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am 17. Februar 2004
Zunächst einmal ein Kommentar zu all den Rezensenten, die darüber jammern, daß die Deutschen nicht "ausreichend" portraitiert werden: dies ist eine amerikanische Produktion und sie handelt von den Ereignissen die eine amerikanische Kompanie von der Invasion in Frankreich bis zur Besatzung Deutschlands durchläuft. Niemand, der an der Produktion beteiligt war hat jemals behauptet, daß BoB ein "ausgewogenes" Bild des Zweiten Weltkriegs liefern wird. Es ist die Geschichte der Easy-Kompanie. Nicht mehr und nicht weniger.
Außerdem: wäre es nicht viel eher eine Aufgabe eines hiesigen Regisseurs und einer deutschen Produktion die "andere" (deutsche) Seite darzustellen? Da tut sich aber halt nichts. Bernhard Wicki's "Die Brücke" war vielleicht der letzte bedeutende Kriegsfilm, der hierzulande produziert wurde, und das ist mittlerweile 50 Jahre her. Man hat es den Amerikanern überlassen, diese Thematik zu besetzen und da wundert es mich nun wirklich nicht, daß sie die Dinge eben eher aus ihrer Sichtweise beschreiben.
Nun zu etwas weitaus Ärgerlicherem:
Eigentlich würde ich diesem Titel 5-Sterne vergeben, aber leider weißt die deutsche Fassung Kürzungen auf, die vor allem dann auffallen, wenn man gerade die Gelegenheit hatte auf Premiere die ungekürzte Version zu sehen.
Es ist mir unerklärlich, was sich eine wie auch immer geartete Zensurbehörde dabei denkt aus einem DVD-Release eigenmächtig und ohne irgendeinen Hinweis Szenen herauszuschneiden. Ich glaube so etwas kommt tatsächlich nur bei uns vor.
Es ist sicher unnötig, Darstellungen mit übertiebener Grausamkeit zu zeigen (so wurde aus dem "Carentan"-Teil jene Szene herausgeschnitten in der ein gestrauchelter Deutscher Soldat von seinem eigenen Panzer überrollt wird) -- andererseits sind sie eben Bestandteil eines Krieges und daher auch Gegenstand einer realistischen Beschreibung des gleichen -- und wer weiß, was die selbsterklärten Tugendwächter noch alles herausgeschnippelt haben. Vor allem: Warum bei einer DVD? Um die lieben Kleinen zu schützen? Die sollte man solches Material ohnehin nicht anschauen lassen und was ist besser dazu geeignet es von ihnen fernzuhalten, als eine DVD? Zum Vergleich: Die ungekürzte (Premiere) Fassung lief zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr.
Ich empfinde diese Kürzungen als eine Bevormundung und Zumutung und ein großes Ärgernis in einem ansonsten wirklich hervorragenden Paket
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am 26. April 2007
Ich möchte hier nur auf diese Ausgabe von BAND OF BROTHERS eingehen und darauf hinweisen, daß es sich nur um die schon bekannte FSK 18 Version aus anderen deutschsprachigen Ländern handelt. Die Laufzeitangabe beinhaltet das Bonusmaterial im Gegensatz zur FSK 16 Version, die von Amazon nur mit der reinen Filmlaufzeit angeben ist. Ich habe mir diese Ausgabe kommplett neu angesehen und nur den Unterschied in der zweiten DVD gefunden, die übrigens als einzigste von den sechs DVDs den roten FSK 18 Aufdruck hat. Der Witz ist, daß die rausgeschnittenen Szenen nur mittelspektakulär sind. In der FSK 16 Version sind einige deutlich heftigere Szenen verblieben, die weissgott nichts für Kinder sind. Es ist also von der Filmlaufzeit her ein Unterschied von noch nicht mal einer Minute. Leider bin ich auf den Titelzusatz "Die komplette Serie" hereingefallen. Die FSK 16 Version ist kein bisschen schlechter als die hier angebotene und es lohnt sich noch nicht einmal, nur die zweite DVD einzeln als FSK 18 Version nachzukaufen. Vom Film her sind natürlich fünf Sterne angemessen. Ach ja, die Verpackung ist aus Karton.
