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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
24
Sherlock Holmes - Der Seidenstrumpfmörder
Format: DVD|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 4. Mai 2007
Seit meiner Schulzeit bin ich durchgehend Fan der Sherlock Holmes Geschichten von Conan Doyle. Bislang enttäuschte mich bei vielen Verfilmungen immer, dass die Stories zwar in der Regel sehr ambitioniert umgesetzt wurden, aber die Rollen mit oft zu alten Schauspielern besetzt wurden. Wobei der arme Watson zu oft völlig falsch als eine Art Volltrottel dargestellt wurde, der dem genialen Holmes "hinterherdackelt".

In Doyles Geschichten sind die beiden meist ca. Mitte 30 und das trifft hier auch auf Rupert Everett und Ian Hart zu. Watson ist ein ehemaliger Soldat und Militärarzt, der eher die pragmatische Kämpfernatur (und ein Frauenliebhaber) dieser Verfilmung ist, als der gesetzte, dickliche Tölpel vieler älterer Verfilmungen.

Die Geschichte dagegen ist hier interessanterweise frei erfunden und benutzt nur Motive aus Doyles Werk, zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Holmes und Inspektor Lestrade, Holmes skurrile Art, einen Tatort zu besichtigen, Holmes Drogensucht und Watsons Vermittlungsversuche zwischen Holmes und anderen Menschen (das hört sich putzig an, aber Holmes ist ein sehr distinguierter, höflicher Misanthrop).

Die Story um einen Lustmörder, der junge Mädchen aus dem Adel mit einem Seidenstrumpf erwürgt, ist aber glaubwürdig entworfen und trifft den Geist des Original-Autors, in dessen Geschichten, durch die damalige Moral bedingt, sexuell orientierte Verbrechen nur angedeutet werden konnten (z.B. in "A Study in Scarlet").

Der Film ist eine BBC-Produktion und dementsprechend etwas farblos und schlicht, überzeugt aber vor allem durch die excellenten Darsteller, allen voran Everett als dandyhafter, gleichmütiger, immer etwas skeptisch blickender Holmes (der tatsächlich einmal lachend zu sehen ist - genau aufpassen!).
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 21. April 2009
Gute, dichte Kriminalhandlung. Sherlock Holmes löst den Fall auf mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen des späten 19. Jahrhundert. Rupert Evertt verkörpert gleichsam seine Figur mit britischer Selbstironie und einem messerschafen Verstand. Er stellt vor allem seine negativen Charakterzüge dar, er ist im Innern zerissen, nimmt Opium, kränkelt und gibt frauenfeindliche Äußerungen von sich. Jedoch bleibt Sherlock hier ein durchweg sympatischer Charakter für den Zuschauer. Er zeigt dennoch Gefühle bei ähnlich selbstzweifelden Mitmenschen, wie die junge Zeugin der Morde. Somit sind seine Äußerungen nur Fassade. Rupert Everett nimmt man diese Darstellungen ab, da er ein hervorragender Schauspieler für Period Dramas ist.

Kostüme und Drehorte lassen das viktorianische Zeitalter lebendig werden. Ein Krimi der auch durch seine Wortwechsel mit Dr. Watson besticht. Klassischer Krimiabend, der auch ohne viel Blutvergießen auskommt. Sehr unterhaltsam und empfehlenswert.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 15. August 2012
Ich finde die Charaktere sind sehr gut getroffen. Holmes ist arrogant, aber nicht übertrieben, sondern eher vornehm arrogant.
Dr. Watzon ist natürlich immer ein bisschen zurück, ist hier aber pfiffiger als sonst und wird nicht nur von Holmes manipuliert, sondern auch anders rum.
Von daher scheint die Freundschaft wesentlich ausgeglichener als bei manch anderer Verfilmung.
Die Story ist gut, aber nicht überwältigend. Als Zuschauer kommt man nicht wirklich drauf, wer der Mörder ist, aber warum man ihn, wenns dann soweit ist, nicht sofort überführen kann hab ich schnell gecheckt.
Von daher aber insgesamt trotzdem 5 Sterne, zumal der Preis auch einfach für sich spricht.
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am 1. Oktober 2012
Dieser Film ist ein Muss für alle Sherlock Holmes Fans. Anfangs hatte ich mir nicht so viel vom Film versprochen (hatte ihn im Angebot einfach mal so gekauft). Doch die Story lässt sich sehen: sehr spannender Krimi um Adelsfamilien, wunderschöne Kostüme/Kleider, so versetzt sich der Zuschauer in die alte Zeit zurück, in der noch Pferdekutschen als Forbewegungsmittel dienten. Ich habe den Film nun schon einigen Leuten ausgeliehen und alle waren begeistert!
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am 1. März 2012
Atmosphärische Holmes Verfilmung, mit mehr Charme als die neueren Kinofilme. Die Schauspieler sind hervorragend besetzt, nicht nur in den Hauptrollen, sondern auch in den Nebenrollen wie mit dem damals noch eher unbekannten aber schon herausragenden Michael Fassbender, der auch schon hier ein Talent für "zerrissene" Charakter zeigt.
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am 13. Juni 2012
Rupert Everett als grandioser Sherlok und Ian Hart als sehr guter Doktor Watson.
In dieser Verfilmung ist er gleichberechtigt und nicht so weltfremd, wie er
manchmal dargestellt wird. Eine grandiose Verfilmung!
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am 8. Dezember 2006
Seit ich Rupert Everett in "The Importance of being Earnest" gesehen habe, träumte ich von einer Sherlock-Holmes-Verfilmung mit ihm in der Hauptrolle - nun ist sie da!

Gut, es ist kein Original-Conan-Doyle-Stoff (das Thema "Lustmörder" wäre doch in der Edwardianischen Ära ein zu gewagtes gewesen), doch der Film ist geschmückt mit berühmten Zitaten des Meisters und die Figuren sind sehr überzeugend porträtiert. Insbesondere Watson ist endlich (und Conan Doyles Vorlage folgend) einmal nicht als tumber, altersschwacher Dickwanst geschildert, sondern als jener sportlich-alerte Gefährte, den Holmes an seiner Seite brauchte.

Der Meister selbst - ich persönlich habe noch nie (wirklich NIE) einen anderen Schauspieler die Figur des Sherlock Holmes überzeugender verkörpern sehen als es Rupert Everett tut. Seine hagere Gestalt, die scharfen Züge, die in den wenig schmeichelhaften Nahaufnahmen geradezu hervorstechen und seine schweren, arroganten Lider wirken, als seien sie von Sidney Paget illustriert. Und der spitzzüngige, boshafte Humor, den Everett an den Tag legt, steht dem Meisterdetektiv gut zu Gesicht. Schließlich und endlich ist da noch Holmes' dunkle Seite; seine Opiumsucht und sein Kokain-Konsum: auch davor macht der Film nicht halt und die Figur des genialischen Außenseiters wirkt dadurch nur umso glaubhafter.

Kurzum: ein sehenswerter Film; ein Muss für alle Sherlockians.

Einen Stern Abzug gibt es für das Fehlen englischer Untertitel: Holmes' Genuschel und Watsons militärisch-abgehackte Sprechweise sind manchmal nicht ganz einfach zu verstehen. Dennoch empfiehlt es sich, den Fim mit der englischen Tonspur anzugucken.
28 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. August 2007
Vielleicht versteht man den Reiz der Figur Sherlock Holmes besser, wenn man sich in Erinnerung ruft, in welcher Zeit sie entstanden ist. Ende des 19. Jahrhunderts war man noch wirklich vom Fortschritt überzeugt. Und während man immer größere Dampfmaschinen baute und immer wirkungsvollere Chemikalien erschuf, dachte ein Nietzsche darüber nach, welche Entwicklung denn der Mensch nehmen könnte. In der Zukunft sollte es einen Menschen geben frei von Zwängen und Traditionen, frei auch von den Beschränkungen des Glaubens und den Konventionen einer geistig engen und schrecklich konservativen Gesellschaft. Rationalität sollte helfen, den ganzen Ballast über Bord zu werfen.

Mir ist nicht bekannt, ob Conan-Doyle, der Schöpfer von Sherlock Holmes, Nietzsche gelesen hat. Aber ganz weit weg ist seine Schöpfung wohl nicht von dessen Ideen. Holmes ist hochintelligent, völlig unabhängig und dabei im Kern asozial. Seine Fähigkeiten steigert er durch die Einnahme von Kokain. Und wie es sich für einen Übermenschen gehört, ist er frei von Bindungen an Religion und Gefühle.

Die hier vorliegende Verfilmung stellt diese Seite von Holmes mit viel Ironie in den Vordergrund. Bereits zu Beginn sehen wir den großen Detektiv, wie er das aus seiner Sicht überflüssige Essen verweigert und stattdessen auf Opium und andere Chemikalien zurückgreift. Er wird von Rupert Everett äußerst bleich, fast kränklich im Gesicht, gleichzeitig aber physisch und intellektuell überlegen dargestellt. Mitmenschen interessieren ihn nicht wirklich. Fälle geht er an wie ein Wissenschaftler, der Insekten unter dem Mikroskop seziert. Ein Mann aus einer anderen Welt. Es ist eine ungewöhnliche Leistung, die hier von dem Schauspieler erbracht wird, vielleicht die bisher beste Darstellung der dunklen Seiten dieses Charakters überhaupt. Dabei haben sich daran schon wirklich viele versucht.

Auch der Fall, der sich um die Ermordung hübscher, weiblicher und adliger Teenager dreht, ist durchaus düster. Die Oberschicht des Empires wird hier gnadenlos an den Pranger gestellt. In einem Elternpaar mit vielen Titeln findet die Gefühlskälte von Holmes ein würdiges Gegenüber. Ein Lichtblick bietet allenfalls Dr. Watson, der im gesamten Film versucht, zu heiraten, aber erst am Ende damit Erfolg haben darf. Er ist für die emotionale Seite der Geschichte zuständig und spielt eine Art von gutem Geist, der die ganzen Ereignisse für den Zuschauer erden darf. Im Film hat er eine wunderbare Frau, die sich mit Holmes bei einem Abendessen witzige Wortwechsel liefert.

Das ganze ist für das Fernsehen mit dem Budget eines Fernsehfilms gedreht. Dafür ist das alles aber ungewöhnlich lustig, spannend und unterhaltsam geraten. Das zeigt, was man auch mit begrenzten Mitteln schaffen kann, wenn man nur genug Kreativität, Engagement und Klugheit in so ein Projekt investiert.

Dieses Gesicht von Holmes wird mir ab jetzt unvergesslich bleiben.
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. Dezember 2007
Sicher gibt es bessere Holmes-Filme und ich sage bewusst Filme, denn dieser Streifen beruht nicht auf einer Vorlage von Holmes-Erfinder Sir A. Conon Doyle.
Im prüderen England des 19. Jahrhunderts wären Lustmorde literarisch wohl ein Skandal gewesen.
Andererseits war das ausgehende 19. Jahrhundert aber auch die Zeit von Jack the Ripper, und auch dieses Serienmörders widmen sich Holmes-Filme, u.a. mit John Neville bzw. Christopher Plummer.
Auf den Ripper wird auch recht viel Bezug genommen, von Seiten der psychiatrischen Betrachtung.
Rupert Everett als Sherlock Holmes liefert eine überzeugende Darstellung des Meisterdetektivs ab,Die auch dessen Drogenmissbrauch nicht aufspart,und erinnert leicht an Jeremy Brett,an dessen brilliante Darstellung er fast anknüpfen kann.-Fast!
Mit Ian Hart als Watson kann ich mich leider nicht so recht anfreunden, auch wenn er seine Sache durchaus gut macht.
Der Titel verrät ja letztlich schon,wie der Serienmörder seine Opfer umbringt bzw. welches Markenzeichen er hinterlässt und zunächst zeigt sich Holmes gelangweilt,als ihn Watson um Hilfe bittet.
Doch kaum hat Holmes sozusagen Blut geleckt,zeigt er sich wie gewohnt in Hochform.
Watson kommt hier unter die Haube,allerdings ist es nicht Miss Morston aus "Das Zeichen der 4",und wir erfahren auch nicht,was aus Dieser bzw. Watsons 1. Ehe? wurde,sondern eine Amerikanerin,die Psychoanalytikerin ist.
Für den Film absolut logisch und plausibel,dennoch eben nicht unbedingt korrekt nach der Vorlage,aber darüber kann man getrost hinwegsehen.
Fazit: Die Meinung,dieser Film sei Einer der Besten oder gar der Beste kann ich so nicht teilen.
Es ist ein Streifen mit einem Holmes in Bestform und die Darsteller sind passabel,aber es gibt weitaus Bessere Holmes-Filme.
Dennoch vier Strerne.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 17. August 2007
Neu interpretiert und doch völlig glaubhaft heben sich die Charaktere Sherlock Holmes und Dr. Watson von bisherigen Darstellungen ab. Die Freundschaft zwischen beiden ist bissig, Holmes ein arroganter Schnösel und Watson endlich einmal kein Idiot oder blasses Anhängsel des Meisters. Im Gegenteil aggiert er als selbständig denkender Arzt, findet seine filmische Reputation und leistet seinen kriminalistischen Beitrag.

Besonders wohltuend an der Story, sie ist keine weitere Adabtion einer Original Conan Doyle Geschichte. Welcher Krimi ist denn schon spannend, wenn man das Ende kennt? Der Seidenstrumpfmörder verknüpft den Plot eines Psychothrillers mit dem gediegene victorianische Ambiente. Als Einzelstück einer der Besten Sherlock Holmes Verfilmungen überhaupt. Weitere Filme im gleichen Stil, hätten durchaus das Potential, der zu Recht hochgelobten Jeremy Brett Serie unter den Fans den Rang abzulaufen. Außerdem kann man diesen Film durchaus auch Nicht-Sherlockianern vorlegen, die weniger Interesse an der Holmesdarstellung als an einem spannenden Thriller haben.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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