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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
107
4,7 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
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am 26. Oktober 2007
Es ist der November '81, das höchst umstrittene Album "Hot Space" ist noch Meilen entfernt und Queen sind fast 2 Jahre getourt...in dieser Phase ihrer Karriere vollzieht die Band den Umbruch von den 70ern in die 80er und begeistert die Menschen durch tolle abwechslungsreiche Musik, was diese DVD eindrucksvoll beweist.

Die Setlist enthält die bekanntesten Klassiker der Gruppe, die bis zu diesem Zeitpunkt erschienen waren (unter anderem die Kracher von "News of the World" und "A Night at the Opera"). Unbekanntere Songs, die nie als Single erschienen sind und nur von den Alben her bekannt sind, werden jedoch auch gespielt und unterstreichen den Facettenreichtum dieser einmaligen Kombo.

Die virtuose Stimme von Freddie Mercury, die hämmernden Schlagzeugsoli von Roger Taylor, das überdrehte Gitarrenspiel von Brian May und die einmaligen Basslines von John Deacon vereinigen sich zu einem Rock-Spektakel, wie es diese Welt noch nie gehört und gesehen hat.

Musikalisch gesehen ist diese Veröffentlichung mehr als nur fünf Sterne wert. Neben dem Konzertmitschnitt aus Montreal, enthält dieses Doppel-DVD-Paket auch den Auftritt beim Live-Aid-Festival 1985. Hier haben Queen allen anderen Künstlern die Show gestohlen. Zusätzlich gibt es für uns Fans noch Schmankerl wie Audio-Kommentare von Brian May und Roger Taylor, sowie weiteres Bonusmaterial.

Die technische Seite der DVD verdient ebenso 5 Sterne. Das Bild ist in Anbetracht des Alters des Materials, super und die Soundabmischung ist fehlerfrei.

So muss eine perfekte Konzert-DVD aussehen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. November 2007
Ich habe bereits viele sehr gute Bewertungen zu BluRays/HD-DVDs abgeben, doch dieses Mal muss ich mit Nachdruck betonen, dass ich am liebsten zehn Sterne vergeben würde und die anderen Rezensionen gleich um einen Stern degradieren um dieses außergewöhnliche HD-Veröffentlichung angemessen zu würdigen!

Queen haben im November 1981 ihre Show im Forum Montreal mit 35 mm Panavision-Filmkameras aufzeichnen lassen. Dies sind die gleichen Kameras, wie sie auch für Hollywoodfilme noch heutzutage benutzt werden. Die damalige Videokameratechnik stand noch in den Startlöchern und konnte nicht mal Ansatzweise an die Brillanz und Tiefenschärfe der Filmkameras anschließen. Theoretisch ist das Auflösungsvermögen einer analogen Filmkamera unbegrenzt (im Gegensatz zur (digitalen) Videotechnik) und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wir nun, exakt 25 Jahre später diesen historischen Mitschnitt in High Definition bewundern dürfen.

Es gibt noch einen weiteren, auf Film festgehaltenen Auftritt einer nicht minder bekannten Band, nämlich AC/DC, welche kürzlich mit Ihrer BluRay des Donington Auftrittes 1991 für Furore sorgten. Verglichen mit dem Bild der Queen HD-Disc ist das des durchweg sauber gefilmten AC/DC Konzertes jedoch absolut lächerlich, bedenkt man, dass nicht nur die gleichen Kameras, und zehn Jahre dazwischen liegen, nein, der AC/DC Auftritt fand auch zunächst noch bei Tageslicht statt und zeigt doch arges Rauschen und Bildverunreinigungen. Zwar sieht auch dieses Bild nach wie vor toll aus, doch ist ohne jeden Zweifel zu erkennen dass die Jungs von Queen einen nicht geringen Betrag in die Restauration des Bildmasters gesteckt haben.

