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Preis:45,52 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

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am 4. Dezember 2014
Als Nostalgiker sowie en­thu­si­as­tischer Filmesammler & sowohl auch eingefleischter Fan des Schwarz-Weiß-Film, insb. in den Film-Genren Krimi / Mystery / Grusel, als auch Eig­ner von Fritz Langs Mabuse-Reihe Dr. Mabuses Meisterwerk - Digipak (Die berühmten sechs Dr.-Mabuse-Filme der 60er Jahre) [6 DVDs] aus den 60er Jahren habe ich mich nicht zuletzt auch wegen der hier vorliegenden guten Resonanzen meiner geschätzten Mitrezensenten zu diesem Produkt als vielmehr aus Passion zum Erwerb dieser Stummfilm-Box entschieden.
Ich war begeistert & bins noch heute.

Liebe Interessierte an dieser Auswahl antiker Filmwerke, nachfolgend gebe ich Euch mal einen kl. Einbick hinsichtl. der Zusammenstellung incl. mitangehängter Fotos sowie einige wissenswerte Infos bzgl. Ausstaffierung dieser Filmbox insgesamt & ich beurteile meine erworbenen Media-Artikel immer als Gesamtprodukt.
Die Filme an sich bewerte ich stets gesondert !

► ZUM KLASSIKER № Eins : Dr. Mabuse, der Spieler ( D 1922 ) ★★★★

Dieses sehr gute Werk Langs wurde seinerzeit als 2-Teiler in je sechs Akten ausgestrahlt. Restauriert im Jahre 2000 !
Der un­be­re­chen­bare, ruchlose Psychoanalytiker Dr. Mabuse ( Spitze: Rudolf Klein-Rogge ) führt als renommierter Arzt ein ganz perfides Doppelleben.
Als Meister der Verwandlung hat er es sich zu seinem Lebenswerk gemacht, mit dem Menschen sowie deren Schicksal zu spielen & betuchtere Personen im Glückspiel zu ruinieren. Dabei bedient er sich einer äußerst hin­ter­häl­tig lu­k­ra­tiven Methode.
Doch die jüngsten, gemeldeten Ereignisse aus Kreisen an­rü­chiger Zocker-Etablissements rufen den Staatsanwalt von Wenk ( Bernhard Goetzke ) auf den Plan & von nun an hat der Superverbrecher einen ganz hartneckigen Spürhund auf den Fersen, welcher Mabuse selbst nebst seinen zwielichtigen Vasallen bis zum alles entscheidenden & brisanten, finalen Schluß ordentlich einheizt.

In diesem klassischen Stummfilmwerk vom Autoren-Duo Thea von Harbou & Fritz Lang, letzterer inszenierte diesen auch als Regisseur, bekommt der Betrachter Einblick in das verbrecherische Ansinnen eines Genies, welcher in die Mühlen zwischen Bösartigkeit, Begierde & dem un­er­läss­lichen Verlangen nach egozentrischer Herr­schafts­ge­walt geraten ist.
Für Nostalgiker einer längst vergangen sowie auch Wehmut erzeugenen Epoche eine, trotz einiger Längen, überaus gelungene TV-Unterhaltung mit einer dichten als auch düster anmutenden Atmosphäre.

Meine Filmwertung ⋙ 8 von 10 Punkte

▸ Disc № Eins : Der große Spieler - Ein Bild der Zeit ( D 1922 )
1. Akt: Die Wahl der Maske ( 20.35 Min. ) in vier Kapiteln
2. Akt: Mabuses Vortrag ( 19:57 Min. ) in vier Kapiteln
3. Akt: Besuch bei Hugo Balling ( 26:52 Min. ) in sechs Kapiteln
4. Akt: Der nächste Morgen ( 30:34 Min. ) in sieben Kapiteln
5. Akt: Retter u. Versager ( 27:32 Min. ) in sechs Kapiteln
6. Akt: Die Zeit läuft ab ( 27:16 Min. ) in acht Kapiteln

Die Gesamtlaufzeit beträgt exakt 155:17 Min. sowie reine 154:49 Spielminuten ohne Abspann
≫ Erster Teil mit Kapitelmenü von 1 bis 36
⋙ Der Streifen wurde am 27.04.1922 in Berlin uraufgeführt

▸ Disc № Zwei : Inferno, ein Spiel von Menschen unserer Zeit ( D 1922 )
1. Akt: Menschen, die nicht schlafen können ( 13:47 Min. ) in drei Kapiteln
2. Akt: Mabuses Bedingung ( 23:27 Min. ) in fünf Kapiteln
3. Akt: Die Konfrontation ( 20:54 Min. ) in fünf Kapiteln
4. Akt: Die schreckliche Nachricht ( 14:05 Min. ) in drei Kapiteln
5. Akt: Sandor Weltmann ( 18:00 Min. ) in vier Kapiteln
6. Akt: Schusswechsel ( 22:36 Min. ) in vier Kapiteln

Die Gesamtlaufzeit beträgt exakt 115:13 Min. sowie reine 114:47 Spielminuten o. A.
≫ Zweiter Teil mit Kapitelmenü von 1 bis 25
⋙ Dieser Streifen wurde am 26.05.1922 in Berlin uraufgeführt

DARSTELLER ( Auswahl ) : Alfred Abel, Aud Egede-Nissen, Georg John & Gertrud Welcker sowie Paul Richter
PRODUKTION : Wagner u. Taunusfilm
PRODUKTIONSJAHRE : 1921/22
GENRE : Krimi / Drama
FILMMUSIK : Die wunderbaren, begleitenden Tonstücke wurden Anfang 2001 im „ violet sound Tonstudio München “ aufgenommen & stammen vom Komponisten Aljoscha Zimmermann ( top )
HINWEIS : Die Rekonstruktion beider Werke erfolgte auf der Grundlage zweier Original-Kamera-Negative aus deutscher & ausländischer Verleihfassung
GESAMTSPIELZEIT : 270:30 Min.

