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am 15. Dezember 2012
Kaum 13 Monate nach dem Debüt "Angels falls first" erschien mit "Oceanborn" das zweite Studioalbum von "Nightwish". Hatte der erste Longplayer durch die Kombination von Metal-Klängen mit einer klassischen weiblichen Gesangsstimme zumindest in Finnland für eine gewisse Aufmerksamkeit gesorgt, erreichte "Oceanborn" nicht nur Platz 5 der finnischen Charts und verweilte 35 Wochen in den Top-100, sondern erlangte auch in anderen Ländern Europas signifikante Resonanz. In seiner Gesamtheit erscheint es gegenüber seinem Vorgänger stark ausgebaut und perfektioniert. Die Instrumentierung ist komplexer, opulenter, rauer und elektronischer. Der Gesang ist ungleich kraftvoller und eindringlicher. Weitergeführt wurden diese herrliche nordisch-melancholische Melodik sowie der gekonnte Wechsel von schnellen und langsameren Stücken. Besonders das letztere Element wird bis in die Gegenwart eingesetzt und erlaubt es der Band, ihre Alben in einzelne interessant-gegensätzliche Stimmungsabschnitte zu unterteilen, ohne das die Gesamtheit des jeweiligen Werkes verlorengeht. Angesichts der enormen Weiterentwicklung betrachtet Bandleader Tuomas Holopainen "Angels falls first" als Demo und "Oceanborn" als erstes vollwertiges Album der Band.

Bereits die ersten Töne des Openers zeigen den Stilwechsel. Opulente Keybordklänge, denen sich rasch beschleunigende Gitrarrenrifts zur Seite gestellt werden, leiten "Stargazers" ein. Melodisch schön, mit einer ausgefeilten Instrumentierung sowie durch die herrliche Stimme strukturiert und geführt, vereinigt "Stargazers" in hervorragender Weise künstlerischen Anspruch mit Eingängigkeit. Obwohl sehr gut, wird es vom folgenden "Gethsemane" deutlich übertroffen. Dieses besticht durch ein exzellentes Klavier-Intro und einen äußerst eindringlichen und wunderschönen Refrain. Und erneut: Der Dialog von Stimme und Instrumenten ist einfach herrlich. Vom Optimismus des Operners über die Verzagtheit "Gethsemanes" führen die beiden Nachfolger ins Aggressive, beinahe Bedrohliche. Herauszustellen ist bei beiden der Wechsel zwischen schnellen und äußerst schnellen Passagen. "Passion and the opera" scheint ein wenig von der enormen Energie der Vorgänger herauszunehmen, bleibt aber dennoch kraftvoll und treibend. Hervorheben ist das sehr lange Outro, das durch eine langsame Absenkung der Lautstärke, aber auch melodisch geradezu in die Ewigkeit zu weisen scheint. Auch hier zeigt sich Frau Turunens großes Können. Die Präzision und Disziplin, mit der sie jeder einzelnen Note Leben einhaucht, ist ehrfurchtgebietend.

Ehrfurchtgebietend ist auch der enorme Kontrast um Nachfolger. Obwohl die Phase ohne Töne nur Sekunden währt, erscheint mir der Abstand zu "Swanheart" wie eine Ewigkeit. Fragile Flötenklänge leiten den Titel ein, der Melodie, Gesang und Instrumentierung einer perfekten Trinität zu vereinen scheint und mit seiner verstörenden Schönheit zu Tränen rührt. Auch verbreitet er als erster und einziger Titel dieses Albums zumindest melodisch eine kompromisslos positive Stimmung.

Diese wird mit "Moondance" ins Mysteriöse gekehrt. Leichte Klavierklänge leiten dieses Instrumental ein, denen ein gewaltiger Ausbruch folgt, der seinerseits gekonnt in einen ruhigen Mittelteil übergeleitet wird. Diesem wiederum folgt ein sehr lauter Schlussteil. Die gekonnte Kombination der Instrumente in den einzelnen Abschnitten, deren großer stimmungstechnischer Gegensatz sowie die melodische Schönheit nötigt Hochachtung ab. Verglichen damit wirkt "The riddler" geradezu konventionell, besticht jedoch ebenso durch Ausdrucksstärke und Melodik und erscheint mir von seiner Stimmung her als logische Fortsetzung. Obwohl überaus kraftvoll, erscheint es in dieser Hinsicht gegen das folgende "The Pharao sails to Orion" sehr klein. Dieses wirkt wie eine Metal-Oper in mehreren Akten, die sich jeweils durch ganz eigene Stimmungsbilder kennzeichnen und durch Unterbrechungen des Rhythmus voneinander abgegrenzt werden. Das Gesamtwerk ist ungeheuer kraftvoll und eindringlich und könnte in dieser Hinsicht als Höhepunkt des Albums bezeichnet werden. Gerade hier ist der Dialog zwischen Stimme und Instrumenten besonders eindrucksvoll, wobei es Frau Turunen gelingt, das Klangbild trotz seiner Opulenz und Vielschichtigkeit immer zu dominieren. Obwohl "The Pharao sails to Orion" in gewisser Hinsicht der Höhepunkt des Albums ist, wirkt es partiell wie eine eigene völlig losgelöste Einheit - riesengroß und abgehoben

Vor allem scheint es die beiden letzten Titel vom Rest des Albums teilweise abzukoppeln - ein Effekt, der auch durch das geschickte Ausklingen des Titels erzielt wird. "Walkin in the air" ist ein ruhig gehaltenes Cover des britischen Komponisten Howard Blake und zelebriert mit einem vergleichsweise ausgedünnten und zurückgesetzten Instrumentenspektrum eine fast schon stille aber anmutige Melancholie. Das abschließende "Sleeping sun" führt die Stimmung seines Vorgängers fort und ist mit seiner erhabenen melodischen Traurigkeit ein würdiger Abschluss des Albums. Noch einmal zeigt Frau Turunen ihr Können, da selbst für einen Laien der hohe Anspruch dieses Titels hinsichtlich Notenführung und Atemtechnik erkennbar ist. Beides meistert die Sängerin mit Bravour.

Tuomas Holopainen äußerte nach der Veröffentlichung, dass er sich nach der Fertigstellung des Albums vollkommen leer gefühlt habe. Vergegenwärtigt sich der Hörer die Energie, die Melodik sowie die ausgefeilte und aufwendige Instrumentierung des Albums, erscheinen die Worte des Komponisten nur allzu nachvollziehbar. Erschien das Debüt in einiger Hinsicht unausgereift bzw. die Musiker auf der Suche nach ihrem Stil, ist "Oceanborn" ein erhabener Höhepunkt im Schaffen dieser außergewöhnlichen Band, der in dieser stilistischen Form und in gewisser Hinsicht auch insgesamt nicht mehr wiederholt werden konnte. "Wishmaster" führt viele der Stärken dieses Longplayers mit sehr ähnlicher Instrumentierung aber einer anderen melodischen Stimmung fort, während die weiteren Nachfolger in ihrer Gesamtheit deutlich abweichen und trotz zahlreicher Meisterwerke die Geschlossenheit "Oceanborns" nicht mehr erreichen.

Ungeachtet der hierzu bis in die Gegenwart laufenden Diskussionen innerhalb der Fangemeinde stelle ich für mich fest, dass es trotz der wahrlich ehrfurchtgebietenden melodischen und instrumentellen Qualität des Liedguts dessen Kombination mit einer klassischen weiblichen Gesangsstimme war, die einen bedeutenden, möglicherweise entscheidenden Teil des Erfolgs dieser Gruppe ausgemacht haben dürfte. Einerseits war Nightwish die erste Band, die einen derartigen Ansatz verfolgte, zugleich war dann bereits das zweite Werk in seiner Gesamtheit so perfekt, wie man es sich nur vorstellen konnte.

