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am 11. März 2010
Eine sehr poetische Liebesbeziehung voller Mystik und Magie, in der die beiden Hauptdarsteller in 88 Minuten ohne einen einzigen Dialog auskommen, bebildert der südkoreanische Regisseur Kim Ki-Duk in Bin Jip. Mit einem sehr virtuosen Arrangement wird die Geschichte von Tae-Suk (Lee Yeung-Yun) erzählt, der auf seinem einsamen Streifzug durch unbewohnte Häuser, in die er einbricht, um sie als vorübergehende Behausung zu nutzen, auf das Model Sun-Hwa (Jae-Hee) trifft, die in unglücklicher Ehe mit einem reichen Geschäftsmann verheiratet ist. Er beendet sein Eremiten-Dasein und nimmt sie mit auf seinen anarchischen Nomadentrip. Bis die Polizei dem ungewöhnlichen Paar in einem der selbst gewählten Refugien schließlich auf die Schliche kommt. Die beiden Eskapisten entwickeln eine Beziehung von intimer Zweisamkeit zueinander, in der im ganzen Film kein Wort fällt, aber doch alles in Form von zarten Gesten, ausdruckvollen Blicken und bewußten Bewegungen gesagt wird. Kim Ki-Duk, dessen Filme normalerweise eine Note von grausamer Kaltblütigkeit haben, offenbart hier, wie zwei sich eigentlich völlig fremde Menschen dennoch gütig und innig miteinander umgehen. Mit einer hohen meditativen Intensität erfahren sie füreinander die Wärme, die ihnen vor der Begegnung abhanden gekommen ist. Sie füllen die Leere in ihrem Leben mit sanften Emotionen. Dabei wird die Beziehung mit zunehmender Dauer des Films immer mystischer inszeniert. Wie ein transzendenter Engel wirkt Tae-Suk gegen Ende, der durch kein auch noch so lautes Gebrüll und auch nicht durch brutalste Repressalien von Sun-Hwa getrennt werden kann und wie ein unsichtbarer Schatten über sie wacht. Die Bilder werden im sehr ästhetischen und bizarren Arthouse-Stil komponiert. Sie wirken wie geträumte, unreale Sequenzen und kunstvolle expressionistische Stillleben, die für sich sprechen und deshalb auch fast ohne akustische Untermalung auskommen. Die wenigen hypnotischen Klassikmotive, die dann doch in die Stille einfallen, werden mit einem unglaublich sicheren Instinkt für die Situation eingesetzt. Beide Hauptdarsteller sind sehr fotogen und verleihen ihren Figuren jeweils mit einer ausdrucksstarken Physiognomie eine tiefgründige Melancholie. Kim Ki-Duk knüpft mit dem Film nahtlos an "Frühling, Sommer, Herbst, Winter...und Frühling" an. Auf den Filmfestspielen in Venedig wurde der Streifen 2004 mit vier Auszeichnungen überhäuft.
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am 1. Juni 2017
Mir graut noch nicht, wenn ich das erste Bild dieses Films sehend erfasse: Kim Ki-duk's "Bin Jip" beginnt im Zuge seiner Aufnahmen zuerst mit dem kunstvollen Erscheinungsbild einer wunderschönen Statue, so werden wir in harmlos anmutender Beruhigung in das Geschehen eingeführt, noch ahnen wir nahezu nichts, uns begleitet lediglich der Hauch einer Vermutung.

Sogleich beobachten wir einen - wie wir später erfahren zwar nicht aus prekären Verhältnissen stammenden, aber dennoch "seinen Weg" gewählt habenden - Einbrecher, der im Herzen kein solcher ist, ganz im Gegenteil.
Innerhalb der vorübergehend leer stehenden Häuser, wird unser Hauptprotagonist all jene Dinge tun, welchen sich die Bewohner selbst hingeben würden, wären sie denn im Hause.
Er macht gar Fotos von sich und den dort lebenden Familien - begibt sich somit stets zu den an der Wand hängenden Bildern der einzelnen Familiengemeinschaften, stellt sich daneben und lässt ein "Selfie" entstehen, wie es auf Neudeutsch so schön heißt.
Im typischen Zwiste einer dreiköpfigen Familie, kehrt eine Gemeinschaft, bestehend aus Mutter, Vater und Kind, zu ihrem Wohndomizil zurück, mal wieder einen nicht allzu leicht zu schlichtenden Streit ins Leben gerufen habend, nun scheinen also wieder die "normalen" Verhältnisse zu herrschen, die unser Hauptprotagonist durch seine Stille eine Weile über unterbinden konnte, nun gut, so begibt er sich nun woanders hin.
Obwohl sich unser sich scheinbar überall heimisch fühlender Protagonist bereits nach wenigen Filmminuten im nächsten Hause wird befinden dürfen, empfinde ich diesen Film als geradezu hypnotisch langsam und enigmatisch eigen, wohl auch weil er in nahezu dokumentarisch erscheinender Weise alles Alltägliche präsentiert, was wir stets als langatmigen Prozess empfinden, insbesondere dann wenn wir es nicht nur auf der Leinwand sehen, so jedenfalls - in filmischer Form - wirkt es willkommenerweise sehr befremdlich...
Der praktisch veranlagte "Einnister", wie ich ihn mal freundlich bezeichnen möchte, hinterlässt alles so ordentlich wie er es vorfindet, wenn nicht gar noch geordneter.
Bizarrer wird die Situation erst, als eine mit ihrer Beziehung berechtigtermaßen unglückliche, so schöne junge Frau in einem der Häuser auftaucht, dort wohnend und ihn erblickend, bis sich leise eine unterschwellige Bindung zwischen den beiden schweigsamen Geschöpfen aufbaut, Zartes nun Gestalt annehmend.
Zwar zeigt sich früh, dass der Film nicht annähernd an die innere Intensität des indirekten Vorgängers "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ... Frühling" heranreicht, aber in jedem Falle scheint Kim Ki-duk jemand zu sein, dessen Handschrift erkennbar ist, diese besonders virtuose Note teilt er tendenziell eher mit wenigen zeitgenössischen Regisseuren und die zeitlupenartig schwerelose Poesie seiner dennoch bitterernsten Filme sagt mir wahrlich zu, ein Visionär hinter der Kamera.
In exotisch-fremde musikalische Untermalung getränkt, kehrt der Ehemann der Dame zurück, somit jener Gatte, dessen Gemahlin die Bindung zu dem "Gast" beinahe gänzlich ohne Worte auskommen ließ, weshalb sich die Liebe nur in Gesten widerspiegelte, welche nunmehr eher dem Ergreifen einer Flucht weichen müssen.
Das junge Glück und "Einbruchspärchen" verbringt nunmehr seine gemeinsame Zeit in fremden Domizilen, beim Erwischtwerden heißt es etwa:
"Was habt ihr hier zu suchen, wenn ihr nichts stehlen wollt?!"
Und jawohl, in der Tat verbinden wir Einbrecher meist mit dem eigentlichen Verbrechen des Diebstahls, dabei kommt uns kaum in den Sinn, dass es womöglich wirklich welche geben könnte, die nur LEBEN wollen, so ungewöhnlich das in einem fremden Apartment auch sein mag.
Das soll keineswegs bedeuten dass ich Einbruch befürwortend billige, das ganz bestimmt nicht, Nein, es soll lediglich darauf hinweisen, dass es (hier wie auch bei anderen Arten von Vergehen) zu einfach wäre alles sofort als Schandtat zu verurteilen, gleichwohl ich natürlich den Wunsch hege und verspüre, keine Einbrecher zu empfangen, da mich auch der Überraschungseffekt zu sehr aus dem privaten Gleichgewicht brächte.
Nachdem besagtes Einbruchspärchen auch im Rahmen seiner sonstigen "am Rande der Legalität" liegenden Aktivitäten aufgeflogen ist, werden wir in Kürze mit zwei weiteren wichtigen Tabuthemen konfrontiert, deren Behandeltwerden dem Film hoch anzurechnen ist:
Polizeigewalt (der peinlichen Frage gleichend) sowie Korruption, gar der Klassiker.
Der namenlose Einnister nun in Gefangenschaft geratend, der eigentliche Ehemann der Geliebten unseres Hauptprotagonisten, versucht nun auf ihre Käuflichkeit zu hoffen, verlogen vermag er sie fortan scheinheilig anzuschwindeln, doch aus gegebenen Gründen gewinnt er sie mitnichten zurück.
Ob die im Gefängnis stattfindenden Versuche des Entkommens mit einem zunehmend genervten Wächter dem ernsten Grundton des Films entsprechen, bleibt letzten Endes dem Zuschauer überlassen, ich - für meine Person - kann nur sagen, dass mich die Szenen doch etwas zu sehr an "Goldfinger" erinnert haben, obgleich ich doch eigentlich durchaus Bondfan bin.
Der vergangenen Geschehnisse wegen, fällt es den anderen Paaren zum gegenwärtigen Zeitpunkt recht schwer, im Rahmen ihrer Residenz nicht paranoid zu werden, da die schattenartige Erscheinung eines ungebetenen Gastes noch nicht so gänzlich verschwunden zu sein scheint.
Der schleichende Geist von Einbrecher wird zu seiner Herzdame zurückkehren - und er wird allgegenwärtiger sein denn je!

