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am 1. Oktober 2007
Wenn sich nach 28 Jahren noch jemand Generationsübergreifend an das letze Eaglesalbum erinnert(letztes offizielles Album `79 Long Run)liegt es wohl durchaus an der hohen musikalischen Qualität der Band und der immer wieder aufkochenden Gerüchte, die Band mache ein neues Album.1994 brachten siemit einem Paukenschlag "Hell freezes over" heraus und nährten weiter die Hoffnung, es möge etwas neues kommen.Dazwischen immer mal wieder Soloprojekte und 2005 dann die Australische "Farwell Tour" der Eagles die die Hoffnung einmal mehr nährten, sie mögen doch mal wieder ins Studio gehen...
und kaum zu glauben, Weihnachten beginnt schon am zweiten November wenn Eagles das neue Album "Long Road out of Eden veröffentlichen. Selten wurde um ein Album so eine Geheimniskrämerei gemacht wie hier.
1. "How Long", der erste Single Titel wurde von J.D. Souther(auch schon Co-Autor von zb "Heartache Tonight" oder "New Kid in Town") geschrieben und war schon 1972 auf seinem gleichnamigen Album drauf.
2. Der Titelsong "Long Road out of Eden" könnte das zweite "Hotel California" werden.
3.Es sind 20 Songs auf dem Doppelalbum enthalten.
4.Spielzeit des Albums etwa 100 Minuten
5.Die Eagles haben das Album in der Besetzung Glenn Frey,Don Henley,Joe Walsh und Timothy B.Schmit eingespielt, desweiteren als Studiomusiker mit dabei:
Steuart Smith Gitarre Keyboard Mandoline
Richard Davis Keyboards and Programming
Will Hollis Keyboards
Scott Crago Percussion & Drums
Chris Mostert/Greg Smith/Al Garth Saxofons
Bill Armstrong Trumpet
Lenny Castro/Luis Conti Percussions
die Jungs waren auch ausnahmslos schon auf der "Farewell"Tour in Australien dabei, bilden also ein gut eingespieltes homogenes Team.
6.das sie einen Paul Carrack Song gecovert haben, freut mich persönlich am meisten(er war ja mal als Eagles Mitglied im Gespräch)

Disc one

1. "No More Walks in the Wood" (Don Henley, Steuart Smith, John Hollander) - 2:00( Schöner (fast)Acapella einstieg mit dezenter Akustikgitarre wie Crosby ,Stills Nash&Young)
2. "How Long" (J. D. Souther) - 3:15(Wird schon rauf und runter gespielt,knackig rockig geht ohne Umwege ins Ohr)
3. "Busy Being Fabulous" (Don Henley, Glenn Frey) - 4:20(D i e LineDance Nummer der Eagles, der Refrain bleibt im Ohr ob man will oder nicht, kann der zweite Hit werden)
4. "What Do I Do With My Heart" (Glenn Frey, Don Henley) - 3:54(Da plagt aber jemanden der Welt-und Trennungsschmerz! Man leidet mit ihm und hofft, alles wird wieder gut)
5. "Guilty of the Crime" (Frankie Miller, Jerry Lynn Williams) - 3:43(Joe Walsh knödelt sich durch den Song mit schmissigem Honky Tonk Piano als Begleitung und knackiger Gitarre prima verziert, geht gut ab)
6. "I Don't Want To Hear Any More" (Paul Carrack) - 4:21(Der Schleicher, gut in Szene gesetzt, startet erst ein bisschen dröge, steigert sich aber Ohrwurmig, nett und pflegeleicht gesungen, Feuerzeuge raus!)
7. "Waiting in the Weeds" (Don Henley, Steuart Smith) - 7:46(Der heimliche Knaller, muss man mehrmals hören, und bekommt Mann/Frau nicht mehr aus dem Ohr, sehr sehr geile Hookline.)
8. "No More Cloudy Days" (Glenn Frey) - 3:50(Sommerleichter Song, nett aber bisschen harmlos,passend zum beliebigen Sonnenuntergang ihrer Wahl)
9. "Fast Company" (Don Henley, Glenn Frey) - 3:59( Eagles entdecken Prince?!...all I wanna do, is dance dance..)
10. "Do Something" (Don Henley, Timothy B. Schmit, Steuart Smith) - 5:09(Man sitzt auf dem Weidezaun, Strohhalm im Mund und schaut den Kühen beim Synchron grasen zu, und die Sonne versinkt seufzend am Horizont)
11. "You Are Not Alone" (Glenn Frey) - 2:24( Leicht belanglose Nummer, aber die Gewissheit, nicht alleine zu sein ist beruhigend)