Über alle Subgenres und auch über das Genre des Metals hinweg sollte "Oceanborn" seinen Platz als "Meisterwerk" in der Musikgeschichte gefunden haben.
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am 19. März 2014
Ich kann mich noch ganz gut erinnern, wie mich "Stargazers" gefangennahm, beim ersten Hören des Albums 1998. Gefolgt von "Gethsemane", "Sacrament of Wilderness", "Swanheart" und nicht zuletzt das grandiose "Pharaoh Sails to Orion", einer der größten Songs der Band.
Mit diesem Album katapultierten sich Nightwish meilenweit vor ähnlich gelagerte Bands-und sie verteidigen ihre Pole Position bis heute. Die vorliegende "Special Edition" hat von der Magie der Ersterscheinung nichts verloren (bloß das Cover des Originals gefiel mir besser!) im Gegenteil: Als Goodies ist die schlichte, aber ergreifende Single-Auskopplung "Sleeping Sun" zu hören, und das gleich doppelt : Studio-und Live-Version. Die zweite Single-Auskopplung "Nightquest" ist auch nicht von schlechtesten Eltern, und die Live-Versionen von "Swanheart" und "Pharaoh Sails to Orion" sind ebenfalls willkommene Add-Ons.
Man möge über Tarja reden, was man will: wer aber dieses Album mit Herz und Seele gehört hat, kann nicht umhin, ihr eine Spitzenklasse für sich zu attestieren! Thank you Tarja, thank you, Tuomas-und fünf ozeanblaue Punkte!
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am 6. Januar 2004
Dieses Album ist der Hammer ! Im Gegensatz zum Vorgängeralbum hat sich der Sound der Band um einiges verbessert. Die Drums klingen viel fetter und besser, es wurde mehr Keyboard benutzt und die Songs klingen viel ausgereifter. Ein Höhepunkt ist gleich der erste Song "Stargazers", eine echt fantastische Melodie mit einem super E-Gitarrenthema und einem Klasse Solo. Auch die Streicher sind hier wirklich Klasse. Nächster Höhepunkt ist "Sacrament of Wilderness", welches ein wenig düster und mystisch klingt. Weitere Spitzensongs sind die Klasse Balladen "Passions and the opera", "Swanheart" und "Walkin in the air". Die absolute Spitze von Nightwish`s bisheriger Leistung ist der Song "Sleeping Sun", der in meinen Ohren einfach nur wunderschön klingt. Leicht düster und traurig, mit wirklich fetten Keyboards und Bass, einer wunderschön singenden Tarja und einem Klasse Gitarrensolo. Oceanborn ist wirklich ein Meilenstein in der Geschichte des Melodic-Metals und gehört in jede Sammlung.
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am 24. Januar 2002
ist dieses Album ganz und garnicht. Im Gegenteil: Das Teil hat Feuer! Abgesehen von der fantastischen Stimme der Front-Frau Tarja gefällt mir vor Allem die interessante Mischung aus typischen Bombast-Metal und schönen poetisch ruhigen Soundeinlagen. Meine Favoriten der CD sind "Gethsemane", "Moondance" , "The Riddler" und 2 der stimmigsten und schönsten Balladen die ich je gehört habe: "Swanheart" und "Sleeping Sun".
Neben Blast from the Bast (Gamma Ray), Avantasia und Mandrake von Edguy ein weiterer absoluter Pflichtkauf im Metal-Bereich!
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am 31. Dezember 2016
Für mich wohl das beste Album von Nightwish. Die Qualität der Aufnahmen ist auch sehr gut, von mir daher eine klare Empfehlung !
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am 17. November 2015
Dieses Album ist ein einziger Rausch vom Anfang bis zum Ende es folgt ein großartiger Titel dem Nächsten. Wer auf eine Mischung aus absolut fantastischer Opernstimme und schnellem Metal sucht der ist hier mit Sicherheit richtig.

Absolute Kaufempfehlung!
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am 3. Februar 2014
Warum ich nun noch weitere Wörter schreiben muss entzieht sich bei diesem Bewertungssytem meiner Kenntnis, aber ich schreibe, damit die Berwertungsaufforderung endlich verschwindet....
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am 4. Januar 2013
"Oceanborn (New Version)" von Nightwish ist sehr gut angekommen als ich es verschenkt hatte. Nightwish macht einfach sehr gute Musik!
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am 12. März 2014
nightwish ist einfach genial, leider ist die Sängerin Tarja Turunen nun auf Solopfaden unterwegs und nicht mehr in der Band. Aber auch Solo ist sie einfach spitze, also auch diese Alben sind sehr zu empfehlen :).
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am 13. Februar 2012
Da ich erst mit Century Child zu Nightwish gefunden habe, kaufte ich dieses CD erst nach dem Weggang von Tarja. Nun ja, ich gehöre nicht zu der Fraktion die dieses Frühwerk in den höchsten Tönen loben.
Mit "Stargazers" und "Sleeping sun" finden sich 2 wirklich super Stücke, "Gethsemane" ist auch noch ganz brauchbar. Was hier noch fehlt sind die Orchester Passagen, hier spielt Tuomas noch alles vom Keyboard und so klingt es noch recht schlicht.
Interessant ist das Instrumentalstück "Moondance", welches mich sehr stark an ABBA "Intermezzo No.1" erinnerte.
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