Als die ersten Sekunden des Konzertes liefen, klappte mir die Kinnlade herunter - das, was ich da sah, eine für damalige Verhältnisse kräftig beleuchtete Bühne, jedoch im völligen Dunkel der Halle getaucht, war wie eine Zeitreise: Auf einmal stolzierte Freddy Mercury vor mir über die Bühne, in gestochem scharfem Konstrast, absolut keine Bildrauschen, keine Kompressionsartefakte, die Detailtiefe ist absolut BEEINDRUCKEND! Man kann die Lampen auf Roger Taylors Drumraiser schon auf Fingerabdrücke untersuchen und selbst die kleine Werbeschrift auf Freddy Mercurys Colabecher ist knackscharf zu sehen. Auch bei den Schwenks in die Halle kann man noch sagen, ob der Typ da ganz hinten eine Halskette trägt oder sich rasiert hat! Offenbar hat man wirklich, wie auf der Disc angegeben, jedes (!) Bild einzeln analysiert und restauriert. Das macht bei 24 Bildern pro Sekunde um 90 Minuten Konzert über 7,7 Millionen Bilder! Leute, wir sehen hier ein Konzert, das über ein Vierteljahrhundert alt ist und es sieht so aus, als würde ich mit den Jungs auf der Bühne stehen - einfach absolut unglaublich!

Vergesst die AC/DC Bluray, mit dieser Veröffentlichung haben Queen die Türen für BluRay / HD-DVD weit aufgestossen und außerdem ist es geradezu ironisch, das eine so alte Produktion selbst die heutzutage mit digitalen HD-Cams konservierten Konzerte fast alt aussehen lässt!

Zur Performance selber braucht man ja kein Wort verlieren eigentlich. Die Band spielt tight, strotz förmlich vor Kraft und läuft auf allen Zylindern. Freddy bietet die gewohnt extrovertierte und schillerende Persönlichkeit mit der revolutionären Stimme, tragisch, dass dieser 24. November nicht nur für die Konzertgeschichte der Band einen Eckpfeiler markiert, exakt auf den Tag genau zehn Jahre später, am Abend des 24. November 1991 stirbt Freddy an den Folgen der Virusinduzierten Lungenentzündung.

Der Ton entwickelt gegenüber der DVD-Version noch etwas mehr Dynamik und feinere Höhen. Auch der Bass bildet sich sehr gut ab - hier ist auch wohl wieder ein großes Sümmchen in das Mastering geflossen!

Das HD-Menü ist stylish, aber dezent - es funktioniert schnell und direkt, ist übersichtlich und bietet alles Wesentliche.

Die Extras sind natürlich der 25 minütige legendäre Live Aid Auftritt (gegenüber der Live AId DVD mit etwas mehr Detailtiefe) sowie sehenswerte Live Aid Proben, die aber alle nicht in HD sondern in Standardauflösung vorliegen.

Fazit:
Queen-Fan? Noch keinen HD-DVD-Player?.....bitte, dann jetzt zulegen. Die DVD wird an Freunde verschenkt, und die Blu/Ray oder HD-DVD unter das Kopfkissen gelegt....ich garantiere: so hat man Queen noch nie gesehen!
33 Kommentare| 82 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 30. Oktober 2007
Um dieses Konzert von Montreal angemessen zu beschreiben, dürfte ich im ganzen Text nur Superlative verwenden. Besser geht es nicht!

Es fängt damit an, dass das Konzert sofort nach Einlegen der DVD beginnt - keine Logos, keine Copyright-Hinweise und keine Anti-Raubkopier-Spots. Das bin ich schon gar nicht mehr gewohnt! Eine DVD, die man nicht schon eine halbe Stunde einlegen muss, bevor man das Video sehen will! Danke!

