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Kundenrezensionen

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am 19. Juli 2007
Noch nie wurde das Leben und Sterben im antiken Rom so lebensnah und echt gezeigt, wie in dieser Serie. Endlich einmal hat jemand die bisherigen Vorstellungen von Edelmut und der Pracht in dieser Stadt entstaubt. Ich denke hierbei besonders an die Filme "Quo vadis", "Cleopatra" und "Gladiator". Hier wird das Leben und die Stadt so gezeigt, wie sie war: in verkommener Pracht, dreckig, brutal, bitterarm und unglaublich reich. Ein lebendiger Kosmos, der überschäumt von Farben und Eindrücken.

Die Kulissen sind sicherlich das exquisiteste und vor allem echteste, das ich je gesehen habe. Schlichtweg atemberaubend! Allein die echten, nicht vom Computer animierten Bauten des Forums sind beeindruckend. Ebenso die prachtvollen Villen der Reichen und die herunter gekommenen, dreckigen, bitterarmen Viertel der Armen, deren detailgetreue Ausstattung erstaunt.

Nicht zu vergessen die Schauspieler! Alle Rollen durchweg hervorragend besetzt und auch umgesetzt. Jeder scheint tatsächlich ein "Römer" und nicht bloß ein in ein Kostüm gesteckter Schauspieler zu sein. Besonders aufgefallen ist mir Max Pirkis, der den jungen Octavius und späteren Kaiser Augustus spielt. So habe ich ihn mir immer vorgestellt.

Fazit zur Serie: Großartiges Kino auf dem Bildschirm zu Hause! Lehrreich, da sich die Produzenten so eng wie möglich an die historischen Vorlagen und belegten Fakten gehalten und diese einzigartig umgesetzt haben. Lebendig und spannend!

Allerdings - und das muß erwähnt werden - muß man sich von den heutigen Moral- und Ethikvorstellungen lösen. Das Verhalten der Menschen in der antiken Welt Roms ist nicht mit unseren Maßstäben zu messen. Es geht blutig zu in dieser Welt. Intrigen werden geschmiedet, Menschen ermordet, es fließt viel Blut. Sex ist kein Tabu, wie heute so oft, sondern wird in jeglicher Form und Art ausgelebt. Ein Menschenleben ist nicht besonders viel Wert und dementsprechend wird mit diesem Leben auch umgegangen. Wer sich also lösen kann von unserer heutigen Welt, wird die hier vorgelebte Welt besser verstehen und auch akzeptieren können. Das ist eine spannende Erfahrung, und vielleicht wird sich der Eine oder Andere hier oder dort auch wiederentdecken (auch, wenn er es nicht zugeben mag!).

Noch ein Tipp: Ruft einmal die Seite amazon.co.uk auf. Loggt euch mit eurer E-mail und Passwort ein (sogar die 1-Click-Einstellungen sind abrufbar) und bestellt die Box für GBP 27,98 (umgerechnet rund EUR 40,00). Ist wesentlich billiger, bietet eine deutsche Tonspur in hervorragender Qualität an und kommt in einer tollen Holzbox. Ich hatte dort aufgrund des Tipps eines anderen Rezensenten gekauft, die Box innerhalb von zwei (!) Tagen bekommen und eine Menge Geld gespart!
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am 22. August 2007
Auch wenn man sich in der Endphase der späten römischen Republik und des frühen Kaiserreichs einigermassen gut auskennt und bei dieser Serie ein paar historische "Unkorrektheiten" entdeckt, und ich schreibe bewusst nur ein "paar" denn mehr sind es wirklich nicht, meine Meinung steht jedenfalls fest: Absolut Genial !!

Kein sauberes Rom aus weissem Marmor und mit blitzsauberen Strassen.Vorne "hui hinten pfui" würde man heute sagen. Das Forum Romanum das zwar imposant dargestellt ist, aber keineswegs sauber wie im "klassischen" Sandalenfilm und dann ein paar Strassen weiter die elenden "insulae" des römischen Plebs.Voller Dreck, Ungeziefer und überbevölkert. Die Menschen fluchen, saufen, morden und haben Sex und das haufenweise. Egal ob arm oder reich. Kein Unterschied zu einer verklärten historischen Persönlichkeit wie z.B. Mark Anton und einem einfachen Legionär wie Titus Pollo.

