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am 4. Mai 2005
"Tarkus" war seinerzeit das Album, bei dem sich ELP - nach einer eher an Klassikadaptionen orientierten Debütplatte - endgültig imstande sahen, ihr Konzept auf Eigenkompositionen zu gründen. Die 20-Minuten-Suite zu Beginn ist vielschichtig und majestätisch und beginnt mit einer Fanfare, gespielt auf dem legendären Moog-Sythesizer, den Keith Emerson, nach Meinung vieler Musikexperten, überhaupt erst innerhalb der Rockmusik salonfähig machte. Die zweite Albumhälfte ist insofern bemerkenswert, da hier - bei ELP eher selten - eine Reihe relativ "normaler" Popsongs zu hören sind, bei denen man zwar Perfektion, aber noch nicht den technischen Bombast erleben kann, der auf Folgealben wie "Brain Salad Surgery" zu hören ist - womit "Tarkus" z.B. für Neueinsteiger leichter konsumierbar wäre. Die negativen Kritiken meiner Vorrezensenten kann ich übrigens kaum nachvollziehen, ELP waren eine großartige Gruppe, die es verstanden, vertrackte, nieveauvolle Popmusik zu produzieren, und das übersteigerte Virtuosentum der beteiligten Musiker bildete einen interessanten Gegenpol zu den eher sensiblen Genesis, den verträumten Yes und den exzentrischen Gentle Giant. Ich bin 29, und in meiner Generation gibt es Bands auf derartigem Level nicht mehr.
Als kleinen Tipp für alle, die ELP noch vertiefen möchten, empfehle ich übrigens die Nice-Platten: The Nice (1967-70) waren die Vorgängergruppe Keith Emersons, Pioniere im Bereich der Rock-Jazz-Klassik-Fusionierung, rauher und weniger perfekt als ELP, dafür gewagter und mitunter innovativer. Für ELP-Sammler mehr als nur eine Ergänzung!
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am 24. April 2014
1972 ich hatte selber keinen Schallplattenspieler.Nur meine Eltern im Wohnzimmer.
Mein Alter mit Kollegen haben sich die LP Vormittags angehört.Ich war in der Schule.
Die konnten das weil die bei der Stadt "gearbeitet" haben.Vermessungamt.
Als ich aus der Schule kam wurde ich schräg angesehen."Das ist doch Drogenmusik"
Nö Prog Rock.
Später kam noch Hawkwind,Pink Floyd,Magma,Gong ... dazu.
Keiner verstand mich mehr.
Unglaublich.
Wenn ich heute Tarkus auflege schaut mich meine Frau so an wie meine Eltern.
40 Jahre nix hat sich geändert.
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am 16. April 2001
Dieses zweite Album von Emerson Lake & Palmer erschien im Frühjahr/Sommer 1971. Kernstück ist das rund 21-minütige Konzeptwerk Tarkus, ein Science Fiction Thema, das unterschiedliche Interpretationen zulässt. Die Musik ist virtuos und energiegeladen - nichts zum nebenbei hören. Neben Tarkus enthält das Album ein breites Spektrum unterschiedlicher Musikstile: Jeremy Bender als eine Art Country Parodie, Bitches Chrystal und A time and a place als Bombastsongs mit Power ohne Ende, The only way als Classic Rock Arrangement und der ironische Song Are you ready Eddy zum Abschluss. Typisch für ELP: Bass und Schlagzeug werden als vollwertige Instrumente eingesetzt, melodieprägend sind die Keyboards (Orgel, Piano und, damals etwas völlig neues: Analogsynthesizer). Diese Art progressiver Rockmusik sucht noch heute ihresgleichen.
Die aktuelle Ausgabe von Tarkus ist mit einem ausführlichen Faltblatt, das seltene Fotos und Hintergrundinfos bietet, recht liebevoll gestaltet, so dass sich der Kauf auch für diejenigen lohnt, die das Album bereits in einer anderen Version besitzen. Der Sound wurde digital überarbeitet.
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am 8. August 2006
'"Tarkus" ist das Opus Magnus von Emerson, Lake & Palmer. Das intensive und dichte über 20 minütige Titelstück mit seinen ständig wechselnden Rhythmen und Harmonien ist einer der absoluten Höhepunkte der progressiven Rockmusik.

