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am 24. Januar 2010
Luigi Boccherini (743 - 1805): Cellokonzerte Nr. 8 (G: 481), Nr. 6 (G. 479), Nr. 4 (G. 477) und Nr. 7 (G. 480). Ausführende: Anner Bylsma, Violoncello; Hermann Baumann und Adriaan van Woudenberg, Naturhörner; Concerto Amsterdam; Ltg. Jaap Schröder. Aufgenommen im Mai 1965 in der Hervormde Kerk, Bennebroek/Niederlande. Produzent: Wolf Erichson. Erstveröffentlichung auf LP: 1965 (G. 477, G. 479, G. 481), 1968 (G. 480). Gesamtspielzeit der CD: 60'51".

Wer nur mal "reinschnuppern" möchte in Boccherinis Schaffen für Cello und Orchester, dem würde ich empfehlen, auf eine der neueren Einspielungen mit Originalinstrumenten zurückzugreifen (z. B. auf Wouter Möller und das Linde-Consort: Cello-Konzerte Nr.1, 7 und 9 oder auf Ivan Monighetti und die Akademie für Alte Musik Berlin: Cellokonzerte), wo ein historisches Klangbild sich mit exzellenter moderner Tontechnik paart. Anner Bylsmas Einspielungen aus dem Jahr 1965 sind zwar auch äußerst aufschlussreich und dazu noch unterhaltsam, doch merkt man ihnen an der Tonqualität ihr Alter an: über Lautsprecher kein Problem, aber über Kopfhörer irgendwie zu direkt, zu "flach" und mit gelegentlichen winzigen Aussetzern.

Mit "aufschlussreich" meine ich, dass man hier Boccherinis einzige zu seinen Lebzeiten veröffentlichte Cellokonzerte in einer Interpretation zu hören bekommt, in der die Vorzüge seiner damals Begeisterungsstürme auslösenden Technik klar hervorgehoben werden. Mary-Grace Sussex schreibt völlig zu Recht im Begleittext: "Der Solopart zeigt deutlich die Fortschritte in der Cellotechnik seit der Zeit der Vivaldischen Cellokonzerte in der ersten Hälfte [des 18.] Jahrhunderts auf. Boccherini setzt die weitgespannte Tessitura des Cellos in umfangreichem Maße ein und nutzt im Besonderen die hohen Register in Passagen, die häufig in parallelen Terzen oder Sexten mit den Violinen gehen. Die technischen und lyrischen Möglichkeiten des Cellos werden mittels dieser virtuosen Technik unter Beweis gestellt, so durch arpeggierte Akkorde über drei oder vier Saiten, schnelle Läufe im oberen Register und Doppelgriffpassagen in der Mittellage. Hierbei ist anzumerken, dass alle diese Kunstgriffe auf einem Instrument des 18. Jahrhunderts wesentlich schwerer auszuführen waren, da es ohne die zusätzliche Unterstützung des Dorns zwischen den Knien gehalten wurde".

Anner Bylsma, noch zu seinen eigenen Lebenszeiten eine Cello-Legende, erfüllt alle Anforderungen im höchsten Maße. Die Begleitung durch zwei Naturhörner bei zwei der insgesamt vier Konzerte gelingt ebenfalls vorzüglich. Nur den Streicherapparat des Concerto Amsterdam hätte ich mir vielleicht etwas konturierter, gelegentlich vielleicht sogar etwas agiler vorstellen können.

Fazit: Für Freunde der historischen Aufführungspraxis, die bereits eine neuere Boccherini-Aufnahme ihr eigen nennen, wäre die vorliegende Aufnahme eine Bereicherung.
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