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am 2. Januar 2016
... Seefahrer waren bisher nicht so meine Lieblingsthemen, aber es ist unfassbar, wie Anna Enqvist dieses Thema von einer ganz anderen Seite beleuchtet hat. Toll. Erschütternd. Begeisternd: Sie schafft es, dass man als Leser ganz eintauchen kann in diese Welt vor ein paar Hundert Jahren ohne Strom, ohne Telefon, hohe und frühe Sterblichkeit, König und Abhängige. Wunderbar. Und das Schicksal der Familie, wie frau es schaffen kann, nicht verrückt zu werden ob des Verlustes der eigenen Kinder und des Ehemannes.
Wahrscheinlich gab es zahlreiche solcher Frauen - ein großer Wurf von Anna Enquist, diese anhand dieser einen Geschichte aufzuzeigen.
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am 26. Juli 2015
Zum Wichtigsten: Das Werk ist einfühlsam geschrieben. Und das Cooks Frau durchaus achtungsgebietend sein konnte geht aus vielen literarischen (vor allem brieflichen) Nachlässen verschiedener Zeitgenossen hervor.
Dennoch geht das 20. Jahrhundert etwas zu oft mit der Autorin durch. Desöfteren erscheint Elizabeth in ihren Gedanken, Äußerungen (egal welcher Autorität gegenüber!!) eher wie eine grün-linke Aktivistin der heutigen Zeit und nicht als die Frau eines englisch-britischen Berufsoffiziers und Forschers des 18. Jahrhunderts. Auch hätte man doch auf das Aufwärmen des alten (und oft wiederlegten) Gerüchts einer Liaison zwischen Elizabeth und dem bestem Freund und Förderers ihres Mannes verzichten sollen. Auch wenn diese Angelegenheit hier dankenswerterweise auf der platonischen Ebene verbleibt.
Au jedem Fall aber eine "Dreistern Plus".
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am 28. Dezember 2009
Das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich es bereits mehrfach verschenkt habe. Man erfährt nicht nur wie die Ehefrau des großen Entdeckers gelebt hat. Wie sie teilweise bis zu 3 Jahre auf seine Rückkehr wartete und er ihr natürlich fremd geworden war. Sie hatte kein leichtes Leben, bekam 6 Kinder, die meist vor der Abreise Cooks gezeugt und während seiner Reise zur Welt kamen. Alle starben sehr jung und Elisabeth mußte mit diesen Schicksalsschlägen meist alleine zurechtkommen. Man erfährt aber auch viel von den Entdeckungsreisen Cooks, seine ersten Begegnungen mit Eingeborenen, wie er seine Manschaft einerseits besser behandelte als andere Captäne, andererseits konnte er bei Fehlverhalten seitens der Manschaft sehr hart sein. Fazit, das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich mir in Bonn im Museum die Ausstellung (bis Februar 2010) über James Cook ansehen werde.
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am 21. März 2014
Einer der schönsten Romane der letzten Jahre. Ich bin sofort eingetaucht und habe das Buch dann in einem Rutsch fertig gelesen. Freunden historischer Romane sehr zu empfehlen!
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am 16. November 2007
Wer Sachbücher oder Romane über Entdeckungsreisen liebt, kommt an diesem Werk wohl kaum vorbei.

Schon das Tagebuch von James Cook ist eine hoch interessante Lektüre. Doch in diesem Werk lernen wir Hintergründe und Hintergründiges kennen.

Anna Enquist ist es gelungen, dem Leser bzw. Hörer das Leben von James Cook und dessen Ehefrau Elisabeth Batts von einer Seite zu schildern, die in den offiziellen Büchern und Biographien nicht zu finden ist.

Das Schicksal von Frau und Kindern steht für James Cook stets hintan. Ihn zieht es hinaus aufs Meer. Cook ist der Entdecker vieler pazifischer Inseln, von denen eine noch heute seinen Namen trägt.

Das Bild der "wilden" Ureinwohner erfährt durch Anna Enquist ein neues Verständnis. Cook selber versteht sich nach ihren Recherchen weniger als Kolonisator. Ihn interessiert die fremde Welt. Er versucht die Mythen zu verstehen.

Das Elend ist am Ende groß. Für die vermeintlichen "Wilden", für James Cook und seine Mannschaft, besonders aber für seine eigene Familie. Von sechs Kindern überlebt keines.

Durch das duale Erzählsystem, bei denen abwechselnde Passagen die Erlebnisse James Cooks und seiner Frau wiedergeben, taucht der Leser in zwei unterschiedliche Welten ein: Hier der männliche Entdeckungsreisende, dort die einfühlsame Frau. Anna Enquist wertet dabei nicht. Die Passagen über James Cooks Reisen sind ebenso interessant wie die über seine auf ihn wartende Frau ergreifend sind.

Das Hörbuch wird von Barbara Rudnik kongenial vorgelesen.

Fazit: Ein Muss für nicht nur für Kopfabenteurer.
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am 25. Dezember 2006
Im Niederländischen heißt das Buch "Thuiskomst" (Heimkehr) und das trifft den Inhalt auch genauer; es geht nicht um die "letzte Reise" James Cooks, auch nicht um die letzte Reise im übertragenen Sinne, obwohl der Tod eine große Rolle in dem Buch spielt, schließlich hat Elizabeth Cook alle ihre Kinder und ihren Mann überlebt.

Es geht darum, bei sich anzukommen, Frieden mit sich selbst zu finden, all die Widrigkeiten des Lebens zu überstehen und einen eigenen Weg darin zu finden.

Anna Enquist kann eindrucksvoll erzählen, macht die Figuren dadurch auch für Heutige lebendig, vermeidet es aber mit Recht, mit unserer Psychologie an ein vergangenes Jahrhundert heranzutreten.

Was zu allen Zeiten gleich war, die Freude am Leben, die Trauer um Verstorbene, die Hoffnungen und Befürchtungen - das kann man erzählen, ohne den historischen Figuren Unrecht zu tun. Anna Enquist ist eine Meisterin darin, nachhaltige Bilder für menschliches Leid und menschliche Freude zu finden.
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am 2. September 2016
Vom Entdecker James Cook hat wohl jeder gelesen und viel Spannendes erfahren. Aber wie erging es seiner Frau, seiner Familie? Darüber weiß man nichts. In diesem Roman wird das einsame Leben der Frau des berühmten Kapitäns erzählt, ihre Sehnsüchte, ihre Ohnmacht, ihre Kinder.
Ich habe viel geweint beim Lesen. Dabei mag ich nichts, was mich zum Weinen bringt. Aber ich mag diese Frau, die Heldin aus "Letzte Reise" von Anna Enquist. Sie hat sechs Kinder geboren, während ihr Mann auf hoher See war und ihr nicht beistehen konnte. Sie hat sie allein aufgezogen und alle überlebt.
Das Buch ist über 400 Seiten dick. Mir fiel es jeden Abend schwer, es zur Seite zu legen und mich bis zum nächsten Abend zu gedulden. Die Geschichte ist sehr spannend mit mitreißend geschildert. Dieses Lob gilt auch der Übersetzerin.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. August 2014
Man muss gar kein besonderes Interesse an dem großen Entdeckungsreisenden Cook haben, um von dieser, seiner "Letzten Reise" begeistert zu sein, wird doch das Leben seiner Frau beschrieben mit all ihren zahlreichen Hoffnungen, Enttäuschungen, Verlusten und dem immerwährenden Warten, zunächst auf ihren Seefahrer-Ehemann, nach dessen Tod und dem Sterben ihrer Kinder auf was auch immer. Elquist beschreibt eine starke Frau, eine Zweifelnde, eine Denkerin, und viele ihrer Ansichten muten, wie von Vorrezensenten bereits kritisch angemerkt, aus heutiger Sicht sehr modern, sehr fortschrittlich an. Müssen sie deswegen auch zwangsläufig falsch sein? Ich denke nicht, ganz im Gegenteil: Das für ein historisches Thema ungewöhnlich Differenzierte an der Figur der Elizabeth verleiht ihr eine Aktualität und eine Lebendigkeit, die Anteil nehmen lässt. Diese Mrs. Cook, diese starke Frau hinter (oder vor) einem erfolgreichen Mann, lebt und leidet sehr nah am Leser. Ebenfalls bemängelt wurden leichte Längen, die man dieser Geschichte in der Tat nicht absprechen mag, die aber in ihrem gemächlichen Erzählfluss wunderbar zur Weite des Ozeans und vielleicht auch zum Tempo längst vergangener Zeiten passen. Alles im allem: ein sehr lesenswerter Roman.
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am 2. Februar 2014
Die Autorin beschreibt in ihrem Buch das Leben der Ehefrau von James Cook, den ich früher für seine Abenteuer bewundert und beneidet habe. Das Leben der Ehefrau ist nun keinesfalls beneidenswert, überlebt sie doch alle ihre sechs Kinder. Das Buch beruht sehr auf der sehr passiven und m.E. keineswegs bewundernswerten Charaktereigenschaften und Erfahrungen dieser Frau, die ohne Zweifel eine sehr gute Ehefrau war (immerhin wartet sie viele Jahre auf den Ehemann), deren Leben sich aber ausschließlich um diesen kreist. Manchmal wünscht man sich verzweifelt aufgrund der vielen unglücklichen Todesfälle der Kinder eine durchsetzungsfähigere Mutter. Der Ton wird gegen Ende des Buches zunehmend depressiver, Frau Cook überlebt nicht nur alle ihre Kinder, sondern auch ihren Mann und alle ihre Freunde. Nur für gute Nerven, nicht für trübe Tage, Vorsicht: könnte Sie depressiv machen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Juli 2007
Über zehn Jahre lang hat Anna Enquist (niederländische Konzertpianistin und praktizierende Psychotherapeutin) alle bereits bekannten Daten, Fakten und Veröffentlichungen über James Cook, den berühmten englischen Entdecker und Seefahrer, zusammengetragen und daraus schließlich einen Roman gemacht?
Was hat sie dazu bewegt? War es vielleicht die Faszination von seiner Forschungsbesessenheit, die 1779 mit seiner rätselhaften Ermordung auf Hawaii endete? War es die Ausnahme-Karriere eines Mannes, der es vom Bauernsohn bis zum Admiral der englischen Flotte und damit in die gesellschaftliche Elite des Landes geschafft hat? Oder war es vielleicht ihr Wissen darum, dass hinter großen Männern zumeist starke Frauen stehen, die in der Geschichtsschreibung eher übergangen werden?

Cooks Frau Elizabeth ist die Protagonistin des Romans. Für die Autorin ist gerade die weibliche Perspektive interessant. Wie lebt es sich an der Seite eines Mannes, der sein halbes Leben auf See verbringt, der vom König hoch geschätzt und von den Menschen seiner Umgebung rückhaltlos bewundert wird?

Diese Fragen versucht Anna Enquist in dem äußerst informativen, spannenden und großartig von Hanni Ehlers übersetzen Roman zu beantworten. Sie schildert - natürlich nur fiktional - das Lebensgefühl einer Frau, die vor über 200 Jahren gelebt und ihren Mann um 56 Jahre überlebt hat, hält sich jedoch trotzdem unglaublich genau an bekannte Wahrheiten aus dem Leben des großen James Cook.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert.
Teil Eins und Zwei umfassen einen Zeitraum von Anfang April 1775 (der Ankunft James Cooks nach seiner zweiten Seereise) bis zum Mai 1776 (der Abreise zu seiner dritten Entdeckungsreise). Der dritte Teil setzt am 10. Januar 1780 - mit der Überbringung der Nachricht vom bereits mehrere Monate zurückliegenden Tode James Cooks - ein und endet kurz vor ihrem Tod im Jahre 1835.

Mit ungewöhnlich sensiblem Einfühlungsvermögen versetzt sich die Autorin in die Gefühls- und Wahrnehmungswelt von Elizabeth Cook, in deren Sorgen und Freuden, kleinen Schwärmereien und familiären Nöten. Ihr gelingt es, vor allem Elizabeths schwierige Aufgabe - eine vertrauensvolle Ehe über Phasen langjähriger Trennungen hinwegzuretten - authentisch nachzuzeichnen, dieses zarte Wechselspiel aus Nähe und Fremdheit ("Sie bewegten sich in getrennten Welten, mochten sie sich auch noch so sehr anstrengen, einander zu erreichen. Sie verfolgten, was der andere tat, hielten von Zeit zu Zeit inne, um einander anzusehen und aufeinander zuzugehen, stießen aber auf einen unsichtbaren Zaun").
Es entsteht dabei das Bild einer klugen und starken Frau, die tragische Schicksalsschläge, das Sterben all ihrer Kinder und den Tod ihres Mannes alleine bewältigen musste und sich darüber doch nicht verlor.

"Letzte Reise" ist ein wunderbares und beeindruckendes (Hör-)Buch, das sich vielschichtig einordnen lässt, zum einen kann es als historischer Roman über das vorviktorianische England gelesen werden, zum anderen ist es eine fein gezeichnete Charakterstudie einer Ehe. Wer darin eine Abenteuergeschichte sucht, kommt ebenso auf seine Kosten. Und natürlich spielt die Liebe eine Rolle.
Kurz, es ist für jeden etwas dabei.

Dabei gelingt es der Sprecherin Barbara Rudnik großartig, eine starke, kluge und selbstbewusste Elizabeth Cook zu inszenieren. Aber auch ihre innere Zerrissenheit vermag sie einfühlsam wiederzugeben. Mittels ihrer warmen, voluminösen Stimme versetzt sie den Hörer in die Zeit der großen Entdeckungen, ins England des 18. Jahrhunderts. Sie vermag eine liebevolle Mutter genauso souverän darzustellen, wie eine von Selbstzweifeln geplagte
(Ehe-)Frau.

Die Kürzungen für die Hörbuchausgabe sind sensibel vollzogen. Der Gesamtinhalt des Buches ist immer noch klar umrissen, obwohl gerade die kleinen, aber manchmal umso wertvolleren Passagen dieses dichten Romanes dem Cut zum Opfer gefallen sind.

Jedoch ist es immer noch - um einen Satz von Anna Enquist zu adaptieren - "ein Roman, in den man einsteigt wie in ein Boot."
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