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SPECIAL FEATURES : nur auf Disc № Zwei ( siehe auch Foto № 6 )
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+ Bildergallerie ( 32 Stück )
+ 16 Biografien auf insg. 88 Seiten ( Disc )
+ Produktionsdaten ( 4-seitig auf Disc )
+ Impressum ( 4-seitig auf Disc )
+ Mabuses Musik ( 12:57 Min. lt. Player )
+ Norbert Jacques, der literarische Erfinder des Dr. Mabuse ( 09:35 Min. lt. Player )
+ Mabuses Motive ( 29:55 Min. lt. Player ) & in 6 Kapiteln anwählbar
sowie mit einem animierten Hauptmenü samt Soundtrack & mit je einem separaten Kapitelmenü

► ZUM KLASSIKER № Zwei : Spione ( D 1928 ) ★★★★★

Der junge Geheimagent № 326 ( Willy Fritsch ) wird von seinem Abwehrdienstchef Jason alias Craighall Sherry für einen höchst brisanten & nicht ganz ungefährlichen Spezialauftrag eingesetzt. Er soll die kriminellen Machenschaften eines international agierenden Spionagerings aufdecken & sprengen.
Kopf der Bande ist ein überaus betuchter Banker, welcher mit sowohl wissenschaftlich sowie politisch wichtigen Informationen als auch mit militärischen Geheimnissen der Länder einen illegalen Handel betreibt & zeitgleich sein bestes Pferd im Stall auf den dy­na­mischen Geheimdienstler jagt. Doch dabei hat sich der Oberganove verrechnet, denn sein ausgeschickter Kundschafter schießt quer & so droht am Ende die Ent­lar­vung der gut getarnten Zentrale der Spionageorganisation.

Fritz Lang's Spione ist ein absolut superbes Liebesdrama,, welches die dt. Drehbuchautorin Thea von Harbou & Regisseur Fritz Lang hier geschaffen haben. An herrlich schaurig-schönen Schauplätzen in die Szene umgesetzt unterhält dieser Agenten-Thriller seinen Betrachter zum einen mit viel Leidenschaft im grandiosen Agieren der Protagonisten Rudolf Klein-Rogge, Gerda Maurus, Fritz Rasp sowie auch einem Paul Hörbiger in einer kleinen Nebenrolle & zum anderen ebenso mit einem hohem Anteil im Bezug auf Anspruch durchweg hervorragend. 100% Nostalgie !
Für die gelungene & m. E. sehr stimmige, musikalische Untermalung war hier der britische Komponist Neil Brand zuständig.
Die Laufzeit beträgt lt. Player exakt 143:59 Min. & zeigt ledgl. den Schriftzug ' ENDE '.

Für mich ein Volltreffer ⋙ 10 von 10 Punkte

▸ Disc № Drei : Der Film „ Spione “ ( ca. 144 Min. )
Inklusive eines animierten Hauptmenüs samt Soundtrack & mit einem separaten Kapitelmenü von 1 bis 19
PRODUKTION : Erich Pommer für Universum Film AG ( UFA GmbH )
PRODUKTIONSJAHRE : 1927/28
GENRE : Spionagefilm / Thriller / Drama
RESTAURATION : 2003/2004

▸ Disc № Vier : Das komplette Bonusmaterial zum Steifen „ Spione “ ( Laufzeit insg.: 68:42 Min. )
Inklusive mit einem interaktiven Hauptmenü ohne Animation bzw. auch ohne Soundtrack. Siehe hierzu beigefügtes Foto № 8
Bildformat der Doku: 1.66:1 - 16:9

► ZUM KLASSIKER № Drei : Frau im Mond ( D 1929 ) ★★★★

Der sowohl gescheiterte als auch von Wissenschaftlern geschasste Mondforscher Prof. Manfeldt ( Kaus Pohl ) lebt zurückgezogen & mittlerweile zudem auch verarmt auf einem Dachboden. Er ist davon überzeugt, daß auf der anderen, nämlich der Erde abgewandten Mondseite Sauerstoff & Wasser sowie auch größere Vorkommen des Edelmetalls Gold vorhanden sind. Einzig sein wohlhabender Freund Wolf Helius alias Willy Fritsch, seines Zeichens Ingenieur sowie auch Eigner einer Flugwerft, schenkt dieser Theorie Glauben.
Er plant daraufhin eine Forschungsreise zum Mond & beschließt, sich gemeinsam mit Prof. Manfeldt als auch zusammen mit einem ihm angefreundeten Pärchen ins Universum schiessen zu lassen. Doch dahinter kommen auch profitgierige Wirtschaftsbosse & drücken dem Quartett mit hinterhältigen Nachdruck einen weiteren unliebsamen Reisebegleiter aufs Auge.
Für dieses kurz bevorstehende Unternehmen hat Helius eigens eine Raumfahrtrakete entworfen & diese im Anschluß daran auch bauen lassen. Die Rakete ist nun startklar & damit beginnt für alle Beteiligten das große Abenteuer Mondexpedition.

Eine durchaus gelungene sowie abermals nach einer Idee der dt. Schriftstellerin & Drehbuchautorin Thea von Harbou vefasste, wenngleich auch höchst fantastische, Science-Fiction-Geschichte über die Fahrt zum Mond, welche seinem Betrachter mit einer Menge an seinerzeit machbaren technischen Know-how & auch mit einem allgemein ausgezeichneten Schauspiel der hierin mitwirkenden Akteure Gustav von Wangenheim sowie Gerda Maurus & Fritz Rasp eine höchst nostalgische TV-Unterhaltung bietet.
Die passige, futuristische Filmmelodie zur Untermalung dieses Abenteuerstreifen stammt vom Pianisten Javier Pérez de Azpeitia.
Die Laufzeit beträgt lt. Player exakt 162:08 Min. & endet bei 162:01 leider mit Schwarzbild & ohne Abspann.

Meine Filmwertung ⋙ 7,5 von 10 Punkte

▸ Disc № Fünf : Der Film „ Frau im Mond “ ( ca. 162 Min. )
Inklusive eines animierten Hauptmenüs mit Soundtrack & mit einem separaten Kapitelmenü von 1 bis 20
PRODUKTION : Fritz Lang für Universum Film AG ( UFA GmbH )
PRODUKTIONSJAHRE : 1928/29
GENRE : Abenteuer / Mystery / Sci-Fi
RESTAURATION : 2001

▸ Disc № Sechs : Das komplette Bonusmaterial zum Steifen „ Frau im Mond “ ( Laufzeit: 14:04 Min. )
Mit einem interaktiven Hauptmenü ohne Animation bzw. auch ohne Soundtrack. Siehe hierzu beigefügtes Foto № 11
Bildformat der Doku: 1.33:1 - 4:3

ANMERKUNG : Alle Laufzeitangaben habe ich laut Player ermittelt

► ZUR AUSSTATTUNG : Die DVD-Box mit FSK ab 6 J.

ANMERKUNG : Einzig der Film № 2 auf Disc Zwei ist mit einer FSK ab 6 J. versehen worden & der Rest ist ohne Altersbeschränkung
Zu Händen bekommt man hiermit einen optisch sehr ansprechend gestalteten, stabilen Schuber aus robusten Karton. ABER ...
SCHLECHT ≫ ... leider mit einem unansehnlichen, völlig entstellenden FSK-Flatschen auf dem Frontcover ( siehe beigefügtes Foto № 2 )
Rückseitig mit Inhaltsangaben sowie vorhandenem Bonusmaterial zu allen 3 Streifen & mit techn. Angaben zu den DVDs.
Das im Schuber befindliche, schmucke Mediabook mit Booklettasche ist 4-fach aufschlagbar & enthält sechs Silberlinge in drei stabilen Kunstoff-Trays.
SCHLECHT ≫ Leider sind dabei unschöner Weise jeweils zwei Scheiben überlappend eingebettet
Das informative, höchst anschauliche 24-seitige Booklet enthält zudem eine Vielzahl an wunderschönen s/w-Motiven.

TONFASSUNGEN : Stummfilm, untermalt mit neu komponierter Filmusik in Dolby Digital & mit deutschen Einblendungen versehen
Desweiteren untertitelt in Englisch & Französisch bei „ Dr. Mabuse, der Spieler “.
Die neuen, melodischen Töne sind qualitativ soweit sauber & klar verständlich.
Das Zeitfenster der Untertitelungen ist großzügig bemessen. Ein bedächtiges Durchlesen der Zeilen ist stets möglich !

FORMATE : Das Schwarz-Weiß-Bild wird bei allen Werken im Originalformat 1:33:1 - 4:3 ( Vollbild ) wiedergegeben
Die gebotene Qualität ist nach digitaler Restauration durchaus zufriedenstellend, wenngleich auch in einigen Filmszenen, nicht alle Streifen sind davon betroffen, mitunter mal ein ganz leichtes Korn wahrnehmbar ist. Dieses Phänomen fällt ganz besonders bei „ Frau im Mond “ auf !
Kontrastverhältniss & Bildschärfe sind soweit durchweg okay. Ganz im Allgemeinen betrachtet ist die Restaurationsarbeit dem Label gelungen & daher qualitativ auch absolut akzeptabel.
Beste Filmqualität m. E. beim Streifen „ Spione “ !

LABEL : Universum Film
GESAMTLAUFZEIT : exakt 576:37 Minuten insgesamt zzgl. Bounusmaterial

► FAZIT

Gelungen & wirklich sehr sehenswert !
Den Unterhaltungswert aller hier vorhandenen 3 Werke beurteile ich mit 8,5 von 10 Punkte.
Dafür gibt es auch von meiner Seite aus noch 5 Sterne !
BTW : Der Streifen „ Spione “ ist in dieser Filmbox mein persönlicher Favorit

Auch hinsichtlich der guten Bestückung dieses Media-Artikels mit zum einen reichlich & vor allem interessanten Bonusmaterial als auch zum anderen in einer annehmbar gut vorliegenden Filmqualität bzgl. Bild u. Ton könnt ihr mit der Wahl dieser Filmbox letzten Endes auch nicht wirklich viel falsch machen.
Einzig der absolut unansehnliche FSK-Flatschen auf dem/meinem schmucken Schuber ist für mich als leidenschaftlicher Filmesammler ein absoluter Graus. Mir ist immer noch übel !!!
Hier hätte man das FSK 6-Logo auch auf die Verpackungsfolie pecken können, wie es bereits einige Labels, z. Bsp. AL!VE, handhaben & für dieses Unding vergebe ich selbst­re­dend auch einen Strafpunkt ( halber Stern ).
Daher abgewertet 4 Sterne für das Gesamtpaket. Vier ganz starke allerdings & nichtsdestotrotz ist dieses Produkt für getreue Fans des Stummfilms sehr empfehlenswert !

