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am 18. Juli 2013
Ich habe fast alle Versionen der Goldberg Variationen gehört, welche überhaupt auf dem Markt erhältlich sind und spiele die Variationen auch auszugsweise auf dem Klavier.

Mit den viel erwähnten Versionen von Glenn Gould bin ich nie wirklich warm geworden. Die frühe ist mir zu gehetzt, die späte zu langwierig und lieblos. Dennoch habe ich mich aufgrund der allgemeinen Begeisterung und Ehrerbietung für die Gouldschen Versionen immer wieder dazu durchgerungen sie anzuhören und auf mich wirken zu lassen. Aber so ganz gingen sie mir nie ins Herz und ich suchte eifrig weiter.

Bei der Aufnahme von Simone Dinnerstein fand ich nun den Bach, wie ich ihn insgeheim immer gesucht habe. Es mag für viele zu klangvoll, zu romantisch, zu lyrisch sein. Für mich sind es die einfühlsamsten, farbigsten und zartesten Goldberg Variationen aller Zeiten. Jede Variation ist mit so viel Liebe und Feingefühl ausgearbeitet und so individuell gestaltet, dass ich es manchmal gar nicht glauben kann, endlich am Ziel der Suche zu sein. Auch eine große Inspiration für das Üben am Klavier zu Hause.
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am 19. Februar 2014
Nach dem nun sämtliche Geschwindigkeitsrekorde der Goldberg Interpretationen gebrochen sind - hören wir hier einen anderen Ansatz. Gould war in seinem genialischen Debüt von 1955, das die gesamte Bach Rezeption der folgenden Generation verändert hat, in 38 Minuten mit Goldberg fertig, eine Fabelzeit mit Ewigkeitswert (er hat allerdings fast alle Wiederholungen weggelassen). Den Titel für die langsamste Interpretation hält derzeit Rosalyn Turrek seit 1998 mit 91 Minuten. So viel für die Statistiker. Erinnern wir uns, wie und warum diese Variationen entstanden sind. Es gibt dazu eine Anekdote, die Johann Nikolaus Forkel aufgezeichnet hat: Forkel ist 1749, ein Jahr vor Bachs Tod, geboren und hat sich zum Begründer der historischen Musikwissenschaft entwickelt. Er war glühender Verehrer von Bach und hat die erste Biografie geschrieben. Die ist deswegen so wertvoll, weil sie noch auf persönliche Aussagen und Meinungen von Zeitgenossen zurückgreifen konnte und im engen Kontakt mit den Söhnen Bach Einblicke in Dokumente und Schriftwechsel hatte, die längst verloren sind.
Jetzt kommt die Anekdote. Wer sie kennt, kann gleich zum nächsten Absatz gehen: Ein Schüler Bachs, Gottlieb Goldberg, war inzwischen Musikus im Dienste des Grafen Kaiserling geworden (Schreibweise Forkel), der russischer Gesandter am Dresdner Hof war. In dieser Eigenschaft hatte er die Aufgabe den kränkelnden Grafen, der nächtens schlecht schlafen konnte, mit Musik zu unterhalten, die dann unauffällig und geräuscharm im Nebenzimmer ausgeübt wurde. Nun gab es ja reichlich Literatur für Cembalo und Goldberg hat auch selbst komponiert. Aber eines Tages fragte Kaiserling den Bach, mit dem er befreundet war, "daß er gern einige Clavierstücke für seinen Goldberg haben möchte, die so sanften und etwas muntern Charakters wären, daß er dadurch in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte" (Zitat Forkel, Quelle Wikipedia). Kaiserling muss ein wirklich guter Freund und Goldberg muss ein wirklich guter Schüler gewesen sein, denn was Bach da für ihn geschrieben hat ist ein einsamer Höhepunkt der musikalischen Entwicklungsgeschichte. Der Titel für die Varationen kam erst im 19. Jahrhundert auf und ist auf diese Geschichte zurückzuführen. Leider kann sie nicht wahr sein, weil Goldberg zum Zeitpunkt der Komposition und angeblichen Übergabe noch ein Knabe war und selbst bei aller Frühbegabung kaum in der Lage gewesen wäre, das Werk zu spielen.
Mit dieser Story im Hinterkopf muss man die 38 Minuten von Gould hören. Wenn ich Keyserling mit meinem Schlafproblem gewesen wäre und Gould wäre Goldberg: Ich hätte ihn rausgeschmissen. Das schmälert Goulds Verdienste auf keine Weise. er hat Bach wieder spannend gemacht und aus der Enge von Fachleuten befreit. Wie alles in der Welt findet die Entwicklung auch in der Musik in Pendelbewegungen statt. Die extreme Interpretation von Gould wird in Härte und Geschwindigkeit zurückgenommen und andere Schwerpunkte treten hervor. Und die sind eben auch in dieser Musik vorhanden.
In der vorliegende Interpretation von Frau Dinnerstein schwingt das Pendel zur melodiösen Seite, ganz wie Graf Keyserling sich das vielleicht gewünscht hatte, Stücke von sanftem und und munterem Charakter. Bach hat hier sein Prinzip aufgegeben, keine Variationen zu schreiben, weil sie ihn mit ihrer ostinaten Harmonik zu sehr einengen. Für diese Unterhaltung hat er allerdings wieder etwas völlig Neues geschaffen und die Sparte Varationen damit auf eine höhere Stufe gehoben. Keineswegs zum Einschlafen gedacht sondern unterhaltsam bei höchstem Anspruch. Frau Dinnerstein nimmt das wörtlich und siehe da, es funktioniert. Ihre Aria ist die längste, die ich kenne, ohne ein bisschen langweilig zu werden. Man kann hören, wie die Melodie singt und man kann nachvollziehen, welche Bedeutung die hier wunderbar ausgespielten Verzierungen, Triller und Vorhalte haben. Das zieht sich durch alle Variationen durch und da, wo es notwendig ist, kommt auch Tempo ins Spiel. Pianistisch gibt es nichts auszusetzen.Frau Dinnerstein hat ihre nationale und internationale Karriere spät in einem Alter um die 35 gestartet, der Durchbruch war ein Konzert 2005 in der Carnegie Hall mit den Goldberg Variationen. In Europa hat sie sich mit Konzerten in Berlin bekannt gemacht und einige Aufnahmen veröffentlicht. Das Instrument dieser Aufnahme ist ein Hamburger Steinway von 1903, der Zerstörung und zwei Kriege überlebt hat. Manch modernem Steinway würde ich die Intonation dieses Instruments wünschen anstelle der gnadenlosen Härte, wie die heutigen Steinways sie haben und auf denen man gar nichts anders spielen kann.
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am 17. Februar 2008
Ja, man die Goldberg Variation schneller spielen, man kann sie auch auf einem "härteren" Flügel spielen. Aber besser, schöner, angenehmer, durch-hörbarer als Simone Dinnerstein kann man diese Stücke wohl kaum spielen. Sie spielt jede Figur, jeden Ton, jede Stimmung mit vollem Gefühl, dass es nur so ein Genuss ist. Und der alte Steinway aus dem Jahre 1903 klingt so rund und warm, dass sich alle neuen, brett-harten Flügel dagegen nur schämen können. Wer in Bach'scher Musik schwelgen will, der erwirbt mit dieser CD eine Perle für seine Musik-Sammlung.
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am 19. Oktober 2007
Ich hörte Simone Dinnersteins Interpretation der Aria und einige Auszüge der Goldbergvariationen im Radio. Was mich zugleich fasziniert hat, war der ausdrucksstarke, sehr behutsame und wohlbedachte Klang, die schillernden Klangfarben, die Klarheit, die ein Bach braucht. Völlig unverständlich fand ich jedoch ihre Tempowahl, nicht nur bei der Aria. Ich musste dabei an Andras Schiff denken, der einmal sagte, dass heutzutage viele Pianisten versuchen, den Rekord im Langsamspiel aufzustellen. Die Aria zieht und zieht sich hin, Wiederholungen werden auch gespielt, was das ganze nicht besser macht. Die Geduld des Hörers wird wirklich auf die Probe gestellt, was nach einer Zeit wirklich keine Freude mehr bringt.
Allgemein benutzt Dinnerstein für meinen Geschmack auch zu viel Pedal, ihr Bach ist nicht leicht genug, nicht himmlisch genug, sondern zu verträumt und versunken, wie Meditation. Der Barock-Stimmung kommt diese Interpretation nicht nahe.

