Hier klicken Sale Salew Salem Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily Autorip longss17

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
22
4,2 von 5 Sternen
5 Sterne
14
4 Sterne
5
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
3
Format: DVD|Ändern
Preis:5,99 €+ 3,00 € Versandkosten


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 24. Oktober 2007
Ich habe den Film vorher nicht gekannt, und kann nun sagen: ein wirklich fantastischer Revolutions Western. Der Film ist klasse und so etwas wie die Mutter der Mexiko Revolutions Western. Die Story ein Gringo während des Mexikanisches Bürgerkriegs, schließt sich einer Bande von Rebellen an. In einer tollen Nebenrollen wieder mal Klaus Kinski als erbarmungsloser Mönch. Daneben brilliert Gian Maria Volontè ( der Bösewicht aus Für ein paar Dollar mehr !) als Bandenchef und Lou Castell als Söldner. Die Story ist aber das eigentlich Highlight des Films und von der will ich nicht zuviel verraten.

Bild und Ton der DVD sind in Ordnung. Fehlende Szenen wurden mit Untertitel eingefügt. Die deutsche Synchronisation ist wieder mal nicht die beste, aber dafür gibt es noch 2 alternive Englische Tonspuren. Die Specials sind auch OK, leider ist das Interview mit Lou Castell Englisch ohne deutsche Untertitel. Aber was solls, als Italo Western Fan kann man froh sein, daß solche Perlen endlich vollständig zu sehen sind.
Also viel Spaß mit einem tollen spannenden Italo Western Kracher !
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2015
Technisch betrachtet weiß die Blu-ray von "Töte Amigo" zu gefallen: Das Bild ist für einen fast 50 Jahre alten Film überraschend scharf und sauber, der Ton klar verständlich und durchaus kräftig. Maßstäbe für Filme aus der heutigen Zeit darf man natürlich nicht ansetzen. Auch sind die Unterschiede zur DVD-Fassung spürbar, aber nicht überwältigend.
Die Nachsynchronisation der in der deutschen Kinofassung fehlenden Szenen ist ordentlich, aber als solche sofort auffällig: die neue Synchronstimme von "Chuncho" unterscheidet sich doch erheblich von der ursprünglichen. Wirklich störend ist das aber nicht, auch weil nur wenige Szenen betroffen sind.

Zum Inhalt:
Der Film gilt als Begründer des Subgenres Revolutionswestern, auch wenn Regisseur Damiano Damiani diese Bezeichnung ablehnte. Er sah sein Werk als politischen Film mit allgemeingültiger Aussage, der vor dem Hintergrund des mexikanischen Bürgerkriegs spielt - mit vielen Anspielungen auf die Gegenwart der Entstehungszeit. Er wollte seinen Film in all seiner zynischen Gewaltätigkeit als zeitlose Darstellung der menschlichen Natur und ihrer Abgründe verstanden wissen.
Der deutsche Titel "Töte Amigo" mag zunächst geistlos-plakativ klingen, ist in der Nachschau angesichts des geistvoll-blutigen Handlungsverlaufs aber durchaus treffend. (Auch der englische Titel "A bullet for the General" hat seinen Reiz.)

Bemerkenswert ist vor allem die Charakterzeichnung von "El Chuncho": Sie zeigt einen ambivalenten Helden, der weder eindeutig gut, noch eindeutig böse ist.
Interessanterweise wird gleich am Filmanfang sein zynisch-boshafter Charakterzug herausgestellt: Ein "Capitan" der mexikanischen Armee wird von Chunchos Bande auf eine Art Kreuz gefesselt auf den Eisenbahnschienen platziert. Ein herannahender Zug mit Soldaten wird daraufhin zum Halt gezwungen. Sobald ein Soldat die Schienen betritt, um dem Capitan zu helfen, wird er von Chunchos Männern erschossen. Als einziger Ausweg erscheint eine Weiterfahrt des Zuges - und somit der sichere Tod des Capitans. Der ranghöchste Offizier im Zug zögert, er will den Capitan retten. Schließlich riskiert er sein eigenes Lebens - und wird prompt erschossen. Diese selbstlos-menschliche Haltung, wenn auch von einer gewissen Unterwürfigkeit gegenüber dem ranghöheren Capitan getragen, wird von Chuncho zynisch-abschätzig kommentiert.
Im weiteren Verlauf zeigt Chuncho sich mal menschlich-hilfsbereit und mal unmenschlich-egoistisch. Bezeichnend ist sein Verhalten beim drohenden Angriff auf eine gerade befreite Kleinstadt: Zunächst bleibt er, als einziger seiner Bande neben seinem Bruder (dem "Priester" El Santo), zur Verteidigung gegen die herannahende übermächtige Regierungsarmee in der Stadt. Er opfert dafür sogar wortreich seinen Anteil an der Beute. Als ihm die Verteidigung aber aussichtslos erscheint, macht er sich unter einem Vorwand aus dem Staub und überlässt die Bürger - und seinen eigenen Bruder - ihrem Schicksal.
Am Filmende zeigt Chuncho wieder Moral: er erschießt den Mörder des "guten" Generals, verzichtet damit auf ein luxuriöses Leben in den USA und überlässt die Beute den Armen. Er kündigt an, sich wieder den Revolutionären anzuschließen.
Gian Maria Volontè Darstellung des "Chuncho" ist gewohnt theatralisch. Aber hier passt sein Spiel perfekt. Volontè scheint mit der Figur zu verschmelzen: Er stellt "Chuncho" nicht theatralisch dar, er ist der theatralische "Chuncho".

