Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
19
4,3 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:5,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 1. Oktober 2015
Anfang der Achtziger hatten Songwriter/Keyboarder/Sänger/Konzeptionist Eric Woolfson, Produzent/Programmierer Alan Parsons und ihr "Project" (Gitarrist Ian Bairnson, Bassist/Sänger David Paton, Drummer Stuart Elliott sowie die Sänger Lenny Zakatek, Chris Rainbow und Colin Blunstone) den Dreh raus. Mit "The Turn of a Friendly Card" und "Eye in the Sky" legten sie zwei Alben vor, die auf perfekte Weise anspruchsvolle, progressive Ideen mit radiokompatiblen Melodien verbanden. "Eye" war dabei das glattere, leichter konsumierbare Album, wenn auch noch mit Haken und Ösen (die verschachtelten Orchester-Arrangements von "Silence and I" oder der unheimliche Mittelteil von "Psychobabble"). Das Project war in den Achtzigern angekommen, und mit dem Titelsong hatten sie ihren größten Singlehit bis dahin gelandet. Wer konnte es ihnen verdenken, dass "Ammonia Avenue" genau diese Tendenz weiter forcieren würde?

Gleich der Anfang kommt einem schon bekannt vor. Etwa eine Minute ominöses Geplänkel, bevor dann ein Midtempo-Song mit E-Piano, gezupften akustischen Gitarren und einem stetigen "Puls" anfängt. Klingt vertraut? Trotz der Ähnlichkeiten zu "Eye in the Sky" hat "Prime Time" allerdings genügend Eigenständigkeit, um nicht wie eine bloße Wiederholung des Erfolgsrezepts zu klingen. Gerade die Hinleitung zum Refrain ("something in the air…") und das Gitarrensolo sind toll. Noch erfolgreicher wurde "Don't Answer Me", melodisch schon fast ein Schlager, arrangiert und produziert im Stil von Phil Spector und mit Mel Collins' Saxofonsolo veredelt. Der dritte unangreifbare Song ist der abschließende Titeltrack, eine große, bombastische Ballade mit abgehackten Gitarrenrhythmen in der Mitte. Wahrscheinlich der letzte APP-Song im alten Stil und ein würdiger Nachfolger für "Silence and I".
Neben diesen drei Klassikern enthält NH3 Ave weitere ordentliche bis gute Songs. Die Betonung liegt auf Songs, denn das angebliche Konzept (Missverständnisse zwischen Wissenschaft und breiter Masse) ist eine Mogelpackung (wenn überhaupt, scheinen sich einige Songs um missglückte Kommunikation zu drehen) und anders als auf dem ebenfalls losen "Eye" gibt es hier keinen einzigen Übergang, sodass nur das Sequencing noch einen Flow erzeugen kann. Beim ersten Hören mag der deutlich sterilere und viel von programmierten Parts geprägte Sound negativ auffallen, aber Songs wie das recht rockige "Let Me Go Home", das locker-flockige "Dancing on a Highwire" (das "Step by Step" dieses Albums) oder das zumindest teilweise interessante "One Good Reason" entfalten den typischen APP-Charme. Auf der anderen Seite stehen allerdings auch einige schwächere Nummern: "You Don't Believe" klingt wie ein typisches Parsons-Instrumental, über das recht lieblos eine langweilige und eintönige Gesangsmelodie gelegt wurde (im Bonusteil findet sich eine Instrumentalversion, die mir besser gefällt). Das einzige echte Instrumental "Pipeline" fängt an wie ein Abklatsch von "Mammagamma" (komplett mit langsamen Streicherparts!), erst das Saxofon bringt eine neue Facette ein, bevor dann endlich auch wieder die ansonsten leider abwesenden Hörner - eines DER Markenzeichen des Projects! - auftauchen. Und die Trennungsschmerz-Ballade "Since the Last Goodbye" hat zwar interessante Akkordsequenzen, überschreitet aber leider die Grenze zum Kitsch ziemlich deutlich.