Ein Geschichtsunterricht der wirklich Spass macht, nur leider wird diese Serie nie an einer Schule gezeigt werden können, dazu sieht man einfach zuviel Sex&Crime. Aber warum sollten die Römer anders gewesen sein als wir heute ?

Was ausserdem hervorsticht ist die unglaubliche Detailverliebtheit, Sitten und Gebräuche im alten Rom werden verständlich und quasi nebenbei durch diese grandiose Serie vermittelt.

Meine Empfehlung: Unbedingt kaufen !!!!
44 Kommentare| 49 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juni 2007
Ehrlich gesagt mußte ich grinsen, als ich vor ein paar Tagen die Werbung zu dieser Serie gesehen habe. Am 08. Juli startet diese Serie auf RTL 2.

Dabei habe ich mir vor 9 Monaten in Großbritannien die 6er-Box schon gekauft.

Für alle, die nicht wissen, was auf der 6. DVD ist, kann ich das Geheimnis lüften. Es sind wunderbare Extras, in denen man sieht, wo und wie diese Serie gedreht wurde. Rom ist aktuell die teuerste Miniserie aller Zeiten. Allein diese 12 Folgen kosteten ca. 120 Millionen Dollar.

An alle Kritiker und Zweifler, die es immer wieder schaffen, alles madig zu machen:

Auch wenn es ein paar geschichtliche Ungereimtheiten gibt, aber im Großen und Ganzen ist die Serie super und spannend gedreht worden. Und sie ist wirklich dreckig und brutal.

Aber 51 Euro sind einfach zu viel, die Amazon für eine geschnittete Version verlangt. Ich würde mir diese Box nie kaufen und die Ausstrahlung auf RTL 2 werde ich auch boykottieren, da ich keine Lust auf eine Dauerwerbesendung habe. Ich gebe trotzdem 5 Sterne, weil ich die Serie und nicht die deutsche Ausgabe bewerte !!!

Für alle, die es nicht erwarten können, bis diese Serie im TV läuft, habe ich einen kleinen Tipp für Euch:

Falls Ihr es nicht gewußt habt, aber Ihr könnt Euch mit Euren Daten bei Amazon.co.uk einloggen. Inklusive Versand kostet der UK-Import 27,54 Pfund, was umgerechnet ca. 41 Euro ausmacht. Und die UK-Version ist auch in Deutsch, ungeschnitten und in einer edlen Holzbox verpackt. Ich weiß das, weil ich gestern 2 Box-Sets für Freunde von mir nachbestellt habe.

Also wartet nicht bis 8. Juli oder auf diese Box, sondern geht gleich nach UK und kauft sie dort bei Amazon ein.

Ebay könnt Ihr vergessen. Es ist jenseits von Gut und Böse, was die für Preisvorstellungen haben.

Viel Spaß mit der Serie. Ihr werdet diesen Kauf nicht bereuen !!! :-)
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am 14. Juni 2007
Obwohl ich mich ebenfalls seit Jahrzehnten begeistert mit der römischen Antike befasse (inkl. interessehalber einiger ordentlicher Semester an der Uni) habe ich wenig auszusetzen. Natürlich ist einiges nicht "historisch (ganz) korrekt", - aber es stimmt schon, es ist die bisher auch in historischer Hinsicht gelungenste filmästhetische Umsetzung eines antiken Themas.

Besonders gefällt mir, daß künstlerisch mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gesamt-Atmosphäre, die Ideenwelt und überhaupt das Alltagsdasein der Menschen - auch der "kleinen Leute" zu Caesars Lebenszeit - eingefangen wurde. Man merkt schon, daß fachliche Beratung nach neuesten Erkenntnissen eingeholt wurde. Andererseits sind Filmemacher, darunter auch Kostüm-Designer usw. in erster Linie kreative Menschen, Künstler - und keine Historiker! Vermutlich haben sie es nicht gerne, wenn sie bloß abschreiben sollen, was der Herr Professor ihnen vorlegt.

Ich glaube es besteht dann auch wirklich das Risiko daß das ganze fad und belehrend wird. Auch als Amateur-Historiker ist es mir daher lieber, das Publikum ist von "ROM" (auch dem echten) begeistert - und will womöglich hinterher sogar mehr drüber wissen - als daß jede Gürtelschnalle korrekt wiedergegeben ist (auch an den Rüstungen der Hauptdarsteller stimmte nicht alles, macht aber nix). Jedenfalls solange es ich noch im Rahmen hält und nicht völlig in Phantasterei ausartet (wie teilweise z.B. in "Gladiator"); das aber ist hier keineswegs so.

Übrigens wäre ein anderer Film - "King Arthur"- ein Beispiel dafür, wie sehr viel nur "erahnt" und alles andere als historisch korrekt ist (kostümmäßig jedenfalls), - dennoch gibt der Film, als Kunstwerk sozusagen, die Atmosphäre der "dark ages" in Britannien während des Abzugs der römischen Legionen ganz wundervoll und vermutlich auch weitgehend historisch zutreffend wieder.

Last not least spielt ja auch die Handlung eine Rolle: die Abenteuer der beiden Hauptdarsteller, die Dramatik ihres Soldatenlebens, auch ihres Alltagslebens als römische Privatleute (beides trifft wohl auch die damalige Realität recht gut) und sie selbst als Typen sind einfach super gelungen, finde ich. Ganz große Schauspielerei, alle Achtung, - obwohl (von der Handlung her) fand ich das Ding mit dem Cleopatra-Sohn nun doch etwas dick aufgetragen. Vielleicht war es aber ja auch nur witzig gemeint, nach dem Motto: Wer weiß schon, wie es (oder wer es) wirklich war?

Die Gewalt: die gehörte nunmal zum Leben jener Zeit, ebenso wie die trostlosen sozialen Ungerechtigkeiten. Man versteht auch den späteren Erfolg des Christentums gut, wenn man die Serie gesehen hat. Nur den Gladiatorenkampf fand ich viel zu blutrünstig und auch sonst etwas daneben; es hätte hier nicht geschadet, wenn man sich etwas mehr an die historischen Tatsachen, z.B. die ja gut bekannten Ausrüstungstypen und Abläufe solcher Kämpfe gehalten hätte. Die Szene liegt aber nunmal, wie ich finde, leider in einem generell fragwürdigen Trend zu übermäßigen Metzeleien in Film, TV und Computerspielen. Aber es gibt sowas ja nur, weil es eben "gut ankommt" - jeder fasse sich also diesbezüglicha auch mal an die eigene Nase.

Fazit alles in allem: ausgesprochen empfehlenswert, unbedingt kaufen + ansehen. Ich freue mich schon auf die nächste Staffel.

AVE

MARCVS CAELIVS SECVNDVS
11 Kommentar| 28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 23. Juli 2007
Hierbei handelt sich um eine Fernsehserie, die mit einem wirklich großen Aufwand produziert wurde, wie es sonst nur bei Kinofilmen üblich ist. Die Kostüme und das Set von Rom bestechen durch eine enorme Authentizität und Liebe fürs Detail, die Drehorte wirken sehr real und kein bisschen künstlich wie das leider so oft bei anderen Fernsehproduktionen der Fall ist.

Diese Serie ist ein Muss für alle Rombegeisterten, aber auch solche Zuschauer, die eigentlich kein so großes Interesse an Geschichte haben, werden ihre Freude an diesen DVDs haben.
Inhalt der Folgen ist der allmähliche Aufstieg des Julius Cäsar, der sich zum Alleinherrscher im römischen Imperium aufschwingen will. Diese geschichtlich belegte Handlung wird immer wieder aufgelockert durch die fiktive Parallelgeschichte der beiden Legionäre Vorenus und Pullo, deren Wege sich immer wieder mit den Mächtigen und Reichen Roms kreuzen.