Die zweite Hauptfigur ist deutlich gradliniger angelegt: "El Niño" ist stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Sollte er dennoch zwischenzeitlich hilfsbereit erscheinen, so dient das nur einem übergeordneten, höchst egoistischen Ziel. Darin unterscheidet er sich grundlegend von Chuncho, der kein klares Ziel zu haben scheint, sondern sich eher treiben lässt.
Als us-Amerkaner (sein wahrer Name lautet Bill Tate) schaut Niño aus einem Gefühl der eigenen Überlegenheit auf die mexikanische Kultur herab. Ein Seitenhieb des Drehbuchs auch auf die überhebliche us-amerikanische Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg.
Erst ganz am Ende des Films, natürlich erst als er sein mörderisches Ziel erreicht hat, zeigt sich El Niño uneigennützig: Er rettet Chuncho das Leben und überlässt ihm die Hälfte der Beute. Genau diese - erstmalige - Uneigennützigkeit wird ihm zum Verhängnis. Eine durchaus pessimistisch-zynische Aussage des Films. Gleichzeitig aber auch ein Plädoyer für die Werte der Revolution: "In Mexiko lässt sich nicht alles mit Geld kaufen!" (Chuncho).
So überzeugend und glaubwürdig die Figur auch gezeichnet ist, so begrenzt sind leider die schauspielerischen Möglichkeiten ihres Darstellers Lou Castel. In einigen Szenen wirkt sein unterkühltes bis steifes Spiel durchaus passend, in vielen anderen wäre aber ein nuancenreichere Darstellung wünschenswert gewesen.
Nichtsdestotrotz bildet sein "El Niño" mit Gian Maria Volontès "Chuncho" ein sehr interessantes Charakterpaar, das lange im Gedächtnis bleibt.

Bei der Figur des idealistischen "Priesters" ("El Santo") verhält es sich genau anders herum: Klaus Kinski spielt gewohnt gut, seine Figur hingegen ist comichaft überzeichnet. Damit tut Regisseur Damiani seinem um Realismus bemühten Film keinen Gefallen. Glücklicherweise hat der "Priester" nur wenige Szenen.

Doch das ist Klagen auf hohem Niveau. Insgesamt ist "Töte Amigo" zweifellos ein sehenswerter Klassiker, der seinem Anspruch als Film mit zeitloser politischer Aussage gerecht wird.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 13. September 2014
Töte Amigo (Quien Sabe?, zu Deutsch Wer Weiß?) ist ein "Western" über die Auswirkungen der mexikanischen Revolution auf die Bevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Regisseur Damiano Damiani und stammt aus dem Jahr 1966. Da tummeln sich Reiche, Kriegsgewinnler und Revolutionäre die ihren eigenen Vorteilen nachgehen.
Ein Western im eigentlichen Sinne ist der Film nicht, gegen den Begriff WESTERN wehrt sich Damiani auch 5 Minuten lang in einem Special auf dieser Blu-ray. Er habe sich vielmehr auf Zapata und Pancho Villa beziehen wollen. Der Film ist dabei ähnlich wie der andere große Revolutionsfilm TEPEPA angelegt.

