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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
29
3,7 von 5 Sternen
Klang der Stille
Format: DVD|Ändern
Preis:8,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 24. Oktober 2007
Natürlich stimmt die Geschichte nicht. Jeder Beethoven-Kenner wird darin viele Ungereimtheiten ,ja Unrichtigkeiten erkennen können. Aber muss sie auch nicht. Es ist KEIN Dokumentarfilm.
Wie manche andere Filme über Beethoven leidet auch dieser daran, dass er nicht konsequent mit der Taubheit Beethovens umgeht und dadurch Brüche schafft.
Aber es ist eben keine Dokumentation, sondern ein Spielfilm.

Ebenso wie das grossartige Buch von Dieter Kühn, Der schwarze Geiger, ist es frei erfundene Kunst, die sich aber dem Menschen Beethoven nähert, seiner misstrauisch misanthropischen Art, sicher aufgrund der Hör-Erkränkung, seiner dadurch bedingten Einsamkeit, seinen Grobheiten gegenüber Frauen aufgrund zahlreicher selbst geschaffener Enttäuschungen im Liebesleben.
Wir bekommen auch hier eine Ahnung, wieviel unglaubliches Gefühl dieser Mann hatte, das in quälte, weil es ein unerfülltes Gefühl war.

Ed Harris vermag sich sehr in eine solche Rolle einzufühlen. Ein eigentlich Liebender, eine Sehnender, der alle eigene Verletzung hinter dem Zaun seiner Grobheiten versteckt. In diesem Film wird der unbedingte künstlerische Anspruch eines Beethoven in eindrucksvollen Scenen deutlich. Auch, wie weit er mit seiner Kunst, gerade seiner späten, der Zeit voraus war, die ihn nicht verstand, nicht verstehen konnte. Diese tiefe Einsamkeit verkörpert Ed Harris intensiv. Er bezeichnet im making of diese Rolle als eine seiner grössten Herausforderungen.

Gegenüber den peinlichen Heroisierungen, die Beethoven in dem ein oder anderen Streifen erfährt, eine durchaus interessante Bereicherung des Beethoven-Bildes,auch wenn es den realen Menschen vielleicht nicht richtig zeichnet, wird die Eigenart des Künstlers Beethoven beschrieben.
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am 13. Oktober 2017
Der Film an sich war gut, aber die Musik.... göttlich. Ich liebe Beethovens 9.. Ich finde es umso faszinierender, daß er sie geschrieben hat, als er schon taub war.
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am 16. Juni 2012
Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne man hier vergeben und wieder abziehen sollte. Eigentlich ist ja in den vorhergehenden Rezensionen alles gesagt. Gut ist dieser Film nicht, man kann ihn aus Interesse (am Film, nicht an Beethoven) gerade so zu Ende schauen. Doch wer die anderen filmischen Machwerke über Beethoven kennt, kann bei diesem hier eigentlich nur positiv überrascht sein. Es ist kein Film über Beethovens Neffe und auch die Bildqualität ist nicht aus den 50ern. Aber das reicht eben nicht für mehr als 2 oder 3 Sterne. Das Drehbuch ist unglaublich verhunzt, obwohl die zahlreichen Biographien nun weiß Gott genug Stoff liefern würden. Die schauspielerische Leistung ist durchwachsen und die Charakterisierung klischeehaft. Der Anspruch, dem schwierigen Charakter eine "menschliche" - vielleicht sogar barmherzigen Anstrich zu geben, verliert sich in Oberflächlichkeit und ist damit ebenfalls gründlich misslungen.

Dennoch: Wer sich gerne einen Film über Beethoven ansehen möchte, sollte lieber diesen hier auswählen, als einen der anderen (dafür 2 Sterne). Wer etwas über Beethoven lernen möchte, sollte aber eine Biograhie lesen (da gibt es inzwischen auch Leichtgängiges mit Unterhaltungsfaktor) oder noch besser: Ein Konzert besuchen und konzentriert zuhören.

Fazit: Nettes Fernsehtheater mit Beethoven. Der offenbar hohe Anspruch, Beethovens Zerrissenheit, gnadenlos tyrannisch, sensibel mitfühlend, eigennützig, aber pflichtbewusst zu vermitteln, wirkt gekünstelt und überfordert die Regie. Die teilweise überzeugenden Auftritte von Ed Harris können das nicht rausreißen, erlauben aber einen dritten Stern.
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am 22. Februar 2010
Der Film enttäuscht auf allen Linien.
Nicht nur, dass Anna Holtz ein Gemisch aus vielen real existierenden Personen ist; nicht genug damit, dass Diana Kruger ihr kein Blut, keine Leidenschaft vereihen kann, auch Beethoven selbst war wohl kaum auch nur annähernd diese restlos veramerikanisierte Person oder Pappfigur.
Für alle, die Beethoven verehren: diese DVD ist zu vermeiden.
Denn hier ist nichts von Herzen, was wieder zu Herzen gehen könnte.
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am 28. Dezember 2013
Ein wunderbarer Film mit großartigen Darstellern und gewaltiger Musik. Habe ihn in der ersten Woche nach Erhalt jeden Tag gesehen.
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am 14. November 2011
Nachdem mir "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", in dem Johannes Vermeer eine "Muse" angedichtet wurde, bereits sehr gefallen hatte, war ich von "Der Klang der Stille" eher enttäuscht. Möglicherweise ist Beethovens "Muse" Anna Holtz deswegen unglaubwürdig, weil sie völlig frei erfunden ist, während es von dem Mädchen mit dem Perlenohrring immerhin das berühmte Bild gibt. Trotzdem: allzu emanzipiert ist Anna, zu selbstsicher, zu geradeheraus zu einer Zeit, in der Frauen noch immer als minderwertig im Vergleich zu Männern galten und sie noch keinesfalls die vielen Freiheiten von heute hatten, ihre Träume zu verfolgen. Allzu frech, spontan und offen Annas Kritik an Beethoven, ihrem großen Vorbild; gerechtfertigt mag sie sein, aber man hört fast zu deutlich, dass aus ihr eine Frau von heute spricht und keine aus Beethovens Zeit.

Ein wenig absurd wird es gegen Ende, es entwickelt sich fast eine zarte Liebesgeschichte zwischen Anna und dem viel älteren Beethoven. Die Szenen zwischen den beiden sind mit Fingerspitzengefühl inszeniert, trotzdem glaubt man sie nicht, da man als Zuschauer nur allzu gut weiß, dass es Anna nie wirklich gegeben hat. Den Spagat zwischen "Muse" und "echter Frau", die Beethoven bewundert und nacheifert, wenn auch leider vergeblich, gelingt nicht. Anna ist beides und doch keines davon.

Bewundernswert und wirklich beeindruckend ist Ed Harris' Darstellung des alternden, schon fast im Sterben liegenden Beethoven; wunderschön auch die Uraufführung seiner Neunten Symphonie, allein deswegen lohnt es sich trotz allem, sich diesen Film wenigstens einmal anzusehen.
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am 31. August 2017
Erfundene Person diese Kopistin.
Folglich ist die ganze Handlung erfunden. Dass
Hollywood mit Beethoven nun garnichts zu tun hat, kann man an diesem Beispiel sehen.
Schlechter Film, eigentlich 0 Sterne.
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am 28. September 2008
Dieser Film ist zutiefst beeindruckend, wenngleich Einiges aus Beethovens Leben hier nicht authentisch sein kann, nicht nur die fiktive, von Diane Krueger hervorragend gespielte, Kopistin und angehende Komponistin Anna.
Daß es A.Holland nicht um historische Authentizität geht, erweist der flüssige Dialogcharakter zwischen Beethoven und Anna, der so natürlich aufgrund B.s Taubheit unmöglich gewesen wäre. Das verwirrt anfangs ein wenig; bald erweist es sich aber, daß es beim Konzept des Films viel mehr um innere Vorgänge eines radikal orientierten Künstlers wie Beethoven geht, welche durch Anna symbolisch nach außen gespiegelt werden (Anna erscheint somit wie die oft versteckte empfindsame weibliche Seite Beethovens). Besonders tief berühren Szenen, in denen die Musik direkt aus der Handlung erwächst und wunderbar beschrieben wird, wie etwa der "Dankgesang eines Genesenden" und die ausführliche Verfilmung der UA von Beethovens IX. Symphonie (die er in Wirklichkeit natürlich nicht mehr dirigieren konnte). Entscheidend bleibt, daß Holland auf äußerst eindrückliche Weise darstellt, welch geniale "Sprache" die Musik ist und wie sie Menschen transformieren kann! Einen nackten Hintern kann man dafür durchaus in Kauf nehmen...
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am 25. Oktober 2015
Ein beeindruckender Film, der einem Beethovens Musik, trotz offensichtlich sehr freier Interpretation seiner letzten Jahre, noch näher bringt. Die Schauspieler überzeugen durchweg und man bekommt sogar noch einen kleinen Einblick in die damalige Zeit. Ein wirklich schöner Film, dem die musikalische Untermalung vieler Szenen mit Beethovens Musik ausgesprochen gut steht. Sehr emotional und durchaus zu empfehlen.
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am 20. Oktober 2015
Was macht den genialen Musiker aus? Diese Frage wird beantwortet mit der Verbindung zur Seele und zum Göttlichen darin. Ein toller Film, der Beethovens Charakter anschaulich zeigt. Die Aufnahmetechnik, die zu düsteren Lichteffekten führt, ist genauso genial wie das Drehbuch, das die beiden Hauptpersonen über die Musik vereint. Sehr empfehlenswert.
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