"Bin Jip" ist zweifelsohne einer der geheimnisvollsten Filme der letzten 15 bis 20 Jahre, dazu ermutigend, in der Liebe niemals zu verzagen, und sei der Weg auch noch so steinig - und das ist er eigentlich immer.
Wenn ich im Gesamtbild auf den fünften Stern verzichte, dann wohl auch, weil die Stunden mit "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ... Frühling" meine Erwartungen gar ins Unermessliche haben ansteigen lassen...

Im Resümee ein Film zum Bewundern, ... ein Werk zum Träumen,
zugleich doch stets so bitter,
die Angst das Gute zu versäumen,
eine Welt zerbricht, ...hinterlassend nur noch Bange und Splitter.
Der junge Mann er eingebrochen,
des Schicksals Wege unergründlich,
ein Film aus der Masse herausgestochen,
das Leben sich verändernd fast stündlich.
Und gegen Ende wir wussten die Charaktere zu mögen,
die Liebe sie malt ein Bild der Angst,
wo doch Konventionen sie oft lögen,
auf dass du um Wahrhaftiges bangst.
Und lag ein Schatten über deren Herzen,
der finale Weg er führt in unseren Kern,
ein Meisterwerk von qualvollen Schmerzen,
auf künstlerischer Ebene ich habe es so gern.
Ja Werke wie diese inzwischen selten,
sie treten fürwahr nicht oft hervor,
können zweifellos als Raritäten gelten,
drum die Freude des Filmfans schießt empor.
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am 2. Dezember 2009
Dieser Film ist der zärtlichste, leiseste Film der je über Liebe gedreht wurde. Geeignet für Leute, die Kleinigkeiten und Gesten zu schätzen wissen und Lust haben sich mit den beiden Protagonisten auf eine wunderbare Reise durch fremde Wohnungen zu begeben.
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am 5. November 2007
Der junge Mann Tae-suk bringt beruflich Werbe-Flyer an Haus- und Wohnungstüren an. Er tut dies meist in den späten Abendstunden und ist dazu mit dem Motorrad unterwegs. In den nächsten Tagen kontrolliert er die Türen und kann erkennen, welche Wohnungen genutzt werden und welche verwaist sind. In die vermeintlich unbewohnte Wohnungen dringt er ein. Durchstreift sie wie ein Museumsbesucher, schaut sich alles an und nutzt das Inventar. Defekte und verschmutzte Dinge bringt er in Ordnung wie ein Mainzelmännchen. In der nächsten Nacht sucht er sich auf die gleiche Weise eine neue Bleibe.

In einer luxeriösen Villa dringt Tae-suk auf die gleiche weise ein. Allerdings ist nur der Mann auf Geschäftsreise und die traurige Ehefrau Sun-hwa hatte nur keine große Lust nach den Flyern an der Tür zu schauen. So bewegt er sich gewohnt neugierig durch die Wohnung und wird zuerst von Sun-hwa bemerkt, ohne das ihm das zunächst auffällt. Die Art und Weise wie er sich selbstsicher in ihrem Haus bewegt und aufführt weckt ihr Interesse und sie beobachtet. Nachdem auch Tae-suk Sun-hwa entdeckt hat kommen sich die beiden näher. Er erkennt ihre unglückliche Situation und beide verlassen den goldenen Käfig um zukünftig auf Tae-suk's weise zu leben. Doch die beiden haben die Rechnung ohne Sun-hwa's Ehemann und die Polizei gemacht. Es kommt zu einem spannenden überraschenden Finale.

Der Film erzählt eine originelle Liebesgeschichte. Das Paar findet ohne große Dialoge zu einander. Es scheint Beobachten und Beobachten lassen, sowie Pantomime reichen aus um eine Verständigung zu finden. Das Leben in fremden Wohnungen mit einem Beitrag der Nützlichkeit ist eine pfiffige Idee und hebt das empfundene ungute Gefühl ein wenig auf. Ein ausgezeichneter Film mit guten schauspielerischen Leistungen.
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am 14. November 2006
Ich bin ohne große Erwartung ins Kino gegangen, um mir mal wieder einen Programmfilm anzusehen. Es lief "Bin-jip". Und nach dem Film war ich so aufgewühlt, beeindruckt, emotional völlig ergriffen. Die Idee, einen Film zu kreieren, der so unglaublich gut ist, dass er fast ohne Worte auskommt, allein mit stimmungsvoll eingesetzter Musik, ist ein Hammer! Die Bilder sind phänomenal, die Momentaufnahmen ein Meisterwerk! Eine Ausnahmefilm ohne vergleichbaren Konkurrenten!
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am 30. November 2009
Bin Jip ist ist nicht nur eine schöne Romanze die ohne Worte des Protagonisten auskommt, nein durch die melancholische Musik und durch die Mimik der Charaktere geht alles fantastisch auf und dann noch die kleinen Hochs und Tiefs machen diesen Film einzigartig. DIe Idee mit dem Schattenmann am Ende bringt dann noch ein tolles und interessantes Schlusslicht . EInfach ein Meisterwerk im warsten Sinne des Wortes .
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am 14. Mai 2012
Ich habe ja schon reichlich Rezensionen auf dem Buckel. Aber das mal eine Filmrezension dabei sein wird, bei der ich den gesamten Text des männlichen Hauptdarstellers in der Überschrift unterbringen kann; nein, das hätte ich nicht gedacht. Diese, vom südkoreanischen Regisseur Kim Ki-duk gewollte Sprachlosigkeit ist nur eine der Besonderheiten von -Bin jip- aus dem Jahr 2004. Auch für die weibliche Hauptdarstellerin hat Ki-duk gerade einmal zwei Sätze ins Storybook geschrieben. Kann man einen 88 Minuten langen Film mit so wenig Sprache unterhaltsam gestalten? Ich sage mal: Ja, aber mit Ausnahmen. Doch dazu später mehr...

Tae Suk(Lee Hyun-kyoon) ist ein seltsamer Zeitgenosse. Er hängt tagsüber Werbezettel an Haustüren. Später kontrolliert er, wo die Zettel nicht abgenommen wurden. Daraus schließt er, dass die Haus- oder Wohnungsbesitzer nicht anwesend sind und bricht ein. Doch Tae Suk stiehlt nichts. Er hinterlässt die Wohnung sauberer als zuvor, repariert kaputte Gegenstände und kümmert sich sogar um die Pflanzen und die Wäsche. So lebt er in die Tage hinein. Als er eines Tages in ein Haus einbricht, hält sich dort die Ehefrau Sun-hwa(Lee Seung-yeon) auf. Sie wurde gerade von ihrem rachsüchtigen Ehemann verprügelt. Als Tae Suk sie bemerkt, flieht er. Doch er hat die Situation um Sun-hwa herum richtig eingeschätzt und kommt gerade in dem Moment zurück, als ihr Mann wieder handgreiflich wird. Tae Suk erteilt dem Mann eine Lektion und zusammen mit Sun-hwa verlässt er das Haus. Zusammen mit ihr nimmt er sein altes Einbrecherleben wieder auf, jetzt als schweigsames, aber harmonisches Duo. Das geht eine Zeit lang gut, dann aber katastrophal schief. Weiter geht es mit der Polizei, der Trennung, und einem Leben, das zwischen Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann...

"Eisen Drei" heißt der Film(natürlich übersetzt) im Original. Wieder so eine Besonderheit. Es geht bei -Bin jip- auch um Golf; so seltsam sich das auch anhört. Der Film verwischt alle Grenzen und überschreitet sie mutwillig. Obwohl er fast ohne Dialoge auskommt, zeigt uns eine sehr starke Kamera Bilder, die uns den Sinn jedes Tuns verraten. Wenn Tae Suk und Sun-hwa in den Wohnungen der Fremden sind, leben sie deren Leben und trösten sich gemeinsam über ihre Einsamkeit hinweg. Beide Hauptdarsteller spielen ihre Rollen extraordinär gut.

Was mich ein wenig verstörte, waren die Filmsequenzen ab Minute 60. Da wird es teilweise wenig nachvollziehbar surreal. Was uns der Regisseur damit sagen wollte? Ich bin jedenfalls nicht so ganz dahinter gekommen, habe mir aber meinen Teil gedacht. Das wird ihnen vermutlich genau so gehen. Traum oder Realiät? Das ist ein zentrales Thema zum Ende der Produktion. In jedem Fall ist -Bin jip- völlig anderes, kreatives, teilweise experimentelles Kino, das mit großen Bildern und Gesten aufwarten kann. Ob ihnen das gefällt oder nicht, müssen sie wieder mal selbst entscheiden. Ich habe mich in jedem Fall gut unterhalten lassen.
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am 4. März 2009
Hallo,

gestern Abend kam ich endlich dazu, mir diesen Film anzusehen. Ich hatte mich schon darüber informiert, den Trailer gesehen, ein paar Kommentare gelesen. Aber was heißt das schon. Oft wird man doch enttäuscht.

Der Film beginnt still und in unaufdringlichen Bildern. Überhaupt übernimmt der Zuschauer, nämlich Sie, die Rolle eine Beobachters und die Asiaten tun das, was sie am besten können, Geschichten erzählen. Es geht um einen jungen Mann, der in fremde Wohnungen einbricht. Nur diesen Einbrecher würde man am liebsten behalten. Er stiehlt nichts, sondern repariert alles. Er lebt darin, als wäre es seine eigene Wohnung, ist in sich gekehrt und führt ein dadurch abwechslungsreiches Leben.

Eines Tages betritt er die Wohnung eines reich gewordenen Managers, der seine Frau gerne schlägt, falls sie nicht auf ihn hört. Das Skurille an der Situation ist nur, der junge Man bemerkt die stille, kleine Person erst gar nicht. Er tut, was er immer tut. Spielt Golf, schaut Fernsehen, wäscht die Wäsche per Hand, repariert die kaputte Waage. Sie beobachtet ihn, er merkt es nicht. Abends dann der Schock, während er sich gerade im fremden Bett gemütlich macht, bricht sie ihre Scheu und stellt ihn.

Völlig überrascht flüchtet er und läßt ein weinendes, aufgewühltes Etwas zurück. Doch diese Begegnung wird nicht die letzte der Beiden sein. Sie werden Teil einer Reise werden. Sie werden sich fragen, wie sie gehandelt hätten, sie werden wütend sein, schockiert und berührt, manchmal auch Schmunzeln. Ich weiß, das ist ganz schön viel verlangt, aber dieser Film schafft es, all diese Dinge so außerordentlich gut zu verpacken, daß Ihnen die beiden Hauptdarsteller richtig an Herz wachsen werden.

Der Film ist wunderschön, obwohl er traurig ist. Er zeigt Menschen, die sich nahe sind, aber sich nicht nähern können. Er zeigt das Leben, die Orientierungslosigkeit junger Menschen und wird Ihnen noch lange im Gedächtnis verbleiben, obwohl so gut wie nichts gesprochen wird. Aber wozu auch Worte, wenn die Bilder so intensiv sind, daß man sich als Zuschauer ergriffen fühlt.

Bin-Jip ist ein Kunstwerk und zeigt, daß das asiatische Kino noch Überraschungen bietet, die man in Hollywood vergebens sucht. Unbedingt ansehen!
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am 9. Mai 2009
Ein stiller Film, ein behutsamer Film, aber auch ein heftiger Film.

Es wird auch geschlagen und getreten. Aber vor allem wird besucht, geschaut, herangetastet, berührt, gestreichelt, gelächelt, geküsst. Geschlichen. Übersehen.

Achtsam. Sanft. Behutsam. Sind die beiden.

Und war ich auch nach dem Schauen.

Geht sehr unter die Haut und berührt tief.

Unglaublich, unfassbar intensiv.

Son Film is mir vorher noch nicht untergekommen.
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am 24. August 2006
Dieser Film ist genial! Das ist das einzige, was man dazu sagen kann! Er verdient sehr viel mehr als 5 Sterne.

Obwohl die beiden Hauptdarsteller kein Wort miteinander wechseln, sind sie eines der wohl schönsten Liebespaare des Films seit seiner Entstehung. Das ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass es Kim Ki-Duk gelungen ist mit wunderschönen Bildern zu bezaubern, die überhaupt keinen Sound brauchen, um zu wirken. Außerdem gehen die beiden Darsteller so behutsam miteinander um, dass es einem warm ums Herz wird. Die Art und Weise, wie sie dargestellt sind und wie sie miteinander agieren lässt keinen Zweifel an ihrer Liebe.

Der Film ist trotz der Ruhe, die in ihm herrscht, total spannend und fesselnd. Die Geschchichte, die der Film erzählt, fesselt einen von Anfang an. Erst sind es die Bilder, als es noch nicht viel zu erzählen gibt, dann aber spinnt sich die Geschichte weiter und man will mehr!

Und es stimmt, was so viele Kritiken sagen, man fühlt sich nach dem Film besser als vorher!

Ich kann den Film nur empfehlen! Ich habe ihn zweimal im Kino gesehen, was ein einmaliges (zweimaliges *g*) Erlebnis war, aber auch auf einem kleineren Bildschirm besticht er immer noch. Ich habe die DVD heute erhalten und auch gleich mal auf meinem 15" Notebook angeschaut und bin immer noch begeistert!
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