Mit nostalgischen Grüßen,
Der Dirk

7,5 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
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am 1. Juni 2007
Zwei von Langs besten Filmen überhaupt, "Spione" und "Frau im Mond", gab es seit Jahren nur in spanischen oder englischen DVD-Editionen und entsprechend nur als überteuerte Importware - nun gibt es sie endlich, endlich auch in Deutschland, und das zu einem relativ akzeptablen Preis, denn der Mabuse-Zweiteiler von 1922 ist auch noch dabei. Die Filmdokus im Bonusteil der DVD sind hervorragend, insbesondere die beiden langen, ausführlichen und gut recherchierte Retrospektiven zu "Spione" und "Mabuse", mit vielen Interviews, Ausschnitten und Produktionsinfos. Ansonsten enthält die DVD außer einem schmalen Booklet leider keinen weiteren Lesestoff oder sonstige Beigaben. Trotzdem: Es ist eine gelungene und überfällige DVD-Box. Vielleicht schafft es die Murnau-Stiftung jetzt auch noch, bald den malerisch-schönen "Nibelungen"-Zweiteiler von 1924 (wird gerade restauriert) auf DVD herauszubringen und den Fan nicht allzu lange andere Fritz-Lang-Meisterwerke, wie "Der müde Tod" oder den Action-Klassiker "Die Spinnen" warten zu lassen.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. März 2008
Keine Frage: Als Filmfan und (vor allem) Fritz-Lang-Fan ist diese Kollektion ein MUSS.
Auch, was das Zusatzmaterial betrifft (insgesamt 6 DVDs!) lässt diese Sammlung keine Wünsche offen!
ABER: Wer sich, so wie ich, auch die andere Box ("Metropolis", "M" und "Das Testament des Dr. Mabuse") zugelegt hat, wird feststellen, dass diese Edition nicht ganz mit der Vorgängerbox mithalten kann.

Grundsätzlich sind hier einige der wirklich frühen Filme Langs zu finden:

"Dr. Mabuse - der Spieler (1 + 2)"
Wer sich für die Mabuse-Reihe interessiert, kommt am Beginn der Mabuse-Filme keinesfalls vorbei. Teilweise ein GRANDIOSES Werk, stellenweise allerdings auch etwas langatmig.

"Spione"
Auch dieser Streifen ist durchwegs gefällig. Trotzdem handelt es sich hierbei am ehesten um die schwächste DVD der Kollektion. Nachdem "Metropolis" 1927 in den Kinos gefloppt war, ging Herr Lang auf Nummer sicher und schaffte diesen, für seine Verhältnisse, "kurzen" Film (keine Sorge - er dauert trotzdem an die 2 Stunden!).
Außergewöhnlich scheint für die damalige Zeit die geballte Action, die dieser Streifen wiedergibt. Für seinerzeit höchstwahrscheinlich "unerhört brutal". Das Ende ist übrigens phantastisch - aber ich möchte ja nicht zu viel verraten...

"Frau im Mond"
Mein persönlicher Favorit dieser Box. Eine tolle Story, gepaart mit tollen Schauspielern (was aber grundsätzlich auf Fritz-Lang-Filme zutrifft). Das Schöne an diesem Film ist die phantasie- und liebevolle Kulissengestaltung. Lang spart hier keine Details aus. ABER es wird nicht langweilig, denn: Es ist spannend, die Vorstellungen vom Weltraum aus dem Jahre 1929 per Spielfielm präsentiert zu bekommen. SUPER!!

Insgesamt ist auch diese Kollektion eine Bereicherung fürs Filmliebhaberregal. Man sollte jedoch ein Stummfilmfreund sein, da in dieser DVD-Box ausschließlich Stummfilme enthalten sind. Die musikalische Neufassung scheint durchaus geglückt.
Für Filmfreunde sind hier UNVERGESSLICHE Momente festgehalten. Für Neueinsteiger behalte ich es mir vor, die Vorgaänger-Box zu empfehlen!

GELUNGEN!!
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am 31. Dezember 2016
Die Box enthält auf 6 DVDs eine Auswahl von Stummfilmen von Fritz Lang aus den 1920er-Jahren sowie Zusatzmaterial.