Die Serie schildert jedoch nicht das saubere, ideale Rom, sondern man sieht eine antike Hauptstadt der Gegensätzen zwischen Arm und Reich, eine Stadt voller Schmutz und Elend auf der einen und enormem Prunk, Intrigen und Machtspielen auf der anderen Seite.

Fazit: Man fühlt sich direkt in das Rom der Antike katapultiert! Eine Serie voller Spannung, Intrigen, Korruption, Verrat, Liebe und einem prickelnden Schuss Erotik. Man kann die Geschichte des Cäsar ganz unbeschwert auch mit wenigen Vorkenntnisse genießen (wenn auch die vielen verschiedenen Persönlichkeiten am Anfang ein wenig verwirrend sind).
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am 26. April 2007
Die historischen Abläufe mögen hin und wieder nicht exakt sein, aber besser sah man es vorher noch nie. Die Schauspieler sind durchweg überzeugend und über die Ausstattung und die Detailverliebtheit wurde hier schon genug Lobenswertes berichtet. Wer hier mit dem erhobenen Zeigefinder einen auf kritischen Experten macht ist ein Pedant. 99.99 % aller Zuschauer werden sich an den gelungenen römischen Kostümen/Rüstungen eher erfreuen, als dass sie sich an winzigen Details stören, die nicht exakt mit den wenigen Ausgrabungsfunden dieser Zeit übereinstimmen. Und wen der dreckige, enge Charakter der Stadt irritiert: Augustus hat sich unter anderem kurz vor seinem Tod damit gerühmt aus einer engen Ziegelstadt eine Marmorstadt gemacht zu haben. Und dieser Augustus ist im Film eben noch nicht an der Macht, sondern ein etwas altkluger, pubertierender Schöngeist.

Was mich etwas enttäuscht hat (ohne dies gleich in einen Punkteabzug umsetzen zu müssen) ist das Fehlen von Computer animierten Massenszenen wie für Troja, oder Alexander gezeigt. Die eine oder andere Schlacht hätte man zumindest für ein paar Sekunden so darstellen können. Das wäre sicherlich im Budget drin gewesen und hätte eine enorme Wirkung gehabt. So geht man einen anderen Weg und lässt den geschlagenen Pompeius die Schlacht von Pharsalos mündlich beschreiben. Funktioniert natürlich auch, gibt der Serie aber eine gewisse Theateratmosphäre.

Noch ein Tip: Bei amazon.uk.co gibt es bereits JETZT diese DVD in der ungeschnittenen Fassung und zwar auch komplett auf deutsch (und natürlich im englischen Original!) Und sogar deutlich preiswerter.
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50 vor Chr.: Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die römischen Soldaten Lucius Vorenus und Titus Pullo, die es vom Schlachtfeld mitten in den aufflammenden Bürgerkrieg zwischen Cäsar und Pompeius verschlägt. Während Lucius die Chance ergreift, bis zum Senator aufzusteigen, verdingt sich Titus als gemeiner Handlanger und schließlich Mörder. Kurz vor Cäsars blutigem Ende finden sich die ehemaligen Kriegskameraden Seite an Seite im Gladiatorenkampf in der Arena wieder.

Teuerste Serie aller Zeiten mit 100 Millionen Dollar Produktionskosten, gestemmt von vier TV-Sendern (HBO, BBC, RAI, EOS), 3000 Statisten, das größte Filmset in der Geschichte der römischen Cinecittà Studios - das sind Daten, mit denen sich wunderbar angeben lässt. Tatsächlich ist das gewagte Experiment, den Flair von Ridley Scotts GLADIATOR fünf Jahre später wiederzubeleben, vorwiegend gelungen und in USA, Großbritannien und zuletzt auch im deutschsprachigen Raum erfolgreich aufgenommen worden. Einen Vergleich mit der visuellen und erzählerischen Wucht von Scotts Epos anzustellen wäre der falsche Ansatz. Vielmehr handelt es sich bei ROM um den Transfer der klassischen Soap-Opera amerikanischen Zuschnitts - wie DALLAS oder DYNASTY - zu den Anfängen des römischen Imperiums. Da es sich beim federführend produzierenden US-Sender HBO um eine privat finanzierte Sendeanstalt handelt, konnten die Macher indes im Gegensatz zu ihren keimfreien Vorbildern die Sau rauslassen, was die Darstellung von Sex und Gewalt angeht. Prüde Gemüter mögen sich daran stoßen, dass die der Oberschicht angehörenden Damen der Epoche als intrigant und äußerst promiskuitiv porträtiert werden. Zum teils düster-dreckigen, brutalen Ambiente des glaubwürdig rekonstruierten Stadtlebens in Rom passen diese zum damaligen Alltag genauso wie Essen und Kämpfen gehörenden, nur allzu menschlichen Gelüste wiederum perfekt. Polly Walker als stets rollig anmutende Atia sticht dabei aus dem Ensemble zeigefreudiger Aktricen heraus.

Die dem breiten Publikum bislang überwiegend unbekannten Hauptdarsteller verkörpern ihre Rollen überzeugend und leidenschaftlich. Kevin McKidd als zentraler Charakter und Identifikationsfigur des Zuschauers interpretiert Lucius Vorenus konzentriert und manchmal fast zu ernst als zwischen Familie und Politik hin- und hergerissener Offizier, der durch Schicksals Fügung von Cäsar in die Senatorenrunde aufgenommen wird. Den intellektuell schlichter gestrickten Gegenpart gibt Ray Stevenson als Titus Pullo, der als grober Klotz mit gutem Kern der eigentliche Sympathieträger der Show ist. Sind Vergleiche mit Russell Crowes Maximus gar nicht so abwegig, so darf Stevenson in der vorletzten Episode mit vollem Engagement eine Light-Version des Gladiatorenkampfes abliefern, die in ihrer blutspritzenden, einem Splatterfilm zur Ehre gereichenden Detailfreudigkeit das Original sogar zu übertreffen vermag.

Als gelungenstes Typ-Casting darf man die Besetzung Cäsars mit Charakterkopf Ciarán Hinds bezeichnen. Sah man den charismatischen Mimen bislang eher in - zwar stets wohlwollend wahrgenommenen - Nebenrollen wie in DER ANSCHLAG, MÜNCHEN oder MIAMI VICE, ist die Energie und sein Enthusiasmus bei der Gestaltung seiner ersten großen Hauptrolle in jeder Szene spürbar. Ebenbürtiger Kontrahent ist der britische Theaterschauspieler Kenneth Cranham (GANGSTER NO. 1, HOT FUZZ) als Pompeius, der jedoch ein etwas abruptes Ende findet, als er bei der Einreise nach Ägypten enthauptet wird. Diese Episoden gehören für Historiker mit Sicherheit zu den unfreiwillig komischsten, nicht nur wegen der Portraitierung Cleopatras. Diese ist mit Lynsdey Marshal zwar durchaus sexy besetzt, allerdings mit der im kollektiven Filmbewusstsein untrennbar mit der Königin des Nils verbundenen Elizabeth Taylor nicht einmal ansatzweise vergleichbar.

