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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
6


am 20. Januar 2003
Absolut empfehlenswert. Einfühlsam gedreht, das Thema geht einem nicht so schnell aus dem Kopf. Ken Loach Dokumentardrama ist allerfeinste Sahne! Kein Polit-Prop-Film sondern Einfühlsam und engagiert! Sehr zum empfehlen!
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am 2. Oktober 2005
Carlas Song ist seit Jahren einer meiner Lieblingsfilme. Oyanka Cabezas und Robert Carlyle spielen hervorragend, glaubwürdig und mit viel Gefühl. Auch Nicaragua ist für mich mit seinem Kriegswirrwarr - stellvertretend auch für andere Länder - immer noch ein Thema, bei dem die USA eine äusserst fragwürdige Rolle spielen.
Der Film ist aber auch Liebesgeschichte, beginnt fast kommödiantisch, wird jedoch bald einmal ernst. Glaubwürdig ernst, wie ich meine. Und Carlas Song endet auch nicht mit einem Happyend. Die wunderschöne junge, aber traumatisierte Frau will wieder in ihr Land zurück kehren, nach Nicaragua, kann ihre alten (Rebellen-) Freunde und ihre Familie nicht vergessen. Schliesslich organisiert ihr (neuer) englischer Freund den Flug, bezahlt und begleitet Carla - und lernt den Nicaraguanischen Krieg hautnah kennen. Zudem muss er miterleben, wie Carla nach ihrem (alten) Freund sucht, ihn schliesslich in einer versteckten Hütte findet und - bei ihm bleibt.
Ihm ist im Kampf die Zunge abgeschnitten worden. Reden kann er also nicht mehr. Aber er hat noch immer seine Gitarre, und als Carla in die Hütte tritt, beginnt er zu spielen und Carla zu den verhaltenen Gitarrenakkorden leise zu singen ...
Noch selten habe ich eine berührendere Szene in einem Film erlebt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Oktober 2013
Selten ist mir bei meinem doch reichlichen Filmkonsum ein Streifen noch so gut in Erinnerung wie "Carla's Song", den ich vor über 10 Jahren gesehen habe. Grund für eine Rezension, eine verehrende, aus dem Gedächtnis. Warum beeindruckt dieser Film über die Jahre hinweg und hat sich nachhaltig in Herz und Hirn eingebrannt? Tja, er hat eben beides: Herz und Hirn. Regisseur Ken Loach wird gern als Altlinker bezeichnet, und rechtsgerichtet ist sein Film sicherlich nicht, aber dafür hat er so viel mehr zu bieten als den sozialistisch korrekten Zeigefinger. Der "Held" George (Robert Carlyle) gehört zu den sogenannten einfachen Leuten, ist ein Busfahrer in Schottland. Es ist einfach herzerwärmend, wie dieser Mann aus einem Impuls des Gerechtigkeitsgefühls heraus sich verliebt - und für diese Liebe alles zu geben bereit ist; selbst um den Preis, die Frau wieder zu verlieren. George beschützt die Schwarzfahrerin Carla (Oyanka Cabezas) vor dem Zugriff des Kontrolleurs, dem ein Quentchen zuviel Spaß an der Freude am Job anzumerken ist, obwohl er natürlich juristisch gesehen im Recht und George im Unrecht ist. Er lernt Carla näher kennen, sie ist aus dem Bürgerkrieg Nicaraguas geflohen, aber möchte wieder dorthin zurück, um ihren Freund zu finden, dessen Gesicht infolge von Folterungen der Contras völlig entstellt sein muss. George, der sich nie groß für Politik interessiert hatte, muss sich Tipps von seiner sechzehnjährigen Schwester holen, die das Thema in der Schule behandelt. "Ist alles ganz schön verwickelt", stellt er fest. Auf ganz unaufdringliche, romantische Weise hat Loach seine politische Botschaft untergebracht, die ich für schön, richtig und wichtig halte. Jeder, wirklich jeder kann sich für Politik interessieren, sie kann spannend sein, man kommt gelegentlich zu ihr wie die Jungfrau zum Kinde, sie sollte nicht nur von selbsternannten Experten gemacht werden, sondern vom Volk, das von ihr auch betroffen ist. Selbst "Ungebildete" haben oft einen natürlichen Gerechtigkeitssinn und sollten ihn nutzen, auch wenn es ganz schön verwickelt ist.*

George mag ungebildet sein, blöd ist er nicht. Es ist anrührend, wie er für seine Liebe bereit ist, bis zum Äußersten zu gehen. Das bedeutet: nach Nicaragua reisen, um Carla zu helfen, ihren Freund zu finden. Was ja nun einmal dazu führen kann, dass George sie verlieren wird, weil sie sich dem anderen, geliebten Mann wieder zuwendet (Carla lässt keinen Zweifel, dass dies im Falle dies Wiederfindens der Fall wäre und dass sie mit großer Liebe an diesem Manne hängt / dass diese Liebe durch das "unansehnliche" Gesicht und die psychisch-physische Pflegebedürftigkeit des Folteropfers vermutlich nicht getrübt werden könnte). Auf den Vorhalt seiner Schwester meint George nur: "Ich muss das riskieren." WOW und bravo, da ist nicht jemand vor Liebe bis zur Selbstaufgabe verblödet, sondern da hat einer eine neue Lebensaufgabe, ein neues Lebensziel gefunden und geht in konsequentem Wissen um das Risiko seinen Weg. Er wird in das bürgerkriegsgeschundene Land kommen, der Film ist politisch ein wenig einseitig auf Seiten der Sandinisten (indes hat es Sauereien der Contras inklusive Unterstützung durch die CIA ja tatsächlich gegeben). Aber das macht nichts. Loach kann eben erzählen statt dozieren, und bei allen Zweifeln an der Ausgewogenheit gelingt ihm, dass man von der Liebes-/Erweckungsgeschichte beeindruckt und angerührt ist, von der politischen Geschichte aber immerhin so beeindruckt, dass man mehr wissen möchte über das Thema. Viel mehr kann ein Film kaum leisten, der sicherlich in gut 90 Minuten nicht ganz Nicaragua ausgewogen erklären kann (und will).

SPOILER!!!

Am Ende löst der Film sein Versprechen ein, ohne kitschig zu sein: Die Begegnung Carlas mit dem Freund ist wunderschön dezent gefilmt, ohne den Mann mit seinen Narben (im wörtlichen Sinne) zur Schau zu stellen, aber auch ohne sich vor den tiefen Narben (im übertragenen Sinne) verschämt zu drücken. Eine wunderbare Gegenlichtaufnahme wahrt optisch Distanz, lässt aber emotional eine unglaublich schmerzhafte Nähe spüren. Natürlich wird Carla bei diesem Mann bleiben. Aber George ist glücklich und kann gestärkt in sein altes Leben zurückfahren. Als ein Mann, der zugeben muss, bei den schmutzigen CIA-Operationen mitgemacht zu haben, seine Berufsbezeichnung und seinen Einsatzort nennt, kann George ihm für dessen Aufrichtigkeit verzeihen, und mehr: Er nennt ebenso selbstbewusst Namen, Beruf, Stadt und Buslinie, die er fährt. Er kann dahin zurück. Gereift, gestärkt, mit erhobenem Haupt wird er seinem Job nachgehen, die große Liebe und Aufgabe seines Lebens wird ihn im Alltag immer stärken. Er hat in verwickelter Situation etwas riskiert und gewonnen. Sollten wir das nicht alle, ob wir nun Busfahrer oder Geheimagent oder was auch immer sind? Eine ganz und gar wunderbare Botschaft. Und ganz und gar ohne die penetranten Mittel des "Botschaftskinos" erzählt. Ein Meisterwerk!

* Letztens war im "Spiegel" von einem St.-Paulianer Türsteher zu lesen, der sich für den Schutz von Asylbewerbern gegen ausländerfeindliche Übergriffe in seinem Kiez einsetzt. Der Mann hat sich nach eigenem Bekunden nie groß für Ausländerpolitik interessiert, hat aber offenbar das Herz, wie man so sagt, auf dem rechten (bzw. linken) Fleck und konnte nicht ertragen, was er in seiner Welt mitansehen musste. Die Geschichte sollte Schule machen; Georges Erweckung erinnert daran.
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am 3. Januar 2013
habe den film mal vor vielen jahren im kino gesehen und hatte ihn sehr gut in erinnerung. jetzt als dvd gesehen - war ein wenig enttäuscht. kann aber nicht benennen, wieso er mich diesmal nicht sonderlich berührt hat...
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am 31. August 2001
Auf sehr berührende Weise erleben wir die sich anbahnende Liebensgeschichte zwischen George und Carla mit, die im kühlen Glasgow der 80 er Jahre ihren Anfang nimmt, mit. Noch weiß George nichts über die junge Frau und über deren traumtische Erlebnisse während des Krieges in Nicaragua; ja er weiß noch nicht mal woher die Frau, an der er solchen Gefallen findet überhaupt stammt. Nach der Zeit des ersten Kennenlernens erklärt sich George bereit mit Carla in Nicaragua nach deren Familie und Lebensgefährten zu suchen; von Letzterem fehlt nach einem Überfall durch die Contras jegliche Spur. Sehr berührend sind die Szenen, denen man ausgeliefert ist und denen man nicht mehr aus kann. Untermalt wird die Geschichte durch typische Klänge Mittelamerikas und nicht zuletzt durch - Carlas Lied - welches man noch beim Einschlafen zu Hause summt. Eine Ode an ein wunderbares Land und an das unsagbare Leid der dortigen Menschen, die jedoch nichts an Lebensfreude und Herzlichkeit eingebüßt haben. Einmal mehr zeigt sich auch, dass wahre Liebe darin besteht, einen geliebten Menschen gehen lassen zu können - auch wenn es uns tränenüberströmt zurückläßt.
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am 2. Februar 2012
Ken Loach ist ein Regisseur, dem immer soziale und politische Themen am Herzen lagen, bzw. liegen.
Dieser Film führt den Zuschauer von Glasgow - Schottland, in das revolutionäre Nicaragua, wo sozialistische Sandinistas gegen
CIA gesteuerte Contras kämpfen. Der rote Faden ist dabei die Liebe eines schottischen Busfahrers, zu einer nicraguanischen Exilantin.
Unbedingt sehenswert, für mich ist Carla's Song der bewegendste Liebesfilm überhaupt.
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