66 Kommentare| 194 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. März 2006
Als ein hervorragender und gar nicht mal extrem amerikanischer (Anti-)Kriegsfilm kann "Band of Brothers" bezeichnet werden.
Vorgelegt wird eine schöne, relativ edle Metallbox mit 10 Folgen eben jener Miniserie auf 6 DVDs, die eigentlich aber als überlanger Film zu bezeichnen sind; die Geschichte beschreibt die wahren Erlebnisse der Soldaten der Easy Company der 101st Airborne Division von der Ausbildung zum Fallschirmjäger über den Absprung hinter den deutschen Linien am D-Day über die "Operation Market Garden" in Holland, die Ardennenoffensive in Belgien und schließlich das Kriegsende in Deutschland, bei dem die Easy Company sogar Hitlers Kehlsteinhaus okkupieren dürfen. Hier findet sich allerdings eine kleine historische Ungenauigkeit, denn eben dieses von Martin Bormann 1938 in Auftrag gegebene "Teehaus" hoch in den Berchtesgadener Alpen haben die Franzosen als erstes betreten dürfen. Da die Serie aber auf den Erinnerungen der echten Easy-Veteranen basiert und dort oben offenbar keine Franzosen aufzufinden waren, geht diese Ungenauigkeit in Ordnung.
Filmtechnisch ist das von Tom Hanks und Steven Spielberg produzierte Werk an "Saving Private Ryan" angelehnt, gleicht dessen inhaltliche Schwächen wie z.B. überzogenen Patriotismus durch eine realistische Darstellung der Kämpfe und die Fokussierung auf die Psyche der Soldaten aus und übertrifft "Ryan" bei weitem, wobei insbesondere die Ausmaße der Szenarien höchst beeindruckend sind. Ein weiterer Vorteil ist, daß beinahe nur unbekannte -aber dennoch herausragende- Schauspieler gecastet wurden, was die Soldaten als Gruppe noch deutlicher herausstellt.
Die absoluten Highlights der Serie sind für mich die Folgen 6 und 7, "Bastogne" und "The Breaking Point". Beide Folgen handeln von der Ardennenoffensive im Dezember 1944 bzw. Januar 1945 und zeigen den Kampf der eingekesselten Easy Company in den Wäldern Belgiens gegen die Deutschen, die durch diese massive Offensive das komplette Kriegsgeschehen zu ihren Gunsten drehen wollten.
Die Darstellung der Kriegsszenen ist dabei eine Klasse für sich und mir fällt auf Anhieb kein ander Film ein, der die Bezeichnung "Antikriegsfilm" mehr verdient hätte.
Weiterhin ist positiv zu vermerken, daß die Deutschen nicht per sé als marodierende Nazi-Monster dargestellt werden, nein, vielmehr werden die Wehrmachtssoldaten am Ende in Folge 10 auf eine Stufe mit den Amerikanern gesetzt, als ein deutscher General eine Ansprache hält, die von einem GI übersetzt wird; daraufhin realisieren die Amerikaner, daß beide Seiten (auch die Mehrheit der Deutschen) nicht kämpfen wollten, sondern mußten und daß die Deutschen zum großen Teil auch nur ganz normale Soldaten waren, was beeindruckend von den echten Veteranen auf der Bonus-DVD geschildert wird.
Zur Darstellung des Verhaltens der deutschen Truppen, das hier oft bemängelt wird:
Diese Darstellung ist nicht falsch; nimmt man den Angriff auf die Artilleriestellung bei Brécourt Manor (Folge 2) als Beispiel, so lässt sich in verschiedenen Geschichtsbüchern nachlesen, dass dieser Angriff tatsächlich so passiert ist; die Deutschen waren schlicht und ergreifend vollkommen verwirrt, weil es ein Überraschungsangriff war, auf den sie nicht vorbereitet waren. Auch der Angriff auf Carentan in Folge3 ist so geschehen, denn die Waffen-SS war zahlenmäßig unterlegen und war von der Führung in der Tat nur zum leichten Widerstand beordert, da Verstärkung in Form von Panzern und zusätzlicher Infanterie unterwegs war, die Carentan von vornherein zurückerobern sollten.
Die viel kritisierte Szene in Folge 5, bei dem Richard Winters "aus der Hüfte" schießt, ist ebenfalls laut seinen eigenen ("Beyond Band of Brothers") und auch anderen, unabhängigeren Berichten so geschehen, weil die Deutschen taktisch äußerst unklug und fast ohne Deckung positioniert waren, sodass "Easy" aus einer strategisch höchst vorteilhaften Position trotz Unterzahl ein Hasenschießen veranstalten konnte, wobei auch noch Artillerie-Unterstützung dazu kam.
So, damit nicht genug:
Die 6. DVD enthält sehr viel schönes Bonusmaterial wie z.B. eine Original-Dokumentation, die leider im Guido Knopp-Hobby-Historiker-Stil gehalten ist, bei der Interviews mit den "richtigen" Easy Company-Männern im Vordergrund stehen.
Beim Schauen der Dokumentation merkt man deutlich, daß die Folgen der Serie auf den Erzählungen der Männer beruhen, auch ein schönes Making-Of ist dabei.
Weiterhin ist äußerst positiv zu vermerken, dass der sonst für amerikanische Produktionen so typische Pathos/Patriotismus völlig ausgeblendet wird; es laufen keine Amerikaner mit wehenden Flaggen ins MG-Kreuzfeuer und sterben den ultimativen Heldentod, keiner haucht mit seinen letzten Worten aus, dass er froh ist, für sein Land zu sterben; Respekt, das hätte ich als bekennender Kritiker amerikanischer (Anti)-Kriegsfilme dem Produzentenduo Hanks/Spielberg nicht zugetraut, die mit "Saving Private Ryan" technisch großartige Arbeit leisteten, sich aber schlussendlich in Floskeln und Pathos verloren.
Sogar als Kriegsverbrecher werden in dieser Serie zwei amerikanische Soldaten teilweise dargestellt (Capt. Speirs, Cpl. Liebgott).
Also wie gesagt, wer einen guten Kriegsfilm sehen will, schaue sich "Band of Brothers" an, denn eine authentischere, unvoreingenommenere Nachzeichnung des Zweiten Weltkriegs aus amerikanischer Sicht habe ich bisher noch nicht gesehen.
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am 14. Februar 2006
grösstes ärgerniss von BoB:
die deutsche synchronisation !!!! im letzten teil wurde die ansprache des generals und dessen übersetzung durch einen soldaten total entstellt.
ihr werdet euch nun fragen warum das so schlimm ist ?
ganz einfach:
es ist deshalb so schlimm weil der deutsche general im original eine ansprache an seine männer hält die eigentlich erst jetzt zum ausdruck bringt dass die deutsche seite exakt das gleiche durchgemacht hatte wie die easy. jeder satz den der general spricht könnte auch an die easy gerichtet sein und würde nahtlos passen. das alles wird im original mit grossem respekt von einem amerikanischen soldaten an seinen vorgesetzten übersetzt. man sieht dabei richtig den amerikanern an dass sie so richtig erst jetzt kapieren dass auf deutscher seite dass exakt gleiche trauma dieses krieges erlebt wurde... es also eigentlich keine gewinner in diesem krieg gibt.
in der deutschen synchronisation jedoch gibt der amerikanische soldat zu jedem satz des deutschen generals ne abfällige bemerkung was eigentlich die ganze ursprüngliche aussage dieser grossartigen abschlusszene zerstört und wirklich durch den dreck zieht. die ganze szene hat daduch nun denn sinn bekommen das der general nur ein nazi grossmaul ist das eigentlich längst erschossen gehört....
mir völlig unverständlich was die deutsche synchronisation sich dabei gedacht hat !
also diese szene UNBEDINGT im originalton anschauen damit sie auch so verstanden wird wie sie gemeint war. ehrenvoll und mit respekt gegenüber den menschen die bisher nur als feind warhrgenommen wurden.....
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am 26. Oktober 2006
Gleich vorab - noch nie hat mich ein Film so beeindruckt, wie diese Produktion. Er hat meine Sichtweise über die