Ein wunderschöner Klang, aber ungeschickte Tempi.
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am 17. Februar 2016
Ich kenne die Goldberg Variationen von verschiedenen Pianisten aber Simone Dinnerstein spielt mir aus dem Herzen. Elegant, lebendig ohne Übertreibung. Genauso wollte ich diese Musik immer hören.
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am 26. Januar 2011
Es ist schade, dass die Goldbergs immer und stets nur von vielen vor dem Hintergrund der Gould'schen Einspielungen bewertet werden. Sorry Leute, es spricht nicht für "Kennertum", diese als einzige Referenz sehen! Gibt es doch sooo viele gute Aufnahmen, von Martin bis Tureck, von I.Nat bis Solomon! Und jetzt kommt DIESE weitere dazu.
Ja, und es gibt dann ja noch die Aufnahmen mit dem "Orginal-Chembalo"... ( Tip: Andreas Staier, hm ).
ALSO:Die ARIA zu Beginn kommt wirklich etwas langsam daher. Hat mich beim ersten Hören schon etwas gewundert, anschliessend hab ich sie als - sagen wir - eher gemächliche Einstimmung auf dieses Opus magnum der Musik gesehen. Und dann..., ja mit der Stoppuhr die einzelnen Variationen abzumessen erscheint mir angesichts der so farbigen und jede Variation in ihrem Gesamtzusammenhang und gleichermassen als einzige Entität wiedergebenden Interpretation schon fast etwas primitiv. Während der sattsam bekannte Gould die Dinge virtuos runter reisst, i've got the rhythm, hat man bei Frau D einfach den Eindruck des Sich-Bemühens um die "Persönlichkeit" jeder einzelnen Varatio. Und das geht dann vom rassigen Staccato-alla-turca-mässigen bis zur nahezu impressionistischer Spielweise. Und für Nicht-Musik-Theorie-Bach-Freaks: Es ist einfach nur schön, wie sie spielt. Ist das schlimm???
Für mich ist es eine der definitiv in meiner Sammlung verbleibenden Aufnahmen.

