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am 20. Mai 2007
J. S. Bach

Motetten

The Hilliard Ensemble

ECM/Universal 1875

(76 Min., aufgenommen 11/2003)

In seiner neusten Produktion wagt sich das Hilliard Ensemble, aufgestockt um zwei weibliche Soprane und zwei männliche Alte, an die Motetten Johann Sebastian Bachs und widmet sich damit einer Stilistik – hochvirtuose barocke Ensemblemusik –, die im Repertoire der ansonsten eher in der Renaissance beheimateten Gruppierung allenfalls ein Randbereich ist. Zum Vergleich bietet sich die Einspielung nahezu desselben Programms durch das Ensemble Cantus Cölln (DHM) an, eine 1995 entstandene Aufnahme, die nach wie vor Reverenzcharakter hat.

Der grundlegende Unterschied: Cantus Cölln verwendete in einigen der Werke Colla-parte-Instrumente, das Hilliard Ensemble verzichtet – mit Ausnahme einer Continuo-Orgel bei "Lobet den Herrn, alle Heiden" – völlig darauf. Über das Für und Wider der einen oder anderen Praxis ist hier aus musikwissenschaftlicher Sicht nicht zu befinden, die Frage lässt sich wahrscheinlich nie endgültig klären, ebenso wenig wie Bestimmung und Aufführungspraxis der Stücke im weiteren Sinne mit Sicherheit auszumachen sind. Tatsache ist allerdings, dass das Hilliard Ensemble durch den Verzicht aufs instrumentale Gewand schonungslos den Blick freigibt auf seine rein vokalen Qualitäten – und da gibt es in der Tat gewisse Kritikpunkte:

Die beiden Altisten etwa geraten in Koloraturpassagen gelegentlich etwas ins "Jodeln", die eine der beiden Sopranistinnen ist blasser und stumpfer im Timbre als die andere, was beim doppelchörigen Singen z. B. in "Singet dem Herrn ein neues Lied" durchweg auffällt. Positiv zu vermerken ist die äußerst detaillierte und feinsinnig-genaue Gestaltung der rhetorisch-musikalischen Ebene, d. h. die punktgenaue Reaktion auf alles, was der Wort-Tonbezug dieser herrlich vielfältigen, strukturell überreichen Wunderwerke bietet.

Im Vergleich mit der genannten Aufnahme von Cantus Cölln muss man dennoch konstatieren, das letztere Gruppierung noch homogener, noch erfahrener im Aufeinandereingehen agiert und einen deutlichen runderen, geschlosseneren Ensembleklang aufzuweisen hat. Ein weiterer grundlegender Unterschied zwischen beiden Aufnahmen ist im Übrigen, dass das Hilliard Ensemble grundsätzlich langsamere Tempi wählt als Cantus Cölln; auch die Tempofrage kann freilich niemals endgültig entschieden werden, aber die langsamere Variante neigt doch – im Zusammenhang mit der engagierten Ausgestaltung bewegterer Linien durch die einzelnen Sänger – hier und da ein wenig zum Auf-der-Stelle-Treten. Der Autor dieser Zeilen plädiert daher nach wie vor für die ältere Aufnahme, obwohl das hohe Niveau der Hilliards natürlich über große Strecken immer wieder zur Geltung kommt; aber Bach ist letztendlich dann noch nicht ohne Weiteres wirklich überzeugend zum Swingen und klingen zu bringen.

Michael Wersin, 19.5.2007
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am 22. Dezember 2007
Als großer Fan von Vokalmusik im Allgemeinen und dem Hilliard Ensemble Ensemble bin ich enttäuscht von dieser CD und möchte dringend abraten! Klar stimmen die Töne (meistens), doch die Tempi sind z.T. quälend langsam. Insgesamt eine (für den Hörer) eher uninspirierte Produktion.
Die Motteten gibt's besser mit Frieder Bernius als Dirigenten, das Hilliard Ensemble und Bach sensationell schön auf der CD Morimur.
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am 31. März 2007
Die Hilliards sind seit Jahrzehnten ein Ensemble mit höchsten Renommé. Die Sänger unter dieser " Marke" wechseln, die Marke bleibt. Was haben sie nicht alles gesungen, vor Jahrzehnten zusammen mit den HannoverKnaben unter Hennig auch die Bach-Motetten. Nun diese Werke erneut. Die Bach-Motetten, Meisterstücke der Chormusik sind von allen wichtigen Chören eingespielt worden. Es gibt sie in grosser bis fast solistischer Besetzung. Die Hilliards singen, wie immer, in kleiner Besetzung. Die Interpretation ist nicht mitreissend.Es ist nichts zu hören, was cantus cölln nicht auch könnte, oder der Rias-Kammerchor unter Jacobs oder die grossartige Aufnahme von Gardiner ,1980, mit seinem Monteverdi-choir. Die Tempi sehr gemässigt,die Klangrede nicht sehr ausgepräft. Nur mit Schön-Gesang kommt man diesen Stücken nicht bei. Es klingt schön zusammen,auch erstaunlich akzentarm, aber diese Interpretation reisst nicht mit-in keiner Weise. Allenfalls für Fans der Hilliards interessant.
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am 4. Dezember 2007
Diese CD war ein Fehlkauf, allerdings ein ziemlich unerwartbarer. Denn das Hilliard-Ensemble kenne ich als ein Vokalsolisten-Ensemble von eigentlich unschlagbarer Qualität, für Lasso, Gesualdo und Co. weiß ich nichts Besseres. Doch hier singen die sechs Herren, ausnahmsweise verstärkt durch zwei Sopranistinnen, Bachs Motetten, und das klingt irgendwie mehr als befremdlich. Die Sänger agieren allzu gleichförmig, die für Renaissance-Musik so passend linear geführten Stimmen bleiben ausdruckslos und artifiziell. Perfekt sind die Hilliard-Sänger aufeinander eingehört, da fällt niemand aus dem homogenen Rahmen, doch setzt auch niemand Akzente. Der Text ist zwar verständlich, wird aber nicht vermittelt". So etwas wie Herzblut fehlt völlig, bei mir kommt lediglich ein kühles Konstruieren der musikalischen Linien an. Darum von mir zwei Sterne für die Sauberkeit des Singens, mehr nicht.
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am 23. Oktober 2008
Diese Interpretation vermeidet sowohl die übliche Steifigkeit vieler auf (traurigen) Kirchengesang abonnierten größeren Chöre, geht aber nicht so weit wie die hochgelobte Interpretation derselben Stücke von Trinity Baroque, die mir doch etwas zu weit geht. Zwar nicht in Richtung Oper aber 100% Musik zur Andacht ist das dort nicht mehr.
Bei Hilliard wird mit dem nötigen Gefühl gesungen und der barocke geistliche Ausdruck erreicht, da Maß gehalten wird.
Das erweiterte Hilliard-Ensemble singt klangschön und technisch auf dem gewohnten hohen Niveau. Rhythmik, Phrasierung und Stimmzusammenhalt sind vorbildlich. Die Struktur der Stücke ist klar erkennbar. Die Texte sind akzentfrei und gut verständlich wiedergegeben.
Die Aufnahmetechnik ist gut, die tonale Balance aber leicht zugunsten des Höhenbereichs verschoben. Durch das Fehlen von Continuo-Instrumenten wird dieser Eindruck verstärkt.
Da derartige Verschiebungen bei ca. 30% der käuflichen Produktionen zu beobachten sind, sollte man einen Verstärker mit differenzierter Klangregelung besitzen - dann ist dieser Mangel im Handumdrehen auszugleichen. Er sollte nicht dazu führen, daß eine musikalisch hochrangige Aufnahme krass abgewertet wird.
Die einzige weitere solistische Aufnahme der Motetten, die mir bekannt ist, stammt von Cantus Cöln. Hier ist die tonale Balance eher zu basslastig und das Klangbild etwas verwaschen. Die Textverständlichkeit ist schlechter und die tempi unplausibel, meist zu hektisch. Durch die überreichliche Verwendung von Begleitinstrumenten ist die Durchhörbarkeit beeinträchtigt. Wohlgemerkt Einschränkungen auf hohem Niveau.
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am 1. Mai 2008
Der Bass ist nicht nur zu leise, sondern auch meistens zu tief und der Tenor zu hoch. Das Ergebnis ist eine Art Solo der beiden hohen Stimmen, das absolutes Unwohlsein erzeugt, weil das Fundament fehlt.
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