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Kundenrezensionen

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am 22. Dezember 2007
Ich bin durch eine positive Kritik auf diesen Film aufmerksam geworden und habe den Kauf nicht bereut. Für einen Westernliebhaber, der auch noch Humor hat, ist dieser Film ein Genuß.
Die Story ist schnell erzählt: Ein alter Säufer ist Chef einer Westernshow in einer Western-Kulissenstadt bei Almeria in Spanien. Die soll aber abgerissen werden. Da wird Julian (der Chef) aber echt sauer und kauft 800 echte Kugeln für die normalerweise mit Schreckschußpatronen bestückten Waffen seiner Darsteller, um seine Show und sich zu verteidigen.
Das Ganze ist nicht knallhart und bierernst zu verstehen. Es ist vielmehr eine gelungene Hommage an den Italowestern und gleichzeitig seine Parodie. Dabei noch super fotografiert, mit guten Schauspielern und schrägen Szenen und Dialogen.
Ist für meine Begriffe ein Geheimtip und hat das Zeug zum Kultfilm.
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am 30. Mai 2008
Zwischen den Erwartungshaltungen, die wir zu haben gewohnt sind, schafft es der Radikalist Iglesia immer wieder, Winkel zu finden, in welchen sich filmisches Neuland erschliessen läßt. So wie Rodriguez sich mit "Spy Kids" einen alten Kindertraum erfüllt zu haben scheint (kommerziell sind diese "Familien"-Streifen sicher nicht relevant), so hat sich hier (der durch extreme Gewaltfilme bekannte Spanier) Iglesia einen Kindertraum erfüllt. Entgegen den Erwartungen, die Cover und Beschreibung wecken, sind die Sehnsüchte eines Jungen Thema, der über seinen verstorbenen Vater stets nur nebülöse Gerüchte kannte und der der bürgerlichen Kleinlichkeit entflieht, um seine Wurzeln beim verrufenen Großvater zu suchen. Gewalt und Geschmacklosigkeiten, wie sie des Regisseurs Markenzeichen geworden sind, beherrschen das Geschehen weit weniger als die psychologischen Entwicklungen der Hauptfiguren. Die Phantasie eines Kindes trifft auf eine Welt, in der Freiheit und Abenteuer herrschen sollen, statt Rücksicht und Sicherheit. Diese Welt ist im Untergehen, die Fassade bröckelt - nicht nur seelisch. Der Enkel gerät in den Zauber einer vergangenen Zeit, lernt, woher er kommt und was ihm gefehlt hat, als er aus dem modernen Einerlei seines Zuhauses aufgemacht hat zur Suche nach "seinen Vätern". Der gefundene Großvater ist ein alter Schwerenöter, dessen Geschichten stets erschwindelt scheinen. Der Alte verdrängt die Gegenwart und Zukunft mit Alkohol und Machismo - in seiner untegehenden Westernstadt unter anderen Verlierern ein König zu sein, ist allemal besser, als sich der Wirklichkeit zu stellen, in der er nie mehr sein wird, als ein Säufer und Schwätzer. Ein ewiges Kind, ein nie reifgewordener Mann, der in einem letzten Akt der Rebellion seine Wirklichkeit der hereinbrechenden Realität (in Gestalt von Immobilienspekulanten, die seine Stadt zu einem Hotelparadies für Spiesser machen wollen) mit kindlich-trotziger Verweigerung entgegensetzt. In einem heroischen Akt sucht er sein Ende gemäß seiner Werte von Ehre und Tapferkeit selbst herbeizuführen. Alex de la Iglesia hatte immer eine große Schwäche für diejenigen, die mit der modernen Welt nicht mitkommen können oder wollen, die sich der Verflachung verweigern zum Schutze ihrer Seele. Wenn auch die harte Gewalt in diesem Film zugunsten liebevoller Zeichnung der Verliererpsychologie zurücktritt, provoziert Iglesia dennoch mit einigen Szenen orgiastischer Ausgelassenheit - einer "frohen Botschaft" der anderen Art: das Leben heute zu leben und sich nicht fremdbestimmen zu lassen in diesem einen Leben, das wir haben. Die Angepassten sind in Iglesias Welt das Übel, der Krebs, der alles Unbedingte und Freie auffrisst. Verträgliche Anarchie mit Augenzwinkern.
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am 22. September 2015
Dieser Film ist eine Klasse für sich, so wie Robo Geisha. Es ist kein Neowestern wie Dead Man obwohl es da durchaus etliche Gemeinsamkeiten gibt. Und natürlich ist es kein Western, auch kein Spaghetti Western oder Italowestern. Nur weil der Schauplatz eine alte Film-Kulisse für Western-Filme ist, ist es ja noch kein Western. Es ist noch nicht einmal ein Film über den Western oder eine Western-Parodie, eben ein Klasse für sich. Trotz einer sehr überzeugenden Carmen Maura ist es auch keine Anlehnung an Filme von Pedro Almodóvar, und das liegt nicht nur daran, dass scheinbar kein Schwuler mitspielt.

