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Kundenrezensionen

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am 9. Dezember 2007
Wenn ich bei diesem Film Aussagen wie "verstanden" oder "nicht verstanden" lesen darf, dann zweifle ich. Insbesondere über die, die sich über diejenigen zu erheben scheinen, die diesen Streifen nicht verstanden haben.
Wieso? Hm. Inland Empire, und das ist meine feste Überzeugung, entzieht sich bewusst und beabsichtigt jedem kognitiven Zugang. Ich schätze Lynch sehr - allerdings ohne ihn kultisch zu verehren. Dennoch ist Lost Highway einer meiner absoluten Lieblingsfilme, dennoch schätze ich die eigene Ästhetik des letztlich etwas kitschigen "Dune", dennoch mag ich das Verwirrspiel um Traum und Wirklichkeit in Mulholland Drive - ich mag die ruhigen Momente im Elefantenmenschen und in the Straight Story - aber bei Inland Empire versagt jeder Versuch, sich diesem Film auf irgendeine konventionelle Ebene zu nähern. Es scheitert sogar der Versuch, sich Inland Empire auf Lynch-typischem Wege zu nähern. Man kann diesen Film nicht verstehen -es gibt schlichtweg nichts zu verstehen.

Inland Empire ist ein Panoptikum Lynchs, ein audiovisuelles Meisterwerk - einmal mehr. Postmoderner Cineasmus. Helden, Charaktere, Handlungen - gibt es hier schlichtweg nicht mehr. Jaja, die alternde Schauspielerin die eine Rolle in einem Film bekommt, der sich als geheim gehaltenes Remake offenbart - aber das ist als Handlungsfaden derart dünn, dass es nicht für einen 30 Minütigen Kurzfilm reichen würde - und für einen drei Stunden langen Kinofilm mit Überlänge schon mal gar nicht.

Für jeden, der schon mit den vergleichsweise verständlichen und geradewegs direkt zugänglichen Lost Highway oder Mulholland Drive Schwierigkeiten hatte, ist dieser Film hier vollkommen ungeeignet. Inland Empire entstand ohne Drehbuch - und das verwundert kaum. Atmosphärische Schnippsel werden aneinandergereiht und schaffen es, den Zuschauer ins Universum Lynchs zu ziehen - oder in nie zuvor erlebter Art und Weise zu nerven und zu langweilen. Ich bin durchaus jemand, der Spaß daran hat, einen roten Faden in Filmen zu suchen, ich puzzle gerne cineatisch, suche Bilder und Hinweise, wie man einzelne Szenen zusammenfügen kann, damit sie Sinn ergeben - allein bei Inland Empire bleibt dieser Sinn verborgen, egal, wie sehr man sich müht. Und solange, bis mir niemand eine in sich schlüssige Interpretation dieses Werks vorlegen kann, werde ich von dieser Behauptung keinen Millimeter abrücken. Wer behauptet, in Inland Empire einen roten Handlungsstrang zu erkennen blufft um sich selbst pseudointellektuell zu profilieren.

Nichtsdestotrotz liefert IE die altbekannten Stärken Lynchs - es sind Szenen, die den Zuschauer, der sich auf diesen Wahnsinn einlässt, gefangen nehmen können und faszinieren. Nur : Ein Spielfilm ist das nicht mehr.

Dementsprechend schwer fällt mir die Bewertung. Am liebsten hätte ich mich einer Bewertung enthalten. 5 Sterne für die immer wieder funktionierenden Stilmittel Lynchs - aber 0 Punkte unter der Prämisse, dass hier irgendwas inhaltliches vermittelt werden sollte. Somit werte ich mal etwas ratlos 3 Sterne - auch wenn drei Sterne einen durchschnittlichen Film suggerieren. Durchschnittlich ist an Inland Empire wahrlich nichts. Ich weiß nur nicht, ob ich das ganze lieben oder fassungslos verspotten soll. Es ist irgendwas von beiden Extremen in mir.

Sollte eines Tages eine Special Edition mit umfangreichen Audiokommentar Lynchs erscheinen, ich werde sie mir ohne mit der Wimper zu zucken zulegen. Und wer weiß, vielleicht würde ich hinterher tatsächlich aufwerten. So bleibt nur ein extrem diffuser Eindruck nach einem selbst für Lynchverhältnisse außergewöhnlich konfusem Streifen.
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am 22. Juli 2008
...und das ist durchaus wörtlich zu nehmen.

Der Film wirkt wie ein (Alb)traum, in Bild und Logik. Das bedeutet, dass er nicht normalen erzählerischen Gesetzmäßigkeiten folgt.
Was wohl für manche ein Manko ist, die intellektuell ein logische Nuß knacken wollen. Dieser Film ist aber kein Rätsel mit einer Auflösung, er wirkt höchstens indirekt rätselhaft: Zeit hat in diesem Mikrokosmos keine Bedeutung mehr. Hier herrscht das Gefühl, nicht die Logik und man muß wie in einem Traum hinnehmen, was gerade passiert.
Der Film ist "nur" ein gewachsenes, surreales Experiment, das Portrait einer leidenden Seele mit ihren Facetten. Viel mehr wollte er auch (laut Lynch) nie sein.
Nur wir als Betrachter suchen aus Gewohnheit nach dem logischen "großen" Sinn hinter allem, vermissen die übliche, nachvollziehbare Geschichte. Daher können wohl viele Leute mit dem Film nichts anfangen und sehen Fehler, die es bei einem künstlerischen Experiment aber nicht gibt.

Das Lynch ein Meister seines Faches ist, der weiß was er will und dies auch gut umsetzen kann, hat er mit "konkreteren" Filmen wie "Straight Story" oder "Der Elefantenmensch" bewiesen. Nun wird es in Inland Empire sehr diffus und verschachtelt.
Man sollte sich dem Werk daher rein assoziativ nähern. Es einfach hinnehmen und akzeptieren. Manche Dinge wird man dann vielleicht verstehen und nachvollziehen, aber den größeren Zusammenhang, den berühmten roten Faden, fühlt man eher, als das man ihn "versteht". Diesen experimentellen Knoten wird man nicht befriedigend rational mit dem Kopf auflösen können, man kann ihn mit dem Bauch fühlen. Aber auch nur, wenn man sich komplett darauf einläßt.

Ich war nach einigen Rezensionen hier auch sehr skeptisch, was die "Qualität" des Films betrifft. Um mir ein eigenes Bild zu machen, habe ich ihn mir kürzlich gekauft. Ich persönlich mag diese verstörende Atmosphäre, die sich hier auftut und bereue den Kauf absolut nicht.
Letztendlich bestätigt es mich nur wieder darin, dass jeder Mensch die Dinge eben anders sieht und unterschiedlich gewichtet wird.
Lynch ist nichts für jeden und diesen Film kann nicht jeder genießen. Das soll aber nicht intellektuell oder elität zu verstehen sein. Steven Spielberg ist schließlich auch nicht jedermanns Sache.
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am 19. April 2008
Einen verstörenderen Film habe ich noch nicht gesehen: Dass Lynch traditionelle Konventionen von Raum und Zeit in der Filmhandlung nicht nur aufhebt, sondern regelrecht zerschlägt, die Identitäten seiner Charaktere dekonstruiert, mit ihnen spielt, mit schnellen Schnitten den Zuschauer in immer neue Handlungsebenen hineinreißt, verwirrt, verunsichert zutiefst und lässt Erwartungshaltungen ins Leere laufen. Lynchs Inszenierung der Angst lässt den Streifen jedoch zu einem wahren Horror-, Psycho- und LSD-Trip, fast schon eine Zumutung für den Zuschauer werden: Die Kamera, die Gesichter (meisterhaft das der Protagonistin, von Laura Dern gespielt) als bösartige oder angstverzerrte, wahnhafte Fratzen zeigt, surreale Raumansichten, Menschen mit Hasenköpfen, Phantome im Dunkeln und psychotische, halluzinierende Lichteffekte bannen den Zuschauer in einem Zustand von Erregung, Schockstarre und Dauergänsehaut. Erst der - ebenfalls äußerst unkonventionelle - Abspann bietet Erlösung. Ein surrealistisches Filmkunstwerk, das nachhaltig wirkt. Kein avantgardistisches Geschmacksempfinden ist nötig, um Lynchs Film als Bereicherung zu erleben, man muss sich aber auf ihn einlassen können.
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am 15. Januar 2014
zu 2006 für die Kategorie >Bester Experimentalfilm<.....
Wie gewohnt von David Lynch- deswegen LIEB ich ihm auch so- wirkt der Film erstmal total verworren, aber Kinders: schaut genau hin & dann merkt man : wieder ein typisches Lynchwerk !
Getreu werde ich nicht im spezifischen auf dem Film eingehen, da es einfach mal wieder tricky ist, den Film zu beschreiben. Nur soviel: Lynch 'rechnet auch hier - wie in Mulholland Drive- mit Hollwood ab'.
Jedenfalls so mein Eindruck- & das finde ich gut. Im Grunde wird die Realität Hollwoods/ die Schattenseiten verdeutlicht.
Das anhand einer erfolglosen Schauspielerin; deren Psyche Stück für Stück erst auseinander genommen wird, um zum Schluß das ganze Bild zu zeigen.

Sie kennen David Lynch nicht ? Mit diesem Film sehen Sie einer seiner besten Werke.
Sie wollen ihre Lynch Sammlung ergänzen ? Dieser Film darf nicht fehlen.
Ein Film der mal wieder ein 'Festival der Sinne' ist; empfehlenswert: allemal !!!
Thank you David ! :-)
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am 26. Juni 2007
Dass ein Film von David Lynch nicht unbedingt sofort zu verstehen ist, kennt man als Fan des Regisseurs von "Lost Highway" und "Mulholland Drive". Was mich dann aber auf der Leinwand erwartete, war noch einmal so dermaßen weit mehr ab von allem, was ich je gesehen hatte und dabei trotzdem fesselnd und schön. Benannte Werke aus dem Œuvre des Independant Filmers oder auch Streifen wie "Stalker" von Tarkowskij oder "Singapore Sling" von Nikolaidis - nur um zwei weitere schwierige Lichtschauspiele zu nennen - wirken dagegen wie ein lauer Sommerspaziergang. Das nur als Einleitung, denn dieser Film ist nur etwas für Leute, die sich gerne auch mal intelektuell einlullen lassen.

Der fantastischen Rezension meines Vorredners "Boris Filmstudent" lässt sich so gut wie nichts hinzufügen. Außer vielleicht der Hinweis, dass es Herr Lynch durchaus versteht zu unterhalten, so man sich denn als Zuschauer auf den Film einlässt. Was in der Praxis bedeutet: Nicht krampfhaft verstehen wollen sondern einfach die Stimmung wirken lassen; ein Tipp, den man durchaus auch bei den eingangs genannten Filmen beherzigen sollte. Denn egal wie weit Herr Lynch einen in die Ferne schiebt, er schafft es am Schluss des Films einen mit einem guten Gefühl wieder einzufangen. Mir sind während meines zweiten Kinobesuchs - ja, ich bin stolz darauf behaupten zu können, INLAND EMPIRE tatsächlich zweimal im Kino gesehen zu haben - und während des Abspanns vor Rührung fast die Tränen gelaufen; und zwar ohne dass ich erklären könnte, warum ich so bewegt war.

Ich persönlich werde mir im August auf jeden Fall die englische DVD kaufen, bevor dann im November endlich die deutsche Scheibe erscheint.
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am 23. Januar 2008
Der Titel des Films ist ein Schlüssel. "Das innere Königreich."
So ist es eine gute Möglichkeit sich den Filmen von David Lynch zu nähern, indem man sie nicht als etwas Äußerliches betrachtet, etwas das man von außen betrachtet, sondern als etwas, das im Inneren geschieht. Im eigenen Gehirn oder in der eigenen Wahrnehmung.

David Lynchs Filme erzählen von der Psyche. Ähnlich wie Bücher von Freud, nur eben nicht wissenschaftlich sondern künstlerisch. Was geschieht mit der Psyche des Menschen wenn er in unbekannte, nicht vorhersehbare Situationen gerät, die sein Verstand nicht mehr erklären kann?

Das innere Chaos in das der Mensch gerät, der über die Grenzen der normalen Realität hinausgeht ist das Thema in diesem Film. Um das zu veranschaulichen bedient sich der Film einiger Tricks, wie z. B. der Verschiebung der Zeit und das damit verbundene Verlieren der alten Persönlichkeit.

Der Film beginnt mit dem Auftritt einer Hexe, die als unbekannte Nachbarin eine Schauspielerin aus der Nachbarschaft besucht. Sie erzählt die Geschichte des Films, indem sie zuerst die Situation schildert in der sich die Schauspielerin befindet. Dann sagt sie, dass sie nicht mehr wüsste worüber sie gerade geredet hätte und das sie nicht mehr wüsste, ob es jetzt 12 Stunden später oder früher wäre als gerade eben. Sie sieht die Schauspielerin 12 Stunden später auf einem Sofa am anderen Ende des Raumes sitzen. Die Schauspielerin, die am anderen Ende des Raumes auf einem Sofa sitzt, ist auch die letzte Einstellung des dreistündigen Filmes.

Zwischen der nicht chronologisch ablaufenden Geschichte aus der Psyche der Schauspielerin werden immer wieder Szenen gezeigt in denen Menschen mit Hasenköpfen auf einer Bühne agieren und sich unterhalten. Diese Dialoge stehen in keinem zeitlichen Zusammenhang, so als würden 12 Stunden dazwischen liegen. Ein imaginäres Publikum im Off, wie in Comedy Vorabend-Serien, applaudiert zu diesen völlig absurden und sinnlosen Dialogen. Die Menschen mit den Hasenköpfen auf der Bühne sind in der Zeit voneinander getrennt! Jede der Figuren lebt in einer anderen Zeit und so können sie sich nicht verstehen und reden aneinander vorbei. Dasselbe Schicksal ereilt die Schauspielerin, wobei gezeigt wird, wie ihr langsam die Zeit entgleitet. Zuerst vermischt sich die Realität mit den Dreharbeiten zu ihrem Film. Danach vermischen sich diese Filmszenen mit einer isolierten Traumebene des Bewusstseins.

Die vorherrschende Stimmung ist eine albtraumartige Reise in verschiedene Zustände der Wirklichkeit bis hin zu vollkommen entrückten Bildern und absurden Handlungssträngen. Doch selbst diese entrückten Traumbilder entwickeln ihre eigene Realität, für die Darstellerin und die weitere Handlung des Filmes.

Eine Bedeutung dieses Filmes könnte sein, dass jeder in seiner eigenen Zeit lebt, doch wir haben uns auf eine gemeinsame Zeit geeinigt. Ohne diese Einigung auf eine gemeinsame Wirklichkeit, würde jeder in seiner eigenen, für andere unbekannten Dimension der Zeit leben.
David Lynch zeigt dies aber nicht als äußerliche Tatsache, sondern als inneres Erleben. Das Äußere ist die gemeinsame Wirklichkeit, die wir alle miteinander teilen, während das Innere zu unserer eigenen Zeit führt, zu unserem inneren Königreich.
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am 13. September 2011
Einerseits kann ich die negative Kritik verstehen, aber auch teilweise wieder nicht. Wer Mullholland Drive kennt, der weiß ja wohl, was einem bei Lynch erwartet.
Mir hat der Film sehr gefallen und auch sehr mitgerissen. Ich weiß nicht, ob ich den Film richtig verstanden habe, aber kann man einen Lynchfilm immer richtig verstehen? Es hat doch immer was mit der eigenen Interpretation zu tun und das gerade find ich interessant. Ich fande der Film hatte eine super Atmosphäre und die Kamerafahrten waren super. Ich fand ihn glaube sogar besser als Mullholland Drive und Lost Highway, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.

Fazit:
Nur was für Anhänger von Experimentalfilmen. Der Rest sollte die Finger davon lassen und Aufhören so manchen Quatsch zu schreiben. Einige schlechte Rezensionen hier sprechen für sich.
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am 12. September 2011
Gewaltig. Beunruhigend. Komisch. Verstörend. Überbordend. Träumerisch. Nachdenklich. Verrückt. Phantasievoll. Unheimlich. Fesselnd. Traurig. Lebensbejahend. Brutal. Nachhaltig. Surreal. Entfesselt. Konventionslos. Unterhaltsam. Herausfordernd. Philosophisch. Schockierend. Düster. Irrational. Meisterhaft.

Ein dreistündiger Mindfuck jenseits von Gut und Böse.

Kurzum: Ein wahrhaftiger Triumph der Phantasie. Und das ganz ohne Handlung. Schauen und staunen.
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am 21. Januar 2013
Ja, ein wenig scheint mir das die Prämisse dieses Filmes zu sein. Möglicherweise hat sich Lynch im Vorfeld gedacht: die wollen wieder einen Film von mir. Ich habe aber eigentlich keine Lust mehr auf Kino und den ganzen Firlefanz. Würde lieber gerne Bilder malen, Schräge Musik aufnehmen und den Weltfrieden sichern, denn ich mache ja nebenher in Mediation, you know.
Aber Gott ja, dann sollen sie hält was bekommen woran sie sich mal richtig die Zähne ausbeißen können. Soll aber mal keiner meinen, dass ich hier eine zu entschlüsselnde Story a la mulholland Drive serviere. Dazu habe ich keine Lust. Werde das Drehbuch während des Films schreiben, oder auch nicht. Mal sehen wie wir da zu Rande kommen. Ansonsten fällt mir ja immer was ein, auf was meine Fans abfahren: die Nahaufnahmen, steady Cam, rote Vorhänge und Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Funktioniert immer. Logischerweise werde ich ein paar stellen einbauen, die vorgeben Teil einer Handlung zu sein. Da werden die in den internetforen wieder durchdrehen. Ha, wird ein Spaß sich das aus der Ferne mal reinzuziehen. Am Ende erklären die Fans mir noch meinen eigenen Film. Großartig. Budget ist so ein Thema. Mulholland Drive fanden alle toll, im Kino war aber kaum jemand. Vielen dank dafür! Also werde ich mal richtig auf die kostenbremse treten und mit meiner eigenen Hd. Kamera, die ich mir neulich im Angebot bei Amazon gekauft habe, drehen. Hoffe, die Fans verstehen das mehr in die Richtung: Lynch wirkt jetzt noch bedrohlicher oder was in der Art. Habe mich auch dazu entschlossen, den rohschnitt nicht neu zu schneiden. Ich lass das ganze Material,so wie es ist, setzt meine Standard Tonspur drunter und That's it, Folks! Ok, ok, damit dann aber vielleicht doch jemand merkt, dass ich das alles diesmal nicht soooo tierisch ernst gemeint habe, werde ich zum Abspann, einfach mal mein ganzes Oeuvre durch den Kakao ziehen. Spätestens da sollten meine Fans dann kapiert haben, dass ich mich nun aus der Filmwechsel verabschiede und Inland Empire meine Art zu sagen ist: war alles nur Spaß !
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am 10. Februar 2008
Ich stimme vielen Stimmen der anderen Rezensionen vor allem in einem Punkt zu, dass INLAND EMPIRE der bisherige Höhepunt des Lynchen "Wahsnsinns" ist. Darum wahrscheinlich auch diese sehr konträren Meinungen. David Lynch macht Kunst. Mehr, als er Filme macht. Viele Menschen meinen, dass die Handlung und ein guter Plot, das A und O eines Filmes sein müssten. Diese Menschen sind bei Mr. Lynch sicherlich nicht am besten aufgehoben. Es gibt aber genügend andere , die sich gerne auf Außergewöhnliches einlassen, für diese Menschen ist INLAND EMPIRE eine Herrausvorderung. Die länge von 173 min ist natürlich fordernd. Aber wie oft sieht man schon einen derartigen Film? Ich denke, es lohnt sich, diese 3 Stunden zu investieren, weil man etwas noch nie Dagebotenes zu sehen bekommt. Wie in allen Lynch Filmen, ausser A STRAIGHT STORY, werden hier vor allem unsere Sinne stimmuliert. Bilder und Ton wirken viel intensiver, als in den meisten Filmen. Gefühle werden in einem aufgebaut . Ein langer , verstörender Prozeß. INLAND EMPIRE beschäftigt sich mit der Psyche der Protagonistin. Lynch versucht nicht, die dem Zuschauer am besten bekannten Methode anzuwenden, nämlich durch klare Handlungstränge und den dazu gehörigen Dialogen einen Plot, und so die Geschichte zu erzählen. Sonder Lynch versucht die "Kranke Seele" einer Person in einem psychischen, nicht gesunden, nicht klar definierten Zustand darzustellen. Vielmehr noch versucht er dem Zuschauer des Films dies so eindringlich zu schildern, das man ihn nachfühlen kann. Und hier wird es interessant oder man lehnt es ab und fühlt Unverständniss und Frustration, weil man den Film anders kaum zu sehen vermag. Die Handlung, in normaler Cineastensicht, ist zu banal. Szenenabläufe die auf den ersten banalen Blick keinen Zusammenhang aufweisen. Aber auf einer emotionalen Reise Stationen ausmachen, die äusserst wichtig und stimmig fühlen. Die Arbeit der Darsteller im Film ist unbeschreiblich gut. Also für Fans des guten Schauspiels ist der Film deswegen schon ein Genuß. Der Film ist düster. Oft auch latend gruselig. Vieles unschönes wird gezeigt, obwohl es nie wirklich ekelig wird, oder Grenzen überschreitet.
Ein großer Tip für alle die mit dem Lynchuniversum noch keinen Kontakt gehabt haben: Auf keinen Fall mit INLAND EMPIRE beginnen! Man sollte ja auch nicht , wenn man grade schwimmen gelernt hat, den Ozean überqueren. Ein guter Einstiegsfilm ist meiner meiner Meinung nach Mullholland Drive. Da Lost Highway sehr hart ist, und auch super gruselig und dunkel,und deswegen für viele Menschen zu beängstigend wirkt, beim ersten Mal sehen.
Seine älteren Werke, auch alle grandios, könnte auf den einen oder anderen etwas "veraltet" wirken, habe ich festgestellt.
Die Tv-Serie Twin Peaks wäre der allerbeste Einstie! Allerdings sind es 30 Folgen, die aufeinander aufbauen, aber sehr spannend und deshalb absolut sehenswert!