Koch Media hat Töte Amigo (wieder ein dämlicher deutscher Titel) jetzt erstmalig bei uns als Blu-ray veröffentlicht. Dazu liegt auch eine vollkommen synchronisierte Fassung mit einer Länge von 118 Minuten vor. Bisher kannte ich nur die Version die Das Erste noch im Dezember 2013 gezeigt hat. Im Vergleich dazu ist das Bild (HD 1080p) um einiges schärfer. Leichtes Filmkorn ist aber zu erkennen. Das Bild sieht aber trotzdem hervorragend aus. Die Farben wirken sehr natürlich. Das Bild ist sehr sauber. Größere Verunreinigungen, Kratzer oder Wackler sind nicht zu erkennen. Viel besser geht es eigentlich nicht. Man hat anscheinend eine gute -vom Titel (El Chucho, Quien Sabe) spanische? - Kopie zur Überspielung bekommen. Da sehen die meisten Leone-Western wesentlich schlechter auf Blu-ray gegen aus.
Der deutsche Mono-Ton ist laut und klar verständlich. Die schmissige Filmmusik mit akustischen Gitarren und Trompeten im mexikanischen Stil unter der musikalischen Leitung von Ennio Morricone kommt gut rüber.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass Kinski der sowohl mit Bild und Namen auf dem Cover der Blu-ray-Hülle abgebildet ist als Chunchos Bruder nur eine kleine Nebenrolle im Film hat. Die Hauptrollen spielen Volonte und Castel.

Das Bonusmaterial beinhaltet Interviews mit Damiani und Darsteller Castel. Von beiden hatte ich mir mehr versprochen. Damiani philosophiert erst einmal über den Begriff WESTERN und kommt irgendwie nicht so richtig auf den Punkt. Castels Interview ist leider nicht untertitelt. Er erzählt von seinen 3 Western, sucht andauernd nach Worten und wirkt etwas wirr. Die Interviewer stellen ihm auch nicht unbedingt die besten Fragen. Zumindest hat er noch eine Anekdote über Leone zu erzählen. Über Kinski haben beide auch nichts Spannendes zu erzählen. Trotz einer Gesamtlänge von über 30 Minuten ist man nach den Interviews nicht um viele Erkenntnisse reicher.
Dazu gibt es noch verschiedene Trailer und eine Bildergalerie mit vielen Filmplakaten und Fotos vom Film und Set.
Sehr lobenswert ist auch das Wendecover ohne FSK-Zeichen und Hinweis auf die Synchronisation auf der einen Seite. Ein Booklet gibt es nicht.

Fazit:
Beim zweiten Anschauen hat mir der Film wesentlich besser gefallen und wirkte dann auch nicht mehr ganz so chaotisch vom Handlungs- und Spannungsaufbau. Da ist der Film z.B. stringenter aufgebaut als TEPEPA.
Sehr empfehlenswert ist die Blu-ray wegen des hervorragenden Bilds und klaren Tons. Dazu war der Preis mit knapp 13 € (Stand September 2014) auch sehr fair. Insgesamt eine vorbildliche Blu-ray-Erstveröffentlichung bei uns. Von daher volle Sternezahl in der Bewertung.
77 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Mexiko Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Zeichen der Revolution herrscht Unruhe im Lande. Züge werden überfallen und ausgeraubt, Anarchie ist an der Tagesordnung und für die Bekämpfung der verhassten Regierungstruppen ist fast jedes Mittel recht. Der junge Amerikaner Bill Tate (Lou Castel) erschleicht sich bei einem Zugüberfall das Vertrauen des Bandenführers El Chuncho (Gian-Maria Volontè), der im Schatten der Revolution mit Waffen handelt und damit eher sein eigenes Wohl im Blick hat. Sein fanatischer Bruder El Santo (Klaus Kinski) hingegen würde für die Revolution sterben. Nachdem die Bande unter Beteiligung Tates mit blutiger Gewalt ein Maschinengewehr erbeuten konnte, wird wider besseren Wissens eine revolutionäre Kleinstadt schutzlos im Stich gelassen, um dem Revolutionsgeneral Elias die erbeuteten Waffen zu verkaufen. Und der undurchsichtige Amerikaner hat ohnehin seine eigenen Pläne, die mit einer mitgeführten goldenen Gewehrpatrone zusammen hängen ...