Das Konzert ist aus dem Jahre 1981. Die Bildqualität übertrifft jedoch selbst die meisten aktuellen Konzertvideos! Der Grund liegt wohl unter anderem darin, dass dieses Konzert auf 35mm Filmmaterial gefilmt wurde. Das ist Kino-Qualität! Das (anamorphe) 16:9 Material besticht durch unglaubliche Detailauflösung!

Natürlich musste der Film dennoch digital restauriert werden. Und auch hier hat man sich nicht lumpen lassen! Es gibt praktisch überhaupt kein Bildrauschen, und dennoch wirken die Bilder nicht blass oder leblos. Der Kontrastumfang ist optimal, die Schärfe könnte nicht besser sein. Und natürlich stimmen auch die Farben. Es gibt praktisch keine falsch belichteten Bilder, die das Vergnügen trüben.

Einzig die Kameraführung ist gelegentlich etwas planlos. Auf dem Audio-Kommentar lästert Brian May zurecht über den unsichtbaren Gitarristen. Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass man während seinen Gitarren-Soli nur Roger Taylor am Schlagzeug sieht. Das ist zwar schade, aber da der Film an sich sehr angenehm - und nicht so hektisch wie andere Konzerte heutzutage - geschnitten wurde, kann man das durchaus verkraften.

Natürlich ist auch der Sound vom Feinsten! Neu abgemischt und dabei keinen Fehler gemacht. Diese DVD ist Genuss pur!

Ein Wehrmutstropfen ist allerdings, dass die beiden Songs FLASH und HERO nur auf den CD- bzw. LP-Versionen enthalten ist. Auf der DVD fehlen sie leider. Im Audiokommentar wird erklärt, dass das Bildmaterial, das damals nicht verwendet wurde, im Gegensatz zum Audiomaterial vernichtet wurde. Vielleicht also gibt es zu diesen Songs schlicht kein Filmmaterial mehr. Schade ist aber dennoch, dass diese beiden Stücke dann nicht als Bonus-Material als reine Audio-Dateien draufgepackt wurden. Wer also alles haben will, der muss sich zusätzlich die CDs kaufen. (Unter anderem bei Alice-Coopers LIVE AT MONTREUX liegt der DVD ohnehin eine Audio-CD bei. Es wäre also so oder so machbar gewesen...)

Das Live-Aid-Konzert ist auch nicht schlecht. Die Bildqualität (4:3) ist zwar gut, aber nicht ganz so gut wie beim Konzert in Montreal. Kein Wunder, schließlich wurde es auch mit Videokameras aufgezeichnet. So gibt es zwar hin und wieder ein paar Streifen im Bild oder ein paar Nachziehen der Lichter, aber sie halten sich in Grenzen. Der Ton ist spitze - wenn auch hier Montreal die Nase vorn hat.

Alles in Allem überzeugt die DVD durch Qualität! Wer möchte, der kann höchstens noch ein bisschen warten, und sich die bald erscheinende Blue-Ray- bzw. HD-DVD-Version zulegen.

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Update zur BLU-RAY:

Inzwischen habe ich auch die Blu-Ray. Das oben Geschriebene gilt auch für diese. Im direkten Vergleich ist die Blu-Ray natürlich besser - vor allem schärfer.

Der Unterschied ist zwar nicht riesig, was vor allem daran liegt, dass beide Versionen von derselben Abtastung (und Bearbeitung) abstammen. Die Blu-Ray bietet halt die höhere Auflösung. Da das Konzert auf Film aufgenommen wurde, zahlt die sich in der Tat aus! (Das Live-Aid-Konzert wurde allerdings mit Fernsehkameras aufgezeichnet. Auch hier wurde offensichtlich alles getan, um es für die höhere Auflösung der Blu-Ray zu optimieren, aber wo das Ausgangsmaterial eine zu geringe Auflösung hat, sind dem natürlich Grenzen gesetzt.)

