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Fornika ist ein geniales Album! Meiner Meinung nach, wie "damals", zu anno Pfeifendeckel, das Lauschgift. Natürlich wächst eine Band, aber glücklicherweise wird immer noch Neues erdacht, am Sound gefeilt, etwas Neues ins Bewusstsein gebracht, womit man sich auseinandersetzen MUSS. Musik hören ist eine Aktion, was sich m.E. definitv nicht mehr in der heutigen Mainstreamkultur findet und kein betont passives (un'da gönne Se sich uff de Kopp stelle, aber immer noch aktives) Interesse. Wie sagte Bob Marley einst: "Listening to music, is like listening to the news." So ist es auch mit Fornika. Es gibt immer noch Lieder, die bewegen, die Emotionen schaffen, die mich so berühren, dass ich heftig schlucken muss, die zum Denken anregen. Was ist denn mehr oder weniger von Musik und Lyrik zu erwarten? Jedes dieser Lieder ist wie eine Nachricht, die man mit Emotionen wahrnimmt: mit Genugtuung Brachiales zu sehen, mit dem Grinsen Witziges hören, mit Trauer Dinge erkennen müssen, im Wissen, dass dies lediglich Botschaften sind hinter denen noch viel mehr steht als was das Ohr im ersten Blick zu hören vermag: Nachrichten, die noch bewegen, Nachrichten die nicht in ihrer primitiver Art direkt zu durchschauen sind. Ja, wie arrogant man doch ist, wie arrogant diese Musik, da man hier von Intellekt spricht. 5 Punkte für ein Meisterwerk in musikalischer Machart, sprachlicher Komposition, wesentlichen Aussagen, persönlicher Offenbarung und Spaß an der Kunst... hier sind vier Künstler, die es geschafft haben, Kunst so zu verpacken als sei sie nur für mich geschrieben. Das ist es, was mich an Fornika begeistert und meine persönliche Rezension ausmacht. Danke, ihr 4!
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am 16. April 2007
Die Fantastischen Vier sind wieder da mit einem neuen Studio-Album. Dreizehn Stücke unterschiedlichster Prägung, doch eines ist klar: es sind unverkennbar Die Fantastischen Vier und dennoch haben sie sich musikalisch weiterentwickelt. Weniger Hip Hop, mehr Pop, aber kein Einheitsbrei, mehr Gefühl und Melodie aber kein Weichspüler. Hart und aggressiv, geheimnisvoll und mysteriös, Wortwitz und perfekter Ausdruck mischen sich zu einem perfekten sowie wirklich neuen Album.

Mit Gastbeiträgen von Herbert Grönemeyer (im Refrain vom dritten Lied auf der LP "Einfach Sein"), der Münchner Freiheit (im Refrain vom zweiten Lied, welches auch als erstes als Single ausgekoppelt wurde "Ernten was wir säen" und Max Herre (im Refrain des letzten Liedes "Was bleibt").

Die CD ist in einem gewohnt hochwertigen und kreativen Case erschienen und ist begleitet von einem Booklet mit Texten sowie einer Filmplakaten ähnlicher Grafik - sehr schön!

Und ein weiteres Highlight: kauft man die CD in der Digipack Version liegt auch noch eine DVD bei, auf der die Entstehung der Fornika filmisch begleitet wird, für Fans echt cool. Und dazu das spacige Video zu "Ernten was wir säen".

Sehr zu empfehlen, ein absoluter must buy!
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am 19. Juni 2007
Wir haben auf dem Schulhof "Die da" nachgerappt, wir haben zu "Tag am Meer" mit Mädels gechillt und... naja, ihr wisst schon... Wir haben mit dem "Krieger" meditiert und zu uns gefunden, zu "Populär" unsere Wut rausgelassen, mit "Sie ist weg" unserer Ex nachgeweint, "Buenos Dias Messias" auswendig gelernt, weil es einfach nur geil war.

Und jetzt... Jetzt ist die Fornika da (Troy lasse ich auch Pietätsgründen mal aus dem (trauer)Spiel).

