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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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Vielleicht versteht man den Reiz der Figur Sherlock Holmes besser, wenn man sich in Erinnerung ruft, in welcher Zeit sie entstanden ist. Ende des 19. Jahrhunderts war man noch wirklich vom Fortschritt überzeugt. Und während man immer größere Dampfmaschinen baute und immer wirkungsvollere Chemikalien erschuf, dachte ein Nietzsche darüber nach, welche Entwicklung denn der Mensch nehmen könnte. In der Zukunft sollte es einen Menschen geben frei von Zwängen und Traditionen, frei auch von den Beschränkungen des Glaubens und den Konventionen einer geistig engen und schrecklich konservativen Gesellschaft. Rationalität sollte helfen, den ganzen Ballast über Bord zu werfen.

Mir ist nicht bekannt, ob Conan-Doyle, der Schöpfer von Sherlock Holmes, Nietzsche gelesen hat. Aber ganz weit weg ist seine Schöpfung wohl nicht von dessen Ideen. Holmes ist hochintelligent, völlig unabhängig und dabei im Kern asozial. Seine Fähigkeiten steigert er durch die Einnahme von Kokain. Und wie es sich für einen Übermenschen gehört, ist er frei von Bindungen an Religion und Gefühle.

Die hier vorliegende Verfilmung stellt diese Seite von Holmes mit viel Ironie in den Vordergrund. Bereits zu Beginn sehen wir den großen Detektiv, wie er das aus seiner Sicht überflüssige Essen verweigert und stattdessen auf Opium und andere Chemikalien zurückgreift. Er wird von Rupert Everett äußerst bleich, fast kränklich im Gesicht, gleichzeitig aber physisch und intellektuell überlegen dargestellt. Mitmenschen interessieren ihn nicht wirklich. Fälle geht er an wie ein Wissenschaftler, der Insekten unter dem Mikroskop seziert. Ein Mann aus einer anderen Welt. Es ist eine ungewöhnliche Leistung, die hier von dem Schauspieler erbracht wird, vielleicht die bisher beste Darstellung der dunklen Seiten dieses Charakters überhaupt. Dabei haben sich daran schon wirklich viele versucht.

Auch der Fall, der sich um die Ermordung hübscher, weiblicher und adliger Teenager dreht, ist durchaus düster. Die Oberschicht des Empires wird hier gnadenlos an den Pranger gestellt. In einem Elternpaar mit vielen Titeln findet die Gefühlskälte von Holmes ein würdiges Gegenüber. Ein Lichtblick bietet allenfalls Dr. Watson, der im gesamten Film versucht, zu heiraten, aber erst am Ende damit Erfolg haben darf. Er ist für die emotionale Seite der Geschichte zuständig und spielt eine Art von gutem Geist, der die ganzen Ereignisse für den Zuschauer erden darf. Im Film hat er eine wunderbare Frau, die sich mit Holmes bei einem Abendessen witzige Wortwechsel liefert.

Das ganze ist für das Fernsehen mit dem Budget eines Fernsehfilms gedreht. Dafür ist das alles aber ungewöhnlich lustig, spannend und unterhaltsam geraten. Das zeigt, was man auch mit begrenzten Mitteln schaffen kann, wenn man nur genug Kreativität, Engagement und Klugheit in so ein Projekt investiert.

Dieses Gesicht von Holmes wird mir ab jetzt unvergesslich bleiben.
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am 16. Oktober 2010
Ich habe mir den Film gerade angesehen und mir fehlen die Worte. Die Story an sich ist interessant, aber großteils unspannend erzählt. Das fällt erstaunlicherweise aber gar nicht so ins Gewicht. Dieser Film steht und fällt mit seinen Charakteren und den brillianten Schauspielern, welche diese verkörpern. Ian Hart als Watson war klasse und begeisterte mich in seiner Performance, aber Rupert Everett's Interpretation von Holmes nagelte mich an die Wand. Großartig, einfach nur großartig. Als die Credits liefen, überfiel mich direkt der Hunger nach mehr Stoff, ich wollte mehr von diesem Duo sehen. Leider ist der "Der Seidenstrumpfmörder" Rupert Everett's erste und einzige Performance als Holmes.

Achja, noch ein Wort zur DVD. Es sind leider keine englischen Untertitel enthalten. Wer also den Original-Ton bevorzugt und gerne (wie ich) Untertitel zwecks besserem Verständnis mitlaufen lässt, sollte zur britischen DVD greifen. Diese enthält zumindest englische Untertitel für Hörgeschädigte.
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am 21. April 2009
Gute, dichte Kriminalhandlung. Sherlock Holmes löst den Fall auf mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen des späten 19. Jahrhundert. Rupert Evertt verkörpert gleichsam seine Figur mit britischer Selbstironie und einem messerschafen Verstand. Er stellt vor allem seine negativen Charakterzüge dar, er ist im Innern zerissen, nimmt Opium, kränkelt und gibt frauenfeindliche Äußerungen von sich. Jedoch bleibt Sherlock hier ein durchweg sympatischer Charakter für den Zuschauer. Er zeigt dennoch Gefühle bei ähnlich selbstzweifelden Mitmenschen, wie die junge Zeugin der Morde. Somit sind seine Äußerungen nur Fassade. Rupert Everett nimmt man diese Darstellungen ab, da er ein hervorragender Schauspieler für Period Dramas ist.

Kostüme und Drehorte lassen das viktorianische Zeitalter lebendig werden. Ein Krimi der auch durch seine Wortwechsel mit Dr. Watson besticht. Klassischer Krimiabend, der auch ohne viel Blutvergießen auskommt. Sehr unterhaltsam und empfehlenswert.
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am 31. Dezember 2008
Rupert Everett ist für mich Sherlock Holmes" schlechthin. Niemals hat es ein Schauspieler verstanden, die Zerrissenheit dieses Charakters so darzustellen. Noch nie wurde Holmes so differenziert dargestellt: Junkie, Genie, arrogant bis zum Abwinken, dabei doch anziehend, misantrophisch, seltsam verletzlich und erbärmlich einsam. Ein Suchender ohne Ziel. Erst der Fall von einem ermordeten Mädchen aus der Oberschicht, weckt kurzzeitig sein Interesse. Und aus dem zu Tode gelangweilten Kokainsüchtigen wird ein Jäger. Einmal auf eine Fährte angesetzt, ist ihm jedes Mittel recht den Fall zu lösen. Ohne Rücksicht auf Andere, die er ohne Skrupel zum Erreichen der Lösung benutzt.
Die Besetzung ist ohne Ausnahme erstklassig. Besonders Ian Hart als Dr. Watson. Ein ebenbürtiger Mitstreiter, zwar weniger genial aber bedeutend lebensfähiger". Der immer wieder versucht, Holmes von seinem selbstzerstörerischen Weg abzubringen. Die Ausstattung ist edel, die Story überhaupt nicht angestaubt und der Film "sieht" einfach gut aus.
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am 15. August 2012
Ich finde die Charaktere sind sehr gut getroffen. Holmes ist arrogant, aber nicht übertrieben, sondern eher vornehm arrogant.
Dr. Watzon ist natürlich immer ein bisschen zurück, ist hier aber pfiffiger als sonst und wird nicht nur von Holmes manipuliert, sondern auch anders rum.
Von daher scheint die Freundschaft wesentlich ausgeglichener als bei manch anderer Verfilmung.
Die Story ist gut, aber nicht überwältigend. Als Zuschauer kommt man nicht wirklich drauf, wer der Mörder ist, aber warum man ihn, wenns dann soweit ist, nicht sofort überführen kann hab ich schnell gecheckt.
Von daher aber insgesamt trotzdem 5 Sterne, zumal der Preis auch einfach für sich spricht.
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am 2. Mai 2011
Die an die berühmten Sherlock-Holmes-Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle BBC-Verfilmung Der Seidenstrumpfmörder stellt aus meiner Sicht eine der gelungensten Verfilmungen zur Thematik in den letzten Jahren dar.

Es geht im Film um einen dreist-genialen Sexualverbrecher der eine fetischistische Vorliebe für mit Seidenstrümpfen angetanene hochadlige junge Damen hat, die er sich regelmäßig nach Entführung und Missbrauch durch Ermordung wieder vom Halse schafft.
Sherlock Holmes (Rupert Everett) wird natürlich damit beauftragt dem Täter das Handwerk zu legen, was aber mit einer unerwarteten, ganz besonderen Schwierigkeit verbunden ist. Die Handlung läuft durchaus logisch und schlüssig ganz im Erzählstil von Doyle ab. Interessant ist auch der Einblick in das allgemeine Kriminalwesen der Großstadt London kurz nach 1900, so spielen auch zeitgetreu das gerade eingeführte System der Abnahme von Fingerabdrücken zur Täterfindung eine Rolle. Holmes wird von Everett sehr gut als exzentrischer, extrem verschlossener, verstandsgesteuerter, aber allerdings auch drogenabhängiger Einzelgänger gespielt.
Eine in dieser eher Bandbreite eher seltene Interpretation in den Sherlock-Holmes-Filmen, die aber durch Doyles Vorlage vielleicht besser abgedeckt ist, als z.B. die konventionelle Darstellung die weiland Basil Rathbone so ausgiebig geprägt hat und oft kopiert wurde. Ian Hart spielt den kreuzbraven Watson und sieht sich dabei öfters von den genialen Gedankensträngen seines schwierigen Freundes ausgeschlossen. Vor allem aber wird auch der Täter sehr überzeugend dargestellt.

Die Geschichte stammt zwar freilich nicht aus Doyles Feder, da ihm die Darstellung von sexuellen Abartigkeiten und der damit zusammenhängenden Verbrechen selbst in den schon deutlich liberaleren 1920er Jahre wohl doch etwas zu bedenklich war. Aber natürlich hat es diese Verbrechen immer schon, als auch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegeben.

Insgesamt eine sehr gute, überzeugende und spannende Verfilmung, die wie erwähnt den Geist der später entstandenen Doyleschen Kurzgeschichten atmet und eine eher selten verwandte und vielleicht etwas gewöhnungsbedürftige Holmes-Interpretation umsetzt.

Bedauerlich ist, dass zwar Originalton und deutsche Tonfassung vorhanden ist, aber leider keine deutsche Untertitel.
Als kleine Extras sind die Trailer zum Film und anderen BBC-Werken, eine Bildergalerie und allerlei Zusatzinfos zu den Darstellern und Holmes vorhanden.
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am 1. Oktober 2012
Dieser Film ist ein Muss für alle Sherlock Holmes Fans. Anfangs hatte ich mir nicht so viel vom Film versprochen (hatte ihn im Angebot einfach mal so gekauft). Doch die Story lässt sich sehen: sehr spannender Krimi um Adelsfamilien, wunderschöne Kostüme/Kleider, so versetzt sich der Zuschauer in die alte Zeit zurück, in der noch Pferdekutschen als Forbewegungsmittel dienten. Ich habe den Film nun schon einigen Leuten ausgeliehen und alle waren begeistert!
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am 1. März 2012
Atmosphärische Holmes Verfilmung, mit mehr Charme als die neueren Kinofilme. Die Schauspieler sind hervorragend besetzt, nicht nur in den Hauptrollen, sondern auch in den Nebenrollen wie mit dem damals noch eher unbekannten aber schon herausragenden Michael Fassbender, der auch schon hier ein Talent für "zerrissene" Charakter zeigt.
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am 13. Juni 2012
Rupert Everett als grandioser Sherlok und Ian Hart als sehr guter Doktor Watson.
In dieser Verfilmung ist er gleichberechtigt und nicht so weltfremd, wie er
manchmal dargestellt wird. Eine grandiose Verfilmung!
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am 11. Februar 2016
Holmes ist hier arrogant, überheblich, kultiviert und genial. Man kann die BBC nur auffordern weitere Holmes-Verfilmungen mit derselben Besetzung anzufertigen.
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