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Die ersten 3 Alben von Leonard Cohen (Songs, Songs of from a room, Songs of Love & Hate) sind unvergleichbare Ausnahmeerscheinungen der Popmusik - jedes für sich ein Meisterwerk und ALLE Nummern auf höchstem musikalischen Niveau. Cohen ist aufs erste mehr ein Poet denn ein Musiker - seine Lieder sind in Musik gegossene Poesie, und werden dadurch zu einem hypnotisierenden Erlebnis. Seine dunkle, warme und etwas brüchige Stimme berührt das Herz und fasziniert. Sich mit Hit-Compilationen zu begnügen, wäre ein Jammer, da wirklich jedes Lied ein Erlebnis und ein Juwel ist.

SONGS - ist das "romantischeste" und am leichtesten ins Ohr gehende Album. Sentimental, gefühlsbetont, leicht melancholisch - ohne je kitschig zu werden. Neben aller Poesie auch ideal für Verliebte und kuschelige Erlebnisse.

SONGS FROM A ROOM - ist von der Instrumentierung her sparsamer und textlich und musikalisch verdichtet, nüchterner. Cohen erzählt und singt Geschichten von archaischer und doch schlichter Größe.

SONGS FROM LOVE AND HATE - ist ein düsteres und hypnotisierendes Meisterwerk. Die faszinierenden Texte werden kongenial musikalisch in der Wirkung gesteigert. Die ruhige, sonore und nachdenkliche Stimme Cohens versetzt einen in ein quasi mystisches Erleben.

Man kann hier nicht sagen, welche CD "besser" ist - jede für sich ist ein eigenständiges und in sich vollkommenes Werk. Das ist mehr als Pop-Musik. Das ist Kunst.
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am 14. September 2003
Auch wenn Leonard Cohen schon seit Beginn seiner Karriere kaum als besonders fröhlicher Zeitgenosse betrachtet werden konnte, blitzte auf seinen ersten zwei Alben zwischen all der Melancholie doch immer auch einmal ein Funken Optimismus auf. Auf "Songs of Love and Hate" ist nun endgültig Schluß mit lustig:
Schwarz wie das Album-Cover überrollt der Opener "Avalanche" in seiner atmosphärischen Dichte jeden Hoffnungsschimmer, gefolgt von einem trostlosen "Last Year's Man". "Dress Rehearsal Rag" zieht zwar ein wenig im Tempo an, ändert aber nichts an der düsteren Grundstimmung. Im Gegenteil: Der expressive Sarkasmus Cohens nimmt hier schon ein wenig Nick Cave vorweg.
Auch das countryeske "Diamonds in the Mine" ist nur wenig fröhlicher, und spätestens mit dem "Famous Blue Raincoat" hat uns Cohen wieder dort, wo er uns haben will: Im Tal der Tränen, zwischen Hoffnungslosigkeit, Melancholie und Resignation.
Stimmungsvoll und traurig wie kaum ein anderes Album ziehen einen die "Songs of Love and Hate" in ihren Bann. Ein Pflichtalbum, das in keinem Plattenschrank fehlen sollte. Einziger Wermutstropfen ist, dass man auf die Texte am Cover verzichten muss.
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am 30. April 2013
Ich bin kein Poet. Daher wird es schwerfallen, die Größe dieser Songs in eine Rezension zu reproduzieren geschweige denn jener eine rein rationale begründete Interpretation unterzuschieben, die Allgemeingültigkeit beanspruchen würde - Sünde wäre das! Und mehr als der Titel des Albums, "Songs of Love and Hate", könnte diese doch nicht aussagen; denn darum geht es: Um Liebe und Hass, ihr Wechselspiel im Schatten der tropfenden Zeit und ihre abstrakten Dimensionen; diese werden in ihrer klaren Schönheit fast intuitiv verständlich.

Die dichtere musikalische Instrumentalisierung gegenüber den zwei zuvorgehenden Alben, besonders die hinzugekommenen Streicher kanalisieren die ohnehin mystische Energie in etwas Zeitloses, Ewiges. Die Stimme Cohens, in der selbst in dunklen Passagen stets das wissende Lächeln des fast Erleuchteten mitzuschwingen scheint, gewann seit dem deutlich an Ausdruck; besonders in "Sing another song boys" und "DIamonds in the mine" fließt das Chaos seiner künsterlischen Emotionalität geradezu erodierend in die Seele des (unschuldigen?) Zuhörers. Die Lawine ist das zentrale Symbol des Loslassens, ja des gewaltsamen Kontrollverlusts, um persönliches Wachstum, Erkennits- und Liebesfähigkeit zu induzieren - dieses Motiv findet sich schon sehr früh bei Leonard Cohen: "Yes you who must leave everything that you cannot control. It begins with your family but soon it comes round to your soul." (Aus: The Sisters of Mercy, Songs of Leonard Cohen, 1967)
Ich empfinde das Album in tiefstem Sinne als läuternd und reinigend.

Auch wenn es der universalistischen Intention meiner Rezension widersprechen mag, möchte ich dies dennoch am Beispiel von "Avalanche" ganz individualisiert explizieren:

"When I am not this hunchback that you see - I sleep beneath the golden hill"
Ich verstehe in diesem Song die Geschichte eines tief zerrissenen Menschen. Eines Subjekts, das zum einen in den Abhängigkeiten und Täuschungen dieser Welt gefangen ist - und sich dessen bewusst geworden einem übermenschlichen IDeal von Vollkommenheit zustrebt. Der Vortragende strebt nach Trennung von Bedürfnissen, von Gier und von falscher, geheuchelter Liebe. ("I who have no need").
Dabei stellt sich jedoch bald heraus, das den Ton auf der Leiter zum Nirvana, den dieser Song anspielt, gewiss nicht das erreichte Ziel selbst ist; sondern eine Stufe von Grausamkeit und narzisstischer Größenphantasien, gegenüber all jenen, die er zurückgelassen. ("The crumbs of love you offer me - are the crumbs I've left behind")

In gewisser Hinsicht wird dieses Negative in "Joan of Arc" aufgehoben. Dennoch möchte ich dem geneigten Leser dieser Rezension nicht die weiteren Strapazen einer Intelektualisierung dieses wundervollen Werk aufbürden, liegt dessen Schönheit doch gerade in einer Form, die zwar metaphorisch differenziert, jedoch in ihrer Abstrakheit eine Unendlichkeit möglicher Passungen in die Leben vieler Menschen enthält; die Wirkung der Poesie würde durch einer semantisch rationalisierte Vorwegnahme zerstört werden, da gerade im Paradoxon ihrer Nicht-Interpretierbarkeit das bewegende Moment ihres Seelenfunkens liegt: "Do not dress in those rags for me - I know you are not poor": Die wahre Schönheit jeder Seele liegt nicht in der Gefälligkeit ihres Verhaltens.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Dezember 2011
cohen macht mich trotz seiner eher simplen musik immer wieder wehrlos, ich liebe diese traurige, gelangweilte stimme, die wie nebenbei über den wellen dieser einfachen aber betörenden melodien schwebt.

ich tu mir auch schwer damit, mein lieblingsalbum von ihm zu benennen, wenn ich's aber müßte, dann wäre es dieses, sein drittes.

trotz eines relativ großen ensembles, auch streicher sind vertreten, wirken die songs dieses albums auf das allerwesentlichste reduziert, cohen's stimme wärmt mit kargem arrangement möblierte räume, erfüllt sie mit gefühlen, die viel mit sehnsucht, ängsten und trauer zu tun haben.

mit ausnahme von "dress rehearsal rag" - der song beschreibt den gemütszustand eines menschen vor dem suizid - ist aber immer auch eine gewisse lebensfreude und mut für einen neuanfang auf magische weise mitverarbeitet.

tja, und die ursprungsversion eines seiner größten songs "famous blue raincoat" ist hier zu finden, ganz sparsam instrumentiert, cohen's stimme und die simple gitarrenbegleitung erklingt wie in einer großen dunklen höhle, ab und zu entstehen töne in der dunkelheit und wenn dann von ganz fern die backgroundsängerinnen einsetzen, macht das gänsehaut...

eine platte bei der - wenn man sich drauf ein- und sich reinfallen läßt - alles rundherum verschwindet und wohl auch bei weniger sensiblen menschen großes kopfkino ausgelöst werden kann.

dabei ist das auch noch intim und hautnah aufgenommen, mit frappierender räumlichkeit und direktheit. man hört der aufnahme das alter an, es gibt auch ab und zu ein paar rauschfahnen, trotzdem ist das eine audiophile scheibe, eine die auf guten musikmaschinen wie ein zeitfenster ins jahr 1971 wirkt durch das man den akteuren in den trident-studios beinahe beim musizieren zusehen kann.

