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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
13
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am 13. Juli 2017
Diese Aufführung ist schön , aber auch sehr lang , aber ein wunderbarer Rene Kollo , er hat mich als Tristan begeistert eine tolle Leistung !Für Wagner-Liebhaber sehr zu empfehlen !
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am 29. April 2008
Ihren Ursprung hat die Geschichte von "Tristan und Isolde" in der "matiere de Bretagne", d. h. in alten keltischen Sagen- und Märchenstoffen. Märchenhafte Elemente enthalten auch die beiden literarischen Fassungen von Thomas d'Angleterre (de Bretagne) und Gottfried von Straßburg. Auf dieses Märchenhafte bezieht sich der französische Regisseur Jean-Pierre Ponnelle in seiner Bayreuther Inszenierung aus dem Jahr 1982, insbesondere was die Gestaltung des riesigen, üppig blühenden Baums im zweiten Akt anbetrifft. Vielleicht auch in Anlehnung an die symbolisch aufzufassende Weltesche im "Ring des Nibelungen" hat Ponnelle den Baum hier als eine Art Liebesbaum, der quasi als "pars pro toto" für den Burggarten steht, konzipiert (man denke auch an den Stamm im ersten Akt der "Walküre", aus dem Siegmund kurz vor dem inzestuösen Liebesakt zum Entzücken Sieglindes das Schwert zieht). Ebenfalls märchenhaft muten die Szenen des zweiten Aktes an, in denen sich Tristan und Isolde gemeinsam in der von Mondlicht beschienenen Quelle betrachten.
Durchbrochen wird die Konzeption des Romantisch-Märchenhaften dann allerdings im Finale des dritten Aktes, wenn Isoldes Erscheinung und der gemeinsame Liebestod als Wahnvorstellung Tristans dargestellt werden. Ponnelle verlängert hier die fiebrigen Visionen Tristans, die diesen auf dem Höhepunkt seines Siechtums Isolde als eine Art weiblichen Messias auf einem Meer von Blüten wandeln sehen lassen. Das Utopische der Erlösung, welches sich auch in der Musik durch ein letztmaliges Erklingen des Sehnsuchtsmotivs nach Tristans und Isoldes Tod erahnen lässt, wird hier im Finale der Oper von Ponnelle eindrücklich visualisiert.
Mit seinen Bühnenbildern sowie durch eine dramaturgisch motivierte Licht- und Farbgebung schafft Ponnelle vom ersten bis zum letzten Augenblick eine eindringliche Atmosphäre.
Die stimmlich großartig disponierte Johanna Meier verkörpert mit ihren langen rotblonden Haaren auch optisch eine glaubhafte Isolde. René Kollo, der hier einen überragenden Tristan singt, ist in seinem gänzlich in Schwarz gehaltenen Kostüm von Anfang an ein Nachtgeweihter. Matti Salminen ist mit seinem dunklen majestätischen Bass ein würdiger König Marke und Hanna Schwarz weiß mit lyrischen wie dramatischen Qualitäten als selbstbewusste Brangäne zu überzeugen.
In jedem Fall bietet diese Aufnahme von Wagners "chef d'oevre" einen bleibenden Genuss.
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am 3. Juni 2007
Endlich! Nachdem ja bereits einige Aufnahmen von "Tristan und Isolde" auf DVD erschienen sind, liegt das Werk nun in der grandiosen Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle vor, die dieser 1981 für die Bayreuther Festspiele erarbeitet hatte. Nach einem Diktum von Wolfgang Wagner verbietet es sich ja beinahe, überhaupt über diese Produktion zu sprechen: "Die Aufführung fand beim Publikum so einhellig zustimmende Resonanz und anschwärmende Verehrung, dass es gerade frevelhaft dünken müsste, auch nur ein weiteres Wort darüber zu sagen." Dennoch sei festgehalten, dass die von Ponnelle geschaffenen Bühnenbilder einfach überwältigend sind.

Im ersten Akt auf dem Schiff wird Isolde wie eine Gefangene in einem überdimensionalen Brautkleid mit einer ebenso überdimensionalen Brautkrone auf dem Kopf ihrem künftigen Gatten König Marke zugeführt. Im Zentrum des zweiten Aktes steht ein riesiger Baum mit üppiger Blütentracht, dessen Äste und Zweige Tristan und Isolde während ihrer großen Liebesszene geradezu beschützend und von der Außenwelt abschirmend zu umfassen scheinen. Im dritten Akt ist es ein vollkommen kahler Baum ohne jegliches Laubwerk, fast nur noch ein Stamm, der, wie von einem Blitz getroffen, in zwei auseinanderklaffende Hälften gespalten ist und auf diese Weise sinnfällig die Trennung der beiden Liebenden symbolisiert. Ästhetisch erinnert dieser dritte Akt mit seinem knorrigen Baum und dem aufs weite Meer hinaus schweifenden Blick durchaus an einige Gemälde des großen Malers der deutschen Romantik Caspar David Friedrich. Die hervorragende Lichtregie in allen drei Akten tut ihr Übriges, um die beeindruckende Wirkung der Bilder noch zu verstärken.

Wie für J.-P. Ponnelle war es auch für Daniel Barenboim sein Debüt auf dem Bayreuther Hügel. Seine Bedeutung als einer der besten Wagnerdirigenten der letzten 20-30 Jahre stellt Barenboim bereits hier unter Beweis. Sein Dirigat ist zupackend, nie wirkt die Musik schleppend; der Orchesterklang ist transparent und vielschichtig. Der noch relativ junge René Kollo als Tristan hat hier wahrscheinlich einen der besten Auftritte seines Lebens. Johanna Meier als Isolde darf man getrost den großen Interpretinnen dieser Rolle in den letzten Jahrzehnten zur Seite stellen. Matti Salminen ist ein ebenso beeindruckender Marke wie Hanna Schwarz eine tadellose Brangäne gibt. Einzig die Stimme von Hermann Becht als Kurwenal ist etwas gewöhnungsbedürftig; dafür überzeugt er mit seiner starken körperlichen Präsenz. Die Rollentexte werden überwiegend verständlich artikuliert, so dass man weitgehend auf die Untertitelung verzichten kann.

Fazit: Sofort zugreifen! Besseres oder auch nur gleichwertiges wird es von diesem Werk auf DVD wohl länger nicht geben.
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am 5. Juli 2013
Die legendäre Ponelle Inszenierung hat auch nach drei Jahrzehnten nichts von ihrer bildpoetischen Univeralpräsenz verloren. Insofern ist sie die bildmythische Manifestation des wagnerianischen Gedankens, vom schönsten aller Träume, der Utopie der Liebe, diese allerdings im eher besitzergreifenden, egoistischen Sinne, nicht im Sinne von Agape.
Wagner, der ja zeitlebens unter der Begrenztheit damaliger Bühnenmöglichkeiten litt, seine Vorstellung von der dramatisch, die Szene stützendenden Optik, nicht der illustrativen, die sich später unter Wagnerianern als das Optimum fixiert hat, nie realisieren konnte. Bühnenbildnerei war zu Wagners Zeiten ein "Entwicklungsgebiet."

So ist diese Inszenierung ein kongruenter Bildausfluss des wagnerianischen Gedankens in seiner mythischen Grundzentrierung. Nicht der einzig mögliche, aber eben schon ein großartiges Zeichen von zeitenübergreifender Bedeutung.

Ponelle läßt hier Isoldes "Ende" in einer Traumvision Tristans erscheinen. Ein schlüssiger, möglicher Ansatz. Tristan ist generell eher als Utopie der totalen Liebe zu sehen und insofern auch wieder ambivalent, weil die bedingungslose Liebesgefolgschaft sowohl dem Verbrecher als dem Schöngeist gelten kann, um mal zwei Polaritäten gegeneinander zu stellen.
Die Liebe im besitzergreifenden Sinne, wie Wagner sie hier konzipierte, ist keine allgemein segenspendende Größe, weil sie nicht bewertet sondern bedingungslos ist. Sie hat etwas von narzisstischer Geneigtheit, die eigenen Bedürfnisse im anderen zu fixieren und diesen zu vereinnahmen.
Die romantische Glorifizierung dieser Oper hat dann auch mehr mit der Kompensation eigener Bedürfnisse zu tun, dient als Projektionsfläche. Wie alles bei Wagner, ist auch hier die Ambivalenz durch und durch gegeben, was aber auch die Stärke der Libretti ausmacht, bieten sie doch den Ansatz immer neu erfahren und umgesetzt zu werden.

Die DVD ist bild-und tonrestauriert. Im Ergebnis absolut zufriedenstellend. Allerdings gibt es auch frühere Exemplare, die offenbar nicht so gut gemastert wurden. Zudem muß festgestellt werden, daß ein Abhören nur über Fernsehlautsprecher zu einem doch eher unbefriedigenden Klangbild führt, das oft als versumpft beschrieben wird.

Rein sängerisch und schauspielerisch eine exzellente Besetzung, wobei Hermann Becht als Kurwenal nicht seinen besten Tag hatte. Seine Intonation lässt zu wünschen übrig. Ich habe ihn mehrfach live gesehen, ein durchaus überzeugender Sängerdarsteller. Jeder Tag ist eben nicht gut, so ist das normale Sängerleben.

Ganz vorzüglich Rene Kollo als Tristan mit einer beeindruckenden Leistung. Seinerzeit wurde er auch von der Presse heftig attackiert, er sei nicht heldisch genug von der stimmlichen Substanz. Diese Aufnahme beweist das Gegenteil. Kollo habe ich live mit einer überzeugenden Leistung als Stolzing in den Meisteringern gesehen.
Ebenso erstklassig Johanna Meier als Isolde. Schon eine Interpretation mit Bestandskraft.

Matti Salminen hervorragend als Marke. Hanna Schwarz gestaltet die Brangäne sehr gut.

Daniel Barenboim liefert ein klangfarblich "sehrendes" Dirigat.

Insgesamt eine Aufführung der Extraklasse mit zeitenübergreifender Bestandskraft.

Das Libretto wird je nach Denkansatz, stets die individuelle, inszenatorische Positionierung möglich machen.
Zudem steht hier Liebe auch für das buddhistisch entindividulisierte Aufgehen im Einen. Hat hier eine Art Metapher Charakter oder auch Funktion.
Alle Einlassungen meinerseits verstehen sich immer als Möglichkeit des Verstehens, nie als Doktrin. Ich habe keinen Anspruch auf alleinige Deutungshoheit. Erst verschiedene Blickwinkel bieten die Möglichkeit sich selbst zu verorten. Verorten aber nie als starre Position sondern flexibel und offen, für neue Einblicke und Ansätze.

Insofern kann Wagner verheerend sein, wenn man ihn zum religiösen Übervater stilisiert. Die kritische Hinterfragung hat Thomas Mann mit "enthusiastische Ambivalenz" charakterisiert und so sollte es sein, wenn man den Komponisten und Dichter an Fakten orientiert für sich entdeckt.
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am 30. Dezember 2008
Ja, sicherlich eine schöne Vorstellung. Leider glaubt der Regisseur nicht in die Geschichte. Am Ende des dritten Aktes war die Fahrt der Isolde nur ein Traum des Tristans. Er stirbt in die Hände Kurwenals. Warum müssen "moderne" Regisseure so oft die Geschichte der Handlung ändern? Hat Richard Wagner es nicht gut gemacht, oder ist er nun altmodisch geworden und nicht mehr von diesen Zeiten?
Glücklicherweise lässt Patrice Chereau nun mit seinem "Tristan" (2007)sehen, dass man auch viel Neues bringen kann und dennoch Wagner treu bleibt!
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am 26. März 2016
Eine hervorragende Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle. Dass die Ankunft Isoldes und König Markes mit Gefolge im dritten Akt als Fiebervision Tristans dargestellt werden, der am Ende einsam in Kurwenals Armen stirbt, sört mich hier wenig, da die Handlung vollständig gewahrt bleibt, nicht abgewandelt und nichts Unnötiges hinzugefügt wird. Gerade diese Traumvision, wunderbar ausgespielt von René Kollo, macht den Akt für mich noch packender. Die Sänger des Tristan, des Königs Marke (Matti Salminen und der Brangäne (Hanna Schwarz) sind über allen Zweifel erhaben, Die Sängerin der Isolde (Johanna Meier) gefällt mir allerdings nicht so gut wie Waltraud Meier in der Chereau-Version aus der Scala. Sie ist häufig nicht sehr textverständlich. Ein kleiner Mangel der DVD liegt darin, dass an den dunklen Stellen, vor allem im zweiten, aber auch im dritten Akt reichlich Bildrauschen auftritt, das sich vor allem in Aufnahmen der Totale störend bemerkbar macht, während es bei Nahaufnahmen der Personen kaum zu bemerken ist. Daher einen Punkt Abzug.
Dennoch, eine Inszenierung wie sie in der Sammlung eines ernsthaften Wagnerfreundes nicht fehlen sollte.
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am 10. Juli 2007
Endlich ist diese DVD erschienen. Das Orchester der Bayreuther Festspiele und Daniel Barenboim harmonieren sehr miteinander. René Kollo als Tristan ist phänomenal. Die Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle ist sehenswert. Die Bühne wird über lange Strecken beherrscht von einem großen Baum, der in unzähligen Farbnuancen beleuchtet ist. Enttäuschend an der DVD sind die sehr schlechte Bildqualität und das fehlende Szenenwahlmenü. Man kann nicht einmal einzelne Szenen anwählen, sondern lediglich die einzelnen Aufzüge. Die Inszenierung ist doch sehr dunkel ausgeleuchtet, was dazu führt, daß schwarz nicht satt wiedergegeben wird, sondern in dunkeln Clustern aufgepixelt. Deswegen nur insgesamt 3 Punkte.
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am 20. Januar 2014
Von der Musik und von der Regie her, ist das ein Tristan, wie man sich keinen besseren wünschen kann. Der einzige Wermutstropfen ist die schlechte Bildqualität des Videos aus 1983: "hundert Mal kopiert und noch immer nicht gut"
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am 21. Juni 2013
erfreuliche Darbietung durch talentierte Schauspieler - ein großer Genuß, Die Aufnahme wurde leider zu leise auf Disk aufgenommen, nur mit viel Verstärkung abspielbar.
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am 13. Januar 2013
Musikalisch wie auch Sängerisch erste Klasse. Wer heute noch Wagner hört, muß vielleicht die Romantik an ihm abstreichen, sonst aber absolut empfehlenswert.
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