Wer mit jeder der kurzweiligen 12 Folgen eine Geschichtsstunde erwartet, geht ohnehin mit völlig falschen Voraussetzungen an diese Ausnahmeserie heran. Nur wer frische Erinnerungen an seinen letzten Geschichts- oder Lateinunterricht hat, wird die historischen Ungenauigkeiten und großzügig genommenen Freiheiten bei der Darstellung überlieferter Personen wahrnehmen. Alle anderen, die sich bereitwillig auf die reizvolle Zeitreise einlassen, bekommen ein TV-Konventionen sprengendes Spektakel für alle Sinne geboten.
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am 21. Mai 2007
Habe mir die Verleih-Version gekauft und bin sehr begeistert. Zugegeben, es wird sehr viel Haut und Gewalt gezeigt/dargestellt, von daher ist diese Serie nicht für Kinder geeignet, jedoch fesselt die Story, welche die Geschichte Roms zu Ceasers Zeiten beschreibt, über alle Maßen. Geschichtliche Ungenauigkeiten kann man dabei verzeihen - die Groben Eckdaten stimmen! Auch vermißt man etwas die "großen Massenszenen", gerade zu geschichtlich sehr bedeutenden Kämpfen - Entscheidungsschlacht zwischen Pmpeius und Ceaser wird nur durch eine kleine Kampfszene und ein Gespräch abgehandelt - aber die hervorragenden Schauspieler machen das wieder wett! Bin begeistert und warte jetzt schon auf die zweite Staffel, welche in den USA im August auf DVD erscheint und hoffentlich auch bei uns erscheint.

Da die Verleih-Version aus 5 DVD`s besteht, bin ich gespannt, was auf der Zusatz DVD der Verkaufsversion zu finden sein wird.
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am 10. April 2016
...spannender kann Zeitgeschichte nicht sein. Mit einer prächtigen Ausstattung, einer unverblümten und sehr glaubhaften Darstellung der Szenarien, vielen Höhen und Tiefen im Spielgeschehen und einem hervorragenden Spannungsaufbau zieht diese gelungene Inszenierung den Zuschauer von Anfang bis Ende in seinen Bann. Das enorme Spieltempo lässt das Spielgeschehen - trotz des Mehrteilers - in keiner Minute langweilig werden. Im Gegenteil, man kann sich nur schwerlich der unmittelbaren Fortsetzung mit dem nächsten Teil entziehen - und seltsamerweise verhält sich das auch so wenn man den Inhalt eigentlich schon kennt. Besonders einzigartig für diese Verfilmung ist die Darstellungsweise des antiken Rom aus zwei Perspektiven, wie sie unterschiedlicher nicht sein können : Des mächtigen Diktators Julius Cäsar und eines Republik-Getreuen Legionärs.
Diese Inszenierung mag vielleicht nicht Jedermanns Geschmack sein, ist sie mitunter doch sehr brutal und auch dekadent. Dennoch wurde hier keine billige "Effekthascherei" betrieben, veranschaulichen diese Stilelemente vielmehr den damaligen Zeitgeist.
Eine perfekt gewählte Besetzung bietet ausnahmslos darstellerische Glanzleistungen bis in die kleinsten Nebenrollen.
Ein spannendes, packendes Filmerlebnis - sehr sehenswert.
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am 3. Oktober 2007
Quo Vadis, Ben Hur, Das Gewand, Cleopatra...vergeßt diese steifen und oftmals langweiligen Schinken. "Rom" bietet beste Unterhaltung, indem es eine sehr gute Mischung aus Geschichte und Intrigen um Macht und Einfluß bietet. Sicherlich erinnert die eine oder andere fiese Gestalt etwas an ebenso fiese Personen aus Serien wie Dallas oder Denver Clan, jedoch macht es mir hier Spaß. Überhaupt kann man hier nette Personen lange suchen. Fast alle sind link, auf eigene Machtfülle bzw. den politischen oder gesellschaftlichen Untergang des anderen aus. Jedoch macht es echt Spaß zuzusehen. Was neben einigen blutigen Szenen (ich erinnere mich da an den Gladiatorenkampf) noch den Unterschied macht, ist, daß die Produzenten sich überhaupt nicht vor Sex(szenen) und auch vor derberen Sprüchen scheuten (viele andere würden sie als zu heftig oder politisch unkorrekt streichen).
Wer sich etwas für das alte Rom interessiert und gleichzeitig das Serienformat mag, findet hier eine klasse Form der Unterhaltung, welche sich von den anderen aktuellen Serienformaten klar unterscheidet.
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