UND man kann ja schon davon ausgehen, dass die Musik ursprünglich für Chembalo gedacht war. Nicht nur die Anschlagskultur, sondern auch die Ton-"Performance" ist da halt schon eine deutlich andere als die des Klaviers. Zwischen den Tönen ist beim Chembalo einfach mehr Luft. Und genau das vermittelt diese Einspielung: Jeder Ton für sich - und alle zusammen fügen sich zu einem Meisterwerk.

Nochmal: Bach sollte nach Bach oder besser noch :-) nach Musik klingen - und nicht NUR nach Gould.

Mein Fazit: 6 Sterne wären besser denn 5!!!
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am 9. Oktober 2007
Es ist schwer, sich von der Prägung durch Gould zu lösen. Genauer, von der Prägung durch seine erste Aufnahme, 1955. Irgendwie hat sich diese Aufnahme über die Jahrzehnten zu einer Art Hör-Maßstab entwickelt.
Wenn man dann die Neu-Aufnahme von Simone Dinnerstein hört,ist der erste Gedanke, das ist aber langweilig. Eben am Maßstab des frühen Glenn Gould, der auf Rhythmus und Struktur setzt, während Dinnerstein auf Klang setzt.

Gould hat uns vermittelt, dass es bei Bach um Rhythmus und Struktur geht.
Andere haben es auch eher so gespielt, wie Alexis Weissenberg.

Eine quasi romantische Version dieses Stücks vermag nicht so sehr zu überzeugen. Es ist Bach und nicht Schumann oder Debussy.

Aber dies ist ein Urteil aufgrund eines Vor-urteils.
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am 18. Juni 2008
Die Aufnahme unterscheidet sich von den zuvor genannten allein schon durch einen angenehmen eher wärmeren, ein wenig volleren Klang, vielleicht wirkt es dadurch romantischer, im ersten Moment gedämpft. Ob Glenn Gould z.B. eher im Sinne Bachs gespielt hat, wage ich zu bezweifeln, denn wer jemanden der unter Schlaflosigkeit leidet unterstützen wollte, der hätte es gemacht wie Frau Dinnerstein, eben angenehm zu hören!
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am 28. Dezember 2007
This recording is not bound to polarize anybody or anything. It is simply a vain attempt to impress the American public and public in general with the help from Oprah Winfrey who is rather good at endorsements of mediocrity. Mme. Winfrey appeals to the millions who watch her show "Oprah". Ms. Dinnerstein's version of "Goldbergs" is nothing but an appeal to Oprah Winfrey's crowd. It is a recording by a housewife for housewives.

There is no point in comparing it with any professional recording, let alone the best recordings of the "Goldbergs" made by great artists like Glenn Gould, Gustav Leonhardt, Trevor Pinnock, or Maria Yudina, Rosalyn Tureck, Wanda Landowska, Martin Stadtfeld, Evgeni Koroliov, Sergey Schepkin, just to name a few, simply because, unlike the aforementioned, Ms. Dinnerstein's piano playing is sub-standard and her musicianship is virtually non-existent. Familiarize yourself with her student-like, uneducated blurb in the liner notes and you will realize how far Ms. Dinnerstein is from music understanding, and how particularly far she is from J.S. Bach. If this CD is a "keeper" then sure as only a coaster. Naturally, Teldec is hopeful to make a few $$$ on Oprah's endorsement, the PR agents and music managers are hopeful to profit somewhat too, but this is where it will end. Even coasters do not come cheap these days. And all at the expense of the public!
22 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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