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am 27. September 2007
Nach 16!!! Jahren ENDLICH ein neues Studio Werk der Hard Rock Legende Blue Cheer. Die 16jährige Wartezeit wurde uns (wahrscheinlich wenigen) Blue Cheer Fans durch diverse Live (Sampler)CDs sowie 2 Dickie Peterson Solo CDs versüßt. Nicht zu vergessen das hammerharte "Live in Japan" Werk aus dem Jahr 1999. Trotzdem habe ich immer auf eine neue CD gehofft. Und was soll ich sagen, das Warten hat sich gelohnt. Irgendwie klingt die neue CD wie ein Bindeglied zwischen "Highlights and Lowlives" und "Dining With The Sharks". Soll heißen, es geht bis auf wenige Ausnahmen recht heftig zur Sache und Blue Cheer beweisen erneut, daß sie nicht umsonst als die Urväter des Heavy Metal gelten. Das hat inzwischen wohl auch Deutschlands führendes Metal Magazin "Rock Hard" begriffen. Nachdem Anfang der 90er noch von "scheintoten Rentnern" die Rede war, lese ich in der Vorankündigung der neuen CD "unkaputtbare Schmutzrock-Legende".
Unverständlich sind wieder einmal die unterschiedlichen Veröffentlichungszeiten. Während die neue CD in den Staaten bereits seit ein paar Wochen draußen ist, muß der Rest der Welt noch warten.
Bleibt mir nur noch der Aufruf, gebt der Band eine Chance!!! Hier gibt es keine Musik zu hören, hier wird Musik GELEBT!!!
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am 28. Januar 2010
......präsentieren sich Blue Cheer auf dem 2007 veröffentlichten Longplayer "What doesn't kill you...". Und das ist gut so! Immerhin handelt es sich bei Blue Cheer um eine jener legendenumwobenen Bands aus der Gründungszeit des Hardrock und Heavy Metal. Die Gruppe, die sich 1966 gründete, schaffte es rasch sich mit ihrem rüden und lauten Sound zu etablieren und stellte mit Montrose und Mountain die amerikanische Trias, die sich mutig gegen die übermächtige britische Hardrock-Phalanx stemmen konnte. Dabei war ihr rauer Stil so eigenständig, daß sie zurecht als die erste echte Biker-Band gehandelt werden und eine Unzahl an Heavy-Bands beeinflußten, insbesondere solche, die den Stoner-Rock populär machten, wie Kyuss oder Monster Magnet etc., etc....
Da Dickie Peterson, Kopf und einzig verbliebenes Gründungsmitglied der Band 2009 verstarb (R.I.P.), wird es sich wohl um das letzte Studioalbum von Blue Cheer handeln. Insofern muß man bescheinigen: es ist ein gutes Alterwerk und ein würdiges Schlußkapitel geworden. Geboten wird erdiger Rock mal mit southern, mal mit psychedelic Einschlag, grundehrlich mit haufenweisen dreckigen Riffs aus tief gestimmten Gitarren. Genau das, was man von Blue Cheer erwarten durfte. Bei aller Sympathie gibt es dennoch ein wenig Kritik: Wenn bei den langsameren Songs nicht Peterson, sondern der Gittarist Andrew "Duck" MacDonald am Mik steht wird es unfreiwillig komisch. Petersons heisere Reibeisenstimme schien wohl nicht geeignet für Balladen wie "Young Lions in Paradise", was zu der Entscheidung führte "Duck" diesen Gesangspart zu überlassen. Das Resultat: sein arg näselnder Gesang kann auch nicht von zwei Backroundsängerinnen gestützt werden, die dem Ganzen wohl offensichtlich ein solides Fundament geben sollten. Überdies trifft er selten mal den Ton, geschweige das er lange einen halten kann. Aber wer will das schon, wenns schon der falsche ist... Anyway, nach zwei Durchläufen weckt es in einem nur ein augenzwinkerndes schmunzeln.
Fazit: Diese Scheibe ist kein Götterwerk wie z. B. Rainbows "Rising" oder Zeps "Physical Graffiti", aber sie ist ein würdiges letztes Album einer verdienten Hardrocklegende, das eine Menge Spaß macht und auch etwas wehmütig stimmt.
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