grandios!
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am 27. September 2013
Ich weiß nicht welchen emotionalen Tiefpunkt Cohen seinerzeit erreicht hatte aber die 1971 veröffentlichten Songs of Love and Hate ist das düsterste verzweifelste Album Cohens. Cohens Humor blitzt nur in bitterer fast zynischer Ironie auf. Die Musik rückt mit Streichern und Sängerinnnen ein Stück weiter in den Vordergrund und seine Stimme klingt tiefer und vibrierender als zuvor. Er erbricht förmlich sein Innerstes in dem immer drohenden Dress Rehearsal Rag. Er reißt sich sein Herz aus der Brust und offenbart es dem Hörer in dem populärem Famous Blue Raincoat. Positiv klingt hier kaum etwas, wenn man so will vielleicht noch das bitter ironische Diamonds In The Mine in welchem Cohen fast wütend seinen Countrysong krächtzt. Doch das meiste ist eine brüchige mit Hall versetzte Stimme vor einem dunklen und kalten Abgrund.
Für mich eine der besten Scheiben des frühen Cohen, da es eine der durchgänigsten Scheiben ohne einen Einbruch ist.
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am 20. Mai 2017
Im Zeitalter vom Streaming und Mp3 ist es eine schöne Geschenke Idee wieder auf Schallplatten zurück zugreifen.
Für Leonard cohen Fans ein muss
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am 8. Februar 2006
Leonard Cohen war der große Prophet der Innerlichkeit in der Poesie der Popmusik. Introspektiver und dichter ist kein Popmusiker in seinen Texten je gewesen. Und das hier ist sein Meisterwerk.
Extrem reduzierte musikalische Begleitung in Verbindung mit Leonards unnachahmlicher Stimme machen diese Platte zu einem absoluten Meisterwerk der Poesie der Innerlichkeit. Teilweise fast meditativ oder mantra-ähnlich.
Allein 3 der hier versammelten Songs würde ich unter die Top 30 der poetischsten Songs der Popmusik überhaupt rechnen. Trotz des Rohrkrepierers "Diamonds in the mine" und des etwas schwächeren "Avalanche" bleiben 25 Minuten inspiriertester Poesie auf dem Höhepunkt des Schaffens eines Ausnahmekünstlers.
Mein Tipp: LP auflegen (hier empfehle ich wegen der Wärme des Klanges noch die LP, soweit vorhanden), Licht ausschalten, in den Sessel fläzen und genießen. Ein unvergessliches Erlebnis für den, der die Sinne dafür öffnen kann.
Aber obacht: Man muss es mögen. Diese zutiefst jüdischen Wurzeln entspringende Mischung aus Selbsmitleid, sexuellen Assoziationen und bitterem Humor ist sicher nicht jedem zugänglich. Wer keine Sensoren dafür hat, wird sich zu Tode langweilen oder Aggressionen kriegen.
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Auf diesem mittlerweile zum Klassiker gewordenen Album sind 2 der besten Cohen-Songs enthalten: "Joan of Arc" und "Famous blue raincoat"! Anhand dieser beiden Lieder kann man gut erkennen, dass Leonard Cohen zu keiner Zeit ein Folk-Sänger war - und auch keiner ist. Cohens Songs waren immer nur vordergründig, also auf den ersten Blick, sogenannte Folksongs; dahinter sind sie eiskalt und urban.

Leonard Cohen ist ein durch und durch urbaner Künstler.
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am 29. März 2002
Leonard Cohen war der Nick Cave der Siebziger und genauso wie Cave schreibt er geniale Texte. Die Grundstimmung bei Cave's letztem Werk ("No More Shall We Part") ist die Trauer über eine Welt, in der sich der Künstler nicht mehr zurecht findet, hier bei Cohen ist der Künstler Sprachrohr dieser Welt und seine Stimme ist bedrohlich. Cohen kann nicht singen, aber seine Stimme zieht den Hörer in seinen Bann und macht Angst. Und das meine ich ernst, Lieder wie “Avalanche“ oder speziell “Dress Rehearsal Rag“ machen in der Tat: Angst.
Leonard Cohens drittes Album ist ein dunkles, diabolisches und vor allem furchterregendes Meisterwerk.
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am 8. April 2016
Schwierig was zu dieser Scheibe zu schreiben, wer die Lieder kennt weiß was er hat und wer sie nicht kennt, sollte sie so schnell wie möglich kennenlernen. Leonard war, ist und wird immer eine Empfehlung sein.
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