Unterm Strich steht ein Album, das mit dem Niveau von "Eye in the Sky" nicht mithalten kann, aber insgesamt meiner Meinung nach unterbewertet ist. Wenn man kein Problem damit hat, dass sich Parsons und Woolfson hier auf ihre poppige Seite konzentrieren, dann sollte man mal reinhören. Ich kann beim Remastering keine Vergleiche mit Original-CD ziehen, dieses Remaster hat aber immer noch jede Menge Dynamik und klingt erstaunlich luftig und offen, mit ausgeprägten Höhen, aber nicht aufdringlich oder schrill. Gerade "Don't Answer Me" klingt verglichen mit der Version, die ich aus dem Radio kenne, deutlich räumlicher und weniger mittig-dumpf. Wenn das ein Indikator für den Sound der Original-CD ist, dann würde ich von einer deutlichen Klangverbesserung sprechen.

Der Bonusteil ist wie immer ein Einblick in den Aufnahmeprozess mit Demos, frühen Mixen, Guide Vocals und isolierten Overdubs. Die oben bereits angesprochene Instrumentalfassung von "You Don't Believe" mit Shadows-artiger Leadgitarre ist wohl das interessanteste Stück darunter. Das Booklet enthält, wie bei allen CDs der 2007er Remaster-Serie (außer "Tales") nur Liner Notes, Credits zu jedem Song und Abbildungen von Singles, Zeitungsartikeln usw., d.h. keine Songtexte. Diese kann man allerdings auf der vorbildlich gestalteten Website des Projects (the-alan-parsons-project.com) herunterladen.
2020 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2012
Reissues haben offensichtlich Saison. Nach Pink Floyd finden sich nun auch viele Alben von Altmeister Alan Parsons in den Regalen der Plattenladen – glücklicherweise auch als hochwertige 180-Gramm Vinyl-Pressungen. Dass Parsons zu den anerkanntesten Tonmeistern zählt, dürfte sich herumgesprochen haben – er arbeitete für die Beatles, Pink Floyd und viele andere Künstler. Aber auch er selbst ist bis in die 90er Jahre sehr umtriebig, komponierte Meisterwerke wie „I Robot“ oder „Tales of Mystery and Imagination“.
Mit „Ammonia Avenue“ näherte sich Parsons deutlich dem Mainstream der 80er an – aber eben nur an. Schaffte es „Don't answer me“ in die Spitzen der internationalen Charts, sind die wahren Highlights des Albums das rockig dynamische „You don't believe“ , das erdige Instrumentalwerk „Pipeline“ und das melancholische Titelthema „Ammonia Avenue“ mit Eric Woolfson als Interpret. Sie offenbaren Elemente früherer Alben, die elegante Kombination moderner mit klassischen Instrumenten, wirken jedoch weniger düster und mythisch. Im Vergleich zur Disc aus 84 strahlt die aktuelle LP in völlig neuem Glanz. Schlagzeug, Hi-Hats, alles ist wie von einem Nebel befreit, klingt straffer und klarer. Die Überarbeitung kommt dynamischer, aufgeräumter und zugleich freier ohne dass je das Gefühl aufkommt, der Meister hätte in irgendeinem Bereich übertrieben. Ein Tuning, das dem Meister würdig ist. Auch Woolfson und die anderen Interpreten fühlen sich sichtlich wohl, tönen ausgewogen und farbig wie ehedem, haben aber nun einen nachvollziehbar größeren Raum um sich zu entfalten.
Gewiss hat Parsons größere Werke geschaffen, doch kann man „Ammonia Avenue“ als das letzte Album seiner kreativsten Phase bezeichnen: inhaltlich weit über dem Durchschnitt, klanglich nun, insbesondere als Vinyl ganz ausgezeichnet. knut isberner
11 Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. August 2007
Ammonia Avenue
(1984)

Mit dem 1984er Album "Ammonia Avenue" verabschiedete sich das Alan Parsons Project weitgehend von den orchestralen Klängen vergangener Zeiten. Einen thematischen roten Faden gibt es hier wie schon bei "Eye in the sky" ebenfalls nicht. Man widmete sich nun mehr und mehr radiotauglichen Songs und gefälligen Popmelodien. Allerdings ist der Klang nun auch schon etwas steriler geworden. Anstelle eines lebendigereren Orchestersounds herrschen stellenweise schon elektrische Perkussion und doch eher spärlich arrangierte Lieder vor, wofür das Lied "One good reason" ein Beispiel ist.

"Ammonia Avenue" bietet ansonsten mit dem sehr eingängigen "Don't answer me" einen von Eric Woolfson selbst interpretierten erfolgreichen Singlehit, mit "Since the last goodbye" eine ausgezeichnete Ballade, die von Chris Rainbow gesungen wird und mit dem grandiosen Titelstück ein Hauch Alan Parsons Project der vergangenen Tage. Es läßt das Album mit der für APP typischen Wehmut und dem nötigen orchestralen Bombast ausklingen und gehört mit zu den besten Werken, die das Alan Parsons Project überhaupt aufgenommen hat - was es zum echten Klassiker werden läßt.

Daneben gibt es gut anzuhörende Popsongs wie "Dancing on a highwire", bei dem Colin Blunstone mal wieder zum Zug kommt, das thematisch interessante "You don't believe" über unsere Alter Egos im Spiegelbild mit Lenny Zakatek, der beim rockigen "Let me go home" erneut ans Mikro tritt und natürlich das obligatorische Instrumental "Pipeline" das entspannt daherkommt und sich nahtlos in die Reihe anderer APP-Instrumentals einreiht.

Letztlich ist "Ammonia Avenue" ein gutes bis sehr gutes Popalbum geworden, das deutlich den Zeitgeist der 80er Jahre widerspiegelt. Schade ist es um die orchestrale Seite beim Alan Parsons Project, die hier deutlich zurückgefahren wurde, dafür aber zumindest beim Titelstück nochmals herrlich zum Zuge kommt.

