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am 18. Juli 2008
Vorliegend wird die Urfassung der zweiten Sinfonie von 1872 in geradezu überwältigender Weise dargeboten. Die Zweite erscheint nicht mehr stiefmütterlich zwischen der Ersten und Dritten, sondern tritt als schlüssiges Werk gleichberechtigt neben die anderen Sinfonien. Bruckner erscheint wie nach einer Katharsis in einer radikalen Eindringlichkeit und Größe, ja mit einer geradezu gewalttätigen Wucht, wie man das nach den anderen Fassungen der Zweiten nicht für möglich gehalten hätte. In Simone Young hat Anton Bruckner eine Anwältin gefunden, wie man sich keine/n bessere/n wünschen kann. Die Philharmoniker Hamburg spielen auf höchstem Niveau. Nicht nur für Brucknerfreunde ein Pflichtkauf.
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am 7. Juli 2016
Eines sei gleich vorweggeschickt: sich diese CD anzuschaffen ist auch für eingefleischte Bruckner-Fans, die schon meterweise Anton im Regal stehen haben, eine absolute Empfehlung. Aber auch für Einsteiger ist dies nicht der schlechteste Anfang, um sich mit den riesigen Dimensionen, zahlreichen Brüchen und den gerade in den Urfassungen reichlich vorhandenen Eigenheiten der großartigen Symphonien Anton Bruckners vertraut zu machen.
Mit dieser Aufnahme gab Simone Young den Auftakt zu einem der nach wie vor seltenen Zyklen, die konsequent die Urfassungen der insgesamt 11 Symphonien heranziehen. Bruckner hatte ja bekanntermaßen die Angewohnheiten, auch nach Abschluss seiner autographen Partituren an manchen Werken nahezu unermüdlich weiter zu arbeiten und dies in einem Ausmaß, das über (auch bei vielen anderen Komponisten ja durchaus nicht unübliche) Korrekturen an der Instrumentation wirklich meilenweit hinausging, bis hin zu der vollkommenen Neukomposition von ganzen Sätzen (was zum Beispiel im Fall der 4ten zu Fassungen geführt hat, die in großen Teilen verschiedene Werke darstellen, die nur auf den gleichen Themen aufgebaut wurden). Auch wenn man sicher akzeptieren muss, dass auch die Spätfassungen gültige Stadien von Bruckners Entwicklung sind und keinesfalls nur auf fremden Einfluss hin in Angriff genommen wurden, sind es doch gerade bei den frühen Werken (2te und 3te) die ersten Fassungen, die in ihrer ungezügelten Musikalität, raumgreifenden Dynamik und manchmal unerhörten Kühnheit einfach mehr überzeugen als die vielfach relativierten Fassungen, die Bruckner in späteren Perioden seiner kompositorischen Entwicklung hervorbrachte.
Man merkt es dem Beginn der Symphonie sogleich an, dass diese Aufnahme ein Aufbruch war: straff im Tempo, intensiv im Klang "wühlt" sich das misteriöse Hauptthema aus der Tiefe, die ersten Ausbrüche des vollen Orchesters sind heftig. Dieser Bruckner hat den Vorteil, frisch und dynamisch zu sein, ohne dabei wie viele der "historisch inspirierten" Interpretationsansätze Zugeständnisse an die Fülle des Klanges machen zu müssen. Young, auch auf dem Podium stets feurig und antreibend, stürzt sich wirklich in das Abenteuer Bruckner! Das die Techniker von Oehms es geschafft haben, in der für diese Besetzung fast schon zu kleinen Hamburger Laiszhalle einen so umfassend befriedigenden Orchesterklang aufzunehmen, ist eine große Leistung, die nicht unerwähnt bleiben soll. Ein Klang, der übrigens auch in den abgetönten, intimeren Passagen überzeugt, weil er zu keinem Zeitpunkt seine Tiefe verliert, immer warm und präsent bleibt. Das im Tutti machmal doch die Balance etwas zu leiden hat, ist sicherlich zum einen der Hingabe ans Musizieren und andererseits der doch nicht ganz optimalen Raumsituation geschuldet.
Einen detaillierten Durchgang durch die einzelnen Sätze will ich mir hier nicht leisten, nur auf eines sei noch aufmerksam gemacht: der wirklich wilde, ungebändigte Beginn des letzten Satzes. Young wählt hier ein Tempo, das ich so forsch noch in keiner anderen Aufnahme gehört habe und lässt den Satz ohne Umschweife und fast schon atemlos anrollen, bis hin zum schmetternden Einsatz des Hauptthemas, das nur mit der Metapher eines Vulkanausbruchs adäquat beschrieben werden kann und zum Eindrucksvollsten gehört, was Bruckner jemals aufs Papier brachte - man sollte diese Symphonie auf keinen Fall unterschätzen.
Die Urfassungen der Bruckner-Symphonien sind sicherlich nicht immer leichte Kost - ein hohes Maß an satztechnischer und formaler Komplexität und die manchmal wirklich sehr üppig wuchernde Fantasierlust des Komponisten (der ja immerhin seine musikalische Karriere als gefeierter Orgelvirtuose begann, was die freie Improvisation selbstverständlich einschloss) machen es dem Zuhörer manchmal schwer, einen Einstieg in diese Klangwelten zu finden. Aber wenn es gelingen kann, dann mit dieser Aufnahme, die sich mit Feuer, Hingabe sowohl an den großen Knall als auch die intime Geste und einer beeindruckenden Orchesterleistung jedem Musikliebhaber unbedingt empfiehlt.
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