Damiano Damiani (1922-2013) ist vor allem bekannt für seine engagierten Politthriller und möchte auch diesen Film eher als politischen Film als einen Western verstanden wissen. Die gesellschaftskritischen Dimensionen mit durchaus aktuellen Bezügen auf die Entstehungszeit in der unruhigen zweiten Hälfte der 1960-er Jahre werden vor allem in der Schlussszene deutlich, deren Plädoyer gegen die Undercover-Aktionen der USA in Mittel- und Südamerika sehr deutlich ist. QUIÉN SABE? (deutsch: Wer weiß?) ist der kryptische Originaltitel des Films, dessen Bedeutung auch erst am Ende klar wird. Während die Mimik Lou Castels durchaus eindimensional bleibt, spielt Volontè den unheiligen Revolutionär mit bekannter Vitalität und Kinski glänzt ein weiteres Mal als Psychopath. Damiano Damiani gelang letztendlich ein Politthriller im Gewand eines Westerns. "Bei uns in Mexiko kannst du nicht alles mit Geld erreichen" sagt El Chuncho dem Amerikaner am Ende. Die politische Position des Films führte zu einer radikalen Kürzung vor der deutschen Kinoauswertung im Jahr 1968. 20 Minuten vorrangig mit Szenen, in denen die Revolutionäre positiv gezeichnet wurden, fielen der Schere zum Opfer. Es blieb am Ende nur ein weiterer Film über das Töten übrig, der mit TÖTE AMIGO auch den durchaus passenden Titel erhielt.

KOCH MEDIA legt den Revolutionsklassiker nun erstmals auf Blu-ray in hervorragender Bildqualität vor. Nachdem bereits die 2003 und 2007 erschienenen DVD-Auflagen den Film in kompletter Länge mit Untertiteln bei den eingefügten Szenen zeigten, ist nun eine komplette deutsche Tonspur (ARD-Bearbeitung von 2010) vorhanden, in der nur selten Brüche auffallen. Neben dem ebenfalls erstmals vorhandenen italienischen Originalton sind zwei englische Synchronfassungen und optionale deutsche Untertitel vorhanden. Das Bonusmaterial (von der Neuauflage 2007 übernommen) zeigt exklusiv produzierte Interviews mit Damiano Damiani (12 min, italienisch mit optionalen deutschen Untertiteln) und Lou Castel (22 min, englisch ohne Untertitel) sowie drei englische Kinotrailer und eine Bildergalerie mit Plakaten und Schaukastenfotos. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung - nicht nur für Westernsammler!
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. August 2015
"Töte Amigo" (Quien Sabe) ist ein toller Italo-Revolutionswestern aus dem Jahre 1966.
Damiano Damiani ist ein wirklich guter Regisseur, die Action-Sequenzen sind wirklich gut inszeniert, die gewohnten Spaghetti-Western-Sounds (bekannt aus Sergio Leones Dollar Trilogie) sind natürlich auch enthalten.
Der Soundtrack ist auch gut und passt zum Film wie die Faust aufs Auge.
Die Schauspieler sind ebenfalls sehr gelungen ausgewählt, vorallem Gian Maria Volonte.

Der Film wurde neu restauriert und erstrahlt in nie dagewesener Brillianz, die Palette ist sehr ocker-, orange-, erdig-farben gehalten, was extrem gut zum Film passt.
Das Problem von vielen Filmen aus der 60er und 70er Zeit ist, dass sie zu blass auf DVD und Blu-ray rauskommen und oft verrauscht sind.
Das ist hier überhaupt nicht der Fall, das Transfer ist scharf, sehr feiner Grain zu erkennen, keine Schmutzpartikel oder Schäden sichtbar.
Die Herren von MGM und 20th Century Fox sollen sich hier für die Sergio Leone Filme mal eine Scheibe abschneiden, viel viel bessere Qualität als z.B. "Für ein paar Dollar mehr" oder "Todesmelodie" auf Blu-ray, sogar besser als "Spiel mir das Lied vom Tod"!

Auch der Ton wurde sehr gut restauriert, die deutsche und italienische Fassung klingt zirka gleich gut, die englischen Tonspuren sind da schon etwas dumpfer und schlechter.
Leider hat man sich entschieden, bei der Tonrekonstruktion der in der deutschen Kinosynchro fehlenden Teile auf den dumpfen englischen Ton zurückzugreifen, was einen Wechsel bemerkbar macht, ist aber nicht weiters schlimm.
Auch die Neusynchro ist echt gut geworden, es fallen selten wechselnde Synchronsprecher auf und auch die Qualität zwischen Kinosynchro und Neusynchro (Stimm-Aufnahme) ist ziemlich ähnlich. Top!
Bei Sergio Leones "Zwei glorreiche Halunken" hat man das leider nicht so gut hingekriegt.

Als Extras bekommt man zwei Interviews, eine Bildergalerie mit seltenen Aushangfotos, Kinopostern und Filmstills und 3 englische Trailer.

Ein toller Release von Koch!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2008
Man kann Koch Media eigentlich nur danken, dass sie diesen tollen Western von 1967 in dieser für das Alter sehr guten Qualität neu aufgelegt haben. Auch die Verpackung in dem hübschen Digipack ist mal etwas anderes und über den Film braucht man eh nicht diskutieren. Hinzu kommen noch ein paar Extras wie Interviews mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller, einige Trailer und fertig ist eine tolle und DVD für den Westernfreund.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 5. November 2014
Töte Amigo (Originaltitel: Quien sabe?), ein weiterer Italo-Western von 1966 mit einem wunderbaren Gian Maria Volonte als Bandit Chuncho, bekannt auch aus den Filmen der Dollar-Trilogie. Und auch einen überdrehten Klaus Kinski nicht zu vergessen, der fast schon normal wirkte, wenn man sich an seine anderen Rollen erinnert. Obwohl der Macher des Filmes Damiano Damiani diesen Western produzierte, wollte dieser nie dass sein Film als Western bezeichnet wurde, sondern als politischer Film. Es ist auf alle Fälle ein kompromissloser harter/brutaler "Western" der die mexikanische Revolution zeigt und sicher auch zu den besten der Italowestern zählt.

Über den Inhalt wurde hier von den anderen Rezenten schon ausführlich geschrieben, daher nur zur Qualität der BR.

Filmlänge: 118 Minuten.

Bild (1080p): scharf, sehr scharf, gute Farben, keine Verunreinigungen. Dahingehend ist das Bild sehr gut überarbeitet worden. Einziger Manko, das Bild grieselt über den ganzen Film hinweg, ist bei einiger Entfernung zum Fernseher aber erträglich.

Ton (DTS-HD Master Audio 2.0): Der Ton und die Toneffekte in Deutsch sind sehr gut. Die italienische und englische Tonspur sind dagegen dumpf. Scheinbar wurde neu synchronisiert, nur so kann ich mir die bessere und klare Tonqualität in Deutsch erklären. Leider fiel diese langweilig und ohne Emotion aus, nicht mal die körperlichen Anstrengungen der Schauspieler sind bei den Stimmen erkennbar.

