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am 23. März 2014
Hervorragender Film--- lange Strecken hat er philosophische Anklänge----um dann später fast zu einem Krimi zu werden.Ich habe selten einen so tiefsinnigen Film in den letzen Jahren erlebt.Unbedingt sehenswert !!!!
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am 17. Dezember 2016
Mich deucht und dünkt, als handle es sich hierbei um ein Werk, bei welchem es geradezu töricht anmuten würde, es nicht zu lobpreisen!

Asiatische Schriftzeichen empfangen uns, das knarrend-knirschende Tor zur Bühne öffnet sich im wahrsten Sinne des Wortes auf bildschöne Weise, ein See der kleine Häuser auf sich trägt, wird künftig unser in jeder Jahreszeit erblühender Teich der Wunder sein.
Bereits in der ersten Szene wird überaus deutlich, dass die Kulissen den magisch-meditativen Charakter des Films stets zu unterstreichen vermögen werden, wonnige sowie sonnige Momente audiovisuellen Zaubers bilden sich schon hier in solch poetischer Entfaltungskraft.
Das anfängliche Tor zur Theaterbühne, scheint später als ganz normaler Durchgang genutzt zu werden, wo eigentlich keiner vonnöten wäre.
Von Kindestagen an begleiten wir fortan einen jungen Mönch, ausgebildet werdend und lernend von seinem "Vorgänger", dem so leise wie weise erscheinenden Manne, wie er nur selten spricht.
Die Gelehrsamkeit beziehungsweise Bildung eines Jungen bei einem Mönchen, ähnelt der unseren (im Rahmen von Lerninstitutionen und dergleichen) mitnichten, oftmals fragt man sich als Zuschauer somit, weshalb sich unser System eigentlich durchsetzt und die Stille am See dementsprechend die Ausnahme bleibt, bemerkt sei an dieser Stelle aber dennoch, dass die dortige Abgeschiedenheit auf sozialer Ebene einiges an Nähe vermissen lässt, weswegen eine spätere Begegnung innerhalb des Films eine vollkommen neue Erfahrung darstellen wird...
Hinfort mit Klischees, Kim Ki-duk kreiert mit diesem Werk seine eigene Welt, weiß sich nicht an unserem Universum zu orientieren, sondern erschafft schlicht und ergreifend ein Neues!
Der See umgeben von Wald und Nebel, die Natur so sehr ihren eigenen Ursprüngen folgend, dass sie unberührt und so sanft wie von einer anderen Welt erscheint.
Tatsächlich lässt uns dieser Film zuweilen an all unserer Technik zweifeln, denn muss es immer einen Profiteur geben? Muss die Welt immer ihrem eigenen - nicht unendlichen da die Welt nicht unendlich ist - Wachstum unterliegen? Genügt nicht eigentlich auch ein einfaches Ruderboot, um von A nach B zu gelangen?
Der etwas lange Filmtitel steht sozusagen sinnbildlich für die ebenfalls einer zeitlupenartigen Verlangsamungsentschleunigung gleichenden Szenen selbst, kein Titel weniger Silben, den man derart schnell ausgesprochen hat, dass mam mit seinen Gedanken gleich wieder woanders sein wird, sondern vielmehr eine den Film bezeichnende Zeile gar, wie sie sich in ein- und demselben Atemzuge durch das ganze Jahr zieht - und somit bestens zum gegenwärtigen Zeitpunkt passt, wo doch das Jahr in Bälde wieder verstrichen sein wird.
Im Übrigen symbolisiert der Titel den (ich dachte es sei eher ein japanisches Phänomen, aber womöglich gilt das auch für weitere Teile Asiens) Wiederholungscharakter der Jahreszeiten, welchen dortzulande in ihrer jeweiligen Individualität mehr Bedeutung beigemessen wird als in hiesigen Welten.
Sehr kritisch zu betrachten ist, dass der Junge anfangs als jemand portraitiert wird, der dazu neigt Tiere zu quälen, gleichwohl ihm nicht bewusst ist was er damit hat anrichten können, drum folgt im Anschluss ein Machtwort des Meisters, wie er dem Jungen diesbezüglich eine Lehre erteilen möchte, strikt durchaus, aber weise und wirksam, wo doch die Folgen dem Jungen die Augen öffnen, vielleicht gar fast zu sehr.
Ich hoffe dabei nur, dass die Szenen nicht so gedreht worden sind, wie wir sie wahrnehmen, aber im Jahre 2003 wird man wohl schon gewusst haben wie man mit "Tricks" arbeitet.
Leise Klänge und Klaviertöne werden diese Momente der Reue untermalen, tragisch nun zu sehen wie sich des Jungen Wahrnehmung um 180 Grad wird wenden können, zwar ist diese Entwicklung wichtig für ihn, doch sie scheint ihn in dieser Plötzlichkeit maßlos zu überfordern.
Nun beginnt der Film gewissermaßen neu, der Vorhang sich abermals öffnend, die scheinbar unbeschwerte Stunde des Sommers naht.
Immer wieder erblickt unser Auge eine gigantisch große Statue, wie sie den meditativen Denkcharakter des Gesamtwerkes stets unterstreicht.
Der Mönch ist nun kein Junge mehr, zwei Damen erscheinen, eine von ihnen wird sein Herz berühren.
Mutter und Tochter wollen letzterer die Gesundheit wiederschenken, in diesem Zusammenhang deutet unsere Hauptfigur auf einen Baum hin, dessen betagt-hohes Alter mehr als 300 Jahre betragen soll und dessen Gesundheitszustand allgegenwärtige Freiheit von Beschwerden offenbart.
Zum ersten Male in seinem gesamten Leben, wird der junge Mönch mit den natürlichsten menschlichen Trieben ernsthaft konfrontiert.
Die zwar auf sympathische Weise unbeholfenen, aber doch etwas direkten Annäherungsversuche stören sie zunächst.
Ob man die Entstehung der Gefühle bewusst in die über eine gewisse Leichtigkeit verfügende Sommerepisode verlagert hat?
Klammheimlich schleicht sich der Knabe des Nachts zu seiner zarten und zauberhaften Lotusblüte von einer Freundin, Faszination erwacht und entfacht, nächtens nun die Liebe Gestalt annehmend.
Eins mit der Natur sein, auch mal herumalbern dürfen und zu lachen befugt sein, sich Aufmerksamkeit schenken, sich gehen und treiben lassen, geruhsam und ohne Hektik.
Selten sah ich einen Film, der dieses neu entdeckte Knistern des ersten Erwachens so sympathisch in Bilder kleidet.
Doch der Meister bleibt hart ("Aus Begierde entsteht Abhängigkeit und daraus erwachen Mordgedanken", so seine prophetischen Worte), wohl auch seiner Berufung wegen und aus eigener Einsamkeit resultierend, obgleich er nicht gänzlich verständnislos erscheint.
Die Dame wird ihrem Wege des Fortgehens folgen müssen, durch das Tor wo keines vonnöten wäre, wird sie nun die Bühne verlassen...
Im Herbste nun angelangt, welch blättergleicher Zauber im Baume der Weisheit.
Der Schüler wird sozusagen mit neuem Gesicht zurückkehren, unfrohe Botschaften mitbringend, daraufhin wird der Meister sozusagen sinngemäß das weltliche Lebensgeschehen mit Untreue und Hurerei gleichsetzen.
Wie auch die Jahreszeit selbst dunkler wird, werden die Gefühle komplexer, die Geschehnisse bitterer.
Wieder diese Panoramasicht auf die vom Nebel durchzogene Landschaft, welch hypnotischer Score!, doch szenenweise wird der Film nun deutlich brutaler, eine innere Zerrissenheit wie sie gar schmerzt, wird die nur sehr schwer zu verkraftende Folge sein.
Als es später zu einer Befragung wird kommen müssen, werden selbst die Ermittler in die eigene kleine Kultur der Mönche eingewiesen und eingeführt.
Des Schülers infolgedessen zu entstehen drohendes Abgeführtwerden, kommt des Meisters feurigem Abschiedsende gleich.
Frostig wird es nun sein, das Tor zum Winter öffnet sich noch schwerfälliger, als es bei den Jahreszeiten zuvor der Fall gewesen ist.
Eine Eisskulptur wie sie den Zauber der Kälte symbolisiert, eine einsame Stille innerer Ängste, eine seelische Verbindung zur Natur, eine malerisch-magische, atemberaubend-asiatische Atmosphäre.
Der anfängliche Frühlingseffekt der steinernen Last im Zusammenhang mit dem ein Leben lang auf dem Herzen getragenen Schuldgefühl, wird sich nunmehr als ein wiederkehrendes, ihn gar niemals gänzlich verlassen habendes Element der Menschlichkeit erweisen, eine erhabene, aber auch hochkomplizierte Reise in die Untiefen unserer Psyche nimmt langsam ihr Ende...

Obgleich ich den Winter auch noch so sehr in Ehren halte und vergöttere, aber der erneute Wechsel zu den Frühlingstagen wird alsbald eine Erlösung darstellen, denn die sanftmütigen Seiten in uns ergründen sich in der Wärme, wie wir sie nach den Tagen des Erfrorenseins erstmals wieder zu verspüren vermögen - und so ist "Frühling, Sommer, Herbst, Winter ...und Frühling" der poetischste Film seiner Dekade!
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am 30. Oktober 2017
Als ich damals den Film im Kunstkino sah, war ich emotional sehr berührt. Die Geschichte, die den Kreislauf des Lebens auf seine eigene Art erzählt, besticht mit wunderschönen Bildern und einer Einfachheit, dass man ganz ruhig wird, lauscht und sich auf das wesentliche beschränkt. Der Film zeigt das Menschsein mit all seinen Tücken und zeigt worauf es im Leben ankommt Es geht um den ewigen Einklang mit den Jahreszeiten und Lebenszyklen, denen wir unterworfen sind. Es geht um Dehmut. Es geht ums Leben.
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am 13. Januar 2007
Kim Ki-Duk hat sich mittlerweile fest als koreanischer "Arthouse-Regisseur" auf den europäischen Filmfestivals etabliert. Aufgrund erster Anerkennungserfolge wie "Seom - die Insel" und "Bad Guy", fand er deutsche Geldgeber die 2003 sein neuestes Filmprojekt unterstützten. Aus dieser Koproduktion entstand "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Frühling", eines meiner Lieblingswerke von Kim Ki-Duk. Eine filmische Meditation von unbestreitbarer Kraft.

Kim Ki-Duk ist anders als man aufgrund dieses Filmes denken könnte kein Buddhist. Trotzdem vermag er es den tief in der koreanischen Nation verwurzelten Buddhismus in beeindruckende Landschaftstableaus zu gießen. Dass seinem Sujet dabei nur ein vereinfachtes religiöse Abbild des Buddhismus zugrunde liegt, vermag nur den ernsthaft an der buddhistischen Lehre interessierten Sinnsucher irritieren. Das Thema des Films, der ewige Kreislauf des Lebens, die unaufhörliche Wiederkehr des Gleichen, erscheint wie ein Fluch der auf den Menschen lastet. Zur ewigen Wiederholung der immer gleichen Fehler verdammt kreist er im Lehrlauf. Doch wie vermag er aus diesem qualvollen Rad des Karmas heraus zu brechen? Der Film gibt hier (in meinen Augen) eine ganz einfache wenn auch pessimistische Antwort. Es gelingt ihm einfach gar nicht, denn es gibt kein entkommen aus dem Gefängnis aus Schuld und Sühne. Natürlich bietet diese fast kindlich naive und destruktive Sichtweise auf das Leben keinen tieferen Einblick in die Lehren des Buddhismus. Dieses Ziel verfolgt der Film auch gar nicht.

Der buddhistische Hintergrund bildet für mich als momentan eher atheistisch eingestellten Zeitgenossen (ich weiß das hört sich für einen spirituellen Menschen sicher ignorant an) nur eine interessante philosophische Kulisse.
Als ich den Film das erste Mal sah, überwältigte mich die Magie der Bilder. Und ich verirrte mich in den koreanischen Wäldern, im Wandel der Jahreszeiten, im ruhigen Spiegel des Sees, im erstickenden Weiß des Schnees. Und darin fast verloren der alte Mönch und sein Schüler, Gefangene des Leids selbst hier abseits der unmenschlichen Hektik der Zivilisation.
Im Zusammenspiel mit der Musik von Bark Ji-Woong entsteht eine fast magische Atmosphäre, eine Meditation über das Leben bei der allzu viel nachdenken eher schadet als nützt.

Das hier dargestellte Weltbild ist alles andere als sanft und friedlich. Tiere werden gequält, die Menschen fügen sich Leid zu, unfähig dem Schmerz zu entgehen.
Der junge Schüler lebt den Wandel der Jahreszeiten, wächst heran. Doch schließlich verfällt er allzumenschlichen Leidenschaften, verlässt die scheinbar so beschauliche Abgeschiedenheit des Sees. Viel später kommt er zurück, ein von inneren Dämonen gehetzter zerrissener Charakter, der für seine Taten Buße sucht. Als er wiederum Jahre darauf geläutert aus dem Gefängnis heimkehrt ist der Meister fort und er nimmt den Platz seines alten Lehrers ein. Doch damit steht das Rad des Karmas noch nicht still, ein neuer Frühling bricht sich Bahn, das Schicksal dreht sich von neuem. Und über allem schwebt die den Atem raubende unendliche Gleichgültigkeit der Natur.

Auf formaler Ebene ist dies sicherlich Kim Ki-Duks bisher bester Film.
Das rohere ungeschliffenere Frühwerk des Regisseurs lässt er hier endgültig hinter sich und schwingt sich in artifizielle Höhen auf. Nicht jeder Fan des koreanischen Regisseurs vermag hier noch zu folgen und viele werden sich durch diesen Film abgeschreckt endgültig von dem in künstlerisch aufgeladenen Bildern schwelgenden Kim Ki-Duk abwenden.

Zur DVD:
Die deutsche DVD bietet einen ansprechenden Bildtransfer, wenn es international auch noch bessere Versionen gibt. Ein angenehm scharfes Bild in natürlichen Farben. Der Ton liegt in Koreanisch und Deutsch vor (5.1). Der konversationsarme Film braucht aber nicht viele Worte. Im Wesentlichen prägen die Musik und Naturgeräusche das räumliche Klangbild. An nennenswerten Extras bietet die DVD nicht viel. Ein kurzes "Making of", eine Hörfilm-Fassung und einige Trailer. Interessant ist noch das erweiterte Ende welches den Kreis endgültig schließt. Das alles reicht für eine insgesamt angemessene DVD Umsetzung.

Fazit:
"Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Frühling" ist Kim Ki-Duks bisher formal reifstes Werk. Der Wandel der Jahreszeiten als Sinnbild der sich ewig wiederholenden Lebensabschnitte des Menschen prägt den Film. Durch die Kombination mit der Musik von Bark Ji-Woong entsteht so ein meditativer Traum dieser so schmerzhaft schönen Welt.
Dies ist sicher kein Film für Freunde des asiatischen Actionfilms, sondern eher für Bilder trinkende Cineasten. Mit "Samaria" und "Bin Jip" konnte Kim Ki-Duk dieses filmische Niveau noch zweimal bestätigen. Ob er dieses Meisterwerk aber noch zu übertreffen vermag bleibt abzuwarten. Nach seinem Film "Hwal" (Bogen) aus dem Jahr 2005, kann dies zumindest bezweifelt werden. Kim Ki-Duk scheint sich nun selbst im Leerlauf zu drehen.
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am 19. August 2010
Wenn man sich auf die fernöstliche Langsamkeit einstellen kann, erlebt man einen der schönsten visuellen Erkundungstrips. Ein stiller Bilderrausch! Man hat schon öfters die vier Jahreszeiten mit den Lebensabschnitten des menschlichen Lebens verglichen. Hier erfahren wir aber noch zusätzlich, was Wiederkehr ist und erhalten Einblicke in buddhistische Erziehung, mitsamt den Symbolen wie Feuer, Wasser und der Schlange (Versuchung oder Widergeburt.)
Frühling: Kindheit, Ausbildung.
Sommer: das jucken des Geschlechts bringt erste sexuelle Erfahrungen.
Herbst: es ist Erntezeit für die Folgen des eignen Handelns. Ein Neuanfang wird versucht.
Winter: die Zeit des Todes, aber auch der körperlichen Ertüchtigung.
Und Frühling: der Kreislauf beginnt aufs Neue.
Und wenn dann noch der Meister anfängt mit Boot und Haus zu zaubern, tobt die Fangemeinde.
Es ist Kim Ki Duks schönster und stimmungsvollster Film.
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Dezember 2007
Nachdem der Film sich dann doch nicht als das verfilmte Merian-Heft herausgestellt hatte, was ich zunächst befürchtete, wurde die Geschichte um den Meister und seinen ungezogenen Novizen, die auf einer Insel in einem See im Tempel wohnen noch richtig spannend und fesselnd (im wahrsten Sinne des Wortes..) Der Film kommt sogar ohne die gängige Postkartenphilosophie aus und vermittelt ein ganz anderes Bild vom Buddhismus als man es erwartet. Hier wird das Leben tatsächlich als Leiden und Scheitern dargestellt - sehr gut konterkariert durch den Gegensatz der Schönheit der Natur, dem Idyll, was einem gleichzeitig auf Schritt und Tritt begegnet. Das hat mich sehr beeindruckt. Es wird wenig gesprochen und man kann sich von den Bildern durchaus gefangen nehmen lassen. Es ist auch ein Film in dem Rituale, wie eben auch im Buddhismus eine wichtige Rolle spielen und ich glaube, er vermittelt auch ein sehr gutes Bild von dieser Religion. -Was natürlich zunächst unheimlich und verstörend wirken kann.
Es ist ein Film mit schönen Bildern, ein trauriger Film - ja, aber auch ein Film, der einen besonderen Humor nicht verhehlen kann. Das sollte man nicht verpassen!
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am 9. Oktober 2007
in eine uns völlig fremde Kultur und Lebensweise eines Zen Meisters und seines Schülers.
Der ewige Kreislauf des Lebens ist ein Thema, die ewige Wiederholung, die schon aus dem Filmtitel herausgelesen wird. Die Achtsamkeit gegenüber der Natur und all ihren Lebewesen ein Anderes.
Der Film besticht mit brillanten Aufnahmen - das Kloster am See, die wunderschöne Landschaft rundherum,...
Dabei kommt der Film ohne viele Worte aus, nur sehr ruhige Musik begleitet die stimmungsvollen Bilder. Es wird viel Wert darauf gelegt, die Achtsamkeit im Leben der Mönche darzustellen: das Kloster schwimmt sozusagen am See, um an Land zu kommen rudern die Mönche herüber. An der Anlegestelle sind 2 wunderschöne hölzerne Tore, die immer durchschritten und nie ignoriert werden, die immer achtsam geöffnet und geschlossen werden.
Genauso schön gestaltet ist der Innenraum des Klosters, der an sich nur ein einfacher, fast leerer Raum ist. Mitten drin eine Tür, die den Schlafplatz vom "Altarraum" trennt. Auch diese wird nie umgangen (außer einmal, aber das sei hier nicht verraten), sondern immer sorgfältig durchschritten und somit wird der Lebensraum und die Tätigkeiten die im jeweiligen Raum verrichtet werden klar getrennt.

Leider wird im Film sehr wenig über die Lebensweise der Mönche anschaulich wirklich erklärt, es wird einfach gezeigt. Vieles versteht man daher schwer bzw. nur, wenn man sich mit dem Zen Buddhismus schon ein wenig auseinandergesetzt hat oder wirklich sehr genau hinsieht. Das macht es aber auch so interessant und es lohnt sich wirklich, den Film mehrmals anzusehen, denn jedes Mal entdeckt man neue Aspekte in der Geschichte, die man davor gar nicht richtig wahrgenommen hat.
Ein Film voller Weisheit die verstanden werden will.
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am 1. Januar 2011
Exzellente Kameraführung, die Bilder sind ein Fest für die Augen! Es geht um das Aufwachsen eines jungen Schülers bei einem Zen-Meister auf einem Haus auf einem See.
Zen müssen Sie mögen, um die Klasse dieses Film zu schätzen. Ein ruhiger Film, der in die Tiefe der menschlichen Existenz lotet und Abgründe in unserer Seele offenbart. Ein stiller und ruhiger Film, der vom Zuschauer verlangt, sich darauf einzulassen. Tun Sie es, es lohnt sich!
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am 3. August 2005
Dieser wunderschöne Film hat nichts, was die heutigen Kassenschlager auszeichnet - nicht einmal viele Dialoge - kein überflüssiges Wort!
Er besticht durch seine bezaubernde Schlichtheit, seine beeindruckenden Bilder und seine innere Tiefe.
Das Geniale ist immer einfach - und dieser Film ist einfach genial und genial einfach zugleich. Ein Film ohne Wenn und Aber - ein Film ohne faule Kompromisse - jetzt schon ein Klassiker der Spiritualität.
Er beinhaltet eine, in den Jahreszeiten wechselnde, Schüler-Meister-Beziehung und sagt in wenigen Worten alles, was zu diesem empfindlichen Thema gesagt werden muss - nämlich nicht sehr viel.
Die tiefen Botschaften, hinter einer spärlichen Handlung geschickt verpackt, zeigen in beeindruckenden Bildern den Weg eines männlichen Suchers unter der Führung eines wahrhaftigen spirituellen Meisters.
Jeder Zuschauer versteht - ganz ohne ein Wort!
Und jeder wird in seinem inneren Wesen angesprochen - in seinem wahren Kern. Das macht die Schönheit dieses Films aus, denn er konzentriert sich auf das Wesentliche des Menschen.
Und nach dem Film bleibt nichts als die innere Stille zurück - und so mancher wird in Demut gewiss eine klare Träne seines Herzens vergießen, denn dieser Film zieht dich mitten in dich selbst hinein.
Ich konnte eine Stunde nach diesem Film nichts mehr sagen - mir fehlten einfach die Worte - jeder Satz blieb mir im Hals stecken.
Als ich diesen Film dann ein zweites Mal in einer Gruppe sah, wurde an diesem Abend nicht mehr gesprochen, denn jedem kam das, was er den Tag über gesagt hatte, angesichts der Tiefe dieses Filmes, so lächerlich vor.
Ja, für mich ist dies DER Film - ein fantastischer Film, den man so schnell nicht vergessen wird und besonders für spirituelle Sucher ein gewaltiger Prüfstein, an dem sich jeder selbst messen kann.
Und am Schluss wartet ein besonderer Leckerbissen auf den Zuschauer - ein wunderbares Lied - ein Song, der jedem im wahrsten Sinne des Wortes das Herz aufreißt! Ich liebe dieses Stück - könnte es den ganzen Tag hören!
Fünf Sterne reichen nicht! Unbedingt ansehen - ein Film, den man nicht besser hätte machen können - ohne Wenn und Aber. Eine Perle auf dem Markt!!!!
Meine Empfehlung und mein persönlicher Favorit!
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am 5. Oktober 2005
Dieser Film ist mitten in mein Herz gefallen! Was für beeindruckende Bilder, Charaktere und tiefgründige Aussagen über das Leben - und danach!
Ja: Frühling, Sommer, Herbst und Winter - und wieder Frühling - der Kreislauf des Lebens schlechthin!
Der Kreislauf des Samsaras lässt sich nur überwinden, wenn man innerlich wächst und so erzählt dieser Film über das Wachstum eines Schülers,
der an der Hand eines wahren spirituellen Meisters versucht, das Laufen zu lernen.
Viele Male fällt er gewaltig auf die Schnauze, weil er die Essenz seines Meisters nicht wahrhaftig verinnerlichen kann.
Doch die äußerlichen Wunden, die er sich dabei zufügt, leiten ihn in seinem Inneren zu einem Kniefall vor der Existenz.
So geschieht die Erleuchtung - kaum merklich - der Meister hat seine "Arbeit" vollbracht und geht.
Viele Jahre später muss dann der Schüler beweisen, ob auch er ein wahrer Meister sein kann - der Nachwuchs steht schon vor der Tür.
Für jeden spirituellen Sucher ist dieser Film eine Perle für sein eigenes Wachstum. Das Geniale ist immer einfach - und dieser Film ist wirklich einfach genial.
Schaut ihn euch an - ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.
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