Wer sich an eingängiger Popmusik mit gelegentlichen progressiven Anleihen nicht stört kommt auch mit diesem Album voll auf seine Kosten. Allen anderen wird die Musik wahrscheinlich zu seicht sein. Auf jeden Fall aber haben Eric Woolfson und Alan Parsons mal wieder eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert. "Ammonia Avenue" sollte keinem Fan fehlen.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 19. Juni 2004
Spätestens mit diesem Album setzt die grosse Ideenlosigkeit beim legendären Project ein. Bot schon der Vorgänger wenig Überraschendes, lässt hier auch die Qualität der Kompositionen nach. Natürlich ist das alles sauber eingespielt und perfekt durcharrangiert, das ist für Parsons Ehrensache - doch der Knoten mag nicht platzen, die meisten Songs sind einfach zu uninspiriert. Als nette Hintergrundmusik, auf Zimmerlautstärke gedämpft, eignet sich die "Avenue" gut zum Lernen oder Arbeiten, doch von einem Parsons-Album sollte man mehr erwarten dürfen. Und somit stellt sich die Frage, für wen dieses Werk überhaupt interessant sein könnte: wer sich neu mit dem Alan Parsons Project beschäftigt, dem seien frühere Alben ans Herz gelegt, und wer diese schon hat, kann "Ammonia Avenue" getrost auslassen
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 16. Oktober 2014
Als 1984 das 7.Album des Alan Parsons Project erschien,hatten sich Alan Parsons und Eric Woolfson längst von dem progressiveren Stil der ersten drei Alben entfernt,was aber auch hier wieder der überaus hohen Qualität der Musik keinen Abbruch tut.
Ursprünglich sollte "Ammonia Avenue" als Doppelalbum erscheinen und das Material des Folge-Albums "Vulture Culture" enthalten.
Sämtliche Project-Alben bearbeiten textlich irgendein übergeordnetes Thema;hier sind es Mißverständnisse zwischen der Öffentlichkeit und der Industrie;Mißtrauen und Ängste der Menschen und mangelndes Verständnis dafür auf der anderen Seite.
Eric Woolfson wurde dazu inspiriert durch einen Besuch in einem Industriegebiet,wo er bei der Ankunft nichts Lebendiges sah,nur Metallrohre und Künstliches.
Das Thema spielt hier aber eine nicht so große Rolle,wie auf manchen anderen Alben,und ich denke,man hatte da schon bessere Themen gewählt....
Für mich wurde die Klasse der ersten drei Alben auf den folgenden nie mehr erreicht,aber das ernsthaft zu kritisieren,wäre wohl überzogen,da die ersten drei geradezu atemberaubend gut sind und Alben,wie eben "Ammonia Avenue" trotz größerer Kommerzialität,Eingängigkeit und weniger "Magie" in der Musik dennoch äußerst gelungen sind.
So war AA auch kommerziell sehr erfolgreich,was durch den Erfolg der Single-Auskopplung "Don`t Answer Me" noch forciert wurde.
Mit ua David Paton Lenny Zakatek,Stuart Elliott,Mel Collins,Colin Blunstone Chris Rainbow und natürlich wieder Ian Bairnson umgaben sich Parsons und Woolfson wie immer mit hochkarätigen Musikern,auf die man aus gutem Grund immer wieder gerne zurückgriff bzw auch schon mal zurückgegriffen hatte.
Daß die gesamte Produktion auf höchstem Niveau ablief,ist bei Alan Parsons eine Selbstverständlichkeit,dementsprechend gibt es an der Klangqualität wie immer nichts zu bemängeln;im Gegenteil.
Wunderschöne Melodien,perfekter Pop-Rock mit Seele in höchster Perfektion eingespielt...
für mich ist es ein großartiges,einnehmendes Wohlfühl-Album geworden,das ich keinesfalls missen möchte.
Die Schallplatte klang schon damals überaus gut,die erste CD-Serie war auch nicht schlecht.
2008 gab es dann ein Remaster,Dave Donnelly und Alan Parsons persönlich haben es erarbeitet.
Die Meinungen darüber gehen auseinander,der 2008er Remaster klingt deutlich transparenter,als die alte CD,leider wurde die Dynamik aber leicht reduziert und deutlich höher ausgesteuert.Das Bonusmaterial beschränkt sich auf Demos,Rough-Mixe uä.
In der "Complete.."-Box von 2014 ist das Album auch enthalten,angeblich neu remastered.
Ich besitze sie nicht,habe in englischsprachigen Foren jedoch gelesen,daß auf der Box der Hinweis"remastered 2013" zu finden sei.
Dies wird aber von manchem massiv angezweifelt;auch die Dynamikwerte sind lt Database bei den jeweiligen Alben immer identisch...
Wie auch immer...
ich genieße den phantastischen Klang meiner uralten Schallplatte und halte die CDs auch für ganz OK.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2008
Mit NH3 Ave. (Ammonia Avenue) veröffentlichten Alan Parsons und Eric Woolfson im Jahr 1984 ein Album, das die Fans damals in zwei Lager spaltete. Die eine Fraktion hielt das Album für die logische Fortsetzung des kommerziell vielleicht erfolgreichsten Project-Albums Eye In The Sky. Für die andere Fraktion hatte das Project hiermit seinen Zenit überschritten. Ich glaube, die Wahrheit liegt dazwischen. Das Album enthält in der Tat ein paar mittelmäßige Songs. Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht ist die im Vergleich zur frühen Schaffenszeit fehlende Faszination auch auf die spärliche Verwendung orchestraler Elemente (Bläser und Streicher) zurückzuführen. Gleichwohl kann man an verschiedenen Songs wie beispielsweise Don't Answer Me (einer DER APP-Songs schlechthin und kommerziell extrem erfolgreich), Pipeline (Instrumental-Kracher und Hintergrundmelodie einiger TV-Sendungen), Prime Time ("Eye In The Sky Part 2"!!!) oder You Don't Belive nicht vorbeikommen. Alan und Eric schaffen auch mit Ammonia Avenue wieder einen opulent in Szene gesetzten Mikrokosmos aus Sinfonik, Elektronik und Rock. Auf dem Album als Gastmusiker vertreten sind wieder die "üblichen Verdächtigen": die Ex-"Pilot" Ian Bairnson und David Paton sowie die Sänger Chris Rainbow und Colin Blunstone (arbeitete auch mit Mike Batt zusammen).

Das Ergebnis des vorliegenden Remasters ist -wie man es von Alan gewohnt ist- als hervorragend zu bezeichnen. Das Klangbild besticht durch eine Klarheit und Reinheit ebenso wie durch ausgeprägte Basstöne. Das Booklet ist schön aufgemacht und beinhaltet einige interessante Informationen über das Project und sonstige Memorabilia. Dass wie bei den anderen Wiederveröffentlichungen auf die Songtexte verzichtet wurde, mag den einen oder anderen stören. Ich empfehle an dieser Stelle die im Booklet genannte offizielle Homepage, auf der neben weiteren Informationen rund um das Project auch alle Songtexte abgedruckt sind. Klar, über die Sinnhaftigkeit des Bonusmaterials für die Fans kann man geteilter Meinung sein. Ich gehöre der Fraktion an, die sich sehr darüber freut, weil dadurch unterschiedliche Phasen in der Entstehung von verschiedenen Songs sicht-/hörbar werden.

Im Hinblick auf die Bewertung fiel mir meine Entscheidung am Ende dann doch nicht ganz so schwer. Unter Berücksichtigung meines persönlichen Alan&Eric-Bonus sowie der Würdigung des Bonusmaterials und des hervorragenden Remasters halte ich 5 Sterne für gerechtfertigt. Gut möglich, dass andere die CD damit als etwas zu positiv bewertet betrachten. Für alle Fans des Projects trotzdem jedoch eine klare Kaufempfehlung.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2011
Durch den Song - Don't Answer Me - wurde ich 1984 auf das Alan Parsons Project aufmerksam, ohne zu wissen, dass ich noch viel mehr Titel dieses, was Konzeptalben betrifft, fast unschlagbaren Duos Parsons/Woolfson kannte. Auf Ammonia Avenue setzen sich die beiden Soundtüftler thematisch mit dem Thema Umweltschutz sehr kritisch auseinander, und arrangieren dazu neun überwiegend sehr popangehauchte Songs, von denen sich vor allem das hymnische - Don't Answer Me - sehr hoch in den Singlecharts platzieren konnte.

Da sich das Project mittlerweile musikalisch sehr weit von ihren Anfängen entfernt hatte, bezeichneten die Musikkritiker aber vor allem die Klatschpresse das Album damals als kreativen Nullpunkt, bzw. als kommerziellen Billigpop.

Unbeeindruck von den Musikkritikern, habe ich mir dieses Album gekauft, und bin da wieder einmal ganz anderer Meinung, als diejenigen, die das Project ständig mit dem sagenumwobenen Debüt - Tales of Mystery and Imagination - vergleichen, oder vergeblich auf einen zweiten Teil warten.

Schon der Opener - Prime Time - lässt den Hörer mit bekannten Soundstrukturen sehr angenehm in dieses Werk einsteigen. "Es ist das erste Mal. Vielleicht stehen die Sterne ja günstig. Ich habe die Eingebung, dass diese Nacht meine große Chance werden wird." So der Wunsch in dem Refrain des Liedes. Der große Traum vom Glück, platzt dann allerdings sofort im nächsten Lied - Let Me Go Home - und zieht sich fortan textlich durch das gesamte Album.
"Lass' mich nach Hause gehen, denn es war wieder einmal eine schlechte Nacht."
"Lass' mich einfach in Ruhe. Gib' mir einen guten Grund, warum ich dir zuhören soll?"
"Frag mich nicht, und brich' auch nicht die Stille. Lass' mich nicht gewinnen, weil wir auf dem Hochseil tanzen, und es keine Lebenslinie mehr gibt."
"Aber wenn ich in deine Augen sehe, dann stelle ich fest, dass du mir nicht glaubst."
"Gibt es kein Lichtzeichen mehr, wenn wir in der Dunkelheit stehen? Dann sehen wir die Sonne versinken. Und der Strahl der Hoffnung, ist nur das schimmernde Licht der Ammoniak Straße."

Die remasterte Version von - Ammonia Avenue - enthält noch acht Bonus-Tracks, die nicht unbedingt zwingend sind, aber einen interessanten Einblick in den damaligen Arbeitsprozess bieten.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Oktober 2000
Was immer andere Leute von dieser CD halten mögen - für mich ist sie eine der besten von AP, oder zumindest enthält sie einige der (zugegebenermaßen vielen) besten Titel von AP: "Since the last goodbye", "Don't answer Me", "Ammonia avenue".
STLB ist vielleicht ein bißchen kitschig, hat aber eine ziemlich nette Harmonisierung, DAM ist auch vielen Menschen bekannt, die den Namen "Alan Parsons" nicht zu kennen glauben, AA ist mit seiner Mischung aus ruhigem, einrahmendem Gesang und Klavier und dem kontrastierenden Mittelteil eins vom Feinsten.
Kauftip!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2004
Nach fast drei Jahren Pause kam 1984 nach „Eye In The Sky" ein neues APP-Album raus, das mit „Don't Answer Me" den erfolgreichsten Parsons-Hit mit sich brachte.

„Prime Time" hat mal wieder(wie konnte es auch anders sein) einen Parsons-typischen Aufbau und ist in seiner Leichtigkeit einfach wieder angenehm zu hören. Ich mag die Gitarrenriffs (auch wenn sie nicht weltbewegend sind) und das bairnson-Solo am Ende. Mit „Let Me Go Home" haben wir dann aber leider wieder 08/15-Pop vor uns. Und „One Good Reason" ist dann auch nicht viel orgineller. „Since The Last Goodbye" ist dann wieder eine typische APP-Ballade. „Don't Answer Me" ist dann der erfolgreichgste Parsons-Hit. Eine schöne Nummer mit (ebenfalls für Parsons typischer) Maultrommel und einem tollen Sax-Solo (Mel Collins ist auch einfach einer der besten Saxophonisten, der bei vielen Bands seine Finger im Spiel, ich nenn mal paar Namen: King Crimson, Camel, Dire Straits, No-Man, etc. etc.). „Dancing On The High Wire" ist dann plätschert dann wieder sehr angenehm vor sich hin. Das was der Bairnson hier wieder auf der E-Gitarre reinspielt ist einfach nur gelungen, obwohl es auch hier nichts besonderes ist. „You Don't Believe Me" hat wieder diese atmosphärischen Synthieläufe und ist einfach gut gemacht. „Pipeline" (Neben dem Titeltrack das einzige Stück, in dem Orchester zu hören ist) ist dann meiner Meinung nach das schönste Parsons-Intrumental. Wieder mit diese atmosphärischen Keyboards und ein tolles Saxophon. Diesen Track auf einer nächtlichen Autobahnfahrt zu hören ist einfach der Weisheit letzter Schluss. „Ammonia Avenue" ist dann nichts al ein Aufguss von "Shadow Of A Lonely Man", braucht man also nicht wirklich.

Fazit: Ein immer noch gelungenes Album, bei dem man allerdings genau wie beim Vorgänger merkt, dass den Herren Woolfson/Parsons langsam die Ideen ausgehen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2000
Mancher glaubt ja, das Alan Parsons Project nicht zu kennen. Es gibt nämlich nur wenige Single-Auskopplungen, die wirklich bekannt wurden. Auf diesem Album ist "Don't Answer Me", einer der wenigen echten Hits von Alan Parsons. Auch "Pipeline" dürfte vielen als Hintergrundmusik aus Fernsehsendungen ein wenig in Erinnerung sein. Abgesehen von den bekannten Titeln macht aber auch der Rest des Albums eine gute Figur. Es besteht aus der gewohnten Mischung phantastischer Musiker und Sänger (diesmal allerdings ohne John Miles), gekoppelt mit Konzeptmusik vom Feinsten und einer kleinen Reise durch verschiedene Stimmungen. Es ist zwar kein herausragendes Album von Alan Parsons, aber ein sehr typisches und ein wirklich gutes, das man keinesfalls auslassen sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,99 €
6,99 €
5,99 €
5,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken