Jeans Store Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Learn More Herbstputz mit Vileda Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
901
3,9 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:7,99 €+ 5,00 € Versandkosten
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 16. September 2007
Der Film "300" ist die Verfilmung eines Frank Miller Comics. "300" ist KEINE historische 1:1-Abhandlung auf dem neuesten Stand der Geschichtsforschung. Viele Rezensoren scheinen diesen Sachverhalt mit maximaler Hartnäckigkeit zu ignorieren. Infolgedessen wird "300" kaputt interpretiert. Der Film sei angeblich historisch fehlerhaft, rassistisch, faschistisch, behindertenfeindlich, antiiranisch und so weiter. Wer von euch findet weitere Schlagworte? ;-) Hallo? Ist oder war da jemand im "falschen Film"? Leute, nochmal, das ist eine COMIC-VERFILMUNG, die zudem noch sehr gut gelungen ist. Die Autoren sind weder das amerikanische Verteidigungsministerium, noch irgendwelche Extremisten.

Wer "Sin City" gelesen oder gesehen hat, der weiß, dass Frank Miller für seine heroischen Gewaltexzesse bekannt ist. Wer Filme bevorzugt, wo der inhaltliche Schwerpunkt auf Nächstenliebe und Völkerverständigung liegt, der hätte wohl besser auf den Besuch von "300" verzichten sollen. "300" basiert in freier Interpretation auf den Erzählungen des Griechen Herodot von der Schlacht bei den Thermopylen im Jahre 480 vor Christus. Hier verteidigte eine zahlenmäßig weit unterlegene, griechische Streitmacht unter König Leonidas I. (etwa 4.200 Mann, darunter etwa 300 Spartiaten) den Thermopylenpass in Böotien gegen eine Übermacht von 50.000 Persern unter Xerxes I. Obwohl die Perser nach aktueller Geschichtsschreiung mit einer zehnfachen Übermacht antraten, konnte der Pass mehrere Tage gehalten werden, bevor die Griechen schließlich umzingelt und vernichtet wurden. So ist der Heldenmut von König Leonidas und seinen Soldaten in die Geschichte eingegangen, wobei der Sinn dieser letztendlich verlorenen Schlacht historisch in Frage gestellt wird.

Mit den siegreichen Kämpfen bei Salamis und Plataiai (am Ende von "300" zu sehen) konnten die Griechen ihre Unabhängigkeit gegen das mächtige Perserreich jedoch schließlich erfolgreich verteidigen. Soviel zum geschichtlichen Hintergrund. Dennoch ist "300" kein Geschichtsfilm. Frank Millers übertrieben muskulöse Helden verteidigen Recht und Freiheit mit brutalen Gewaltexzessen. Sein düsterer Schwarzweiß-Zeichenstil und sein Sinn für ungewöhnliche Perspektiven wird auch in der Verfilmung von "300" erfolgreich umgesetzt. Selten zuvor wurden historische Nahkampfszenen so hautnah, detailliert und entsprechend blutig dargestellt. Über den Sinn dieser Details mag man streiten, in "300" wird der Überlebenskampf zum filmerischen Kunstwerk stilisiert. Aber nicht jeder Zuschauer wird diese Art von "Kunstwerk" mit seiner "Ästhetik der Gewalt" mögen. "300" versteht sich nicht als geschichtliches Werk. Vielmehr wurde hier der historische Sachverhalt missbraucht, um eine stark vereinfachte Momentaufnahme des menschlichen Überlebenskampfes in all seinen Fazetten zu zeigen.

Dieser Film will nicht aufklären oder gar komplexe Sachverhalte darstellen oder vermitteln, sondern allein durch seine düsteren, übersättigten Bilder und der dazu passenden Musik auf den Zuschauer WIRKEN. Wer hier analysiert und interpretiert, der hat den Film nicht verstanden. Das Werk und seine Machart sind das Kunstwerk, die Handlung ist beliebig austauschbar. Der Iran hat sich übrigens als rechtlicher Nachfolger des persischen Reiches bei den Vereinten Nationen mit der Begründung über den Film beklagt, es handle sich um einen Propagandafilm. Meine Meinung: Ich vergebe 5 Sterne, weil die filmerische Umsetzung des Kunsterwerkes "300" aus meiner Sicht gelungen ist und einen Meilenstein in einem neuen Genre darstellt.

"300" ist jedoch kein Film, wie jeder andere. Wer Gewaltszenen verabscheut oder Inhalte von Filmen gerne analysiert, der möge auf diesen Film besser verzichten.
3030 Kommentare| 580 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 17. Juni 2007
Eigentlich sollte sich eine Filmkritik in Erster Linie mit dem Film an sich beschäftigen. In Anbetracht der aufgeheizten Diskussion über den Film scheint ein kleiner Exkurs, welcher über den Inhalt des Films hinaus geht, nicht verkehrt.

Ich kann mich an kaum einen Film der letzten Jahre erinnern, zu dem es so viele verschiedene Meinungen gab, der so kontrovers rezensiert wurde. In der Weltpremiere auf der Berlinale von der Presse zerrissen, an den Kassen dennoch (oder gerade deswegen?) ein Publikumsrenner.

Was wurde "300" in den Feuilletons der Welt nicht alles vorgeworfen? Der Ausdruck "Politisch unkorrekt" reicht hier schon nicht mehr aus.

Insbesondere in Deutschland meint man faschistoide Tendenzen zu finden, sogar von einer "Leni-Riefenstahl-Optik" war die Rede. Direkt dazu: Es ist noch nicht mal zu bestreiten, dass einzelne Szenen faschistoid wirken. Leider wird oftmals vergessen, dass Vieles von den Nazis missbraucht wurde, und somit in der heutigen Zeit diskreditiert ist. Man ist halt immer Kind seiner Zeit….

In konservativen Kreisen Amerikas verurteilte man den Film, auf Grund eventueller Parallelen zwischen der amerikanischen Armee im Irak und dem gewaltigem Heer der Perser. Liberale hingegen meinten in den "300" Spartiaten den irakischen Widerstand wieder zu finden. Oder auch gerne genommen: König Leonidas als G.W. Bush im gerechten Kampf gegen eine islamische Übermacht. Des Weiteren beleidige der Film Homosexuelle, Farbige, und körperlich Behinderte (Xerxes, Ephialtes). Der Iran sah sich praktischerweise in Gänze beleidigt und protestierte bei der UNESCO gegen den Film.

Zyniker könnten behaupten, der Film sei somit schon wieder politisch korrekt: Es darf sich gerne jeder beleidigt fühlen… Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt: Ist die ganze Aufregung überhaupt gerechtfertigt?

Und damit kommen wir zum Film an sich: "300" ist nach "SinCity" die zweite Verfilmung eines Frank Miller Comics. Optisch ist dieser Film zweifellos herausragend. Wie schon bei "SinCity" wurde der gesamte Film vor einer Green-Screen gedreht, die Hintergründe nachträglich digital eingefügt. Das bedeutet, dass praktisch nichts außer den Schauspielern real ist. Die Schlachtszenen sind bis in Detail "durchgestylt", fliegende Wechsel zwischen Slow-Motion und Zeitraffer sind an der Tagesordnung. Jede Szene des Films wirkt wie ein einzelnes Gemälde, so überzeichnet ist die Landschaft im Film.

So beeindruckend der Film visuell und akustisch ist, so einfach gestrickt ist der Plot ("SinCity" war in diesem Punkt um Längen besser):

Die Story ist von daher schnell erzählt: Der Comic (Film) basiert auf der antiken Schlacht bei den Thermophylen, in der, nach Herodot, eine kleine Schar Spartaner einer persischen Übermacht trotzte, und dies auch überaus erfolgreich, bis sie Opfer eines Verrats wurden.

Widmen wir uns nun wieder den oben genannten Vorwürfen. Sicher erscheinen einzelne Dialoge oder Bilder bedenklich. In diesem Zusammenhang wird "300" vorgeworfen, er besitze keine tiefere Ebene, in der das Gezeigte hinterfragt und demontiert wird. Das ist durchaus richtig, das Handeln der Protagonisten wird zu keinem Zeitpunkt reflektiert. Dieser Sachverhalt stellt jedoch meiner Meinung nach kein Problem da: Der Film versucht einer Tiefergehende Deutung vorzubeugen. Einfach alles ist überzeichnet und übertrieben, wirkt einfach absurd: Wenn Leonidas sich fröhlich, einen Apfel essend, über gute Manieren unterhält, während seine Leute verwundete Perser abschlachten, dann kann und sollte dies keiner Ernst nehmen! Was passiert wenn man sich doch entschließt das Gesehene ernst zu nehmen, kann man an den Reaktionen des Feuilletons ablesen.

Wenn man etwas aus diesem Film mitnehmen will, dann vielleicht Folgendes: Es wird einem klar vor Augen geführt, wie manipulierend Bilder sind: Das Kämpfen und Sterben der Spartiaten wirkt elegant und leicht. Und nun denkt doch mal bitte jeder an die Schlachtszenen aus "Saving Private Ryan" oder "Flags of our Fathers"!

Nebenbei, was die Dialoge im Film angeht: Es empfiehlt sich ein Blick in die antike Überlieferung des Herodot zu werfen: Vieles lässt sich dort wieder finden ("Unsere Pfeile werden die Sonne verdunkeln"….u.s.w.).

Wie ist nun der Film letztendlich zu bewerten? Es wird niemals so heiß gegessen wie gekocht wird…. Die im oberen Teil genannte Empörung ist völlig unnötig, in gewisser Weise sogar das Aufregendste in Bezug auf diesen Film. Die Vorwürfe greifen ins Leere, da dieser Film ja überhaupt nicht die Intention hat eine Botschaft zu verbreiten.

Natürlich ist "300" nicht jedermanns Geschmack, in seiner Darstellung ist er kompromisslos: Extremitäten fliegen durchs Bild, das Blut fließt in Strömen, die Spartiaten sehen aus wie Bodybuilder auf Anabolika, dazu kommt die mittlerweile obligatorische Dosis Sex. Man kann den Eindruck gewinnen, dass die zwischenzeitlichen Szenen in Sparta nicht dazu dienen den Plot voranzubringen, sondern ausschließlich um dem Zuschauer eine Pause vom Getümmel der Schlacht zu bieten…

Meiner Meinung nach sollte der Film als das gesehen werden, was er ist: Eine Comic-Verfilmung ohne tiefergehende Botschaft, einfach ein großartiges visuelles Erlebnis, bei dem man sich zwei Stunden Bestens unterhalten lassen kann. Das setzt allerdings voraus, dass man dazu in der Lage ist seinen Kopf abzuschalten, und sich nicht schon während des Films Gedanken über die "political correctness" des Films zu machen.
1212 Kommentare| 304 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2013
Ich habe für Filme ein Bewertungssystem, bei dem es maximal 50 Punkte zu erreichen gibt. Dabei unterscheide ich zwischen „Inhalt“ und „Technik“ und gehe jeweils auf verschiedene Punkte ein. Zuerst noch allgemeine Infos bzw. ein Vorwort, was keine Auswirkungen auf die Bewertung hat. Filme zu sehen und zu bewerten ist lediglich ein Hobby von mir und ich bin kein Profi. Für Lesefaule reicht es übrigens, nur die Gesamtbewertung zu lesen.;)

Allgemeine Infos:
Bei „300“ handelt es sich um eine Comicverfilmung vom Regisseur Zack Snyder. Er war unter anderem für die Filme „Sucker Punch“, „Watchmen“ oder „Dawn of the Dead“ verantwortlich. Die ursprüngliche Comicversion wurde von Frank Miller verfasst. Zack Snyder war neben seiner Rolle als Regisseur noch am Drehbuch beteiligt. Der Film bekam eine FSK 16 Wertung und musste nicht gekürzt werden. Interessant ist vielleicht noch, dass der „Kinderleonidas“ von Zacks Sohn gespielt wurde und dass sich Gerald Butler (Leonidas) innerhalb von vier Monaten diesen spartanischen Körper antrainieren musste. 2008 erschien eine Parodie des Films namens „Meine Frau, die Spartaner und ich“ (engl.: Meet the Spartans), die meiner Meinung nach grauenvoll war. Der Humor ist so flach, dass ich mich regelrecht durch den Film quälte. Nicht dass ich keinen Spaß verstehe, aber so ein Meisterwerk hätte eine niveauvollere Parodie verdient.
______________________
______________________

Filminhalt:

Handlung (OHNE Spoiler):
Der im Film machthaberisch dargestellte Großkönig von Persien Xerxes schickte einen Boten zum König von Sparta Leonidas I. Er solle sich friedlich um kampflos dem Großkönig beugen und ihm sein Land überlassen. Dieses Angebot widerspricht mehreren Grundregeln der Spartaner und wird dementsprechend als Beleidigung aufgenommen. Leonidas wusste, er muss in den Krieg ziehen, aber so einfach ist das nicht…

Charaktere:
Der bereits etwa zehn Mal erwähnte Leonidas ist mit Abstand der männlichste Charakter, der mir über den Fernseher flimmerte. Ein mit Testosteron vollgepumpter Spartaner mit kräftiger Stimme und tödlichem Kampfgeist. Einfach geil.

Genre:
Laut Wikipedia handelt es sich ja nur um eine Comicverfilmung, aber ist das eigentlich ein richtiges Genre? Mit dem kann ich zumindest kaum was anfangen. Das passendste Wort für diesen Film wäre „Awesomeness“. Dieses Wort gibt’s zwar eigentlich nicht, aber ich finde, es passt trotzdem.^^ Und zwar nicht weil ich ein euphorischer Fanboy bin, sondern weil ich mehrmals Gänsehaut hatte und mir bis heute Zitate im Kopf blieben, die mir beim Sport die letzte Energie geben. Ich kann den Film nicht mit „Actionfilm“ abstempeln. Action ist zwar genug vorhanden, aber anders umgesetzt, als in einem Terminator.^^

Action:
Zack Snyder ist bekannt für seine Zeitlupen. Die kamen auch in 300 nicht zu kurz. Bei einigen Schlachten steht die Zeit plötzlich wieder fast still und Leonidas schlägt sich heroisch durch die Menge, während ich vor Staunen keine Luft mehr bekomme. Ich will jetzt nicht übertreiben. Man muss sich die Atmosphäre schon ein Bisschen selber schaffen: Vorhänge zu, Surroundsystem mit Kinopegel, HD-Fernseher, etc.

Spannung:
300 weiß durchaus mit einer gewissen Spannung zu überzeugen. Vor allem zum Ende hin, wird der Film immer besser und unvorhersehbar. Ich zumindest konnte nicht erahnen, wie Leonidas in dieser Situation am Ende handelt.

Fazit:
Der Plot ist nicht wirklich tief oder kreativen Köpfen entsprungen. Die Geschichte basiert schließlich auf wahrer Geschichte und wurde eben für den Westen „aufpoliert“. Wer eine anspruchsvolle Story sucht, dem kann ich von dem Film nur abraten. Dafür ist die Aufmachung voll und ganz gelungen. Well done, Snyder! Das ist ein Film, bei dem ich ins Schwitzen gerate. Nicht weil er so spannend ist, sondern weil er mir den Atem raubt.
21/25 Punkte
______________________
______________________

Technik:

Bild:
Der Film besteht zu etwa 90 % aus Greenscreen im Studio und zu etwa 10 % aus Bluescreen im Studio. Aus Punkt und Komma ergibt sich irgendwo ein halber Prozent, der wirklich im Freien gedreht wurde, aber auch da war ein Greenscreen im Hintergrund. Das soll uns aber nicht stören, denn die digitalen Nachbearbeiter zaubern uns eine enorme Bildgewalt auf den Fernseher. Diese Bildgewalt wird jedoch durch ein ständiges Bildrauschen begleitet, das Mal mehr Mal weniger stark ist, aber sich wirklich durch den ganzen Film zieht. Die Pixel, die rauschen, sind natürlich nicht sehr groß, aber ich konnte sie trotzdem oft von weitem erkennen. Ansonsten ist noch der gewollte Verblassungseffekt zu erwähnen, der dem Film einen eigenen Stil verleiht und mir gut gefallen hat.

Sound:
Auch vom Sound bin ich selten enttäuscht bei einer Produktion by Snyder. DTS-HD Formate waren damals leider nicht so üblich wie heute. In dieser normalen BD-Version befindet sich eine Disk mit deutscher Dolby Digital 5.1 und englischer Dolby True HD 5.1 sowie PCM 5.1 Tonspur. Die anderen Sprachen seien mal dahingestellt. Jedenfalls krieg ich Krampfadern, wenn die englische Tonspur in PCM und Dolby True HD geliefert wird. Warum der Originalsprache nicht PCM gönnen und die deutsche Version in Dolby True HD? Naja, trotz nur Dolby Digital donnert’s ordentlich aus den Boxen. Eine Szene werde ich wohl nie vergessen. Die Spartaner warten in einer Schlucht auf einen Angriff der Perser und gehen in Position. Plötzlich stürmt der erste Perser los und die Masse hinterher. Aus der Kameraperspektive der Spartaner spüren wir schon, welche Massen sich gleich auf unsere Schilder stürzen und dann macht’s auch schon BUMM und alle Membranen an der Front schlagen mir erst Mal so auf die Brust, dass ich den Aufprall förmlich spüren konnte.^^

Umfang:
Glücklicherweise gibt es ja keinen Extended Cut. Von daher erwartet jeden Käufer hauptsächlich der 116-minütige Film. Daneben fanden noch diverse Extras ihren Platz auf der Disk. Unter anderem der Audiokommentar von Zack Snyder persönlich und die üblichen Specials wie „nicht verwendete Szenen“ usw. Für etwa 10 € ein mehr als angemessener Umfang.

Fazit:
Wer seine neue Anlage oder neuen Fernseher austesten will, ist mit diesem Streifen nicht schlecht beraten. Leider ist während des ganzen Films ein Bildrauschen zu vernehmen, dass man nachbearbeiten oder vermeiden hätte können. Mein einziger Kritikpunkt in Sachen Technik.
20/25
______________________
______________________

Gesamtbewertung:

300 strahlt inhaltlich nicht mit einem deepen Plot, sondern mit atemberaubender Actionumsetzung, die bei mir zu überzeugen wusste. Akustisch werden kaum Fehler gemacht und wer neue Hardware auf die Probe stellen möchte, ist mit 300 gut bedient. Das ständige Bildrauschen kommt nicht von eurem Fernseher, sondern ist tatsächlich den digitalen Nachbearbeitern zu verdanken. Snyders Meisterwerk hat sich in meiner imaginären Top-Liste auf den zweiten Platz katapultiert. Abschließend bleibt dann noch zu sagen: Lehnt euch zurück, dreht die Anlage auf and „Prepare for Glory!“

Filminhalt: 21/45 Punkte
Technik: 20/25 Punkte

Für 300 gibt’s von mir 41/50 Punkte.

Das Produkt bekommt somit eine 5-Sterne-Wertung und ist eine klare Kaufempfehlung meinerseits. Ich hoffe, ich konnte mit meiner Rezension helfen und würde mich noch über eine positive Bewertung freuen.;)

Mit freundlichen Grüßen

Daniel :DD
22 Kommentare| 37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 17. Juni 2007
Eigentlich sollte sich eine Filmkritik in Erster Linie mit dem Film an sich beschäftigen. In Anbetracht der aufgeheizten Diskussion über den Film scheint ein kleiner Exkurs, welcher über den Inhalt des Films hinaus geht, nicht verkehrt.

Ich kann mich an kaum einen Film der letzten Jahre erinnern, zu dem es so viele verschiedene Meinungen gab, der so kontrovers rezensiert wurde. In der Weltpremiere auf der Berlinale von der Presse zerrissen, an den Kassen dennoch (oder gerade deswegen?) ein Publikumsrenner.

Was wurde "300" in den Feuilletons der Welt nicht alles vorgeworfen? Der Ausdruck "Politisch unkorrekt" reicht hier schon nicht mehr aus.

Insbesondere in Deutschland meint man faschistoide Tendenzen zu finden, sogar von einer "Leni-Riefenstahl-Optik" war die Rede. Direkt dazu: Es ist noch nicht mal zu bestreiten, dass einzelne Szenen faschistoid wirken. Leider wird oftmals vergessen, dass Vieles von den Nazis missbraucht wurde, und somit in der heutigen Zeit diskreditiert ist. Man ist halt immer Kind seiner Zeit'.

In konservativen Kreisen Amerikas verurteilte man den Film, auf Grund eventueller Parallelen zwischen der amerikanischen Armee im Irak und dem gewaltigem Heer der Perser. Liberale hingegen meinten in den "300" Spartiaten den irakischen Widerstand wieder zu finden. Oder auch gerne genommen: König Leonidas als G.W. Bush im gerechten Kampf gegen eine islamische Übermacht. Des Weiteren beleidige der Film Homosexuelle, Farbige, und körperlich Behinderte (Xerxes, Ephialtes). Der Iran sah sich praktischerweise in Gänze beleidigt und protestierte bei der UNESCO gegen den Film.

Zyniker könnten behaupten, der Film sei somit schon wieder politisch korrekt: Es darf sich gerne jeder beleidigt fühlen' Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt: Ist die ganze Aufregung überhaupt gerechtfertigt?

Und damit kommen wir zum Film an sich: "300" ist nach "SinCity" die zweite Verfilmung eines Frank Miller Comics. Optisch ist dieser Film zweifellos herausragend. Wie schon bei "SinCity" wurde der gesamte Film vor einer Green-Screen gedreht, die Hintergründe nachträglich digital eingefügt. Das bedeutet, dass praktisch nichts außer den Schauspielern real ist. Die Schlachtszenen sind bis in Detail "durchgestylt", fliegende Wechsel zwischen Slow-Motion und Zeitraffer sind an der Tagesordnung. Jede Szene des Films wirkt wie ein einzelnes Gemälde, so überzeichnet ist die Landschaft im Film.

So beeindruckend der Film visuell und akustisch ist, so einfach gestrickt ist der Plot ("SinCity" war in diesem Punkt um Längen besser):

Die Story ist von daher schnell erzählt: Der Comic (Film) basiert auf der antiken Schlacht bei den Thermophylen, in der, nach Herodot, eine kleine Schar Spartaner einer persischen Übermacht trotzte, und dies auch überaus erfolgreich, bis sie Opfer eines Verrats wurden.

Widmen wir uns nun wieder den oben genannten Vorwürfen. Sicher erscheinen einzelne Dialoge oder Bilder bedenklich. In diesem Zusammenhang wird "300" vorgeworfen, er besitze keine tiefere Ebene, in der das Gezeigte hinterfragt und demontiert wird. Das ist durchaus richtig, das Handeln der Protagonisten wird zu keinem Zeitpunkt reflektiert. Dieser Sachverhalt stellt jedoch meiner Meinung nach kein Problem da: Der Film versucht einer Tiefergehende Deutung vorzubeugen. Einfach alles ist überzeichnet und übertrieben, wirkt einfach absurd: Wenn Leonidas sich fröhlich, einen Apfel essend, über gute Manieren unterhält, während seine Leute verwundete Perser abschlachten, dann kann und sollte dies keiner Ernst nehmen! Was passiert wenn man sich doch entschließt das Gesehene ernst zu nehmen, kann man an den Reaktionen des Feuilletons ablesen.

Wenn man etwas aus diesem Film mitnehmen will, dann vielleicht Folgendes: Es wird einem klar vor Augen geführt, wie manipulierend Bilder sind: Das Kämpfen und Sterben der Spartiaten wirkt elegant und leicht. Und nun denkt doch mal bitte jeder an die Schlachtszenen aus "Saving Private Ryan" oder "Flags of our Fathers"!

Nebenbei, was die Dialoge im Film angeht: Es empfiehlt sich ein Blick in die antike Überlieferung des Herodot zu werfen: Vieles lässt sich dort wieder finden ("Unsere Pfeile werden die Sonne verdunkeln"'.u.s.w.).

Wie ist nun der Film letztendlich zu bewerten? Es wird niemals so heiß gegessen wie gekocht wird'. Die im oberen Teil genannte Empörung ist völlig unnötig, in gewisser Weise sogar das Aufregendste in Bezug auf diesen Film. Die Vorwürfe greifen ins Leere, da dieser Film ja überhaupt nicht die Intention hat eine Botschaft zu verbreiten.

Natürlich ist "300" nicht jedermanns Geschmack, in seiner Darstellung ist er kompromisslos: Extremitäten fliegen durchs Bild, das Blut fließt in Strömen, die Spartiaten sehen aus wie Bodybuilder auf Anabolika, dazu kommt die mittlerweile obligatorische Dosis Sex. Man kann den Eindruck gewinnen, dass die zwischenzeitlichen Szenen in Sparta nicht dazu dienen den Plot voranzubringen, sondern ausschließlich um dem Zuschauer eine Pause vom Getümmel der Schlacht zu bieten'

Meiner Meinung nach sollte der Film als das gesehen werden, was er ist: Eine Comic-Verfilmung ohne tiefergehende Botschaft, einfach ein großartiges visuelles Erlebnis, bei dem man sich zwei Stunden Bestens unterhalten lassen kann. Das setzt allerdings voraus, dass man dazu in der Lage ist seinen Kopf abzuschalten, und sich nicht schon während des Films Gedanken über die "political correctness" des Films zu machen.
0Kommentar| 97 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2013
Rezension, die Erste:

Moin Deutschland,

dann zaubern wa mal'n paar Wörter in den weißen Kasten.

.
.
.
.
.

300 hat sich die 5 Sterne wirklich verdient.

Zur Handlung:

Da kommt ein Gottkönig namens Xerxes mit seinem millionschweren Heer von Söldnern
und Sklaven und will sich auch das kleine Sparta einverleiben. Doch wer hätt's gedacht,
Sparta hat mal so gar keine Motivation sich einfach so zu unterwerfen.
Leonidas, König und damit Oberhaupt Spartas, will diesem "Gottkönig" seine Heimat nicht einfach kampflos
überlassen. Von den Rechten Spartas eingeschränkt darf der König nicht in den Krieg, also sammelt er die 300
besten Spartiaten, die seine Stadt zu bieten hat und zieht mit seiner "Leibwache" Richtung Norden, wo das Heer
von Xerxes Horden an Land gehen wird. Eine aussichtslose Schlacht beginnt, in der sich diese 300 Spartiaten, zusammen
mit einer weiteren handvoll Arkadier, einem millionengroßen Heer stellen. Doch selbst der König Spartas hofft in der
Schlacht auf mehr als nur Ruhm ...

Zur Darstellung:

Szeneastisch bietet dieser Film wunderschöne Landschaften, viel Blut, Zeitlupen, Kämpfe und derbe Sprüche.
Hierbei mache ich gleich am Anfang auf die Filmkörnung aufmerksam, die in diesem Streifen mehr als normal
ist. Alte Ideale, die heutzutage leider viel zu rar geworden sind, erfahren hier ihren Höhepunkt.
Ehre, Ruhm, Vaterlandsliebe, Tollkühnheit, Idealismus, Stärke und eine beispiellose Haltung zur Selbstaufopferung.

Zack Snyder, der Regisseur, hat im Film, also beim Dreh, darauf geachtet,
dass der Comicstil - der Film beruht auf einen solchen, gut zur Geltung kommt.
Vielleicht wählte er auch deswegen den Greenscreen für fast seinen gesamten Film.
Fast alle Landschaften sind dadurch fast ausschließlich am Computer entstanden, aber
dies tut dem Film weiß Gott keinen Abbruch - im Gegenteil, es verschärft eben diesen
Comiceffekt.

Zur schauspielerischen Leistung gehe ich hierbei nicht weiter ein, da Gerard Butler hier dem
Epos seine Krone aufgesetzt hat. Eine hervorragende Leistung, die er und auch seine Riege der 300 hier abliefern.
Mal ganz abgesehen von seiner bezaubernen Frau - hier gespielt von Lena Headey.

Fazit:

Diese FSK 16 verdient sich eine FSK 18.
Der Film verzaubert durch seine Gewalt, seine Geschichte und der Legende, die sich um die Schlacht bei den Thermopylen regt.
Allein der Gedanke daran, dass sich so wenige - so vielen stellten und dabei den sicheren Tod in Kauf nahmen, lässt einen
Menschen nicht mehr los. Eine Gänsehaut jagt die nächste. Die Reden, das Handeln ... immer wird das eigene Leben hinter
dem Fortbestehen der Stadt, des Staates, der Heimat gestellt. Doch ist es kein Verhalten gleich einer Raserei, vielmehr treibt
die Soartiaten das Wissen über die eigene Überlegenheit über den Gegner weiter und selbstsicher voran.

Eine schöne Besetzung, eine leicht nachvollziehbare Handlung mit einer umso mehr spektakulären Aufmachung setzen 300 perfekt
in Szene. Eine klare Empfehlung zum Kauf für den gemütlichen Männerabend oder auch allein, um sich klar zu machen, was gute Ausbildung,
Idealismus und ein kleiner Funken Wahnsinn alles ausrichten können.

In diesem Sinne - Ahu, Ahu, Ahu!
22 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2007
So, jetzt mal ehrlich Leute. Wer redet hier von pädagogik ?!

Der Film will unterhalten. Er will euch nicht in eine virtuelle Geschichtestunde zurückversetzen. Er will keine Kinder Unterhaltung sein. Er will auch nichts mit "Pädagogik" am Hut haben !

NEIN ! Er will einfach NUR unterhalten. Aber einige erwarten hier von diesem Film bzw. Comic genau die o.g Sachen. Setzt euch hin und nehmt euch nen Keks, aber bitte versucht in diesem Film einfach nur einen Film zu sehen.
0Kommentar| 37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 28. September 2013
Handlung:
300 Spartaner - blutrünstig, kriegerisch, für den Kampf geboren - versuchen in einer Schlucht die Überzahl des Gegners zu annihilieren. Selbstverständlich klappt das auch rund 2 Stunden lang sehr gut. Letztlich ist das "spannende" am Film eher, was der gute "Persergott" als nächstes für Kreaturen in den Kampf schickt. Komplexe Handlungsstränge bleiben dem Publikum also erspart. Entsprechend "männlich" und schlicht bleibt der Film auch bei der Zeichnung seiner Charaktere. Die Spartaner sind gestählte Übermenschen mit coolen Sprüchen. Die Verbündeten "verweichlichte" Normalos und der Gegner eine unterdrückte Sklavenhorde. Man darf hier nicht zu viel erwarten. Aber für einen Männerabend ist das genau das Richtige.
Insgesamt 4 Sterne.
Als Frau würde ich vermutlich 2 geben ;-)

Bild:
Ich verstehe, dass diese Filmkörnung nicht jedem gefällt. Ob es sich hierbei um ein bewusst eingesetztes Stilmittel handelt, kann ich selbst auch nicht beurteilen. Aber mal abgesehen davon ist das Bild auf der Blu-Ray-Version absolut super. Für 4 Sterne reicht das allemal.

Ton:
Eine englische PCM-Spur ist schon etwas besonderes. Leider war für die Deutsche kein Platz. Hier muss man mit Dolby-Digital Vorlieb nehmen. Wer Untertitel lesen mag oder sogar ohne sie auskommt, sollte aber zum PCM-Signal greifen - sofern die Soundanlage damit zurecht kommt. Eine großartige Geräuschkulisse ist dann Gewiss. Leider sind die Sprachkanäle etwas zu leise. Meine Nachbarn waren darüber wohl nicht so froh an diesem Abend, weil der Rest dann entsprechend laut wird..
Trotzdem 5 Sterne.

Extras:
Durchaus sehenswert für Freunde dieser Epoche. 4 Sterne.

Fazit:
Mir gefällt's. Der Film polarisiert jedoch. Entweder man steht auf solche Filme, oder man lässt die Finger lieber weg davon. 80% des Films sind nun mal reine Kampfszenen. Für einen gammeligen Sonntagnachmittag sind die aber sehr unterhaltsam! 4 Sterne.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 10. Oktober 2012
An diesen Film darf man nicht mit einem Anspruch auf vollständige Wahrhaftigkeit der Ereignisse herangehen, man muss ihn betrachten, wie an sich zum Beispiel die Verfilmung der Nibelungensage oder des Hildebrandtslied ansehen würde, oder, bleibe ich in der Region, Herakles, oder Jason mit seinen Argronauten, oder ...

Sagen nutzen geschichtliche Ereignisse, verfremden sie aber, um ihren Protagonisten den Charakter zu geben, den der Erzähler anstrebt.
Diese (sagenhafte)Verfremdung der Wirklichkeit findet der Zuschauer auch in den Bildern des Filmes, lebende Schauspieler gefilmt und zeichnerisch bearbeitet, alles mehr Fiktion als Realität.
Die Spartiaten sind als krieg- und kampferfahrendes Volk dargestellt,die Athener als die für ihre Freiheit einstehenden Bürger.
Bei König Xerxes und seinen Truppen wurde eine kulturelle Andersartigkeit optisch auffällig betont, aber ebenso fällt auch schon die kulturelle Verschiedenheit der Spartiaten zu den Athener optisch auf.
Der Schwerpunkt auf Kampfszenen, die als "wirklicher" Film kaum zu ertragen gewesen wären, waren von dieser gewissen Schönheit der Bewegung und Körperbeherrschung, die man auch auf antiken Tonvasen findet - und in asiatischen Kung-Fu-Filmen.
Mich hat der Film in seiner Ausdrucksstärke beeindruckt wie einen eine gut erzählte Sage über ein Ereignis vor zweieinhalbtausend Jahren eben beeindrucken kann.
Einen Bezug zu heutigen Zeiten kann ich nur insofern herstellen, dass Krieg schrecklich ist und keinem Volk widerfahren sollte und so erfolgreich ein Angreifer auch ist, irgendwann wendet sich sein Schicksal - alle anderen moralisierenden Interpretationen kann ich nicht folgen, denn die (überzeichnete) Schönheit der männlichen Körper der Spartiaten und ihre Erziehung zur steten Körperertüchtigung machen ihr Sterben für den Zuschauer nicht besser - und somit auch nicht erstrebenswert.
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. September 2014
Grandioses Action-Spektakel mit 1A- Darstellern und Spezialeffekten. Auch die Kampfszenen sind der Hammer. Zwar hat das ganze mit den historischen Ereignissen so ziemlich nichts gemeinsam, aner dennoch ein filmisches Erlebnis
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
August 480 v. Chr.: Xerxes I. beabsichtigt das antike Griechenland zu unterwerfen. Auch Sparta soll sich dem Willen des Perserkönigs beugen, der sich für göttlich hält. Allerdings sind die Spartaner aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Anders als viele andere antike Zivilisationen haben sie ein ständiges Vollzeitheer. Die Spatiaten, Vollbürger Spartas, sind dafür geboren auf dem Feld zu sterben und kennen kaum Furcht. So lässt sich Leonidas I. (Gerard Butler) auch nicht von den persischen Abgesandten bedrohen. Im Gegenteil. Er tötet sie, was bereits im Altertum ein Skandal ist.

Allerdings kann er auch nicht als König tun und lassen, was er will. Das Orakel sagt Sparta großes Unheil voraus, wenn er gegen die Perser ins Feld zieht. Obwohl ihm Zweifel kommen, lässt er sich nicht beirren. Er darf zwar sein Heer nicht gegen die Perser schicken, aber gegen einen Ausflug mit 300 seiner besten Leute als eine Art Leibwache lässt sich kaum etwas sagen. Die 300 Krieger stellen sich in einer drei Tage dauernden Schlacht einer überwältigenden Überzahl von Feinden entgegen...

Der Film basiert auf eine sehr erfolgreiche Graphic Novel von Frank Miller und der hat sich von einem 60er Jahre Film inspirieren lassen. Dieser Film wiederum entspringt den Aufzeichnungen von Herodot, der eindeutige Geschichtsfälschungen betrieben hat, jedoch die einzige - fragwürdige - zeitgenössische Quelle darstellt. Daher wird man wohl nie erfahren, was dort tatsächlich komplett vorgefallen ist. Es dürfte jedoch so bedeutend gewesen sein und die Spartaner trotz ihrer Unterzahl den Persern so viel Mores gelehrt haben, dass man noch nach fast 2.500 Jahren von dieser Schlacht weiß!

Dem Film oder gar der Graphic Novel faschistoides Gedankengut zu unterstellen wie ich in einigen Kritiken gelesen habe, finde ich absolut schwachsinnig. Zunächst einmal stehe ich ebenfalls auf dem Standpunkt wie die Macher des Films. Es ist eine eigene Version, wie sie ein Überlebender weitererzählt hat. Im Übrigen haben die Spartaner nichts schriftlich fixiert. Allerdings stimmen diverse Einzelheiten. Die Jungen wurden schon sehr früh zum Krieger erzogen. Die Frauen waren fast gleichberechtigt. Leonidas I. hatte 300 Spatiaten zum Ort des Geschehens geführt. (Gut, etwa 5.000 Hilfssoldaten waren ebenfalls dabei, die allerdings nicht die gleiche martialische Ausbildung genossen hatten).

Der Film strotzt nur so von optischer Ästhetik. Jede Szene gleicht einem brutalen Kunstwerk mit viel Blut und Metzeleien. Natürlich ist vieles übertrieben dargestellt, einige Gegner wirken so, als seien sie dem Herrn der Ringe entsprungen. Allerdings muss man neidlos zugeben, dass dies ordentlich in Szene gesetzt ist, auch wenn Leonidas sehr sympathisch rüberkommt. Daher ist es umso unverständlicher, dass das Bild recht grobkörnig ausfällt, jedenfalls, wenn man den Film am PC anschaut.

Der Schuber enthält einen Auszug aus dem Artbook. Die erste DVD enthält Film mit und ohne Audiokommentar, die zweite DVD beinhaltet die Specials, u. a. sehr informative Auszüge zum Making Of, aber auch zu den realen historischen Einzelheiten.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,00 €
5,97 €
3,64 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken