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Kundenrezensionen

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am 9. Mai 2015
Handlung:

Griechenland droht von dem persischen Weltreich erobert zu werden und die griechischen Stadtstaaten stehen nicht geschlossen gegen die Perser ein. König Leonidas will trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit mit 300 spartanischen Kriegern König Xerxes Armee bei einer engen Stelle an den Thermopylen aufhalten.

Technisches:

Das Bild ist gestochen scharf, viele Hintergründe und auch Effekte sind computeranimiert, der "Stil" des Films als ganzes ist schon mit "comic"-mäßigen Farben.
Der Ton ist sehr gut gemacht, wenn gekämpft wird hört es sich genial an. Die Synchronsprecher liefern gute Arbeit ab, die Dialoge die es gibt sind nicht wirklich tiefsinnig, würden aber auch nicht zum Film passen.
Schauspielerisch kann man sich nicht beschweren.
Es wird hier sehr oft blutig und es werden auch immer mal das ein und andere Körperteil abgetrennt, meist in Zeitlupe.
Vieles in 300 ist übertrieben, so sehen alle 300 Krieger aus, als seien sie gerade aus dem Fitnessstudio gekommen mit ihrem Six-Pack, generell sind die Kämpfe nicht wirklich historisch korrekt oder gar realistisch dargestellt und mehr auf Action ausgelegt. Die verschiedenen persischen Soldaten wie z.b. die Unsterblichen werden sicher auch nicht so ausgesehen haben, von dem riesigen Kerl mit der Axt oder dem dicken Kerl mit dem "Scherenhänden" mal abgesehen.

Fazit:

Action geladener, auf einem Comic basierender Film mit tollen Kämpfen. Realismus und historische Korrektheit darf man hier allerdings nicht erwarten.
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am 26. Oktober 2015
Ich hatte 300 damals zu allererst im Kino gesehen und er konnte mich ab da an immer wieder Begeistern.
Für Leute wie Gerard Butler, Michael Fassbender und Regisseur Zack Snyder war dies das Sprungbrett in eine höhere Klasse.

Die Blu-Ray Ausgabe sieht optisch ziemlich schmuck aus, wenn der bekloppte FSK-Flatschen nicht so hervorstechen würde.
Auf der Rückseite befinden sich alle Info's zur Blu-Ray.
Wer diese allerings nicht braucht, kann das Blatt leicht abziehen.

Bild und Ton sind super.
Die Extras gehen ca. 120 Minuten + BD Live und Audiokommentare.
Weitere Info's bietet das 40-seitige Buch.