Man sieht allerdings auch deutlich die digitale Nachbearbeitung. Durch die höhere Auflösung fällt es auch stärker auf, wo etwas zu beherzt nachgeschärft wurde. Aber insgesamt bietet die Blu-Ray ein fantastisches Bild. Farben, Rauschen und Konstrast könnten unmöglich noch besser sein!

Aber "lohnt" sich das Upgrade von DVD zu Blu-Ray? Mir gefällt an der Blu-Ray die Bedienung mit Pop-Up-Menü. Allein vom Bild (der Ton ist eh derselbe) kann man auf das Upgrade auch verzichten. Zumindest solange, bis sich - wie bei mir - eine Gelegenheit bietet, die man nur schwer ausschlagen kann. ;)
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am 17. Mai 2017
Ein atemberaubender Mitschnitt eines der wohl legendärsten Queen Konzerte in einer großartigen Qualität. Hier hat sich mal wieder gezeigt, dass es sich lohnt ein Konzert auf Filmkameras festzuhalten.
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am 9. April 2015
Die Bildqualität ist in der Tat wirklich sehr gut. Der Stereosound ist ein Traum. Da macht es Spaß die Anlage im Kino aufzudrehen. Und das wohlgemerkt von 1982. Das hätt ich SO nicht erwartet. Absolute Empfehlung!
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am 6. Mai 2008
Mit der richtigen Anlage (Ja, ein bischen Bild+Ton muss sein!), heult man als Queen-Fan dicke Tränen. So was schönes wird es nicht mehr oft geben. God save Queen on Blu-Ray!
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am 30. Dezember 2009
... denn eigentlich wurde bereits alles gesagt. Eigentlich. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, wenn ich hier keine Rezension schreiben würde, dann würde ich der Blu-ray und Queen damit Unrecht tun. Daher doch ein paar Worte:
Ich war mehr als nur überrascht, dass die Bildqualität tatsächlich so gut war wie hier mehrfach beschrieben. Das Alter von gut 30 Jahre sieht man definitiv nicht und der Vergleich mit aktuellen Produktionen muss tatsächlich nicht gescheut werden. Wer sich diese Blu-ray ansieht und sagt: ja, das hab ich so auch nicht anders erwartet; oder gar: da hätte ich aber mehr erwartet; der sollte sich vielleicht mal vor Augen halten wie alt das Material überhaupt ist, mit dem hier gearbeitet wurde. Und wenn man das bedenkt, dann wird doch sehr deutlich, dass zum einen eine Menge Arbeit und Mühe und zum anderen auch einiges an Geld in die Restauration gesteckt wurde und das hat sich gelohnt.
Die Tonquallität kann sich ebenfalls sehen lassen. Zwar fällt sie nicht in dem Maße positiv auf wie das Bild, aber auch hier wurde sehr gute Arbeit geleistet. So macht es Spaß 30 Jahre alte Songs zu hören. ;)
Zum Konzert selbst möchte ich auch nicht viel sagen. Es ist Queen. Das allein ist fast schon eine Aussage über die Quallität. Die ständigen Diskussionen darüber, ob nun dieses oder das Konzert in Wembley besser ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Beide sind auf ihre Weise sehr gut. Wer aber speziell auch Lieder aus den Highlander Filmen sehen/hören möchte, der ist mit dem Wembley Konzert besser bedient, muss dann damit leben, das es keine Blu-ray ist und den Unterschied merkt man dann doch sehr.

Fazit: Für Queen Fans ein Muss, für Rock Fans ebenfalls und für Freunde guter Musik eigentlich auch. ;)
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am 16. September 2013
Am 24. November 1991 verstummte die Rockwelt für kurze Zeit. Freddie Mercury war im Alter von nur 45 Jahren an den Folgen von AIDS gestorben. Auf den Tag genau, exakt zehn Jahre zuvor, strotzte "Mr. Quecksilber" noch vor Energie, als er mit seiner Band Queen im Montrealer Forum auftrat...

QUEEN ROCK MONTREAL:

Lange hat es gedauert, doch seit kurzem bin ich endlich im Besitz dieses wunderbaren Konzertmitschnitts. Die Wembley-DVD steht schon seit Erscheinen in meinem Schrank und ist seitdem immer wieder gern gesehen. Dieses Konzert steht jedoch eindeutig für die zweite Queen-Phase. Die Setlist bestand bereits zum großen Teil aus den Hits ("Radio Ga Ga", "A Kind of Magic", "Friends will be Friends", "I Want to Break Free") der 80er, und nur die üblichen Verdächtigen, wie "Bohemian Rhapsody", "We Will Rock You" oder "We Are The Champions" waren aus den 70ern vertreten. An diesem Punkt kommt es darauf an, "welche Band" man lieber sehen will. Fakt ist, das Queen als Liveband immer eine Wucht waren. Freddie versprühte eine Eleganz und Energie, die noch heute ihres Gleichen sucht. Daneben formierte sich ein starkes Fundament aus Roger Taylor (Drums) und John Deacon (Bass), während das "Gitarrenorchester" Brian May, mit seiner Red-Special-Eigenbau-Gitarre die markanten Riffs und Solis beisteuerte. So gesehen, kann man mit dem Kauf der Wembley-DVD bis heute nicht viel falsch machen. Schließlich zeigten gerade diese beiden Konzerte, das die Band prallgefüllte Stadien in einen Rauschzustand versetzen konnte.

Trotzdem spricht mich das Montreal-Konzert um einiges mehr an. Ja, das fantastische Gitarrensolo von Brian war in Wembley z.B. wesentlich länger und auch gegen die riesige Kulisse im Londoner Fußballtempel, wirkt das Forum in Montreal etwas "bescheiden". Dennoch: was die Setlist angeht, so befanden sich Queen fünf Jahre zuvor an der Schnittstelle des alten und des neuen Sounds. Hier wirkte der Klang einfach noch "lebendiger", es gab Stücke, die wie Jam-Sessions klangen, verbunden mit Spielfreude pur, während man in Wembley eine eher biedere Songauswahl miterlebt. Dort klangen mir die Songs oftmals zu glatt und kalkuliert. Freddies Stimme war zwar nach wie vor Bombe, doch diese Performance reicht bei weitem nicht an die wunderschönen Versionen von "Love of my Life" , "Play the Game" oder "Somebody to Love" heran, die in Montreal wesentlich facettenreicher dargeboten wurden. Was er hier mit seiner Stimme anstellt, ist einfach nur Atemberaubend. Von geschmeidig über Falsett, bis hin zu rotzigem Gesang war alles dabei, während seine Stimme in Wembley eher auf einen kräftigen Einsatz ausgelegt war, und er die höheren Passagen meistens tief sang.

(BILD/TON)

Einen, zum damaligen Zeitpunkt (2007), 26 Jahre alten Konzertmitschnitt so hervorragend herauszuputzen, ist schon eine Leistung. Das Bild der BluRay ist in Anbetrachtet der Filmaufnahmen von 1981 ein Augenschmauß. OK, die Schärfe hätte ein wenig besser sein können aber ansonsten ist das Bild eine Augenweide. Guter Kontrast, wenig Bildrauschen und so gut wie keine Dropouts zu erkennen. So macht das Zuschauen doppelt Spaß.
Auch der Sound ist nahe an Referenz. Taylors Bassdrum wummert knackig durch den Raum und "lebt" geradezu. Mays Gitarre hört sich wunderbar an und Deacons Bass setzt im Kontext zum Schlagzeugspiel ebenfalls Akzente. Kurzum: das Zusammenspiel der Musiker ist eine Offenbarung und belohnt wird man obendrein mit einem dynamischen Klang, der passend abgemischt wurde. Selbst der (BluRay-)Ton vom kürzlich erschienenen Budapest-Konzert, reicht meiner Meinung nach nicht an diese Vorstellung heran. Dort hört sich der Gesamtklang ein wenig verwaschen an, und dröhnt mir zu stark.