Meiner Meinung nach ist David Lynch ein wunderbarer und genialer Regisseur , der absolut seinen eigenen , unverkennbaren Stiel hat und diesen auch weit weg vom Mainstream, immer weiterentwickelt und neu entdeckt. Seine Welt ist visuel perfekt und abgestimmt. Wo die Szenen spielen, was die Darsteller anhaben, kleine Gegenstände und Skurieles, wie die Hasen-Menschen in INLAND EMPIRE, tragen zu einer Welt bei, die sich duch allen Lynch Filmen durchzieht. Alles bekannt, aber so zusammengestellt, das es wie eine andere Welt aussieht, die uns bekannt und fremd zugleich vorkommt. Das Spiel: "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" hat David Lynch neu erfunden und perfektioniert!

INLAND EMPIRE ist nicht mein liebster Lynchfim, aber ich glaube auch nicht das Mister Lynch das von seinen Fans erwartet. Ich denke, dass dieser Film auch für ihn ein Experiment in seiner sowieso immer experimentellen Arbeit war. Diese Film ist genial, da besteht überhaupt kein Zweifel. Ein Meisterwerk der Filmgeschichte! Jedoch so extrem, so fordernd, so anstregend, dass man die Idee mehr schätz als das filmische Resultat. Ich schreibe all das , nachdem ich vor 6 Monaten den Film gesehen habe. Nur einmal. aber ich kann mich noch ganz genau an das Gefühl erinnern, das der Film produziert hat. Ich brauche ihn dafür nicht noch einmal zu sehen, um mich daran zu erinnern. Und ich denke , dass spricht für die Einzigartigkeit des Films und warum man sich ihn auf jeden Fall angucken sollte! Wenn Ihnen der Film den Zugang verweigert, ist er viellecht einfach nichts für sie. Aber für alle anderen denke ich, ist es ein unvergesslicher Trip!
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