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin mit den Fantas groß geworden. Und so wie ich gewachsen bin, ist auch die Band reifer geworden. Das merkt man am Sound, an den Texten, den Themen, der Art, wie sie ihre Message anpacken. Und dafür liebe ich die Jungs. Über jeden Track auf Fornika könnte ich eine A4-Seite schreiben. Sei es die tiefgründige Art, die hinter diesen genialen Texten steckt, sei es die Genialität der Wortspielereien, des Wortschatzes usw. Ich habe seit Jahren kein Album so intensiv gehört wie die neue Fanta-Scheibe, die Songs geradezu aufgesaugt.

Alt geworden? Zu elektronisch geworden? Zu verspielt? Schön ist doch gerade, dass man den Prozess, den vier Musiker machen, so hautnah mitverfolgen und erleben kann. Ich will die alten Hits nicht missen, bin aber regelrecht stolz auf die Jungs, dass es einen Schub nach vorne gab. "Ernten was wir säen" - ob Song oder Video, Wahnsinn! Der Sinn von "Einfach sein" bestätigt sich jeden Tag, wurde selten so "ohrwürmisch" vertont, "Mehr nehmen" oder der sensationelle Refrain von Max Herre in "Was bleibt" (fast schon zu kitschig, aber verdammt authentisch). Textstellen wie "Sofort. Vollgas. Volle Dosis. Du kannst schlafen, wenn du tot bist." oder "Ist alles, alles nur Show. Nur Phallus Phallussymbol. Alles nur Lug und Lug und Trug und Trug und alle sind so" machen "Fornika" erneut zu etwas Besonderem. Hier sitzt alles an seinem Platz und live werden die Songs wohl noch eine Stufe besser sein. Nach Troy war ich echt verunsichert, was die Jungs nun vorhaben, jetzt weiß ich es.

Sie sind noch besser geworden!
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am 24. Juli 2007
"Fornika" ist gut. Nicht ganz so überragend wie der bandeigene All-time-Klassiker "Lauschgift", nicht ganz so euphorisierend wie der rundum geniale Vorgänger "Viel", aber auch weit weg vom kreativen Tiefpunkt "4:99". Da Fantas bauen erneut auf ihre Stärken, und das sind: eine nach wie vor ungemein ansteckende Spielfreude, ein Wortwitz, der hierzulande seinesgleichen sucht und nur selten findet, sowie eine fluffige Produktion, die so viel mehr bietet als jeder andere HipHop-Standard in diesem Land. Eben nicht nur Rap, sondern wirklich "Hip Hop Musik". Nachdem beim Vorgänger der stille Vierte, And.Y, nicht alle Produktionsfäden in der Hand hatte, legt er sich umso mehr ins Zeug und liefert wohl seine bislang beste Leistung ab. Da darf er sogar ein Instrumental namens "Mission Ypsilon" abliefern. Mission erfüllt, das groovt wie nicht Gutes. Aber auch schon der ausgefuchste Opener "Mehr Nehmen" offeriert eine clevere Melodieschichtung, während die Party-Bouncer "Yeah Yeah Yeah" und "Nicki war nie weg" unbarmherzig den Körper in Bewegung versetzen. Auf der anderen Seite stehen aber auch sehr viele nachdenkliche Töne. Man kann nicht nur beim Cover von der düstersten Fanta4-Scheibe ever sprechen. Smudo befasst sich mehrfach mit dem Älterwerden und dem Platz in der Gesellschaft ("Du mich auch"), die Wortneuschöpfung "Fornika" bezeichnet ein beklemmendes Angstgefühl, und mit "Flüchtig" schickt Thomas D. seiner Krieger-Trilogie einen sehr pessimistischen Epilog hinterher. Ein Album, das auf Nummer sicher gehen will, klänge definitiv anders.
So liefern die vier (Exil-)Schwaben einmal mehr überragend hohe Qualität ab. Ein Album, das man sich eher erst erarbeiten muss, das dich dann aber mit voller Aufrichtigkeit belohnt. Ratlos hinterlassen einen nur die Gaststar-Songs. Mit "Was bleibt", auf dem Freundeskreis' Max Herre säuseln darf, erfinden die Fantas das Genre Sprechgesang-Schmonzette. Fast ein wenig zu gewagt soft. Und warum Grönemeyer mit seiner un-er-träg-lich-en Stimme den eigentlich tollen Song "Einfach sein" kaputt machen musste, das will mir bis heute nicht eigehen. Zum vollen Albumgenuss suche ich jetzt eine Liveversion von dem Song, die ich dann an der entsprechenden Stelle auf meiner persönlichen CD-R-Version des Albums einfügen kann.
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am 13. April 2007
wie die meisten anderen hier, bin auch ich ein Fantafan "erster Stunde".
Eins vorweg: mir gefällt die neue Richtung in die sich die Fantas bewegen.
Das Vorgängeralbum Viel war -meiner Meinung nach- bis jetzt das schlechteste der Fantas. Fornika hingegen hat mich absolut überzeugt. Ich verstehe auch nicht wieso die beiden Alben in eine Kiste geworfen werden. Natürlich sind einige Stilelemente von Viel übernommen worden, allerdings sind auch einige Elemente der anderen Alben wie 4:99 und Co. mit dabei. Klar die 4 sind Älter geworden und die Musik klingt etwas anders. ABER! man merkt immer noch, dass es die 4 sind. Ich habe das Gefühl, dass sie dieses mal richtig Spaß bei den Stücken hatten und genau das greift auch auf den Hörer (mich) über. Natürlich sind nicht alle Stücke Klasse, aber bis auf 2 Ausnahmen (das langweilige Was Bleibt und das echt schlechte Du und Sie und Wir) kann man alle Stücke anhören. Meine Highlights auf der Platte sind: Einfach sein, mehr nehmen, yeah yeah yeah und ichisichisichisich. Da die Meinungen allerdings weit auseinander gehen, empfehle ich euch einfach die CD "an"zuhören.
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am 5. Mai 2007
Ich kenne die Fantas seit 15 Jahren. Innerhalb dieser Zeit ist es Ihnen zweimal gelungen, meinen Lebensnerv zu treffen: Erst mit "Lauschgift" und jetzt ziemlich überraschenderweise wieder mit "Fornika". Den 4 gelingt das Kunststück gleichzeitig über sich und über ihr Publikum zu schreiben. Ich frage mich, schauen die abends bei mir ins Fenster?

Vielleicht liegt das daran, dass sich aus den Fantas vier prototypische deutsche Persönlichkeiten entwickelt haben, die weite Teile meiner Generation abdecken: Michi Beck, der Lifestylesurfer, Thomas Dürr, der vegane Esoteriker, Andi Rieke, das stille Arbeitstier und Smudo? der ist am schwersten... vielleicht ein zeitgenössischer uomo universale aus hedonistischem Entertainer und Gegenwartsphilosoph.

Auf Fornika ist die Verbissenheit und das Provozieren der frühen Alben einer selbstdistanzierten Abgeklärtheit, einem weitreichenden Überblick und Verständnis über sich in ihrem Umfeld gewichen. Die Fantas wollen nicht mehr die Grössten sein und alles verändern, sie sind einfach da, wissen was sie sind und wo sie stehen und erzählen darüber. Ohne politische Agenda und ohne grosse Worte. In der Literatur gelingt das nur den wirklich grossen Schriftstellern wie vielleicht Cervantes.
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am 6. Juni 2007
...also ich kann mich den letzteren kommentaren nur anschließen. die neue scheibe von diese netten 4 herren ist einfach nur der hammer. klar, beim durchlauf Nr. 1 & 2 ist mann vielleicht 'n bisl entäuscht, dafür kommt sie danach umso gewaltiger. ich bin auch ein fanta fan vom alten schlag und finde die "alten" knaller einfach nur unerreichbar. aber zu sehen, wie sich die jungs bei den letzten 2 scheiben weiterentwickelt haben, boahhhh. hatte auch das glück sie auf ihrer clubtour live zu genießen, mit den klassikern und dem neuen material gemischt, kann ich nur sagen, die 4 haben einfach nur lust auf feiern und machen party. eines des besten events seit jahren. also, die wahren fans, die ja auch irgendwo, irgendwann älter werden, werden den weg weiter mitgehen, feiern und immer TROY bleiben. denn die FANTAs werden meiner meinung nicht älter, sondern immer besser. die jungs sind mit weitem Abstand die "geilsten"!
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am 7. April 2007
Das ist das beste deutsche Album seit langem.

Ich hatte bisher nur ein Album der Vier - "Vier gewinnt".

Fornika ist musikalisch perfekt und im Vergleich zu vorherigen Titel auf jeden Fall eine Weiterentwicklung.

Vom Text her ist für Jeden etwas dabei! Gefühle oder Gedanken die Jeder mal hat, werden von den Fantastischen Vier schamlos ausgesprochen.

Die DVD ist ein nettes Extra - für Fans ein Muss!

Zu meiner Bewertung lässt sich noch sagen, dass ich sonst nicht viel Hip Hop höhre.

100%ige Kaufempfelung meinerseits!
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am 26. Mai 2007
Ich muss zugeben, zuerst weigerte ich mich diese CD zu kaufen...

Die Kritiken überzeugten mich nicht wirklich. Nach einem weiteren Probehören wurde sie dann doch von mir spontan gekauft und ich bin angenehm überrascht. Natürlich ist sie massentauglich, natürlich ist sie nicht ganz neu, natürlich soll sie Profit bringen - ABER es hört sich gut an. Die Texte überraschen positiv und auch die musikalischen Einzelelemente und Spielereien sind das was man will. Und seien wir doch mal ganz ehrlich, wenn sie "mal ganz was anderes" wäre, dann wäre es eben nicht mehr Fanta 4 - Altvertrautes schafft Sicherheit und Freude, ausserdem ist genug Neues dabei, damit es nicht langweilig wird. Also, wirklich zu empfehlen.
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am 4. April 2007
Vielleicht lag es nur daran, dass die Vier so lange nichts veröffentlicht hatten und eingerostet waren, dass "Viel" ein so schlechtes Album war. Mit entsprechend großer Sorge nahm ich zur Kenntnis, dass die Vier mit "Fornika" 2007 einen neuen Longplayer an den Start bringen wollten. Die Vorab-Single "Ernten was wir säen" klang gut und verheissungsvoll, doch das war auch bei "Troy" so gewesen - und dann kam leider nicht mehr viel nach.

Doch jetzt liegt "Fornika" endlich vor und alle Fans dürfen tief durchatmen und erleichtert sein: "Fornika" bringt uns die Fantastischen Vier in alter Frische mit ausgefeilten Texten, aufwendig und anspruchsvoll arrangierten Instrumentals mit jeder Menge 80s Synthi-Sounds, und reihenweise packende Grooves, von denen sich mancher US-Rapper und so ziemlich jeder deutsche Rapper mehr als nur eine Scheibe abschneiden kann. Was will man mehr?

Höhepunkte des Albums: Der Opener "Mehr nehmen", die Vorab-Single "Ernten was wir säen" mit der Münchner Freiheit, "Einfach sein" mit Herbert Grönemeyer, die Ode an den Nikki-Pulli "Nikki war nie weg" (randvoll mit Songzitaten von z.B. "Rock Me Amadeus" oder "Ich will Spaß"), die Erklärung der "Fornika", "Du mich auch" hingegen ist nicht so der Bringer, dafür liefert And.Y anschließend mit "Mission Ypsilon" ein bombastisches Instrumentalmonster ab, bevor Smudo mit "Ichisichisichisch" ein weiteres eingängiges Solo mit jeder Menge 80s-Pop-Flair abliefert, mit "Einsam und zurückgezogen" kommt dann das zweite And.Y-Solo, diesmal mit Vocal-Samples und recht düster und damit die Überleitung zu "Flüchtig" mit Thomas D., welches sowas wie die Depri-Nummer des Albums ist - mit "Blade Runner"-Synthi und 80er-Beat. In "Du und sie und wir" feiern die Fantas sich dann mal ein wenig selber und verpacken das in eine Mann-Frau-Liebesgeschichte. Grande Finale: "Was bleibt" mit Snare-Wirbel und pompöser Bass-Drum als Rhythmuslinie, gefolgt von akkustischer Gitarre und für eine letzte Nummer passendem Abschiedstext. Besser könnte das Album nicht aufhören!

Fazit: Bis auf einen Song weiss "Fornika" wirklich durchweg zu überzeugen und zeigt, dass die Vier auch 2007 noch wissen, wie man hochwertige Sprechmusik macht, auch wenn "Fornika" eigentlich kein HipHop-, sondern ein Popalbum mit jeder Menge 80s-Retro-Sounds ist. Großartig ist es trotzdem!
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