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am 2. März 2009
Von András Schiff, der längst als Großpianist anerkannt ist, wurden in einem Zeitraum von 5 Jahren (2004 bis 2008) an 8 Abenden in der Tonhalle Zürich in chronologischer Reihenfolge sämtliche Klaviersonaten von Beethoven live und somit vor Publikum eingespielt (Vol. 1 - 8, teils auf 2 CDs). Weder Huster noch Applaus sind zu vernehmen, so dass der Hörer ganz störungsfrei und konzentriert dem Spiel von András Schiff folgen kann. Freilich besteht das Risiko, dass man von der Gesamtaufnahme süchtig wird. Man spürt förmlich den Atem und Geist Beethovens. András Schiff vermeidet jede Exzentrik und vordergründige Effekthascherei, sondern lässt im wahrsten Sinn des Wortes Beethoven den Vortritt. Unvoreingenommen und unpathetisch wie auch mit Klugheit und tiefem Einfühlungsvermögen macht er Beethoven für den Hörer vor dem inneren Auge geradezu sichtbar. Einen besseren Anwalt konnte Beethoven nicht finden. Der Hörer wird gleich in die erste Reihe des Tempels geführt, in der sich die Titanen der Klavierkunst befinden. Ein neuer und atemberaubender Meilenstein in der Rezeptionsgeschichte wurde geschaffen. Ohne damit die genialen Leistungen von Artur Schnabel, Arthur Rubinstein, Wilhelm Kempff und Edwin Fischer, nur um einige zu nennen, schmälern zu wollen, kann mit Berechtigung gesagt werden, dass Andras Schiff magisch den Hörer zum Erfassen und Bestaunen eines Kosmos großartiger Klavierkunst veranlasst. Eindringliche Interpretation durch authentisch erscheinende Deutung nebst perfekter Anschlagstechnik verbindet sich mit optimaler Klangtechnik unter den denkbar besten Aufnahmebedingungen der Tonhalle Zürich. Nachstehend einige Auszüge aus einem umfangreichen Artikel der ZEIT (Autor Wolfram Goertz) vom 9.10.2008:

...."András Schiff hat sich der Pflicht unterworfen, den ersten Satz der Mondschein-Sonate so zu spielen, wie er in den Noten steht. »Senza sordino« heißt es da, ohne Dämpfung, das Pedal dauerhaft getreten, Hall per Bleifuß - so hört man das nie."..."Das Gesetz gilt aber auch für seinen Diener András Schiff, der aus dieser Bewusstheit erst einmal das Legendengerümpel forträumt. Für ihn ist die Mondschein-Sonate (deren Titel nicht vom Komponisten stammt) nichts als die Klaviersonate cis-Moll op. 27/2, vor allem ist sie kein Lieblingsstück für galante Astronomen. Ihr berühmter Kopfsatz entsteht als absolute Musik, für die sich Beethoven eine fast abstrakte Idee imaginierte - den kopfkalt sich entfaltenden, für sein eigenes Echo tauben Klang. Schiff begreift das genial"..."Denn mit Schiff ist es wahrlich ein einziges Entdecken, dabei hilft ihm eine Anschlagkultur, die sogar unter Großpianisten eine Rarität ist. Er hat das spitzeste Stakkato, das bei Beethoven je zu hören war, es ist spitzer als dasjenige Glenn Goulds und Rudolf Serkins, es erinnert an den Reflex, wenn die Hand auf eine heiße Kochplatte gerät. Aber es kündet auch ein bisschen von jenem Humor, den Pianisten bei Beethoven gern ignorieren, es sei denn, sie heißen Alfred Brendel. Dieser Humor geht bis ins Skurrile, nicht nur im zweiten Satz der Mondschein-Sonate, sondern auch im Finale der D-Dur-Sonate op. 10/3 oder im Kopfsatz der G-Dur-Sonate op. 31/1. Wie überhaupt Schiff wunderbar viele Nuancen aufbringt, um die vorgeblich unverstellte Aussicht ins Tal der Klischees zu irritieren. Du aber sitzt nach einer Woche Beethoven fast ermattet vor deinen Lautsprechern. Doch jetzt ist auf einmal alles klar und unvernebelt. Eigentlich könntest du, reifer und wissender geworden, gleich wieder von vorn anfangen."
