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am 30. Januar 2001
Mit Diamantenfieber mussten wir Abschied nehmen vom "Ur-Bond" Connery. Schade. Oder auch wieder nicht, denn eine gewisse Lustlosigkeit ist Sir Sean schon anzumerken (sieht man davon ab, dass er vier Jahre nach seinem vorletzten 007-Abenteuer "Man lebt nur zweimal" auch nicht mehr ganz jugendlich wirkt), und dies trotz der damals horrenden Gage von 5,5 Mio $$. "Diamantenfieber" ist der letzte "echte" Bond vom alten Schlag, danach brach eine neue Zeitrechnung mit Roger Moore an. Von Ian Flemings Romanvorlage hat der Film nur wenig übernommen, was jedoch nicht wirklich bedauerlich ist. Auch sind ein paar Ungereimtheiten beim Schnitt verzeihlich.
Die Qualität der DVD lässt keine Wünsche offen (außer dass man sich 1971 schon Stereoton gewünscht hätte), die Zusatzausstattung ist wie immer opulent, insbesondere das Special über Albert "Cubby" Broccoli und sein bewegtes Leben sollte man sich nicht entgehen lassen.
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am 5. November 2008
Was für ein Titelsong: John Barrys "Diamonds Are Forever", gesungen von Shirley Bassey, gehört zweifellos zum Besten, was die Serie zu bieten hat. Leider kann man das über den Film selbst nicht sagen.

Nachdem "On Her Majesty's Secret Service" - der letzte Bond-Film der 60er Jahre, mit George Lazenby in der Titelrolle - gefloppt war, stellte sich für die Produzenten die Frage, wie man am besten an die sagenhaften Erfolge von "Goldfinger" und "Thunderball" anknüpfen könnte. Leider verpasste man zu diesem Zeitpunkt die Chance, James Bond für die 70er Jahre neu zu erfinden (Roger Moore sollte erst im nächsten Film dazustoßen), und versuchte stattdessen einfach, das Alte zu wiederholen. Gedacht wurde zunächst an einen Aufwasch von "Goldfinger" - mit Goldfingers Zwillingsbruder(!) als Bösewicht -, was an sich schon von einem akuten Mangel an Inspiration zeugt. Zwar wurde diese Idee glücklicherweise wieder verworfen, "Diamonds Are Forever" ist die Orientierung an den letzten drei Connery-Filmen aber trotzdem deutlich anzusehen. Am wichtigsten ist dabei natürlich die Rückkehr von Connery als Bond. Und dies, so scheint mir, war zugleich der größte Fehler: Connery hatte schon während der Dreharbeiten zu "You Only Live Twice" seinen Ausstieg aus der Serie angekündigt, und nun kaufte man den Star für eine horrende Summe zurück - Lust auf James Bond hatte Connery aber offensichtlich trotzdem keine mehr. Deutlich gealtert und mit etwas mehr Speck auf den Rippen wirkt er stellenweise seltsam unbeteiligt und macht seinen Job zwar nicht schlecht, aber höchstens souverän und routiniert.

Connery ist allerdings nicht das einzige Problem. Der gesamte Film, angefangen beim Drehbuch, wirkt ein wenig lustlos. So ist "Diamonds Are Forever" der Bond mit den krassesten Continuity-Fehlern, die eher an amerikanische TV-Produktionen der 70er Jahre erinnern als an die früheren Klassiker der 007-Reihe. So fährt Bonds Wagen einmal auf den rechten zwei Rädern in eine schmale Gasse und kommt auf den linken wieder heraus. In derselben Sequenz (der Verfolgungsjagd durch Las Vegas) sind die Straßen manchmal voller Menschen - offensichtlich Passanten, die bei den Dreharbeiten zuschauen - und manchmal menschenleer. Und bei einer weiteren Verfolgungsjagd rollt vorne ein Rad durchs Bild, das offensichtlich gerade von dem Mondfahrzeug abgefallen ist, mit dem Bond seinen Verfolgern entkommt.

Darüber hinaus spielt fast der gesamte Film in Las Vegas. Selbst die Anfangssequenz in Südafrika wurde einfach außerhalb der Stadt gedreht, so dass einem die Landschaft seltsam vertraut vorkommt, wenn man später die Action-Sequenz mit dem Mondfahrzeug vor Las Vegas sieht. Es fehlt der Bond-typische Schauplatzwechsel. Stattdessen versumpft man etwas im Casino von Las Vegas.

Blofeld (der plötzlich Haare und ein ganz unvernarbtes Gesicht hat) wird dann auch noch von Charles Gray gespielt, der bereits in "You Only Live Twice" - und zwar in der Rolle von Henderson - zu sehen war, was irgendwie einen seltsamen Effekt hat.

Was bleibt, sind die gewohnt großartigen Kulissen von Ken Adam, der grandiose Soundtrack (cool vor allem die Musik zur Weltraumszene) und die großzügige Ausstattung der DVD: Zusätzlich zum gewohnt guten - und bei der Bond-Reihe zum Standard gehörenden - ca. 30minütigen "Making of" gibt es ein längeres Porträt des Produzenten Cubby Broccoli und (leider zu Recht) verworfene Szenen.

Fazit: Für Sammler sowieso ein Muss, für Freunde des 70er-Jahre-Designs und -Sounds ebenfalls. Mehr eine Kuriosität als ein wahrer Bond-Knüller...
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am 1. Mai 2016
"Darf ich Sie daran erinnern, 007, dass Blofeld tot ist. Ein für alle Mal! Was wir jetzt von Ihnen erwarten - es mag Ihnen schmecken oder nicht - ist einfache solide Alltagsarbeit."

Die Spur eines mächtigen Diamantenschmugglerrings führt Bond nach Las Vegas, wo er die Bekanntschaft eines herrlich schrillen Killer-Duos macht, das ihn im Auftrag unbekannter Hintermänner ins Jenseits befördern soll...

"Welche Kenntnisse haben Sie denn in Bezug auf Diamanten?" - "Die härteste vorkommende Substanz, schneidet Glas, reizt das weibliche Geschlecht und hat wie mir scheint den Hund als besten Freund der Frau abgelöst." - "Wie wohltuend, dass es wenigstens ein Gebiet gibt auf dem Sie nicht Experte sind."

Diamantenfieber (Originaltitel: Diamonds are forever) ist der SIEBTE Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand (hier ist es der 4. Teil). Fleming (1908-1964) war im 2. Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst.

Bond: "Ich brauche fünf Minuten um hereinzukommen und fünf um ihn zu finden." - Leiter: "WISSEN Sie was Sie tun, James?" - "Das können Sie mich in zehn Minuten fragen..."

Zwar WIEDER mit Sean Connery (mittlerweile 41, Oscar 1987 für The Untouchables und 1999 Sexiest Man of the Century), aber auch endgültig und zum offiziell LETZTEN (inoffiziell vorletzten) Mal als 007 ("Hallo, guten Morgen meine Herren. Ich bin Inspektor für Umweltschutz. Wir säubern die Welt. Und hier bei Ihnen wollen wir beginnen."),
Jill St. John (Wenn mein Schlafzimmer sprechen könnte, Tony Rome und seit 1990 mit Robert Wagner verheiratet) als Juwelen-Schmugglerin Tiffany Case ("Ein kostspieliger Name." - "Ich wurde bei Tiffany geboren." - "Na da können Sie ja von Glück sagen, dass es nicht bei Woolworth war."),
Bruce Glover (Chinatown, Ein stahlharter Mann - und Vater von Crispin Glover: Zurück in die Zukunft, 3 Engel für Charlie) als Mr. Wint
und Putter Smith (Jazz-Musiker) als Mr. Kidd ("Ich muss sagen, Miss Case ist sehr attraktiv - WENN man auf Frauen steht.").

In weiteren Rollen Jimmy Dean (Country-Musiker) als Willard Whyte ("Angeblich soll Willard Whyte in drei Jahren nicht einmal das Haus verlassen haben. Keiner hat ihn zu Gesicht bekommen. Niemand."), Norman Burton (Planet der Affen, Bloodsport) als Felix Leiter ("Im Namen von CIA: Willkommen in Amerika!") und Charles Gray (The Rocky Horror Picture Show - und kurios, Achtung: in Man lebt nur zweimal noch Bonds Kontaktperson Henderson, hier) als Blofeld ("Sie hätten Bademeister werden sollen, 007.").
Und natürlich "wie immer" Bernard Lee (spielte in elf Bond-Filmen mit) als M, Lois Maxwell (vierzehnmal dabei) als Miss Moneypenny und Desmond Llewelyn (siebzehn Auftritte) als Q ("Diese verrückte Erfindung scheint tatsächlich zu funktionieren, Q. Sie haben sich schon wieder mal selbst übertroffen." - "Nicht der Rede wert. Letzte Weihnachten habe ich so etwas für meine Kinder gemacht.").

Regie führte im Jahr 1971 (mit einem Budget von 7,2 Mio. $) wie schon bei Goldfinger 1964 Guy Hamilton (Luftschlacht um England, Agatha Christies Das Böse unter der Sonne, Remo - unbewaffnet und gefährlich - drehte mit Roger Moore auch Leben und sterben lassen und Der Mann mit dem goldenen Colt).

120 Minuten humorvoller Geheimagenten-Action-Krimi mit einem sympathischen Killer-Duo, Bond mit rosafarbener Krawatte, einem Skorpion, einer Ratte und einer Musikkassette im Höschen. - Köstlich und für mich Note 2

"Diese läppische Show militärischer Stärke war zu erwarten. Die Großmächte lassen ein wenig ihre Muskeln spielen wie impotente Strandmenschen. Ich bedaure zutiefst die Drohung ausgesprochen zu haben, eine Großstadt auszuradieren, aber es ist nun mal geschehen. Leider können die Nuklearmächte nur durch Gewalt eingeschüchtert werden." - Der Oberboss

Der Titelsong "Diamonds are forever" wird wieder von der Britin Shirley Bassey gesungen (brach mit 14 die Schule ab, schwanger mit 16, heute Dame Commander [zweithöchster Rang] of the Order of the British Empire), die als einzige mehr als einen Bond-Song singen durfte (noch "Moonraker" und 1964 schon "Goldfinger").

"Vorhin kamen Sie mir BLOND vor." - "Schon möglich", sagt die brünette Frau. - Bond: "Ich achte auf solche Nebensächlichkeiten."

EXTRAS [allerdings der Blu-ray]:
Audiokommentar von Regisseur Guy Hamilton und Mitgliedern der Besetzung und der Crew,
Aus dem Geheimarchiv des MI6 (Sean Connery 1971: Das BBC-Interview 5:13, Lektion 007: Kampf auf engem Raum 4:36, Angriff auf die Bohrinsel 2:22, Probeaufnahmen für die Satelliten-Sequenzen 1:55, Compositing-Tests der Explosionsszenen 1:53, Alternative Kameraperspektiven, 6 entfallene Szenen 7:38),
Missions-Dossier (Die Entstehung von Diamantenfieber 30:40, Cubby Broccoli: Der Mann hinter Bond 41:23, Exotische Drehorte 4:25),
Propagandaministerium (Kinoarchiv 4:43, Bond im Fernsehen 3:45, Bond im Radio 2:06),
Bilder-Datenbank (zeitlose Fotogalerie)

"Ein hübsches kleines Nichts, das Sie da beinahe anhaben."

"Ich ziehe mich an." - "Oh bitte nicht. Nicht meinetwegen."

James Bond will return (mit Roger Moore) in Leben und sterben lassen.

[Anmerkung: Auf den Bildern unten sehen Sie die Blu-ray, die Dvd und den Roman. Ich habe meine Bewertung EIGENTLICH zur Blu-ray geschrieben, die wurde aber nicht veröffentlicht. Warum auch immer.]
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am 11. Februar 2003
Viele halten Diamentenfieber (DF) für einen der schlechtesten Bond-Filme. Dieser Meinung bin ich nicht! Die Story ist in sich logisch und recht unterhaltsam. Blofeld erpresst die Welt mit einem Satelliten, der mit einem Laser bestückt ist und ganze Städte auslöschen kann. Für diesen Laser schmuggelt Blofeld eine riesige Menge an Diamanten, daher der Titel. Zu loben wäre zuerst einmal der tolle Titelsong von Shirley Bassey, der meiner Meinung nach einer der besten der gesamten Reihe ist. Die Locations sind gut gewählt (Südafrika, Amsterdam, Las Vegas, Bohrinsel) und die Darsteller sind überzeugend. Und dass Connery angeblich Bond lustlos spielen soll kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Lediglich dass Blofeld in DF keine Glatze hat ist etwas gewöhnungsbedürftig. Auch das schwule Killerpärchen verleiht dem Film einen humorvollen, aber nicht lächerlichen Touch. Die Idee, von Blofeld einen Doppelgänger anzufertigen, finde ich recht originell. Gründlich missraten ist allerdings die Verfolgungsjagd in Las Vegas sowie das Ende, da offenbleibt was mit Blofeld passiert ist. Insgesamt ein würdiger Abschied von Sean Connery, aber mit Roger Moore fand man einen ebenbürtigen Nachfolger!
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am 14. November 2013
Dass so viele Leute diesen Bondfilm nicht mögen, kann ich verstehen, denn ich mochte ihn zuerst auch nicht. Doch je öfter ich ihn gesehen habe, desto mehr
interessante Szenen sind mir aufgefallen. Der Titelsong ist eindrucksvoll, doch hätte ich mit für 'Diamonds Are Forever' eine andere Interpretin gewünscht
- Shirley Bassey gibt ein wenig zuviel.
Von einer Nummernrevue, wie einige Kritiker den Film nennen, kann ich nichts feststellen, die Handlung scheint mir doch sehr logisch zu sein. Charles Gray
gibt einen recht modernen, aktiven Blofeld, Jill St.John wirkt in manchen Szenen sehr sexy, gefällt aber vielen Kritikern nicht - vielleicht weil sie eine Kurzhaarfrisur hat und nicht stirbt? Das homosexuelle Killerpaar Mr. Wint und Mr. Kidd ist abgrundtief böse und killt eiskalt. Auch kann ich nicht
finden, dass Sean Connery uninteressiert und gelangweilt wirkt, er liefert eine gute Leistung ab. Die Tatsache, dass er ein Toupet trägt, finde ich auch nicht schlimm, denn es steht ihm gut und ist nicht so tonnenschwer, dass es ihn in seiner Arbeit behindern könnte.
Guy Hamilton hat einen launigen und spannenden Film mit viel Witz abgeliefert. Besonders gefällt mir übrigens die Mausefalle in der Jackettasche.
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am 4. Oktober 2014
Für jeden Bond-Fan ein muss und ich hab mir sie einzeln gekauft, da ich schon viele Filme hatte und somit nicht das gesammelt Bondwerk kaufen wollte. Der Preis passte, aber wenn man Bond-Fan aus der Tiefe seiner Seele ist, ist der Preis manchmal nebensächlich... jetzt habe ich alle Filme und das zählt...
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HALL OF FAMEam 20. November 2000
Regisseur Guy Hamilton gebührt die zweifelhafte Ehre, neben dem besten Bond, "Goldfinger", nun für den bisher schwächsten verantwortlich zu zeichnen. Sicherlich liegt die Hauptschuld am Script, das quasi alles verwirft, was "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" ausgezeichnet hatte. Geboten wird ein Potpurri guter Ideen, die aber durch nichts zusammengehalten werden. Die Handlung scheint beliebig, und als Zuschauer wird man so lange an der Nase herumgeführt, bis es einem auch egal ist, ob Blofeld nun wirklich tot ist. Es zeigt sich, daß Connery allein noch keinen guten Bond garantiert. Außer ihm selbst gibt es hier keine einzige Figur, die im Gedächtnis bleibt (schade um Lana Wood als "Plenty", die eine bessere Rolle verdient hätte). Am nettesten ist noch das schwule Killer-Pärchen. Das gleiche gilt leider für die Sets - Ken Adam durfte viel Geld und Mühe verwenden auf Dekorationen, die nach wenigen Minuten schon wieder ausgedient hatten. Scheinbar hatten sich die Möglichkeiten der Serie langsam verbraucht; zwar noch keine kommerzielle, aber sicher eine künstlerische Krise, aus der danach nur sporadisch wirklich gute Filme entstanden (Film-Wertung 6/10).
Die DVD ist nach dem Ausrutscher ("Im Geheimdienst Ihrer Majestät" ohne Originalton) wieder auf gewohnt hohem Ausstattungsniveau - gutes Widescreen-Bild, guter Mono-Ton, 30 Minuten "Making Of" und eine sehr schöne 45-minütige Dokumentation über den Produzenten Cubby Broccoli. Daher gerade noch vier Sterne.
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am 28. Juli 2010
Mit Diamantenfieber kehrte die Serie zu Sean Connery als James Bond zurück. Der Grund hierfür war der doch verhaltene finanzielle und publikumsbezogene Erfolg des Vorgängers "Im Geheimdienst Ihrer Majestät", was heutzutage völlig unverständlich ist, da dieser doch eindeutig einer der besten der Reihe ist. Dennoch entschied man sich die "alten" Zeiten noch einmal aufleben zu lassen. Doch leider gelang dies überhaupt nicht.

Sean Connery selbst wirkt in seinem bereits fortgeschrittenen Alter doch etwas zu betagt für einen britischen Geheimagent. Auch seine unvergleichliche Anziehungskraft auf die Frauen nimmt man ihm nicht mehr wirklich ab. Auch Charles Gray in der Rolle des Ernst Stavro Blofeld kann nicht wirklich überzeugen. Man hat bei den beiden Vorgängern Donald Pleasence und Telly Savalas in dieser Rolle gesehen und muss doch ganz klar sagen, dass Gray den beiden nicht das Wasser reichen kann. Einzig überzeugen kann Jill St.John als Tiffany Case obwohl ihr Charakter etwas nervig und auch leicht fraglich ist. Denn zu Beginn tritt sie als coole Schmugglerin in Erscheinung nur um nach ein paar Szenen in ein schreiendes Dummchen zu verfallen, welche nur noch "Jaaames" rufen kann.

Da fast die kompletten Außenaufnahmen des Films in und um Las Vegas gedreht wurden, wirken die Schauplätze doch etwas einseitig und lieblos. Man vermisst doch die exotischen Orte an denen ein 007 sonst immer operieren muss und dies lässt den Streifen auch ein bisschen eintönig wirken.

Positiv hervorzuheben ist jedoch die Story. Was zu Beginn als Unterwanderung einer Schmugglerorganisation begann gerät doch wieder in die leicht größenwahnsinnige Abgedrehtheit, welche typisch für einen Blofeld und dessen Gruppe ist. Obwohl also das Drehbuch und somit der Film doch sehr von der Romanvorlage abweicht, kann die Geschichte trotzdem überzeugen. Wie bereits angemerkt, hätte man die Handlung nur weiter über den Erdball verteilen können.

Fazit:
Leider, durch die aufgezählten Gründe ein schwacher Bond Film. Doch erkannten die Macher ja ihre Fehler und holten im nächsten Film mit Roger Moore neues Leben in einen hoffentlich nie versiegenden Mythos.
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am 13. Januar 2009
Nach dem Intermezzo mit George Lazenby, der - unverständlicherweise - wieder zurückgestellt worden war, lag es nahe, Sean Connery wieder zu "aktivieren".
Nach den überblickbaren Informationen wurde dieser derart mit Geld überschüttet, dass er einen weiteren, an sich ungeliebten, Einsatz nicht abehnen konnte.

Und das merkt man dem Film auch an:
Ein nun deutlich gealterter Connery gibt einen Bond, desillusioniert und fatalistisch. Wäre ja an sich angesichts des für die Titelfigur tarumatischen Endes des Vorgängers verständlich, aber: Nachdem sich Bond im Vorspann Brutalität par excellence leistet ("Wo ist Blofeld? Spuck's aus, ich versteh' kein Wort" zum Würgeopfer), ist der psychische Druck abgebaut und es verbleibt ein seltsamer "Flow"; wie Mehltau liegt dieser über dem Rest des Films und lähmt sowohl Darsteller als auch Dramaturgie. Eigen.

Wenige "Ausreißer" aus dieser Lethargie, etwa der Nahfight im Aufzug (top!).
Dafür einige Peinlichkeiten: homosexuelle Killer - "schenkelklopfender" Humor(?) der unterirdischsten Sorte (dazu noch "Ironie" wie: "Den Hund hat's mit eingeklemmtem Schwanz zerrissen"); "Bambi" und "Klopfer" dreschen Bond und werden von ihm schließlich im Pool - jeweils einhändig(!) - bis zur Kampfunfähigkeit untergetaucht. Infantil.

Es krankt im Übrigen an der Story.
Wie bereits mehrfach angemerkt, gibt es einige augenfällige Scriptfehler (die bei einer Produktion einer derartigen Größenordnung ganz einfach nicht passieren dürfen).

Lichtblick: Jill St.John als Tiffany ist mE eines der einprägsamsten und attraktivsten "Bondgirls". Meine Meinung, auch wenn ich dafür gescholten werden sollte.

Positiv sticht auch abermals der Score von John Barry hervor, ebenso - Shirley Bassey sei Dank - der Titelsong.

Ansonsten - eher matter Durchschnitt.
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am 8. Januar 2008
Weiss gar nicht was alle haben, im Gegensatz zu vielen darauffolgenden Bondfilmen ist dies wirklich kein schlechter 007-Thriller.
Gut man merkt, dass es wieder mehr in richtig Comic geht, alles etwas überzogen, die Gadgets mal wieder einige Lacher wert, wie z.B. die künstlichen Fingerabdrücke oder Q's Hakenschiesspistole die sich angeblich in hammerharten Stahl bohrt... (sehr witzig). Aber der durchweg ironische Unterton und Connery's spitzbübischer Charme tut gut. Man stelle sich vor, das Anti-Happy End vom letzten Bond ist noch nicht abgeklungen und wir haben uns mal wieder ein kleine Pause in Puncto Anspruch verdient, wenn man bei einem Bondfilm von Anspruch reden darf?!

Natürlich dachte die Synchronregie man könnte noch mehr aus dem 7. James Bond Film rausholen und liess die Akteure mal wieder 2 Stunden lang rumblödeln, indem sie viele Szenen zu albern übersetzen oder gar einen Bösewicht (Prof. Dr. Metz) sächsisch sprechen liessen. So ein Blödsinn!
Gerade während dem Karatefight spricht Connery im Original kein Wort, während in der deutschen Synchro hier-und da ein lockerer, wenn auch unpassender Spruch viel. Die engl. TV-Serie Die 2 (mit Roger Moore und Tony Curtis) war wohl so beliebt das man den Geist der Zeit beibehalten wollte.

Wie auch immer, darstellerische Leistungen, Kamera, Story, Soundtrack (wunderbar: John Barry's beste Leistung!), Regie wieder alles sehr gut.

Ein paar Minuspunkte: die Spezialeffekte sind erbärmlich, gerade die Szenen im Weltraum wirken sehr künstlich, so dass man es merkt; weiter, die Sprengungen der Raketen auf den diversen Militärstützpunkten sind jämmerlich umgesetzt worden (Ed Wood lässt grüssen, das schickt sich nicht für einen Bondfilm) und krönender Abschluss der Peinlichkeit, der Hubschrauberangriff auf die Ölbohrplattform ist langweilig und hat wirklich sehr lausige Effekte. Schade.

Trotzdem ein sehenswertes Bonderlebnis!

jw
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