Disc two

1. "Long Road Out of Eden" (Don Henley, Glenn Frey, Timothy B. Schmit) - 10:17(Das Prachtstück des Albums,beginnt etwas geheimnisvoll, orientalisch, tendiert in Richtung Hotel California, grandiose Sologitarre von Joe Walsh mit viel Biss und sehr Kultverdächtig umgesetzt)
2. "I Dreamed There Was No War" (Glenn Frey) - 1:38(Nette kleine Gitarrenübung zum Ausspannen nach "Long Road..)
3. "Somebody" (Jack Tempchin, John Brannen) - 4:09( Die Eagles können noch "rocken" mit groovendem Rythmus, sehr coole Gitarren, schöne Orgeltupfer im Hintergrund und mehrstimmigen Gesang.Hitverdächtige Nummer)
4. "Frail Grasp on the Big Picture" (Don Henley, Glenn Frey) - 5:46(Das grooved gut ab, relaxte Gitarre, gute Harmonien mit Ohrwurmcharakter, Joe Walshs Gitarre ist das I tüpfelchen des Songs)
5. "Last Good Time in Town" (Joe Walsh) - 7:07(Mir kocht der Blut, Joe Walsh auf Santanas Spuren mit Latin Rythmus und groovy groovy groovy..Life`s been good!)
6. "I Love To Watch a Woman Dance" (Larry John McNally) - 3:16(Kleine musikalische Hommage an die Frauen an und für sich,kann ja nie schaden..)
7. "Business as Usual" (Don Henley, Steuart Smith) - 5:31(Eagles haben ja auch ein Schlagzeug dabei..toll. Eingängige Nummer, rockig groovy und ins Ohr gehend, das Schlagzeug treibt den Song wohltuend an)
8. "Center of the Universe" (Don Henley, Glenn Frey, Steuart Smith) - 3:42(Not the Center of the Universe? Der Song auch nicht, ganz nett zu hören, aber ohne musikalischen Nährwert, belanglos nett)
9. "It's Your World Now" (Glenn Frey, Jack Tempchin) - 4:22(Aha, die drei Amigos, Steve Martin, Martin Short und Chevy Chase reiten in den Sonnenuntergang, oder wie? Klagende Trompeten und Marimbas im Überfluss, nett mexikanisch angehaucht, adios Muchachos..

7. Produziert wurde das Album von Bill Szymczyk ,Eagles,Steuart Smith, Richard F.W. Davies.
8. Aufgenommen wurde das alles im "The Doghouse,Los Angeles und Samhain Sound, Malibu zwischen 2001 und 20o7
Unter dem Strich,eine gute, Eagles Platte, die Erwartungshaltung der Fans war gross und sie werden keineswegs enttäuscht. Eagles erweisen sich als die Meister der zeitlosen Country/Rock Musik.Und wenn alles ganz dumm läuft, überreichen uns die Enkel im Pflegeheim die nächste Eagles Platte, was wir nicht hoffen...!
44 Kommentare| 273 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Oktober 2007
Sorry, aber die Rezension von Doctor Music "Meikel" (Frankfurt) enthält div. Fehler:

1. "Busy Being Fabulous" wird von Don Henley gesungen.
2. "What Do I Do With My Heart" wird von Glenn Frey gesungen.
3. "I Don't Want To Hear Anymore" wird von Tim Schmit gesungen.
4. "Long Road Out of Eden" fängt nicht mit nem saxophon, sondern irgendeinem orientalischen Blasintrument an, die Assoziation "Mexico" ist sehr seltsam. Es geht um Irak, also "arabisch" kann man sich gefallen lassen ...

... und was die Einschätzungen angeht, gehe ich auch nicht mit ihm konform. Ich habe alle Songs auf [...] gehört (unterbrochen halt immer wieder vom nervigen "Hear it here first!", aber immerhin) und halte das Ding für äußerst gelungen. Klar sind bei 20 Nummern auch für jeden Geschmack welche dabei, die man lieber überspringt, aber sei's drum. Es sind ein paar rockige, groovende drauf, "Busy Being Fabulous" ist Pop vom feinsten, ein gnadenloser Ohrwurm. "Long Road" selbst ist sehr mutig, ein Klassestück, aber danach muß man sich erholen, deshalb folgt mit "Somebody" auch ein gradliniger Rocker. Ich persönlich könnte auf einige der ganz schmalzigen Frey und Schmit Balladen verzichten, aber es wird andere geben, die genau das an den Eagles lieben. Mir sind die etwas härteren Henley Nummern lieber (Fast Company, Frail Grasp, Business As Usual). Und "Waiting In The Weeds" ist wirklich ein Meisterwerk. Selbst die Schnulzen (eigentlich eher nicht mein Ding) sind zumindets gut gemacht - auch und gerade die von "doctor mucis meikel" so gescholtenen Center Of The Universe (eine saustarke Melodieführung!) und das Finale It's Your World Now (mit den mexikanischen Mariacchis) ist, egrade weil es eine Ausnahme ist, eine Super Abwechslung!

Tim Schmit singt eine Paul Carrack Nummer, die bei zukünftigen Konzerten wahrscheinlich seinen dauerbrenner I Can't Tell You Why ablösen dürfte: "I Don't Want To Hear Anymore", ein Midtemmpo Stück mit für Schmit-Verhältnisse sogar ein wenig Groove! Joe Walsh macht das, was er immer macht: Fun Rock bei dem Frankie Miller Cover "Guilty Of The Crime" und näselnde Ich-sing-meinen-Part-durchs-Telefon-Stimme bei "Last Good Time In Town". das hat er zwar selbst komponiert, es klingt aber wie ein im Labor entstandener Klon zwischen Steely Dan und Santana ...

Mein Tip: Kaufen, ein paar mal komplett hören, und dann fürs Auto ne "Best Of" auf einer CD brennen ...

Inzwischen habe ich das Teil ein paar Mal komplett hören können. Wenn es ginge, würde ich 6 Sterne vergeben, echt.
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In "The Long Night At Wrong Beach" (Long Beach/Kalifornien) endete am 31.07.1980 die letzte Tournee der Eagles mit einer Backstageschlägerei der Bandmitglieder. Vier Monate später wurde zwar noch das von Don Henley und Glenn Frey in weit auseinander liegenden Tonstudios abgemischte Doppelalbum Eagles Live veröffentlicht, aber eher sollte die Hölle gefrieren, als dass sich die Gruppe wiedervereinigen würde (Don Henley)....

....."nach vierzehn Jahren Ferien" (Frey), war 1994 schließlich "die Hölle doch noch gefroren". In der Folgezeit präsentierte die wiedervereinigte Gruppe auf ihren Tourneen neben ihrem alten Material nur wenige neue Songs. Nachdem sie 1998 mit allen Exmitgliedern als Septett auftraten und Aufnahme in die "Rock and Roll Hall of Fame" fanden, wurde infolge von wieder aufgeflammten Streitigkeiten am 6. Februar 2001 Gitarrist Don Felder gefeuert, so dass die Band fortan, wie zu ihrer Anfangszeit, als Quartett firmiert.....

......das nun 28 Jahre nach (dem in ein final-schwarzes Cover gepackten) "The Long Run" ein neues Studio-Album präsentiert. In ihren 20 neuen Songs lassen die Bandmitglieder auf 2 CD (!) die Erfahrungen und Stilelemente ihres in vier Jahrzehnten zurückgelegten musikalischen Weges hören. Crossover aus Country, Folk, Rock, Latino, Tex-Mex, Blues, funk, Soul, Jazz usw., breit gefächert für jeden Geschmack etwas! Während die Kompositionen von Don Henley und Glenn Frey, nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen Solokarrieren in den späten 1980ern und frühen 1990ern, häufig andere Wege beschreiten, erinnern gerade die Beiträge des zuletzt zu der Gruppe gestoßenen, früheren "Poco"-Mitgliedes Timothy B. Schmits, stets an die Wurzeln der Gruppe. Schließlich war Schmit auch derjenige, dem es im Jahre 1994 gelang, die zerstrittene Gruppe wieder zusammen zu trommeln. Das erklärt auch, warum gerade seine Stücke das weiche Material der CD ist. Jedoch weckt auch Freys "It's Your World Now" (CD 2/Track 9) mit seinen Mariachi-Bläsern sentimentale Memories an "Tequila Sunrise".Sein zuckersüsses "I Love To Watch A Woman Dance" (2/6) erinnert an "Strange Weather - Live In Dublin" (1993). Der ehemals rockige Gitarrist der James Gang, Joe Walsh, ist auch recht zahm geworden, nicht zuletzt weil ihm wohl sein "Instrumentalduellant" aus dem "Hotel California", der aus dem Adlerparadies verstoßene Don Felder, fehlt. Entgegen dem Titel des Albums ist neben musikalischem daher wohl auch zwischenmenschlicher Friede eingekehrt, denn Freys Vision "I Dreamed There Was No War" (2/2) hat sich 32 Jahre nach Bernie Leadons "Journey Of The Scorcerer" mit dem zweiten Instrumental der Gruppe, zumindest für ihre heutigen Mitglieder realisiert. Das Markenzeichen ist jedoch auch diesmal wieder der mehrstimmige Gesang, bei dem der jeweilige Hauptsongschreiber auch die Leadvocals übernimmt. Eine wahre gesangesparitätische Rarität stellt "How Long" (1/2) dar. Frey und Henley wechseln sich bei diesem "typischen" Eagles-Song als Leadsänger ab, der von John D. Souther komponiert und von ihm selbst bereits im gleichen Jahr wie ihr erstes Album "Eagles" veröffentlicht wurde. Weitere Highlights neben der exzellenten Musik sind besonders Henleys sozio-politisch kritischen, bisweilen philosophische Songtexte. Neben den Lyrics von seinem "Frail Grasp On The Big Picture" (2/4) sind es vor allem die Textzeilen des Titelsongs "Long Road out of Eden" (2/1), die den Zuhörer aus aktuellem Anlass nachdenklich stimmen:

Mondlicht zwischen den Palmen, Schatten huschen über den Sand
Jemand flüstert den 23. Psalm, ein zugestaubtes Gewehr in den zitternden Händen.
Jemand versucht lediglich am Leben zu bleiben, er hat Versprechen zu halten,die er jenseits des Ozeans,
weit weg und im tiefen Schlummer, gegeben hat.
Die Sterne schimmern stumm in der Schwärze des endlosen Himmels,
Kaltsilbrige Satelliten, geisterhafte Karawanen ziehen vorüber.
Galaxien entfalten sich, neue Welten werden geboren, Pilger
und Wunderkinder kriechen ins Morgengrauen,
aber es ist ein langer Weg aus dem Paradies hinaus.

Musik dröhnt aus einem Caravan, an einem sonnigen Tag auf der Autobahn in den guten alten USA.
Mittagessen im Erdölclub, wo man dicke Zigarren qualmt und Lügen austauscht:
"Gib mir noch eine Scheibe von dem gegrillten Bruststück,
gibt mir noch ein Stück von der feinen Nusstorte."
Die Autobahnen flimmern, die Handys klimpern ihr Lied.
Wir Fahren nach Utopia und die Karte sagt, dass wir bald ankommen.
Die Kapitäne der alten Ordnung halten krampfhaft an den Zügeln fest und versichern,
dass unsere inneren Qualen nur Wachstumsschmerzen seien,
doch es ist eine lange Strasse aus dem Paradies hinaus.

Instrumentalpart

Daheim war ich mir noch so sicher, der Weg lag so klar vor mir.
Aber jetzt frage ich mich, was wir hier sollen.
Ich vertraue nicht mehr auf morgen. Gut und Böse kann ich nicht mehr unterscheiden.
Aber was würde ich dafür geben, heute Nacht in deinen Armen zu liegen.
Wir schlängeln uns den amerikanischen Highway hinunter.
Durch den Abfall am Straßenrand, die Wracks und den von Ansprüchen aufgeblähten
und mit Propaganda geladenen Kulturmüll, fahren wir schwammigen Blicks und besoffen.
Wir waren schon auf der Straße nach Damaskus und nach dem Weg nach Mandalay,
haben den Geist Cäsars getroffen unten auf der via appia,
der sagte "es ist schon schwer mit der Völlerei aufzuhören,
wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist aber der Weg zum Imperium ist eine verdammte Verschwendung."
Sieh den angebissenen Apfel, die Macht der Werkzeuge,
den alles Wissen der Welt nützt dem Narren nichts,
auf dem langen Weg aus dem Paradies hinaus.

Die Limited Edition des Doppel-Albums bietet mit dem vielfach (u. a. 1994 von Bon Jovi) gecoverten "Please Come Home For Christmas" (1980) und "Hole In The World" (2004) zwei zusätzliche Bonbons. Nicht nur als Weihnachtsgeschenk empfehlenswert für alle alten, neuen/jungen Fans und solche die es noch werden können. 5 Amazonsterne.
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am 9. November 2007
Schon wieder ein Comeback einer Altherren-Band? Die Nachricht eines neuen Studioalbums erweckte in mir eher gemischte Gefühle. Sollte da die Erinnerung an eine grandiose Band kaputt gemacht werden? Aber die Neugier zwang mich zum Kauf: Und Wow. Das Ding is nicht nur besser als erwartet, sondern genial.
Der Opener "No More Walks In The Wood" empfängt A Capella mit dem unnachahmlichen und typischen Chor-Gesang, dezent veredelt mit feiner Akustik-Gitarre. Danach rockt "How Long" (eine Komposition aus dem Jahr 1972) über den Highway, bevor mit "Busy Being Faboulus" das erste ganz große Highlight im klassischen Eagles-Stil daher kommt. Auf sehnsuchtstrunkenen Melodien tanzen geschliffene Chöre und treffen auf virtuose Gitarren-Licks. Spätestens die Hookline zieht einen dann unwiderstehlich in ihren Bann. "Guilty Of The Crime" rockt straff und straight mit einem flirrendes Honky Tonk-Kneipen-Piano. "I Don't Want To Hear Any More" greift erneut auf gefühlvolle Song-Anlagen zurück, wie auch "Waiting In The Weeds" und "No More Cloudy Days". "Fast Company" zieht die Zügel mitsamt knackigen Bläser-Einsätzen wieder kräftig an. "You Are Not Alone" ist kein Remake der gleichnamigen Michael Jackson-Ballade, sondern erinnert in manchen Passagen und besonders im Intro stark an Ralph McTells "Streets Of London".

Textlich wandeln die Eagles nicht auf politisch-rebellischen Rocker-Pfaden. Doch die beschritten sie ohnehin nie. Heute wie damals verfassen sie eher allgemeingültige Statements wie etwa. der Songtitel des Instrumentals "I Dreamed There Was No War". Die wahre Intention der Band war von jeher das Erschaffen von Stimmungsbildern und gewiss nicht das Schreiben knallharter Protestsongs. Selbst wenn sie auf der vorliegenden CD Kritik an der Politik eines George W. Bush üben (besonders im Titeltrack) und Statements zur Umweltzerstörung zu finden sind. So heißt es in "Frail Grasp And A Big Picture": "we keep making the same mistakes". Politisch korrekter Protest also.
CD 2 startet mit dem rund zehnminütigen Titelsong , der musikalisch einen spannenden Mix unterschiedlichster Stilelemente enthält, darunter arabische Klänge und ein großartiges Gitarren-Solo. "Somebody" rockt weiter nach vorn, "Frail Grasp And A Big Picture" bietet rhythmisch dezent zitierte Toto-Elemente. "Last Good Time In Town" sorgt mit dezenten Funk-Anleihen in der Gitarren-Arbeit weiter für Abwechslung. "It's Your World Now" weckt unweigerlich starke Erinnerungen an "New Kid In Town" was Komposition und Song-Aufbau anbelangt. Stark ausgeprägt ist hier der mexikanische Anstrich inklusive Trompeten-Arbeit. Ein schnödes, gar dreistes Selbstplagiat? I wo. Nehmen wir beide Songs als ein zeitlos schönes Mädchen, das man nun in ein brandneues und äußerst schmuckes Sommerkleid hüllt. Die Eagles 2007: Sehr gestern, sehr heute, und vor allem: sehr zeitlos. Die Band beherrscht das Spiel mit Selbstzitaten und anderweitigen Referenzen meisterhaft, ohne in erstarrte Posen abzugleiten. Ganz im Gegenteil: Das Songwriting steht - wie auch die Produktion- auf hohem Niveau.
Ja, da ist er wieder: Dieser sanft schmeichelnde, kalifornische Wüsten-Wind der Dämmerung, der mein Gesicht umweht, während ich auf ein bestimmtes Hotel zusteuere; und ein altbekannter Night Man dort schon auf mich wartet. Er wusste, dass ich eines Tages zurück kehre. Die Zeit scheint still zu stehen. Neben dem Empfangsschalter hängt noch immer der abgegriffene Wählscheiben-Münzfernsprecher. Und dort, im Halbschatten in der Ecke, steht sie noch immer, meine Schöne; wie damals Tiffany-twisted, und wartet auf mich ... natürlich. Warum sollte sich hier etwas ändern? Denn schon 1976 hat man mir es gesagt: "Welcome to the Hotel California / Such a lovely place / Such a lovely face / Plenty of room at the Hotel California / Any time of year / you can find it here". Mein langer Weg aus Eden hat endlich sein Ziel gefunden.

Tut gut, so ,ne Scheibe in 2007, wo Sternechen als Avril Lavigne und Tokio Hotel Music Awards einheimsen, und die Musikwelt von Combacks der No Angels, oder B. Spears berichtet.
Nie war daher ein Comback einer Altherrenband so wichtig, wie dieses....
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am 8. Dezember 2007
Über diese Platte ist schon viel gesagt worden - schön anzuhören, doch es fehlt etwas der finale Biss der Eagles Linie von früher.

Fünf statt vier Sterne gibt's wegen dem Titelsong "Long Road Out Of Eden": Endlich wieder mal eine Gruppe die sich an einen guten Song von der drei Minuten Hitparadenradiogesülzwelt abzuhoben ranwagt und ein über 10 minütiges Werk vorlegt bei dem es ein Spass ist länger zuzuhören. Wie lange ist das her das das jemand so gut erreicht hat, ich wünsche mir viel mehr davon!
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am 17. November 2007
Ich war nie Eagles-FAN, fand aber natürlich Hotel California super. So habe ich auch nichts erwartet, als ich mir, aufgestachelt durch hartnäckige Werbung, die CD im Laden erst einmal anhörte.

Die Musik hat mich sofort berührt. Klar, nicht jeder Song ist der Superhit, aber bei welchem Album gibt es das? Allenfalls bei "Best Of"-Alben.

Bei 20 Songs findet sich jedoch eine ausreichende Ausbeute an super Songs. Anspieltipps sind "How long", "You are not alone", "Long road out of Eden", "Business as usual" - aber all das ist natürlich Geschmacksache.

Ich jedenfalls mag gute Musik in Zeiten, in denen sich in den Charts Leute tummeln, die nicht mal wissen, wie herum man eine Gitarre hält. Ich esse ja auch lieber Selbstgemachtes als Konservenfraß.

Auch wenn man sich über Geschmack streiten kann, die Eagles verstehen ihr Handwerk in Sachen Musik und liefern sehr gute Qualität ab. Einige Songs gehen mir dabei voll unter die Haut. Also kaufen!
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In "The Long Night At Wrong Beach" (Long Beach/Kalifornien) endete am 31.07.1980 die letzte Tournee der Eagles mit einer Backstageschlägerei der Bandmitglieder. Vier Monate später wurde zwar noch das von Don Henley und Glenn Frey in weit auseinander liegenden Tonstudios abgemischte Doppelalbum Eagles Live veröffentlicht, aber eher sollte die Hölle gefrieren, als dass sich die Gruppe wiedervereinigen würde (Don Henley)....

....."nach vierzehn Jahren Ferien" (Frey), war 1994 schließlich "die Hölle doch noch gefroren". In der Folgezeit präsentierte die wiedervereinigte Gruppe auf ihren Tourneen neben ihrem alten Material nur wenige neue Songs. Nachdem sie 1998 mit allen Exmitgliedern als Septett auftraten und Aufnahme in die "Rock and Roll Hall of Fame" fanden, wurde infolge von wieder aufgeflammten Streitigkeiten am 6. Februar 2001 Gitarrist Don Felder gefeuert, so dass die Band fortan, wie zu ihrer Anfangszeit, als Quartett firmiert.....

......das nun 28 Jahre nach (dem in ein final-schwarzes Cover gepackten) "The Long Run" ein neues Studio-Album präsentiert. In ihren 20 neuen Songs lassen die Bandmitglieder auf 2 CD (!) die Erfahrungen und Stilelemente ihres in vier Jahrzehnten zurückgelegten musikalischen Weges hören. Crossover aus Country, Folk, Rock, Latino, Tex-Mex, Blues, funk, Soul, Jazz usw., breit gefächert für jeden Geschmack etwas! Während die Kompositionen von Don Henley und Glenn Frey, nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen Solokarrieren in den späten 1980ern und frühen 1990ern, häufig andere Wege beschreiten, erinnern gerade die Beiträge des zuletzt zu der Gruppe gestoßenen, früheren "Poco"-Mitgliedes Timothy B. Schmits, stets an die Wurzeln der Gruppe. Schließlich war Schmit auch derjenige, dem es im Jahre 1994 gelang, die zerstrittene Gruppe wieder zusammen zu trommeln. Das erklärt auch, warum gerade seine Stücke das weiche Material der CD ist. Jedoch weckt auch Freys "It's Your World Now" (CD 2/Track 9) mit seinen Mariachi-Bläsern sentimentale Memories an "Tequila Sunrise".Sein zuckersüsses "I Love To Watch A Woman Dance" (2/6) erinnert an "Strange Weather - Live In Dublin" (1993). Der ehemals rockige Gitarrist der James Gang, Joe Walsh, ist auch recht zahm geworden, nicht zuletzt weil ihm wohl sein "Instrumentalduellant" aus dem "Hotel California", der aus dem Adlerparadies verstoßene Don Felder, fehlt. Entgegen dem Titel des Albums ist neben musikalischem daher wohl auch zwischenmenschlicher Friede eingekehrt, denn Freys Vision "I Dreamed There Was No War" (2/2) hat sich 32 Jahre nach Bernie Leadons "Journey Of The Scorcerer" mit dem zweiten Instrumental der Gruppe, zumindest für ihre heutigen Mitglieder realisiert. Das Markenzeichen ist jedoch auch diesmal wieder der mehrstimmige Gesang, bei dem der jeweilige Hauptsongschreiber auch die Leadvocals übernimmt. Eine wahre gesangesparitätische Rarität stellt "How Long" (1/2) dar. Frey und Henley wechseln sich bei diesem "typischen" Eagles-Song als Leadsänger ab, der von John D. Souther komponiert und von ihm selbst bereits im gleichen Jahr wie ihr erstes Album "Eagles" veröffentlicht wurde. Weitere Highlights neben der exzellenten Musik sind besonders Henleys sozio-politisch kritischen, bisweilen philosophische Songtexte. Neben den Lyrics von seinem "Frail Grasp On The Big Picture" (2/4) sind es vor allem die Textzeilen des Titelsongs "Long Road out of Eden" (2/1), die den Zuhörer aus aktuellem Anlass nachdenklich stimmen:

Mondlicht zwischen den Palmen, Schatten huschen über den Sand
Jemand flüstert den 23. Psalm, ein zugestaubtes Gewehr in den zitternden Händen.
Jemand versucht lediglich am Leben zu bleiben, er hat Versprechen zu halten,die er jenseits des Ozeans,
weit weg und im tiefen Schlummer, gegeben hat.
Die Sterne schimmern stumm in der Schwärze des endlosen Himmels,
Kaltsilbrige Satelliten, geisterhafte Karawanen ziehen vorüber.
Galaxien entfalten sich, neue Welten werden geboren, Pilger
und Wunderkinder kriechen ins Morgengrauen,
aber es ist ein langer Weg aus dem Paradies hinaus.

Musik dröhnt aus einem Caravan, an einem sonnigen Tag auf der Autobahn in den guten alten USA.
Mittagessen im Erdölclub, wo man dicke Zigarren qualmt und Lügen austauscht:
"Gib mir noch eine Scheibe von dem gegrillten Bruststück,
gibt mir noch ein Stück von der feinen Nusstorte."
Die Autobahnen flimmern, die Handys klimpern ihr Lied.
Wir Fahren nach Utopia und die Karte sagt, dass wir bald ankommen.
Die Kapitäne der alten Ordnung halten krampfhaft an den Zügeln fest und versichern,
dass unsere inneren Qualen nur Wachstumsschmerzen seien,
doch es ist eine lange Strasse aus dem Paradies hinaus.

Instrumentalpart

Daheim war ich mir noch so sicher, der Weg lag so klar vor mir.
Aber jetzt frage ich mich, was wir hier sollen.
Ich vertraue nicht mehr auf morgen. Gut und Böse kann ich nicht mehr unterscheiden.
Aber was würde ich dafür geben, heute Nacht in deinen Armen zu liegen.
Wir schlängeln uns den amerikanischen Highway hinunter.
Durch den Abfall am Straßenrand, die Wracks und den von Ansprüchen aufgeblähten
und mit Propaganda geladenen Kulturmüll, fahren wir schwammigen Blicks und besoffen.
Wir waren schon auf der Straße nach Damaskus und nach dem Weg nach Mandalay,
haben den Geist Cäsars getroffen unten auf der via appia,
der sagte "es ist schon schwer mit der Völlerei aufzuhören,
wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist aber der Weg zum Imperium ist eine verdammte Verschwendung."
Sieh den angebissenen Apfel, die Macht der Werkzeuge,
den alles Wissen der Welt nützt dem Narren nichts,
auf dem langen Weg aus dem Paradies hinaus.

Der UK-Import des Doppel-Albums bietet auf der zweiten CD zwar zusätzlich "Hole In The World" (2004) lässt aber auf der ersten den Song "You Are Not Alone" vermissen. Empfehlenswert für alle alten, neuen/jungen Fans und solche die es noch werden können. 5 Amazonsterne.
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am 9. November 2007
Keiner hat mehr damit gerechnet und jetzt gleich ein Doppelalbum der Eagles. Eines, das die Erwartungen nicht enttäuscht. Musikalisch abwechslungsreich, präzise eingespielt, sauber produziert, inhaltlich mit Anspruch kommt Long Road Out Of Eden daher und ragt damit deutlich aus der Masse heraus. Begonnen bei der (Beinahe-)A-Capella-Nummer No More Walks In The Wood, über den Appell Do Something, den Titelsong Long Road Out Of Eden, der musikalisch und textlich das Album dominiert, bis hin zum Vermächtnis It's Your World Now. Nachdenklicher sind sie geworden, weiser wohl, dabei talentiert geblieben und offensichtlich neu motiviert gewesen. Die Könige des Westcoast-Sounds der 70er habens noch drauf, die Musik ist vielleicht etwas zu eingängig, um mit ihr Texte mit ernsten Anliegen zu transportieren, das kann Bob Dylan besser. Deshalb gleitet der Hörer ab und an ins reine Musikhören ab. Die eine oder andere Länge im Album sind verzeihlich - es sind schließlich die Eagles, deren Musik ein Zauber inne wohnt, auch heute noch. Ein beachtliches Spätwerk. Resepkt. Wenn die zu erwartende Tour so wird...Von den ursprünglichen 5 Punkten gibt es einen Punkt Abzug für fieses Marketing, denn die echten Fans, die die Normal-Edition lange vorbestellt hatten, werden mit der nachgeschobenen Deluxe-Version an sich ver....eiert.
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am 8. November 2007
Es tut gut zu hören, dass es Musiker gibt die auch nach über 30 Jahren noch in der Lage sind Stücke zu produzieren, welche auch nach weiteren 30 Jahren noch zum Besten gehören werden was die Rockmusik je hervorgebracht hat ! Ein Album meilenweit über dem Durchschnitt der heutigen Szene, mit Stücken welche Jahrhunderpotential haben wie einst Hotel California.
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In "The Long Night At Wrong Beach" (Long Beach/Kalifornien) endete am 31.07.1980 die letzte Tournee der Eagles mit einer Backstageschlägerei der Bandmitglieder. Vier Monate später wurde zwar noch das von Don Henley und Glenn Frey in weit auseinander liegenden Tonstudios abgemischte Doppelalbum "Eagles Live" veröffentlicht, aber eher sollte die Hölle gefrieren, als dass sich die Gruppe wiedervereinigen würde (Don Henley)....

....."nach vierzehn Jahren Ferien" (Frey), war 1994 schließlich "die Hölle doch noch gefroren". In der Folgezeit präsentierte die wiedervereinigte Gruppe auf ihren Tourneen neben ihrem alten Material nur wenige neue Songs. Nachdem sie 1998 mit allen Exmitgliedern als Septett auftraten und Aufnahme in die "Rock and Roll Hall of Fame" fanden, wurde infolge von wieder aufgeflammten Streitigkeiten am 6. Februar 2001 Gitarrist Don Felder gefeuert, so dass die Band fortan, wie zu ihrer Anfangszeit, als Quartett firmiert.....

......das nun 28 Jahre nach (dem in ein final-schwarzes Cover gepackten) "The Long Run" ein neues Studio-Album präsentiert. In ihren 20 neuen Songs lassen die Bandmitglieder auf 2 CD (!) die Erfahrungen und Stilelemente ihres in vier Jahrzehnten zurückgelegten musikalischen Weges hören. Crossover aus Country, Folk, Rock, Latino, Tex-Mex, Blues, funk, Soul, Jazz usw., breit gefächert für jeden Geschmack etwas! Während die Kompositionen von Don Henley und Glenn Frey, nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen Solokarrieren in den späten 1980ern und frühen 1990ern, häufig andere Wege beschreiten, erinnern gerade die Beiträge des zuletzt zu der Gruppe gestoßenen, früheren "Poco"-Mitgliedes Timothy B. Schmits, stets an die Wurzeln der Gruppe. Schließlich war Schmit auch derjenige, dem es im Jahre 1994 gelang, die zerstrittene Gruppe wieder zusammen zu trommeln. Das erklärt auch, warum gerade seine Stücke das weiche Material der CD ist. Jedoch weckt auch Freys "It's Your World Now" (CD 2/Track 9) mit seinen Mariachi-Bläsern sentimentale Memories an "Tequila Sunrise".Sein zuckersüsses "I Love To Watch A Woman Dance" (2/6) erinnert an "Strange Weather - Live In Dublin" (1993). Der ehemals rockige Gitarrist der James Gang, Joe Walsh, ist auch recht zahm geworden, nicht zuletzt weil ihm wohl sein "Instrumentalduellant" aus dem "Hotel California", der aus dem Adlerparadies verstoßene Don Felder, fehlt. Entgegen dem Titel des Albums ist neben musikalischem daher wohl auch zwischenmenschlicher Friede eingekehrt, denn Freys Vision "I Dreamed There Was No War" (2/2) hat sich 32 Jahre nach Bernie Leadons "Journey Of The Scorcerer" mit dem zweiten Instrumental der Gruppe, zumindest für ihre heutigen Mitglieder realisiert. Das Markenzeichen ist jedoch auch diesmal wieder der mehrstimmige Gesang, bei dem der jeweilige Hauptsongschreiber auch die Leadvocals übernimmt. Eine wahre gesangesparitätische Rarität stellt "How Long" (1/2) dar. Frey und Henley wechseln sich bei diesem "typischen" Eagles-Song als Leadsänger ab, der von John D. Souther komponiert und von ihm selbst bereits im gleichen Jahr wie ihr erstes Album "Eagles" veröffentlicht wurde. Weitere Highlights neben der exzellenten Musik sind besonders Henleys sozio-politisch kritischen, bisweilen philosophische Songtexte. Neben den Lyrics von seinem "Frail Grasp On The Big Picture" (2/4) sind es vor allem die Textzeilen des Titelsongs "Long Road out of Eden" (2/1), die den Zuhörer aus aktuellem Anlass nachdenklich stimmen:

Mondlicht zwischen den Palmen, Schatten huschen über den Sand
Jemand flüstert den 23. Psalm, ein zugestaubtes Gewehr in den zitternden Händen.
Jemand versucht lediglich am Leben zu bleiben, er hat Versprechen zu halten,die er jenseits des Ozeans,
weit weg und im tiefen Schlummer, gegeben hat.
Die Sterne schimmern stumm in der Schwärze des endlosen Himmels,
Kaltsilbrige Satelliten, geisterhafte Karawanen ziehen vorüber.
Galaxien entfalten sich, neue Welten werden geboren, Pilger
und Wunderkinder kriechen ins Morgengrauen,
aber es ist ein langer Weg aus dem Paradies hinaus.

Musik dröhnt aus einem Caravan, an einem sonnigen Tag auf der Autobahn in den guten alten USA.
Mittagessen im Erdölclub, wo man dicke Zigarren qualmt und Lügen austauscht:
"Gib mir noch eine Scheibe von dem gegrillten Bruststück,
gibt mir noch 'ein Stück von der feinen Nusstorte."
Die Autobahnen flimmern, die Handys klimpern ihr Lied.
Wir Fahren nach Utopia und die Karte sagt, dass wir bald ankommen.
Die Kapitäne der alten Ordnung halten krampfhaft an den Zügeln fest und versichern,
dass unsere inneren Qualen nur Wachstumsschmerzen seien,
doch es ist eine lange Strasse aus dem Paradies hinaus.

Instrumentalpart

Daheim war ich mir noch so sicher, der Weg lag so klar vor mir.
Aber jetzt frage ich mich, was wir hier sollen.
Ich vertraue nicht mehr auf morgen. Gut und Böse kann ich nicht mehr unterscheiden.
Aber was würde ich dafür geben, heute Nacht in deinen Armen zu liegen.
Wir schlängeln uns den amerikanischen Highway hinunter.
Durch den Abfall am Straßenrand, die Wracks und den von Ansprüchen aufgeblähten
und mit Propaganda geladenen Kulturmüll, fahren wir schwammigen Blicks und besoffen.
Wir waren schon auf der Straße nach Damaskus und nach dem Weg nach Mandalay,
haben den Geist Cäsars getroffen unten auf der via appia,
der sagte "es ist schon schwer mit der Völlerei aufzuhören,
wenn man erst mal auf den Geschmack gekommen ist aber der Weg zum Imperium ist eine verdammte Verschwendung."
Sieh den angebissenen Apfel, die Macht der Werkzeuge,
den alles Wissen der Welt nützt dem Narren nichts,
auf dem langen Weg aus dem Paradies hinaus.

Das Doppel-Album des Jahres zum Preis einer CD, empfehlenswert für alle alten, neuen/jungen Fans und solche die es noch werden können.
5 Amazonsterne.
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