(BÜHNENSHOW)

Freddie:

Ja, auch die Vorstellung der Band möchte ich an dieser Stelle erwähnen. Freddies Schnäuzer stand noch in voller Blüte :D und vor allem am Ende sieht es schon recht lustig aus, wenn er zu "Another One Bites The Dust" lediglich mit einem weißen Turnhöschen bekleidet, die Fans anheizt. Ansonsten fegt er mit einer Power über die Bühne, als gäbe es kein Morgen. Die Ausstrahlung, die dieser Mann besaß, ist für mich nach wie vor die Messlatte, an der die meisten Sänger scheitern.

Brian:

Der gelockte Gitarrist war nie der große Poser ala Malmsteen oder Page. Seine filigrane Spielweise, hätte dem wohl auch im Weg gestanden. Wenn man ihn während einiger Songs genau beobachtet, dann sieht man, welche Fingerfertigkeit er zeigen muß, um anspruchsvollen Nummern wie "Sheer Heart Attack" Leben einzuhauchen. Dennoch ist er immer gut gelaunt und tritt hin und wieder ans Publikum, welches während seinem Solobeitrag besonders verzückt ist.

John:

Er war eigentlich immer der "Stille" von Queen. Nein, man kann wirklich nicht behaupten, das dieser Bassman auf den Bühnen dieser Welt das "Livemonster" gab. Er stand schon irgendwie im Schatten der übrigen Jungs und dennoch - seinen Beitrag als Bandmitglied sollte man nicht unterschätzen. Er schrieb einige der größten Queen-Hits, und was er spielte, war immer präzise und gut.

Roger:

Der "Partytyp" erinnert gerade bei diesem Montreal-Konzert oftmals an "Animal" aus der Muppet-Show. Nein, er hat keine roten Haare und sieht eher aus wie ein Sunnyboy, aber wie er auf die Felle drischt, das ist schon beeindruckend. Vor allem sein Solo stellt ein kleines Highlight des Konzerts da. Hier merkt man die Leidenschaft und Professionalität, mit der er sich problemlos in den Kreis, der besten Rockschlagzeuger einreihen konnte.

(LIVE AID)

Den legendären Auftritt beim Benefiz-Konzert von Bob Geldof, habe ich bereits seit vielen Jahren, als ich mir das komplette Boxset kaufte. Leider macht das Bild auf der BluRay-Ausgabe keine Fortschritte. Aufgrund von vielen Funkwellen beim damaligen Rockspektakel, flimmern sehr oft Streifen durchs Bild und bieten auf diese Weise einen gewissen Retrotouch. Die Tonqualität ist ebenfalls weit von der, des herrlichen Hauptkonzerts entfernt. Ansonsten braucht man hier nicht viele Worte verlieren. Was Freddie betrifft, so gehörte das Publikum ihm allein: wie die Menge hier mitgeht, das ist kaum zu beschreiben. Am ehesten konnten wohl noch U2 in diese Nähe kommen. Kurzweilige 25 Minuten, eines historischen Auftritts!

F A Z I T:

Musikalisch gesehen gab es von Queen zwei Phasen: die Musik der 70er, welche von Hardrock, Bombast, Falsettgesang und bei einigen Songs (Lazing on a Sunday Afternoon, Seaside Rendevouz) sogar von schräger Stummfilmmusik geprägt war.

Die 80er waren dann eher auf Radiotauglichkeit ausgelegt. Synthies wurden mehr und mehr in die Musik eingeführt und gaben Hits wie "Radio Ga Ga" und "I Want to Break Free" den entsprechenden Klang.