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am 13. September 2008
Ich muss meinen Vorrednern widersprechen. Auch hier ein Dokument von Schiffs außerordentlichen Interpretationsgabe. Wer bei einer "Live"-Einspielung fordert, dass korrigiert wird, sollte sich doch den Studioaufnahmen zuwenden. Der Gebrauch des Pedals bei op. 27.2 ist wohl auch nicht so ungewöhnlich, dass hier die Aufnahme nicht hörenswert sei. Nur wegen der Interpretation der Mondscheinsonate die Einspielung mit dem schlechtesten Ergebnis zu bewerten erscheint ohnehin bemerkenswert...

Bei mir jedenfalls hat die Aufnahme ihren Platz unter den "guten" Aufnahmen gefunden. Insbesondere der unvergleichliche "Schiff"-Ton gepaart mit hervorragender Technik und einem tiefen Beethovenverständnis bereitet jedes Mal Freude...
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am 17. August 2015
Herr Schiff ist meiner Meinung nach derzeit der einzige Pianist, der Beethovens Werke tatsächlich richtig versteht. Für mich war es immer unverständlich, die Sonate 14 Moonlight zu taufen, eine Katastrophe, weit entfernt von musikalischer Logik, geschweige denn in irgendeiner Form durch das gewählte Gerüst des Komponisten begründet. Ich habe unzählige Interpretationen gehört, auch von sehr bedeutenden Pianisten und noch aktiven Berühmtheiten. Die Fehlinterpretation wird nicht nur im ersten Lauf deutlich, eine zumeist deutlich im Tempo reduzierte Einschlafhilfe mit willkührlich gesetzten Akzenten um romantische
Dramatik zu erzeugen, die weder Rahmen noch Sinn ergibt. Ähnlich der unaufdringlichen Piano Stimmungsmusik im Hintergrund von Harry's Bar in New York. Nett, hübsch, angenehm! Alles musikalische Eigenschaften, die auf die Werke Beethovens aber gerade NICHT zutreffen. Beethoven war ein Komponist, der hoch komplexe, intelligente und dadurch verwirrend eindeutige Botschaften zu erschaffen vermochte. Nur muss man auch seine Gedankenwelt verstehen um diese zu erfahren.
"In full pedal" lautet eine seiner Anweisungen auf der Partitur. Geht nicht? Geht schon! Nehmen Sie sich Zeit, probieren Sie es aus, schliesslich kaufen Sie sich den neuesten Roman Ihreres Lieblings-Autors ja auch nicht in einer Sprache, die Sie weder sprechen noch verstehen können, richtig? Hören Sie genau hin, extrahieren Sie die Kopfmelodien, reihen Sie musikalische Stilmittel aneinander, finden Sie den roten Faden. Nehmen Sie die Anweisungen des Komponisten ernst. Versuchen Sie so nahe wie möglich an die Absichten Beethovens heranzukommen, sozusagen den "Director's Cut". Sie werden sehr schnell feststellen, dass Harry's Bar und Romantik nicht zur Handlung gehören. Oder wie Herr Schiff wohl sagen würde " forget everything you know about the Moonlight Sonata - there is no Moonlight, thats nonsense!
Ich gebe sogar noch einen Hinweis: Sie werden möglicherweise zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen, wenn Sie in Mozarts Don Giovanni hineinhören!

Herr Schiff, eine großartige Interpretation der Sonate 14! Wie fast alle Werke Beethovens, die ich bislang von Ihnen gehört habe. Meine Verehrung!
Mein Sohn hat mit 5 Jahren begonnen Klavier zu spielen und wünscht sich sehr, eines Tages Ihr Schüler sein zu können. Er ist Beethoven und Mozart Fan, und komponierte kleine Stücke bevor er Noten lesen konnte. Er versteht das Instrument ganz genau und ich wünsche ihm sehr, dass ihm niemals die Freude und der Spass daran abhanden kommt. Er hat so viel Talent.
Mit den besten Wünschen Fam. S.G. aus Berlin.
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am 11. Januar 2009
Wer die Gesamtaufnahme der Beethoven-Klaviersonaten von Andras Schiff kauft, erwirbt zugleich einen "Bonus-Track": nämlich die Texte der Booklets, in denen der Interpret im Gespräch mit Martin Meyer detailliert über die Werke und seine Auslegung Auskunft gibt. Wer hört, sollte also vorher oder nachher lesen - am besten mit der Partitur zur Hand. So wird manch Ungewohntes verständlich und nachvollziehbar. Denn Schiff gehört nicht nur zu den herausragenden Musikern unserer Zeit, er ist auch einer der begabtesten Vermittler. Da gehen einem Ohren und Augen auf!
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am 20. Mai 2007
mehr leider auch nicht. Zweifelsfrei hat sich Schiff mit Beethoven (jetzt in seinen erfahreneren Jahren) intensiv befasst. Seine Deutungen sind in jedem Fall auch im Vergleich zu den vielen anderen (fast schon inflatiösen) Einspielungen ohne Frage eine Bereicherung. Aber sie sind - für mich, d.h. rein subjektiv - nicht zwingend (wie seine Aufnahmen Vol. 1 oder 2) und binden mich nicht lange an das Gehörte. Ich halte z.B. seine Tempi im gesamten op. 27 Nr.2 für wenig nachvollziehbar (wobei mir der Kopfsatz im Tempo noch am besten gefällt - aber das Pedal !!??). Auch die an sich von mir gelobte Akustik der Tonhalle Zürich war live wesentlich besser (!!) als auf der abgemischten CD.

Ich hatte sehr auf den Zyklus von Andras Schiff - einem Pianisten, den ich seit gut 20 Jahren mitverfolgt habe - gehofft und diesen in weiten Teilen in der Tonhalle live miterlebt. Aber auch die folgenden Sonaten (v.a. opp 57, 110 - 111) waren leider keine Offenbarungen. Hier boten bzw. bieten Pianisten wie Krystian Zimerman (der leider keine Beethoven-Klaviersonaten auf CD, aber live im Konzert gespielt hat) aber auch "neue" Namen wie z.B. Michael Korstick zwingende und häufig atemberaubende Interpretationen.
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am 8. Juli 2007
Dabei beginnt es doch so verheissungsvoll: Ein stimmiger, hervorragend ausgehörter und im Detail transparent gestalteter Variationensatz in op. 26. Und auch zwischendurch immer wieder betörend schöne Momente. So im Andante der Pastorale. Dann aber der Anfangssatz der Mondschein-Sonate: Wie konnte so etwas nur geschehen? Ein absurder Gebrauch des Pedals verwischt die phänomenale harmonische Struktur bis zur Unkenntlichkeit! Und am Schluss bleibt das Pedal - sozusagen als Belohnung für das Aushalten der Tortur - kleben, als wäre eine lange Fermate über den Schlussakkord gesetzt Was hat sich da wohl Andras Schiff überlegt? Und wie konnte ein Produzent einen derartigen Ausrutscher passieren lassen? Freilich steuert die Saalakustik das Ihre bei, aber von einem Meisterinterpreten dürfte erwartet werden, dass er dies wahr nimmt und ausbessert. Dass dies nicht geschehen ist, erscheint als unverzeihlich. Zumal die Verständlichkeit und Schönheit des Werkes unter diesem Unvermögen leidet. Schade, denn damit muss die CD trotz vieler schöner Momente schnellsten vergessen und auf Nimmerwiederhören in das Regal zurück gestellt werden. Wirklich schade, auch im Hinblick auf die Gesamteinspielung. Denn diese Interpretation wird ein Makel bleiben...
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