Dr. Mabuse, der Spieler – Erster Teil: Der grosse Spieler. Ein Bild der Zeit

Im Verborgenen hat der machtbesssene Dr. Mabuse (Rudolf Klein-Rogge) eine Struktur aufgebaut, die es ihm und seinen Helfern ermöglicht, die Öffentlichkeit in Atem zu halten. Es kommt zum Diebstahl von internationalen Handelsverträgen, kurz darauf manipuliert Mabuse die Börse. Mabuse benutzt für seine Verbrechen aber auch Maskierungen und seine Fähigkeit, die Gedanken anderer Leute zu beeinflussen. Lange Zeit bleiben die Zusammenhänge unerkannt, doch dann wird der Staatsanwalt Norbert von Wenk (Gerhard Goetzke) doch darauf aufmerksam. Da er in der Gesellschaft eine recht angesehene Stellung hat, ist es von Wenk möglich, sich Informationen zu beschaffen. So kommt er auf die Spur der Variétésängerin Cara Carozza (Aud Egede Nissen) und der Gräfin Dusy Told (Getrude Welcker). Mabuse ist auch hinter ihnen her, um ihre Dienste zu seinem Nutzen einzusetzen. Von Wenk muss sich auf einen Wettkampf einlassen, ohne zu wissen, wer sein Gegner genau ist.
Im ersten Teil seiner Reihe über Dr. Mabuse (Ufa, 1922) nimmt Regisseur Fritz Lang die Etablierung des filmischen Superschurken vor, dessen Beispiel viele weitere Filmemacher seither immer wieder gefolgt sind. Lang nützt dabei die Mittel, die ihm zur Verfügung stehen, gut, um die Geschichte spannend und aus verschiedenen Blickwinkeln zu erzählen. In dem hier gewählten Ansatz kommt die Geschichte noch mit relativ wenig Action aus. Die Geschichte bleibt aber spannend und ereignisreich.
Auf der von Universum Film veröffentlichten DVD ist der Film in der in Jahren 2000 und 2001 entstandenen restaurierten Fassung zu sehen, die 155 Minuten dauert. Da es sich um einen Stummfilm handelt, gibt es auf der Tonspur nur Begleitmusik von einem kleinen Orchester. Die Tonspuren-Auswahl beschränkt sich wenig überraschend auf diese Musik wahlweise in Stereo 2.0 oder in Dolby Digital 5.1. Da die deutsche Sprache durch die teils mit viel Einsatz restaurierten Zwischentitel abgedeckt ist, beschränken sich die zur Auswahl stehenden Untertitel auf die Sprachen Englisch und Französisch. Ansonsten enthält die Disc zum ersten Teil des Films keine Beiträge. Das restaurierte schwarz-weisse Bild im Format 4:3 ist relativ scharf, nur leider läuft es oft etwas unruhig, was mitunter an der damaligen Technik liegen könnte.

Dr. Mabuse, der Spieler – Zweiter Teil: Inferno. Ein Spiel von Menschen unserer Zeit

Die Jagd von Staatsanwalt von Wenk (Bernhard Goetzke) auf den Schurken Dr. Mabuse (Rudolf Klein-Rogge) hat Opfer gefordert. Während er Gräfin Dusy Told gefangen hält, manipuliert Mabuse deren Mann, Graf Told (Alfred Abel) und bringt ihn dazu, dem Glücksspiel zu frönen. Als von Wenk die Spur aufnehmen will, bringt Mabuse den Grafen dazu, sich abzuschirmen. Damit hat nur noch Mabuse Zugriff auf den Grafen. Inzwischen versucht von Wenk von Cara Carozza (Aud Egede Nissen), die im Gefängnis sitzt, Informationen zu einem Mordfall zu erhalten, der auf das Konto von Dr. Mabuse geht. Diesen Nachforschungen will Mabuse zuvorkommen, indem er in von Wenks Büro eine Bombe platzieren lässt. Der Anschlag verläuft aber nicht nach Mabuses Vorstellung, denn anstelle von von Wenk erwischt es einen seiner Kollegen und den Attentäter kann man noch am Tatort schnappen. Von Wenks Freude über den geschnappten Übeltäter ist aber kurz, denn inzwischen hat ein anderer Helfer von Dr. Mabuse der inhaftierten Cara Gift zugesteckt, das sie dann in ihrer Verzweiflung auch zu sich nimmt. Dr. Mabuse macht inzwischen in seiner zivilen Tarnung als Arzt den Grafen Told von sich abhängig und kann diese sogar im Beisein von von Wenk aufrechterhalten. Kurz darauf kriegt es von Wenk wieder mit Dr. Mabuse zu tun. Dieser kann das Hypnotisieren nicht lassen und gibt deshalb in einer Verkleidung als Sandor Weltmann eine grosse Show im Philharmoniesaal. Dort nutzt Mabuse die Gelegenheit, von Wenk zu hypnotisieren. Unter Hypnose verlässt von Wenk dann den Saal und steuert im Auto auf einen Abgrund zu.
Der zweite Teil von Fritz Langs Mabuse-Geschichte (Ufa, 1922) ist etwas knackiger und reicher an Action als der erste. Zudem gibt es auch weniger theatralisch wirkende Sequenzen.
Der präzise Stil der Inszenierung, wie man ihn von Fritz Lang kennt, kommt auch hier gut zur Geltung und er macht einen grossen Teil der Qualität des Films aus. Der Film als Ganzes ist auf jeden Fall ein gutes Beispiel des Thrillers aus den jungen Tagen des Kinos und das macht ihn nach so vielen Jahrzehnten noch sehenswert.
Auf der DVD von Universum Film liegt natürlich auch der zweite Teil des Mabuse-Auftaktes in der restaurierten Fassung vor, wobei die Wiedergabequalität derjenigen des ersten entspricht. Das schwarz-weisse Bild (Format: 4:3) des 115 Minuten langen Films ist wiederum ziemlich gut. Es gibt wiederum die im Jahr 2001 neu eingespielte Musik wahlweise ein Stereo oder Dolby Digital 5.1. Die optionalen Untertitel zu den Texttafeln sind auch hier wieder wahlweise auf Englisch und Französisch vorhanden. Diesmal befindet sich zudem auch noch Bonusmaterial auf der Disc, das mehrheitlich Deutsch gesprochen ist und sich optional auf Englisch oder Französisch untertiteln lässt. Im 1. Beitrag, der knapp 13 Minuten lang ist, gibt Komponist und Pianist Aljoscha Zimmermann nicht nur Beispiele seiner Melodien zum Besten, sondern auch Einblick in seine Arbeitsweise. Es folgt ein knapp 10 Minuten langer Beitrag über Norbert Jacques, der die literarische Vorlage zu Dr. Mabuse erschaffen hat. Darin erfährt man einiges über den Schriftsteller und sein Werk, aber auch über die Figur Mabuse und einige Unterschiede zwischen der Film- und der Romanfassung. In dem knapp 30 Minuten langen Beitrag „Mabuses Motive“ wird noch genauer auf die Filmfigur eingegangen. Darin kommen auch Sequenzen aus einem längeren Interview-Beitrag mit Fritz Lang zum Einsatz, der an anderer Stelle (aber nicht auf dieser Disc) in voller Länge vorliegt. Hinzu kommen noch 4 Texttafel-Beiträge mit Fotos, einigen Produktionsdaten, Biografien und dem DVD-Impressum.

Spione

Von der französischen Botschaft werden wichtige Dokumente gestohlen und auf den Handelsminister ein Attentat verübt. Kurz darauf wird ein Informant erschossen, als er gerade beim Geheimdienst seine Erkenntnisse zum Urheber der Verbrechen preisgeben will. Der Geheimdienst wird aktiv und schickt unter anderem seinen Agenten 326 (Willy Fritsch), der sich als Obdachloser tarnt, los, um weitere Informationen zu beschaffen. Der mysteriöse Gegenspieler ist Haghi (Rudolf Klein-Rogge), der ein Doppelleben als Bankdirektor führt. Dieser hat unter seinen Agenten Sonja Barranikowa (Gerda Maurus), mit der es 326 natürlich zu tun bekommt. Er schmeisst sich bald in etwas feineren Zwirn, um sie zu becircen. Doch sie hat den Auftrag von Haghi, geheime Dokumente zu beschaffen. Als Druckmittel benutzt Haghi den Mann, den Sonja liebt. Kurz darauf ist sie mit 326 im Zug unterwegs. Ihr Bahnwagen wird allerdings von Hintermännern abgehängt und als ein nachfolgender auffährt, kommt es zum Unglück.
Nachdem Fritz Lang mit Metropolis einen teuren, aber kommerziell nicht sonderlich erfolgreichen Film gemacht hatte, musste das nachfolgende Werk etwas günstiger und finanziell aussichtsreicher sein. Mit der finanziell angeschlagenen Ufa einigte man sich auf die Umsetzung eines eher handfesten Stoffes, nämlich „Spione“ (1928). Der Film verbindet die Sensations-Aspekte, die schon in Fritz Langs früheren Werken deutlich waren, mit einzelnen futuristischen Elementen. Zugleich unterscheidet er sich mit seinem für die damalige Zeit flotten Tempo von früheren Filmen von Fritz Lang. Was die Dramaturgie und den Plot angeht, ist vieles zu finden, was man auch Jahrzehnte später in den meisten vorzeigbaren Agentenfilmen findet, nämlich verfeindete Netzwerke, Sabotage, amouröse Verstrickungen und Verfolgungsjagden. Daher ist der Film so etwas wie ein Prototyp des Genres.
Auf der Hauptfilm-DVD ist die 144 Minuten lange, restaurierte Fassung zu sehen, deren Bearbeitung im Jahr 2004 beendet wurde. Dank der umfassenden Bearbeitung liegt das schwarz-weisse Bild im Format 4:3 in weitgehend guter Qualität vor. Gewisse Schwankungen muss man wohl darauf zurückführen, dass das Ausgangsmaterial nicht immer in bester Verfassung war. Die Musik, die zu hören ist, wurde für die vorliegende Fassung neu aufgenommen. Untertitel, mit denen die Texte in andere Sprachen hätten übersetzt werden können, fehlen leider.
Das Hintergrundmaterial befindet sich alles auf der Zusatz-DVD. Auf dieser bildet eine knapp 69 Minuten lange Hintergrunddokumentation (in deutscher Sprache ohne Untertitel) den prominentesten Programmpunkt. Darin gibt es unter anderem einen Einblick in die damalige Produktion und verschiedene Persönlichkeiten geben beispielsweise aus Sicht der Kamera oder dar Darsteller Auskunft. Auf die Restauration wird ebenfalls eingegangen. Schliesslich erfährt man auch noch ein paar Sachen über die damalige internationale Vermarktung. Das restliche Zusatzmaterial besteht aus einer knapp 4 Minuten langen Bildergalerie. Der Rest setzt sich zusammen aus Texttafeln: Biografien von Darstellern und Filmemachern. Produktionsdaten des Films und das DVD-Impressum.

Frau im Mond

Wolf Helius (Willy Fritsch) kommt als Ingenieur so einigermassen durch. Er kennt seit einiger Zeit den abgebrannten Professor Georg Manfeldt (Klaus Pohl), der grosse Visionen für die Menschheit hat, aber von der Fachwelt nicht ernstgenommen wird. Zu den engsten Bekannten von Wolf gehören Hans Windegger (Gustav von Wangenheim) und Friede Velten (Gerda Maurus). Eines Tages erhält Wolf ein Empfehlungsschreiben von Hans, doch dieses entpuppt sich als Fälschung. Ausserdem wird bei Wolf eingebrochen und die Baupläne für eine Mondrakete werden ihm gestohlen. Mit dieser Meldung lässt Wolf, was ihm nicht ganz ungelegen kommt, die Verlobungsfeier von Hans und Frieda platzen. Während Wolf noch auf Hans und Frieda wartet, kommt schon der Mann daher, der den Diebstahl begangen hat. Er nennt sich Turner (Fritz Rasp). Turner erklärt, dass er im Auftrag einer verdeckt operierenden Gruppe handelt, die den Mondflug durchführen will. Als Fahrzeug soll die „H. 32“ dienen, die Mondrakete, deren Bau Wolf schon fast abgeschlossen hat. Wolf bleibt keine Wahl, denn man droht ihm mit der Zerstörung seiner Rakete, wenn er sich weigern sollte. Wolf lässt sich auf die Erpressung ein und kann im Gegenzug auch den Professor, Hans und Frieda in die Operation einbeziehen. Turner drängt sich natürlich auch in die Mannschaft, wird aber nur geduldet. Ziel der Fahrt ist die Rückseite des Mondes, wo es nach der Vermutung von Turners Auftraggebern Sauerstoff geben soll. Ausserdem vermuten sie dort den eigentlichen Zweck der Reise, nämlich eine Goldader. Schliesslich gelingt der Flug zum Mond. Unterwegs kommt noch ein blinder Passagier zum Vorschein. Es ist der kleine Gustav (Gustl Stark-Gstettenbauer). Nachdem man festgestellt hat, wie man sich auf dem Mond bewegen kann, teilt man sich auf, indem die einen Forschungen betreiben und die anderen den Rückflug vorbereiten. Als dann tatsächlich eine Goldader zum Vorschein kommt, ändert das den Ablauf natürlich.
Mit „Frau im Mond“ (Ufa, 1929) hat Regisseur Fritz Lang einen Raumfahrtfilm geschaffen, der besonders im Hinblick auf den Raketenbau Spuren hinterliess. Unter den Leuten, die an der Rakete für den Film gearbeitet haben, waren auch solche, die Jahrzehnte später Ideen daraus für die Entwicklung von NASA-Raumfahrtprogrammen verwendet haben. Hinsichtlich der Eigenschaften des Mondes hingegen bewegt sich der Film klar eher im poetischen als im wissenschaftlichen Bereich, was aber auch an der damals noch eher bescheidenen Lage der Kenntnisse über die Verhältnisse auf den Erdtrabanten liegen dürfte. Trotzdem ist es erstaunlich, was der Film damals schon an wirkungsvollen Elementen für Science-Fiction zu bieten hatte. Definitiv ein empfehlenswerter Film, nicht nur für Freunde von Science-Fiction.
Beim Programm der Hauptfilm-DVD hat man sich einmal auf den Hauptfilm beschränkt. Dieser dauert 142 Minuten und ist natürlich eine restaurierte Fassung. Das schwarz-weisse Bild im Format 4:3 kann sich dem entsprechend sehen lassen. Dazu gibt es Pianomusik, die im Jahr 2003 neu eingespielt wurde.
Für das Zusatzmaterial gibt es einmal eine eigene Disc. Es ist leider nicht besonders üppig ausgefallen. Zunächst findet man auf der DVD eine 14 Minuten lange Dokumentation, die sich zunächst dem Raketenbauplan widmet, dann die filmische Mondfahrt von 1929 und die historische Fahrt von 1969 und schliesslich noch kurz einige Raketentests zeigt. Dazu gibt es eine gut 3 Minuten lange Bildergalerie. Der Rest besteht aus Texttafeln. Darin enthalten sind biografische Informationen zu Regisseur Fritz Lang, Autorin Thea von Harbou und einigen Darstellern, dann noch Produktionsdaten in Kurzform und das DVD-Impressum.

Der Prospekt, der der Edition beiliegt, enthält neben einigen Illustrationen aus den Filmen eine Aufstellung technischer Daten und einen überschaubaren Text als Würdigung zu jedem enthaltenen Film, dazu noch ein Impressum.

Insgesamt ist es eine ansprechende Edition zu diesen 3 Stummfilmen von Fritz Lang. Etwas Untertitelung zu den beiden späteren Filmen und vor allem ausführlicheres Zusatzmaterial zu „Frau im Mond“ wären noch angemessen gewesen. So reicht es noch für vier von fünf Treppenhäusern und einen sehr grossen, hitzebeständigen Wassertank.
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am 7. März 2016
In der Box sind die Filme "Dr. Mabuse, der Spieler - in zwei Teilen" , "Spione" und "Die Frau im Mond" enthalten.

An der ersten Dr. Mabuse-Verfilmung gefällt mir gut, dass auch ein wenig Zeitgeschehen in den Film eingebaut wird. Gemeint sind hier die Verhältnisse mancherorts in der Weimarer Republik. Auf der einen Seite teilweise entsetzliche Armut der Bevölkerung, auf der anderen Seite die rasante Entstehung eines neureichen Bürgertums. In den "Beilagen" zum Film erläutert Fritz Lang dann auch in einem Interview, dass zur Zeit der Entstehung des Films das Wort "Raffke" in Berlin aufkam - eine Bezeichnung für eben jene schnell und extrem reich gewordene kleine Bürgerschicht. Die Geschichte selbst ist für mein Empfinden nur mäßig interessant: Ein verbrecherisches "Genie" beinflusst die Menschen per Hypnose und Suggestionen, damit in dessen Sinne Handlungen vorgenommen werden, die letztlich in der Ausübung der Weltherrschaft durch Mabuse gipfeln sollen. Der selbsternannte Herrscher verkalkuliert sich jedoch, so dass ihm die Staatsanwaltschaft auf die Spur kommt...
Trotz allem ein dennoch sehenswerter Film, der an manchen Stellen aber etwas langatmig ist. Auch verstehe ich nicht ganz, warum der Film auf 4.5 Stunden Spielzeit angelegt wurde. Waren solch lange Filme in der damaligen Zeit gerade Mode, oder handelt es sich lediglich um eine Marotte des Regiseurs, bzw. der Drehbuchautorin?

Auch der Film "Spione" ist durchaus sehenswert. Mein Lieblingsfilm in dieser Box ist aber der Streifen "Frau im Mond". Hierzu haben auch schon andere Rezensenten recht treffende Ansichten geäußert. Darum möchte ich überflüssige Wiederholungen vermeiden und wünsche allen Interessierten viel Spaß mit den Filmen!
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am 22. Mai 2007
Nachdem bereits eine Fritz Lang Sonderedition mit seinen besten Tonfilmen ("M", "Das Testament des Dr. Mabus") und dem wohl bekanntesten Stummfilm (neben Nosferatu) "Metropolis" erschienen ist, ist hier nun die Fritz Lang Collection mit weiteren Stummfilmmeisterwerken. Neben den beiden Stummfilmen "Dr. Mabuse, der Spieler Teil 1 und 2" von 1922 (welche bereits auf DVD erschienen sind) sind hier auch die bisher in Deutschland unveröffentlichten Klassiker "Spione" von 1928 und "Frau im Mond" von 1929 enhalten. Die Filme sind restauriert und mit neuer Musik versehen. Außerdem enthält die Collection sehr viel Bonusmaterial zu jedem der vier Filmen.

Zu "Dr. Mabuse, der Spieler Teil 1 und 2"
Dr. Mabuse ist der Prototyp des Bösen im Menschen. Durch Hypnose verschafft er sich Geld und Macht. Er macht so andere Menschen willig und schafft andere wiederum mittels seiner geistigen Fähigkeiten aus dem Weg. Doch bei all seiner Überlegenheit, ist er selbst nicht vor Übermut geschützt und so kommt ihm allmählich die Staatsanwaltschafft auf die Spur. Er selbst wird nachlässig und verfängt sich in seinem Netz immer mehr. Am Ende verliert er den Verstand.

Der Stummfilm ist in zwei Teile gegliedert. Es heißt nicht umsonst im Untertitel "Ein Bild der Zeit". Der Film liefert ein wunderbar überzogenes Bild der Menschen der Weimarer Republik. Er hat zwar eine Gesamtlänge von fast vier Stunden, verliert aber nie an Spannung und ist daher sehenswerter als manch Hitchcockfilme aus dieser Zeit.

Zu "Spione"

Ein ähnlicher Plot wie bei Mabuse, doch noch viel abstrakter. Der Chef eines Bankhauses führt ein Doppelleben, da er zugleich Chef eines internationalen Spionageringes ist.

Während "Mabuse" noch ein sehr deutscher Film ist, zielt es "Spione" auf den internationalen Filmmarkt ab. Auch hier ist das Drehbuch von Fritz Langs Ehefrau Thea von Harbou. Der zwar immer etwas "schwülst" nachgesagt wird, aber in Langs Regiearbeit ergänzen sich beide und erschaffen Meisterwerke, wie sie später, als sie getrennte Wege gehen, nicht mehr erreichen.

Zu "Frau im Mond"
Ist der erste wissenschaftlich beleuchtete Film über die Raumfahrt. Sechsen Menschen, fünf Männer und eine Frau, brechen zum ersten Flug zum Mond auf. Natürlich kommt es zu den üblichen Verwicklungen unter den Geschlechtern. Jeder fliegt aus einem anderen Grund mit. Am Ende entschließt sich die Frau, aufgrund eines Unfalls - es können nicht mehr alle zurück zur Erde - mit auf dem Mond zu bleiben.

Langs letzter Stummfilm. Er ist im Gegensatz zu "Metropolis" ein kommerzieller Erfolg, auch in den USA, obwohl hier kaum noch Stummfilme laufen. Im Übrigen hat Lang den Countdown erfunden.

Alles im Allem eine wunderbare Box. Jetzt müssen wir nur noch auf "Die Nibelungen", "Der müde Tod", "Spinnen" usw. warten.
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am 25. Februar 2016
Man muss natürlich Fan sein, solch alter SchwarzWeiß und Stummfilme. Aber jeder einzelne ist eine sehr interessante Studie der damaligen FilmKUNST Vorstellungen. Allein der Film "Frau im Mond" ist eine Wucht!!!! Auch die hochwertige Qualität (restauriert?) macht ihn zu einer Augenweide - für Liebhaber unbedingt zu empfehlen👍👍👍
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am 18. Februar 2017
Fritz Lang war ein Kinovisionär und das wird in dieser top zusammengestellten Box wieder deutlich. Erstaunlich ist die gute Bildqualität, die hier geboten wird. Neben den Filmen ist auch das Bonusmaterial informativ gelungen. Eine Box für schwarz-weiße Wochenenden!
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am 16. August 2016
Gute Filmsammlung. Qualitativ schöne Produktgestaltung und Filmqualität. Aber warum bietet man nicht eine größere Sammlung mit einem Querschnitt seiner Werke an?
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am 17. Oktober 2011
Für Filmliebhaber ist Fritz Lang ein absolutes Muss in der Sammlung. Seine Filme sind aussagekräftig und immergültig. Die Technik für die damalige Zeit ist einmalig.
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