Auch ich kann nicht abstreiten, das in dieser Periode etliche große Hymnen geschrieben wurden und dennoch: gerade bei diesem Montreal-Konzert ist vor allem der Livesound noch wesentlich erdiger gewesen. Hier spielte eine der besten Bands überhaupt in tollem Ambiente, eine furiose Mischung aus sanften und ruppigen Songs, die noch ziemlich weit entfernt waren, vom süßlich, anmutenden "Popsound" der folgenden Jahre. Die BluRay besticht mit fantastisch, restauriertem Bild und Ton. Wo man bei Wembley und Budapest eine Menschenmenge in Stadien wahrnimmt, so ist es in Montreal ein wesentlich kleineres Publikum. Positiv erwähnt sei allerdings, das diese Fans dank der guten Abmischung auch oft zu hören sind, was wirkliches Livefeeling aufkommen läßt. Beim Budapest-Konzert hingegen, sind die Zuschauer leider kaum zu hören...und zu sehen. Dort wirkt der Auftritt teilweise (!), als hätte er vor leeren Rängen stattgefunden, da die Kameras während des ohnehin bei Dunkelheit gefilmten Auftritts viel seltener auf die Massen im Stadion halten. Montreal ist dagegen richtig Hell, und gut ausgeleuchtet. Die Lichteffekte bestechen ebenso, wie die ohnehin grandiose Bühnenshow der Band. Prädikat: Wertvoll
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. November 2007
Ich habe bereits viele sehr gute Bewertungen zu BluRays/HD-DVDs abgeben, doch dieses Mal muss ich mit Nachdruck betonen, dass ich am liebsten zehn Sterne vergeben würde und die anderen Rezensionen gleich um einen Stern degradieren um dieses außergewöhnliche HD-Veröffentlichung angemessen zu würdigen!

Queen haben im November 1981 ihre Show im Forum Toronto mit 35 mm Panavision-Filmkameras aufzeichnen lassen. Dies sind die gleichen Kameras, wie sie auch für Hollywoodfilme noch heutzutage benutzt werden. Die damalige Videokameratechnik stand noch in den Startlöchern und konnte nicht mal Ansatzweise an die Brillanz und Tiefenschärfe der Filmkameras anschließen. Theoretisch ist das Auflösungsvermögen einer analogen Filmkamera unbegrenzt (im Gegensatz zur (digitalen) Videotechnik) und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wir nun, exakt 25 Jahre später diesen historischen Mitschnitt in High Definition bewundern dürfen.

Es gibt noch einen weiteren, auf Film festgehaltenen Auftritt einer nicht minder bekannten Band, nämlich AC/DC, welche kürzlich mit Ihrer BluRay des Donington Auftrittes 1991 für Furore sorgten. Verglichen mit dem Bild der Queen HD-Disc ist das des durchweg sauber gefilmten AC/DC Konzertes jedoch absolut lächerlich, bedenkt man, dass nicht nur die gleichen Kameras, und zehn Jahre dazwischen liegen, nein, der AC/DC Auftritt fand auch zunächst noch bei Tageslicht statt und zeigt doch arges Rauschen und Bildverunreinigungen. Zwar sieht auch dieses Bild nach wie vor toll aus, doch ist ohne jeden Zweifel zu erkennen dass die Jungs von Queen einen nicht geringen Betrag in die Restauration des Bildmasters gesteckt haben.

Als die ersten Sekunden des Konzertes liefen, klappte mir die Kinnlade herunter - das, was ich da sah, eine für damalige Verhältnisse kräftig beleuchtete Bühne, jedoch im völligen Dunkel der Halle getaucht, war wie eine Zeitreise: Auf einmal stolzierte Freddy Mercury vor mir über die Bühne, in gestochem scharfem Konstrast, absolut keine Bildrauschen, keine Kompressionsartefakte, die Detailtiefe ist absolut BEEINDRUCKEND! Man kann die Lampen auf Roger Taylors Drumraiser schon auf Fingerabdrücke untersuchen und selbst die kleine Werbeschrift auf Freddy Mercurys Colabecher ist knackscharf zu sehen. Auch bei den Schwenks in die Halle kann man noch sagen, ob der Typ da ganz hinten eine Halskette trägt oder sich rasiert hat! Offenbar hat man wirklich, wie auf der Disc angegeben, jedes (!) Bild einzeln analysiert und restauriert. Das macht bei 24 Bildern pro Sekunde um 90 Minuten Konzert über 7,7 Millionen Bilder! Leute, wir sehen hier ein Konzert, das über ein Vierteljahrhundert alt ist und es sieht so aus, als würde ich mit den Jungs auf der Bühne stehen - einfach absolut unglaublich!