Dieser Film entzieht sich eben den üblichen Klischees und erzählt eine sehr abwechslungs- und wendungsreiche Geschichte in der Familienbeziehungen die Hauptrolle und der Kapitalismus die Nebenrolle spielen. An die "Garam Masala" Filme (nicht zu verwechseln mit DEM  Garam Masala Film ;-) aus "Bollywood" erinnert die bunte Mischung von "allem", also Action, Tanz, Herzschmerz, Verrat, Zorn, Rache, Vergebung, Treue, Komödie, Drama, Kabale, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aber da der Film eben nicht Aus Bollywood stammt, darf er auch eine gute Priese Erotik enthalten, im Tanz und in der Beziehung, noch dazu in der zwischen einem "Kind" und einer Prostituierten. Überhaupt ist der Film auffällig Generationsüberspannend. Und trotz reich lich Waffen und mehr als 800 Schuß Munition wird die Gewalt hier nicht verherrlicht sondern in ihrer Grausamkeit gezeigt, wie sie den Menschen die Freude nimmt, wenn es zu Todesfällen kommt, zu Reue und Gewissensbissen. Humanität ist hier mehr Thema als alles andere. Menschenwürde, Freiheitsdrang und Suche nach Sinn und Verbindung. In diesem Sinne ist das "Kind" der Rote Faden, der alle Elemente miteinander verbindet und die Mahnung, dem Leben den Vorrang vor Profit, Rache und Tod zu geben.
Das alles in einen Film zu packen und ihn aussehen zu lassen, als sei es alles nur gute Unterhaltung mit einem spanischen Bud Spencer, ist eine hervorragende dramaturgische Leistung.
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am 31. August 2010
Es gibt Filme, die sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind. Fast so, als wenn man morgens aufwacht, die fette, ungepflegte Brünette laut schnarchend neben sich im Bett liegen sieht und sich (gleich nachdem man sich aufgrund dieses Anblicks im Bad übergeben hat) zwar angewidert, aber doch irgendwie voller Gier wieder zu ihr bzw. besser formuliert direkt auf sie begibt. Wer weiß, wovon ich hier spreche (oder eher: zu schreiben versuche), sollte sich 800 Bullets unbedingt ansehen.

800 Bullets - ein Film, der Gottseidank nicht zum Nachdenken anregt. Ein Streifen, der sich nicht für den Erhalt des Regenwaldes einsetzt und nicht zum stummen Prostest gegen Tierversuche aufruft. Ein Movie, der nichts verkaufen will, dem es an jeder Botschaft mangelt und ebenso an jeglichem Anflug von Romantik oder gar Sentimentalität.

800 Bullets - einfach eine (nicht mal mit Mühe) hingerotzte Low-Budget-Produktion, die so tut, als sei sie ein Italowestern, dien Zuseher, die ähnlich niveaulos sind wie ich, jedoch totsicher und für 800 verdammte Kugeln lang ein wenig den Alltag vergessen lässt. (Schade nur, dass die ziemlich geile Prostituierte und der Junge im Mittelteil nicht vollends zur Sache kommen - dadurch auch keine 5 Sterne ;)

Trotzdem sehenswert! Also: Wenn das nächste Mal Bayern München gegen irgendeinen dieser anderen Fußball-Gelddruckmaschinen-Vereine spielt, Guttenberg bei Anne Will die Wehrpflicht abschafft oder Flutopfer in Pakistan gerettet werden sollen, dann schaut Euch lieber diesen Film an. Ihr werdet es nicht bereuen...
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