Ich nehme "Tarkus" wahr wie einen Zug, der unablässig vorwärts rollt - vorbei an wechselnden Landschaften und über verschiedene Gleise und Weichen, aber nie seine Richtung und Kraft verlierend.

Den Kern der Instrumentierung bilden Keith Emersons virtuose Hammond Orgel und eine dynamische Rhythmussektion mit Greg Lakes Bassgitarre und Carl Palmers Schlagzeug. Synthesizer, elektrische und akustische Gitarre sowie Gesang setzen in dezenter Weise Akzente. So wirkt "Tarkus" nie überarrangiert und bringt ELPs musikalische Identität als Trio immer klar zum Ausdruck.

Auf späteren Alben löste sich das musikalische Miteinander bisweilen auf in prätentiöse Pianowerke oder exzessive Synthesizerorgien. Aber "Tarkus" ist einfach mitreißend und nach 20 Minuten ist man traurig, daß es vorbei ist.

Die B-Seite der ehemaligen LP besteht teilweise aus musikalischem Füllmaterial. "The Only Way" und "Infinite Space (Conclusion)" sind aber sehr schön und hätten gut auf "Emerson, Lake & Palmer I" gepaßt.

Das remasterte Ausgabe von 2004 ist sehr gut gelungen, und ihr liegt ein hübscher und informativer Flyer bei.
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am 19. November 2006
Vor 35 Jahren hörte ich Tarkus im Popshop des damaligen SWF3. Nach Ende der Ausstrahlung ging ich in den Plattenladen und kaufte die Scheibe. In den folgenden Tagen drehten meine Eltern fast durch, weil den ganzen Tag (natürlich nach der Schule) die Scheibe lief (ich hatte damals noch keinen eigenen Plattenspieler in meinem Zimmer). Ich kann mich den meisten Rezensionen hier anschließen, muß aber sagen, dass die Seite zwei lange nicht so schlecht ist, wie sie von Einigen dargestellt wird. Freilich ist die Seite zwei nicht so stark wie die Seite eins. Man muß aber nur genau hinhören, um festzustellen, dass da ebenfalls richtig gute Musik gemacht wurde. Vor einigen Wochen kaufte ich mir die neue CD und war wieder absolut happy, diese tolle Musik in sehr guter Qualität hören zu können. Vor ein paar Tagen erwarb ich eine half-speed-gemasterte "Anadisc", eine 200-Gramm-Pressung von MFSL, von diesem Album. Das ist das absolute Klangerlebnis, zumindest meiner Vorstellung nach. Seither habe ich wieder Gänsehaut, wenn ich Tarkus höre, und das noch eine ganze Weile, nachdem die Seite eins beendet ist.
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am 24. August 2015
Durch den häufigen Einsatz von Musiksynthesizern, mit deren Hilfe eine unüberschaubare Vielfalt von Klangfarben erzeugt werden kann, brilliert dieses Trio ganz in der Tradition von Keith Emersons Vorgängerband "The Nice" auch auf dieser zweiten LP-Veröffentlichung aus dem Jahr 1971. Gerade wegen der Vielzahl von musikalischen Klangfarben (vom Orgelspiel auf der Suite "Tarkus" bis zum leicht verstimmt klingenden Kneipenklavier auf "Are you ready, Eddy?") und wegen der abrupten, kaleidoskopartigen stilistischen Wechsel im ersten Track "Tarkus" kann man dieses Musik-Experiment durchaus als gewagt bezeichnen - doch spätere Aufnahmen von ELP bzeugen, daß dieses Trio mit seinem experimentierfreudigen Musizieren einen unverwechselbaren Stempel dem ProgRock/ArtRock aufgedrückt hat. Fast alle Aufnahmen auf dieser CD sind mit zeitlichen Unterbrechungen immer wieder hörenswert, wenn man sich die Zeit gönnt, ihnen ungestört und konzentriert zu lauschen. HHB
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am 3. Dezember 2015
Die Vinyl Ausgabe kommt mit zwei Longplayern daher. Auf der ersten Scheibe findet sich der Original-Mix von Greg Lake, die zweite Platte beinhaltet den Steven Wilson Remix. Der hat seine Sache sehr gut gemacht, Tarkus kommt mit sehr viel Druck und trotzdem fein nuanciert aus den Lautsprechern. Die erste Scheibe hatte aber einen ordentlichen Pressfehler - immer wenn die Musik lauter wurde war ein undefinierbares "Knistern" hörbar. Da ich aber auch das Original gerne in guter Qualität hören möchte, habe ich einen Austausch veranlasst - wie immer schnell und zuvorkommend von Amazon erledigt, an dieser Stelle nochmal danke. Nun sind beide Platten von astreiner Qualität!
Und ich höre noch immer fast ausschließlich Seite eins.....
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am 5. März 2013
Dies ist eine Rezension für drei Alben von Emerson, Lake and Palmer

Ich bin seit fast 40 Jahren ELP-Fan. Die ersten vier Alben haben für mich fast schon epischen Charakter. Da hatten sich drei Musiker getroffen, die vor Kreativität nur so sprühten. Tarkus ist ein wahrer Meilenstein, und was das Orgelspiel von Keith Emerson angeht für mich das Beste Album überhaupt. Was mir an ELP besonders gefällt ist, dass die Gruppe den alten Scheiben in den letzten Jahren mit fort entwickelter Technik neuen Glanz verliehen hat. Mit "Brain Salad Surgery", meine absolute Lieblingsscheibe, fing es an. Die DVD-Version, in 5.1 Dolby Surround neu abgemischt, hebt das Werk auf eine neue Stufe. Wer eine Heimkino-Anlage zu Hause hat, wird begeistert sein. Die Bässe haben mehr Druck, das virtuose Percussionspiel von Palmer wirkt präsenter, durch die fünf Kanäle wirkt alles aufgeräumter und klarer. Ein ganz kleiner Wermutstropfen ist vielleicht, dass manche Passagen des Keyboardspiels von Emerson in Vergleich etwas blass bleiben. Das hätte man im Detail besser machen können. Aber das große Ganze ist phantastisch! Und inzwischen hat ELP mit viel Aufwand sowohl das Debüt-Album "Emerson, Lake and Palmer" als auch "Tarkus" nachgelegt. Die Box-Versionen haben drei Scheiben. Die erste ist das Original, aber remastered. Die zweite CD wirkt klanglich im sogenannten "New 2012 Stereo Mix" noch besser und bietet beim Debüt-Album zudem Bonus Tracks wie "Rave up" und Varianten von Knife Edge und Lucky Man. Bei Tarkus sind es "Oh my father", "Mass" und "Unknown Ballad". Höhepunkt bei den Box-Versionen ist die dritte Scheibe, die eine DVD ist. Sie präsentiert die Alben im DTS-Sound und zusätzlich noch einmal im sogenannten "High Resolution Stereo Mix" für die Liebhaber, die keine Heimkino-Anlage ihr eigen nennen. Schade finde ich nur, dass beim Debüt-Album "Tank" nur in der Originalversion geboten wird. Jetzt hoffe ich darauf, dass demnächst auch "Trilogy" im DTS-Format erscheint.
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am 10. Juni 2015
Habe für je 100 € (!) die wohl letzten verfügbaren, neuwertigen Exemplare dieser Ausgaben mit DVD-A erworben. Es hat sich gelohnt.
Musik dieser Art ist wie geschaffen für Surround-Sound. Steven Wilson macht's möglich: Selbst das beste Stereo kling verglichen mit 5.1 wie Musik aus dem 'Mauseloch'. Absolut empfehlenswert (wenn es die Dinger noch gäbe!) - Sollte das irgendwann mal wieder so sein, dann hoffentlich gleich auf Bluray.
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am 19. Februar 2006
"tarkus"ist das meisterwerk von ELP und auch über 30 jahre nach erscheinen ist in dieser musikrichtung nichts besseres nachgekommen.das geniale zusammenspiel von keith emerson und carl palmer,ergänzt durch den gesang von greg lake,erzeugt auch heute noch gänsehaut beim anhören.das wuchtige,bombastische,effektvolle und doch auch gefühlvolle keyboardspiel von keith emerson zeigt,was man alles mit zehn fingern machen kann.die story der tarkus-suite mag seltsam anmuten,die musik ist jedoch perfekt.die anderen lieder auf dieser dc/lp sind ok ( besonders "infinite space" ),jedoch ohne besondere höhepunkte.die musikalische perfektion der tarkus-suite haben ELP meiner meinung nach nur noch einmal erreicht und zwar bei " karn evil 9 ".für alle classicrock- und progrockfans ist "tarkus" eines der absoluten pflichtalben und ELP sowieso der führende vertreter dieses genre.so long,tarkus
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