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Kundenrezensionen

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am 26. April 2007
Unser Brot natürlich handgeknetet, unsere Milch handgemolken, frisch von der Weide aus artgerechter Tierhaltung und den Joghurt handgerührt mit soeben gepflückten Erdbeeren...

Ein erfreuliches Bild, welches uns die Werbung täglich zig Male zu vermitteln versucht.

Der Mensch integriert in einen Kreislauf, an dem jeder von uns in irgendeiner Weise Teil hat (/haben muss).

Was wirklich dahinter steckt, versucht dieser Film aufzudecken. Nicht, indem er anklagt, den Zuschauer mit Zahlen und Fakten bombardiert, sondern allein die Bilder für sich sprechen lässt.

Kommentarlos werden entfremdende, bizarre Bilder von Maschinen und Fließbändern aneinander gereiht, irgendwo dazwischen Tiere, Pflanzen und der Mensch. Letzteres wirkt völlig deplaziert in der automatisierten Nahrungsmittelproduktion.

Für den Ton sorgen die Maschinengeräusche, monoton und ohrenbetäubend, wenige Minuten später das noch lautere Schweinegequieke und Hühnergeschrei. Allerdings wirken diese in der industriellen Welt noch individuell und lebendig, bis auch hier ein geschlachtetes Tier dem anderen gleicht.

Schnell, sauber und vor allem ertragreich.

Vom Salat über Eier bis zum tiefgefrorenem Huhn, vom Keimling, bis zum rot-glänzenden Apfel, vom soeben geschlüpften Küken zum Chicken-Nugget - welchen Weg unsere Nahrung zum verzehrfertigen Produkt bereits hinter sich hat, und welche Rolle der Mensch dabei überhaupt noch spielt, wird in fast schon ästhetisch anmutenden Bildern verdeutlicht.

Bilder, die nicht denen der Werbung entsprechen, sondern kühl, steril und vielleicht ein Denkanstoß.

Viele Fragen bleiben für den Konsumenten unbeantwortet. War das nun Wasser? Dünger? Oder vielleicht sogar ein Pestizid?

Wie halten die Mitarbeiter tagtäglich die "Fließbandarbeit" in Schlachthöfen aus und was geht ihnen während der gefilmten Mittagspause durch den Kopf?

Darüber verrät der Film nichts. Der eine oder andere Zuschauer wird sich anschließend vielleicht häufiger Gedanken darüber machen, seinen Stand in unserer Welt überdenken, denn anstatt entsetzten und Diskussionsbedarf beschleicht einem nach dem Abspann eher bedrückende und sprachlose Traurigkeit.

5 Sterne!
55 Kommentare| 179 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Gestern bin ich zufällig beim trägen Herumzappen auf der Couch über (und in) diesen Film gestolpert. Eine sehr heftige Erfahrung die ich - als jemand, der bis vor kurzem noch meinte in Sachen "Filmkunst" schon alles gesehen zu haben - in dieser entwaffnenden Eindringlichkeit hier machte.

Den kommentar- und interviewlosen Reihungen von O-Ton-Szenen einer grotesken und hinsichtlich maximaler Effizienz bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Industrielandschaft kann sich wohl kein Mensch entziehen, der nicht vollkommen abgestumpft ist und noch einen Funken Skepsis unserem modernen Lebenswandel gegenüber im Leib hat.

Es sind die Konfrontationen, die diesen Film weitab jeglicher "political correctness" und ohne die Chance auf ein Happy-End so besonders werden lassen. Als Zuschauer habe ich überdeutlich realisiert, daß es tierischem Leben im Fleischbusiness nicht im geringsten besser geht als den Pflanzen, die in einer entfremdeten Umgebung der Massenverwertung zugeführt werden.

Eine mutige Entscheidung, diese Dokumentation nicht nur im Kino sondern auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ungeschnitten und zu prominenter Sendezeit (28.10.2007, ORF2, 23:00 und 4.11.2007, 3SAT, 21:15) einer breiten und womöglich unvorbereiteten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nicht wenige Menschen werden hier binnen 92 Minuten ihre Position am Ende der Nahrungskette überdenken.

Ich müßte "Unser täglich Brot" an sich uneingeschränkt meinen Bekannten, Arbeitskollegen und sogar Schülern im Unterricht "Natur&Technik" empfehlen, befürchte aber vor allem bei Letzteren durchaus einige traumatische Erlebnisse - insbesondere angesichts einer FSK-Empfehlung von 12 Jahren. Es handelt sich hier eben nicht um pistolenknallende Actionhelden sondern die ungeschminkte Realität.

Die gebrachten Inhalte sind sehr starker Stoff. Höchste Zeit für diese nachdenkenswerte Bereicherung der Fernsehlandschaft und allein schon 10 Jahre GEZ wert. Meinen aufrichtigen Respekt!
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am 13. September 2007
Der Film beginnt in einem Schlachthof und endet dort. Eine vollautomatische Trommel wird zur Endstation der Rinder. In riesigen Fabriken bewegen endlose Laufbänder alle Arten von lebenden und toten Tieren. Selbst die hier arbeitenden Menschen wirken, gleich den Tieren, als dem maschinellen Rhythmus untergeordnete Wesen. Alles ist sauber und die Klingen sind rasiermesserscharf. Hier ist der Tod zur Industrie geworden. Geburt, Aufzucht und Transport folgen dem gleichen Gesetzen, viel Maschine, wenig Mensch und dem Tierprodukt, das was es unbedingt braucht.

Die Bilddokumentation kommt ohne gesprochenen Text aus. Der Kontext der Szenenabläufe spricht für sich. Unsere Nahrung wurde klammheimlich industrialisiert. Wir essen Fließbandeier, Retortenhähnchen, Melkmaschinenmilch, Reiseschweine und Kettensägenkühe. Nirgendwo klafft Werbung und Realität weiter auseinander als bei unseren Lebensmitteln. Warum?
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am 1. November 2011
Absolut positiv finde ich, das der Film keineswegs versucht dem Zuschauer eine Meinung aufzuwängen, sondern relativ neutral die moderne, effiziente Lebensmittelherstellung zeigt, deren Ziel es ist viel und günstig zu produzieren.
Bauernhofidylle, wie uns die Werbung und Produktverpackungen gerne weiß machen wollen, hat dort keinen Platz mehr.
Die Betriebe haben den Dreharbeiten natürlich zugestimmt und so bekommt man wahrscheinlich eher die Musterbetriebe zu sehen.
Das Massentierhaltung nicht immer gequälte Kreaturen bedeuten muss, zeigt eine Szene zu Beginn des Films, ein Schweinetransport, dort sieht man gesunde Tiere, die recht entspannt und mit mehr Platz als gedacht im LKW schaukeln.
Die Rinderschlachtungen gegen Ende des Films sind sehr bedrückend, mit Tieren die deutliche Angst zeigen.

Vieles fand ich ehrlich gesagt wenig spektakulär und teils - ja - etwas langweilig (vor allem im Mittelteil).
Einige Bilder sind sicher wohlbekannt (wie z. B. die Spargelernte) andere wiederum neu und interessant (Ölivenbäume die von "Rüttelmaschinen" durchgeschüttelt werden) oder erschreckend (Bilder aus der Tierverarbeitung).
Ich hätte mehr eine filmische spannendere Umsetzung gewünscht, bei dem herausragenden Film Baraka [Blu-ray] [Special Edition], auch wenn er nur teilweise eine ähnliche Thematik hat, wurde dies weitaus ansprechender gelöst.
Mit fortschreitender Laufzeit, habe ich die fehlende Musikuntermalung vermisst, da es ja (fast) keine Dialoge zu hören gibt.
Man hört über die gesamte Lauflänge nicht mehr als brummende Maschinen, rauschende Klimaanlagen u. ä.
Schade, dass man die Angestellten nicht interviewt hat, deren Meinungen über die Arbeitsbedingungen und Produktionsmethoden hätte ich gern gehört.

Ein Minuspunkt ist, dass es bei der Blu-ray keinen HD-Effekt gibt. Die Bilder wirken oft flach, wenig detailliert und in dunkleren Bereichen sieht man nicht selten unschönes digitales Rauschen (geschaut auf einer 2 m breiten Leinwand über HD-Beamer).
Da der Film auch im Kino gelaufen ist, hatte ich mir ein qualitativ besseres Bild erhofft.
Das 16-seitige Booklet, welches der DVD beiliegt, ist bei der Blu-ray-Veröffentlichung übrigens nicht vorhanden.

Wichtig sind solche Dokumentationen auf jeden Fall, da viele die Produktionsbedingungen, die hinter den Produkten in den Supermarktregalen stecken, nur allzu gern ausblenden.
Vielleicht regt der Film ja einige dazu an, den Konsum von Fleisch- und anderen Tierprodukten etwas zu reduzieren, was Mensch, Tier und Umwelt auf jeden Fall gut tun würde.

Film: 3,5 Sterne
Blu-ray: 3 Sterne
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am 25. März 2008
Und zwar definieren die Bilder dieser Dokumentation schonungslos den Begriff "Konsum" nicht neu, aber augenöffnend.
Das Gleiche gilt für die "harmonische" Beziehung Mensch-Tier-Pflanze.
Tja, falls es beim Zuschauer noch irgendwelche Illusionen vom romantischen Bauerhof mit bedarfsgerechter Nutzung gab, wird nach "Unser täglich Brot" eines Besseren belehrt.Sicherlich gibt es diese Höfe, der Hauptteil der Lebensmittelproduktion läuft aber, wie hier aufgezeigt, ab.
Der Mensch ist was er ist:Das Raubtier an der Spitze der Nahrungskette.
Wie das dargestellt ist schon erschreckend und brutal.
Schwache Nerven oder ein nervöser Magen sind hier fehl am Platz.
Jegliche Musik, Kommentare oder Interviews sucht man vergebens, und so rutscht man unweigerlich in die Rolle des mitschuldigen Voyeurs.
Die Monotonie, mit der viele Arbeiten verrichtet werden, hinterlässt zusätzlich ein Grauen, das sich für sehr lange Zeit in das Gedächtnis des Betrachters brennt.
Was für Schlüsse man nach dem Abspann zieht, beleibt jedem selbst überlassen.Ich werde in Zukunft sicherlich nicht mehr gedankenlos im Supermarkt schlendern.
Mein Fazit:Diese Dokumentation ist ein Pflichtkauf.

Bonusmaterial:
Trailer
Teaser
Booklet mit Hintergrundinformationen
Interviews mit Regisseur und Cutter
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am 23. Oktober 2008
Der Film wirkte auf mich faszinierend und abstoßend zugleich.
Faszinierend ist der kommentarlose und damit nahezu wertfreie Gleichmut, mit dem die Bilder gezeigt werden. Es ist wie ich finde Gleichmut und keine Gleichgültigkeit, denn wem das Thema gleichgültig ist, der zeigt solche Bilder nicht oder sieht sie nicht an. Und es gehört Mut dazu, in unserer derzeitigen Gesellschaft einen solchen Film zu drehen. Diese Bilder kommentarlos stehen zu lassen fällt bestimmt auch nicht jedem leicht.
Abstoßend im Film ist die automatisierte Lieblosigkeit, die Unaufmerksamkeit und das teilweise fehlende Mitgefühl, welche den lebenden Nahrungsmitteln, ob Pflanzen oder Tiere, zuteil wird.
Das ist aber keine Abwertung der Menschen, die in diesem Industriezweig arbeiten, denn auch ich bin als Konsument nicht frei von Sünde. Im Gegenteil.
Der Film macht jedenfalls deutlich, wie der Mensch in einer Big Brother-&-Geiz ist geil-Gesellschaft selbst zur Maschine mutiert. Und doch ist da ein Funke Hoffnung...im Film...im Zuschauer...
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am 8. Mai 2013
Woher kommt unser Essen? Ich weiß es. Was ich vor diesem Film nicht wußte, ist, was mit unserem Essen dort, wo es "entsteht" passiert und wie mit ihm umgegangen wird. Dass kleine süße Hühnerküken, die ihr kurzes Dasein als Masthähnchen fristen sollen, nicht mit Samthandschuhen angefasst werden, war mir vorher schon klar. Aber DAS (!!) hätte ich nicht erwartet. Krass, einfach nur krass! Masthähnchen werden mit einem überdimensionalen Staubsauger eingefangen. Am anderen Ende des Staubsaugers werden sie in Kisten gepustet. Ein Lebewesen ist hier nichts wert.

Im ganzen Film wird nicht einmal gesprochen, keine Hintergrundmusik, keine Kommentare. Man hört nur die Geräusche, welche an dem gezeigten Ort zu hören sind, wie bspw. Hühnergackern in einer Hühnermastanlage oder das Zischen des Giftsprühers in einem riesigen Gewächshaus voll Tomaten... als stünde man direkt daneben.

Ich bin kein Vegetarier. Dieser Film hat mich zum Nachdenken angeregt.
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am 9. Januar 2009
Wer den Film gesehen hat, oder immer noch Zweifel hat sollte sich unbedingt den Film "EARTHLINGS" anschauen. Einfach mal bei Google eingeben... ACHTUNG! Der Film könnte einen emotionalen Ausbruch zur Folge haben.

Sprecher des Films ist der Oscar-nominierte Joaquin Phoenix ("Gladiator"), die Filmmusik schrieb der mit Platin ausgezeichnete Künstler Moby. Der Film bietet detaillierte Einblicke in Tierhandlungen, Welpen-Fabriken und Tierheime sowie Massentierhaltungen, den Leder- und Pelzhandel, die Sport- und Unterhaltungsindustrie und schließlich den medizinischen und wissenschaftlichen Beruf. "Earthlings" verwendet versteckte Kameras und vorher nicht gezeigtes Filmmaterial, um die täglichen Praktiken einiger der größten Industrien der Welt aufzuzeichnen, deren aller Profit vollständig auf Tieren beruht. Kraftvoll, informativ und zum Nachdenken anregend, ist "Earthlings" mit Abstand die umfassendste jemals produzierte Dokumentation zum Verhältnis zwischen Natur, Tieren und menschlichen Wirtschaftsinteressen. Es existieren viele würdige Tierrechtsfilme, aber dieser Film geht über das Bisherige hinaus. "Earthlings" schreit danach, gesehen zu werden. Höchst empfehlenswert!
33 Kommentare| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. November 2008
Was an diesem Film so entsetzlich ist, sind nicht nur die Vorgänge, welche gezeigt werden, sondern vor allem die dahinterstehende Geisteshaltung: auf äußerste Effizienz ausgerichtete Rationalität ohne jegliche Moral, völlige Empathielosigkeit, Gleichgültigkeit, nicht vorhandener Respekt vor dem Leben und eine Ästhetisierung des Todes. Eine Gesellschaft, deren Wohlstand sich auf solch ein Fundament bzw. solch eine Geisteshaltung gründet, welche sich auch in anderen Bereichen bemerkbar macht, steht mit einem Fuß über dem Abgrund und ist im Grunde nicht mehr zu retten. Die Schraube des globalisierten Kapitalismus wird sich so lange mit äußerster Geschwindigkeit weiterdrehen, bis der Planet völlig ausgeplündert worden und dem Menschen auch der letzte Rest von Humanität im Sinne der Profitmaximierung bzw. dem Traum von der völligen Unterwerfung der Natur ausgetrieben worden ist.
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am 2. Mai 2008
Ahnungslos habe ich mir diesen Film ausgeliehen und als nach 10 Minuten des Films immer noch nicht gesprochen wurde, kam die typische Reaktion....nervös drückte ich auf den Tasten der Fernbedienung herum, bis mir klar wurde, dass der Film ohne Kommentare gezeigt wird und nur durch seine Bilder sprechen möchte. Bilder, die betroffen machen... Tiere die behandelt bzw. mißhandelt werden wie Gegenstände, um den Menschen als Nahrung zu dienen. Schrecklich... wo bleibt da der Tierschutz? Gilt dieser nur für Schmusekatzen und Schosshunde? Dieser Film müsste zum Lehrfilm werden, um so den Konsum, vor allem von Fleisch, der Menschen zu verändern. Viele Probleme könnten damit gelöst werden. Wenn ich nicht schon Vegetarier wäre, dann wäre jetzt der Zeitpunkt. Dennoch nur 4 Sterne, da Zweifel bestehen, dass man durch diese Art von "Schock-Film" Kritiker bzw. Ahnungslose überzeugen kann etwas in ihrem eigenen Konsum zu verändern, denn meine Befürchtung besteht darin, dass sie den Film vorher abschalten, weil sie wieder einmal nur wegschauen möchten.
22 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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