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TOP 1000 REZENSENTam 19. Juli 2017
In Ken Keseys Roman "Einer flog übers Kuckucksnest" dienen die Zustände in einer Nervenheilanstalt als Parabel über den Kampf des Einzelnen gegen ein totalitäres, machtvolles System - dem tschechischen Filmregisseur Milos Forman gelang 1975 mit der Verfilmung einer der populärsten und kontroversesten Filme dieses innovativen Kinojahrzehnt. Auch wenn die satirische Attacke auf gesellschaftliche Züstände durch die Location "Psychiatrie" eher in den Hintergrund gedrängt wurde. Was aber blieb sind die ausserordentlichen Darstellerleistungen von Jack Nicholson und Louise Fletcher, die sich in ihrem, am Ende bis über die Schmerzgrenze hinaus gehenden Psychoduell Oscarsiege erspielen konnten - selten waren diese Siege so gerechtfertigt wie in "Einer flog übers Kuckucksnest". Der Film gewann nach "Es geschah in einer Nacht" endlich auch wieder die fünf wichtigsten Oscars: Bester Film, beste Regie, Nicholson und Fletcher und auch das Drehbuch von Laurence Hauben und Bo Goldman war siegreich.
Ausserdem waren der Schauspiel-Neuling Brad Dourif, die Kameramänner Haskell Wexler und Bill Butler, die hypnotische Filmmusik von Jack Nitzsche und das Trio Chew, Kan und Lyngman für den besten Schnitt nominiert.

Wenn man die Filmgraphie von Milos Forman betrachtet, dann fällt auf, dass er in den fünf aktiven Jahrzehnten eigentlich nur wenige Filme realisiert hat. Ein Regisseur, der sich immer viel Zeit nahm für seinen neuen Film und dem 9 Jahre nach seinem Welterfolg noch ein weiterer ebenbürtiger unsterblicher Filmklassiker gelingen sollte. Der 1984 realisierte "Amadeus" wurde auch mit Oscars überschüttet.

Ist der aufsässige und aggressive Randie Patrick McMurphy (Jack Nicholson) krank oder täuscht er seine wahnsinnigen Einlagen im Arbeitslager nur vor um der schweren Arbeit dort zu entgehen ? Dort sitzt er ein wegen der Verführung einer Minderjährigen und weiteren Aggressionstaten. Er wird zur Beobachtung in eine Nervenheilanstand eingewiesen. Am Anfang sieht es so aus als würde der Plan aufgehen eine ruhige Kugel in der Klapse schieben zu können. Er lernt dort Insassen wie den jungen Billy Bibbit (Brad Dourif), den intelligenten Harding (William Redfield), den aufsässigen Taber (Christopher Lloyd), den gutmütigen Fredrikson (Vincent Schiavelli) oder den geistig behinderten Martini (Danny de Vito) kennen. Besonders faszniert ist McMurphy von dem riesengroßen, jedoch taubstummen Indianer Chief Bromden(Will Sampson), den er spontan "Häuptling" nennt und ihn immer wieder zum Baseballspiel während des Hofgangs gewinnen will. Das Sagen auf Station hat die von der Geschäftsleitung äusserst geschätzte Oberschwester Ratched (Louise Fletcher). Wichtig sind ihr die Regeln und Vorschriften sowie die immer gleichbleibende Tagesstruktur, die sie unter keinen Umständen verändern möchte, da sie glaubt, dass Ausnahmen die Station ins Chaos versinken lassen. Unter einer sehr freundlich wirkenden Fassade ist sie aber streng und unerbittlich. McMurphys Art ist ihr natürlich ein Dorn im Auge. Der Mann hält sich Null an Regeln und organsiert auf station Kartenspiele, um die triste Atmosphäre etwas aufzuhellen und Schwung in die Bude zu bringen. Immer wieder kommt es dadurch zu Machtspielen, Schwester Ratched untergräbt erfolgreich die Initiationen, die zuerst eher spielerisch gestaltet sind - dann aber im Laufe der Handlung sichtbar erkennen lassen, dass "Therapie" auch schlimmstenfalls bedeuten kann, dass der eigene Wille unter Zwang gebrochen werden kann...

Am Ende des Films wird auch die Lobotomie thematisert - sowohl Keseys Roman als auch der Film sorgten nachhaltig dafür, dass die Abschaffung langsam aber sicher vollzogen wurde. Der Film gibt auch einen düsteren Einblick in die Welt der Psychiatrie, die erst vor wenigen Jahrzehnten immer mehr versuchte den Patienten in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken. Trotzdem ist die Gefahr dort immer wieder groß, dass Macht und Ohnmacht in den Alltag einziehen. So gesehen ist der Schlagabtausch zwischen einengender, aber sicherheitsgebender Struktur und lustvollem Chaos auch heute noch genauso aktuell. Der Film engagiert sich für die Freiheit des Einzelnen, für sein Recht aus einer von sinnlosen Normen und Zwängen auszubrechen. Obwohl die ersten Duelle zwischen Schwester und Patient noch etwas witziges, komödiantisches haben, kann man aber schon erahnen, dass sich der Schlagabtausch noch steigern wird und von beiden Kontrahenten härtere Bandagen angelegt werden. Kirk Douglas hatte sich lange vorher die Verfilmungsrechte gesichert, er selbst wollte den subversiven McMurphy spielen, als der Film dann von seinem Sohn Michael gemeinsam mit Saul Zaentz realisiert wurde, empfand sich die Hollywood-Legende als zu alt für diesen Part. So kam Jack Nicholsons Stunde - der Kritikerliebling aus "Chinatown", "Das letzte Kommando" oder "Five Easy Pieces" wurde über Nacht zu Hollywoods Big Star.
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am 14. November 2011
natürlich ist nicht bloß die Qualtität der gekauften DVD entscheidend. Auch der Inhalt des Filmes ist zeitlos. Und nicht zuletzt die Besetzung der Hauptdarsteller macht diesen Film zu einem immerwährenden Genuß.
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am 29. November 2015
" Wie können Sie sich über Verrückte lustig machen? "
Kirk Douglas, Michael Douglas, Bo Goldman, Milos Forman u. v. a. kommen im Original Special Making of zu Wort.
Am Ende eines Filmes, der für mich immer das absolute, unerreichte Highlight meiner Kinobesuche sein und bleiben wird.
Ich liebe diesen charakterstarken Schauspieler Jack Nicholson- habe alle seine Filme.
Und erinnere mich genau, als ich EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST das erste Mal überhaupt sah.
Es war Anfang der Achtziger. Und der Film immer noch in unzähligen Lichtspieltheatern restlos ausverkauft.
Und das, obwohl er bereits im Jahr `75 erstmalig gezeigt wurde.
Schon die erste Szene, die Ankunft McMurphys in der Anstalt mit Kuss für den Wächter amüsierte mich unfassbar-
und ich wusste augenblicklich und sofort, dass mir ein aufregender Kinospass bevorstand.
Und dass Nicholson mal wieder zur Hochform auffährt.
Seit damals vergeht kein Jahr, ohne dass ich mir dieses Meisterwerk des Irrsinns mindstens ein Mal
anschaue. Tatsache.
" Heben Sie Ihre Arme in die Luft- genau so...ganz hoch, Häuptling. Ganz hoch. "
Louis Fletcher in der Rolle des personifizierten Wahnsinns. Die glaubt, fest glaubt, den Menschen zu helfen.
Und nur ein Instrument des Bösen ist. " Sie beschmieren mit ihrer Hand mein Fenster. "
Milos Forman wollte sich genau an die Vorlage des Buches halten- " Der Indianer musste gewaltig sein-
ein Mann wie ein Baum. " Und dafür fand er Will Sampson, aus Yakima. Förster. Dessen Gemälde im
Smithsocian Museum aushängen. Er ist wirklich etwas Besonderes, nämlich das Naturtalent für den Häuptling.
Christopher Lloyd, Danny DeVito, Vincent Schiavelli- optimale Darsteller für die Insassen einer Nervenheilanstalt.
Ein sogenannter Über- Film, den es heute gar nicht mehr geben kann und geben wird. So intensiv und perfekt
gespielt. Ein Meilenstein in der Geschichte des manifestierten Wahnsinns.

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Die Geschichte:

Ein Irrenhaus- besser als der Knast. Findet der rebellische Draufgänger McMurphy..........
also lässt er sich dorthin einweisen, clever wie er ist. Doch ihn erwartet eine furchtbar boshafte
Stationsschwester, ein menschenverachtendes Regime und Patienten, die völlig eingeschüchtert
vor sich hin vegetieren- wer sich nicht anpasst, der bekommt gefügig machende Elektroschocks.
Bis es jemand wagt, gegen dieses System aufzumucken................................................
.......................................................................................

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MEIN Fazit!:

Ich liebe diesen Film über alles. Weil es nicht nur einfach ein Film ist-
es ist eine Gruppentherapie- Sitzung, hautnah, bedrückend, und rücksichtslos.
Ich bin inmitten dieser verweifelten Runde. Tragik und auch wertvolle Momente
des Lebens. Und wunderbar menschliche Augenblicke. Gibt es dort.
Man ist dabei, sitzt mitten drin. SIE haben Spass- und man genießt es wahrhaftig,
SIE dabei zu beobachten. Die Patienten, die so real erscheinen, dass man es fast
und kaum glauben kann.
" Fruchtgeschmack. "
Hundert Sterne. Von mir. Für jeden Darsteller, Regisseur, Produzenten. Und Statisten.
Und Synchronsprecher.
Jack Nicholson IST McMurphy. Mit all den irren Kerlen, mit all den Verrückten.
" Wir gehen angeln-. mit diesem Boot. Oh ja...fragen sie Kapitän Block! "
Meine Hochachtung geht an:
Mr. Bancini, Mr. Cheswick, Mr. Harding, Mr. Taber, Mr. Martini, Mr. Sefelt, Mr. Fredricksen.
Mr. Turkle, Dr. Spivey, Schwester Rached, Billy Bibbit, Candy. Und Mr. R. P. McMurphy.

EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST. 1975.
Bester Film überhaupt. Und definitiv.

Lauflänge Film: 128 Minuten ( mit Abspann ) !

Specials: Stab + Besetzung, Original Kommentar, Auszeichnungen!

DVD 2- Specials:

- Original Making of= 45 Minuten!! ( Irre! )

- Zusätzliche Szenen= 13.25 Minuten! ( fabelhaft! )

" Wer ist hier der Oberverrückte? Der Irrenchef? "
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TOP 100 REZENSENTam 2. Mai 2016
Nickolsons beste Rolle

2016-05-02

Nie spielte Nickolson so gut wie in der Rolle des Verrückten, der keiner war. Das Kuckucksnest traf den Nerv der Zeit, als die Psychiatrie durch die Anti-Psychiatrie Franco Basaglias herausgefordert wurde, als Heimo Gastager die geschlossenen Stationen öffnete, die Regimekritiker in sowjetischen Kliniken mundtot gemacht wurden und ein gewisser Herr Vogt die SS-Männer unter den Psychiatrie-Primaren entlarvte. Seitdem müssen wir uns fragen ob wirklich die Verrückten verrückt sind, oder die Welt um sie herum.
Danke, Milos Forman, für diesen entlarvenden Film.
R Opelt, Autor von "Ohne Schmerzen: Kriminalroman
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am 10. Dezember 2015
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TOP 500 REZENSENTam 1. Oktober 2014
„Einer flog über das Kuckucksnest“ ist nicht so sehr ein Film über das Schicksal von psychisch Kranken als vielmehr eine Parabel über Unterdrückung und Machtmissbrauch in der Gesellschaft. Die Insassen sind die klassischen Aussenseiter, und McMurphy – ein lebensfroher, liebenswerter Verlierer – ist ihr tragischer Held. Auf der anderen Seite steht die Unterdrückerin Ratched, die ihre Machtposition kennt und auskostet. Sie wird nicht vom inhaltlich Richtigen angetrieben, sondern von dem Wunsch, ihren Willen durchzusetzen und den Patienten aufzuzwingen.

Primär spielt sich in diesem Streifen ein menschlicher und charakterlicher Konflikt zwischen McMurphy und Ratched ab, die Handlungsstränge rund um die anderen Patienten bleiben mehr oder minder nebensächlich. Es ist ein Duell zweier Persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und ein Duell zweier grossartiger Schauspieler, die in ihren Rollen aufgehen. Der unermüdlich optimistische, kämpferische Nicholson und die steife, eiskalte Louise Fletcher bestreiten hier eine ganz grosse Meisterleistung.

Jack Nicholson ist geradezu die klassische Idealbesetzung des grossmäuligen Leichtfußes, der im Leben nichts zustandebringt und sich mit seiner unbekümmerten Art schliesslich mehr und mehr in eine Sackgasse manövriert. Marlon Brando und sogar Burt Reynolds sollen für die Rolle im Gespräch gewesen sein, doch es ist schwer vorstellbar, dass ein anderer diese Figur besser gespielt hätte. Eine Überraschung war Louise Fletcher in ihrer ersten großen Hauptrolle. Nachdem alle Wunschkandidatinnen von Forman abgesagt hatten und Fletcher sich monatelang um die Rolle bemüht hatte, engagierte der Regisseur sie schliesslich erst eine Woche vor Drehbeginn.

Freilich ist dieser meisterhafte Film, der übrigens den Oscar in allen vier Hauptkategorien gewinnen konnte, am Ende viel mehr als ein Schaukampf der Akteure. Es ist ein Drama mit einer Botschaft und einer sehr diffizilen Metaebene, nämlich den Fragen: was ist gut und was ist böse, was ist gesund und was ist krank? Während mehr und mehr klar wird, dass die Patienten einschliesslich McMurphy eigentlich harmlose Spinner sind, bleiben die schlimmsten und gefährlichsten psychischen Defizite auf der Station den Ärzten verborgen, nämlich jene von Stationsleiterin Ratched selbst.
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Nachdem mir ein Bekannter, den ich im Rahmen eines Psychose-Seminars kennenlernte, den Film empfahl, sah ich ihn mir vorgestern erstmals an. Vielleicht hatte ich ihn auch in meiner Kindheit gesehen, ihn aber wieder vergessen. Das würde sich etwa dadurch erklären, dass ich zu der Problematik damals noch nicht den Bezug hatte. Ich will nicht zu konkret auf den Inhalt eingehen, um für diejenigen, die ihn noch nicht sahen, nicht zu viel vorweg zu nehmen. Die Handlungslinie spinnt sich um Randall McMurphy, der um einem Gefängnisaufenthalt zu entgehen, den Weg durch die Psychiatrie wählt.

Die Hauptfigur hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass Psychiatrie die schlechtere Wahl als Gefängnis ist. Aus einer eigenen Erfahrung als Patient in einer Psychiatrie im Jahr 2007 kann ich bestätigen, dass auch heute nicht so eindeutig wäre, ob Psychiatrie oder Knast die bessere Wahl wäre. Wenngleich ich letztere Option mangels Selbererfahrungen leider nicht einschätzen kann.

Generell ist es heute noch wie damals so, dass beispielsweise Psychosen nicht objektiv nachweisbar sind. Weder mit Blutuntersuchungen, EEG-Messungen o. ä. lässt sich eine Psychose nachweisen. Mit funktioneller Kernspintomographie experimentiere man gerade und suche nach Möglichkeiten objektiven Nachweises, berichtete mir der Oberarzt einer Psychiatrie im Jahr 2009. Die Einschätzung, ob jemand "verrückt" ist, was oft synonym für Psychosen gilt, ist also von einer rein subjektiven Einschätzung der Ärzte bzw. Psychiater abhängig. Diesem Dilemma der nicht-objektiven Einschätzbarkeit von psychiatrischen Diagnosen stehen Ärzte heute also noch genauso gegenüber wie zum Zeitpunkt, als der Film Anfang der 60er Jahre, basierend auf einem Roman von Ken Kessey, erschien.

Die im Film gezeigte Therapie mit Elektroschocks und Lobotomie (Hirnoperationen) ist keinesfalls fiktiv. Sondern diese Methoden waren noch bis in die Anfänge der Neuroleptika (50er Jahre), die auch im Film auch vorkommen, gängig und wurden verwendet. Laut der (ungesicherten) Quelle wikipedia (Artikel Lobotomie) wurden solche Hirnoperationen bis in die 70er Jahre auch in Deutschland durchgeführt. Googlet man den Begriff Lobotomie, so zeigt sich, dass auch die im Film dargestellten Folgen des Einschnitts im Gehirn nicht so weit von der Realität weg sein können. Dazu finden sich auch Videos mit historischen Aufnahmen.

Diese Konstellation mangelnder Einschätzbarkeit und verheerender Behandlungsmethoden birgt - wie auch im Film - damals und heute noch Schadenspotential, dass man sich so garnicht vorstellen mag. Die heute üblicherweise verwendeten Neuroleptikas stehen von ihrem Schadenspotential auf Hirn und Organe den damals angewendeten Elektroschocks und Hirnoperationen nicht in soviel nach. Ich weiß das einerseits aus dem Erleben mehrerer Psychose-Betroffener als auch dem Umstand, dass ich (in Folge einer Fehldiagnose) selbst ein halbes Jahr Neuroleptikas schlucken musste. Ich will damit keinesfalls zur Abschaffung der Methodik (Medikamente) insgesamt aufrufen, zumal es hierzu noch keine Alternativen gibt, die sie vollständig ersetzen würden. Allerdings wird es da gefährlich, wo man viele Patienten, die sich in einer Grauzone zwischen Normalität und Psychose befinden, auch in die Behandlung mit Medikamenten miteinschließt.

Der Film stellt eben diese Problematiken da und die schauspielerischen Leistungen sind schlichtweg großartig.

Ein wesentlicher Punkt im Film sind die Patienten, bei denen an einem Punkt im Film heraus kommt, dass sie freiwillig Patienten der Psychiatrie sind. Auch dieser Aspekt ist heute noch realitätsnah, da viele Menschen blind den Prognosen und Einschätzungen von Ärzten in der Psychiatrie vertrauen. Nur wenige (wie ich) haben den fachlichen Hintergrund (oder auch den Mut zum Experiment), den Empfehlungen von Psychiatern nicht zu folgen.

Der Film sucht in seiner psychiatriekritischen Darstellung bis heute noch seinesgleichen.
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"Einer flog übers Kuckucksnest " sah ich Ende der 1970er Jahre das erste Mal im Programmkino. Ich fand den Streifen damals ziemlich unglaubwürdig. Noch wusste ich nicht, dass die Filmhandlung auf einem Roman des Schriftstellers Ken Kesey beruht, der diesen 1962 veröffentlicht hatte. Der vorliegende Film stammt aus dem Jahre 1975.

Die Filmhandlung nimmt Kritik an den vormaligen Zuständen in psychiatrischen Anstalten in den USA, indem sie die Psychiater als sehr abgehoben und wenig realitätsbezogen darstellt und das Anstaltspersonal als Schlägertypen , machtgeile Krankenschwestern und korrupte Wärter präsentiert. Haben so die psychiatrischen Krankenhäuser in den USA der 1960er Jahre tatsächlich ausgesehen?

Der Sträfling Randle Patrick Mc Murphy ( Jack Nickelson) kommt in die psychiatrische Anstalt( Kuckucksnest), weil dort sein Geisteszustand überprüft werden soll. Er ist gewalttätig und hat Unzucht mit Minderjährigen betrieben.
Mc Murphy wirkt locker und nicht unsympathisch. Kann ein solcher Mensch einen geistigen Defekt haben? Ist ein Mensch, der gewalttätig agiert und Unzucht mit Minderjährigen betreibt voll zurechnungsfähig? Dieser Frage gehen die Psychiater nach, ohne sich aber ein tatsächliches Bild von Mc Murphy zu machen.
Der Neuankömmling lebt nun mit Debilen und Angstpsychotikern auf engstem Raum und gewinnt aufgrund seiner kommunikativen, freundlichen Art Zugang zu ihnen. Sie fühlen sich von ihm akzeptiert und mögen ihn. Szenen auf dem Sportplatz dokumentieren dies besonders.
Ganz anders das Personal, insbesondere die herrschsüchtige Krankenschwester Mildred Ratches, die sich an den Ängsten der psychisch gestörten weidet und für deren Genesung alles andere als hilfreich ist.
Wo beginnen psychische Schräglagen? Sollten sich nicht viele Menschen einer psychologischen Behandlung unterziehen? Insbesondere hochgradig destruktive, machtbesessene Personen?
Mc Murphy fühlt sich durch die herrschsüchtige Krankenschwester provoziert und reagiert renitent. Auf diese Weise schaukelt sich der Konflikt zwischen den beiden allmählich hoch und endet alles andere als erfreulich.... Die Angstpsychotiker kuschen und werden immer kränker. Ein Mikrokosmos, ein Abbild des Lebens außerhalb der Anstaltsmauern...?
Die Psychiater ahnen von all dem nichts, weil sie sich zu wenig um die tatsächlichen Verhältnisse in der Anstalt kümmern, so spitzen sich die Dinge zu und führen zu verhängnisvollen Konsequenzen....

Mich stört an diesem Film, dass er ein wenig differenziertes Bild von der Lebensrealität vermittelt und weder den vielen sich rührend um ihre Patienten kümmernden Psychiater, Psychologen noch dem oft überforderten Anstaltspersonal gerecht wird. Schwarze Schafe gibt es überall. Man muss sie benennen, aber man sollte nicht den Eindruck erwecken, dass alle so sind.

Die schauspielerischen Leistungen sind exzellent. Die Bild- und Tonqualität lassen auch nichts zu wünschen übrig.

Beurteilen Sie den Film bitte selbst.
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am 4. August 2014
Kurze Rede langer Sinn: Ein einfach toller Jack Nicholson.

Habe den Film damals als Klassenspiel gespielt und wollte mir diesen nun mal anschauen. Der Film hat mir sehr gut gefallen und regt auch zu nachdenken an.

Ich gebe fünf Sterne da die Lieferung super schnelll ankam und der Film einfach wunderbar ist.

Klare weiterempfehlung
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am 6. August 2017
Ein absolut genialer und geistreicher Film und für mich der beste Jack Nicholson Film. Die Dialoge sind überragend und die Geschichte ist total mitreißend. Toller Kultfilm!
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