichten arabischen Anleihen. In dem Song geht es darum, dass sich die Menschheit noch im Namen Gottes gegenseitig ausrotten wird (und jeder wird dabei glauben, er stehe auf der richtigen Seite, welche Ironie). Ein absolut fantastischer Song.

Nun zurück zu dem guten alten OZZY. FLYING HIGH AGAIN knüpft da an, wo CRAZY TRAIN aufgehört hat. Astrein vorgetragen und mit besserem Sound als das Original. Und wahrscheinlich fände es RANDY RHOADS auch nicht so schlimm, dass STEVE MORSE sein Solo ein wenig abgewandelt hat und kleine Varianten in der Rhythmus-Arbeit hinlegt.

Wenn man nun ein wenig pingelig sein möchte, könnte man sagen, dass PUSHED ME TOO HARD ein durchschnittlich guter Song ist. Aber das ist Jammern auf besonders hohem Niveau. Denn das entscheidende Attribut ist in diesem Fall nicht durchschnittlich sondern eben gut.

Es folgt dann MR. CROWLEY, das mit einem wunderbaren Hammond-Orgel-Intro beginnt und auch sonst ein paar kleinere Tempo-Variationen erfährt. Zudem wird die Stimme von BARNES verzerrt, was dem Song eine bedrohlichere Stimmung verleiht. Aber vielleicht ist das auch damit ein wenig näher an der eigentlichen Intention (immerhin wurde OZZY OSBOURNE nach Erscheinen des Songs ja vorgeworfen, er glorifiziere den Satanisten Crowley).

Daran schließt mit TONIGHT einer der weniger bekannten OZZY-Songs an. Eine schöne Halb-Ballade, aber sicherlich die Coverversion auf die ich am besten hätte verzichten können. Nicht schlecht sicher, aber da wäre ein eigener Song besser gekommen.

Denn im Anschluss verwöhnen LIVING LOUD wieder mit etwas Eigenem. WALK AWAY ist im Mid-Tempo gehalten und erinnert im Riffing leicht (sehr leicht) an LED ZEPPELINs KASHMIR. Ein schöner kleiner Rock-Song.

Zum Abschluss wird dann noch einmal der gute alte OZZY zitiert. OVER THE MOUNTAIN ist (wieder einmal) eine sehr gelungen Version geworden. Aber das darf ja bei diesen Musikern auch niemanden verwundern.

Als Bonus gibt es sogar noch das Video zu IN THE NAME OF GOD, das die Thematik des Songs in emotionale Bilder umzusetzen weiß. Leider wird so etwas bei der heutigen Generation von MTV und VIVA-Anhängern auf kaum Gegenliebe stoßen, denn das sind ja nur ein paar alternde Herren, die vom Weltfrieden singen und kein SIDO, Fler oder BUSHIDO, die in ihren Videos halbnackte Frauen rumhüpfen lassen und diese dann als Schlampen, Huren oder Bitches bezeichnen. So viel zum Stand des Musik-Fernsehens.

Insgesamt gesehen ist LIVING LOUD ein perfektes Rock-Album, das bei keinem Fan des Hardrock in der Sammlung fehlen sollte, denn was die Herren im fortgeschrittenen Alter hier zusammenspielen dürfte bei vielen Nachwuchsmusikern zu einem resignierten Weglegen der Instrumente führen. Solche Alben kommen leider viel zu selten raus.
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am 22. Januar 2005
Boah, das nenne ich Allstar-Kapelle. Wenn sich alte Hasen und Könner wie Bob Daisley (u.a. Gary Moore, Ozzy Osbourne), Lee Kerslake (u.a. Ozzy Osbourne, Uriah Heep), Steve Morse (U.A. Deep Purple, Dixie Dregs) Und Don Airey (U.A. Deep Purple, Ozzy Osbourne, Fastway, Gary Moore ) mit dem Australier Jimmy Barnes (der eine der geilsten und dreckigsten Rockröhren dieses Planeten besitzt) für ein Album zusammentun, kann dabei nichts Schlechtes rauskommen. Ist es auch nicht. Das Album enthält mit 'I Don't Know', 'Crazy Train', F'lying High Again', 'Mr Crowley', 'Tonight' und 'Over The Mountain' gleich sechs Songs der beiden ersten Ozzy Osbourne-Alben "Blizzard Of Ozz" und "Diary Of a Madman" (an denen das Duo Kerslake/Daisley beteiligt war - auf den Jahre später veröffentlichten Re-Releases wurde ihre Drum/Bass-Spuren allerdings gelöscht. Mit ein Grund für dieses Album?). Und auch wenn die Stücke, deren Umsetzung und natürlich auch Jimmy Barnes Gesang Klasse sind - diese Songs sind zu stark mit dem Gesang Ozzy Osbournes bzw. dem Gitarrenspiel eines Randy Rhoads verbunden und ziehen im Vergleich mit dem Original alleine schon deshalb den kürzeren. Das bandeigene und abwechslungsreiche Material kann (mich) da schon eher überzeugen. Mit 'In The Name Of God' hat man einen etwas orientalisch angehauchten Song am Start, 'Every Moment A Lifetime' ist eine blueslastige Ballade geworden, 'Last Chance' klingt wie ein geiler Riffrocker aus der AC/DC-Schule und 'Pushed Me Too Hard' ist ein Song, den man ohne weiteres als Deep Purple-ig bezeichnen kann. Dass die Musiker ihr Handwerk verstehen und auch ihre Hausaufgaben im Fach "Songwriting" und "Produktion" gemacht haben, versteht sich eigentlich von selbst und braucht hier eigentlich nicht besonders erwähnt werden. Ich mag diese Scheibe. Zeitlose Rockmusik - nur hätte ich gerne mehr eigenes Songmaterial gehört. (OL)
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am 10. Juli 2008
....aber der eigentliche Hammer ist das Live-Video. Jedem, der sich überlegt Living Loud zuzulegen soll unbedingt auf die diese - die neuere 08er-Edition mit der Live-DVD dabei zurückgreifen (kostet eh so gut wie nix)!!!

Denn auf dem Video sieht man echt saugute Musiker die enormen Spaß auf einer etwas kleineren Bühne haben und eine Supershow abliefern. Da fahren auch die Coverversionen mit sattem Dampf dahin und man möchte mehr, mehr, mehr.

Was mich auch zum fehlenden 5. Sternchen der Audio-CD bringt: die Eigenkompositionen dieser Truppe sind wirklich sehr gute Rockmusik. Alleine der Opener 'last chance' bringt einen Supereinstieg, 'every moment a lifetime' ist z.B. eine der besten Balladen, die ich die vergangenen Jahre gehört habe.

Jetzt die Coverversionen....man kann dies aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und Kritik - wie ich hier jetzt - anbringen, z.B. müssen diese Musiker wirklich über 20 Jahre alte Ozzy-Hadern (egal wer da jetzt wie und wo mitkomponiert hat) covern? Ich (Gitarrist) vergöttere Steve Morse, aber kein Gitarrero vergreift sich doch ernsthaft an Gottheit Randy Rhoads?! Steve tut das zum Glück eh nicht wirklich, er spielt einfach andere Soli, im Großen und Ganzen. Aber wenn schon covern, warum dann bitte z.B. 'crazy train' im Halftempo bitte??? Die Nummer muß krachen, das Original tut es. Bei der Version hier klingt das Ganze eher schaumgebremst. Überhaupt wurde bei den Songs allzuviel neuarangiert und verändert. Ganz im Gegensatz zu einem der Vorkritiker bin ich der Meinung, daß die alten Ozzy-Nummern nicht einen Kick durch die neuen (Studio-) Interpretationen bekommen. Nett anzuhören, mehr nicht - für ein Album viel zu wenig. Dennoch mag ich 'living loud', eben durch die extragute Handvoll Eigenkompositionen.

Anscheinend waren die Herren nach diesem tollen Debüt durch andere Sachen wie Purple, Michael Schenker etc. gebunden, denn anders lässt sich nicht erklären daß es seit 4 Jahren keine Fortsetzung dieses "Kaffeekränzchens" gibt :-( Nun gut, warten wir weiter...vielleicht sogar auf eine 'richtige' volle eigene CD (ev. dauerts ja deswegen so lange)!

P.S. Übrigens ein optisches Highlight der DVD ist die 'Landkarte von Italien', die Jimmy Barnes im Laufe des Gigs auf sein Hemd vorne draufschwitzt - ein echter Klassiker :-)
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