Vergesst die AC/DC Bluray, mit dieser Veröffentlichung haben Queen die Türen für BluRay / HD-DVD weit aufgestossen und außerdem ist es geradezu ironisch, das eine so alte Produktion selbst die heutzutage mit digitalen HD-Cams konservierten Konzerte fast alt aussehen lässt!

Der Ton entwickelt gegenüber der DVD-Version noch etwas mehr Dynamik und feinere Höhen. Auch der Bass bildet sich sehr gut ab - hier ist auch wohl wieder ein großes Sümmchen in das Mastering geflossen!

Das HD-Menü ist stylish, aber dezent - es funktioniert schnell und direkt, ist übersichtlich und bietet alles Wesentliche.

Die Extras sind natürlich der 25 minütige legendäre Live Aid Auftritt (gegenüber der Live AId DVD mit etwas mehr Detailtiefe) sowie sehenswerte Live Aid Proben, die aber alle nicht in HD sondern in Standardauflösung vorliegen.

Fazit:
Queen-Fan? Noch keinen BluRay-Player.....bitte, dann jetzt zulegen. Die DVD wird an Freunde verschenkt, und die Blu/Ray oder HD-DVD unter das Kopfkissen gelegt....ich garantiere: so hat man Queen noch nie gesehen!

Bild: 10 / 10 Ton 9/10 Extras 9/10
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am 31. Oktober 2007
Nach "Wembley" und "Mylton Keynes" erscheint nun "Montreal" in vollkommen restaurierter Fassung. Wer der "bessere" Auftritt war ist mir vollkommen "wurscht". Mir fällt auf, das gerade bei diesem Konzert das Remastering sehr deutliche Verbesserungen im Bild und Ton gebracht hat.
War der Mitschnitt seinerzeit auf VHS eine recht dunkle Angelegenheit, kann man jetzt das Konzert in sehr guter Bildqualität auf dem heimischen Fernseher genießen. Der Ton wurde sehr gut remastered, nun, die technischen Möglichkeiten haben sich halt ziemlich stark erweitert.
Die Vergleiche mit Paul Rodgers sind überflüssig. Mit dem Tode von Freddie ist auch die ursprüngliche Band Queen Geschichte und was Brian May und Roger Taylor zusammen mit Paul Rodgers bieten ist etwas gänzlich anderes. Insofern zähle ich mich zu den Hörern, die beides sehr differenziert sehen und kein Problem damit haben, das es "weiter geht".
Das Konzert fand vor der Veröffentlichung des "Hot Space" Albums statt.
Alle bislang unter dem Queen-Logo veröffentlichten DVD's sind absolut erstklassig und der legendäre "Live Aid" Auftritt wäre allein schon Kaufanzeiz genug. Seinerzeit veröffentlichten Queen meiner Meinung nach ihr schwächstes "Album" (Flash Gordon) boten Live aber die bis dahin beste Show in ihrer damaligen Karriere. Freddie war stimmlich hervorragend in Form, ähnlich wie auf "Queen of Fire". "Live in Rio" wird wohl auch noch auf DVD erscheinen, und "Live in Budapest" ja wohl selbstredend auch. Jedenfalls würde ich mir das für die baldige Zukunft wünschen.
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