Story: 5/5
Bild: 5/5
Ton: 5/5
Extras: 5/5
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am 16. August 2014
Schon als kleiner Junge wird man in Sparta gnadenlos als Krieger ausgebildet, Schmerzen zu ertragen, im Kampf zu bestehen und auf dem Schlachtfeld siegreich zu werden. Der Film handelt von der legendären Schlacht an den Thermopylen, wo König Leonidas (G. Butler) mit 300 spartiatischen Kriegern gegen eine gewaltige Übermacht von Xerxes (R. Santoro) tagelang kämpft, um dann durch Verrat und eine List tückisch, aber heldenhaft unterzugehen...
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am 27. August 2007
300, das ist der Titel eines Filmes, der als Umsetzung einer Comicvorlage die Zuschauer polarisiert.
Die einen finden ihn hervorragend, die anderen einfach nur grottig, dazwischen gibt es nichts oder zumindest nicht viel. Warum das so ist? Da kann man nur Vermutungen anstellen aber jetzt erst mal ein paar Worte zum Film an sich.
Für die Comicvorlage zeichnet sich ein gewisser Frank Miller verantwortlich, der den meisten seit dem kassenfüllenden Film Sin City ein Begriff sein dürfte.
Millers Geschichte bezieht sich vage auf die historisch verbürgte Schacht bei den Thermopylen, wo anno dunnemals die übermächtige persische Armee von den Spartanern an einem gewissen strategisch wichtigen Engpass aufgehalten wurde.
Damit endet aber auch schon der Bezug des Comics zur mehr oder minder historisch korrekten Vergangenheit.
Film und Vorlage fließen vor Pathos und unglaublichem Heldenmut nur so über, wie immer wenn eine unterlegene Minderheit im Angesicht des haushoch überlegenen Feindes beschließt, den Kampf wider alle Vernunft aufzunehmen und bis zum letzten Mann zu kämpfen. Millers Graphic Novel verschafft hier dem Zuschauer durch den Einsatz diverser Filter und Weichzeichner das Gefühl, als hätten doch tatsächlich seine Comicbilder angefangen, sich zu bewegen. Der Erzähler aus dem Off, der dem Zuschauer mit bedeutungsschwangerer Stimme die Geschichte des Spartanerkönigs Leonidas erzählt, die ausführlichen Kampfszenen der heroischen spartanischen Hopliten gegen die bösen Perser, die dem Zuschauer als fast schon künstlerisch in Szene gesetzte Schlachtplatte serviert werden, dass alles gibt diesem Film erst seinen Reiz.
Nur das gesamte Werk funktioniert hier. Die Schlachtszenen alleine können den Zuschauer auf Dauer nicht fesseln, und die erzählte Geschichte ist so einfach strukturiert, dass ihr Unterhaltungswert alleine niemals ausreichen würde, den Zuschauer 116 Minuten bei der Stange zu halten. Beides zusammen ergibt aber einen äußerst interessanten Mix, dem man jedem Cineasten nur empfehlen kann. Leuten, die sich darüber beschweren, dass der Film nichts mit der historisch bekannten Vorlage zu tun hat, kann ich nur empfehlen, sich entsprechende Dokumentationen in Buchform reinzuziehen. Wer diesbezüglich lieber die Glotze anwirft, anstatt ein Buch zu lesen, sollte sich dann vielleicht sowieso nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Dann gibt es noch Leute, denen die Schlachtszenen zu heftig sind oder die Handlung nicht tiefgründig genug ist. Da kann man durchaus geteilter Meinung sein, allerdings erwarte ich von einer Comicverfilmung, die auf einer Vorlage von Frank Miller basiert, nicht unbedingt tiefgründige, philosophische Erkenntnisse, sondern eher eine künstlerisch perfekt in Szene gesetzte Bilderflut, die mich optisch überwältigt, alles andere ist da dann reine Zugabe. Wer sich also eine stilistisch großartig umgesetzte Comicverfilmung anschauen will, wird bei Frank Millers 300 bestens bedient
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am 14. Juni 2007
300 hat mich total begeistert. Einfach beeindruckend. Die Story kennt sicher schon jeder also werde ich mich daran nicht aufhalten.

Ich muss immer wieder drüber lachen wie viele Leute solche Filme schlecht machen oder in 300 irgendwelche politischen Propaganda Ansätze suchen. Einfach zum totlachen das die Deutschen immer alles so ernst nehmen, und schlecht machen müssen. Der Film soll unterhalten. In Deutschland sollten sich die Leute mal ganz schön zurückhalten. Hier hat es nämlich noch keiner geschafft Filme wie 300, Fluch der Karibik oder Spiderman 3 zu drehen (Mal abgesehen von Oliver Hirschbiegel mit Der Untergang). Unsere Drehbücher und Computeranimationen sind immernoch mittelalterlich. Beschweren sich wie schlecht doch Fluch der Karibik 3 ist aber pralen mit Inferno: Flammen über Berlin (Was ein grottenschlechter Film wenn man das überhaupt so nennen kann)

300 ist einfach mal was anderes. Sehr stylisch und cool. Gerald Butler spielt großartig und die Computereffekte besonders das Blut unterstützen die Coolness des Films. Muss man einfach gesehen haben. Aber auch nur wenn man Gewalt in Filmen genau so locker sieht wie ich und sich nicht über jedes abgeschlagene Körperteil aufregt weils vielleicht Jugendgefährdend ist. Ist doch nur nen Film und in der Realität sah es damals nicht anders aus. Verstehen nur viele Leute nicht. Also unbedingt kaufen. Und am Besten in der Limitierten Helm Edition. Einfach mal wieder ne richtig coole Vö!!
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am 24. August 2007
Wow! 300 ist meiner Meinung nach, eine der besten Comicverfilmung. Optisch ist dieser Film ein Meisterwerk: opulente Schlachtszenen, dramatische Sonnenuntergänge, riesige Armeen und seltsame Kreaturen geben eine Mischung, die kaum noch zu übertreffen ist.
Allein die Handlung wirkt wie aus der amerikanischen Patriotismusschmiede, ebenso die Dialoge.
Aber wer sieht sich eine Comicverfilmung an, zudem noch von Frank Miller und will geistige Ergüsse erwarten, die einem Goethe oder Shakespeare gleichkommen?
Jeder der in der Comicszene auch nur halbwegs bewandert ist, weiß das Millers Comics extrem blutig, brutal, aber auch wegweisend und deswegen Kult sind.
Dieser Film soll einfach nur Spaß machen und dieses Kriterium übertrifft er beiweiten. Denjenigen, die exakt recherchiertes Geschichtskino erwarten rate ich: Finger weg vond dieser DVD. Allen die Sin City lieben sage ich: Warum habt ihr diese DVD noch nicht gekauft?!
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am 24. August 2007
Ich möchte an dieser Stelle nicht den Film bewerten, denn hätte mir dieser nicht schon sehr gut gefallen dann hätte ich mir gar nicht erst die Collectors Edition gekauft, schon gar nicht in der aufwendigeren Version mit Helm. Vielmehr möchte ich nun einige Worte über die Ausstattung dieser augenscheinlich opulenten DVD-Box verlieren die mir nun gestern geliefert wurde:

Verpackung:
Die viereckige Box besteht aus solider Pappe mit einer Plastikaussparung, durch die man den mitgelieferten Helm und die eigentliche DVD-Hülle betrachten kann. Insgesamt ist die Box sehr schön designt und auch im Regal sehr schön anzusehen, obgleich die Box selber nicht die stabilste ist und das Plastik leider schnell Dellen bekommt, die nicht mehr rausgehen.
Note: 4/5

Helm:
Der Helm ist wirklich schmuck und entgegen meiner Erwartung aus sehr massivem Material (ich hatte mit Plastik gerechnet), was auch sein Gewicht von fast 350 Gramm noch einmal untermauert. Die Verarbeitung ist durchweg sehr gut, man kann das gute Stück auch problemlos außerhalb der Box aufstellen und es verliert nichts von seiner schmucken Optik.
Note: 5/5

DVD-Hülle:
Die aufklappbare DVD-Hülle im Pappschuber ist wirklich sehr schön aufgemacht, sei es die liebevolle Gestaltung des Hintergrundes oder nette Details wie der spartanische Helm, der das übrige Material (Sammelkarten und Buch) umschließt. Übrigens: Leonidas, der das Cover schmückt, ist aus der Pappe nach vorne gepresst, so dass man jeden einzeln Bauchmuskel mit den Fingern abfahren kann (na wer drauf steht ;D).
Note: 5/5

Sammelkarten+Buch:
Die Sammelkarten sind (abgesehen von ihrer grundsätzlichen Nutzlosigkeit) nett anzuschauen, meiner Meinung nach jedoch ein wenig einfallslos (auf allen vieren ist nur Leonidas zu sehen), hier hätte man durchaus Gorgo, Xerxes oder eine der dunklen Kreaturen ablichten können.
Das beiligende Buch ist zwar nicht wirklich schlecht, aber doch eher ein wabbeliges Heftchen ohne berauschenden Inhalt. Ein paar Illustrationen und Blue-Screen-Bilder, dazu ein paar Seiten Text - nicht wirklich uninteressant, aber kein Vergleich zum gesondert erhältlichen "Art of the Film"-Buch, das mit wirklich schönen Bildern punkten kann.
Note: 3/5

Bonusmaterial:
Das Bonusmaterial kann meiner Meinung nach nicht restlos überzeugen, hier hätte man die zweite DVD wirklich ein wenig besser füllen können. Quantitativ wird zwar einiges geboten (Audiokommentar, Making of, Fotogalerie, Webisoden etc.), aber so der richtige Hammer ist nicht dabei, das meiste ist einfach Standardware.
Keine Frage, das meiste ist sehr schön anzuschauen und teilweise auch sehr interessant. Besonders gefallen hat mir "Fakt oder Fiktion", hier erläutern Historiker anhand von Szenen aus dem Film die tatsächlichen Begebenheiten der damaligen Zeit und auch Frank Miller und Zack Snyder kommen zu Wort - wirklich sehr sehenswert.
Ich persönlich bevorzuge an Bonusmaterial allerdings Rubriken wie "Nicht verwendete Szenen/Outtakes" oder auch "Trailer", gerade die hervorragenden Appetitmacher von 300 hätte ich sehr gern in perfekter Bild- und Tonqualität gehabt. In diesen beiden Bereichen herrscht leider absolute Flaute, Trailer gibt es gar nicht und es wurden auch nur drei nicht verwendete Szenen mit auf die Scheibe gepresst (von denen wiederum zwei meiner Meinung nach relativ belanglos und langweilig sind).
Note: 3/5

Insgesamt:
Zusammenfassend würde ich sagen, dass die Special Collectors Edition von 300 ihr Geld wert ist und jeder Fan bedenkenlos zugreifen kann. Die einzigen wirklichen Mankos sind meiner Meinung nach das doch recht dürftige Büchlein und die Tatsache, dass man in Sachen Bonusmaterial doch noch ein wenig hätte nachlegen können. Insgesamt sind dies jedoch nur kleine Schönheitsfehler einer DVD-Edition, die in ihrer Gesamtheit durchaus zu überzeugen weiß und die meisten Fans wohl nicht enttäuschen wird.

Gesamtnote: 4/5
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am 17. November 2015
Eigentlich sollte sich eine Filmkritik in Erster Linie mit dem Film an sich beschäftigen. In Anbetracht der aufgeheizten Diskussion über den Film scheint ein kleiner Exkurs, welcher über den Inhalt des Films hinaus geht, nicht verkehrt.

Ich kann mich an kaum einen Film der letzten Jahre erinnern, zu dem es so viele verschiedene Meinungen gab, der so kontrovers rezensiert wurde. In der Weltpremiere auf der Berlinale von der Presse zerrissen, an den Kassen dennoch (oder gerade deswegen?) ein Publikumsrenner.

Was wurde "300" in den Feuilletons der Welt nicht alles vorgeworfen? Der Ausdruck "Politisch unkorrekt" reicht hier schon nicht mehr aus.

Insbesondere in Deutschland meint man faschistoide Tendenzen zu finden, sogar von einer "Leni-Riefenstahl-Optik" war die Rede. Direkt dazu: Es ist noch nicht mal zu bestreiten, dass einzelne Szenen faschistoid wirken. Leider wird oftmals vergessen, dass Vieles von den Nazis missbraucht wurde, und somit in der heutigen Zeit diskreditiert ist. Man ist halt immer Kind seiner Zeit….

In konservativen Kreisen Amerikas verurteilte man den Film, auf Grund eventueller Parallelen zwischen der amerikanischen Armee im Irak und dem gewaltigem Heer der Perser. Liberale hingegen meinten in den "300" Spartiaten den irakischen Widerstand wieder zu finden. Oder auch gerne genommen: König Leonidas als G.W. Bush im gerechten Kampf gegen eine islamische Übermacht. Des Weiteren beleidige der Film Homosexuelle, Farbige, und körperlich Behinderte (Xerxes, Ephialtes). Der Iran sah sich praktischerweise in Gänze beleidigt und protestierte bei der UNESCO gegen den Film.

Zyniker könnten behaupten, der Film sei somit schon wieder politisch korrekt: Es darf sich gerne jeder beleidigt fühlen… Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt: Ist die ganze Aufregung überhaupt gerechtfertigt?

Und damit kommen wir zum Film an sich: "300" ist nach "SinCity" die zweite Verfilmung eines Frank Miller Comics. Optisch ist dieser Film zweifellos herausragend. Wie schon bei "SinCity" wurde der gesamte Film vor einer Green-Screen gedreht, die Hintergründe nachträglich digital eingefügt. Das bedeutet, dass praktisch nichts außer den Schauspielern real ist. Die Schlachtszenen sind bis in Detail "durchgestylt", fliegende Wechsel zwischen Slow-Motion und Zeitraffer sind an der Tagesordnung. Jede Szene des Films wirkt wie ein einzelnes Gemälde, so überzeichnet ist die Landschaft im Film.

So beeindruckend der Film visuell und akustisch ist, so einfach gestrickt ist der Plot ("SinCity" war in diesem Punkt um Längen besser):

Die Story ist von daher schnell erzählt: Der Comic (Film) basiert auf der antiken Schlacht bei den Thermophylen, in der, nach Herodot, eine kleine Schar Spartaner einer persischen Übermacht trotzte, und dies auch überaus erfolgreich, bis sie Opfer eines Verrats wurden.

Widmen wir uns nun wieder den oben genannten Vorwürfen. Sicher erscheinen einzelne Dialoge oder Bilder bedenklich. In diesem Zusammenhang wird "300" vorgeworfen, er besitze keine tiefere Ebene, in der das Gezeigte hinterfragt und demontiert wird. Das ist durchaus richtig, das Handeln der Protagonisten wird zu keinem Zeitpunkt reflektiert. Dieser Sachverhalt stellt jedoch meiner Meinung nach kein Problem da: Der Film versucht einer Tiefergehende Deutung vorzubeugen. Einfach alles ist überzeichnet und übertrieben, wirkt einfach absurd: Wenn Leonidas sich fröhlich, einen Apfel essend, über gute Manieren unterhält, während seine Leute verwundete Perser abschlachten, dann kann und sollte dies keiner Ernst nehmen! Was passiert wenn man sich doch entschließt das Gesehene ernst zu nehmen, kann man an den Reaktionen des Feuilletons ablesen.

Wenn man etwas aus diesem Film mitnehmen will, dann vielleicht Folgendes: Es wird einem klar vor Augen geführt, wie manipulierend Bilder sind: Das Kämpfen und Sterben der Spartiaten wirkt elegant und leicht. Und nun denkt doch mal bitte jeder an die Schlachtszenen aus "Saving Private Ryan" oder "Flags of our Fathers"!

Nebenbei, was die Dialoge im Film angeht: Es empfiehlt sich ein Blick in die antike Überlieferung des Herodot zu werfen: Vieles lässt sich dort wieder finden ("Unsere Pfeile werden die Sonne verdunkeln"….u.s.w.).

Wie ist nun der Film letztendlich zu bewerten? Es wird niemals so heiß gegessen wie gekocht wird…. Die im oberen Teil genannte Empörung ist völlig unnötig, in gewisser Weise sogar das Aufregendste in Bezug auf diesen Film. Die Vorwürfe greifen ins Leere, da dieser Film ja überhaupt nicht die Intention hat eine Botschaft zu verbreiten.

Natürlich ist "300" nicht jedermanns Geschmack, in seiner Darstellung ist er kompromisslos: Extremitäten fliegen durchs Bild, das Blut fließt in Strömen, die Spartiaten sehen aus wie Bodybuilder auf Anabolika, dazu kommt die mittlerweile obligatorische Dosis Sex. Man kann den Eindruck gewinnen, dass die zwischenzeitlichen Szenen in Sparta nicht dazu dienen den Plot voranzubringen, sondern ausschließlich um dem Zuschauer eine Pause vom Getümmel der Schlacht zu bieten…

Meiner Meinung nach sollte der Film als das gesehen werden, was er ist: Eine Comic-Verfilmung ohne tiefergehende Botschaft, einfach ein großartiges visuelles Erlebnis, bei dem man sich zwei Stunden Bestens unterhalten lassen kann. Das setzt allerdings voraus, dass man dazu in der Lage ist seinen Kopf abzuschalten, und sich nicht schon während des Films Gedanken über die "political correctness" des Films zu machen.
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am 4. Juli 2007
Sicher ist der Film inhaltlich nicht auf der Höhe eines Scorsese und Co. Films aber allein die visuelle Bildgewalt des Filmes ist überragend.Jeder der im Kino vor der Leinwand gesessen hat muss zugeben ins staunen geraten zu sein.Sicher ist der Film vollgepackt mit Pathos und sonstigen Hollywood Gewürzen aber als Kontrastprogramm zum bei mir beliebten Anspruchskino ist das wirklich ein sehr toller Film.Fünf von Fünf Spartaner Speere von mir.Nur zu empfehlen.
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am 22. Juni 2007
Zu 300 fällt mir eins ein: Schaltet euer Hirn ab, ignoriert geschichtliche Fakten und lasst euch auf ein gewaltiges Schlachtenepos ein.

Leonidas zieht mit 300 Spartanern aus um die anrückende Armee der Perser aufzuhalten. Punkt. Das ist die Story, mehr gibt es nicht zu sagen. Was erwartet einen nun im Film selbst?

Freundschaft, Treue, Ehre, Ruhm und Blut. Eine Menge Blut. Bildgewaltige Schlachten, hervorrangend eingesetzte Computertechnik und spektakuläre Stunts. Der Film lässt einem keine Zeit zum Durchatmen, es geht Schlag auf Schalg. Oder in dem Fall Leiche um Leiche.

300 ist praktisch die Glorifizierung des Krieges. Unrealistisch, mag sein. Aber es macht verteufelt viel Spaß zu sehen wie eine kleine Armee von 300 mit einer einigen Strategie ihre Gegner zum Untergang verdammen. Wer gewaltige Schlachten, blutige Kampfszenen, gelungene Atmosphäre und Krieg an sich mag wird an 300 Gefallen finden.

Wie schon bei Sin City hat man sich (fast?) 1:1 an die Comic Vorlage gehalten. Unbedingte Kaufempfehlung.
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