Rolle der amerikanischen Soldaten bei der Invasion und der Eroberung Deutschlands völlig verändert.

War doch bisher die gängige Meinung, die Amerikaner wären hier mal eben so in der Normandie gelandet und

hätten dank drückender Materialüberlegenheit die Deutschen mal kurz weggeputzt. Hier wird gezeigt, dass die

amerikanischen Soldaten genauso leiden mussten, wie ihre deutschen Gegner und unter großen Verlusten und

unter oft grauenhaften Umständen die Hauptlast der Befreiung Europas von der Nazi-Besatzung trugen.

Die Mehrzahl der bisherigen Bewertungen teilt meine eigene Einschätzung. Die wenigen negativen Urteile führen

entweder von einem völligen Missverständnis bzgl. der Intention der Serie oder von einer amerikafeindlichen

Einstellung her.

Was will diese Filmserie sein ?

Sie ist keine Gesamtschau der Kriegsführung der Amerikaner in Europa, sondern eine reportagehafte Schilderung

des Einsatzes einer bestimmten Fallschirmjägereinheit vom D-Day bis zum V-Day. Der Blickwinkel wird durch

die persönlichen Erlebnisse der Beteiligten bestimmt, die am Beginn jeder Folge und auf der Bonus-DVD zu

Wort kommen. Die Ereignisse wirken durch die persönliche Begegnung mit den ehemaligen Soldaten der Easy-Company

authentisch und sind es auch, von einigen kleinen historischen und sachlichen Ungenauigkeiten abgesehen,

die bei der Beurteilung der Serie aber keine Rolle spielen.

Der Vorwurf, die Deutschen seien als dumm, ungeschickt oder gar blutrünstige Monster geschildert, trifft daher

ins Leere. Denn erstens kann ich eine solche Tendenz in diesem Film nirgends entdecken und zweitens ist

das Gezeigte eben das, was die Beteiligten wirklich so erlebt haben, also mit Recht subjektiv.

Die Deutschen machen es den Amerikanern nun auch wirklich nicht leicht. Wer die Episoden um die Ardennen-

Offensive gesehen hat, der weiß, dass den Amerikanern hier wirklich nichts erspart worden ist. Wenn man unter

von Artilleriebeschuss explodierenden Bäumen verreckt oder ein Bein verliert, dann spielt es keine Rolle ob dies

in Russland, Frankreich, Belgien oder sonstwo geschieht. Das Leiden bleibt gleich.

Dass die amerikanischen Soldaten als "coole" Helden glorifiziert werden, das trifft nun auf diese Serie am Aller-

wenigsten zu. Dick Winters, Carwood Lipton oder Eugene Rowie sind in diesem Sinne so ziemlich die "uncoolsten"

Soldatenfiguren, die ich bisher kennen gelernt habe. Keiner von ihnen spielt den Helden, gibt blöde Sprüche

von sich, sondern sie sind Prototypen des nachdenklichen Soldaten, dessen Gewissen vom Krieg belastet wird,

und dessen Seele von ihm zerstört wurde. Das ist die Hauptbotschaft der Serie und die treffendste dazu !

Die beiden Schlachten, welche die Deutschen schlecht aussehen lassen sind beide genau so geschehen.

Die Artillerieeinheit wurde tatsächlich von einer kleinen Gruppe komplett vernichtet und die SS-Einheit, die im

Schlaf überrascht wurde, ist tatsächlich in Panik geflüchtet, was ja auch verständlich ist.

Auf der anderen Seite müssen sich die Amerikaner vor der Fallschirmjäger-Eliteeinheit der Deutschen in Holland

kläglich zurückziehen und auch die Eroberung von Foy ist kein Spaziergang.

Dass die einzelnen Soldaten oft scheinbar blöde Sprüche von sich geben ist eine allgemeine Tatsache, die in

allen Kampfeinheiten als Überspielen der eigenen Angst üblich ist. Man kann dieses Verhalten auch im herausragenden

deutschen Kriegsfilm "Das Boot" beobachten und es entspricht der historischen Wahrheit.

Die Charaktereigenschaften des Lt.Speirs sind von vielen Seiten so verbürgt. Er war ein völlig durchgeknallter

Zyniker, der wohl ein Kriegsverbrecher war, aber der durch seine innere Leere und Gleichgültigkeit eben auch zu

absolut ungewöhnlichen Taten fähig war. Sein Sprint durch die deutschen Linien ist ebenfalls verbürgt.

Einzigartig wird der Film durch sein Prinzip, einzelne Personen jeweils im den Mittelpunkt einer ganzen Folge

zu stellen. Die Episoden um Lt. Winters, Private Blithe, Eugene Rowie und Carwood Lipton sind in ihrer liebevoll

präzisen Charakterisierung der Personen, auch durch viele Gespräche und Szenen ohne "Action'" kaum noch zu

übertreffen. Die lange Serie beietet genügend Zeit dazu, die Menschen hinter den Figuren genau zu zeichnen und genau

das hebt sie über alle bisherigen einschlägigen Produktionen hinaus.

Wer diese Box kauft, der bekommt für jeden Cent einen reellen, ja überdimensionalen Gegenwert !! Endlich

ein amerikanischer Kriegsfilm ohne Hurrapatriotismus, mit Einfühlungsvermögen, mit Liebe zum Detail

und historischer Redlichkeit. Bravo !
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am 17. Juni 2006
Inzwischen fangen wir fast schon an, uns an gute Serienformate gewöhnen. Hits wie die Sopranos, Lost und Deadwood haben fast alle etwas gemeinsam: sie stammen vom amerikanischen Fernsehsender HBO. Nach allem, was uns von dort erreicht, kann man nur sagen: in der Tat ein Qualitätsmerkmal.

So auch diese Serie über eine Truppe allierter Soldaten, die nach ihrer Zeit im Ausbildungslager (großartig: "Ross" aus der TV Serie "Friends" als fieser Ausbilder) kommt die Landung in der Normandie und das Durchschlagen bis nach Deutschland. Das Grauen des Krieges wird in beinahe epischer Breite dargestellt, wobei von allen cineastischen Kniffen zur hervorragenden Darstellung Gebrauch gemacht wird. Wenn man die erste DVD einlegt, sollte man sich in den folgenden Tagen wenig vornehmen - die Serie fesselt. Und nachdem man alle Episoden gesehen hat, weiß man das Fernsehen tatsächlich besser sein kann als Kino - denn diese Geschichte muss ausführlich erzählt werden, und zwar ohne jemals langweilig zu werden.

Also: kaufen!
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am 5. März 2005
Hier ist schon vieles über "Band of Brothers" geschrieben worden. Jedoch haben einige Schreiber scheinbar den Inhalt falsch verstanden.
Es geht in der Miniserie nicht darum geschichtliche Ereignisse und ihre Folgen zu kommentieren. Es geht einzig darum zu zeigen, wie eine einzelne US Kompanie den Krieg in Europa erlebt hat. Nicht Taktik und Planung stehen im Vordergrund, sondern das erleben des einzelnen Mannnschaftssoldaten und deren direkten Vorgesetzte.
Wer schon mal Soldat war, weiß das es hier um Befehl und Gehorsam geht. Der einzelne Soldat fragt sich nicht, was es für einen Sinn hat eine bestimmte Stellung zu halten, oder zunehmen. Er denkt nur daran wieder heil und gesund nach Hause zu kommen.
Und das der Feind als gesichtslos gezeigt wird, ist im Krieg nun mal so. Denn gibt man dem Feind ein menschliches Antlitz so fällt es schwer auf ihn zu schießen. Und feuert man nicht als erster, ist man meistens danach tot. Schließlich will Spielberg den Krieg einzig undd allein aus der Sicht der Soldaten von der Easy Kompanie zeigen.
Absoluter Blödsinn ist, das die Deutschen fast nur vorbeischießen und ab und zu mal treffen. Wer die einzelnen Episoden richtig verfolgt hat, kann genau sehen wieviele Verluste die deutschen Truppen den US Soldaten beibringen.
Anders als ich es aus dem Geschichtsunterricht in Erinnerung hatte, war die Befreiung Frankreichs kein Spaziergang für die Allierten. Die Wehrmacht hat sehr starken Widerstand geleistet.
Übrigens werden die US Soldaten nicht nur als strahlende, tapfere Helden gezeigt. Denn auch sie erschießen ohne Gnade schon gefangene, oder sich ergebende deutsche Soldaten.
Sehr realistisch werden die Folgen der Waffenwirkung dargestellt. Denn wenn man von einer Kugel getroffen wird, ist man im seltenstens Fall einfach tot (wie zB. in Actionfilmen ala Stirb Langsam). Wenn man Pech hat krepiert man langsam und elendig unter qualvollen Schmerzen.
Wie schon in der Soldat James Ryan entscheidet allein das Glück oder Pech ob man getroffen wird oder nicht. Da kriecht ein Soldat über den Waldboden, während rings um ihn Granaten einschlagen. Und zwei Kamaraden, die ihn auffordern in ihre Deckung zu kommen werden im nächsten Augenblick von einer Granate zerfetzt.
Ebenso realistisch ist die technische Qualität der Fernsehserie. Da möchte ich vor allem den herausragenden Sound (der nur noch vom Ralismus von der Soldat James Ryan überboten wird) erwähnen. Zum Beispiel wenn in Kampfszenen andauernd die Geschosse über und neben den Soldaten vorbeifliegen. Genauso hört es sich in der Wirklichkeit an. Also ein ganz großes Lob an die Soundtechniker. Aber auch der Kameramann mit seinen großartigen handgedrehten Szenen, trägt einen sehr großen Anteil zum Realismus bei. Wie auch das sehr scharfe Bild mit seinen erdigen Farben.
Ich möchte noch erwähnen das ich das große Glück habe über ein gutes Heimkino zu verfügen. Somit haben meine Frau und ich uns die einzenen Folgen auf einer 2m breiten Leinwand mit dem dazu gehörigen Dolby Digital Sound angeschaut. Was einem das Gezeigte noch viel intensiver erleben lässt.
Da sich nun in diesem Jahr zum sechzigsten Mal das Ende des 2. Weltkrieges jährt, gewinnt die Miniserie wieder zusätzlich an Akutalität.
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am 22. Februar 2011
Vorab, bereits während und als ich sie gesehen habe dachte ich, das ist die beste Serie/Miniserie, die ich bis jetzt kenne und mit der beste Kriegsfilm.

1. Die Edition:

Karton oder Stahl?
Gesehen habe ich die Serie weil ich mir die Version mit der grünen Kartonbox (ab 18) ausgeliehen hatte. Die wollte ich eigentlich auch bestellen, weil sie mir optisch einfach viel besser gefiel, auch die Serie mehr grün als grau ist. Normalerweise haben Metallboxen was, doch hier finde ich die Aufmachung der grünen Kartonschachtel mit den ewig ausfaltbaren DVD-Fächern einfach schöner, extravaganter (wenn ich schon DVDs kaufe muss die Hülle optisch schön sein :) - klarer Farbfetischismus).
Lange Rede, Sammlersinn: Trotzdem kaufte ich die Metallbox, weil günstiger. Und siehe da, sie ist wesentlich ansprechender gemacht als sich hier erkennen lässt. Sieht im Gegensatz zum Karton halt wesentlich düsterer aus - der Karton ist immer noch passender ^^ - aber wenigstens schaut die Metallbox in der Realität besser als auf dem Amazonbild aus. Jeder wähle das Seine, bei mir wählte der Preis.

FSK 16 oder 18?
Auch hier tendierte ich erst zum Billigeren, der 16er-Box, da in der 18er-Version lediglich die dritte Folge ohne Jugendfreigabe ist (um knappe drei Minuten gekürzt, wurde hier schon geschrieben). Aber nach dem Schauen - ich hatte vorher gesehen, dass sie die einzige ab 18 ist - dachte ich, was war daran bitte blutiger als in den restlichen Folgen? Ich vermute es wurden irgendwo 2cm Wunde zu viel gezeigt, oder die Menge grausamer Szenen in dieser Episode fiel ins Gewicht, sodass das Limit knapp überschritten wurde - aber in den restlichen, ab 16 freigegebenen Folgen ist weder an Menge noch an Intensität weniger zu sehen. Schade. Ich denke hätte ich die FSK 18 Version noch nicht gesehen gehabt hätte ich aufgrund des Preises und weil nur zwei Minuten fehlen zu FSK 16 gegriffen. Aber da ich keinen anderen Schnitt der Folge haben möchte (die außerdem einen der für mich interessantesten Charaktäre beleuchtet und auch nicht zu lang ist) kaufte ich doch diese Version - die Hochstufung ist unnötig.

2. Der Inhalt:

Die Serie hält alles. Geschickte Erzählung, Charaktertiefe, schauspielerisch sehr gute Leistung (enorm im Schnitt!), Spannung, Atmosphäre, Witz, unglaubliche Ästhetik - außerhalb der Gefechte - und sehr gute Darstellung der Gefechte - wenn gekämpft wird. Allgemein ergreifende Darstellung, wahnsinns Schinken!
Die Drehbücher der Folgen sind sehr geschickt geschrieben. Sie laufen nach dem Schema in jeder Folge auf einen Charakter, meist ein Anderer als zuvor, einzugehen, sodass die Truppe aus vielen Blickwinkeln beleuchtet wird. Und es funktioniert.
So ist das Drehbuch auch dem jeweiligen Charakter angepasst. Beispielsweise kritisierte mal jemand die siebte Folge - Hauptperson ist Sergeant "Lip" Lipton - da sehr viel Monolog aus dem Off von "Lip" erzählt wird, aber das passte einfach zu ihm. Einerseits nachdenklich, andererseits einen Tick "schlicht" usw. ...
Teilweise sind die Drehbücher richtig genial gestrickt, besonders Episode fünf überraschte mich, aber ich will nichts vorweg nehmen - in allen Folgen findet sich eine sehr vielschichtige, ausgeklügelte "Zuschauerführung".
Manchmal ist lästig, dass die Namen bei zig uniformierten Stahlhelmträgern einfach nicht hängen bleiben, passt aber auch zur Kriegsdarstellung, finde ich. Außerdem war es in allen bisher gesehenen Kriegsfilmen krasser, es stößt bei "BoB" kaum auf. Oder andere Momente oder Entwicklungen, die nicht gerade zu Genuss führen, wie die langen Wintergefechte, bieten dadurch (ihre Visualisierung, Erzählweise) Schnittfläche, werden überzeugend rübergebracht. Selbst die achte Folge, die mich am wenigsten ansprach - empfand sie als ein wenig gezogen, wie ein neues Kapitel einer sehr langen Geschichte wirkend - stellt Stimmung und Situation des Geschehens einfach sehr gut dar.
Nicht einmal Patriotismus ist zu dick drinn. Aus Sicht einer amerikanischen Einheit sehr realistisch - und dabei auch extrem hinterleuchtend und kritisch (!) - dargestellt: Eine verhältnismäßig außergewöhnlich ganzheitliche, facettenreiche, teils grausam ergreifende Perspektive der Kriegsdarstellung. Der Einsatz der Veteranen-Interviews jeweils zu Beginn der Episoden zog mich auch in seinen Bann: Irgendwie bekommt man da noch mehr Gefühl für Gebrochenheit durch Krieg.
Will sagen, in dieser Serie trägt fast alles zur Qualität bei.
Ach ja, der Soundtrack überraschte mich ebenfalls positiv: Wenn auch nicht immer Augenhöhe mit John Williams gegeben war, so war doch mit der Zeit festzustellen dass die Filmmusik überzeugend qualitativ ist, sehr sogar. Noch beim zweiten Schauen hauten mich manche Themen regelrecht um, als ich sie nochmal etwas differenzierter von den [ebenso guten] Szenen genoss. Und ich bekomme die "Main Themes" schon seit dem Schauen der ersten Folgen nicht mehr aus dem Kopf.
Von "The Pacific" kenne ich nur die ersten beiden Folgen und zumindest die waren um Welten schlechter, bzw. BoB um Welten besser. :)

Eventuell nimmt Band of Brothers den Platz von "Der Soldat James Ryan" (zu lange her, muss ihn nochmal schauen) neben "Der schmale Grad" (auch extrem zu empfehlen) unter den Kriegsfilmen, die ich am besten finde, ein. Ließe man unter den Tisch fallen, dass Band of Brothers als Miniserie nunmal andere Ambitionen, Maßstäbe und Dimensionen als ein einziger Spielfilm hat, wäre Soldat James Ryan auf jeden Fall unterlegen. So ist der Vergleich schwierig.

Der Besitz lohnt sich klar.
Unabhängig davon ob man das Genre favourisiert oder nicht, wer diese Serie nicht sieht, verpasst etwas. Gewaltig.
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am 3. März 2003
"TV-Serien" - das klingt irgendwie immer noch zu negativ. Wir "armen Deutschen" dürfen uns immer noch bei diversen Gurken langweilen, während die Amerikaner (jaja, ich weiß, größtenteils übers Pay-TV, da deren Kabelfernsehen NOCH schlechter ist als unseres...") eine Hammerserie nach der anderen schauen dürfen und wir von Pro-Sieben und Co. mit Werbung zugeballert werden, wenn wir schon mal in den Genuß einer solchen Serie kommen dürfen.
Die Creme de la Creme, das Nonplusultra, schlicht: die Krone der TV-Schöpfung erscheint nun dieser Tage endlich auch bei uns in Deutschland (nachdem ich schon länger einer der 3000 glücklichen Besitzer der TIN-Box aus der Schweiz bin...) - GOTT SEI DANK!
Denn nun können ab Mai alle Leute, die es wollen, diese hochrealistische, bedrückende, traurig machende und in höchster Kinoqualität gedrehte Serie sehen, wann immer sie das möchten.
Tom Hanks (der bei einer Folge auch Regie führte) und Mr. "Ich-mache-nur-noch-was-ich-will" Spielberg haben die zehn ca. 60minütigen Folgen, die nach dem Bestseller "Band of Brothers" von Stephen E. Ambrose entstanden und von zehn unterschiedlichen Regisseuren gedreht wurden, produziert und sind somit mitverantwortlich für die famose Umsetzung der Geschichte der amerikanischen Fallschirmstaffel Easy-Kompanie im Zweiten Weltkrieges. Welch Hohn dieser Namensgebung beiwohnt wird jeder spätestens nach der Landung ebenjener am D-Day bemerken.
Ganz wichtig: peinlicher, pro-amerikanischer Pathoskitsch a la "Soldat James Ryan" hat hier keinen Platz, vielmehr ist es knallharter Realismus, der einen ein ums andere Mal zusammenzucken und schlucken lässt. Wenn die Überlebenden der Kompanie vor jeder Folge und auf der exzellenten Extra-DVD zu Worte kommen, dann, so ging es mir zumindest, ist das ein tiefgreifendes und haftenbleibendes Erlebnis, das man gesehen haben muss und das einen manches Mal die Tränen hochsteigen lässt.
"Band of Brothers" ist kein vordergründiger Actionmist (Bruce Willis-Fans also bitte wegklicken...), obwohl man hier ein paar der härtesten, gleichsam betäubend machenden Szenen überhaupt zu sehen bekommt (wenn sie nicht, wie gerüchtet wird, hier in Deutschland zumindest auf Disc 2 gekürzt wurden. Schade eigentlich - bei der FSK scheint man also die Zielgruppe wieder einmal falsch einzuschätzen. Aufwachen, Leute. Oder zumindest für die Situation sensible Leute die Arbeit machen lassen und in Rente gehen...).
"Band of Brothers" ist vielmehr der gelungene Versuch, die Schrecken, die Gräuel, den Horror und auch die Ängste des Krieges in bewegte, von einer allesamt hervorragenden Schauspielerriege in Szene gesetzte Bilder zu verpacken. Das heißt: So stelle ich mir diese Gräuel zumindest vor, denn ich hoffe, dass niemand all jenes, was die "Easy"-Kompanie erlebt hat, noch einmal erleben muss.
Kurz und gut: spart euch ein paarmal den Kinobesuch, vergesst das größtenteils IQ-schädigende deutsche TV-Kabelnetz und lasst euch von "Band of Brothers" zum Nachdenken anregen. Diese Filme (und so nenne ich die Folgen jetzt einfach mal...) sollten eigentlich zum Pflitchprogramm in den Schulen gehören, denn hier wird Geschichte lebendig.
Zum Heulen gut.
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am 7. Oktober 2007
Wenn jemand sich neben mein Bett stellen und laut diese Worte rufen würde, ich würde sofort reflexartig stramm stehen und salutieren. Ich nehme mir gelegentlich einen Tag Zeit und schaue mir dann die ganze Serie an, und werde es nie leid. Noch nie hat es ein Film oder eine Serie geschafft, so ergreifend die Geschehnisse im WWII darzustellen. Und ich bin jedesmal fast enttäuscht, wenn die letzte Folge aus ist, und möchte noch mal von vorn schauen.

Man kann die Anstrengung spüren, wenn die Jungs den Curahee hochlaufen, man ist direkt dabei, wie sie in der Normandie die 8.8-Geschütze ausschalten. Man empfindet die Angst von Bull, wie er sich in Holland vor den Soldaten der Wehrmacht versteckt, und man ist genau so fassungslos wie Buck in den Ardennen, als er seine beiden Kameraden mit zerfetzten Beinen daliegen sieht. Einen großen Teil dieser Authenzität machen die Interviews mit den echten Beteiligten am Anfang jeder Folge aus.

Ich kann es nicht erklären: In "Wir waren Helden" steht Mel Gibson permanent mitten im Kugelhagel, ohne Deckung zu suchen. Ich kaufe ihm das nicht ab, obwohl auch dieser Charakter ein reales Vorbild haben sollte. Bei Dick Winters von der Easy-Kompanie hatte ich nie den Eindruck der Unglaubwürdigkeit. Selbst bei "Der Soldat James Ryan" hatte ich immer noch im Hinterkopf: Es ist nur ein Film. "Band of Brothers" ist irgendwie anders. Wie gesagt, ich kann es nicht erklären.

Es gibt nur einen Weg: Die DVDs kaufen oder leihen, und in einem Rutsch anschauen. Wöchentlich eine oder zwei Folgen, dann auch noch mit Werbeunterbrechung, sind ein absolutes No-go.

Ich bin sehr kritisch mit Kriegsverfilmungen und bisher haben es nur vier in meine persönliche Hitliste geschafft: "Das Boot", "Der Soldat James Ryan", "Patton - Rebell in Uniform" und eben "Band of Brothers". Vergesst alles andere.
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