find Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17

  • Twelve
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
28
4,2 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. September 2010
Ich kann nicht behaupten, ein großer Musikkenner zu sein. Zumindest nicht, was den Rock/Pop Bereich anbelangt. Im Bereich der Klassischen Musik ist es etwas Anderes, aber von dem reden wir hier nicht. Ich weiß nicht einmal, ob Patti Smith nun eher Rockmusikerin ist oder Bluessängerin oder in welchen Bereich man sie einordnen kann. (Aber womöglich erfahre ich es ja durch eure Kommentare. Und überhaupt: man kann ja noch dazulernen. Sogar noch im gesetzten Alter von 57 Jahren.)
Ein Freund spielte mir die CD vor, und danach wusste ich: Die muss ich haben.
Es sind ganz unterschiedliche Songs, die Patti da aufgenommen hat. Und wie ich mittlerweile auch weiß, stammen sie von ganz unterschiedlichen Interpreten. Sie sind mal melancholisch und zart ("Helpless", "Pastime Paradise" "Within You, Without You") mal eher mit rauer und vielleicht sogar aggressiver Stimme vorgetragen. ("Gimme Shelter") Mal sind die Lieder sehr melodisch, mal eher monoton. Auf jeden Fall decken sie ein ganz unterschiedliches Spektrum menschlicher Gefühle ab.
Womöglich ist es ja gerade diese Mischung, die mich anspricht. Aber wie auch immer: Im Augenblick kann ich von dieser Musik nicht genug bekommen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
HALL OF FAMEam 16. Mai 2007
Die begnadete Songwriterin, die mit ihrem Oeuvre Hundertschaften von SongwriterInnen beeinflusste (Bekanntestes Album "Horses", bekannteste Songs Springsteens "Because The Night" oder ihr eigenes "Dancing Barefoot") nimmt sich mit 60 Jahren einiger Songs ihrer Zeit an. Dabei will sie ihnen keine neue Richtung geben, sondern interpretiert sie so, als wenn es ihre eigenen wären.

Von Hendrix "Are You Experienced" können wir uns nichts neues erwarten, Tears For Fears "Everybody Wants To Rule The World" behält seinen gemütlichen Schunkelrhythmus bei und Stevie Wonders "Pastime Paradise" erinnert zumindest an das unbekanntere Original (naja, Coolio...). Das alles meistert sie mit ihrer neben ihren Singwriterqualitäten einzigartigen Stimme souverän. Interessant wird es jedoch erst bei Nirvanas Hymne "Smell Like Teen Spirit", dem sie eine klare gesangliche Struktur gibt. Oder bei "Gimme Shelter" von den Stones, das wie die anderen - meist den 60ern (Jefferson Airplane, Doors, Beatles) verhafteten Tracks - eine eigene Klangfarbe verpasst bekommt. Eben die von Patti Smith und ihrer charaktervollen Stimme.

Nicht immer jedermanns Sache, doch für meinen Geschmack ein über weite Strecken mehr als gelungenes Album voller Coverversionen.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2007
Zuerst war ich etwas enttäuscht. Von der großen Songwriterin Patti Smith ein Album nur mit Coverversionen? Nun ja, auch andere Große des Musikgeschäfts haben sich eine creative Pause gegönnt, indem sie fremde Songs in den Dienst der eigenen Musikalität stellten ... oder umgekehrt die eigene Musikalität in den Dienst des fremden Liedes. Bei den 12 Liedern, die Patti Smith für ihr Album aufgenommen hat, gleicht sich das aus. Mir persönlich gefällt "Gimme Shelter" von Mick Jagger hingerotzt besser als die Smithsche Version, auch "The Boy in the bubble" aus dem Album Graceland gefällt mir im Orginal von Paul Simon besser. Bei "Changing of the guards" von Bob Dylan ist es dagegen wie meist bei diesem Künstler, daß seine Songs duch das Covern gewinnen.

Das große Verdienst Patti Smiths ist es, daß alle Songs der CD einfach nach Patti Smith klingen, und wenn sie nicht so bekannt wären könnte sie die Urheberschaft für sich reklamieren. Mag sein, daß andere kritisieren, daß Smiths Streifzug durch die Rockgeschichte im Jahr 1991 bei Nirvana endet (sie beginnt 1967 mit Hendrix, den Doors, den Beatles und Jefferson Airplane), aber ein anbiedern an den Zeitgeist wäre ihr bestimmt nicht gut bekommen.

Und ganz nebenbei: der CD liegt ein schön gemachtes Booklet mit Anmerkungen Patti Smiths zu ihrer Songauswahl bei - leider auch keine Selbstverständlichkeit.
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Mai 2007
Meine Erwartungen an das Album waren nicht sehr groß, aber ich bin nach dem ersten Hören äußerst positiv überrascht gewesen. Patti hat auf diesem Cover-Album ihren Pathos (der ersten Alben) um einiges zurückgefahren und geht die Songs akzentuiert, kreativ und konkret an. Sie verleibt sich sicher nicht alle ein, wie es ein Johnny Cash mit den American Recordings tat, aber sie gewinnt den Songs neue Aspekte ab. So legt sie bei Helpless den Schwerpunkt nicht auf den sentimentalen Gesang, sonder auf die kalte Schönheit der Melodie. Als Mitglied der Post-Grunge-Generation kann ich auch sagen, dass mir ihre Version von Smells like Teen Spirit durchaus gefällt - jedenfalls hat diese Version mehr Spirit als einige der anderen unsäglich Versuche dieses Lied zu covern. Alle Songs habe ich nicht gekannt (Midnight Rider, Pastine Paradise, Changing of the guards und The Boy in the Bubble), vielleicht erscheinen mir diese Coverversionen gerade deshalb so intensiv - ohne ein Vorbild im Kopf. Der einzige Song, dem sie nach den ersten Hördurchgängen tatsächlich nichts zufügen konnte, scheint mir Everybody wants to rule the world zu sein. Vielleicht gewinnt er bei weiterem Hören aber auch noch an Substanz. Ich kenne bisher nur die frühen Alben von Patti, kann dieses aber wirklich nur weiterempfehlen: Es ist ein schönes Album.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2007
Zwölf Coverversionen ganz unterschiedlicher Art und Herkunft, dargeboten von einer der Ikonen der 70er Jahre Patti Smith. Was gleich auffällt: Die Songs behalten allesamt ihre Identität und erfahren doch spezielle Veredelung durch die fast greifbare Spiritualität der Künstlerin. Dass Patti Smith das kann, hat sie schon vor drei Jahrzehnten mit dem Them-Titel 'Gloria' und mit 'Because The Night', das ungeachtet ihrer Co-Autorenschaft eindeutig die Handschrift Bruce Springsteens trägt, gezeigt. Und so werden die sorgfältig ausgewählten und durchweg wertvollen Titel zu Patti-Smith-Songs: Sparsam aber wirkungsvoll instrumentiert und dargeboten mit dem smithschen Duktus der besorgten, wissenden, von Sendungsbewußtsein durchdrungenen Wanderpredigerin mit dem Anliegen Humanität. Aufhorchen lassen 'Everybody Wants To Rule The World', vormals Tears For Fears und hier von der ursprünglichen poppigen Leichtigkeit geradezu befreit, die Glimmer-Twins-Nummer 'Gimme Shelter', natürlich das stilistisch völlig veränderte 'Smells Like Teen Spirit'. Kein Flop und damit ein zeitlos schönes Coveralbum, auf dem vertreten zu sein jeden der Songs zusätzlich 'adelt'. Man stelle sich vor: Die Smith-Hymnen aus den 70ern wie 'Because The Night', 'Dancing Barefoot' oder 'Frederick' kombiniert mit diesen Klassikern - was für ein Konzerterlebnis....
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. April 2007
Auch ich war anfangs skeptisch, als ich von Patti Smiths Album voller Coverversionen las - die Vorabkritiken klangen für mich so, als handele es sich bei "twelve" um ein sprödes Werk (und Patti kann sehr spröde sein). Mein "ich brauche alles"-Spleen hat aber gesiegt, und ich bin erstaunt, wie zugänglich das gesamte Album trotz der gecoverten Originalinterpreten geworden ist. Im Gegensatz zu wohl den meisten Patti Smith-HörerInnen bin ich mit den ganzen "Rockgrößen" nicht vertraut. Beatles, Stones, Dylan, Hendrix, Doors, ... alles nicht meins. Die Musiker aus den 70ern, die ich höre, kann ich fast an einer Hand abzählen, 60er oder noch früher geht ganz selten. Immerhin gehört Patti Smith dazu, und in ihren bisherigen Output reiht sich "twelve" wunderbar ein (wobei es natürlich dem Spätwerk mehr ähnelt als "Horses") - da kann es sogar von Vorteil sein, die Originale nicht zu kennen. Andererseits hat sie "Everybody Wants To Rule The World" unglaublich Leben eingehaucht, ohne den ursprünglichen Geist zu zerstören, und "Smells Like Teen Spirit", das ich Mitte der 90er unzählige Nächte in jedem Indieschuppen ertragen "musste", genießbar gemacht, auch wenn Fiedel und Banjo nach über 6 Minuten ausgereizt sind. ;o) Wobei ich auch gerne das eigentlich geplante "Heart-Shaped Box" gehört hätte ... Hendrix kenne ich nur durch Coverversionen von The Cure, Soft Cell und Tori Amos, die allesamt doch eher anstrengend sind. Ich dachte, das lag an ihm selbst, aber nun hat Patti Smith so einen poppigen Song gezaubert, der richtig Spaß macht! Dylan wiederum ist mir hauptsächlich via Bryan Ferry vertraut - für mich mit durchwachsenem Ergebnis, aber "Changing Of The Guards" hier ist einer meiner Favouriten. Den ollen Stones ihr "Gimme Shelter" kannte ich nur von einer Demoversion Rio Reisers, und jetzt weiß ich auch, woher das unsägliche "Gangsta's Paradise" von Coolio eigentlich stammt: von Stevie Wonder. Und das höre ich gerne! Der Rest der Songs ist komplett neu für mich, und auch ohne Vegleich kann ich nur sagen: ein wunderbares, schönes Album! Was den "Vorwurf" angeht, der Streifzug durch die Rockgeschichte wäre unvollständig: ich hatte nicht den Eindruck, dass dies je das Ziel gewesen sei. Im wirklich lesenswerten (und ansprechend gestalteten) Booklet kann man erfahren, warum welche Songs ausgewählt wurden und wie sie umgesetzt wurden. Da steckt wirklich etwas dahinter, von vorn bis hinten, und das hört man dem gesamten Album an.

Also auch wenn sich der gemeine Smith-Fan ob meiner musikalischen Bildungslücken an den Kopf fassen mag - vielleicht lesen das ja auch noch andere "Zuspätgekommene": "twelve" ist schon jetzt eins meiner liebsten Neuveröffentlichungen des Jahres 2007! Und wenn mir mal eine der Originalversionen über den Weg laufen sollte, werde ich genauer hinhören. Versprochen!
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. April 2007
Patti Smith's neue CD ist ein Cover Album.......

Na ja, selbst als Patti Smith Fan stand ich der ganzen Angelegenheit da eher sehr kritisch gegenüber. Was ich aber zu hören bekam war schon sehr gut!!!

Man muß nicht darüber diskutieren welche Klassiker aus 40 Jahren Rock Geschichte fehlen, meine Liste sähe auch anders aus als die Zusammenstellung von Frau Smith.

Was Sie da aber "gecovert" abliefert ist allererste "Sahne" !!!

So wußte ich z.B. gar nicht das ich mich mal zu einem Tears For Fears Sympathisanten zurückentwickeln könnte......

Und ansonsten sind "fast" alle Rockgrößen mit einem Stück vertreten, ob Hendrix, Doors, Stones, Nirvana oder Young, jeder bekommt eine Ehrerbietung von Frau Smith!!!

Und das Dylan eh ihr großes Vorbild in Sachen Songwriting ist sollte bekannt sein.

Abschließend kann ich diese CD nur empfehlen und mich ansonsten dem Urteil der Amazon Redaktion anschließen, bis auf eins: SOOOOOO schlecht ist der Ferrysche Dylan Cover-VERSUCH nun auch nicht......
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2007
Anfangs war ich skeptisch, denn die meisten Cover-Versionen, an denen andere sich versuchen, reichen an die Originale bei weitem nicht heran. Aber was Patti da gemacht hat, ist allererste Sahne.
Aber eigentlich habe ich von Patti auch nichts anderes erwartet - sie ist halt eine der ganz Großen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Mai 2007
... sitze ich vor meiner Anlage und staune. Warum in aller Welt ein Album mit Coverversionen - und wenn denn schon - warum ausgerechnet diese Songs? Laut Booklet eine Mischung aus Lieblingssongs und spontanen Entscheidungen beim Frühstück im Café. Nicht, das mir die Auswahl nicht gefällt, aber "everybody wants to rule the world" ??? Und das auch noch weichgespült und zarter Stimme gesungen???? Patti ... Jedenfalls bleibt es (für mich) der einzige ernsthafte Ausrutscher. Dazu gibt es eine Auswahl von Songs, die teils sehr gut funktionieren, weil sie in der Interpretation nah am Original bleiben (Gimme Shelter, White Rabbit), andere die durch die Distanz gelungen sind (Are you experienced, Teen Spirit). In jedem Fall erfahren die Songs durch Pattis Stimme eine Bereicherung. Dazwischen liegen Within Without you, ohne Harrisons Sitar ein völlig neuer Song, und Soul Kitchen als Blues, extrem gut gelungen. Dazu kommen 4 Songs, die mir nicht bekannt sind, und - und jetzt wird es schwierig - Helpless von Neil Young. Eine logische Auswahl - dachte ich - der Song und Pattis Stimme, das muß einfach passen? Stattdessen gibt es statt einem mit brüchiger Stimme gesungenem Hilferuf eine Art Wiegenlied - schön - aber nicht das was ich erwartet / erhofft hatte - tja - ratlos ... aber schließlich bin ich ja nur das "Opfer" meiner eigenen Wünsche ...

Es bleibt noch die Frage nach dem Warum? Auch wenn Patti mit einem Cover (Gloria) ihre Karriere begonnen hat, so blieben doch echte Cover eher die Ausnahme (When doves cry). Because the Night ist übrigens kein Cover, sondern eine Smith/Springssteen-Komposition und der gute alte Bruce hat sich nicht ganz zu unrecht nie an eine Studio-Version getraut ...

Warum also? Vielleicht wegen der Aufnahme in die Rockn Roll Hall of Fame? Liebe Plattenfirma, dieses "Beipack"-Zettelchen hättest Du Dir sparen können ... auch wenn die Nebenwirkungen dieser Scheibe langandauernd und durchaus stimmungshebend sein könnten. Bei entsprechender Lautstärke können einiger dieses Songs jedendalls die Fähigkeit zum Autofahren beeinträchtigen. Feed your Ears !!!
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. März 2014
Lange Zeit habe ich einen Bogen um diese CD gemacht (und zu Recht, wie ich nun weiß), da ich nur wenige gelungene Cover-Alben kenne. Aber immerhin handelt es sich hier um Patti Smith, sagte ich mir, und obwohl mir schon ihre letzten Alben kaum noch gefielen, habe ich mir aufgrund des wohlfeilen Preises (Doppel-Packet) die CD gekauft. Die Skepsis war groß, das Entsetzen zunehmend größer: eine absolut überflüssige CD, die zwar aufgrund der Song-Auswahl und der Instrumentierung interessant scheint, aber in fast keiner einzigen Sekunde auch nur ansatzweise an die Originale heranreicht. Patti Smiths Gesang nervt nur noch, sie klingt wie eine weniger heisere Courtney Love (und das ist nicht als Kompliment gemeint) oder wie ein alter Hund. Allein die hervorragend gespielten Instrumente lassen mich zwei Sterne geben.
Nun kann man über Cover-Alben grundsätzlich streiten, Cover-Versionen sollten aber zwei Dinge beinhalten: erstens sollten sie dem Original etwas Neues hinzufügen, indem man das Lied z.B. ganz anders angeht. Dies schafft Smith mit ihren Kollegen bedingt, indem sie z.B. "Smells like Teen Spirit" mit Banjo und Geige als Veranda-Schaukelstuhl-Song interpretiert, was nun aber dem Lied überhaupt nicht gut tut und völlig an der Intention Cobains vorbeigeht. Dieses andere Herangehen muss also auch passen, und das tut es hier nicht. Außerdem nur deshalb "bedingt", weil sie nicht konsequent genung ist, um allen Liedern einen anderen approach zu verpassen. So bleiben "Pastime Paradise" oder "Changing of the Guards" gegenüber den Originalen wenig verändert und sind damit überflüssig.
Zweitens sollte eine Cover-Version spannender sein als das Original, damit man sich dafür interessiert oder damit das Cover eine Berechtigung hat, und hier versagt Patti Smith völlig. Ich möchte nur ein paar Beispiele herausgreifen.Von den Beatles sollte sie für alle Zeiten die Finger lassen, eine derart schlechte Cover-Version wie die von "Within you without you" habe ich lange nicht gehört. Smith verwechselt Mantra mit Geleier, das Indische ist kaum noch zu erkennen. Das Lied wird so einfach nur banal. Smiths gegreinte Version von "Helpless" hält der von Neil Young in keiner Sekunde stand und lässt Patti Smith peinlich wirken. In ihren Liner-Notes drückt sie ihre Bewunderung für Grace Slick als Sängerin aus, und lässt dann eine müde und mies gesungene Version von "White Rabbit" folgen, in der sie nur beweist, dass Grace Slick eine gute Sängein war. Überhaupt: Smiths Gesang und ihre Art der Intonation gleicht sich von Lied zu Lied, jede echte Emotion, Druck, Dynamik fehlen. Sie singt jedes Lied gleich, leiernd, müde. Für die Song-Auswahl spricht, dass selbst Patti Smith es nicht schafft, die Lieder kaputt zu machen. Einzige positive Ausnahme ist "Changing of the Guards", das auch bei ihr gut rüberkommt, was aber eher für die Qualität von Dylans Song vom unterschätzten Album Street Legal spricht. Was "Midnight Rambler" hier verloren hat, erschließt sich dann gar nicht mehr, da die Allmans bekanntlich von ihren Gitarristen lebten und nicht unbedingt wegen ihres Songwritings einen Ruf hatten.
Noch ein paar Worte zu den Kommentaren Patti Smiths, die sie in ihrer Schwafel-Art jedem Song beifügen musste: leider bestätigt sich hier, dass ihr pseudopoetisches Geschwafel und ihre esoterischen Neigungen stark zugenommen haben. Sie erklärt ihre Song-Auswahl durch quasi mystische Eingebung (ein Engel flüsterte ihr zu, sie müsse Soul Kitchen covern -aua), labert ständig von der "union" und "community" und "universal language". Grässlich. Alles versucht sie mit Bedeutung aufzublasen (z.B. bei "Pastime Paradise": The song was recorded in... It was the birthday of Martin Luther King - nochmal: aua).
Es muss jetzt einfach mal gesagt werden, dass die Patti Smith von heute stark überschätzt wird. Weder als Lyrikern - denn meist ist es nur Geschwafel, kunstreiches und eloquentes zwar, aber dennoch Geschwafel, das nichts mit dem Rausch eines Baudelaires oder Rimbauds zu tun hat und nie an die Sprache eines Dylan heranreicht (übrigens wird auch Jim Morrision als Dichter komplett überschätzt) - noch als Musikerin kann sie überzeugen. Ich liebte Patti Smith, ihre ersten vier Alben waren umwerfend, voller Energie, neu, vereinten Punk und Wave. Was sie damals aus den Songs anderer machte: großartig. Als dann "Dream of Life" erschien und ein Lied davon im Radio gespielt wurde, baute ich damals fast einen Unfall, so begeistert war ich, dass sie zurück war (auch wenn die Ernüchterung später einsetzte, als ich das ganze Album in den Händen hatte). Seitdem hat sie mich nie mehr überzeugen können. Twelve ist nun endgültig das Ende einer alten Liebe. Hätte sie sich nur an ihrer einzigen gelungen Cover-Version "Gloria" ein Beispiel genommen.
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,79 €
8,99 €
6,97 €
6,98 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken