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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 12. Dezember 2015
AKOPALÜZE NAU!!!, wie der 2007 veröffentlichte Live-Tonträger titelt, ist musikalisch gesehen vielleicht bis dato Herrn Schneiders reifste und anspruchsvollste Leistung, was nicht zuletzt natürlich auch an seiner tollen Begleitband liegt.
Wie so oft bedient sich der multitalentierte Schelm bei allseits bekannten Jazz-Standards (die man auch als Nicht-Jazz-Fan sicher kennt) und macht daraus, mit ausreichend Klamauk versehen, ganz eigene Stücke, die auf ihre Weise wiederum unerreicht sein dürften.

Tatsächlich wirkt Helge Schneider auf vorliegender Platte generell (nicht nur musikalisch gesehen) etwas "gediegender" und "gesetzter". Die (oft lustige) Überdrehtheit vorhergehender Live-Programme hat etwas besonnenerer Erzählweise Platz gemacht. Pointen sind nun teils wirklich mehr in die musikalischen Stücke verpackt (was man dann wiederum besser bei Bild-Ton-Dokumenten mitbekommt, weil man ja Gestik und Mimik nur schwer per Tonträger nachvollziehen kann) und weniger offensichtlich bzw. weniger theatralisch dargebracht. Nicht wenige Freunde helg'schen Humors (vor allem in meinem Umfeld) sagen dennoch, dass sie Helge Schneider mit der Zeit immer besser fänden und eigentlich gebe ich ihnen recht - denn diesen Ausnahmekünstler live zu sehen ist immer und immer wieder und immer NOCH eine großartige Sache und ein wunderbares Ereignis, das sich eigentlich niemand im deutschsprachigen Raum entgehen lassen sollte.

Allerdings finde ich auch - so wie manch anderer Rezensent hier (wenngleich offenbar nur wenige) -, dass die Vorgängerprogramme, wie z.B. das hervorragende "Füttern verboten!" wirklich besser waren. Vor allem die rein verbalen Ausflüge (also Erzählungen) sind stellenweise etwas langatmig und nicht mehr so gespickt mit skurrilen Momenten wie früher (aber dennoch freilich unterhaltsam). Auch aktuellere Programme, wie "Komm, hier hast 'ne Mark" oder das letzterschienene "Live at Grugahalle" sagen mir offengestanden mehr zu.

Trotzdem handelt es sich bei AKOPALÜZE NAU!!! um einen sehr authentischen Tonträger, der, wie schon eingangs erwähnt, vor allem mit musikalischen Prunkstücken glänzen kann. "Kaktist", "Die Trompeten von Mexiko", "Telefonmann" und "Udo" sind meine persönlichen Favoriten (und zugleich Anspieltipps) hierauf.
Fans können hier meiner Meinung nach eigentlich nichts falsch machen. Nicht ganz so eingefleischte Zeitgenossen sollten zunächst vielleicht wirklich lieber zu "Füttern verboten!" und/oder z.B. "Hefte raus, Klassenarbeit!" greifen. Als Einführung für Interessierte finde ich ja die beiden Best-of-Ausgaben "29 sehr, sehr gute Erzählungen" und "22 sehr, sehr gute Lieder" sehr empfehlenswert. Ich habe jedenfalls auch auf diesem Wege (freilich verspätet) Helge Schneiders Kunst wirklich kennen und lieben gelernt :)

In meinen Augen sind 4 Sterne für AKOPALÜZE NAU!!! ein angebrachtes und faires Bewertungsmaß.

++++
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zum titel: ja, sehr gut sogar!

helge schneider nimmt sich hier auf unnachahmliche art ein paar jazzklassiker vor, die sicher jeder kennt, auch wenn man bei dem einen oder anderen titel die dazugehörende melodie nicht gleich parat hat. seine band - hervorzuheben der drummer pete york (der unter anderem schon mal mit leuten wie jon lord, eberhard schöner, klaus doldinger, chris farlow und chris barber zusammenspielte) - liefert einen soliden und superswingenden background für helge, der das wohl auch benötigt, um zu höchstform aufzulaufen.

helge schneider ist kein begnadeter pianist aber das wird durch den hier vorherrschenden spass an der sache mehr als kompensiert, ja manche seiner improvisationen erreichen trotzdem eine fast zappaeske dimension. er bewegt sich in dem bereich, den er gut kann und lässt dort seine verschrobenen, humoristischen und genialen einfälle einfliessen - großes kino, chapeau!

ab und zu spielt er auch auf einer trompete oder auch einem minisaxofon, das ist spass und humor pur! anspieltipp dazu: "die trompeten von mexiko"

natürlich fehlen auch seine unvermeidlichen geschichten dazwischen nicht, wie immer biegen helges gedankengänge unerwartet in skurile richtungen ab. hier wird höherer blödsinn auf höchstem niveau präsentiert.

sehr erheiternd auch das "duett" mit udo lindenberg - wobei helge hier udo imitiert (wenn ich's nicht im fernsehen gesehen hätte, wäre ich mir sicher gewesen, dass das UL ist!) - diese imitationsleistung alleine ist m.e. den kauf der cd wert....

vom ersten bis zum letzten ton zum ablachen, ganz, ganz dicke empfehlung gegen langeweile, alltagstrott und depressionen...

auch der sound ist spitze, die liveathmosphäre und das klavier mit viel "körper" toll eingefangen, der applaus durchhörbar, überhaupt ist das publikum während der vorträge immer als vorhanden zu spüren, dafür 4-5 sterne.
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am 19. Mai 2012
Helge Schneider, der Muhammad Ali der vorsätzlich versemmelten Pointe, die Anneliese Rothenberger des assoziativen Gelockertseins, der Mark E. Smith der deutschen Humorindustrie. Diese Platte, aufgenommen in verschiedenen Städten während der damaligen Tour (Schneider + 5köpfige Band), ist ohne Frage einer seiner besten, wie man es ihr auch letztens auf NDR INFO bescheinigte. Seine Jazz-Affinität (und -virtuosität) scheint er in den letzten Jahren ernster zu nehmen, auch wenn es live und im Studio schon immer gänzlich nicht-lustige Einspielungen diverser Standards gab. Eigenen Klassikern wie dem hier mal wieder aufgelegten "Telefonmann" steht diese musikalische Gediegenheit gut, und unerreichbar für brotbeutelige Mehrzweckhallen-Bespaßer wie Mario Barth war Helge Schneider ja schon immer. Jetzt womöglich noch ein bißchen mehr. Parallel dazu klingen seine sprunghaften Reiseberichte und Tiergeschichten heutzutage viel weniger nach vollgepfropftem Mund als früher - was diesen quasi-dadaistischen Vorträgen noch einen doppelten Boden mehr drunterschiebt. Und er ist immer noch einer der mutigsten Entertainer des Landes: Die peinlich überrissene Trunkenheit des Gesangs in "Die Trompeten von Mexiko" und erst recht das auschweifende Monologisieren in teilverunglücktem Fantasie-Spanisch...das muß man erstmal bringen. Der Szenenapplaus, der aufbrandet, als er (wie er's gerne und erschreckend gut macht) ein Duett mit Udo Lindenberg inszeniert, indem er zwischen dem eigenen Geknödel und Lindenbergs delirantem Genöle hin- und herswitcht, ist berechtigt.
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am 4. Januar 2008
Auf dieser CD sind Helges Talente Witz und Jazz so vereint wie auf keiner vorigen Live-CD von ihm. Wunderbare Erzähl-"Improvisationen", schöne gefühlvolle / treibende Jazzstücke mit seiner Band (Helge sehr gut am Sopranino-Sax), oder ein albernes, phonetisch improvisiertes Chanson-Stück, das fast wie echtes Französisch klingt. Das ist Helge at his best - die CD ist durchweg eine große Freude!
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am 23. Januar 2008
Warum empfängt der liebe Gott nur drei Programme?
Was haben Dolly Buster, Pippi Langstrumpf und Rasputin gemeinsam?
Und welche terroristische Gefahr geht von Kindergartenkindern beim Martinsumzug aus?

Wer Antworten auf diese drängenden Fragen des Alltags sucht, wird um Helges Livealbum "Akopalüze Nau!!!" nicht rumkommen. Nach der (hervorragenden) One-Man-Show "Füttern Verboten" ist dieses Mal eine Band mit dabei. Und so gibt es eine ausgewogene Mischung aus Musik und Ansprachen. Musikalisch bilden Sandro Giampietro (Gitarre), Rudi Olbrich (Kontrabass, Tuba) und Langzeit-Weggefährte Pete York (Drums), die man vom Studioalbum "I Brake Together" kennt, mit Helge eine hervorragene Jazzband. Der Meister selbst ist nicht nur ein solcher am Klavier, sondern trötet auch noch herrlich skurrile Soli durch sein Mini-Saxofon. Ein paar Sachen wie das "Duett" mit Udo Lindenberg (UDO) kennt man von "I Brake Together". TELEFONMANN dauert dank Solo-Einlagen hier viel länger. Und die (schrägen) TROMPETEN VON MEXIKO unterbricht Helge mit einigen köstlichen Sätzen Spontan-Spanisch, die garantiert kein Spanier versteht. Genial: die Maracas und Kastagnetten der Nebendarsteller, Teebringer Bodo Oesterling und "Blaurusse" Sergej Gleithman, klappern und rasseln als Begleitinstrumente genau dann, wenn alle anderen Instrumente Pause machen. Die meisten musikalischen Ergüsse gab es aber zuvor auf keinem Album. Da wird viel, viel geswingt - stilvoll fehlplatzierte Blue Notes und andere Pannen inklusive. Ein besonderer Leckerbissen ist das so genannte CHANSON mit etlichen französischen Silben, aber nur wenigen französischen Wörtern - ganz genau hinhören und sich freuen! Die Ansprachen, insgesamt fünf Mal zwischen 5 und 8-einhalb Minuten hat sich Helge allesamt neu aus der Mütze gezaubert. Es wird nichts Altes aufgewärmt - und auf "I Brake Together" gab es ja ohnehin "nur" Musik. So betreibt Helge Schneider mexikanische Pflanzenkunde (KAKTIST), erklärt detailliert und schlüssig die Schöpfung des Lebens auf der Erde und auf dem Neptun durch einen alleinstehenden und unverheirateten, aber frohen Mann (DER LIEBE GOTT), entlarvt die Zaubertricks der berühmten Magier SIEGRID UND ROLF und plaudert über seine Reise auf dem Landweg nach Japan (CHINESISCHE MAUER). Ganz großes Tennis ist die Schneidersche Predigt über IDOLE. Ungeahnte Abschweifungen mit schrägen Details ohne den Ansatz eines roten Fadens, steile Stilbrüche und ein Meister, der immer wieder über sich selbst lachen muss. Trotz bewährter Strickmuster besteht keinerlei Wiederholungsgefahr. Die Gags sind allesamt frisch und nach wie vor absolut fälschungssicher. Nur schade, dass es dieses Mal schon wieder keine DVD geworden ist, sind Helge, der des öfteren mehrere Instrumente gleichzeitig spielt und nicht zuletzt sein turnender Blaurusse doch auch echte Hingucker. Aber auch rein akustisch helfen die 77 Minuten Akopalüze wunderbar dabei, alle Sorgen einfach mal zu vergessen, denn "Probleme sind da, um sich zu vermehren. Wenn ma nicht hinkuckt, mal 'n Moment." (KAKTIST).
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am 19. Dezember 2007
Heimlich, still und leise kommt er immer daher, der Helge.
Da guckt man mal aus Langeweile im Internet, ob es bald etwas neues vom Meister gibt und siehe da, er kündigt uns rechtschreibtechnisch falsch den Weltuntergang an.
Noch will ich "Akopalüze Nau" nicht mit seinen großen Live Werken auf eine Stufe stellen.
Perlen wie das alte Reinhold/Helge Spiel oder den Schwedenurlaub habe ich noch nicht ausmachen können.
Aber Sigried und Rolf und der China Urlaub bieten trotzdem Unterhaltung auf einem Niveau, dass jenseits jedem vernünftigen Denkens liegt.
Besser als "Füttern Verboten" ist es auch, wenn Helge auch nicht ganz so gut drauf zu sein scheint. Oder aber es ist das alter, dass Ihn langsam zu einem gemächlicheren Tempo herunterschalten lässt.
Für jeden Helge Fan ein muss, aber völlig unnütz dass zu schreiben, denn die werden die CD eh schon besitzen.
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am 18. Februar 2011
Wer Helge Schneider mag, wird diese CD lieben!

Helge tritt diesmal wieder mit einer kleinen Band auf und macht was er am besten kann (wie er während des Programms auch selbst sagt): Quwatsch!!

Und doch ist es vielmehr als das. Wunderbar gespielte Jazzmusik gepaart mit lustigen Texten und aberwitzige Erzählungen und Anekdoten aus Helges reichhaltigem "Erfahrungsschatz" wechseln einander gekonnt ab.

Wir erfahren, dass die Mehrzahl von Kaktus "Kakti" ist und es Wissenschaftler gibt, die sich nur mit der Erforschung dieser beschäftigen (der Beruf des "Kaktist"), dass Mexiko kleiner wirkt als es ist, weil es "zwischen zwei Ameriken eingeklemmt" ist, dass "Siegrid und Rolf" eigentlich nur daheim vor dem Fernseher sitzen, mit Hilfe von geschickt angeordneten Spiegeln dabei jedoch die Illusion einer großen Bühnenshow erzeugen, dass Helge seine goldene Trompete versilbert hat, weil er nicht jedem zeigen will, dass er "zu den reichsten Menschen der Erde gehört" und vieles vieles mehr!

Einfach zum genießen und sogar für den immer genialen Helge ein absolutes Meisterwerk!
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am 22. Juni 2009
Klasse der Helge,

wieder mal Respekt Hut ab an den Mann aus Mülheim an der Ruhr.
Der jazzstudierte Mann ist einfach nicht davon abzubringen abermals ne Platte an die Gehörgänge der Zivilisation dieser achso schönen Erde zu lassen und womit: Mit Recht!
Die Texte müssen hier nicht weiter diskutiert werden, die wurden ihm wie einst schon bei Moses, vom lieben Gott zugespielt. Alles andere würde mich schwer wundern...
Der Sprachwitz in Zusammenarbeit mit der Musik, das meine Musikfreunde, das ist ganz große Kunst, da kam selbst Evil Knivel damals auf seinem Moped nicht mit.
Besonders die Trompeten von Mexico lassen einen von heißen Abenden in Mexico Sadt träumen oder auch mal ne Chili-Schote auf EX vertilgen.

Helge Schneider ist seit Beginn seiner Karriere unerreicht und wirds auch nicht werden, außer 00 Schneider, Nihil Baxter oder Dr.Angelika Hasenbein bringen ne Scheibe raus.

Tipp: Zugreifen! Und nicht nur Helge-Fans!
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am 17. Juni 2008
Das ist Helge Schneider so wie er sein muss.Unverbraucht ,witzig ,schräg einfach genial.Ich finde ihn sensationell.Suuuuuper 5 Sterne !!!!!!!!!!!!!!!
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am 27. Dezember 2012
..Wahnsinn liegen knapp beinander, sagen die Forscher!
Das fällt mir immer wieder bei Helge Schneider ein.
Ich glaube allerdings bei Ihm kommt ersteres zum Tragen. Der Mann ist einfach genial!
Dieser Konzertmitschnitt zeigt sein großes Können nicht nur als Entertainer sondern vor allem als Jazzmusiker! Immer wieder fein der Gastauftritt von Udo Lindenberg! Die beiden harmonieren, keine Frage.
Kaufempfehlung für Schneider Fans!
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