Ansich würde ich fünf Sterne vergeben, aber dennoch zu einem "Edelwestern" oder ausgereifen politischen Film fehlt mir einfach was (zu italienisch, zu wenig mexikanisches Gefühl) und die Synchro muss ignoriert werden, daher zu allem ein Stern Abzug.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. April 2015
So ähnlich sich die so genannten "Revolutionswestern" auch sein mögen (Maschinengewehr, Kraftfahrzeuge, Protagonistenduo bestehend aus Ausländer und mexikanischem Banditen), stellt "Töte Amigo/Quien Sabe" den besten Genrevertreter dar, den ich bisher kenne. Gian Maria Volonte spielt seine Mitakteure unglaublich an die Wand, dass sogar der sonst so dominante Klaus Kinski nahezu verblasst. Die Story ist gespickt mit der damaligen "Italo-Western"-typischen Brutalität, daneben werden jedoch auch komplexere Charaktäre gezeigt, ein Umstand, den man in vielen ähnlichen italienischen Produktionen der damaligen Zeit teilweise vermisst. Ganz bewusst werden schließlich auch Werte vermittelt bzw. Zeitkritik geübt, was "Quien Sabe" auch den Ruf eines "politischen Italowestern" einbrachte. Für Genrefreunde ein Muss! ds
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 3. April 2011
Der junge Amerikaner Bill Tate (Lou Castel) wird auf einem Bahnhof in Mexico von einem kleinen Jungen gefragt, ob ihm Mexiko gefällt. Seine Antwort "überhaupt nicht", was den Jungen einerseits enttäuscht, aber auch wundernd fragen lässt "warum sind sie dann hier ?".
Der Amerikaner steigt in den Zug ein. Dieser Zug ist durch das Militär bewacht.
Doch der Zug muß seine Fahrt unterbrechen, da auf dem Gleis ein ranghoher Offizier angekettet an einem Kreuz hängt.
Oben auf der Anhöhe hat sich der Bandit El Chuncho (Gian Maria Volonte) mit seiner Revolutionsbande verschanzt, zu der auch sein Bruder El Santo (Klaus Kinski) angehört.
Einst war dieser Banditen-Führer Mitstreiter des in den Bergen versteckten und residierenden Revolutionsgenerals Elias (Jaime Fernández).
Aber nach einigen Jahren des des 20. Jahrhunderts ist die Revolution, die die armen Mexikaner gegen die reichen Mexikaner führen, so gut wie am Ende. Daher hat sich El Chuncho der neuen Zeit angepasst und sein nach wie vor revolutionäres Gedankengut mit gesundem Profitstreben zu verbinden. Er überfällt sehr oft mit seinen Bandidos Armee- und Polizeiposten sowie Züge, um die so erbeuteten Waffen an den General für gutes Geld zu verhökern. Leider fehlt ihm noch ein Maschinengewehr, das er verkaufen könnte.
Der Zug wird zwar eingenommen, doch statt dem Maschinengewehr bekommt er einen harmlos wirkenden milchgesichtigen Ami als neuen Wegbegleiter.
Er wird fortan "El Gringo" genannt und durch eine fingierte Rolle als Gefangener des Militärs sowie durch Mithilfe den Zug einzunehmen hat er die Banditen sehr schnell auf seiner Seite und mit der Zeit gewinnt er nicht nur den Respekt, sondern auch die Freundschaft von El Chuncho.
In San Miguel wird die Bande sehr schnell zu Helden, indem sie den Großgrundbesitzer Don Felipe (Andrea Checci)im Namen der Revolution hinrichten.
Ausserdem erbeuten sie endlich ein Maschinengewehr, dass gute Dienste im bevorstehenden Kampf mit der Armee leisten soll.
Die restliche Bande ist aber bald dem Dorf überdrüssig und sie macht sich mit ihrem Anteil Waffen auf wie vereinbart diese zu verkaufen. El Chuncho und sein wahnsinniger Bruder bleiben im Ort, doch als der Bandidtenchef bemerkt, dass sein neu erbeuetetes Maschinengewehr ebenfalls verschwunden ist. Er reitet den Abtrünningen nach und findet diese auch. Bald muss El Chuncho entdecken, dass sein amerikanischer Freund immer zwiespältiger agiert...
Damiano Damiani, ansonsten eher Garant für brisante italienische Stoffe mit Mafia-Thematik wie "Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert" oder "Tag der Eule" hatte lediglich zwei Ausflüge in das Westernfach.
1966 mit dem Revolutionswestern "Töte Amigo" und einige Jahre später entstand der eher ausgelassene "Mein Name ist Nobody".
"Töte Amigo" ist ein sehr temporeicher 2 Stunden Film, der keine Sekunde langweilig wird und der durch seine grimmige Geschichte zu begeistern weiß: Seine politische Geschichte handelt von Rebellen, Revolutionären, Söldnern, von Idealisten, von Opportunisten, vom skrupellosen Doppelspiel und von ambivalenten menschlichen Gefühlen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. März 2011
Einer der stärksten Italo-Western überhaupt, der leider viel zu selten als Referenzwerk genannt wird.

Die schmissige Handlung ist wieder hemmungslos gerötet: Ein reichlich unsympanthischer Gringo schließt sich den Befreiungshelden um den charismatischen aber im Kern doch eigentlich recht unfähigen El Chucho an. Genretypisch ' man ist ja im Zapata-Western ' beziehen die 'Federales' ordentlich Prügel, vor allem von dem grandiosen El Santo, natürlich Klaus Kinski, einem ehemaligen Mönch und Halbbruder des Oberguerilleros, der nun wirklich zu keinerlei Gnade fähig ist.

Sicherlich, auch diesem eher lockeren Zapata-Western fehlt es etwas an bewegenden Momenten à la 'Spiel mir das Lied vom Tod' oder 'Leichen pflastern seinen Weg'. Stattdessen wird ' auch dank eines Maschinengewehrs ' schießwütig und bleihaltig die Revolution vorweggenommen. Wer kaputte Helden schätzt und sich von kommunistischen Mythen, Zynismus und Brutalität nicht abschrecken lässt, wird hier bestens bedient, denn die Story ist abwechslungsreich, und die Schauspieler enttäuschen kaum.

Das unterhaltsame Werk braucht den Vergleich mit dem Mercenario nicht zu fürchten: Legendäre Szenen finden Freunde des Genres auch hier.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden