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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 28. September 2007
Selten hat mich ein Film so verstört und auch nachdenklich zurückgelassen.
Die Geschichte dieses Films ist zuallererst todtraurig, und hoffnungslos. Erica Bain, eine bekannte New Yorker Radiomoderatorin, lebt ein perfektes Leben. Sie ist erfolgreich in ihrem Beruf, und plant eifrig die Hochzeit mit ihrem Verlobten.Sie steht auf der goldenen Seite des Lebens. Doch dann schlägt das Schicksal gnadenlos zu:während eines abendlichen Spaziergangs im Central Park werden die beiden Liebenden in einen Hinterhalt gelockt und brutalst zusammengeschlagen. Erica überlebt knapp, ihr Verlobter kommt ums leben. Als sie nach drei Wochen zwischen Leben und Tod aus dem Koma erwacht ist ihr bisheriges Leben Vergangenheit, nichts ist mehr so wie es einmal war.Bis zu diesem Punkt kennen wir solche Geschichten zur Genüge aus dem Kino, das Drama und die Gewalt, die in das Leben von bisher glücklichen Menschen eindringen. Doch dann kommt der imaginäre Schnitt der diesen Film von eigentlich allen anderen Dramen trennt. Erica ist zutiefst verstört, sie traut keinem mehr. Von der Polizei fühlt sie sich nicht genügend unterstützt. Um sich sicherer zu fühlen kauft sie sich illegal eine Waffe. Damit kommt die eigentliche Handlung des Films in Gang. Das erste mal macht sie von der Waffe gebrauch um sich zu verteidigen als sie mitten in einen blutigen Ehekrieg
in einem Supermarkt gerät.Sie wollte es nicht, aber es blieb ihr keine andere wahl, sonst wäre sie gestorben, und nicht der Mann den sie erschoßen hat.Das kann man also noch als Notwehr entschuldigen, wahrscheinlich hätte jeder von uns in dieser Situation so gehandelt. Gerade das macht diesen Film so ambivalent, das man sich jederzeit mit Erica identifiziert, bei jeder ihrer folgenden Handlungen. Und genau das ist so erschreckend an diesem Film, man sieht wie leicht es ist die Grenze zwischen dem was Recht und dem was Unrecht ist zu überschreiten. Man fragt sich unwillkürlich; könnte ich das auch tun, würde ich das tun wenn ich in ihrer Situation wäre? Die Antwort ist wohl leider ja. In jedem von uns steckt wahrscheinlich etwas nicht kalkulierbares.Das dieser Film seine Zuschauer dazu bringt über Selbsjustiz und ihre Folgen nachzudenken, aber auch über das Thema Gewalt in unserer Gesellschaft, das finde ich sehr wichtig.Vielleicht ist der Film plakativ, aber wenn er Menschen zum Grübeln bringt, dann hat er sein Ziel schon erreicht.
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am 27. Januar 2013
Jodie Foster in einem melancholischen Rache-Drama. Im Vergleich zu anderen Rächerfilmen wie z.b. 96 Hours hadert die Protagonistin allerdings mit sich selbst, gerät mit jedem Mord der Verzweiflung näher und will sich schliesslich sogar fast stellen. Der Film zeichnet die ganze Zeit ein recht finsteres Bild der Geschehnisse, hier wird Rache wie schon gesagt nicht zelebriert sondern als Motiv angezweifelt und die Selbstjustiz sehr kritisch betrachtet.
Eine schon in die Jahre gekommene Jodie Foster (die jedoch zum älterwerden steht und offenbar nichts von Botox und dergleichen hält) spielt das psychische Wrack mit verstörtem Blick und zerzaustem Haar unglaublich gut und nachvollziehbar, und sorgt für tiefe Einblicke in die menschliche Seele, wärend die Action im Film eher dünn gesäht aber gut inszeniert ist. Vielleicht ein Stück zu lang, aber unbedingt sehenswert.
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Erica Bain und ihr Freund werden nachts von jugendlichen Schlägern angegriffen und Erica kommt noch mit einem blauen Auge davon, wobei ihr Freund totgeprügelt wird. Erica legt sich eine Waffe zu, will Rache ausüben. Auf ihrem Weg durch New York begegnet sie anderen Menschen, die sie auf das Unwürdigste belästigen und lebensgefährlich bedrohen. Dafür sieht Erica die Selbstjustiz als richtigen Weg und erschießt jeden, der sie köperlich angreift. Sie vertraut Detective Mercer, der sie zum Schluss beinahe überführt und doch Verständnis für ihre Taten aufweist und ihr sogar hilft ihr letztes Opfer zu töten. Dieses Opfer ist einer der Täter, die Erica und ihren Freund verprügelten.

Der Film wirft natürlich eine große Frage in den Raum und zwar ob Selbstjustiz gerechtfertigt ist und verübt werden darf. Auf der einen Seite kann man für das Opfer Verständnis haben, wenn es Rachepläne ausüben möchte, auf der anderen Seite ist dies natürlich nicht mit der Rechtsstaatlichkeit vereinbar. Als Zuschauer wird man nahezu gezwungen Verständnis für Erica aufzubringen und man wundert sich letztendlich nicht mehr, wie viele Menschen sie umbringt, wenn man die Szene zu anfangs sieht, als sie von brutalen Schlägern massiv in den Bauch getreten wird und diese Täter ihre Tat noch dazu filmen. Dies ist in heutigen Zeiten oft der Fall, man möge an die bekannten U-Bahnschläger in München denken, die einen Rentner verprügelten oder an den Fall Dominic Brunner. Der Film zieht auch eine Parallele zum Fall Bachmeier aus den 80er Jahren in der BRD, als Marianne Bachmeier im Gerichtssaal den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna tötete und somit auch Selbstjustiz verübte. Ein Großteil der Bürger konnte ihr Handeln nachvollziehen, so wie auch die Figur Mercer sie bei Erica nachvollziehen kann. Man muss sich nicht wundern, wenn Menschen zu solchen Formen von Rache greifen, wenn Täter nur einige Monate an Haftstrafen aufgesetzt bekommen und dann wieder auf freiem Fuß sind, um wieder rückfällig zu werden und mit dieser Strafe längst nicht Mord, Vergewaltigung etc. gerechtfertigt sind. Der Streifen ist empfehlenswert zumahl er wirklich die Augen öffnet und die Frage und Diskussion rund um die Selbstjustiz provokativ dem Zuschauer zuwirft.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 30. Dezember 2012
Ich kann die Rezensenten nicht verstehen, die glauben, dass der Streifen ein Plädoyer für Selbstjustiz ist. Dieser Film stellt den Weg einer Frau dar, die einsehen muss, dass der Mord an ihrem Freund (damit verbunden dreiwöchiges Koma und Klinikaufenthalt) anscheinend ungesühnt bleiben muss. Ob das Rechtssystem hier versagt hat, bleibt eine andere Frage. (Spoiler) Nun aber der Punkt: Die Frau will Rache. Dass sie den Mörder in der Tankstellen-Szene, die Rowdys in der U-Bahn und den Zuhälter, der sie überfahren will, erschießt, kann man noch mit juristischer Finesse als Notwehrhandlung abtun. Der Schlusspunkt ist ein Ende, das sicherlich aufrüttelt und schockieren soll. Zu Recht. Es hat aber handwerklich nicht den Sinn, hier Selbstjustiz in einem guten Licht darzustellen, sondern hier greift ein Stück weit auch die Ansicht, dass Sympathieträgerfiguren am Ende nicht mit leeren Händen dastehen dürfen. Ihre Wandlung ist sicherlich bedenklich, aber gerade die drastischen Mittel, mit denen hier gearbeitet wurde, machen die kritische Stärke dieses Films aus.

Fazit: Das Ende ist brutal und sehr aufwühlend. Es regt aber zum Nachdenken an und ist in der heutigen Zeit mehr als nur ein Abbild unserer Wünsche (und wohl auch Abgründe). Der Film ist eine große und starke Charakterstudie. Ich kaufe Jodie Foster und ihrer Figur die Charakterwandlung eindeutig ab!
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am 7. Januar 2008
Erica Bain (Jodie Foster) liebt die Straßen von New York und sie lebt von ihnen. Als Moderatorin der Radiosendung Street Walk streift sie mit Mikrofon und Aufnahmegerät durch die Straßen der '- statistisch gesehen - sichersten Stadt der Welt und teilt mit ihren Hörern die Storys und den Rhythmus dieser Stadt. Eines Abends, als sie mit ihrem Verlobten David Kirmani (Naveen Andrews) und ihrem Hund Curtis im Central Park spazieren geht, wirft sie schlagartig ein traumatisches Erlebnis aus der Bahn: Sie werden überfallen und brutal zusammengeschlagen.

3 Wochen später erwacht Erica, die nur knapp mit dem Leben davon kam, aus dem Koma und erfährt, daß David den Überfall nicht überlebt hat. Körperlich wird Erica zwar wieder gesund, aber der traumatische Verlust Davids und die ständige Angst, die sie seitdem verfolgt, läßt sie seelisch nicht los. Die Straßen der Stadt, die sie einst so liebte, erscheinen ihr nun bedrohlich, gar fremd und sie traut sich kaum aus ihrer Wohnung.

Als sie die lähmende Angst nicht mehr erträgt, die Erfolge bei der Polizei auch ausbleiben und sie sich von ihr sogar im Stich gelassen fühlt, faßt sie einen Entschluß und besorgt sich illegal eine Schußwaffe. Mit ihr will sie sich selbst schützen und sie soll ihr das Gefühl von Sicherheit zurückgeben. Als sie darauf in einem kleinen Supermarkt etwas einkauft, wird sie Zeugin, wie in diesem ein Mord geschieht. Aus Notwehr erschießt sie den Täter. Als sie in der U-Bahn von zwei Typen mit einem Messer bedroht wird, handelt sie ebenfalls in Notwehr und erschießt sie. Ihre panische Angst weicht und Erica beginnt sich zu verändern. Eine Fremde in ihr macht sich breit, die nun regelrecht die Gefahr sucht um ihre Peiniger aufzuspüren, damit sie Rache üben kann.

Derweil untersucht NYPD-Detective Sean Mercer (Terrence Howard) einen Fall, der ihm persönlich nahe geht. Als immer mehr Schlagzeilen über einen anonymen Rächer kommen, werden Mercer und sein Partner (Nicky Katt) auf die Fälle angesetzt. Die Indizien führen ihn aber nicht zu einem gewissenlosen Killer, sondern zu einer traumatisierten Frau. Dazwischen kreuzen sich die Wege von Erica und Mercer beruflich und es entwickelt sich zaghaft eine Freundschaft. Während für sie die psychische Belastung immer größer wird und beginnt an ihren Taten moralisch zu zweifeln, führt die Spur Mercer immer mehr zu Erica...

Die Fremde in dir ist wahrlich keine leichte Kost. Der Zuschauer sitzt 122 Minuten lang stets mit einem ambivalenten Gefühl im Bauch da, das auch nach Verlassen des Kinosaals anhält. Man befindet sich in dem moralischen Dilemma, ob man Selbstjustiz rechtfertigen bzw. gutheißen kann, weil doch irgendwie die Protagonistin die Sympathie auf sich zieht. Man sieht und spürt, daß ihr Rachefeldzug eher einer zwanghaften Handlung als einem persönlichen Genuß folgt. Dieser Zwiespalt, in dem sich die Protagonistin befindet, wird jedoch nicht zum Anlaß genommen, die Fragwürdigkeit in ihren Taten aufzuwerfen, sondern ordnet sich ganz der Funktionalität eines spannenden Thrillers unter. Der Film bietet also viel Stoff, um danach auf ein Glas Bier darüber zu diskutieren.

Jodie Foster verkörpert Erica Bain intensiv, faszinierend und hervorragend. Erneut liefert sie eine brilliante Vorstellung ab. Ängstlich, zerrissen, erschöpft, zweifelnd, wütend und mit weiteren Facetten einer an Leib und Seele tief verwundeten Frau nimmt man ihr die Rolle in jeder Minute des Filmes ab. Regisseur Neil Jordan inszenierte den Film spannend bis zur letzten Minute und immer zur Stimmung passenden Bildern. Als Beispiel die Szenen, in denen Erica Angst hat das Haus zu verlassen und das düstere Bild mit der schrägen Kamera diese einfangen. Oder die blitzartigen Flashbacks des Überfalls, die nicht nur Erica quälen, sondern auch dem Zuschauer ebenfalls erneut -' aufgrund der gewalttätigen Szene '- einen Stich in die Magengrube setzen.

Die Fremde in dir ist ein wirklich sehenswerter Thriller, der weniger auf Action setzt (aber ein paar harte Gewaltszenen enthält), sondern die Psyche der (Haupt-)Protagonisten beleuchtet. Foster und Howard tragen diesen Film, der einen mit gemischten Gefühlen zurück läßt. Es ist ein sehr nachdenklich stimmender Film. Wenn man so im Dunkeln nach Hause geht fragt man sich schon, ob man genauso wie Erica reagieren würde, wenn einem das Gleiche passiert. Ich für mich konnte keine eindeutige Antwort finden.
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Radiomoderatorin Erica Bain und ihr Freund David werden beim abendlichen Ausführen ihres Hundes überfallen und brutal zusammengeschlagen. Während David stirbt, überlebt Erica nach dreiwöchigem Koma innerlich völlig zerstört. Um der aufkeimenden Agoraphobie, die sie daran hindert, die Wohnung zu verlassen, entgegenzuwirken und sich im ihr fremd gewordenen Großstadtdschungel New Yorks zu schützen, beschafft sie sich eine Waffe. In Notwehr benutzt, fällt es Erica, die einsamen Nächte ziellos durch dunkle Stadtteile streifend, zunehmend leichter, ihre Vorstellung von Gerechtigkeit umzusetzen. Das weitestgehend verstummte Gewissen findet sie in Gestalt des besonnenen Detectives Mercer wieder.

Im Laufe der Filmgeschichte war "Selbstjustiz" stets die dankbare Legitimation, stellvertretend für den Zuschauer einen Durchschnittsbürger in den erbarmungslosen Vergelter ungesühnten Unrechts zu verwandeln. Bis auf wenige Ausnahmen wie Abel Ferraras DIE FRAU MIT DER 45er MAGNUM war hierbei der Griff zur Waffe dem männlichen Geschlecht vorbehalten, so dem besonders virilen Musterexemplar Charles Bronson in der Blaupause für alle nachfolgenden Vigilante-Movies, EIN MANN SIEHT ROT, oder Biedermann Michael Douglas in EIN RICHTER SIEHT ROT und zuletzt Testosteronpaket Mark Wahlberg in SHOOTER.

Oberflächlich liest sich die Inhaltsangabe von THE BRAVE ONE (so der ausnahmsweise unpassendere Originaltitel) sogar wie ein Remake des bei seinem Erscheinen 1974 kontrovers diskutierten Bronson-Vehikels, das vier weitere, zunehmend menschenverachtendere Sequels nach sich zog. Doch die Mitwirkung der Vorzeigeintellektuellen Jodie Foster hebt die recht konventionell anmutende Story von den überwiegend mehr als Ballerorgie denn als ernsthaft kommentierungswürdigen Denkanstoß zum Rechtssystem tauglichen Genrevertretern ab. Mit jeder Pore schmerzhaft nachempfindbar entwickelt die Ausnahmeaktrice das Psychogramm einer erfolgsverwöhnten Frau, deren perfekt scheinendes Leben durch ein einziges, dem oft zitierten Zur-falschen-Zeit-am-falschen-Ort-Zufall zuzuschreibendes Ereignis total aus der Bahn geworfen wird. Neil Jordan, der uns Kinosternstunden wie MONA LISA oder THE CRYING GAME beschert hat, outet sich in diesen Szenen als unverhohlener Foster-Bewunderer, so dicht geht die fabelhafte Kamera Philippe Rousselots (INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR, BIG FISH) auf Tuchfühlung. Gleichzeitig schont er seine Hauptdarstellerin auch nicht in ungeschminkt wahrhaftigen Augenblicken, in denen sich das herb-schöne Gesicht vor Schmerz, Grauen oder hasserfüllter Wut unschmeichelhaft verzerrt.

Das perverse, unbehagliche Gefühl der Zustimmung beim Betrachten kaltblütig vollzogener Exekutionen am anscheinend offensichtlichen Bodensatz der Gesellschaft stellt sich wie in vorerwähnten Vorbildern ebenso während Erica Bains nächtlichen Streifzügen durch New York ein. Im Gegensatz zu Bronsons Paul Kersey, der zielgerichtet die Konfrontation mit Verbrechern sucht, gerät Fosters Radiomoderatorin anfangs unfreiwillig in Situationen, in denen sie zum Gebrauch der Waffe gezwungen wird. Leider oder vermutlich unvermeidlich kommt Regisseur Jordan um die gängigen, in unzähligen vergleichbaren Szenarien etablierten Schauplätze wie Spirituosenmarkt oder menschenleere U-Bahn nicht herum. Genauso wenig wird vor dem Klischee der dunkelhäutigen Räuber oder arischen Gewalttäter haltgemacht. Doch diese eindimensional-ethnische Charakterisierung des Bösen entpuppt sich als bewusst gewähltes Stilmittel, stellt man am Schluss verblüfft fest, dass mit Ausnahme von Jodie Foster und Mary Steenburgen als deren Vorgesetzte keine weitere Hauptrolle mit kaukasischstämmigen Darstellern besetzt ist. Besondere Erwähnung muss bei der Gelegenheit der charismatische Terrence Howard (L.A. CRASH, VIER BRÜDER) finden, der mit dem sprechenden Namen Mercer (Mercy/Gnade) das moralische Verantwortungs-bewusstsein Erica Bains verkörpert, der er am Ende dennoch eine Art von Vergebung zuteil werden lässt. Und eben an diesem Ende werden sich viele Geister scheiden. Für Zyniker wird es Anlass zu unfreiwilliger Komik geben, anderen wiederum wird die realistische Konsequenz fehlen. Wie auch immer - diskussionswürdig ist der Streifen allemal, und das dürfte nach dem Genuss zahlreicher No-Brainer mal erlaubt sein. Unstreitig allerdings ist die erneut brillante Leistung der Foster, angesichts derer es verwundern sollte, wenn sie nicht eine bzw. ihre fünfte Oscarnominierung erhalten würde.
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am 13. Oktober 2007
Der Film lässt sich anfangs genügend Zeit, um eine Identifikation mit den Hauptfiguren zu ermöglichen. Und auch im weiteren Verlauf sind nicht jederzeit die Actionsequenzen dominierend, sondern die Sequenzen, die eine Frau zeigen, die sich immer weiter von ihrem alten Ich entfernt. Und auch die Dialogszenen zwischen Jodie Foster und Terrence Howard sind sehr intensiv. Dieser Film ist meilenweit von anderen Selbstjustiz-Actionern entfernt, wobei ich hier "Shooter" ausnehme, weil es sich hier um einen Polit-Thriller und keinen Selbstjustiz-Film handelt (egal, wie die Schluss-Szene auch sein mag; es ist nicht das zentrale Element des Films).

Wer also keinen Selbstjustiz-Jubel-Film erwartet, wird gut bedient werden und kann sich über die stärkste Jodie-Foster-Leistung seit langem freuen.
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am 12. Mai 2014
Einfach klasse dargestellt, wie sich eine Frau, gedemütigt, verletzt, ihres Liebsten beraubt, von der Justiz verlassen - sich selbst zu helfen weiß, indem sie dem Unrecht - dem Verbrechen ihre eigenen Grenzen setzt - ganz einfach unerschrocken und selbstlos Verbrecher aller Art hinrichtet - und nach einigen Vorfällen, die dem einen ermittelten Beamten als suspekt erschien, dieses Tun dieser super aktierenden Judie Foster als unausgesprochene Gerechtigkeit für sich und die Justiz so gelten ließ - Klasse!!
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am 23. Februar 2008
In einer anderen Rezension wurde hier schon erwähnt das Regisseur Neil Jordan den Film für seine Hauptdarstellerin maßgeschneidert hat und dem kann man sofort zustimmen. Die Fremde in Dir ist eine One-Woman-Show von Jodie Foster in der die restlichen Darsteller zu Statisten verkommen. Kultregisseur Neil Jordan den ich aufgrund von fantastischen Filmen wie Zeit der Wölfe, Interview mit einem Vampir oder Jenseits der Träume absolut großartig finde, baut seinen düsteren Thriller um die Hauptdarstellerin auf und liefert ein nachdenkliches Porträt einer gebrochenen Frau die zur Selbstjustiz greift.
Die Radiomoderatorin Erica Bain ist glücklich mit Ihrem Freund David (Naveen Andrews aus LOST) und schon bald soll geheiratet werden. Doch es kommt anders und bei einem Abendspaziergang wird David von brutalen Schlägern getötet und Erica schwer verletzt. Nachdem Erica aus dem Koma erwacht wird Angst Ihr ständiger Begleiter und um die zu besiegen besorgt sie sich eine Schusswaffe, welche von diesem Zeitpunkt Ihr ständiger Begleiter wird. In einem kleinen Einkaufsmarkt wird sie Zeuge eines brutalen Mordes und als der Täter auch Erica ins Jenseits befördern will kommt Sie Ihm zuvor und erschiesst Ihn. Überrascht das Ihr niemand auf die Spur kommt und alles reibungslos abläuft geht sie nach Hause. Kurze Zeit später wird Sie in der U-Bahn von zwei Schlägern mit dem Messer bedroht und als sie auch hier keinen Ausweg mehr sieht, beendet Sie das Leben der beiden. Sie merkt das beim zweiten mal nicht mal mehr Ihre Hände zittern. Sie vertraut sich Detective Mercer an, der eigentlich I!
hren eigenen Fall und den Mord an Davi untersucht. In einem Interview befragt Sie Ihn nach seinem Job und nachdem sich beide öfters treffen und plözlich ein bekannter Verbrecher tot aufgefunden wird kommt Mercer Ihr langsam auf die Spur. Es kommt zu einem spannenden Finale das wir aber hier nicht verraten wollen.

Der Film ist starff inszeniert und hochspannend, aber Neil Jordan nimmt keinerlei Stellung zum Thema Selbstjustiz. Er überlässt es dem Zuschauer Stellung zur dieser brisanten Thematik zu nehmen. Auch ich blieb mit gemischten Gefühlen zurück und man denkt oft an Verbrechen wo kleine Kinder die Opfer sind und in diesem Zusammenhang wäre man den Eltern nicht böse wenn diese zur Waffe greifen und für Gerechtigkeit sorgen. Aber es stllt sich trotzdem die Frage ob dies der richtige Weg ist.

Die Fremde in Dir ist trotz der Fragen die er hinterlässt ein spannender Thriller der perfekt in Szene gesetzt ist und mit düsteren Bildern und einer großartigen Hauptdarstellerin punkten kann. Trotzdem bleibt ein wenig ein fader Beigeschmack, aber das soll jeder für sich selbt entscheiden. Die DVD selbst ist vorbildlich, den zum einen gibt es nur eine Ausgabe und dazu ist diese auch noch sehr solide ausgestattet. Ein Making of, sowie nicht verwendete Szenen machen aus der DVD eine recht ordentliche Angelegenheit.

Der Film wird sicher polarisieren, aber prinzipiell sollte sich jeder mal sein eigenes Bild von diesem in meinen Augen wirklich guten Thriller machen.
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am 1. August 2015
Schauspielerisch herausragend...Storyline wohl durchdacht...Drehbuch gut...Sound voll die Wucht...Dialoge fast immer stimmig...Bild-Qualität eher mies...
Fazit: Lohnenswerter Streifen zum Thema Selbst-Justiz!

LG, Stw.
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