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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 16. Januar 2017
Manchmal, nein eigentlich immer, braucht man ein paar Jahre, um zu erkennen, wie gut etwas wirklich war. Wie es andere beeinflusste, Trends setzte, Richtungen vorgab. Als Blumfeld sich 2007 auflösten, konnte man schon ahnen, dass da in Zukunft etwas fehlen wird. Jochen Distelmeyer allein füllte diese Lücke jedenfalls nicht aus, die entstand. Blumfeld setzte poetische Akzente der Extraklasse und holte Dichtung in die Musik, die es in dieser Art und Weise vorher nicht gab. Unterlegt mit lockeren Feel Good Melodien, Bar-Sound oder hammerharten Rockklängen setzte die Band ein paar Meilensteine aus Text und Noten in die Welt. 1999 war -Old Nobody- genau solch ein Meilenstein. Heute kann man diese Musik noch immer genießen und bewundern. Deutschsprachige Songs im Endstadium der Qualität. Absolut hörenswert!

Lieder wie -Kommst Du Mit In Den Alltag- sind so tiefsinnig wie inhaltsvoll. Kleine Geschichten mit Musik umrankt. Der Einstieg ins Album ist ein gesprochenes Gedicht. Hier kann man schon erahnen, wieso die Band ihren Namen von einer Kafka-Romanfigur hat. Gleich danach gibt -Tausend Tränen Tief- die Richtung für das Album vor. Melodie und Gesang in perfekter Harmonie. Hart und rockig folgt -Mein System Kennt Keine Grenzen-. Das radiotaugliche -Status Quo Vadis- lief damals auch über den Äther. -Ein Lied Von Zwei Menschen, Pro Familia, So Lebe Ich und Old Nobody- sind gut erzählte Geschichten mit einer Musik unterlegt, die jedes Wort federweich aus den Boxen stößt. Das ist Blumfeld pur. Der Rausschmeißer -So Lange Es Liebe Gibt- beendet, jedenfalls wenn sie mich fragen, ein perfektes Album.

Man sollte nicht zurückschauen. Im Leben mag dieser Satz gelten. In der Musik darf man den Blick über die Schulter allerdings schon wagen. Im Staub der Tage und Jahre sind da musikalische Diamanten zurückgeblieben. Blumfelds -Old Nobody- ist so ein Leuchtfeuer aus der Vergangenheit. Hören sie einfach rein. Aber passen sie auf, dass sie auch wieder rauskommen. Jochen Distelmeyers Stimme kann einen komplett aus der Realität verschwinden lassen.
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am 27. Januar 2004
Wer nur die beiden ersten Alben "Ich-Maschine" und "L'etat et moi" kennt, der wird bemerken, dass Blumfeld mit "Old Nobody" ein nunmehr völlig neues Terrain betreten haben,( und auf dem Weg zu ihrem neuesten Album "Jenseits von Jedem" erfolgreich perfektionierten), nämlich astreinen Pop. Als ich dieses schon nicht mehr ganz neue Album vor ca. 3 Jahren zum ersten Mal hörte, war ich sehr angenehm überrascht. Das erfrischende und sympathische ist, dass sich Blumfeld zutrauen, Dinge auf Deutsch zu singen, die so manch anderer Interpret nur auf Englisch zu singen wagen würde. Daher auch die von mir noch nicht selten gehörte Bemerkung Blumfeld seien "kitschig und schwul". Gut, die Texte haben zum Teil einen stereotypen Touch, und wenn man sich das Cover anschaut, dann wird man alles andere als die strotzende Virilität entdecken, sondern vier verschmitzt grinsende Milchgesichter. Wie dem auch sei, die Texte sind brilliant. Gerade durch ihre Einfachheit und vermeintlichen Kitsch bestechen sie und haben ein sehr hohes Identifikationspotential, ohne jedoch nie auch nur annähernd abgedroschen oder "schlagermäßig" zu klingen. Es wird sicher nicht nur mir so gehen: Bei "Ein Lied von zwei Menschen" geht einem das Herz auf und man wünscht sich man sei verliebt . Doch es soll trotzdem nicht das Bild vermittelt werden, Blumfeld hätten nichts von ihrem Wurzeln beibehalten. Ein Teil der Texte sind immer noch kryptisch und lassen allerhand Spielraum für Interpretationen. So weist der erste Track, ein von Jochen Diselmeyer völlig ohne musikalische Untermalung vorgetragenes Gedicht, eine textliche Komplexität auf, die eine Ahnung, um was es da eigentlich geht, erst nach mehrerem Hören entstehen lässt. Bemerkenswert sind hier auch die zahlreichen Andeutungen: Distelmeyer scheut sich nicht, die verschiedensten Zitate aus den verschiedensten literarischen Genres einfließen zu lassen. Der Titeltrack "Old Nobody" beispielsweise ist gewissermaßen eine Paraphrase des Gedichtes "Nur zwei Dinge" von Gottfried Benn. Man sieht, dass ein vollständiges Verständnis von Blumfeld ohne eine gründliche literarische Vorbildung nicht möglich ist. Aber muss man denn immer alles verstehen? Es kommt doch bei Kunst nicht darauf an, dass man sie genauso versteht wie der Künstler sie gemeint hat, sondern man soll sie vielmehr auf sein eigenes Leben übertragen. Old Nobody ist ein sehr schönes Album zum träumen, schwelgen, nachdenken und trösten...
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am 31. Oktober 2008
Eine Platte der leisen Zwischentöne und schlichten, aber umso schöneren und berührenderen Songs. Nach ihren ersten beiden Platten "Ich-Maschine" (1992) und "L'Etat et Moi" (1994), wo es noch viel härter und rockiger zuging, und Änderungen im Line Up (die Bassistin Eike Bohlken verließ die Band und Bandmitglied Chris von Rautenkranz übernimmt nunmehr nur noch die Rolle des Produzenten), gingen Mastermind Jochen Distelmeyer und seine Jungs neue Wege und fanden endlich zu ihrem ureigenen Stil in Form von wundervoll eindringlichen Popsongs über die Liebe in all ihren Facetten: ausgehend von den für Blumfeld-Verhältnisse typischen Gedicht, das Distelmeyer zu Beginn der Platte vorträgt ("Eines Tages"), folgen 10 Songs, die immer auf ihre unterschiedliche Art zu berühren wissen: die Palette reicht vom allseits bekannten "Tausend Tränen tief", über "Mein System kennt keine Grenzen" (das den alten Blumfeld-Platten am nächsten kommt), über waschechte Balladen ("Ein Lied von zwei Menschen"), Experimentellem ("Pro Familia"), der Pet Shop Boys-Hommage "The Lord of Song" bis zum wunderschönen Abschluß mit "So lang es Liebe gibt" (dieser Song ist aber weniger kitschig, als er hier auf den ersten Blick zu sein scheint!). Somit ist den vier Jungs aus Hamburg bis dato eine ihrer besten Platten gelungen, die man als Konsumenten am besten dann genießen sollte, wenn die Sehnsucht nach Liebe gerade am größten ist: die Texte Distelmeyers zeigen hierbei große Gefühlstiefe und halten noch dazu so manch Tröstliches bereit ...... diesen Stil sollten auch die beiden Nachfolgeplatten "Testament der Angst" (2001) und "Jenseits von Jedem" (2003) konsequent und genial weiterführen......
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am 5. September 2014
Immer wieder schön dieser Musik zu lauschen. Tolle Jungs, tolle Texte. Von "heiter" bis melancholisch ist alles dabei. Für mich ein absolutes muss im Musikbusiness.
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am 9. Januar 2001
1. Lied = Gedicht ....schön und gut (wie immer) ; 2. Lied = .......??????? Jochen was ist das???? Blumfeld goes Schlager? Der klingt ja jetzt wie George Michael! Dieses Album von Blumfeld erschüttert, fasziniert dann beim x-ten hören und irgendwann plötzlich liebst du (auch DU) es. Jochen Distelmayer und seine Weggefährten bestreiten konsequent ihren Kreuzzug durch die Pop-Kultur. War das Album "Ich-Maschine" noch reine Beatmusik die ungewöhnliche Lyrik transportierte, packte das zweite Album "L' Etat et moi" die rhetorischen Ergüsse von Jochen in Pop-Gewänder.
Und jetzt??? Blumfeld tut jetzt den gewagtesten Schritt: Er zitiert jetzt nicht nur in seine deutschen Texten sondern unterstreicht den Re-Gedanken auch musikalisch. Er recycled die deutsche Schlagerkultur ...und Simsalabim herauskommt was sich viele (wenn auch nur unbewusst) sich schon immer gewünscht haben - eingängige, die Hörgänge verklebende zuckersüße, niemals schmerzende Melodien, gekrönt mit intelligenten Texten. Es lebe der Schlager! Danke Blumfeld.
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am 12. Juni 2009
Es ist eine gewagte These - ich weiß. Es gibt wenige Deutsche Bands, die mich getroffen haben. Kraftwerk hat Musik aus Deutschland auf einen Standpunkt gestellt, der nichts anderes als einen eigenen Ausdruck zum Thema machte und sich somit von dem löste, was wir gemeinhin mit Popmusik angloamerikanischer Prägung verbinden.
Blumfeld adaptiert musikalisch die Sprache der modernen Popmusik und bietet fantastische Kompositionen und Arrangements an, die aber durch eine sprachliche Kraft und Geschmeidigkeit veredelt werden, wie wir sie im Zusammenhang mit fremdsprachigen Songs selten empfinden würden.

Darüber kann man sich mit einem gewissen Fußballpatriotismus freuen und, was mir mehr am Herzen liegt, empfinden und geniessen.
Blumfeld spricht die Weltsprache der Popmusik und gibt uns poetisch ein wenig Heimat. Das hat was. Dennoch - diese Musik wird auch außerhalb unseres Sprachraums verstanden und da treffen sie sich wieder.
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am 10. Dezember 1999
Es gibt noch Pop in Deutschland. Und Jochen Distelmeyer trägt diesen wie kaum ein anderer vor. Die CD wird mit einem langen Gedicht eröffnet, das ist schon waghalsig, funktioniert aber. Danach der große Hit Tausend Tränen Tief - das ist Gänsehautmusik und einfach schöne Popmusik. Nur selten wird die schnellere Gangart gewählt wie in Mein System Kennt Keine Grenzen, und im Hintergrund trällert ein Kinderchor. Höhepunkt ist aber das fast zehnminütige So Lebe Ich - ein fast süchtigmachender Mantra. Das sollte man sich mal vom ersten bis zu letzten Ton anhören. Das ist Kunst. Eine der besten Platten im deutschsprachigen Raum der letzten Jahre. Fast ein deutscher Dylan. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 31. Dezember 2000
Die Hörerschaft von Blumfeld wird es nur ungerne vernehmen, aber 'Old Nobody' wirkt teils wie eine Hommage an Wolf Maahn (unbeabsichtigt?), teils wie Schlager aus den 70ern (aber deutlich besser). Trotzdem, oder gerade deshalb, ein stimmiges, gefühlvolles Album, das unter all den aktuellen RAP und Disco-Produktionen aus deutschen Landen im Radio angenehm hervorstechen wrde, wenn sie denn mal gespielt würde. Eine Platte, die keinem wehtut - Klangteppiche von Synthies und Gitarren, stets harmonisch und den Gesang in den Mittelpunkt rückend. Mehr Airplay!!!
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am 8. August 2000
Quo vadis? fragt man hört man die CD. So ganz anders als die Vorgänger. Doch Status Quo: Es ist und bleibt intelligenter Pop made in Germany. Traumhaft schön, das Tausend Tränen tief. Aufbauend das Status quo vadis?, aufweckend das Kommst Du mit in den Alltag. Blumfeld entführen uns dahin, wo wir hinwollen uns aber nicht immer hinwagen, aus Angst das Gesicht zu verlieren: In die Welt der intensiven Gefühle. Traut Euch, hört die CD, steht dazu! Solang es Liebe gibt!
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am 23. Januar 2004
Die Leistung der Band Blumfeld (jawohl, die Band!) kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden...
Deutschsprachige Popmusik lebt! Blumfeld waren bereits gross vor Old Nobody, aber erst mit Testament der Angst war die kritische Masse überwunden um tatsächliche Breitenwirkung zu erzeugen. Blumfeld sind gross weil da ein Sänger die Grösse besitzt, sein Innerstes nach aussen zu kehren und das in einer sprachlichen Virtuosität die Ihresgleichen sucht, weil er den Nerv besitzt zu SINGEN! Die Band ist gross weil sie es schafft, so sentimental berührend zu klingen und dabei komplex genug zu bleiben um Schlagervorwürfe mit einem Achselzucken abzuschütteln. Blumfeld sind gross weil sie es geschafft haben, unsere Grenzen aufzusprengen und ein Satz wie "komm zu mir in der nacht, wir halten uns umschlungen, bis der tag erwacht, küss mich dann wie zum ersten mal" auch tatsächlich wahrhaftig sein kann. Nicht Kitsch, sondern echt. Gross weil sie so einfach mir nichts dir nichts den "Indie"-Stempel ignorieren und jedem ich will Teil einer Jugendbewegung sein aufmüpfigen, rebellischen und kritischen (Jugendlichen)Menschen eine Ladung Liebe ins Gesicht schleudern und allen anderen genau das gegeben haben, was sie in diesem Teil der Musikszene bis jetzt nicht gefunden hatten und was doch alles in unserem Leben zusammenhält: Gefühl, Nähe, Zärtlichkeit, Wärme, ...
Old Nobody ist und bleibt ein Meisterwerk and dessen Maßstab noch Legionen anderer Bands scheitern werden...
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